Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1922-03-17 · Heft 22 (17.3.1922) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 22 (17.3.1922)
Date
1922-03-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2651273-2652410-2652430--14766-2673169
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 138 Deutschland Antisemitische Ausschreitungen in Berlin Gelegentlich einer Mittelsiamlskimdgcbimg im 1.11 י(- garten kam cs wieder zu Ausschreitungen reaktionärer Kreise gegen Berliner Juden, und zwar insbcsuudcre in der Gegend des Kurfürste wlainms. der ja tu der letzten Zeit wiederholt Gegenstand von Prügeleien gewese!» ist. Wir halten uns an den gewiß nicht voreingenommenen Bericht der ״Deutschen Zeitung‘1, woivach dem Beamten, der den Demonsfra<k>ns/ug am j lCiPrfürstemlamm aufiösen wollte, zuge rufen wurde, man müsse ja wohl das jüdische internationale Kapital schützen. Einem anderen Beamten wurde entgegengentfeu, er sei j Srhützer des Kommunismus und der Juden. Auch die l ״Deutsche Zeitung“ gibt zu, daß aus dem Zuge wieder- | lu.lt Rufe wie ״Nieder mit den Juden“ gehurt ן wurden. Auch in der Gegend des Lustgartens kam es, j wie der ״Vorwärts“!neidet, zu einer Prügelei, wo ein j Mann, der behauptet halte, Kaiser Wilhelm sei am Kriege schuld gewesen, blutig geschlagen wurde. Die Menge rief hier: ״Schmeißt den Judenlümmel ins Wasser.“ Als Schupoleute herbeigerufen wurden, Iwgrüßte man sie mit dem Ruf: ״Hier wird bloß ein Jude verhauen.“ Wir glauben, daß es notwendig ist, wieder einmal die Aufmerksamkeit aller Elemente, die in Deutsch• fand Ruhe und Ordnung haben wollen, auf diese Vorgange zu lenken. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte, daß reaktionäre und monarchistische Bcstrcbimgcn sich zunächst in antisemitischer Bonn auszutoben gedenken. Um so bedauerlicher ist cs, daß, nach den Berichten der meisten Zeitungen zu schließen, das Verhalten der Schupo keineswegs so energisch gewesen ist, wie es in anderen Fällen gegenüber Demonstranten häufig beobachtet wurde. Es soll, wie wir hören, gegen die Demonstranten wegen Landfricdcnshruch und Wider- »fand gegen die Staatsgewalt vorgegangen werden. Der Klausenburger Raw in Deutschland Am Mittwoch, den S. März, fand die mit Spnnntm״ erwartete öffentliche Versammlung in den M!1siker-Fc>tsiilen statt, in der der Klausenburger Raw, der greise misracliistisdie Oberrabbiner, vor dem Berliner Publikum sprach. Der Vorsitzende der Berliner Misracliigruppe, Lazarus Barth, stellte den Redner der Vcrsaminlimg vor als eine der hervorragendsten Thoragroßen, die an dem Karlsbader Kongreß teilgcnommcn haben und erteilte ihm daun das Wort. Oberrabbincr niasner setzte sich zunächst mit seinen fanatisierten Widersachern ans den Kreisen der politischen Orthodoxie auseinander. Für die Versuche der Agmlali, die Früchte der zionistischen Tätigkeit für Erez-lsr1c> einmheimsen, wählte er ironisch den Vers aus: ״Der Rosche bereitet das Kleid, der Zadik darf sich damit umhüllen.“ Er bezeichnet es als einen Verrat am jüdischen Volke, bei der englischen Regierung, in welcher Form auch immer, gegen die Zionisten zu intervenieren. Wenn mau das damit motiviert, daß zwischen der Agmlali und uns religiöse Streitigkeiten vorhanden sind, so bedeutet die Anrufung dieser Instanz, daß man also die englische Regierung für kompetenter halte, diese religiösen Strcitigkeiten zu erledigen, als jüdische Instanzen. Nach dieser Replik gegen die Angriffe auf den Zionismus und Misradti sprach er dann in positiver Weise zu dem Thema: ״Die religiöse Pflicht am Aufbau Palästinas“ und ließ nicht den geringsten Zweifel darüber, daß der Zionisum: auf ihn rechnen dürfe. Mit starken Worten, aus denen ein Fefes, sittliches Pathos tönte, wies er dem religiösen Judentum seine Pflicht, Die ganze Versammlung stand im Banne dieses seltenen Menschen, der unerschrocken und stark für sein Volk und Land eintrat und der, ein mehr als Siebzigjähriger, nicht die Beschwerden gescheut hat, die Sache des jüdischen Palästina zu lördem, wie er auch in seiner Heimat allen Anfeindungen zum Trotz seinen Weg uubeirrt vorwärts geht. Oberrabbiner Glastier wird ferner in Cüln, Frankfml a. M., Hamburg, Breslau und Leipzig sprechen und hoffentlich überall erfolgreich sein. Wenn auch in Zukunft wieder von partei-orthodoxer Seite ein Widerspruch zwischen Jüdisch-Religiösem und jüdisch-nationaler Palästimarbeil ausgesprochen wird, so wird man auch in bisher uns fernstehenden Kreisen diese Behauptung richtig ein/.usehätzen wissen, zumal nachdem auch das (orthodoxe) Oherrahhinat Erc/.-lsraels sowohl für die eifrige Beteiligung am Na'tkmaKonds als gegen die Wühlarbeit de Haans und seiner Freunde Stellung genomnten hat, von der jetzt ihre Delegation zu Lord Northcliffc ein sehr betrübendes Zeugnis gegeben hat. Liberales Judentum und Keren Hajessod Die ״Jüdisch-Liberale Zeitung“ bringt in ihrer Nummer vom 'S. März einen Aufsatz über Liberalismus und Zionismus aus der Feder des ־Göttinger Rabbiners Dr. Bch r cus. Der Aufsatz scheint uns Ivezcichnciid für die Stimmung weiter Kreise des deutschen Judentums zu sein. Er geht von denselben Voraussetzungen aus, von denen auch wir bei Gründung des neutralen Keren Hajessod-Koinitecs ausgegangen sind, von dem Grundsalz nämlich, daß es sich um keine Acnderung prinzipicller Meinungen handeln könne, wohl aber um einen Zusammenschluß zu positiver Leistung. So lehnt der kurze Aufsatz denn in seinem ersten Teil den Zionismus grundsätzlich wie bisher ab und legt Wert darauf, daß die Grenzlinien zwischen liberalem Judentum JUEDISCHE RUNDSCHAU und Zionismus nicht verwischt werden. Mit Recht betont der Verfasser, daß auch von zionistischer Seite aus keine Verwischung dieser Grenzlinie gewünscht wird. Aller dann fährt der Verfasser fort, daß seit der Balfour- Deklaration der Zionismus wir die Möglichkeit fruchtbarer praktischer Arbeit in Palästina gestellt sei und daß nunmehr die Stunde gekommen sei, den Zionisten die Hand zu reichen, die geis.ige Einsteltnng des Zionisuuis zu würdigen und die Mitarbeit des Zionismus d,1 zu begrüßen, wo gemeinsame jüdische Bestrebungen vorhanden sind. Audi im Gcincimfelcbeti dürften die Minderheiten nicht um ihr Reell( gebracht werden. Der Schluß des Artikels läßt nicht klar genug zum Ausdruck kommen, ob der Verfasser nur eine Mitarbeit der Zionisten an deutsch-jüdischen Aufgaben wünscht, denen sich der deutsche Zionismus bekanntlich nie entzogen hat, in der Palästinafrage aber die Palästinaarbeit der Zionisten nicht mehr bekämpft 11ml ihre Berechtigung anerkennen will, jedoch nicht zur Mitarbeit am Aufhau Palästinas bereit ist, oder ob dies letzte doch der Fall sein soll. Wir stehen heute jedenfalls auf dem Standjiunkt, daß die Zeiten nicht mehr dazu angetan sind, um Ivolk• Svmpathieerklärungen entgcgcnzunehineii und da» es sich für uns dämm bandelt, die nicht/ionistisdicn Juden zu wirklicher Mitarbeit an der palästinensischen Aufbauarbeit heranzuziehen. Wir hoffen, daß der Vcrfasscr derselben Meinung ist. Man wird einem anderen Aufsatz, mit dem eine längere Auseinandersetzung nicht erforderlich ist, zubilligen müssen, daß er wenigstens nichts an Klarheit zu wünschen übrig läßt. Dafür freilich umsomehr an Originalität. Es dürfte den meisten Berliner Juden nicht bekannt sein, daß die jüdische Keforingcmcindc in der Joliaiinisstraßc nicht nur regelmäßig ihre Sonntagsgottesdienste abhält, sondern sogar eine Zeitschrift ״Mittcilnngcu der Jüdischen Rcforingemeinde zu Berlin״ herausgibt. Diese Zeitung beschäftigt sich in ihrer am I. März erschienenen ersten Nummer dieses Jahrganges in einem Artikel von Professor Samtcr mit dem Zionismus und dem Keren llajessod. Wie der Artikel aussidit, wird sich jeder vorsicllen können, der die antizionistische Literatur aus der Zeit um 1')0t> herum keimt. Jedem sind diese Argumente bis zum Ueberdruß so bekannt, daß es nicht lohnt, auf sie einztigehcii. Es wundert uns nicht, II, 111 die immer stärker werdende Pnlästinastinvimmg, der sieh heute das deutsche Judentum nicht inehr entziehen kann, in den Kreisen der Reformgemeinde keinen Anklang findet. Der Sonntagsgottesdienst allein gibt nun einmal nicht die genügende innere Beziehung zu jüdischen Dingen. Aus der Berliner Jüdischen Gemeinde ln der Repräsentantcnversaminlung am Sonntag, den 12. d. M., wurde über einen Antrag der Liberalen Fraktion wegen der Notstandsaktion für tlic Lehrer und Kultusben mten in den leistungsschwachen Gemeinden vcrhandelt. Diese Notstandsaktion ist vom D, J. G. B. reichlieh spät inauguriert worden, nachdem das Elend der Lehrer und Kmfusheamtcn in vielen Gemeinden schon sehr große Dimensionen angenommen hat. Der Vorstand beantragte auf Grumt eines Etats, der vom D. J. Cr, B. voigekgt wurde, seitens der Gemeinde eine Viertel Million Mark zu bewilligen. Herr Dr. Klee bemängelte in Erwiderung auf die vom Vorsfamlstisch durch llcrrn Dr. Freund gegebene Begründung, daß die Aktion viel zu httreaukr.diseli in Angriff genommen werde, daß man erst Enqueten und Untersuchungen veranstalte und inzwischen die Beamten weiter hungern lasse oder zu verschic denen Nebenverdiensten zwinge. Es müßte rascher mul entschiedener in einzelnen Fällen cingcgriffen werden; notwendige organisatorische und andere Maßnahmen müßten auf einen anderen Zeitpunkt hinan-geschoben werden, Zu einer Auseinandersetzung führte auch die Anfrage 1 über den Stand der Gcsnmtorgnnisntion. Der Vorstand | verschanzte sieh hinter dem formalen Vorwand, daß er | nicht für die Beantwortung dieser Frage zuständig sei. sondern der Ausschuß des D. J. G. B., obwohl die Geuieinde durch ihre Milarbeit an der Gesamforganisation das dringendste Interesse <1,1 ran haben müßte, daß diese Frage auch vor aller Oeffentlichkeit, soweit dies möglich ist, erörtert wird. Die Repräseiilantcnvcrsammhing verwahrte sicli einmütig gegen die Verschleierung»• pohtik des Gemeinde-Vorstandes und verlangte, daß in einer besonderen Aussprache der Versammlung nähere InfuriiKitionen erteilt werden. Die übrigen Verbandhingen befaßten siel! mit reinen Vcrwalhingsfragen Misraclif-Ju^cndgarfea Breslau Unmittelbar nach den Pessaehfeicrtngen wird m Breslau das Misradii-Gartenheim eröffnet. Dieser J11gendgaifeu beabsichtigt die Einführung jüdischer Mädelie« in den Gartenbau. Die Ausbildung wird geleitet von einer durch langjährige Arbeit in diesem Fache bewährten Gärtnerin, Fräulein Kate Rosenberger, deren persönliche und technische Qualitäten die Gewähr dafür gehen, daß die Ausbildung «ach jeder Richtung hin ersprießlich sein wird. Neben der Gartenarbeit auf einem drei Morgen großen Stück Land, in der Blumen- und Gemüsezucht betrieben wird, wird auch eine Ge Hügel- und Kleintierzucht angelegt, und da lieben werden die jungen Mädchen in alle Arbeiten cingeführt, die mit Küche imd Hans zusammen- Imiijjeii. Ein theoretischer Unterricht und Ausflüge sollen die hot,mischen Kenntnisse der Schülerinnen erweitern ttml ergänzen. Ein neuzeitlich nusgestattetes Wohnhaus, im Vorjahre errichtet, wird den Mädchen Unterkiuift gewähren. Die Anstalt wird in streng ritueller Weise geführt. Am Abend finden hebräische Sprachkurse und Schitirim statt; die Beteiligung an diesen Kursen ist fakultativ. - Der Aushildungskursiis ist auf 8 Monate berechnet. Der Preis für die gesamte Ausbildung einschließlich Wohnung und Verpflegung beträgt 700 M. monatlich. Nur durch Zuschüsse, die in Form von Spendern und Jahresbeiträgen von Freunden des Unter- Nr21 ׳ fhlt, 22 nehmens geleistet worden sind, war es möglich, <!. Preis so gering zu halten. Da mir eine Ixitchrän,. Anzahl junger Mädchen an einem Kursus teilnd!!.,. können, sind Bewerbungen allerschncllstens erbeten; das M i s r a c h i ־ Z e 111 r a I b ü r o, B e r I i n N 2f, m 0, b i j o 11 p 1 a 1z 1. Wie aus Florenz gemeldet wird, ist dort Oh,, rabbincr Dr. Margulies plötzlich gestorben. Un Redakteur benützte die Berliner Anwesenheit des Herr Oberrabbiner Dr. Chajes, der bekanntlich ein Scluiy des Verstorbenen gewesen ist, ihn um einige Daten üb Dr. Margulies zti bitten, Herr Dr. Chajes teilte!:* etwa folgendes mit; Dr. Margulies wurde im Jahre!858 in Brzcz,« (Galizien) geboren, absolvierte das Rabbinerscminar Breslau und wirkte in Deutschland, und zwar in Ha״ bürg und Weinburg, als־ Rabbiner bis zu seiner ן״ Jahre 1800 erfolgten Berufung nach Florenz. Dr. Margulics hat sich die größten Verdienste um die L iKHieriing und Erweckung des jüdischen Geistes n Italien erworben. 1111 Jahre 1808 richtete er probe weise rabbinischc Kurse• ein und im Jahre 1003 wmö das alte Paduaner Rabhincrscminar, das in der Zwischenzeit nach Roin verlegt worden war, mittels königlidx■׳ Dekrets in Florenz unter Leitung von Margulies ernrurn Er hat in Florenz eine Generation modcrn-wisscnschaf! lieh geschulter Rabbiner herangebildet, welche in durch aus nationalem Sinne wirken. So ist Margulies, desso Auffassung vom Judentum durchaus im nationalen ln danken wurzelte, der Erwecker der nationalen Idee m Judentum Italiens geworden. Margulies, welcher 1r. jüdischen und nichtjüdisdien Kreisen große Antonia• genoß, hat bereits im Jahre 1003, nach dem VI. Kon grell, an dem er tcilgcnoinnicn hat, auf Wunsch Theodor 11 c r z 1 s die Beziehungen der zionistischen Politik 711! italienischen Regierung angeknüpft und wurde damn!״ vom König von Italien empfangen. Eine fruchtbar Wirksamkeit entfaltete er als Lehrer an dem von ihn geschaffenen wissenschaftlichen Institut, auch hat t! mehrere wissenschaftliche Werke!unterlassen, die haupt• sächlich das Gebiet des Talmud behandeln. Die rs> nisfisclie Arbeit in Italien hat mit Dr, Margulies eine ihrer stärksten moralischen Stützen verloren. Filter -r c h-ch '!(״ crll oton c Jüdische Gesellschaft für sanitäre Interesse! in Palästina Wir entnehmen naclifo'grmle Schilderung der Tätigkeit des Hygienischen Instituts dem Jahresbericht «Irr ״Jüdischen Gesellschaft für sanitäre Interessen in Pa Iästina“. Im letzten Bericht (״über die Tätigkeit der Gesell• scliaft während der Kriegszeit“, Juni 1020) wunlc mit geteilt, daß es trotz finanzieller und politischer Sch wirrigkeiten gelungen ist, den Betrieb des Hygienischen Instituts in Jerusalem während der Kriegszeit aufrecht zu erhalten und sogar noch durch Einrichtung neuer Ab tcilungen weiter nmz.ugcstalten. Das hygienische 111:41■ tut, das ursprünglich aus der Nathan* Straus-Stiftung (Abteilung für Hygiene, Bakteriologie und Trachom- Forschung), ans unserer serologischen und Wutschiilz• Abteilung sowie aus der Malaria-Abteilung der Driit■ scheu Malaria-Gesellschaft bestand, existiert zwar als solches nicht mehr. Die deutsche Abteilung ist atilgclöst worden, die Abteilung der Nathan Strau--Siiftm1g von der amerikanischen Gesellschaft für medi/imschr I lilfe in Palästina übernommen worden. Dagegen bi׳• steht unser P a s t e 11 r -1 n s t i t u t in Jerusalem, das seit seiner Begründung 10U unter der Leitung dis Herrn Dr. Bell am steht, in den Räumen des hygicnischen Instituts weiter fort und umfaßt nunmehr: 1. eine Wiitsriiutz-Abtcihmg, 2. eine sero-diagno: ״ehe, 3. eine vaerino-therapeutisdie und 4, eine bnktcrWe• gische Abteilung. Seit der Besetzung Palästinas durch die Engländer sind auf ranitärem Gebiet erhebliche Fortschritte erzielt worden. Das Sanitäts-Departement der Regien!!׳;! hat das Institut als öffentliche sanitäre Einrichtung o.'h־ ziell anerkannt mul sich hei seinen Sinieriuigsarbcitc« stets der Unterstützung deswillen bedient. Vor etwa einem Jahre schlug die Regierung die Uehernalunc als Regiernngsinstitiit, das durch die Angliederung einer chemischen und epidemiologischen Abteilung erweitert werden sollte, vor. Dieses Anerbieten wurde indes ab׳ gelehnt, da das Institut gemäß den Absichten seiner Begründer ein jüdisches bleiben sollte, das zwar sei«»' Arbeit allen Teilen der. Bevölkerung zur Vcrfügunf stellt, aber mich der Stärkung des jüdischen Einfluss« 1111 Lande dienen soll. Audi bestellt die Absicht, da» Institut solange selbständig zu erhalten, bis es in das mikrobiologische Institut der hrbrüisdien Universität, dessen _ Begründung dank der Bemühungen Prof. Ein• sleins in Amerika in greifbare Nähe gerückt ist, mit einbezogen werden kann. Die Vciliandlimgen mit Sir Herbert Samuel und Col. Heron, dem Chef des Sani• tätsdrpartements, führten dahin, daß die Regierung .1«! die Begründung eines eigenen Instituts verzichtete und dem Institut die Liderung <1 e r für das ganz« Land benötigten Pocke nJymphe sowie «bc Behandlung aller T o 11 w ii t v c rd ä ch t igen gegen Entgelt übertrug; auch die wichtigsten sero-diagnostischen Arbeiten werden ihm von der Re• gicrung zugewiesen. Die Gesellschaf( ״Hadassah“ bt■ sitzt zwar im Rothschild-Spital ein kleines l.aborato• rium, überläßt aber ebenfalls die Behandlung der Toll• wutverdächtigen und die Herstellung der Pöckenlvmphc dem Pasteur-Institut. Wie sehr das Institut der gesamten Bevölkerung zugute kommt und wie es in steigendem Maße das Vertrauen der andersgläubigen Bevölkerung erworben hat, zeigt sich in folgenden Zahlen: von 75 Tollwut• (Fortsetzung Seite 140.) Wes Mo.« _ 1 zwei ft ■ytultg Ll kerne. ״dl", <1 vMilt“ ,Gliche: I nimlet Ringers mt wcl :hr als im ' ,־eite״ < ,Vit“, « izireth; so W< r Oefle di nur ,r lokal׳ :4 vor 1 suche! j von h erkla ¬ס <lwn .,Ile 24׳ ■ tsen Ul iion se , whuci ,.,!er d .1 werde! mie die olkcntng 1c an Die nptimg, ־,.:sche mkt», e inter Jen is׳ Es i!»:gen vit diairptet vtre 1 clchc 11!«weide ikn, d I Milli« Doch wie beht Mcgatio »Jen!1 -ר Jahr« 1׳■!«lern 'icit ent km Sch (ine! nt» 11er 11״!'!rciKlci mter de hx. I)j! ■׳■■etc au 5 ׳tr.u. liti onnie > maße» ( Inhalt w ,Im die cd! er ,Mi in n!!<־ Und ..(־ine 01 IjCSctZt'•, 4c Ara Ikilgati» w reheil '״II, Pa 1 n, ins Araber s l:״d ״tli! tuen“, 1י":, hin türkisch« HilS jüc Muitarbi 1חי tische ווגיו, me!» Bhnby ,heilten. Araber; ,1111<־.•" '■ a m un .!״ •«יUi »napnäl ״er •Sei»! *V 1 einer kl die vor Uiganim so it-ni | Antwort , f. 031:1;! | Antwort Krill« 1 ^die j (Olflzlej *Hj

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.