Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 24 (24.3.1922)
- Date
- 1922-03-24
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 153 1 \ 1 ' vjj v ו i'l Nr. 24 1 Kr. 24 B ׳־'one* wird 1 «1•«sor Arbeit 5 :ciieser Sch wie. (cli ncn möchte. £״ ‘Irlich eicrl juiscrc arbei ,1 zu bringen,, ri.uidc Arbeit) cduld zeigen, tüc früheren, ג eine andere Problem wird «“r in einer , unserer pr. rage des Le■ ,Vorläufig das1 >ch das neue le Sorge der fdien unserer flr, daß sie le Verhältnis fren Juden in f- Die Bilu )nippen, und *r Zeit noch 'Organisation hen den Ko- I Zusammen-; einziger die I Der Baron Chen Begriff I .*י enc *u kam die fc stellt zum I ganzen &t Oruppen,* arbeitet für jp entstehen |lie Koloni- |I1 die eini politische, I Schwierig-; dürfen uns le sich viel-; ftd und in Jcht voran ז •' 1' siclter ist,' jiüsscn uns *orangchcn, «en. Auc!\ lurch, auch |irhunderte- >n werden. Litzen um! g ח יי z!bischer^* g k o in f sehe Volk longrueni Diaspora | & komme*?digkeit; bleme der! jgkeit des' Jen; seine, nachdem| Einstigsten; ׳e, ob wir; in, ist vor Unkt habe Paris, der{ »r in den, ,1» dem cij is dieser, tum die, e Juden-; Ffen hat,■ lefreiung « t Beifalls SnZ-lQTMl Jic ״General Mortgage Bank 0? Palestinc“ Van David Plorcutin, Saloniki Icdcr, der mit den palästincnsisdien Verhältnissen l״ch!״״,einigermaßen vertraut ist, wird erkennen, daß jt der Sdiaffimg einer allgemeinen Hypothekenbank ®c״! dringenden Bedürfnis entsprochen worden ist und j,5 diese־ Schaffung einen wesentlichen Schritt auf dem des Wiederaufbaues des jiidisdien nationalen Heims hedeuiet. Wohl in keinem anderen Lande der Welt, j!t einmal in den Kriegszonen und in den zerstörten ,׳־*bieten Nordfrankrcitihs, herrscht ein so großer Mangel Wohnhäusern, noch werden solch horrende Mieten ״;ordert, wie in Palästina. Jaffa, Haifa und Jerusalem ■^ten and! die einzigen Städte sein, wo die jährlichen jt,ftcn vieler Wohnhäuser 40 ״/» ihres Gesamtwertes bcand wo sich einzelne, notdürftig möblierte Zimmer zum Preise von 4—6 eg. £ monatlich leicht ,nuteten lassen. IJm einen Begriff davon zu gewinnen, welch große Rolle die General Mortgage Bank in Palästina zu spielen;aben wird, muß man sich vergegenwärtigen, daß nir- (0:1ds die Bauindustrie — und dies gilt insbesondere für Erriditung von Wohnhäusern — von privater Seite rweckcntsprcchend betrieben weiden kann. In keinem nodernen Staate kann man heute ohne ländlichen Kredit luskommen. Es gibt keine Gegend und keine Stadt, 3 der nidit sämtliche Häuser mit Hilfe von langfristigen Krediten erbaut worden sind. Diese Kredite werden i0n eigens zu diesem Zwecke, begründeten Gesellschaften pihrt, von Stadtgemeinden, Regierungen, und, in der Hauptsache, von Hypotheken banken, die, wie in Frankreich, von der Regierung selbst eingesetzt, oder, wie es u Deutschland der Fall ist, der Kontrolle der Regierung unterstehen. In England wurde der Häuserbaukredit « Zusammenhang mit der Errichtung von Arbeiterfiisom vor etwa 70 Jahren, im Jahre 1851, von seiten der Behörden eingeführt, und heute beläuft sielt dieser Kredit tuf viele Millionen Pfund Sterling. Die gleichen Voritnissc herrschen in der ganzen Welt. Betrachtet man & Wohnungsfrage in Palästina auch nur vom allgemeinen Standpunkt aus, so kommt man zu dem Entschluß, daß las Land, sogar unter normalen Verhältnissen, schon «einer jetzigen Bevölkerung wegen, dringend eines Hypo- Weninstituts bedürfe. Bedenkt man aber die besonitte Lage Palästinas und die Notwendigkeit der An- Siedlung einer neuen Bevölkerung, die das wirtschaftliche (Weihen und den Wiederaufbau des Landes gewährleistet, so erscheint die tatkräftige Unterstützung einer (infundierten Hypothekenbank als absolut Linerläßlich. Diese Tatsadle ist von den palästinensischen Sachver- «findigen bereits seit zehn oder fünfzehn Jahren, seit!«Erbauung TelAwiws, vermittels einer vom National- Ws gewährten Hypothekenallleihe, stets und ständig!.morßehoben worden; endlich hat man ihnen üctoi geschenkt und ihren Rat befolgt. Der Keren Hajessod hat es auf sich ge- 1»!nmcn, diese Bank zu begründen, und es ist ihm auch (düngen, das Institut ins Leben zu rufen. Sein Berieben war, der Bank einen wahrhaft nationalen Cuaditer zu verleihen, was er audi durchgesetzt hat. Maß- “!!men sind getroffen worden, um zu verhüten, daß Bank, etwa indem sie sich zu einem nur die Vorteile! ®«er Aktieninhaber wahrnehmenden Unternehmen geöltet, von ihrem gesteckten. Ziele abirrt. Die erforder- Wie Konzession wurde namens der wohlbekannten Zio- Ktcn Ussisdikin, Dr. Pick, J. Ettinger, Dr. Rtippin, « Eder und Harry Sacher, sämtlich in Jerusalem an- *s!g, erlangt, die somit die offiziellen Gründer der “nk wurden. Der Keren Hajessod hat dem Institut die mten Mittet zur Verfügung gestellt und׳ ward ihm na- Wich audi fernerhin mit Rat und Tat zur Seite stehen, ws Aktienkapital der Bank ist aber nicht vom Keren Hajessod gezeidinct worden, nodt wird darum an die 'Öffentlichkeit herar.getreten werden. Auf Anraten des ו״ייי letzten Kongreß bestellten Finanz- und Wirtsdiafts- W־s ist das gesamte Kapital der Hypothekenbank vom kwish Colonial Trust gezeidinct worden, der alle Aktien ™״nimmt und somit die Kontrolle über die Bank erhält, *«rend er selbst der Kontrolle des Aktien-Komitces ®״ersteht Wie es bei den meisten Instituten dieser Art in ״«)pa der Fall, so ist audi die General Mortgage Bank *alestinc auf die Herausgabe von Hypothekeiipfatidncicn begründet, die einen gewisser! Zinssatz, bringen M durch die belichciicn Besitztümer, wie auch durch as Kapital und die Reserven der Bank selbst, garantiert , 1 j^as nominelle Kapital beträgt £ 200 000, wovor! r» * ^50000 י* ־ gegen Aktien gezeichnet hat. Sedis- L,r^.'d'ge Hypothekenpfandbriefe zu je £ 5 sind heraus- «Reben worden. Der Keren Hajessod hat soldie in oiie von £ 34 000 übernommen, — die kürzlich einigen j ‘^,10ssensdiaftcn in Jaffa vorgestreckt wurden —; lat 5ich verpflichtet, binnen kurzem weitere Obligacn 1m Werte von £ 14 000 zu übernehmen, somit £״‘ ״׳'Mittelbare Pfandbriefbeteiligung an der Bank auf 000״1־ bringend. I 0״ 38?,;!ח“begründete Institut wird seinen Sitz in Jein, cm haben. Es wird unter der Leitung eines Fach- I wc*nCSl.Stc*'cn' ^cr langjährige Erfahrung im Hypothekenbiej*” , “1>״ sidt eines Weltrufes auf diesem Ge- Hälü e1yeut' ^*e Barde wird voraussiditlich in der ,ersten , des Monats März eröffnet werden. ״soweit es ihre Mittel erlauben, wird die Hypo- ^noaiik Kredite bis zu 60 0/0 des Wertes eines Neuan »!die Interessenten abgeben, die gewillt sind. ihre eigenen Wohnhäuser zu errichten und im Besitz von mindestens 40 0/0 der dazu erforderlichen Summe sind. Der Zinssatz für soldie Darlehen ist auf 8 0/0 festgesetzt worden. Dies gilt unter den in Palästina obwaltenden Verhältnissen als ein redit günstiges Angebot. Die zweiprozentige Differenz zwischen den von den Kreditnehmern zu leistenden Zinsen von 8 0/0 und den an die Pfandbriefinhaber zur Auszahlung zu gelangenden 6 °/0 wird reichlieh genügen, um die Adrninistratioiisspesen der Bank, nachdem diese erweitert sein wird, zu decken; mittlerweile sind cs die Aktieninhaber, — im vorliegenden Falle der Jewish Colonial Trust — und nicht die Pfandbriefinhaber, welche diese Last zu tragen haben. Die Amortisation der HypoUiekenanlcilicn wird sich im Laufe von 10—20 Jahren vollziehen. Auf diese Weise wird cs jedem Palästinenser ermöglicht, g.mz gleich, ob er schon lange im Lande ansässig oder ein Neuankömmling ist, sofern er über den nötigen Grund und Boden und 40 0/0 der Baukosten verfügt, Besitzer seines eigenen Wohnhauses zu werden, und zwar wird er an Zinsen und Tilgung»- fondsbeiträgen kaum die Hälfte von dem zu leisten haben, was er als Mieter hätte zahlen müssen. Im allgemeinen geben Hypothekenbanken Pfandbriefe in zehn- oder zwanzigfadicr Höhe ihres Kapitals heraus, und sogar noch darüber, wie z. B. die Credit Foncicr Frangais, deren Pfandbriefnusgabe das Zwanzigfadhe ihres Kapitals beträgt. Diese Obligationen, die, wie bereits hervorgehoben, durch besondere Hypotheken, sowie durch das Bankkapital und die Reserven garantiert sind, werden in rechtskräftige Wertpapiere konvertiert zwecks Invcsticrung in öffentliche, dem Staate unterstehende und dem Allgemeinwohl dienende philanthropische und soziale Institutionen, wie Waisen- und Krankenhäuser, Pcnsionskassen usw. Die Hypotliekenpfandbriefc werden mit Redit als eine erstklassige, absolut sichere Investition betrachtet Es liegt kein Grund vor, weshalb die von der General Mortgage Bank of Palestinc hcrausgegebenen Pfandbriefe, deren Preis auf £ 5 festgesetzt worden ist. und die somit im Bereich eines jeden stehen, sich nidit gleicher Beliebtheit erfreuen sollten, ganz besonders in jüdisdicn Kreisen, als die Ausgaben anderer ähnlicher Banken. Die neue jüdisdic Bank besitzt sämtliche Vorzüge einer staatlidien Hypothekenbank, untersteht sie doch, auf eigene Anregung, der Zionistischen Organisation, der besonderen Kontrolle der palästincnsisdien Regierung. Letztere wird, in Ucbercinstimmung mit dem Kolonialamt in London, außer öffctttlidien Assessoren zur Abschätzung der zu beleihenden Besitztümer, auch andere Bevollmächtigte zur Wahrnehmung der Interessen der Pfandbriefinhabcr ernennen müssen. Diese Maßnahmen, in Verbindung mit den üblidicn Garantien der Bank selbst, verleihen ihren £ 5 Dcbentures sdion an und für sich ganz besonderen Wert, abgesehen von der moralischen und nationalen Seite der Angelegenheit, die ja auch ihre Bedeutung hat. Um ihrer Aufgabe voll und ganz gcredit zu werden, sollte die Bank nicht mit £ 400 000 in Aktien und Pfandbriefen, sondern mit weit höheren Beträgen ihre Tätigkeit atifnehmen. Nadi Aussage erster palästinensischer Fadimanner müssen im Laufe dieses und des nädistcn Jahres mindestens 3000 Häuser in den Hauptzentren Palästinas errichtet werden, was etwa £ 600000 in Hypothekenkrediten beanspruchen wird. Im günstigsten Falle wird man die dringendsten Bedürfnisse an Hypothekenkredit während der beiden Jahre mit £ 400000 decken können, aber woher soll die Bank einen solchen Betrag hernehmen? Nach den gegenwärtigen Verhältnissen und nach den Anforderungen des Kolonisationswesens in allen seinen Formen zu urteilen, dürfte es dem Keren Hajessod im gegebenen Moment kauin möglich sein, neue Obligationen in Höhe dieses ganzen Betrages zu übernehmen. Der einzige Ausweg dürfte demnach der sein, daß man sich die regen Sympathien, die sich die Bank zweifelsohne erwerben wird, zunutze macht, und die unmittelbare Unterstützung des jüdischen Volkes beim Absatz der jüdischen Hypothckcnpfandbriefe zu gewinnen sucht ludern sie sich mit den hypothekarisch beliehcnen Besitztümern sowohl als mit ihrem eigenen volleingczahlten Kapital verbürgt, kann die Hypothekenbank bei cintretendem Bedarf, den jeweiligen Umständen entsprechend, sofort an die Herausgabe von scdisprozcntigcn Obligationen im Betrage von £ 500000 bis £ 1000000 schreiten, sofern sie Abnehmer dafür finden kann, ־■ und diese Abnehmer müssen gefunden werden. Der Keren Hajessod kann die Bank auch weiterhin in ihrer Tätigkeit unterstützen. So kann er die erste Serie der Obligationen selbst erwerben und sie dein Publikum nach mul nach offerieren; dies darf aber nur in dem Maße geschehen, als er gewisse, vermittels seiner Hilfe errichtete Baulichkeiten als Garantie für die Obligationen zuzuweisen imstande ist Von höchster Wichtigkeit ist aber, daß die national-jüdischen Institutionen mit gutem Beispiel vorangchcn. und daß ein jeder Jude und eine jede jüdische Gruppe gewillt ist, diese Obligationen zu erwerben. Wenn das bishgr bekundete Interesse vieler Juden am Zionismus über Hurrarufe nicht hinausgegangen ist, 90 ist cs jetzt an der Zeit, daß kein Jude, der in der Lage ist, zum Erfolge der Hypothekenbank und dadurch zum Wiederaufbau Palästinas beizutragen, sich seiner Pflicht entzieht. Indem man palästinensische Hypothekenpfandbriefe erwirbt, sichert man sich eine erstklassige Investition, betätigt man sich an der Lösung der Wohnungsfrage in Palästina und schafft gleichzeitig tausenden von jüdisdicn Pionieren Arbeitsgelegenheit. Mögen alle Juden der Welt sidi vereinen, um die Obligationen der Hypothekenbank aufzuiiehmcn. Die General Mortgage Bank of Palestinc kann zu einem gewaltigen Instrument werden und der Judcnheit Palästinas und der ganzen Welt zum Ruhme gereichen.. wenn wir es wollen I GQirtscbaftÜcbe Palästina-Dach richten (W. M.-Z.). Am 3. März ist eine Sanitätsdelegation des Völkerbundes in Palästina eingetroffen. Eine arabische Delegation benutzte den Anlaß, um die dnwandcrmlen Juden als Bolschewisten zu denunzicren, und mn Sistierung der Einwanderung zu ersuchen. Die Kommission wies sie ab. und erklärte, daß sie mit Politik nichts zu tun habe. Der muselmanischchristliche Verband in Haifa sudite aus der Tatsache der Freisprechung des wegen Waffensdimuggels frdgesprochenen Rosenberg für seine Propaganda Kapital zu schlagen und sandte ein Protesttelcgramm an den Völkerbund, den Vatikan, an Lloyd George, an das englisdic Unter- und Oberhaus, sowie an Londoner Blätter, in dem die Juden des fortgesetzten Waffen- Schmuggels bezichtigt werden. Es heißt darin: ״Das Land ist in furditbarer Aufregung, und wen■ nicht die überflutende Einwanderung, deren Zahl bis heute 25 000 Mann übersteigt, größtenteils aus Polen, Rußland und Zentialenropa, lauter kräftige Leute, durchseucht von bolsdiewikischen Ideen, Chaluzbn genannt, eingestellt wird, und wenn nicht sofort der Waffcnschmugge! verhindert und die unter den jüdischen Kolonisten von der Regierung verteilten Waffen wieder zurückgezogen werden, 90 ist der Friede Palästinas in dauernder Gefahr,“ Der Reisebegleiter Northclilfes der Vertreter der ״Times“, üreebs, welcher im Lande zurückblieb, hat eine Reihe von Städten und jüdischen Institutionen besucht. In Haifa bereitete ihm die musclmanisch-christliehe Vereinigung einen Empfang, an dem auch jüdische Vertreter tcilnahincn. Der ehemalige Bürgermeister von Haifa gab der Erbitterung ״egen die Unruhestifter Ausdruck, welche die freundschaftlichen Beziehungen, die seit jeher zwischen den Juden und den Musehnancn geherrscht haben, untergraben. Er wies darauf hin, daß gerade diejenigen Leute, die die Agitation gegen die Juden führen, zugleich Verkäufe arabischer Böden an die Juden vermitteln. Die nationalmusehnanische Organisation sei mit der Mandatarmacht zufriedea und hege die Zuversicht, daß unter ihrem Schutze, dem Schutze der Gerechtigkeit, freundschaftliche Bande zwischen allen Völkern und Rassen wieder geknüpft werden. Grecba erklärte, sich ungemein zu freuen, eine neutrale Aeußerung zu vernehmen, zu welchem Zweck ihn eben Lord Northcliffe im Lande gelassen habe. Es interessiere ihn ganz besonders, daß diese junge Organisation Zweigstellen im Lande besitze; ihre gemäßigte und neutrale Tätigkeit werde viel zur Beruhigung der Geister beitragen können Die Toiiristcnsalson hat bereits begonnen. Zu Anfang März sind 350 Touristen angelangt, ungefähr 2000 sollen in der nächsten Zeit eintreffen. Von prominenten Persönlichkeiten ist Sir Robert Waley-Cohn, das bekannte Mitglied des Economic Board of Palestitie, ferner der Herausgeber der New Yorker ״Times", Mr. Ochs, in Jerusalem cingetroffen Vom Handeisdepartcment der palästinensischen Regicrung werden bedeutende Verbesserungen im Post- und Telegraphcndienst in Palästina mitgeteilt Telegramme für gewisse Plätze in Nord-, Süd- und Zentralamerika können jetzt vermittels der Ost-Marconi-Gescllschaft unter denselben Bedingungen versandt werden, wie bisher durch den Ost-Nord-Atlantisdien Kabel. Zwischen Palästina und Mesopotamien wurde ein Flugpostdienst eingerichtet und ein regulärer Postdienst in Transjordanien. Der Paketdienst wurde reformiert und ausgedehnt. Eingeschriebene Pakete sind jetzt unter denselben Bedingungen zulässig, wie Briefe, unter gleichzeitiger Ermäßigung der Einschrcibegebiihr. Im Laufe des Dezember wurden zahlreiche Bodentransaktionen in Palästina durchgeführt. Die für die Uebertragung erhobenen Gebühren belaufen sieh auf 5000 Pfund bei einem Umsatz von 150000 Pfund Einwanderung Vom Oktober 192!) bis Oktober 1921 haben sich 2255 Personen in Jerusalem niedergelassen, von denen mehr als 40 °M scphardische Juden aus Marokko, Persien und Bagdad waren. Hilfswerk Kisdunew, 15. J. (J. C. B.). Der Vorsitzende der Hilfskommission der jüdischen Welthilfskonfcrenz für jüdische Hcimlosc am linken Dnjestrufer und Vorsitzender des Internationalen Roten Kreuzes, Dr. Bachilicri, übersetzte vor einigen Tagen mit einem Hilfstransport den Dnjcstr und leitete sofort dessen Verteilung ein. Dieser Tage soll ein zweiter großer Mazzothtransport für die ukrainischen Pogromgclittcnen folgen, der gleichfalls von der Exekutive der jüdischen Welthilfskonfcrenz aus den zu diesem Zwecke aus Transvaal, Buenos-Aires eingetroffenen Hilfsgcldem besorgt würde. Der Delegierte der jüdischen Welthilfskonfcrenz, Herman, bleibt in Kischincw, bis sämtliche bereitstehenden Hilfstransporte über die Orcaze geschafft sein würden. Die Föderation der ukrainischen Juden in Eng- Und hat nach eingehenden Besprechungen mit den Vor- Stehern der ״Ort״-QcscUschaU einen Betrag von 4000 Pfund Sterling für die in Not geratenen jüdischen Kolonien in Südrußland assigiiiert, wofür in Deutsch- 1 and Saatkorn zu kaufen ist, das unter Begleitung eines Delegierten der Föderation nach Rußland verfrachtet werden wird (J. C. B.) ,ff