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Jüdische Rundschau · 1922-04-11 · Heft 29-30 (11.4.1922) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 29-30 (11.4.1922)
Date
1922-04-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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‘ 'V Wk 1 1■:;■ Seite 190 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 29|30 dieser Quellen auf Widerstand stoßen wird, ist zwei feilos, aber ebenso zweifellos ist es, daß sic eine absolut« Notwendigkeit für die größere und schnellere Ansied״ Jung der sieh selbst erhaltenden jüdischen Menschern bildet. In der Gesellschaft ,, H am a s eh b ir“ erblickt Rallen die Urzclle für seine allgemeine Kooperative der Konsumenten, in der Acluiutli Awodah eine solche der Produzenten, Eine besondere Bedeutung für die Entwicklung erblickt Rallen in dem Ersatz des heutigen Erziehung* Systems, dessen ״Opfer Hebräisch, aber nicht die Bedingtmgen der Arbeit und des praktischen Lebens entsprechenden Forderungen Palästinas“ erlernen, durch ein anderes System, das die Menschen die Kunst der Seihst- Verwaltung durch Selbstverwaltung lehrt. Um das zu erzielen, muß man eine große Zahl der Lehrer importicrcn, vorzugsweise aus den Vereinigten Staaten, die den Gebrauch der Hände lehren können, anstatt solcher Lehrer, die den Gebrauch der Zunge lehren. Die letzte Frage von entscheidender Bedeutung ist die Frage des notwendigen Kapitals. Dieses Kapital muß notwendigerweise außerhalb der Zionistischen Organisation hei den Juden, insbesondere bei den großen und reichen Juden, gefunden werden. Es scheint, daß eine gewisse Sinnesänderung in bezug auf Palästina: bei diesen Juden sidi vollzogen hat. Wo der Zionismus als eine Drohung und eine Herausforderung empfunden war, \v׳üd Palästina als eine Aufgabe und eine Vertustwortung empfunden. Es scheint, daß es keine ge-!lügenden Gründe gibt, die Bereitwilligkeit der nichtzionistischen Juden, diese Aufgabe zu übernehmen und durdizufiihrcn, anzuzwcifcln. Aber zu welchen Bedingungen? Der gewöhnliche Impuls für Unternehmer, der Profit, ist nicht vorhanden. Sehr viele Unternehmungen in Palästina werden im Anfang gar keinen Profit, und im Laufe der Zeit nur kleine Profite abwerfen. ״Ein Gefühl der religiösen Verpflichtung und der sozialen Verantwortung“ wird die Juden dazu bringen, ihr Kapital zu dem Aufbau von Palästina ztt investieren. Vielleicht auch der Wunsch, die Eitwvanderimg der Juden in die Wohnliinder der Geber aufzuhaltcn oder abzulenken. ״Ein UnCrneltrnen in Palästina, das nur in der Hoffnung auf Profit begründet wird, würde mir das bedeuten können, was solche Unternehmungen Ln einem unentwickelten lande überhaupt bedeuten, die Einführung des Schwitzsystems und der Hungerlöhne. Solche Unternehmungen können alier nur dazu dienen, die Juden aus Palästina heran* zujagen, aber nicht dazu, sic in Palästina anzusiedeln.“ Nur auf obenbezcichneten Wegen also, der National[- sierung des Bodens, der Sozialisierung der öffentlichen Arbeiten und der natürlichen Bodenschätze und der privaten Initiative, die von einem auf Profite ganz oder teilweise verzichtenden und nur aus nationalen oder politischen Gründen in Palästina luvestiei migcn suchenden Kapitals, findet Rallen den einzig möglichen Weg zur Schaffung des jüdischen nationalen Fieims in Palästina. ״Das neue Leben des jüdischen Volkes in dem neuen Zion wird entweder die obenbczcichncten Formen annehmen, oder es wird nur ein jenseits des Lebens liegendes (compensatory) Ideal bleiben.“ . So wird die Geschichte und Entwicklung der Zionistischcn Bewegung durch einen der besten Vertreter des jungen jüdischen Amerika betrachtet. So wird von ihm der gegenwärtige Zustand beurteilt, so sind die Wege der Verwirklichung gezeichnet. Er selbst empfindet das als ausschließlich amerikanisch, und das ist vielleicht gerade das Amerikanischste in dem Buch und in seinem Verfasser. Wir liier wissen nur zu gut, in welchen großen Kreisen der Zionisten, insbesondere der von Kalten als besonders brauchbar be/eicimeten östlichen Zionisten den meisten von seinen konstruktiven Gedanken nahestehen. Er weiß auch nicht, mit welchem tiefen Bedauern diese Kreise die weitere Entwicklung des amerikanisehen Zionismus von Pittsburg bis Buffalo und noch weiter begleitet haben, da sie darin eine immer fort;- schreitende Abweichung von dem in Pittsburg proklamierten alt-neuen Idealen und Zwecken erblicken. Vielleicht wird nur die Annäherung dieser Besten im weiten Amerika mit ihren Gesimiungs- und Stimmungsbrüdern in. Palästina und im Osten (neuem Osten, im Sinne des nach dem neuen zionistischen, irgendwo im Atlantischen Ozean gelegenen Meridians) die Wege der Lösung und Erlösung weisen. R.N. Zionismus und Völkerbund ln einer von der Z.V.f. D. herausgegebenen Broschüre erörtert S. Kaznclson die Beziehungen zwischen Zionismus und V&lkcrbundgcdankcn, dem ״nationalen“ und dem ״internationalen Pazifismus“. Wir bringen einen Teildcr Broschüre zum Abdruck, Propaganda gegen das Einwanderungsgesetz in Amerika Washington. (I. C. B ) Die Propaganda für die Verschärfung bzvv. gänzliche Unterbindung der Einwandcnmg nach Amerika; hat sich in letzter Zeit insofern bcdeutend verstärkt, als nunmehr geschlossene Organ!'- sationen in dieser Propaganda auftreten. Vor allem sind cs die chauvinistisch gefärbte Demobilisicrtcnorgauisation und die von Gompers geführte American Federation of Labour, welchen das Einwanderimgsgcsetz. nicht streng genug ist und die am liebsten das gänzliche Verbot der Einwanderung durchgeführt sehen möchten. Diese Organisationen beschränken sich aber nicht nur auf die Propaganda in der Ocffentlichkeit, «indem sie üben einen direkten Terror auf die einzelnen Senatoren aus, indem sie ihnen drohen, sie bei den Waiden zu bekämpfen, wenn sie nicht schon jetzt ein bestimmtes Vcrsprechen abgeben, für Verschärfung des Einwanderung»- gesetzes cinzutretcn. Der burische und britische Politiker Siniits vcrsucht die nationale Aufgabe des Judentums mit seiner internationalen folgendermaßen in Beziehung zu setzen: ״Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Zeit des reinen Nationalismus vorbei ist. Es unterliegt keinem Zweifel, daß wir die internationale Ordnung der rein nationalen überzuordnen Italien werden, 1u!d kein Volk versteht besser, wie das zu tun ist, keines kann die Welt in dieser Richtung größere Weisheit und Erfahrungen lehren, als euer kleines jüdisches Volk. Der Völkerbund scheint durchaus in der Entwickliingslitiic der jüdischen Idee zu liegen, und ich hoffe daher, daß in den kommenden Jahren das jüdische Volk in diesem internationalen ׳Bunde eine bedeutende Rolle spielen, daß es den Völkerbund mit einem großen Geist erfüllen wird, daß cs sich für den weitpreu Ausblick, der jetzt in der Ocschic.htc heraufzudäinmem scheint, cinsctzen und auf dieser neuen Grundlage und in dieser neuen Richtung so viel zur menschlichen Wohlfahrt und zum menschlichen Fortschritt beitragen wird wie vordem, als es als das kleine Volk ein großes religiöses Schrifttum hervorbrachte. Wie ich schon früher gesagt habe, harre ich der Spinoza und Maimonklcs der Zukunft. Warum sollte ich es nicht, da die Rasse geblieben ist, der Charakter geblieben ist und die geistige Flamme noch stark in euch brennt. Ich muß zugeben, daß sie in den letzten Jahrhunderten zum großen Teil in eine andere Riehtung abgelenkt wurde, daß die geistige Stärke und die Lebenskraft des jüdischen Volkes sehr oft in eine andere Richtung geleitet wurden. Und heute habt ihr den Ruf, mehr an das Materielle zu denken als an das Geistige, mehr ans Geldverdiener! als an die großen geistigen Werte des Lebens, Doch ich bin sicher, daß dies nur eine vorübergehende Phase ist, eine Phase, welche durch die geschichtlichen Verhältnisse, in denen ihr viele Jahrhunderte unter den europäischem Völkern gelebt habt, erklärt und ausreicliciul erklärt werden kann. Es bestellt kein Grund, warum Israel nicht zu seiner großen historischen Mission zuriickkeiircn, warum es nicht wieder das Banner des Geistes den anderen Völkern der Erde vorantragen sollte. Etas war eure Mission n der Vergangenheit; ich hoffe, es wird auch in der Zukunft eure Mission sein.“ An anderer Stelle meint Smuts, ״daß die Juden eines der national gesinntesten kleinen Völker gewesen sind, die jemals gelebt haben national bis zuin Fanatismus, und daß sie dafür gebüßt haben, daß sie fanatisch waren, daß sie national waren und daß sie ein kleines Volk waren“. Und doch sind sie, fügt er später hinzu, ,.vielleicht mehr als jedes aridere ein stark internationales Volk mit stark internationalem Geist“. Diese Inter׳ nathnalität des jüdischen Volkes macht es wie kein anderes zu einem Element der Verbindung «ml Versöbnung. Auch nach Wiedererrichtung des palästinensischcn Gemeinwesens zum größter. Teil in der Diaspora, verstreut 1unter den Völkern lebend, aber weder durch Assimilationssucht zu überbetontem, chauvinistisch ver■ zerrtem Patriotismus gezwungen, noch durch innere Fremdheit abstraktem Kosmopolitismus und national u!v gebundener Radikalität verfallen, werden die Juden in noch höherem Maße dem Weltfrieden und dein gcwaltlosen Einvernehmen aller Völkei dienen können als bisher. Der skeptische Realpolitiker, der diese Perspektive wie früher den Zionismus überhaupt für zu idealistisch und utopisch hält, sei durch den Hinweis auf das Interesse beruhigt, das ein nationales Judentum in der ganzen Weit an der Erhaltung des Friedens schon aus dem Grunde haben muß, damit seine Natkinsangeliörigcn nicht zmn Kampfe gegen ihre eigenen Volksgenossen! gezwungen werden. Gewaltloser Nationalismus und geuaitloscr Internationalismus, auf diese Formel ist das Verhältnis und der innere Zusammenhang zwischen Zionismus und Völkcrbumlgcdankcn zu bringen. Beide sind heute mir ein Anfang, der Völkerbund in seiner gegenwärtigen Gestalt vielleicht ein schon verdorbcncr. Ltar Zionismus sieht sich in der Araberfrage dem gleichen schweren Problem gegenüber, wie der Pazifismus in der Frage des Angriffskrieges. Selbst größte Friedensliebe und stärksten Vcrständigungswillen vorausgesetzt, kann weder der nationale, noch der zwischenstaatliche friede ohne den gleichen guten Willen der anderen Völker oder Staaten bewahrt werden Ob nun aber in Palästina die Mandatarmacht England einem Bruch des innerstaatliche» Friedens durch die Araber oder ln einem internationalen Streitfall der Völkerbund einer Bedrohung des Weltfriedens mit Gcwalt begegnet — Gewaltanwendung ist immer gefährlich, da es keine scharfe Grenze gibt, wo Notwehr und Verteidigung aufhören, Imperialismus und Angriff beginnen. Das leiseste Ucbcrschreitcn dieser Grenze kan» dort die Idee des Zionismus. hier die des Völkerbunds ins Herz treffen. Die reine Völkerbundidee ist im heutigen Slaatcnbuml alterdings nur sehr unvollkommen verwirklicht. Seine Ohn« macht konnte sich nicht deutlicher als dadurch erweisen, daß er die vielen Teilkriege, die sich vom ״Waffen- Stillstand“ an bis heute wie Satelliten vom Planeten des großen Mars ablösten, niclvt verhindern konnte. Der Vöikerrechtslelirer Walther Schücking hat daher vor einiger Zeit mit Recht (in einem Artikel des ״Berliner Tageblatt“) die Idee des ״wahren Völkerbunds“ wieder* hcrztistellcn unternommen. Er schlägt in nicht sehr glücklicher Analogie eine ״Sozialisierung des Völkerrechts“ vor, worunter er die Ucberwindung des ״Individualismus“ in der internationalen Rechtsordnung Vf, steht. Er fordert vorn Völkerbund, daß er die Ratio!!( riing der in der Welt vorhandenen Rohstoffe iuk] internationale Regelung der Emigration unternehme, nur die Freiheit der Einwanderung soll gesichert wert!(, eine Forderung, m der sich erst vor kurzem Arne;, durch seine neue Einwanderungsbill in Gegensatz ,, .stellt hat. Srliücking will auch die Zulassung f schlosscncr nationaler Siedlungen in fremdem Lande du; Der Jessen « pflegen, des jüdii and statl orientier! weiter 1# alle mH berichtet Beit nicht an sondern WÜhelt Entscheidung des Völkerbundes ermöglicht sehen, Hoheiisrcclitc des bisherigen völkerrechtlichen i tüiners brauchen dadurch nicht berührt zu werden, dercrscits muß die Kolonie so viel Selbstverwaltung b. kommen, daß sie ihrer eigenen nationalen Kultur nag. leben kann. Hierfür wird der Völkerbund Schutz Kontrolle gewähren müssen. Der Typ für eine $old׳ geschlossene Sicdclung nationaler Kultur auf fremde- Gnmd und Boden ist jetzt in dem zionistischen Gemcte, wesen in Palästina gefunden.“ Diese Forderung gg. weit über die in den verschiedenen Miuoritätcnsclm1 Verträgen bereits erzielte Sicherung der Rcchtsansprütlit der nationalen Minderheiten hinaus. Sie bedeutet & Anerkennung des Lcbcnsrcchtcs eines ganzen Volke: wie das Beispiel des jüdischen Volkes zeigt. — £» K. hier jetzt auf eine lehrreiche, fast schon historische kt■ miniszenz zurückgegriffen, die beweist, daß auch tx: freien und fortschrittlichen Geistern nicht der Wertete Idee an sieh, sondern erst ihr Erfolg entscheidet. Im Widerspruch zu Schückings Anerkennung 5, weitgehender nationaler Ansprüche, wie sie durch sj« Beispiel des Zionismus in ihrer praktischen Wichtig!« dargetan wird, steht nämlich eine Acußerung in seine: 1Q0S erschienenen Schrift ״Die Nationalitätenfrage", |: dieser urteilt er. der Pazifist, der schon infolge der gleich gerichteten Feindseligkeit des am Machtkultus sich be• rauschenden Intelligenzpöbels im Zionismus den Bundesgenossen sehen sollte, solchermaßen über ihn: ״ft! heiterste Zerrbild emer berechtigten politisches Bewegung ist der Nationalitätsgcdnnke, angcwemlet 11׳ die Juden: der Zionismus. Der Gedanke des Zionismu! ist ja auch mir der: wir sind ein Volk, folglich mü«a wir auch einen eigenen Staat haben. Und doch wisse! wir, daß die Juden schon zu Zeiten Jesu Christi, läaj!‘ vor der Zerstörung Jerusalems, zum größten Teile is weiten Römerreich zerstreut waren. Ein Volk »bet dessen Glieder durch den Anteil, den sie an der ve• schiedcnen Kultur der verschiedenen Länder gewönne! haben, unter sich so differenziert sind wie das jüdische wird schwerlich wieder zu einem eigenen lebensfähiger. Staatswesen gelangen können, in dem sich alle Staats•! ^>״ w Die Zlljf Ma litn stü Na Gr ein H« H» fer ha! Scho satton w zwei Kai t. n 2. p Dar fonds, d* hing nöt genossen auch nur einigermaßen wohl füllten.“ Und dann kommt die alte, wenn auch in einer Wissenschaft■ liehen Argumentation sieh einigermaßen sonderbar aiu nehmende Anekdote: ״Das erwog auch wahrschcüiiid der berühmte holländische Jurist Asser, der Schöpfe des ersten 1 lamlclsgesetzbuehes, als er von Napoleon I gefragt wurde, wie er als Jude darüber denke, wieder einen jüdischen Staat in Palästina aufzurichten. Asse meinte nämlich: ״Sire, daun möchte ich jedenfalls Ge• sandtcr dieses Staates in Paris werden." Der jetr völkerrechtlich anerkannte Zionismus hat die Bered!!.- gung, die man der einst belächelten Bewegung versagte, erlangt. Der Erfolg, der in den Augen der sogenannt« Realpolitiker allein entscheidet, gab sic ihm. Die Vor■ Stellung, die einen deutschen Völkerreditslehrer und Pa• zifisten einmal als Gesandten in Jerusalem sicht, ist dal!« tür die in der g schafft vi bisherige auch pri Roden t auf sich privaten jüdische mußte d■ arbeiten üdische Fege n Man hat ni crklä überall j heute weder heiter, noch ein Zerrbild der Phantast■ yhwierit l\Y/z\Kai ne lend •nU «1 r*1\i nt .% n lw. 14« 1״״ ״• M ti ,! .. m l7a.«,wlon:. * (Wobei es freilich nicht eine Errungenschaft der Frieden;■ Bewegung, sondern nur des Krieges ist, wenn Pazifisten im heutigen Deutschland Minister und Botschafter werde: dürfen. Daß sie cs in Jerusalem werden können, hin■ gegen immerhin auch ein Erfolg des Zionismus), Die von Schücking geforderte Erweiterung desWei• smnkeitsbcreichs des Völkerbunds läßt sich in Staatrechtlicher Terminologie ausdrückcn als die ZucrkcnnmS der gesetzgebenden Gew,alt an ihn. Diese tritt zu der richterlichen Gcwalt hinzu, die er schon besitzt, uni de: vollziehenden, die er nur in dem bescheidenen Umlauf eines überdies noch ziemlich problematischen Straf«'!׳ zugs kennt. Ob es itn gegenwärtigen Zeitpunkt sd: aussichtsvoll ist, solche Forderungen zu erheben, dir? Frage wird liier nicht gestellt; sie sei der TagcspoM'1 überlassen. Für den Politiker aber, der nicht nur an dt ״Realitäten“ des Tages, sondern an die ״Irrealität“ der _ unvergänglichen Ideen glaubt, erhellt sich die Frage: Ri selbst w der wahre Völkerbund bloß dadurch zu verwirklicht" I können, daß man ihm seine Kompetenzen absteckt? Eben»־ wenig, wie ein nicht bloß auf Unterdrückung beruhet Staatswesen allein durch die Zuteilung der Staats^ walten begründet werden katinl Ist also vielmehr nid' zunächst und vor allem das Vorhandensein einer Stab? gesinmuig bei seinen Bürgern notwendig? Der Völto' bund wird so viel, oder er wird nur so wenig sei», der Gesamtwiile der in ihm vereinigten Staaten u»' Nationen atts ihm macht. Diesen Gcmcinwillcn, di'5' Ander«« Völker- und Mensdrhcitsgesinmmg gilt cs zu erwecke» vielfache Sie kann nicht dadurch entstehen, daß einzelne i־ *einer E größerer oder geringerer Zahl sich der pazifistische!1 Verwenc Bewegung anschließen; eine Bewegung, die nur sfan \x׳a durch ihre Infcrnationaütät, aber schwach in ihre״ Not eim nationalen Rückhalt ist, wird immer an der Realität F zu verst entscheidenden Augenblicke der Gefahr zerbrechen, »!! Grtscha cs 1914 auch beim Sozialismus der Fall war. Die Bcw'f tortsclia gung muß daher das Volk ganz und durch ein so־chcS et<rägiic dir völlig hingegebenes Volk alle anderen ergreife11 sation n Das jüdische Volk, das nach dem Glauben seiner Angf das nati hörigen und derer, die es kennen, ein ״natürlicher' :mgCZ)0g Träger der Friedensidee ist, kann die zeugungskräftig5״ in dcr Keim- und Grundzelle für diesen neuen Gemeinschaft* .. willen werden. *״fzubüi gesasmm Erwerbs! Ist ו Erez-Isr» nirken I privaten,?«tg1mg tochtigsi Esuwcrlo vir keir könne s auf sich;cssod“ i aotwend Staate n ״mg »!ן 1A wäre 25 Miß« konteren jufgclira Stande d l״״ß ein Bauern!» freilich

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