Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 29-30 (11.4.1922)
- Date
- 1922-04-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2652410-2652437--14832-2673242- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nummer 1 ^*1ir ver. 'Ratianic- 'ünd die «e. Nicht 1 werden, ׳ Ameriti Iwb. Re- Kte thircl! s״• ,!Dk ״ Eigenbo'liö jüdischen Palästina bringen und durch Daten 1ur nadt. 11^ statistische Materialien über alles Tatsächliche Erscheint In zwangloser Folge Berlin, 11. IV. 1922. Der Palästinateil der ״Jüdischen Rundschau“, Itssea erste Nummer wir heute unseren Lesern Liegen, wird Aufsätze über grundlegende Fragen Nutz und te solche fremdem Gemein- *Rg gellt ensdiutj. ßspruchc tutet die Volk«, *־ Es sei sehe Reauch bei?ert einer let. ofieaticren. Unabhängig davon wird natürlich iciter laufend in der ״Jüdischen Rundschau“ über 111t mit Palästina zusammenhängenden Vorgänge!{richtet werden. Beiträge für diesen Palästinateil bitten wir eicht an die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, sondern an Herrn Adolf Böh m, Wien XVI Wllhelmlnenstraße 28—30, zu richten. Die landsmannschaflliche Kolonisation Von Dr. A. Granovsky, Haag. ln allen Ländern gibt es heute eine Bewegung zugunsten der landsinannschaftlichcn Kolonisation. Man sieht in ihr die langgesuchtc Form, Ansied־ Jinvgslustigc mit einigem Kapital durch Unter- Stützung der nationalen Institute, namentlich des Nationalfonds, nach Erez-Israel in organisierten Gruppen zu überführen. Wir bringen nachstehend einen Teil des Referates über diese Frage, das die Herren Dr. Groß und Dr. Granovsky vom Hauptbüro des J. N.-F. der Karlsbader N.-F.-Konferenz, die knapp vor dem Kongreß stattgefunden hatte, vorgelegt haben. Die Redaktion. ung so urch das Ichtigkeit1 In seiner age“. Ir, Sr gleichsich be- Bundes- R• ״Das oli tischen tndet auf f Zionismus t müssen h wissen % Schon in den Anfängen der Zionistischen Organiti, längst satten war es klar geworden, daß zur Kolonisation Teile im: t»6 Kategorien von Kapitalien erforderlich sind: >lk aber,' I. nationales Kapital, 2. privates Erwerbskapital. Das nationale!Capital sollte der Jüdische Nationalfcnds, dem die Aufgabe zukommt, den für die Besiedr tag nötigen Boden zu erwerben und die erste Amelioration vorzunchmen, aufbringen. Hingegen sollten alle für die Ansicdlung erforderlichen Mittel, wie überall in der ganzen Welf, durch privates Erwerbskapital bcschafft werden.!Das war die Theorie. In der Praxis der bisherigen zionistischen Kolonisation hat das Privatkapital auch privaten Boden vorgezogen, während auf N.-F.- Wen nationales Kapital auch die Kolonisationsarbeit auf sich nehmen mußte. Die Folge war, daß auf den privaten Ländereien die jüdische Arbeit gegen die nicht-;Mische nicht aufkam. Auf den N.-F.-Böden hingegen mußte das nationale Kapital, statt sich auf Okkupation», irbeiten zu beschränken, selbst Wirtschaften gründen. Mische Arbeiter in der Landwirtschaft ausbildcn und %c zur Kolonisierung mittelloser Einwanderer suchen, fett hat diese Arbeiten auf N.-F.-Boden als Pionierarbeit u erklären versucht. Pionierarbeit wurde aber sonst überall nur solange zeitweilig betrieben, bis die ersten( Schwierigkeiten überwunden und genügend Erfahrungen!sammelt waren, auf Grund welcher nunmelir das private Efwerhskapital eine Rolle übernehmen konnte. Ist mm nach 13 Jahren zionistischer Pionierarbeit in |&ez-Isracl die Zeit gekommen, ein enges Zusammen- »irken beider Kapitalskategorien, der nationalen und der privaten, herbeizuführen? Nach unserer tiefsten Ueber- *png bildet die« organische Verbindung jetzt die »־iditigstc Vorausseizung für das Gelingen unseres Auf- *®Werkes in Erez-Israel. Es sei vorausgeschickt, daß זוי keineswegs amehmen, das private Erwcrbskapital 1®ne schon jetzt alle Aufgaben des Siedlungswcrkcs >uf sich nehmen. Deswegen mußte ja der ״Keren Ha- 1!*®xi“ ins Leben gerufen werden, der eine Reibe leben»- Inwendiger Funktionen zu erfüllen hat, die sonst einem feite zufallen. So unbedingt nötig darum die Mobilisier®S aller jüdischen Kräfte für den Keren Hajcssod , . . t J st> wäre es doch ein Irrtum, vor dem seine Initiatoren /3JT'hen i^St u"amcn• anzunehmen, daß seine Mittel ausreichen c '1 *"16."י das gesamte Aufbauwerk zu finanzieren. Die 1 Art 11 ^''*'oncn £. welche laut Bcscliluß der letzten Jahresc ’T!re-! onlercnz binnen fünf Jahren für den Keren Hajcssod; Staatsg 1 wfgebraeht werden müssen, würden nach dem heutigen e”onltv!l ^®der Erfordernisse von rund 1000 £ für die Ansiedf c'״cr Bauemfanilie, die Ansiedlung von bloß 25 000 Y° Msi ן!!?Hdamilien in Erez-Israel ermöglichen. Dabei bleibt fC,״,unä|f'i dcr *‘*'0*1101״ff Raum, daß es bald gelingt, den ,ten dies« 1!״י die Ansicdlung erheblich herabzudrücken. der ver-:, ^Wonnen jüdische, wfähigen e Staats-1 1.״ Und־ lenschaftj •bar ausicheinlich Schöpfer, poleon I. :, wieder( 1. Asser falls Ge- >cr jetzt! Bercchtiversagte, ׳enannten Die Vor- und Paist daher *hantasie. Friedens■ Pazifisten r werden nen, hin• ns). JesWirk-! n staatsrkennung t zu der und der Umfange; Strafvoll־ nkt «dir en, diese, fespolitikj b an die,;tat“ der 8”י rkca. 1 ^f.Crcrsc‘t8 darf nicht übersehen werden, daß bei den ** in 1 ״:>***.״ Aufgalien des Keren Hajcssod nur eine Quote ««111 ־er Einnahmen für die landwirtschaftliche Kolonisation ’«Wendung finden kann. wem! bei der bisherigen Kolonisation aus der izelne fistisch«” 1ur stark in ihrem »alität i'״ •hen, wi« ic Bewe• n solches ergreife”■ er lürlichef׳ kräft'ffstc jn»ch*lö' Not eine Tugend gemacht wurde, so ist dies schließlich ',erstehen. Das private Kapital war unter den früher *tschaftlichen Verhältnissen und bei dem immer noch irtscltaft|leihen Verhältnissen und bei dm immer noch ”™glichen Leben im Galuth für die nationale Koloni■ »n nur i״ geringstem Maße zu haben, 80 daß vielfach Rationale Kapital für ihm fernliegcnde Aufgaben her- ^gezogen werden mußte. Diese Aufgaben jedoch, auch t.n. "®,®י Aera, dem nationalen! Kapital, vor allem »1&tiert durch den Keren Hajcssod und J. N.-F., ”10urden, wäre nach den angeführten Zahlen weder wünschenswert noch nötig. Die heutigen Verhältnisse ermöglichen cs, jüdisches Privatkapital in großem Maße lieranzuziehen, denn überall gibt es Juden, die jetzt bereit sind, ihre Kapitalien für die Palästinaarbeit zur Verfügung zu stellen. Welches Organ ist nun berufen, das Privatkapital in der ganzen Welt zu mobilisieren? Zur Beschaffung des nationalen Kapitals verfügt die Zionistische Organisation über den J. N.-F. und nunmehr auch den Keren Hajcssod. Zur Werbung von Privatkapital besteht — von den Banken^ die ja vornehmlich kommerzielle Zwecke verfolgen, sehen wir ab — so gut wie keine Stelle, weder in der Zentrale noch in den Ländern. Dies erklärt sich daraus, daß die Zionistische Organisation durch ein VicrteljahrlnuKlcrt vornehmlich auf Idccnpropngand'.i eingestellt war. Als die große Zeit der neuen Möglichkeiten anbrach, stand die gesamte Organisation dem Problem! der Heranziehung des Privatkapitals und großzügiger Ent-, falhmg der Privatinitiative ganz unvorbereitet gegenüber. Um Mißverständnissen vorzubeugen, sei bemerkt, daß nach unserer Auffassung ״Privatinitiative“ keinen Gegensatz zu genossenschaftlichen Bestrebungen bildet. Zwischen den Extremen, welche Landwirtschaft, Handel und Industrie sogleich und ausschließlich auf genossenscliaftlichcr Basis in Erez-Israel aufgebaut scehn wollen, um! jenen, die einzig und allein von der Privatinitiative etwas erwarten, glauben wir an den goldenen Mittelweg, auf dem sich beide Richtungen begegnen können. Wem die Produktivgenossenschaft auf allen Gebieten als die Form der palästinensischen Wirtschaft vorschwebt, der kann sie auch auf dem Wege der Entwicklung von der Produzentengenossenschaft erstreben, für die allein zurzeit das Privatkapital ln erforderlichem Maße zu haben ist. Mit dem bloßen Privatkapital ist es freilich nicht getan. ׳ Hier muß noch ein zweites hinzukommen; entweder die Selbstarbeit aller Ansiedler oder ein System, bei dem die Bemittelten, die selbst nicht arbeiten, den Mittellosen, doch zur Sclbstarbcit Bereiten, die Ansiedltmg ermöglichen. Bisher war sowohl in Erez-Israel als auch vielfach im Galuth die Auffassung vorherrschend, daß die im Lande bereits vorhandenen Arbeiter und die nciihinzukommcnden Chaluziml auf eine Ansiedlung seitens der Zionistischen Organisation Anspruch haben. Eigenes Kapital sei nicht erforderlich. Hauptsache sei, daß der Gialuz eine gewisse Anzahl von Jahren im Lande weilt und sich gewisse landwirtschaftliche Fertigkeiten ange* * eignet habe. Die Organisation sei verpflichtet, das ganze für die Ansiedler erforderliche Kapital zur Verfügung zii stellen. Die Möglichkeit, Leute, die zugleich sowohl über finanzielle als auch über die erforderlichen lamtvvirtschaftlichen Kenntnisse verfügen, lieranzuziehen, wird dabei völlig außer acht gelassen. Man übersieht zunächst, daß heute in den osteuropäischen Ländern zum Teil zufolge der Geldentwertung und der trostlosen politischen Verhältnisse, aber auch in überseeischen Ländern jüdische Landwirte zu Tausenden vorhanden sind, die sich selbst oder ihre Kinder in Erez-Israel ansiedcln wollen. Es sei nur auf die Beispiele in Argentinien hingewiesm, wo sich Söhne jüdischer Bauern zu Gruppen zusammengeschlossen und mit nicht unbedeutenden Mitteln ausgestattet, zur sofortigen Uebcrsiedlung nach Erez-Israel bereitstehen. Die bisherige Vernachlässigung dieser Eiemente hat zur Folge, daß nach Erez-Israel fast nur mittellose Einwanderer kommen, die sich der Landwirtschaft, jenem an sich wichtigsten aber auch kostspieligsten Zweig der Kolonisation, widmen. Dieser Auffassung gegenüber müssen wir mit allem Nachdruck betonen, daß es jetzt keine dringendere Aufgäbe geben kann, als alle nach Erez-Israel strebenden Elemente, die dem Lande ihr Kapital oder ihre Arbcitskraft zuführen wollen, zweckmäßig zusammenzufassen und gewissenhaft zu organisierea Dies soll nun unseres Erachtens nach Ländern, Ländergruppen oder Landesteilen und auch nach einzelnen Städten gcschehea Die Vorteile dieses Systems — in psychologischer und wirtschaftiicher Hinsicht — wurden bereits von verschiedenen Autoritäten der Palästinakolonisation betont. Schon das Gefühl der Zusammengehörigkeit erspart den Ansiedlergruppen von Haus aus manche Reibung, die sonst beim Zusammenschluß unvermeidlich ist Leute, die sich mehr oder weniger in ihrer Heimat schon gekannt und mit׳ einander näher verkelirt haben^ werden sich mit mehr Erfolg in einer geschlossenen Gruppe nach Erez-Israel verpflanzen lassen, als einzelne. Vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt ist es von besonderer Bedeutung, wenn eine solche Siedlung, sozusagen, ein ökonomisches״Hintcrh!and“ in dem Lande ihrer Herkunft besitzt, von welchem sie, wenn nötig, weitere Hilfe an Geld und Menschen erwarten kann. Die Geschichte der Kolonisation bei anderen Völkern lehrt uns, daß ein solcher Zusammenschluß von Leuten bestimmter Provinzen und Orte von selbst zustande kommt. So wurden die ersten überseeischen Siedlungen von Ansiedlcrgruppen aus bestimmten Gegenden und Orten begründet, von denen viele noch heute ihre heimatliehen Namen tragen, wie Neu-Schottland, Neu׳-Braun■ schweig usw. Auch in der Geschichte unserer eigenen Kolonisationsarbeit können wir dieselbe Erscheinung feststellen. Die ersten Siedlungen in Erez-Israel wurden von kompakten Gruppen russischer, rumänischer und galizischer Juden begründet, die cdm Kern der Kolonie schufen. Es bildeten sich auf diese Weise zwischen der Kolonie und dem betreffenden Lande resp. Orte direkte Beziehungen aus, die einen ständigen Zustrom neuer Kräfte auslösten. Für Erez-Israel ist diese Tatsache besonders wichtig, da die engere Verbindung zwischen den bereits nach Erez-Israel übcrgesicdelten und den noch im Galuth verbliebenen Mitgliedern der Gruppe oder auch der übrigen Judenschaft des Herkunftsgebietes nur befruchtend auf die Entwicklung der Kolonisationsarbcit wie auch auf die zionistische Arbeit im allgemeinen wirken kann. Die gedeihliche Entwicklung der Siedlung, über deren Arbeit genaue und rasche Informationen von den Ansiedlern selbst nach ihrem Herkunftsgebiet gelangen, ist geeignet, immer neue Menschen und neues Kapital lieranzuziehen. Auch wird das unmittelbare Interesse der noch im Galuth Verbliebenen an der Kolonisationsarheit, die Ansiedler bei ihrem schwierigen Pionierwerk anspomen rtnd eine natürliche Kontrolle schaffen, die wirkungsvoller sein wird, als die der idealsten Administration. Das sind die Vorteile, die für die Zusammenfassung von Ansicdlcrkandidaten in den einzelnen Orten und Ländern sprechen. Zur landsmannschaftlichen Kolonie gehört auch der Kolonicwald, der in Erez-Israel, wie in vielen anderer! Ländern eine wichtige Quelle der finanziellen Fundierung der Gemeinde bildet. Zugleich mit den Sammlungen für den Koloniebodcn können auch jene für die Baumspcndev mit der Bestimmung für den Koloniewald, durchgeführt werden. Dies wäre nur eine Erweiterung der schon bisher üblichen Sammlungen für Haine und Wälder auf den Namen bestimmter Personen, Orte und Länder. Es muß vor allem betont werden, daß eine derartige Zusammenfassung von Ansiedlerkandidaten nicht wie bisher zufallswcisc und ohne Zusammenhang mit den zionistischen Instanzen, sondern vielmehr in engster Kooperation mit diesen durchgeführt werden muß. Sk»- weit der J. N.-F. in Betracht kommt, hat er sich, seiner Aufgabe gemäß, nur auf die Bereitstellung des Bodens zu beschränken. Demzufolge braucht der J. N.-F. nur die Sammlungen der für den Bodenerwerb erforderliehen Kapitalien zu organisierea Dies ist, wie folgt gedacht: Die mit der Kolonisationsarbeit betraute Stelle die Frage, welche es sei, die Landesorganisation!selbst, das Palästinaamt oder ein hierfür speziell zu schaffendes Organ, bleibe offen — übernimmt die Organisierung der in dem betreffenden Lande vorhandenen Ansiedler*• kandidaten, gleichviel, ob es Leute sind, (Me ihr Geld oder ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen können. Die Interessenten werden zu einer Siedhmgsgesellschaft zusammengefaßt, die mindester« aus 100 Mitgliedern zu bestehen hat. Diese Gesellschaft übernimmt die Verpflichtumg, das für die Ansiedlung nötige Kapital zu beschaffen. Sie soll drei Kategorien von Leuten um• fassen: 1. solche, die über das nötige Minimum an Kapital verfügen und nach Erez-Israel gehen wollen, um sich dort durch eigene Arbeit anzusiedeln, 2. solche, die kein Geld haben, doch in Erez-Israel mit ihrer Arbeitskraft und Ihren Kenntnissen der zu begründenden Kolonie dienen wollen. 3. solche, die ihr Kapital in der Kolonie investieren wollen, ohne selbst hinzugehen. Die landsmajinsehaftlichen Kolonien sind nicht allein als landwirtschaftliche Betriebe gedacht, vielmehr Ist es außerordentlich wünschenswert, daß sich von!Anfang an solche industrielle Betriebe ansdiließen, die mit der Landwirtsduft eng Zusammenhängen, wie z. B. Brennereien, Mühlen, Konservenbereitung usw., welche den Ansiedlern Nebenverdienste verschaffen und außer* |dem die Zahl der Kolonisten bedeutend vergrößern 1können. In dieser Hinsicht Waben wir in Osteuropa eine geradezu überwältigende Zahl von Fachleuten, die )1ach Erez-Israel, oft mit fertigen Betrieben, zu übcTsiedeln bereit sind Bei der Organisierung derartiger Anaedlcrgnrppai (soll nicht versäumt werden, das Positive in der Idee der Achusoth nutzbar zu machen Diese Idee ermöglicht eine zweckmäßige und erfolgreiche Arbeit, umsomehr, (als ihre negativen Seiten durch die veränderten Verhältnisse in unserer Kotonisatiousarbeit bedeutend zurücktreten. Die Mängel, die ehemals den Achusoth anliafteten( waren folgende: 1. Sie basierten auf dem Prinzip des privaten Boden■« besitzes und Winten die Pachtung von J. N.-F.-Boden alx Z Die Achusoth waren auf Lohnarbeit aufgebaut und bevorzugten die billigere, nichtjüdische Arbeit Bezüglich des erst erwähnten Mangels hat sich die Situation durch die allgemeine finanzielle Lage der Juden von Grund aus geändert Die ungeheure Ent- Wertung der Valuta in Ost- und Mitteleuropa — dem Hauptreservoir der Ansicdicrkand idaten für Erez-Israel -- macht es dieser absolut unmöglich, das Kapital sowohl für den Boden als auch für die Ansiedlung[' aufzubringen. Andererseits ist man immer mehr zun Eikenntnis gelangt, daß die Ansiedlerkandidaten in jedem Falle zweckmäßiger handeln, wenn sie ihr Kapital nicht, in den Boden versenken — zumal bei der Landwirtschaft^ Wo der allgemeine Wertzuwachs an Boden wenig in Betracht kommt — sondern für den Betrieb verwenden,!Diese Umstände nötigen daher die Achusoth, denen es um Erez-Israel ernst ist, sitih dem J. N.-F .-Prinzip nunmehr anzupassen. In (der Tat haben sich verschieden«