Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 26 (31.3.1922)
- Date
- 1922-03-31
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2652410-2652434--14800-2673207- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seile 160 I JUEDISCHE RUNDSCHAU bene Unabämlerliehkeiten; und zweitens besteht durchaas keine Gewähr dafür, dati die Mensehen immer nach ihren Gefühlen handeln. Wir dürfen die Ghettojudcnheit zur Zeit, als sie in die europäisehe Kultur eiutrat, als eine 1m wesentlichen einheitliche Masse betrachten, innerhalb deren es 11atürlich - wie in jeder Volksgemeinschaft -- Elemente von größerer tmd geringerer Durehdriiiglichkeit des Natfonalcliarakters gab, die also von dem nun cinsct/.cnden Assimilatkuvsprozeß mehr oder weniger erfaßt wurden. Nadi Naumann soll hier bereits der Keim zu seinen drei Gruppen liegen. Mir scheint es glücklicher, die Zwischenschicht als die historische Sta1n111gr11p|>e anzit- .1dien, die aus den Irrtümern des Emati/ipationszeit• alters mit historischer Notwendigkeit entstehen mußte, uik! die in sich die kompakte Rasse der emanzipiertem Juden (wenn auch in verschiedenen Assimilationsgradeii) barg. Dein Irrtum folgte die Erkenntnis des Irrtums und hieß zunächst Zionismus, Jetzt löst sich aus der Zwischenschicht eine neue Gruppe, von der cs mir aber höchst fraglich und jedenfalls gänzlich unbeweisbar ersdieint, ob und wie weit ihre Loslösung durch den Grad der vollzogenen oder besser nidit vollzogenen Assimilation bestimmt wicnle. Ein auf jeden Fall viel entschcidciKlcrcs Moment ist von Naumann einfach überselten worden. Die Abtrennung von einer historisch gewordenen Gruppe mit historisch überkommenen An- Schaltungen und Lebensformen erfordert vor allem eins: ein Verhältnis zur Idee überhaupt. Um Zionist zu werden — ich spreche von früheren Jahren, in denen inan noch nicht als Mitläufer zum Zionismus kam — mußte man vor allem übcrpersönliche Dinge als persönlich bestimmend anerkennen, zu einer Idee ja sagen und sich ihr zum Opfer bringen können, liier liegt das in Wahrheit Entscheidende. Mit dem jüdischen Gefühl hat das nur insofern zu tun, als es natürlich in gewissem Grade vorhanden sein muß, um auf die Bahn gerade dieser Idee zu führen. Aber cs ist ganz falsch, zu behauptet*, daß die Masse der deutschen Zionisten ursprünglich ■und von Natur bereits über ein irgendwie stärkeres jüdischcs Gefühl verfügte, als die Masse der Zwischenschichtler. Ihr Unterschied bestand in der Möglichkeit, Ja, der Notwendigkeit ihrer Natur, sich zu entscheiden; neue Gedanken überhaupt denken und den Kampf mit dem Hergebrachten aufnehmen zu können. Soweit Mensehen dieser Art nicht zum Zionismus kamen, waren sie für nationale Dinge (also auch natioiuddeutsche) meist überhaupt unzugänglich •und suchten ihre Befriedigung auf anderen Gebieten geistigen' Lebens. Ich sehe also in der Zwischenschicht (unter nationalem Gesichtspunkt) die große Masse der .geistig Trägen, der von einer Idee nicht Beseelten, die den alten gebahnten Pfad gehen, während links und rechts von ihnen neuer Pioniergeist neue Wege ebnet, auf denen auch bald wieder eine stumpfe Masse nachtolgcn wird. Man denke nur an die Kämpfe der Zionisten mit den sogenannten Liberalen. Hinter dem zufälligen Zionisten, der seiner größeren Ausdrucksfähigkeit wegen die zionistische Sache vertreten durfte, standen Menschen, die von ihrer Idee nicht minder, vielleicht sogar noch stärker durchdrungen waren als die belanglose Vordcrgnuidscrsdicinung, die zufällig besser reden oder schreiben konnte. Hinter den anderen aber standen nichts als Nachbeter und vorwiegend eine uninteressierte Masse, die sich vielleicht im stillen wunderte, ihren bequemen Trott mit so schönen Worten gerechtfertigt zu sehen. D;ys besagt aber nichts über einen Mangel an jüdischem Gefüllt, solidem nur über einen Mangel an menschlichen Qualitäten, der ein opfervolles Aktivwerden dieses Gefühls nicht zuließ. Ich habe als junger Student viel ״gekeilt“ und hatte meistens bereitsnach dem ersten kurzen Gcsprach mit einem unbeeinflußten Studenten ein deutliches und selten getäuschtes Empfinden dafür, wie weit jetnand für unsere Sache prädisponiert war oder nicht. Res Gefühl aber war immer abhängig von der geistigen Ocsnmthaltung des Betreffenden: ob einer für eine Idee überhaupt empfänglich war oder nicht. Und hatte jent and die Möglichkeit zur Idee, daun war auch das jüdisclie Gefühl - - es konnte noch so latent sein . zu wecken. Ja, zum Bewußtsein geweckt muß es sogar in fast allen Fällen werden, denn es liegt bei den assimilierten und verschüchterten deutschen Juden fast nie auf dem Präsentierteller. Aber cs läßt sich auch in fast allen Fällen wecken. Die Zahl der stumpfmaterialistisch gerichteten Juden mag Legion sein; die Zahl derjenigen, in denen unter keiner Voraussetzung der jüdische Funke geschlagen werden kann, ist unglaublich gering. Und so wenig unabänderlich ist die bewußte Gefühlswelt eines Menschen, daß ich mich sogar zu der Behauptung versteige, Herr Naumann dürfte, sofern seine Idee der unseren gleichwertig wäre (wofür ich sie, die Wahrheit zu sagen, nicht halte), an sich ziemlich unter derselben Jugend seine Anhänger finden wie wir. Gegeben und unabänderlich ist nur das, was ich die Form des Mensehen nennen möchte; seine geistigen und seelischen Möglichkeiten nämlich. Aber welcher konkrete Inhalt diese Form schließlich bewußt erfüllt, das ist häufig sehr von äußeren Voraussetzungen abhängig. Und wer für eine Sache sich verzehrt —־ von dein steht nur fest, daß er sich verzehren muß. Dies allein ist ihm vorausbestimmt; die Sache selbst sagt nur sehr bedingt über Um aus. Wenn man als» durchaus nicht behaupten kann, daß der Zionist sich vom Zwischcnsdüchtlcr durch die größcre naturgegebene Stärke seines jüdischen Gefühls wc- »entlieh unterschiede, wird als einigermaßen gewagt auch die Behauptung erscheinen, nach der der natfonaldeutsche Jude von seinen Stammesgenossen durch den naturgegebenen Mangel an jeglichem jüdischen Gefühl getrennt sein soll. Denn so wenig ein Mensch durch Charaktcrisierung seiner bewußten Gefühlswelt hinlänglidi umrissen ist, so wenig ist wieder seine sichtbare Handlung Mallstab auch nur seiner bewußten Oefülile. Es 9011 /. B. Vorkommen, daß jemand eine Marie licht und nachher doch jene Lotte ehelicht, die den Wurstladen hat. Und schließlich mit der Zeit, besonders wenn der Wurstladen geht, soll er auch au der Lotte tatsächlich Gefallen finden und sicli an die Marie kaum mehr erinnern können, Das sind die Menschen, denen es wohl geht auf Erden mul die sich Häuser bauen. Und cs ist nicht einmal gesagt, daß sie immer subjektiv unehrlich sein müssen. Gefühle sind wandelbar, und cs steht nirgends geschrieben, daß man sieh immer an die unbequemsten halten muß. Nun glaube ich zwar Naumann persönlich aufs Wort, daß er sicli durch einen auffallenden Mangel an jüdischem Gctüäil von der großen Majorität seiner Stammesgcivosscn unterscheiden mag. Wenn idi aller Namen und Titel seiner Anhänger lese: all der Kommerzienriiie, Justizräte und Sanitätsräte rings im Reich — kennen muß inan sie, die gehaßten Verwandten — dann muß ich immer wieder an den Wurst laden denken und an die Marie, von der man schließlich wirklich nichts mehr weiß. Das scheint mir alles sehr begreiflich zu sein und mit mystischen Naturereignissen, Scclemvandhingen und Uinziichttnigsprozesse» verflucht wenig zu tiu» zu haben. Alles in allem also: Naumanns Fundament, seine drei natürlich gegebenen Gefühlsgruppen, die mit den politischen noch außerdem zusainincnfalicn sollen — dies Fundament gerät schon beim ersten Hinsehen stark ins Schaukeln. Nim ist aber nicht so wichtig, was er sagt, als warum er es sagt. Denn ausschlaggebend ist ja sein politischer Anbicdcrtmgswille, der sich erst nachträglich ein RechtfertigimgslatcrncJicn angezündet hat. Warum, fragt man sich, dieser ganze Humbug von der Unabänderlichkeit der drei nahezu mystisch entstandenen Gcfühlsgruppeii? Warum sagt er nicht einfach, sein Herz, schlage kerndeutsch und basta? Weil das der Zentralvcrcin vor ihm auch schon getan, und weil dem das audi schon nichts genützt hat. Er geht also weiter und erklärt sein Deutschtum nicht nur für ein Bekenntnis, das schließlieh jeder nbgeben könnte, sondern für eine Naturtat־ sache, die ״das fremde Gewächs zu einem kerndciitsehen uingezüchtct“ hat. Das ist zwar keineswegs glaubwürdiger, auch wenn man noch so lyrisch darüber singt, aber es ist die einzige Möglichkeit, den Zentralvcrcin noch zu übertrumpfen. Weiteren Forschungen in dieser Richtung, die das eigentlich deutsche Wesen überhaupt in den Juden verlegen und dem slawisch-germanischen Mischgezücht auf deutschem Boden mit Skepsis gegenüberstehen, ist der Weg gebahnt. III. Am ulkigsten ist, daß mit dieser komplizierten Gefülilstheorie, selbst wenn sie richtig wäre, noch immer kein amtisemitischer Hund vom Qlcn gelockt werden könnte. Daß nämlidi schon seit langem die überwiegende Mehrheit der deutschen Juden wirklich für Deutschland wie ein echter Sohn gefühlt und entsprechend auch gewirkt hat, ist dem Antisemitismus immer gleichgültig gewesen. Und konnte ihn seiner Natur nach auch gar nicht berühren. Dabei denke ich natürlich nicht an den politischen Gcschättsantisemitismus, der Instinkte ausnutzt, sondern an den wahren Antisemitismus, der Instinkt ist. Das ist ein sehr primitiver, ganz. Ursprunglieber und deshalb wahrscheinlich auch nicht ausrottbarer Instinkt. Er beruht einfach auf dem Oelühl von etwas Andersartigem. Und cs liegt in der Natur des Menschen, in besonderem Grade des primitiven Menschen der Volks״ tnasse, das Andersartige gleichzeitig auch als das Feindliehe und Minderwertige zu sehen. Ein entwickelterer Intellekt Fatm schließlich zwischen diesen Begriffen eine Trennung vollziehen. Aber gegen das Gefühl der AndcTcnrtigkcit, also des Fronden und nicht Zugehörigen, bleibt auch er machtlos. Dieser antisemitische Fremdheitsinstinkt, der nur ein Somlerfall der Volksgcgensiitze überhaupt ist, bleibt von den Gefühlen der Juden gegen ihre Umgebung in seinem letzten Wesen tntiabhängig. Gnippcngegensätze, die auf natürlicher Dittcrenzicrimg beruhen, haben nämlich nichts mit den Gefühlen der Menschen, sondern nur mit ihrem Sein zu tun. Und um die Tatsache des jüdischen Seins, will sagen: des jüdischen Menschen, einer besonderen menschlichen Form also, kommt auch ein Naumann nicht herum. Es bleibt ihm nichts übrig, als auch seinerseits die Tatsache des Stammcsjudcntunis zuzugebcii, wenn er sicli auch bemüht, sie in ihrer Bedeutung nach Kräften zu bngateilisieren, Er spricht in diesem Zusammenhang nur von Belanglosigkeiten, wie dem Temperament und der entsprechend größeren Lebhaftigkeit des Juden; einmal auch von ״AenlSerlichkeiten der körperlichen und geistige» Veranlagung“. Aeußcrlichkcitcn der geistigen Veranlagung gibt es wahrscheinlich nur für Tendenzbroschüren. In Wahrheit ist die Art der geistigen Voran- Sagiuigcn immer so wenig etwas Aeußeres, daß durch ihre Verschiedenheiten die Fülle der Kulturen geschaffen wurde. Und auch der Jude, noch der assimiliertest^ stellt eine besondere menschliche Form dar, die gleiche Inhalte auf besondere Weise verarbeitet. Der küast- Icrisch-scliöpfcrisdic Jude ist der tiefste und reinste Ausdruck dieser Tatsache. Daß jüdische Dichter, Maler und Musiker durch die ״Aeußerlichkeit“ ihrer geistigen Veranlagung die Innerlichkeit einer Kunst geschaffen haben, die gewiß keine jüdische ist, aber Merkmale des Juden ׳unverkennbar trägt — steht für Menschen mit Kunstgcfülil fest. Es ist hier nicht der Ort, Dingen 90 diffiziler Art im einzelnen nachzugehen. Und es ist auch nicht notwendig. Denn es kommt in diesem Zu• Nr. 26 sammcnliang nicht darauf an, ob das alles 90 ob 1 Jerr Naumann einucht, daß es so ist, so:1׳l<^ ciaraur, ob der Deutsche de» Juden nur durch Aeur lichkeitcn oder auch durch sein inneres, vom Ckp unabhängiges Sein von sich unterschieden weiß. Antwort darauf kan» nicht zweifelhaft sein Hier stellt wirklich ein naturgegebener Unterschied, der!׳. terschicd zweier niciischlidicr Formen, der von Gleichartigkeit bewußter Gefühlsstelltmguahmc unabht gig ist. Natananu bestimmt den Deutschen nach Stärke seines Gefühl» für da» Deutschtum. Dis mag t tu», der i>cutsd1c macht es nicht mit. Xaver Hy j braucht nicht deutsch zu empfinden, um als deut»* empfunden zu werde». Naumann aber muß in Brosclm!■!־, mit Gebriill nationaklcutsch empfinden, ohne deshalb*, empfunden zu werden, wie er seinerseits empfindet 1&* empfunden werden möchte. Wäre es anders, ginge es nach Gefühl — (|מג dürften wir schon heute in Westeuropa, wo ungehtu! viel Geist aufgewandt wurde, den Interessen der Wirt• Völker zu dienen, und ungeheuer viel Liebe, die Ar, passimg so gründlich wie tnöglidi zu vollziehen — v; dürfte» schon heute in Westeuropa einen Antisemit!: ums nicht mehr haben. Juden sind ' sogar immer!*. sonders gute Patrioten gewesen, weil sic sich imm« verpflichtet fühlten, für die empfundene Andersartig! «inen Ausgleich zu schaffen, und weil als Stießen!״ behandelte Menschen für jede Freundlichkeit besonder! dankbar sind. Naumann, der vom Sein der Menschen übetta; nicht redet, sondern immer nur mit Gefühlen jongfo, beachtet deshalb auch nicht, daß der antisemitische b stinkt den deutschen Juden von der Gesamtjudenk nicht trennt. Der Zusammenhang, den Herr Nauimia leugnet, und der für ihn wirklich nicht bestehen nu״ besteht für die Nichtjuden. Man kann deshalb selbst den Teil der Judentrage, der Antisemitismus heißt, nirt' nur unter deutschem Gesichtswinkel sehen wollen. Urw Denker hat sich hier eine ungemein kindliche Theori znrechtgemacht. Er beweist in einem langen Kapitel, d Richtiges und Falsches gleichzeitig enthält und das « übrigen gar nicht weiter der Reale wert ist, die Unreafc barkeit des Zionismus. Und warum das? Um dann sag zu können, daß gegen den Zionismus gar nichts ea• zuwenden wäre, wenn wirklich Aussicht bestü iic, aft Zionisten in kurzer Frist durch Palästina toswerden פ können. Nun bleibt zwar immer noch die Frage olfer, wie er sich auch der Zwischenschicht, die doch des u!v beeinflußbaren Gnadenaktes nidit von heute auf morgts teilhaftig werden kann, entledigen will, aber überhaup außerhalb seines preußischen Horizonts bleibt die Existenz von sechs Millionen Juden an der östlichen Grenze, von den übrigen ganz zu schweigen. Angenommen selbst, daß durch Dekret die Grenzen hermetisch geschlossen wtt• den könnten — die Tatsache der jüdischen Volkscxisten; hart an dieser Grenze kann doch durch Broschüren, selbe vom Altmeister Naumann persönlidi verfaßt, nicht einfad wegtheoretisiert werden. Und diese Tatsache ist allerdings ' von wesentlichem Einfluß auf das Fremdheitsempfimfci des Deutschen gegenüber dem Juden. Das jüdische VG bleibt immer der dunkle Schatten noch des assimilier• testen Juden, mag er ihm auch, ein umgekehrter Peter Schlemihl, in Naumonrischcn Sprüngen zu entrinn« suchen, Alts alledem ergibt sich, daß die Theorie von des drei Gcfülilsgrnppen an sicli falsch ist, weil sic de» Tatsachen nicht entspricht, und daß sie zweitens poli tisch in doppeltem Sinne verfehlt ist. Einmal weil dir politische Antisemitismus diese Theorie eines Juden der den größten Teil der deutschen Juden für undcutsdi erklärt, ohne daß Hoffnung aut Acndcrung bestünde in seinem Sinne ausnutz.cn wird. Und dann, weil der wahre Antisemitismus, das auf einem Andersartigst»• gefühl beruhende Volksempfimlcn, so wenig wie durch die patriotischen Versicherungen des Zentralerem»dtnd die Tiefe der Nattmannschen Naturmystik entscheidend berührt weden kann. I IV. Es läßt sich in diesem Rahmen nur andcuten, dal der Zionismus die Verwirklichung seiner Pläne für e.״ entscheidende Bekämpfung des Antisemitismus halt. 0״ Zionismus glaubt nicht, die natürlichen Gruppengegensitze überhaupt aus der Welt schaffen, aber er glaubt, sie auf ein sehr erträgliches, sonst unter natürlich dille renzierten Gruppe» übliches Verhältnis zurückführen a können. Ihm erscheint als das Wesentlichste an d° gegenwärtigen Situation, das mit dem Amlersartigkcits׳ gefühl fast immer verbundene Verachtungsgcfühl, & auf die anormale Lage der überall als Minorität un!״ Majoritäten schutzlos verstreuten Juden zurückzuführc« ist. Durch die ungeheure Leistung, die die SchalW eines neuen jüdischen Gemeinwesens darstellcn würd«• durch die Existenz dieses auf normalen volkiichcn Grund* lagen ruhenden Gemeinwesens — würde, so gl»״״ der Zionismus, das Antlitz des Juden in den Augen d«* anderen sich wandeln. Das Bild des unproduktiven z«(' netzenden Händlerjudcn, das durch die tatsächlichen LP* stungen des Zionismus schon jetzt in neues Licht (!«־ rückt wurde, könnte allmählich überhaupt einem neue» Bilde . Platz machen, das das Gefüllt der Andersartig^ nidit auslöscht, aber mit dein der Achtung verbind«1 Dieser Teil der zionistischen Auflassung, desse* nähere Begründung eine Darstellung der zionistisch«? Gesamttheorie erfordern würde, bedeutet im Hin5*״ auf den Antisemitismus gleichsam die zionistische Str* tegie. Hier aber Interessiert nur die zionistische T»*•״ will sagen: die Stellung zu dem gegenwärtig in DeGv■” Fand durch den Antisemitismus konkret gegebenen Pw Wem. j Jjr. 2t Naim (llllfig vo tum, d*1'’ ic hinan ■fragt v ,ncir» Gel ehern de .״(epricht «leutwbe ,her de״!•,teilt, che״ D ׳;Haft gai ■•)rache ״wlers t 11«igc it herrscht, 1e mehr Geist ihr Vaständl . diese 111 Hass iuf belast cii De« Stärke s* mir nod?entlieh eine un bindende ׳u bcstel einer 9« iallig ist. heit schi 1cm and J Ziisammi barkeit, aus der Kultur i spricht 1 nidit üb als ein I Deutsche soll, ist Üehauptt nationale ■oit st gk schied b csclima Kulturbe dringlich Der seine Ve Ztisatnm nidit ai Nun kai /u zwei getrennt in zutr» Oppcnh« deutsche dabei in seine“ '1 Himdsdi kutsch! Male ei dem ma durch « «rnmen; Wncswi Natur e ehologe Wegs fä w daß einmalig £»niste und am fhshami weis at Menschi trennte »nders 1 ׳n einen die zen der Ab sich de Meinet! Staaten *י• schv 'on ve K«0׳ger die Vei sie zu Mensch 1'er in innere 1 *Mt, h wesentl die Uni sehen! tneist מ eit« Natur 1 Un tomitis! kmnpfu stehen, ״eutsd ״espita deutsch tl«aus( I