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Jüdische Rundschau · 1922-03-10 · Heft 20 (10.3.1922) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 20 (10.3.1922)
Date
1922-03-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seile 122 t £ ' "»•■?,־ י ' ’ ' ״׳?*HIV V ( der an der Aufsclilicßung Palästinas mitwirkt. Ich könnte Urnen weite geschlossene Fluren zeigen, wo früher nichts wachsen konnte. Gehen Sie noch ein Stück weiter und ich könnte Ihnen große Weinbaudörfer mit ihrer starken lind gesunden Bevölkerung zeigen, Jünglinge auf stolzen Rossen, Einwanderer aus Rulilaud; Wiisteu, wo jetzt Orangen wachsen, und andere Laudstrcckeii, die in Weingärten verwandelt sind, wie sie einst Palästina füllten, als cs noch das Land war, das von Mich mul 1 lonig־ floß. W e 11 n Sie v o n 1י a 1 ii s t i 11 a die j ü d i - sehe L a n d \v i r (s c 11 a f t xv c g 11 c 11 m c 11, werf e 11 Sie das Lau d 11 m Jahr 11 u 11 d c r t c zurück. Und diese Arbeiten wurden von den Juden unter großen Schwierigkeiten dnrcligefiihrt. Seit die britische Verwaltung Palästina übernommen hat, nahm der Fortschritt ein Tempo an, wie in westlichen Staaten, ja wie in Amerika. Und da fragt man noch: Lohnt es, das Land aiifzubaueii? Ls lohnt, und nicht mir im Interesse der jüdischen Rasse, sondern im Interesse der ganzen Mcnschheil Die Zeit ist vorüber, wo jemand verlangen konnte, daß ganze Landstrecken brachliegen sollten, weil die Menschen zu 1mwissend oder zu träge seien, sie zu bebauen. Das Volk muß nicht atillenslelien, weil es nicht fähig wäre zur Arbeit. Zur Zeit des josephus ernährte Palästina eine Bevölkerung von einer Million. Meute könnte Palästina eine Bevölkerung von drei oder vier Millionen fleißiger Menschen in kleinen Siedlungen ernähren, die Produkte erzeugen, die sie mit uns, die wirdodi Exportmärkte braudien, tauschen könnten. Engländer sind bis an die Enden der Welt gereist, sic haben grolle Gebiete im Stillen Ozean und in Nordamerika und in allen Weltteilen aufgeschlossen; mit Energie und Fleiß haben sie ein großes Reich gebaut, das wir alle bewundern und lieben. Was ist cs, dessen wir uns rühmen? Es ist, daß wir niemand unterdrücken. Wer hat jemals gehört, daß die Juden jemanden unterdrücken oder jemandem wegnehmen, was er besitzt? Sie mußten joden Morgen Land, den sic bebauen, zu sehr hohen Preisen erkaufen. Sic wollen sich in die religiösen Gebräuche und Sitten keines Landes mischen. Sie verlangen nur, daß mau ihnen erlaubt, auf dem Felsboden oder auf dem Aekerlande zu bleiben, um Stein für Stein das Heim wieder aufzubaucn, aus dem sie vor IS)י Jahren vertrieben wurden, aus der Stadt, in der sie heute noch die Mehrheit der Bevölkerung bilden. Ich brauche vor einer Vcr- Sammlung in Oxford die Frage nicht zu erörtern, ob Palästina das alte Heim der jüdischen Rasse ist oder nicht. Vielleicht gibt es genug unwissende Menschen, die die Behauptung ernst nehmen, daß Palästina nicht das Heini der jüdischen Rasse ist. Zweifellos waren cs diese Leute, die das Gelobte Land von Syrien aus sahen. Zweifellos haben diese Leute den Tempel Salomos erbaut und auf den Mauern der Makkabäer gestanden und ihre heilige Stadt gegen den Angreifer bis zum letz.ten Blutstropfen verteidigt. Wie kann jemand die Unverschämtheit haben ich kann kein anderes Wort gebrauchen , vor einer Versammlung zu erscheinen und zu behaupten, daß das Land, das in der größten Geschichte aller Zeiten seine Rolle spielte, nicht den Juden gchört, und dem jüdischen Volke das Recht auf,sein eigenes Land bestreiten? Wer klagt an der Klagemauer? Wenn du auf der Spitze des Berges Karmel stehst, an wen denkst du, wenn nicht au Eli alt? Das ganze Land ist gesättigt mit der Geschichte des Judentums und der Geschichte des Christentums. Das sind die zwei großen Mächte, in deren Namen jeder Stein zu dir spricht. Denkt an Bagdad und Damaskus, an die große Moschee in Kordova. an das große Reich, das dort gebot und das ich gern wieder erstanden sähe; aber ihr könnt nicht an Jerusalem, an Gaza und );Ufa denken und der Juden vergessen Das ist cs, was ich sagen wollte: es dürfte keinen Kampf zwischen Juden und Arabern geben. Die Araber und die Juden sind Zwillinge, geboren von derselben semitischen Rasse — die Urahnen der Juden lebten unter den Zelten von Beduinen. Sie sind Zwillinge an Kultur, Zwillinge an Rasse, und wir haben keinen heißeren Wunsch, als daß ihre nationale Geburt und Wiedergeburt so glücklich und erfolgreich sei, wie die, die wir in Palästina zu erleben hoffen. Wir wollen zusammen arbeiten. Es ist Raum für alle Kulturen, für alle Entwicklungen, sowohl in Palästina wie in jenen gewaltigen arabischen Gebieten, denen gegenüber Palästina wie ein kleiner Tropfen im Ozean ist. Welches sind die Klagen, die sie erheben? Ich habe mit manchen von ihnen gesprochen. Man erzahite uns, die Zionistische Organisation unterdrücke die Bevölkerung. Ich kenne jene landwirtschaftlichen Arbeiter dort, die Ziegel ohne Stroh machen wollen, und nur wünschen, daß man ihnen gestatte״ihre Arbeit zu tun, lind sich so wenig als möglich eiiiinenge. Sie sind gar nicht imstande, jemand zu unterdrücken. Man erzählt uns, die Zionisten wünschten das Land zu beherrschen, obgleich das Land von der britischen Regierung bcherrsclit wird, durch einen Verwalter, ein atisgc/.eichnetes Mitglied dieser Universität, Sir Herbert Saluuel, der auf seine Laufbahn als Minister hier vcrzichtete, tun jenes Land zu verwalten. Wenn etwas über ihn gesagt weiden soll, so ist es, daß er mehr nach der Seite der Araber neigt als nach der Seite seines eigenen Volkes. Die Vorstellung, die Bevölkerung werde unterdrückt oder das Land werde mit uncrwünscliten Einwanderern überschwemmt, ist erfunden, um die Leichtgläubigkeit des englischen Volkes zu mißbrauchen. Allerdings kam ein großer Teil der Einwanderer aus Rußland; cs ist nicht unnatürlich, daß sie von dort kommen: es sind die übriggcblicbcnen Reste eines Volkes, das seine Väter und Mütter vor seinen Augen töten sah, s sic sahen auch ihre Mütter und Schwestern vor ihren Augen geraubt und geschändet. Ich habe diese Ein-׳ wamlurer besucht und mit ihnen gesprochen. Ich habe, sie bei der Arbeit gesehen. Sic sind froh und glücklieh. Es ist nicht verwunderlich, daß sie singen. Sie leben unter einem blauen Himmel. Sie sind nicht in Gefahr, jeden Augenblick dem Tode ins Antlitz, zu scheu. Sie fühlen sieh sicher unter der britischen Flagge und Regierung. 25 Prozent von ihnen sind Akademiker, Lehrer, Aerztc, Juristen und doch klopfen sie Steine an den Straßen und doch sind sic glücklich und singen, weil sie die Arbeit tun, die ihre Väter vor ihnen getan haben. Ich sprach mit einem von ihnen, als ich dort war, mit einem Professor der Philologie. Wenn man diese Leute als Bolschewisten hinstelit, so verdreht man die Tatsachen. Der größte Feind des Zionismus war in Rußland der Bolschewismus; er verbot den Zionismus absolut, und wenn mail sagt, diese Leute seien briten- und leieUsfeiiullich und Revolutionäre, so ist dies eine der größten Verleumdungen, die man ausstoßen kann. England ist es, das ihnen volle Freiheit gewährt hat, England ist es, auf das sie blicken als auf ihren Schutz in künftigen Wirren. Palästina ist ein Land, das nach Arbeitern hungert. Es gibt nicht zu viele Arbeiter in Palästina, und noch vor kurzem mußten große Mengen ägyptischer Arbeiter cingcführt werden, um auch nur die begrenzten Arbeiten diirchzuführen, die nötig sind. Wenn man nicht Menschen ins Luid bringt, die bereit sind, Straßen und Häuser zu bauen, Bewässerungsanlagen zu schaffen, Fabriken zu errichten und das Land zu kultivieren, kann sich das Land niemals entwickeln. Alle diese Tätigkeiten werden jetzt durcligeführt und sind zum Nutzen der Bevölkcrung von Palästina. Der Araber wird davon ebensoviel Vorteil hahen wie der Jude, und er weiß das. ln Jaffa gibt es jiidisdie Arbeitergenossenschaften (man findet sie im ganzen Lande). Ich sah Araber und Juden miteinander arbeiten. Die Araber merkten, daß die Juden besser verdienten als sie selbst, und ohne daran zu denken, daß sie ja Feinde sein sollten, fragten sie, wie dies möglich sei. Die Juden erklärten ihr genossensclinftlichcs System, luden die Araber zur Mitarbeit ein, und sehr rasch verdienten auch die Araber mehr. Ich kam im Auto durch das ganze Land und sah nichts von jenen Zentren gewaltiger Empörung und Un- Zufriedenheit unter der Bevölkerung des Landes. Ich sage nicht, daß niemand da sei, der zu den Pogromen hetzte, die stattfamlcn. Sie können in den Berichten lesen, wer die Angreifer waren und wen sic erschlugen. Es gibt eine alle Fabel vom Lamm und vom Wolf. Es ist eine alte Geschichte. Manchmal denke ich daran, wenn ich die Anklagen lese, die erhoben werden. Einmal gibt es dort so wenig Juden, daß sic gar nicht in Betracht kommen; im nächsten Augenblick 'sind die Juden ko zahlreich, daß sie die Bevölkerung bedrohen. Der einzige Grundsatz, der von Juden aufgestellt wurde, ist der der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit der arabischen Bev ö 1 k ein 11 g. Bei dieser Gelegenheit möchte ich bemerken, daß die von seiten •der Regierung der palästinensischen Bcvölkening angclzotenc Verfassung meiner Meinung nach citie der großzügigsten und weitgehendsten ist, die einem Volke dieser Art jemals angeboten wurden. Mag sie jemand damit vergleichen, was zur Zeit der türkischen Regierung das Vertretungssystem war. Die Konstitution ist zweckmäßig, breiter und richtiger als irgendeine jemals im Lande in Geltung gewesene. Es wäre töricht, all die aiisgehildeten Methoden westlicher Völker ohne Einschräiikimg und Kontrolle auf die orientalische Bevölkerung ansvemlen zu wollen. Die Einwanderung nach Palästina sollte durch eine fundamentale Tatsache bedingt sein. Das ist die wirtschaftliche Aufiialiinef.ihigkeit des Landes, seine Kraft, Menschen, die arbeiten wollen, zu absorbieren. Es wäre verbrecherisch, Leute hiu/ubringen, wenn keine menschliche Bcsdiäftigimg für sic wäre. Die Politik, die die britische Regierimg mit der Balfourdaklaration cingeleitet hat, ist eine ernste Politik und eine gesunde Politik, der Aufbau eines großen zentralen Heims, die Wiedererrichtung jener großen Universität, der Aufbau einer mächtigen B r ü c k e zwischen Osten und West c 11, die von gewaltiger Bedeutung für den künftigen Frieden der Welt sein wird. Wir sollen, wie der Riß zwischen Osten und Westen sich dauernd vertieft. Wir sehen cs in Indien; um! hier haben wir ein Medium, das als Bindemittel zu wirken imstande sein sollte. Der Jude gehört einer östlichen Rasse an und hat doch seit vielen Jahrhunderten westliche Denkungsart kcnncngclcrnt; so ist er ein Element der Einigung zwischen den großen Zivilisationen und Kultuniatioucn des Orients und des Okziele als. Das ist die große Bedeutung dieser Politik für die ganze Welt, und nicht, bloß eine Frage von Zahlen. Zahlen bedeuten ja in dieser Welt sehr wenig. Die großen Nationen der Welt waren nicht die zahlreich• stcu Völker der Welt. Griechenland war ein kleines Land und Athen war eine kleine Stadt, nicht 90 groß wie Chikago, aber Athen hat viel mehr für die Kultur der Welt geleistet, als Chikago jemals leisten wird. Die Juden haben eine große Mission, ebenso groß wie jene, die sie in der Vergangenheit hatten, nämlich den Westen dem Osten zuzuführen und den Osten dem Westen. Auf dem Oelberg liegt ein großer Friedhof in wundervoller Lage. Von dort aus sieht man die Fclscmnosdice, die Erlöserkirclie und die Heilige Stadt. Auf diesem Friedhof sind viele Gräber britischer Soldaten, arabischer Soldaten und die Gräber jüdischer Soldaten. Sie schlafen in Harmonie in dieser herrlichen Umgebung. Sic alle starben für ein gemeinsames Ziel. Wir dürfen das Blut der Toten nicht entehren. dürfen ihre Gräber nicht schänden. Wir können nicht! Opfer nnnchmcn und uns weigern, das durcfizulühn wofür sic starben. Die Rede Cliajim Weizmanns Sir Alfred Mond hat die Frage von so vielen s ten berührt, daß mir nur sehr wenig zu sagen übn bleibt. 1dl wünschte, daß wir heute mehr die Fr; des Auf bans zu erörtern hätten, als uns mit Polemik zu beschäftigen, welche, wie mir scheint, j, zu nichts führt; doch hat sich leider in der I!;!,■ Zeit, seit etwa sechs Monaten, eine Auffassung gebil׳!, die ich versuchen möchte zu formulieren. Der «Jure, schnittlichc Zeitungslcscr, lese er nun ein Halfpcnny* ojt, Dreipcnnyblatf, glaubt, daß in Palästina ein jüdische Staat bestehe und meint mit Staat etwas, was nu gewöhnlich unter Preußen versteht, eine Organisation, <j; rücksichtslos alles unterdrückt, was gerade nicht r! der herrschenden Schicht gehört. Dieser Staat wen!• durch britische Freigebigkeit erhalten und mit britisch?;, Steuergcklem bezahlt. Das ist mehr oder weniger die Auffassung, die bc, den durchschnittlichen Zeitungslesern vorherrscht. Da/j kommt, daß man anniinmt, der Jude sei im allgemeiner, ein wütender Bolschewik, worunter man heutzutage ein, Unmasse von Verwerflichkeit verstellt. Wenn jemar.: eine Lohnerhöhung um einen Schilling verlangt, so h: der Arbeitgeber geneigt, ihn einer. Bolschewiken?•: nennen. So müssen wir, statt zu erklären, was wirklich in Palästina vor sich geht, uns gegen eine Reihe vua plumpen Beschuldigungen verteidigen. Ihr Refrain n! ״Jude״, und es ist immer ein billiges Unternehmen, einen Juden zu beschimpfen. Heute ist cs der Bolschcwis■ mus, morgen der Kapitalismus, und was immer wir unternehmen, es ist schlecht. Ich brauche kaum zu sagen, daß nichts derartiges existiert. Es gibt keinen jüdischen Staat. Was es in Palästina gibt, das ist eine britische Verwaltung, die ihre Herrschaft über das Land nach Recht und Billig. Kcit unter sehr schwierigen Umstanden ausübt. Es gib! dort allerdings eine jüdische Gemeinschaft, in schwitrigen Verhältnissen, in einem schwierigen Lande, zu einer schwierigen Zeit, die versucht, ein gewöses Mai Arbeit für den Wiederaufbau Palästinas zu leisten und daran denkt, die Schaffung eines jüdischen nationalen Heims in diesem Lande zu ermöglichen. Das ist, glaubt idt, eine richtige Feststellung der Sache, und wenn Sie mir gestatten, will ich einige Seiten der Frage bc• leuchten Die Einwanderung. Zunächst die Einwanderung, die Eimvanderungsfragc, das Bedürfnis nach Einwanderern und den Charakter der Einwanderer. Denn das ist ein entscheidender Punkt. Wenn cs keine Einwanderung nach Pa• iästina gibt, kann dort niemals ein jüdi• sch cs Heim entstellen. Palästina kann eine sehr hohe Anzahl von Ankömmlingen anfm-hincn, wenn das Land entwickelt ist. Die Möglichkeiten der Entwicklung sind groß und gut, und 111,111 k.11111 sagen, daß die Zahl der Einwanderer, die nach Palästina gebracht werden können, von der gegenwärtigen Zahl von zehn- bis zwölftausend im Jahr in der nächsten Zukunft, sagen wir etwa innerhalb der nächsten zehn Jahre, auf das Dreifache erhöht werden kann. Das würde mehr oder weniger der Möglichkeit entsprechen, Palästina mit Ausnützung seiner landwirtschaftlichen und natürlichen Reichtum«, seiner Wasserkräfte, kurz mit all dem, was in einem zurückgebliebenen Lande üblicherweise getan wird, wenn man seine Aiifschließimg beginnt, zu entwickeln. Alle diese Arbeiten samt der Aufnahme dieser Zahl von Ein- Wanderern können geschehen, ohne auch nur im geringsten Grade das Recht der derzeitigen Bevölkerung zu beeinträchtigen. Es ist richtig, und ich sage cs mit dem Bewußtsein der vollen Verantwortung für das, was ich sage, daß! Avir bisher nicht einen ein zige n Araber aus seiner Position ver drängt haben, sondern «laß wir, wo immer wir gc arbeitet haben, die wirtschaftlichen Möglichkeiten er höht und die Wohlfahrt der arabischen Bevölkerung gc steigert haben. Ich sage das nicht, um mich zu verteidi gen; cs ist eine Tatsache, die jetlcr beliebige Tourist bestätigen kann. Jeder, der in Palästina gelebt hat und die arabischen Dörfer in der Nähe der jüdischen Kolonien und jene in anderen Gegenden gesehen hat, bat einen ungeheueren Unterschied beobachtet. Wo die Araber bessere Erz.ichuiigs- und Orgaiiisationsmcthodcn sehen, ahmen sie sic nach.. Das ist in Palästina geschehen, und cs ist genau das Gegenteil von dem, was man ge• wohnlich erzählt. Man erzählt uns, daß arme Juden dort sind, die die Araber verdrängen. Nicht ein einziger Araber ist verdrängt worden oder wird verdrängt werden, sondern die Ankunft der Juden war ein Vorteil und Nutzen für die Araber. Jetzt kommt eine große Zahl von Einwanderern, und für uns, die wir seit dreißig Jahren in Palästina arbeiten, war diese Einwandermigsfragc eine außrronient• lieh schwierige. Wir haben uns nur zu fragen, was für Leute nach Palästina aus Mitteleuropa kommen, aus Polen, Rumänien, Galizien, der Ukraine (man kennt heute kaum die Namen), ans Niemandsland. Was für Leute werden von da kommen? Eine Bevölkerung, di« zusammengcbrocheu ist, die aus Ländern kommt, wo cs kein Gesetz, keine politische Stabilität gibt, ein« jüdische Bevölkerung, die zwischen die Räder dieser neuen politischen Masdiincrie geraten ist, die jetzt erst mühsam in Gang gebracht wird, eine Bevölkerung, di« nichts als die Reste von, Familien darsteilt. Was für Denkungsart, was für Kenntnisse, was für Kräfte wird ic mühr. ״יי ' ,:es '״Verhält wir an ' friert * * ,״?risse dieser Fi .:,,Leiten. diese Sa! Richter, u״s= ״* ji-chc v lcSicii k£ seihst »!!olsche v ich kenr vrcnn ic auf Ihr??׳eiche;?011 «lef ״״den ' sehen, < ist A r1״d1 jt«!,Chen 1 dieser 1 möglich« cs den Ländern herrscht schwer» «1.trken diese A: Butsche Ein Ste meines titel, ei kein St- und SO Stigma LaUistin behänd« ges Pr Land z dauern( Warum nicht, (!st das ßod e;.ctricb« tiiapel Iästina und ni« tiert w« die Kai manche men w Art vot die ein Währet bauten So wu Es ist in der Id ihrer i streitbt &ovicl dafür dem B wir c׳ nächst! neu zi diese 1 Boden eine bt zu bei W zurück da es ziouist Syxten i'olscl 11 all! beide Recht- «ml 1 mus sind! das, Das i Wün* stchci realen א Ich 1 man man Krieg kann, sie ן ist ai es % daß tisch« I * . I ,f 1 u- I t \

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