Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 38 (12.5.1922)
- Date
- 1922-05-12
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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ז Seite 254 beitet jede Gruppe;111f einer Fläche von 600 1000 Dunam, während in den gomcinwirtschaftlichcn Farmen jede Gruppe von 350 ,2500 Dunani bearbeitet. Eine Tabelle mit Spezifikation der '31 Arbeiter- Siedlungen folgt unten. Die Zahl der A r b e i t e r s i e d l e r ist, wie ans dieser Tabelle hervorgeht, 1660, von denen <187 (männlich und weiblich) gegenwärtig arbeiten, und zwar durchschnittlich auf je 33 Dunarn. Zu diesem Bericht fugt Dr. Ruppin mich l'algemle Ergänzungen hinzu: Alte Kolonien. Die Lage, in den alten Kolonien ist nicht befriedigend. Die Ernte des Jahres 1021 war unter mittel. Für das Jahr 1022 wird eine gute Getrcidecrutc, dagegen einee sehr schlechte Mandcleruto zu erwarten sein. Einigermallen gut geht cs nur den Kolonien, die wie Petaeh Tikwah, Ghederah, Ness Ziona, Rechoboth, viel Orangenpfl,nrningen haben, da die Orangenerntc 1021/1022 zu außergewöhnlich guten Preisen (bis 19 Schilling pro Kiste) in England verkauft wurde. Durch diese Verkäufe ist ziemlich viel Gehl nach Pet.ich Tikwah eingcflossen, was den Pflanzern ermöglicht, ihre Gärten besser zu bearbeiten. In Petaeh Tikwah sind jetzt ungefähr ,800 und in den anderen altert Kolonien 500 jüdische Arbeiter beschäftigt. Von den neuen landwirtschaftlichen Kolonien, an denen die Zionistische Organisation nicht beteiligt ist, sind zu erwähnen: JUEÜISCHE RUNDSCHAU Nr. 38 Die Siedlungen in der Nähe von Cäsarca umlSichron Jakob. Die ICA hat hier zirka •10 000 Dunani Sumpf- und Sandboden aul 00 Jahre von der Regierung in Pacht bekommen und wird m Kürze beginnen, die Sümpfe auszutroekiien, was mit einem Kostenaufwand von zirka 100 000 C verbunden sein wird. Außerdem hat die ICA zirka 10 000 Dunam Baden in der Nähe van Sichron 1,1 kub und Kcrkur aufgekauft, ebenso eine grolle Zald von Häusern in der Kokmic Cäsarca, die bisher tscherkessisehen Siedlern gehört haben. Die ICA setzt ihre Käufe in diesem Gebiete fort und es ist Aussicht vorhanden,' daß hier ein zusammenhängendes• Siedlungsgebiet von mein־ als 200 000 Dunam entstellt, das sich von Atlilit über Sichron Jakob, Cäsarca, Kerktir^ bis Chcdera erstrecken wird. Zurzeit sind hier schon״ fast 150 000 Dunam in jüdischem Besitz, Außerdem hat die ICA in der Nähe von Jaffa und in Untergaliläa Verträge über zirka 15 00!) Dunam Boden abgeschlossen. 1 Sie ״Z i o n C u 111 hm> 11 \v e a 11 lt“ hat von der PLDC 8000 Dunam Buden in Tel-Adas, angrenzend an ihre bisherige Siedlung Balfourieu erworben und stellt wegen des Ankaufs weiterer 500 Dunam in Ruh ei Nasra, welche der PLDC gehören, in VerlKindlimg. Die Zion Cominonweaitli wird nach Ankunft des Herrn RusinblaH sich schlüssig werden, wann sie die Arbeit auf diesem Boden beginnen soll, Die Achusah Aleplg New York, hat von der Pl.DC 1700 Dunam in Chirbcth Azurn in der Nähe von Kfar Sahn gekauft und hat die Absicht, hier noch weitere 5 (>()0 Dunam zu kaufen und für Plarttagen zu ver• wenden. Arbeitende( Öffentliche Arbeiten In der von der Zentralen Vereinigung der'Palästina- Arbeiterschaft herausgegebenen, von S. Rubaseliovv redigierten Zeitschrift in jüdischer Sprache: ״Das arbeitende Ercz-Israel“ macht Dow Hoss interessante Angaben über die Ausführung öffentlicher Arbeiten durch die Arbeitergilden, Die UebernaJunc der Straßcnbautcn im Sommer 1020 verursachte eine Reihe von Anfangsschwierigkeiten bczüglich der Leitung, Organisation, Loltnfrage, technischen Durchführung, Konkurrenz der zwei Parteien (Achduth H&awoda tuvd HapoeJ-Hazair), welche erst auf der Haifacr Konferenz beseitigt wurde. Beide Parteien setzten zur Durchführung der Arbeiten ein gemeinsames Komitee, bestehend aus 5 Mitgliedern, ein. Diese neue Zentrale übernahm 2000 jüdische Arbeiter, sorgte auch für den weiteren Zuzug. Der Winter war schwer, cs gab wenig Arbeitstage und viele Krankheiten. Der Kredit von 3000 Pfund des Wand Hazirrm mußte zur Deckung der Defizite der Chaussee Haifa—Jcida (vom Hapoel- Hazair ausgeführt) verwendet werden. Der Hamaschbir, * ebenso wie die Administration standen den Gilden mit Krediten bei. Die Arbeiter wohnten zu 4—5 in je einem Zelt. *Die Küche war gemeinsam und wurde von einem Küchen« komitec geführt, Die Arbeit wurde ausschließlich durch Gruppen 'aus« geführt, die sich freiwillig organisierten und zwar kleinere!, die 40—100 Köpfe zählten, und große, die sog. Arbcitsartncc (Gdud Haawoda). Audi die kleineren Gruppen schlossen direkte Verträge mit dem Amt zur Durchführung einer bestimmten Arbeit zu bestimmtem Preis und in einer festgesetzten Zeit, erhielten von dem Amt den nötigen Kredit, die Zelte usw. Die Gdud Haawoda Jst ihrerseits nicht nur eine Organisationsfomi der Arbeit, Tiberi,1s—Zcinadt . , T/bcrias—Tabcha . , Haifa—Jcida .... Afulch—Nazareth ■ . . Strafe nd i. Jawneh . Ras-cl-Ain—Pctach-Tikw Sud—Strafend . , . , Strafend 111. Sichrem Jakob , , . , Karmel . Bcrscba. Rosch-Pinah -Tabcha Insgesamt liallen die ansgefiilirlen Arbeiten vmr! | Wert von 151850. Unter ihnen sind 75 km (.'.I1׳i!nm>,.. 1• nuten und 15 km LKonbahnlinien. >'} Eine wüiiselienswcrte Ergänzung zu düsen Artikel: : •011 L\1w Hoss wäre eine gen,me Aufstellung aber d״, Aufwendungen und Ergebnisse. Es ist bekannt, de; | t der ersten Pen,eie die Defizite sehr groß wntr.i i!ine genauere Untersuchung der Ursachen dafür täte ine. Die Mascfiincu- und Werkzcugaktion des Palästina? Arbeiter-Fonds (P. A. F.) | Der ״Jüdische Arbeiter'‘ berichtet in Nr. 2 3: 1/•' erste grolle Transp.m der in Palästina eingebaut•״ w!)cstaml aus: 277 laudw irtsei.:1 ft liehe• Maschinen (I ),־e^ch- Säe-, I)ungemasdiiiieii, Traktors, Kultivatoren), 3 Str.ilin!' haumascbinci», 18 moderne Tisclilereiniaseliineii mul eint große An, ahl klemm•!• Maseliineii und Werkzeuge .״||ו Art. Während die letzteren größtenteils an Arbeit«, kooperativen verkauft werden, bleiben die Maschine!, im Besitze des P. A. F., der sie gegen einen kleim;! Zins den Arbeitergenossenschaften zur Verfügung stell! Gegenwärtig gibt es fast keine.(H'iiosscnseliaft, du• n1cp mit Maseliineii des P. A, F. arbeiten würde. י »jili!.,״ nr•»;.״, «*tot י*;,,utrnn rZionli Paiä! Nr. Ort der Siedlung Betriebsart Kooperative öder individuelle Arbeit Kultivierte Fläche In Dunams Zahl der Arbeiter Dunams per Arbeiier Oesamt* zahl der Siedler 1 Judäa. Ata&oth (Kalendiah) , , Gemischt Kooperaliv 840 10 84,0 20 2 Kiryat-Anavim (Dilb) . . ״ u. Terr. Kult. יז 900 (!0 tö,0 00 3 Ber-Tovia. n Individuell 781) 14 65,71 18 4 Kfar-Uria. H 1200 16 76,0 39 5 Hulda ....... ,, Kooperativ 1760 40 43,76 40 6 Benshemcn. 1200 , 22 64,54 «0 t Petach-Tikvah (Frauen) . Gemüse 30 6 5,0 18 8 Ein-Qanim . t» זי 30 7 4,28 20 V Nahlath-Yehuda (Frauen) 50 10 6,0 10 10 Nahlat-Yehuda .... Gemischt Individuell 660 25 22,0 90 11 Samaria. Ein-Hai. Gemischt Kooperativ 800 30 20,06 70 12 Gan-Schmuel. 510 20 26,6 24 18 Kerkur. 1040 18 67,77 22 14 Tireh. »» * l> 700 18 38,88 20 16 Carmel. Aufforstung 250 4 62,5 10 16 Rushmia. זי . »» 360 16 23,83 18 17 Unter-Galiläa. Merhavia. Gemischt Kooperativ 2100 40 62,5 46 18 Dagania A. זי 900 83 27,27 30 10 ״ B. 1» «00 3« 25,0 42 20 .c ״ יי 800 13 61,53 13 21 Kineret Tal. 1100 33 33,33 88 22 Berg Kineret. Pflanzung Individuell 500 20 25,0 22 23 Nahalal. Erste Amelioration 2 500 80 31,25 280 24 Ein-Harod . וי זי Kooperativ 4 000 160 20,06 180 26 Tel-Yossef , , . . . . זו #ז 3 000 100 30,0 120 26 Giveath-Ycheskiel . . , tl I» Individuell 1200 35 34,28 180 27 Kwuzat-Haglvea . . . זז זי Kooperativ 600 18 33;83 25 28 Ober-Galiläa, Mahnalm. Gemischt Kooperativ 800 27 29,63 % ao 29 Ajelet-Haschahar . . . •» 2 600 35 71,42 38 80 Tel-Hai. , (!00 12 50,0 10 81 Kfar-Gileady. M tt 800 40 20,0 55 32 780 | 987 | 33,21 1 600 Vermischtes Die Zahl der Juden im palästinensischen Staatsdienst Nach dem Bericht Sir Herbert Samuels für 1020 21 waren von den Beamten Höhere Posten Niedere Posten Britische Juden . Palästinens. Juden Britische. Christen Arabische ״ Arabische Moslem Zusammen Insgesamt: 11 3(1 163 82 03 3(10" 13 533 7(1 9(>7 521 2130 Juden Christen. Moslems OK) 1200 581 2400 ו!״ 24!,״ 52 ״ ״ 2-1 V.-UK) 0״ 100 Die meisten Juden waren bei Post und Telegrapl (I II) imd Eisenbalm (126), also technischen Dienst«!, für die nicht genügend arabische Kräfte vorhanden sind, beschäftigt. Bei Post und Telegraph machten sie 10״ , bei den Bahnen 22״״ der Bediensteten aus, die Mehrzahl der Angestellten auch hei diesen Dienstgraden bc• aus einheimischen Christen. Britische und pa- Beamte standen in folgendem Verhältnis stand lästinensische zu einander Höhere• I) i e n s t c Juden Christen Moslem im. 11 105 17*1 Sb 03 2־8 181 Niedere Dienst 0 '13 . 70 80 553 007 521 234 i 2400 Miszellen für Er md, auf welchem Tabak am; dm :11 sondern auch ein Le-henssystem. Sie strebt eine allgemeine wirtschaftliche Kommune in Palästina, au, sie stellt selbst euie saldic im kleinen dar, die nicht geschlossen ist,! sondern stets für Gleichgesinnte offen stellt. Alle'Einnahmen der Genossen (unter denen sich, auch Lehrer, Arbeitsleiter usw.) befinden, fließen in die gemeinsame Kasse'. Die Gdud Fianvmia strebt an, daß möglichst alle 1kdürfnisse •der Chawerim durch eigene Produktion befriedigt werden, um das Leben zu verbilligen, Wäscherei. Schneiderei, Schusterei, Bäckerei, Gemüsegarten, Fischereigruppen!usw, sind vorhanden, (Die Gdud Haawoda hat auch, wie bekannt, die landwirtschaftliche Arbeit auf Neris im Emek übernommen.) Der Kern der Gdud war auf dem Chausscwban Tibcrias-Zeinadi beschäftigt und übernahm auch später den von Tiberins nach Tabcha. Ein anderer Teil Ixwite die. Eisenbahnstrecke Ras-cl-Ain- Petaeh-Tikwali, Gegenwärtig besteht die Gdud aus 700 Mitgliedern. Sie ist in kleinere Gruppen unterteilt. Ausgeführt wurden folgende Arbeiten: Name: ׳ Arbeitsart: . , 13 km Chaussee neu 9 ״ »usgebcssert ■, 18 ״ Ghamsscc ausgcbcss. ■ '0 ,, ״ verbreitert . . Barackenbatt, Kanalbau . , Drainagearbeiten ,ah Eisenbalmbati ... ff . , Strnfieuausbesscrimg . Straße zur Balinstalion . . Chausseebau bis zur Spitze . . Einziiung, d, Soldalenfriedh. . Fertigst, e, Chaussee 14 km Britisch Einheimisch Britisch Einheimisch Die Taxe wird, ist von 4 auf 2 ägypt. Pfund ermäßigt worden Das Agnk ul turdepa rte״זc 111 hat au 03 Dörfer und Kob• nien Tabaksamen türkischer mul syrischer Sorten verteil: und dazu genaue Anweisungen für die Kulmr. . ln Tcl-Awiw hat sieh eine Gesellschaft zum Häuserbau für die Wohimngsiosen gebildet, die vor• zugsweise den arbeitenden Schichten angeboren. In der zu hauenden Kolonie soll nach französischen Mustern ein Säuglingsheim errichtet werden. Zollvereinbarung zwischen Palästina und Syrien ״llanrez“ begrüßt freudigst die Zollverein■ b a r u n g , die zwischen Palästina und Sviien 'זי kurzem geschlossen wurde. Nach dieser werden am• ländische Waren, die in eines dieser Länder eingei11h|1 werden, bei Weiterverkauf . nach ' dein anderen l.an-b keinem Zoll mehr unterliegen. Die Regierung, die den Zoll einhebt, verrechnet mit der Regierung ries amlerea Landes. Fabrikate, die 11t einem der beiden Länder erzeugt werden oder aus vom Auslände cingeführtet» Halbfabrikaten hergcstcllt werden, sind für das aiulca׳ Land gleichfalls zollfrei. Dieses Uebereiiikommea fr• öffnet für den gegenseitigen Ihiulcl zwischen beide« Ländern weite Perspektiven. Dies hat einen beson• deren Wert mit Rücksicht darauf, daß Syrien voruicgetiJ Land der Agrikultur ist, wählend in Palästina ö"c Industrie im Entstehen begritfon ist, für die Syneft und sein Hinterland das natürliche Absatzgebiet $dn dürfte. Das Blatt fordert, daß auch mit Acgypte" und Mesopotamien derartige Abkommen (Ktroffen werden, dann würden »ich für die palästinc!!■ sische Industrie die weitesten Möglichkeiten eröffn«״• Der Index Im Dezember 1021 waren die Indexziffern gcfcn 1020: 63,8 0/0, und gegen Nov ember 1021: 61,5 "0• f״r das ganze Jahr!020 war die Indexzahl gegen 1920: .0׳,״ 54,4 Bemerkung der Redaktion Das iigyt. Pfund bei Zahlcnangahe ist in Tauscnddcj fMiiiiemes) geteilt, die Ziffern nach dem Punkt s!"1 Milliontes, Weilt*( ,:en bis; Die et Reut Vereit fe be/iig; Kilt in’ fit w <»’• Kürze {! [׳:ulelt w׳c 1׳,datsaiä reinigten bereu R Der V /ilulatioi die '■nt. ■! Fs ist;t'<* ■111 uh 'öageii (Diese •H׳r her, Vom & Beiträge für diesen Palästinateil bitten wj nicht an die Redaktion der ״jüdischen Rundschau'! sondern an Herrn Adolf Böhm, Wien XV* Wilhelminenstraße 28—30, zu richten. Sv r s t; c i t e 1 II <j