Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 35 (2.5.1922)
- Date
- 1922-05-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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jUEDISCflE RUNDSCHAU Seite 223 fr. 35 1 6rcz-I9rael ■«״ Süd. der 2io. I Streik* Unsicher,!hen das!!nie die יי!: fort- Orange- 1 erinnert lnB von meisten «stellen jcviji zu 3er Zioirde ihm!berufen, fees der (ung des ng fand ׳ersetzte Resultat!nähernd •Komitee Pretoria sn kann, mfon• C seines *tajessod nächst- ז an, wo Würdenng wurzeichnet, 3000 £ El izavin von ung des c h a r dler jüdimeeting werden 1 d t ein,! Wochen Komitee in der r Kapperöffnet. 1t. Von sburg lajessod begann in Südjesudite ransvaal ichtiiehe IcJit die Eli nadi an eine tt einer alästina. er süd- 31 Hanbeno listibedite Am bei h einen tr, eine j aufm׳• tag, der ' beträgt ntrieren!destens »t eine rtugunff r.c.1.) | Au*־ {weit• kiers Unruhen im Hauran London, 25. April. (J. C. B.) Nach hier vorl'ecendci* Meldungen hat sich die unruhige Stimmung den Arabern in Syrien, die, wie bereits mittcilt, nicht ohne Rückwirkung auf die Lage in Trans״ urdanieiv geblieben ist, mimnehr auch auf die Hauranhegend (im nordöstlichen Palästina) ausgedehnt. Die öffentlichen Arbeiten der jüdischen Arbeiter Haifa, 26. April (J.C. B.) Hier findet zurzeit dne Konferenz von Vertretern der H00 jüdischen Arteitcr statt, die unter der Aufsicht der jüdischen, Kooperativen und der jüdischen Arbeiterparteien offen tl,c|1 e Arbeiten der palästinensischen Regierung ausgefünrt hatten. Der finanzielle Bericht der Kooperative weist nach, dal! während der letzten lg Monate die Arbeiter Chaussee- und Ocbäudehauten, Eisenbalyircparaturcn und andere Arbeiten im Gesamtwerte von 22+000 Pfund ausgeführt habe». Für die Arbeiten wurden jedoch nur 93000 Pfund aufgewendet. Die von der Arbeiterorganisation geschaffene Koope- •jtive für öffentliche Arbeiten (Misrad laavodot zibun0th) hat während des letzte» Monats eine große Zahl Arlwitsaufträgc übernommen, darunter den Bau von 125 Häusern für das neue Viertel ״Mechus're dirali“ (Tel- Awiw), bei welchem 250 Arbeiter sechs Monate hiiulurch beschäftigt sein werde». Ferner den Bau von 22 Hältiirn im Borochow-Viertel auf dem Wege von Tel-Awiw mdi Pctach-Tikwahi Diese Arbeit wird 75 bis 100 Arbeiter für die Dauer von fünf Monaten beschäftigen. Außerdem hat die Kooperative viele andere Arbeiten, wie Privathäuser-, Fabrik- und Straßenbauie» in den tersdiiedensten Gegenden Palästinas zur Ausführung übernommen. Im ganzen beschäftigt die Kooperative für öffentliche Arbeiten derzeit 1392 Arbeiter. Kurze Nachrichten Eine neue Jordanbrücke. Die neue Brücke über den Jordan, die von de» C h a 1 u z i m errichtet wurde, ist nunmehr fcrtiggcstellt und für de» Verkehr freigegebeu. Damit erwies sich die seinerzeit vom englischen Militär aufgestältc Brücke als überflüssig und wurde entfernt. Die Ica führt eine Zählung der jüdi selten Gewerbetreibenden sowie der Angehörigen freier Berufe in Palästina durch. In Jaffa ist die Zählung beendet und die Resultate werden gegenwärtig von einem Fachmann bearbeitet. Die Ergebnisse werden von der Ica veröffentlicht werden. Auf Anregung von David Yellin wurde in Jerusalem «ne'Gesellschaft zur Förderung der Forschung auf dem Gebiete der Wissenschaft des Judentums gegründet. Die Gesellschaft fülrt den Namen ״Jakna“ und wird sich besonders der Forschung auf dem Gebiete der hebriiischcri Sprache unc jüdischen Geschichte widmen. Das leitende Komitee besteht aus D. Yellin, Seih. Asaf und B. Dünn bürg. ,Soeben erschien unter dem Name» ״Kchillijatcnu“ (Unser Gemeinwesen) ein Sammclbuch, das von der Ja- Ccndorgamsation Haschomer Hazair herausgcvben wurde. Das Sammclbuch gibt ein Bild des Lehens, der Bestrebungen und Probleme dieser vielfach von der deutschen Jugendbewegung beeinflußten Gruppe wieder und finden in Palästina großes Interesse. Weizmann in Florenz Eine Keren Hajessod-Konferenz. Aus Floren 7. wird berichtet: Professor Weiz- »ann ist ״ach einem Besuch in Venedig, wo dtm von den dortigen Zionisten ein festlicher Empfang bereitet wurde, Sonntag in Florenz eingelangt. Aus feem Anlaß fand eine Keren Hajessod-Konierenz statt, an der auch bedeutende jüdische Persönlichkeitcn Italiens teilnaliinen. Hierauf fand ein׳ festbcher Empfang in der Synagoge statt. Bei der Keren Häjessod-Konfcrena: trat eine völlige Einigkeit der An- *diauungcn zutage, und es wurde einhellig das Maasser Pr i n zi p angenommen, um dcsscntwiilcn fäher ein Konflikt innerhalb der Leitung der italieni- 'rinn Zionisten aisgebrochen war. Atu 21. April hielt Professor Weizmann'im Saale der Präfektur in An- Wesenheit der zivlen und!militärischen Behörden vor «nem großen, auch aus Nichtjuden bestellenden Publi- «1m eine» überaus eindrucksvollen Vortrag über die jüdischen Ideale und Palästina, Der Vortragende wurdo fei Publikum vom Senator Mazzoni vorgcstellt. . Zionistische Massenversammlung in Rom Rom. (J,C. B.) Am 4. April fand aus Anlaß der ״״Wesenheit Dr. Cliaim Weizmanns in Rom in dein '-ollcgio Romano, dem größten VcrsammhnigsSaal in 1™n, eine von der zionistischen Föderation Italiens ver- «istaltetc Massenversammlung statt. Der Kammerdeputierte di Cesaro führte den Vorsitz. Die Auswunge« des Präsidenten der Zionistischen Welt- ״[Kamsation machten einen starken Eindruck auf die Mass! ׳'-’»Versammlung. Nett verweigert Visa auf paffistinensisehe Passe si ן, ^as •1׳ S' erfährt,' die polnische Regierung weigere W, die Passe von palästinensischen Bürgern zu re- Kiiercn, als Repressalie für den Beschluß der englischen «*״״g, die Pässe der Wilnacr Regierung nicht an- ‘6'kennen. Aus dem gleichen Grunde and alle polpfee« Konsulate angewiesen worden, nicht nur den »ssen palästinensischer Burger, sondern auch von ״fgetn der von ,England seit dem Kriege erworbenen ״־*kr Mesopotarnten und Transjordanicn das!Visum n v«rw«Hgern.. , ׳ ■ PfOaCOC©!■ T/öF&iai Herr Professor Warbtirg ist vor einigen Tagen von seiner Amerikareise zurückgekehrt. Bekanntlich war Prof. Warburg Mitglied der Delegation, welche im Herbst vergangenen ' Jahres ,nach .Amerika abging, um dort die zweite große Aktion für de» Keren Hajessod durchzuführen. Während die anderen Mitglieder dieser Delegntion, die Herren Sokolow, Jabotinsky, Goldstein, howie Colonel Patterson noch einige Zeit in Amerika bleiben, hat Professor Warburg Anfang April Amerika verlassen und wird sielt nach kurzem; Aufenthalt in! Berlin nunmehr nach Palästina begeben, um die Leitung des landwirtschaftlichen Versuchswesens daselbst zu übern chtneiv Herr Professor Warburg war so freundlich, unsere« Redakteur zu empfangen mul ihm in einem längere» Gespräch seine Eindrücke aus Amerika mitzuteiie«. Von dem Empfang, der der Delegation und ihm persönlich in Amerika zuteil geworden ist, ist Herr Professor Warburg sehr befriedigt. Der Empfang war ein überaus herzlicher und galt nicht nur den Personen, sondern auch der Sache, die sie vertrete». Die Massen des amerikanischen Judentums haben ein überaus starkes und gesundes Gefühl für Palästina, insbesondere der kleine Mittelstand, aus dem das Gros der Juden besteht. Die Erfolge der Keren Hajessod-Aktion liege« auch hauptsächlich bei dieser KlasscSder jüdischen Bevölkerung. Die Arbeit der Delegation war außerordentlich anstrengend, da ein großer Teil der Zeit durch Eisenbnhnfahrtcn in Anspruch genommen war und eine große Zahl von Orten besucht wurde, wo stets nicht nur öffentliche Versammlungen und Empfänge, sondern auch interne Besprechungen und Verhandlungen im kleinen Kreise staltfauden. 'Das Resultat der Expedition beurteilt Professor Warburg (optimistisch. Er schätzt den zu erwartenden bare« Eingang aus Amerika bis zur Mitte des Jahres 1923 auf etwa 7 Millionen Dollar. Insgesamt sind bisher l'/a Millionen Dollar gesammelt worden. Dazu kommen drei Millionen, Dollar in Pledges, Verpflichtungscrklärunge», die in den verschiedenen Städten abgegeben wurden. Von diesen Zeichnungen gehen erfahrungsgemäß nicht alle ein, so daß lban vorsichtigerweise mir mit einem Ertrag von 11/2 Millionen Dollar rechnen sollte. Weiter erwartet Professor 'Warburg vom Tauscml-Dollar-Klub ein Ergebnis von einer halben Million, von der Aktion, der Frauen gleichfalls eine halbe Million, von dem! unmittelbar bevorstehenden Drive in New York gleichfalls eine halbe Million Dollar, alles in bar. Da imi Sommer wegen der großen Hitze eine Arbeit nicht geführt werden kann, muß im Herbst eine neuerliche Kampagne cinsctzen, die voraussichtlich während des Winters und Frühlings weitere 2'/!ן Millionen!Dollar abwerfen wird, so daß der Gesamterfrag bis zum Sommer des nächsten Jahres mindestens 7 Millionen Dollar ausmachen dürfte. Herr Professor Warburg ist der Ansicht, daß, um einen Erfolg zu erzielen, jedes Jahr Expeditionen nach Amerika geschickt werden müssen, da die Mittelklasse ihren Beitrag von mindestens 25 Dollar pro Mann gern gibt, jedoch stets eines gewissen äußeren Anstoßes bedarf, wozu noch die spezifisch amerikanische Leidenschaft für Sensationen und besondere Ereignisse in Rechnung gezogen werden muß. Besonders wichtig wäre es auch, die kleinen Orte zu besuchen» die diesmal von der Delegntion auf ihrer großen Tour nur zum kleinen Teile berücksichtigt werden konnten. In. vielen kleinen Gemeinden ist das Resultat im Verhältnis zur Kopfzahl der Juden bedeutend größer als in den großen Städten, wo man schwerer an sämtliche Leute herankonimen kann;. Die Spesen dieser Aktionen sind jedenfalls im Verhältnis zum Erfolge sehr gering. Man muß verstehen lernen, daß diese Spesen absolut unvermeidlich sind und daß man ohne diesen Aufwand überhaupt kein Geld bekäme. Daher ist cs kleinlich und unsachlich, immer von den ״holten Spesen" als Zeichen von Miß- Wirtschaft und Verschwendung zu sprechen. Auf die Frage, oh er der Meinung sei, daß auf die Dauer in der Zukunft das zionistische Jahresbudget in dieser Weise gedeckt werden könne, erwiderte Profcssor Warburg: ״Ich glaube nicht, daß man sidi immer dieser Methode wird bedienen können. Meine Ansicht ist, daß wir unbedingt eine» Weg fimte'müsscn, einen erheblichen Teil der gegenwärtig durch das'Budget der Zionistischen Organisation gedeckten Ausgaben auf andere Weise zu decken. In erster Linie geböte dazu die Ausgaben für Sch nie 1t und für die medizinische Hilfe. Ich habe schon während meines letzten Aufentlialtcs in Palästina Herrn Ussischkin meine Meinung gesagt, daß, unbedingt ein jüdischer Verein gegründet werden muß, dem die Versorgung der Schulen zufallyi muß, bis der Zeitpunkt gekommen sein wird, daß sic von dem Jisclutb in Palästina selbst erhalten . werden. Ich bin jetzt in Amerika in dieser Ansicht bestärkt worden, dem* ich bin überzeugt, daß wir eine große Zahl von Leuten finden weiden, welche für einen h e 1) rii i sch c 11 Schul verein für Palästina einen Jahresbeitrag von einigen Dollar gern• zahlen um) zwar sowohl in den Kreisen derjenigen Juden,' die weder für den Keren Hajessod, noch für die Zionistische Organisation etwas geben, als auch unter den. Keren Hajessod-Zahiern, die neben den 25 Dollar für den Keren Hajessod auch für diesen Zweck etwas übrig haben wer- '׳ den. Ich bin der Ansicht, daß auch in der Presse für diese Reform eine große Propaganda gemacht werden soll, die nicht etwa auf :Schließung der Schulen oder Verkürzung der ,ohnedies, minimalen Lehre rgehälter hinausläuft, sondern, nur auf eine technische Verbesserung rf} filier Amerika , ׳, der Budgefdeckting. '. Achulich müssen wir mit den m c d i z i n i 8 c 11 e 11 -A u s g a b e n verfahren. Das Abkommen mit der liatlassah hat sich auf die Dauer als undurchführbar erwiesen. Die Folge unseres Vertrags mit dem Joint und der Hadassah ist die, daß wir den größten Teil des medizinischen Budgets tragen müssen, und zwar sogar als bevorzugte Ausgabe, ich bin überzeugt, daß man für diese Angelegenheit Hilfe gewinnen könnte. Die amerikanischen Bnc Brith-Logen z. B. gründen überall in den Vereinigten Staate« Krankenliäuscr, und cs wäre sicher nicht schwer zu erzielen, daß sie auch einige palästinensische Spitäler übernehmen, deren Ausgaben ja relativ gering sind gegenüber den Ausgaben der jüdischen Spitäler Amerikas. — Nach Abstoßung dieser zwei Gruppen von Ausgaben bleibt dann vor allem die Kolonisationsarbeit, und für diese Kolonisationsarbcit müssen alle unsere Mittel verwendet werden. Audi hier würden wir es gern sehen und begrüßen, wenn andere Gruppe» uns Arbeit abnehmen. Z. B., wenn der Palcstinc Development Council der Brandcis-Griippe wirklich die geplanten Banken errichte», so ersparen sie es uns, dies zu tun. Unsere Gelder müssen dann für Bodenkauf und für Kolonisation verwendet werden.“ Unser Mitarbeiter fragte hierauf Herrn Professor Warburg, ob von der Aktivität der Brandei»- gruppe etwas zu sehen sei. Professor Warburg wies darauf hin, daß die Brandeisgruppe sich geflissentlich bemüht, nicht in der das Gros der Zionisten bildenden Mittelklasse, sonder» in der Oberschicht Erfolge zu erzielen. Dennoch sind diese Erfolge bisher sehr gering gewesen. Die Brandeisgruppe kommt an die eigentlich reichen Juden auch nicht heran. Trotzdem hat sie nalürlich gewisse Gelder gesammelt, die für ihre Banken verwendet werden sollen. Wir können eine solche Tätigkeit nur begrüße», da auch sie Palästina zugute kommt, aber wir scheu auc|j gleichzeitig, daß cs ein großer Fehler gewesen Wiire, die gesamte‘ Arbeit auf diese wenig versprechende Methode abzustellen, Ueber seine sonstigen Erfahrungen in Amerika sagte Professor Warburg: ״Den stärksten Eindruck hat auf midi Kalifornien gemacht. Ich habe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge angesehen, denn ich sehe darin. das zukünftige Palästina und gleidizeitig kam mir der ganze .Unterschied der Situation zum Bewußtsein. Kalifornien hat die gleichen Bedingungen wie Palästina. Wir könnten Palästina in ein gleich blühendes Land verwandeln, wenn wir das gleidtc Kapital, den gleichen Fleiß «uid organisatorische Kraft hineinstecken würden, den die Amerikaner nach Kalifornien gebradit habe», und vyenn wir das benachbarte große Absatzgebiet hätten, das Amerika darstellt. Besonders diese zwei Dingte fehlen bei Palästina: Das Kapital und das Absatzgebiet. Trotzdem glaube ich, . daß der heutige blühende Zustand des agrikulturcll höchst entwickelten Kalifornien uns auch bezüglich Palästina optimistisch stimmen kann. Wir müssen unsere Aufmerksamkeit auch der rapiden Entwicklung der Technik zuwenden, die i» Amerika zu immer neuen Formen der Wirtschaft führt und für das wirtschaftliche Leben dös ganzen Landes von entscheidender Bedeutung ist. Ich bin in Amerika auch zu der Ueberzeugung gelangt, daß eine der wichtigsten Pflanzen, die wir •bauen müssen, Zuckerrohr ist. Ich glaube, daß man im neuerworbenen Gebiete im Emck Jesreel, insbesondere in Nuris, Zuckerrohr bauen könnte und jeden* falls von dort weiter ins Jordantal hinein. De Zuckerfabrikation kann eine der Haupt!ndustrieni Palästinas werden, und ihre unbedingte Rentabilität sichert auch den Arbeitern einen guten Ertrag. Ich stelle mir vor, daß die Arbeiter in irgendeiner Form am Gewinn beteiligt sein sollen und außerdem jeder• eine Parzelle für häuslichen Gemüsebau usw. erhält. Auf diese Weise werden wir unsere Arbeiter dauernd ansicdeln und beschäftigen können.' Ich habe die Absidtt, diese Vorschläge bei meiner nächsten Anwesenheit in Palästina mit den Herren dort eingehend zu besprechen“ Das Gespräch wendet sich dann der Frage der Universität zu, für die Professor Warburg bekanntlich besonderes Interesse hat Professor Warburg erklärte, daß er nur wenig Zeit seines Aufenthaltes in New York zugebracht hat,. wo das 1 lauptarbeitsfckl für die Universität gewesen wäre. Immerhin hat er einige wichtige Resultate erzielt Die Vereinigung für die medizinische Fakultät wurde definitiv organisiert, und es wurde ein Direktorium gewählt, das mit der sofortigen Inangriffnahmc der Arbeit in Palästina beauftragt wurde und sich demnächst nach Palästina begeben wird. Die so organisierte Vereinigung muß die Kosten der Fakultiit decken. Professor Warburg ist der Ansicht, daß in ähnlicher Weise auch Interessengemeinschaften für die anderer» Fakultäten gebildet werden müssen und daß dann die Vertreter dieser einzelnen Ausschüsse gewissermaßen das Direktorium für die Universität bilden. Eine ähnliche Gesellschaft von Interessenten soll auch für das Technikum gegründet werden. Auf diese Weise könnte die Universität finanziert werden, die sich ja doch derzeit vorwiegend auf Amerika stützen muß, Prof. Warburg hat auch schon einige andere Zweige der zukünftigen Universität׳ zu organisieren begönnen. Vor allem wurde eine große Aktion für die Universitätsbibliothek eingeleitet. Es wurde ein Komitee gegründet mit Prof. Warbufg als Ehren׳■ Präsident und de Haas als .Vorsitzenden, das Mitglieds-