Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 36 (5.5.1922)
- Date
- 1922-05-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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JUEDISCHE EUNDSCHAU Nr. 36 iWösun״ clitc Je. »• (0.11, * ««Ren erklärt, |kes be'! Aufbau es niclit :ert ragen :Ute hat istisclieii j Gebilde!hen den ben, die bau Pa. s werden ז beißen, ivon ihm h Ort 110r aus — (cnnt die eil auch Iben Orfiten sind' »aläsUnaigte Ziofies Eco• I zu den , Organi- »er wenn »fassende Uller der •ppen leijMIcnllidi injenigen line posilg in Pa- :n.Zionislist Gomhg in jegesamten k* Arbeit übt wird, <011kretes zu treten •mäßigten i als eine ionismus, kzugslinie sehen Reis der mit mehinung les Wortt es noti daß ein Erfindung (־iilfe man ioninienen ver wäre. 1 Moment, jh London iz seine״ von Einia sich zu erbert Sabeitet, viel eilt, seine a; und er Hel Bitteroffen, daß Ungnahme;Kraft und er Sch wie•!kehrt und |tzt hat. zu l R’W' mel jel ist anfj Tgctrofffn jr. Cltaiiuj : Zeitung5' Mnhiissi0״ tene Ru'״c^ Tagen i״l jjrt weile•1' jkunft Pai Genua und die Pogrome Offizielle Daten der russischen Delegation Der Sonderberichterstatter des J. C. B. in Genua erfährt ans zuverlässiger Quelle *manche interessanter Paten ans dein M e m orandum der russischen Delegation an die Konferenz, welches, sich mit den infolge der zahlreichen konterrevolutionären mili-!,irischen Interventionen entstandenen Schäden, besonders jer jüdischen Pogromschäden, befaßt. Wie bebnnnt, v״rlangt die russische Regierung von den Entente-''ächten me Wiedergntmadiung dieser Schäden. Der dem Me.nofjndum angesdilosscne Bericlit gibt die folgende Sc'׳'!- Jcrung der Pogrome in Siidrußland: ״Im Gouvernement Kiew sind in 300 Städten, Stadtthen und Dörfern Pogrome vorgekommen. .Die unmittclbaren Opfdr der Pogrome betragen 200 000 Menschen, meist ,alte Männer, Frauen und Kinder. Ineinigen Städten kamen bis zu 20 Pogrome vor; in keinem dieser Orte weniger als drei. Die Gesamtziffer der Pogromopfer erreicht eine Höhe von über 1000. ln zahlreichen Orten wurden ausnahmslos alle Frauen geschändet. Tausende von Juden wurden lebendig begraben, viele dem Flammentod überliefert. Man fand Leichen, denen Köpfe, Hände und Füße abgeschnitten waren. Zahlreiche Städte iind gänzlich von der Erdoberfläche verschwunden. Es existieren 30 -40 000 Kinder, die Vater und Mutter bei den Pogromen verloren haben. Die Anzahl derjenigen Kinder, die nur halb verwaist blieben, ist beträchtlich röDcr, Weit zahlreicher als die unmittelbaren Pogrom- Todesopfer, sind diejenigen Todesopfer, die eine Folge der in dc!1 imhygionischen Flüchtlingslagern ausgcbrocheneti Epidemien wären. Die Grausamkeiten und Scheußlichkeiten der ver- «chiedcncn konterrevolutionären Armeen sind der Reihe nach katalogisiert worden, und für jede Armee ist «ne genaue Ausrechnung der Opfer erfolgt, die auf das Konto ihrer Tätigkeit fallen. Sogar für jeden ein-;einen Kommandanten der Armee-Abteilungen D e n i - lins, Wrangcls und Petljuras sind spezielle Konten ihrer Verbrechen ausgestellt. Die grauenvollste Rechnung fällt zu Lasten der Armee Petljuras, die besonders in Wolhynien furchtbar gewütet hat. Die Petljura-Banden haben laut den Ziffern der ms- »sehen Delegation während ihrer ersten Pogrome im Kreise Proskurow 15000 Personen ermordet imd viele!ienlem gefoltert. In der Stadt Proskurow allein wurden 4006 Juden voll Pogrombandcn ermordet. Ins-;!samt erreicht die Zahl der int Gouvernement Wolivnieti getöteten Juden die unglaubliche Ziffer von iOÖOOO. Zwischen 300 000 bis 400 000 Pogrom-Flücht- •mge sind den Cholera- und Typhusepidemien erlegen.“ Die jüdische Emigration durch Lettland Riga. (J, C. B.) Die Herren Rechtsanwalt Dr. Klee (Berlin) und Dr. Kowalski (New York) haben ftr in den letzten Tagen im Innenministerium und 51 Ministerium des Auswärtigen eingehende Vorhand- 1״gen über die Legalisierang der Durchwanderung aus Rußland geführt. Nach einem Beschluß des lettischen tatsministerium wurden diese beiden Ministerien unter Läclumg von Vertretern des Finanz- und Verkehrs- ®:״istcriums mit der Ausarbeitung des Vertrages be- •raut, dessen Abschluß im Außenministerium stattfinden ן .11'*! Leber eine* Reihe von Einzelheiten wurde bereits :ae Verständigung erzielt. Der definitive Ab- »Muß des Vertrages soll jedoch, da wichtige' außen-!olifecUe Gcsidhtspunkte eine Rolle spielen, erst nach '» Rückkehr des Ministerpräsidenten und des Außen- Ministers Meirowits aus Genua erfolgen. Die Herren tchtsanwalt. Dr. Klee und Dr. Kowalski führen die :'whandlungen in stetiger Fühlungnahme mit den 1;csigeti führenden jüdischen Persönlichkeiten, Es haben *1"gehende Konferenzen mit ihnen stattgefunden, an j'f״cn die jüdischen Abgeordneten der lettischen Kon- ,•1tiunte Professor Dr. Mintz, Dubin, ■Dr. HeUmann, und Dr. Nurodc teilnahmen. Audi der General- »ektor der Hias für Europa, Held, nahm an allen •fangen teil. Der Kampf um die Autonomie in Litauen ן. Dje jüdisdie Fraktion im litauischen Sejm hat mit fasicht auf die Ablehnung der wichtigsten Paragraphen! r Mindcrhcitsrcdite bei der zweiten Lesung der Ver- ‘fang im litauischen Sejm, beschlossen, sidi audi von weiteren Sitzungen des Sejm fernzuhaltcn. Kowno (J.C.B.). Am Sonnabend, den 29. April , "•cf eine jüdisdie Massenversammlung statt, in der Jgdl die Ablehnung des Minoritiitenredites seitens des "U|sd1en Sejm protestiert wurde. Der bekannte Führer ז'ן russischen Zionisten, Dr. Brutzkus, der Ver- L ״ der litauisdien Zionisten, Dr. Berger, und der .;rtrctcr der Zeire-Zion, A. Brodny, hielten längere * spracllcn. Es wunde in den Reden die Notwendigkeit «rrt igcn Aufnahme von Verhandlungen zwischen tont SCl1en ReSicru"ß dem jüdischen Nationalrat I*«* ®ufgeregte Stimmung unter der jüdisdien Be- |I״J״g J-itaueas infolge des Scjmbeschlusscs herrscht MSsS?ÜCrJJefrelu"ß 10er PogromgeschSdigten. Das f-UaB avilf ..!״1״?״•issariat für Nationalitäten gibt bekannt, Pären 11'• 1sti1en Landwirte, die unter.konterrevolutio- ■Uc" ״««rfällcn gelitten haben, im Jahre 1922/23 von 1 *taatsstcuern befreit sein werden. Erhöhung der Afconncmcnts^cbSbren! Wir verständigen hierdurch alle unsere Abennenten davon, daß wir mit Rüdiclcht auf eine soeben beschlossene neue Erhöhung der Druckprclie um 30°/(״ nachdem eine solche ln gleicher 11511« schon Im April festgesetzt wurde, und mit Rf.c!;slclit auf eine weitere wesentlich« Steigerung der .Papierpreise dazu gezwungen sied, unsere Aboiincnientsgebüliren noch mit Wirkling für das zweite Quartal 1922 licraofzusetzen Wir müssen zu dieser Maßregel greifen, wenn wir nicht in die größten finanziellen Schwierigkeiten, kommen wollen und rechnen bestimmt mit dem Verständnis unserer Leser liierfür,״ die berücksichtigen müssen, dais wir um In einer ungünstigeren Situation wie Tageszeitungen befinden, die Ihre Abonnementsgebühren nur monatlich fatzusetzen haben. Ein Disponieren für ein Vierteljahr voraus Ist bei den heutigen sprunghaften Verhältnissen «Ine Unmöglichkeit geworden. — Die Gebühren bstragen pro Vierteljahr; Für Deutschland 5 Für die Ortsgruppen und Vereine im S&mmel&bonnement . . , Mk. 30.— Für Einzelabonnenten . . ... 35.— Für Afrika ’ 2 sh. ״ Amerika 75 cts. ״ Aegypten 2 sh. I, Belgien - 6 Frcs. ״ Bulgarien 50 Lewa Dänemark. Schweden and Norwegen 3 Kr. Deutech-Ocstcrreich England Estland Finnland Frankreich Griechenland Holland Italien Jugoslawien Lettland I.IUucn Palästina Polen Rnmlnlen Schweiz Spanien Tsclieclioslowakel Türkei Ungarn Wir bitten alle 1500 Kr, . 2 sh. 80 deutsch« Mark 20 finn. Mark 6 Frcs. 6 franz. Frcs. 2 GaUsn 8 Lire 40 Dinare 80 deutsche Mark 80 deutsche Mark 2 sh. * 1500 poln. Mark 50 Lei 4 Frcs. 3 Pcsttas . 30 Kr. 6 Frcs. 250 Kronen Einzelabonnenten, nns den Teueru ngszaschlag mit 10 Mark für das laufende Vierteljahr sofort zu überweisen und •richten gleichzeitig auch die Bitte an die Ortsgruppen and Vereine, die Sammelabonnements bestellt haben, die erhöhten Abonnementsgebühren sofort clnzazlekea and an an! abzuführen. Verlag JQdicche Randochaa Berlin W 15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto; Berlin 17392. Bankkonto; Nationalbank für Deutschland, Dep.-Kasse: W 15, KurfUrttendamm 211. Keren ffajcssod Eine große Spende für den Keren Hajessod Das Zentralkomitee des Keren Hajessod für Großbritaiinien teilt mit: Ein Scheck über 1910 Pfund (über 2 Millionen Mark) wurde von der Redaktion des ״Jewish Chroniclc“ für den Keren Hajessod überwiesen. Der Scheck wurde der Zeitung von■ einem ihrer Leser, der anonym zu bleiben wünscht, zugeschickt. Der Spender erklärt in seiner Zuschrift, daß er selbst in Palästina gewesen ist und die Arbeit der Chaluzim gesehen hat und das Bedürfnis fühlt, seiner Sympathie tätigen Ausdruck zu geben. Die Spende ist die größte Zuwendung, welche bisher in England seitens einer einzelnen Person gemacht worden ist. ' Das Keren Hajassod-Komitec In Paris meldet, daß die Arbeit auch dort .in Fluß kommt trotz einer grollen Zahl von Hindernissen; welche überwunden werden mußten, bevor die" Arbeit beginnen konnte. Das Komitee, dein u, a. die Herren Zlatopolski, Naiditsch, Alcinikow, Mozkin, Temkin, Jarblum usw. angehören, hat eine Liste aller Pariser Juden zusammengestellt, die an öffentlicher Tätigkeit Anteil nehmen. Eine Anzahl von hervorragenden Persönlichkeiten wurde durch persönliche Besudle für eine Anteilnahme am Keren Hajessod gewonnen. Es wurde eine Reihe von Aufrufen in Frankreich und den zugehörigen Ländern publiziert. Im Verlaufe det letzten Zeit wurden eine Reihe von Versammlungen und Konferenzen abgehalten, an denen Zionisten . und Nichtzionisten ■teilnahmen. Während der Anwesenheit Dr, Weizmanns fand eine Zusammenkunft jüdischer Persönlichkeiten der Wissenschaft, Literatur und Knust statt. Besondere Erfolge verspridit man sidi von kleinen Zusammenkünften, in denen die einzelnen Kreise der Pariser Juden über den Keren Hajessod aufgeklärt und zur Zeichnung aufgefordert werden Keren Hajcsspd-Arbeit in Oestcrrerch. Die jüdi scheu Bankbeamten in Wien haben eine besondere Aktion für den Keren Hajessod unter' ihren Kollegen cingekitet. Aus Wien wird gemeldet, daß das leitende : nitee der Bankbeamten in den letzten vierzehn Tn.׳•;• aber 500 neue Zeichnungen gewonnen hat. Die Küiiniiissäre des Keren Hajessod setzen ihre Tätigkeit mit großer Energie fort und betrachten den erfolgreichen Beginn als günstiges Vorzeichen. — Die Keren H a j e s s3 o d - Z c n t r a 1 e für Oesterreich bemüht sich mdec.r.en, die jüdischen Provlnzcemeiiuicn mit dem Keren Hajessod ' vertraut zu!!menen. Aus Graz, Innsbruck, Villach.־ «tief Mödling werden gute Zeidimmgscrgebiiisse gemeldet. In Stokkerau veranstaltete der Präsident dar dortigen. Israelitischen Kultitsgemeinde, Wilhelm J e 11 i n e k ein Keren Hajessod-Mcetinr, bei dem ein ‘ürUiclies Komitee gewählt wurde, (Ziko.) __Seile 229 Lord Milner ßber Palästinas Zukunft Die Londoner ״Times?‘ vom 26. April veröffentlicht folgendes Interview ihres Korrespondenten in Paris mit Lord Milner, dem bekannten englischen Staatsmann. Lord Milner führte aus: ״Ich persönlich bin ein Optimist in bezug auf Palästina. Es ist ein Fehler vom ökonomischen Standpunkt aus, das Land für ein armes zu halten. Es ist kein armes Land, und in früheren Tagen erhielt es eine vielmals größere Bevölkerung als seine gegenwärtige. Es ist durch jahrhundertelange Vernachlässigung und Mißwirtschaft verarmt. Aber an jeder Wegewindung bieten sich unseren Blicken Möglichkeiten. In den letzten zwei Jahren, seit ich Palästina gesehen habe, hat es bereits bedeutende Fortschritte gemacht. Mit den beschränkten Mitteln, die es zu seiner Disposition hat, hat die Regierung sehr Gutes vollbracht. Palästina braucht am nötigsten bessere Transportmittel und eine Entwicklung seines Ackerbaues. Die gegenwärtigen Methoden sind äußerst primitiv, und viel gutes Land liegt brach. An vielen Stellen würde ein einfaches Irrigationssystem Wunder wirken. Audi für Beforstung bietet sich Raum, die leidit zu bewerkstelligcn wäre und ein großer Segen wäre. Häfen! sind notwendig, denn sowohl Jaffa wie Haifa sind noch hnmer bloß offene Landungsstellen. Die einzige Gefahr, die ich für Palästina sehe, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus, besteht darin, daß man cs der Mittel zur Entwicklung beraubt. Dazu ist nicht viel Geld nötig. Palästina ist ein kleines Land und könnte leicht eine mäßige Anleihe aufnehmen, welche es auf eigene Füße stellen würde. Es ist ein Fehler, anzunehmen, daß Palästina eine große Last für die britisdien Steuerzaliler darstcllcn werde, ln wenigen Jahren sollte esl überhaupt keine Las't mehr sein, wenn wir nidit, dadurch, daß wir ihm die Mittel vorenthalten, es zu einer solchen machen." Zu der politischen Seite der Lage übergehend, erklärte Lord Milner, daß wir unsere Politik gegenüber Palästina bereits fcstgclegt haben. Es sei eine ver-« niinftige Politik, und unsere Pflidit sei es, an ihr festzuhaltcn, ״Idi leugne nicht,“ sagte er, ״daß es gegenwärtig viel Unzufriedenheit gibt und daß, wenn die starke Hand der Regierung nachlasscn würde, die Leute bald gegenseitig in Feindseligkeiten gerieten. Verschie׳- dene Leute haben törichte Dinge gesagt, z. B. daß die Gegend den Juden ausgeliefert werden solle. ' Dies hat die Araber und die Christen erschreckt, und diese nidit unnatürliche Furcht haben Agitatoren mit Uebertreibungen und Lügen ausgenutzt. Aber wenn der Frieden aufrechterhalten bleibt, werden die Leute bald einsehen, daß ihre Befürchtungen, obwohl sie natürlieh wären, doch unberechtigt sind, daß es widitig ist, daß nicht das, was die Regierung getan hat oder tut, nodi weniger das, was sie beabsichtigt zu tun, bekämpft wird, sondern das, was die Leute glauben oder sich haben einreden lassen, daß sie zu hm bcabsichtigt.“ ■ Was Sir Herbert Samuel anlangt, konnte Lord Milner bloß das warme Lob für seine Verwaltung wiederholen,' welches, wie er sagte, von allen ausgedrückt worden sei, welche Palästina besucht haben. Sogar die starken Anhänger jeder Partei haben offen die völlige Gerechtigkeit des Oberkommissärs zugegeben und seine Ergebenheit für die Interessen des Landes . und aller Klassen der Bevölkerung. Der Interviewer fragte Lord Milner weiter, ob die zionistischen Juden, die nach Palästina zurückkehrten, sich ihrer Arbeitsaufgabe bewußt wären. Lord Milner antwortete, er glaube, daß die meisten Unter ihnen es wären; es sei sicher, nur durch Arbeit, durch die Erzeugung neuer Güter könne die jüdische Ein- Wanderung ein Erfolg werden. Alle Juden, mit denen er gesprochen habe, haben dies voll begriffen; sie seien alle daran, die Reichtumsquellen des Landes zu enbwickeln. Lord Milner hat offenbar einen günstigen Eindruck von dem ■empfangen, was er von einigen jüdischen Kolonien gesehen hat. Einige mögen weniger günstig sich entwickeln, aber in jedem großen Ansiediungsuntcrnehmen habe es manche ungünstige Resultate gegeben. Er glaubt auch, daß die Araber völlig willig sein werden, friedlich Seite an Seite mit deri Juden zu arbeiten, wenn sie gefunden haben ׳ werden, daß ihre eigenen Interessen dabei gut davonkommen. Gegenwärtig scheine es ihm, daß kein Grund zur Aengstliehkeit bezüglich Palästinas nötig sei, solange als die Engländer eine gesunde Ökonomische Politik verfolgen und keine Entstellung der Meinung und Absicht der Balfour-D^klaration durch die Extremisten gestatten werden. In der Londoner Ausgabe der ״Times“ sind charakteristischcrwcisc die beiden letzten Absätze ausg e I a s s e 11 worden. ״New York Times4‘ unterstützt den Zionismus In einem Interview mit einem Mitglied des zionistischen Zentralbüros, eiklärte A. S, Ochs, der Herausgeber der ״New York Times“, der eben von einer Reise aus Palästina zurückgekchrt ist, daß seine Eindrücke von Palästina und der jüdischen Tätigkeit dort durchaus günstig seien, insbesondere Tel-Awiw hal>c einen sehr guten Eindruck bei ihm hinterlassen. Was die politische Frage anbclangt, müsse eiklärt werden, daß die Juden nidit die Vorherrschaft anstreben, sondern in friedlicher Zusammenarbeit' mit den Arabern das Land wirtschaftlich und kulturell entwickeln wollen. Er stellte die Schweiz als Muster hin und eiklärte, die ״New York Times" werde immer die zionistisdten Bestrebungen unterstützen.