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Jüdische Rundschau · 1922-03-03 · Heft 18 (3.3.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 18 (3.3.1922)
Date
1922-03-03
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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JUEDISCH E RUNDSCHAU Seite 11t Ir. 181 tionale Rußland- Jansen),; stattge. Stes und H JugT).; Norwc- •diwciz), Kreuzes «ch aus fa I i e n. •). Von hen Ornisation, dcrliilfe. (Inter• .'ematio• Komitee lationen hilfkonfsl.onfe.!in Mewurde, sonders Rußland tsisdien m auch leiden Ober- 4n״ er• wollens londcrn! inter• Wolga- Vtassen ondern lomitcc g, daß Juden m das aufge- :ekutiv- ‘t Verk, die Is des iferenz die an Uigabe! ukral rsucJit. (reisen ton h> Nr•18 ״Der Jude“ tecliohccho■ •ngrefl m Jütigkeit Re- :hmen. tionen n Na« t dem!treten analen ti und ׳ einer ׳k (Ver• lernen d Ing. rs Jü-; Prä- •olgcn ) vom ndvernlung be- Kleint sich welche sm sie Nun l und dttzins 'merk- >urchverfjjch einer Pause vor» einem halben Jahre hat Oktober wieder die Zeitschrift ״Der Jude״ zu er- ’ . begonnen. Eine Zcitlmg schien es, als ob ytjnte;miste jüdische Triblüne, deren Schaffung! "|C s£C)ls Jahren als eine Tat von epochaler Bedeutung *"nfunden wurde und deren Wirkrmgeu für die jüdische fdie nach innen und außen, insbesondere in Deutschland; ־ überschätzt werden können, ernstlich in ihrer Ndenz gefährdet wäre. Die Unterbrechung der Verb'ndung mit dem Auslande, die immer schwierigere«! netriebsverhältnisse, die Entwertung der östliclicn Valuta ״(| ähnliche Umstände haben den alten Abonnentcnkreis Ljnimenschmdzen lassen, und aucli der Wechsel des Verlages konnte keine Besserung bringen, so daß das ^scheinen nach dem 5. Jahrgang zeitweilig eingestellt «erden mußte. Es bedurfte erst eines Appells an die jjdisdtc Oeffentlichkeit, insbesondere an die Zionisten; 1m! das Wiedercrschcincn der Zcitsclirift zu ermöglichen. i>5cl1 teilt der Verlag mit, daß noch immer der Abonnentenstand ein viel zu geringer ist, um die Existenz ״ sjci1cm. Die Anstrengungen zu Gunsten der Zeitjchrift müssen daher fortgesetzt werden. Die Zeitschrift ״Der Jude“ zu abonnieren, ist für finen Zionisten kein Opfer, um das erst gebettelt werden müßte, es ist eine Selbstverständlichkeit imd eine Not- Müdigkeit. Die Auseinandersetzung über zionistische Fragen auf hohem ‘geistigen Niveau, unter weiten, nicht von der Aktualität des Tages diktierten Aspekten, die Erweiterung des jüdischen Gesichtskreises und der Einblick in die Probleme der spezifisch jüdischen Kulturerschcinungen, ihren historischen und al!menschlichen Zusammenhang, sowie die Probleme der praktischen Aufgaben der Gegenwart, ist für jeden Zionisten, der nicht ahnungslos auf der Oberfläche schwimmen will, eine gebieterische Forderung. N|ur auf diese Weise kann der Zionismus vertieft und gestärkt werden, nur auf diese Weise können die Gefahren beseitigt werden, die ein gedanken- und ideenloses Fortsetzen übernommener Traditionen und Schlagwolle in jeder Bewegung mit sich bringt. Die fünf Jahrgänge des ״Juden“ sind eine unerschöpfliche Fundgrube jüdischer Berciclicrung. Sie dürften in keinem zionistischen Hause fehlen, und die in Deutschland aufwaebsende neue Generatkm zionistischer Intellektueller müßte sich durch* diese Jahrgänge durcharbeiten, um die Entwicklung der zionistischen Gedankenwelt zu verstehen. Nunmehr hat der sechste Jahrgang zu erscheinen begonnen, das vierte Heft ist soeben hcrausgegeben worden. Es hätte wenig׳■ Zweck, wollten wir es jetzt unternehmen, den Inhalt der vorliegenden Hefte wiederzu» geben, ln solchem summarischen Ueberblick kann kaum das Wesentliche angedcutet werden. Wir beschränken uns also darauf, bloß einige Beiträge zu nennen. David Koigen veröffentlicht ein Tagebuch aus Rußland unter dem Titel ״Im Wirbel der Geschichte“. Davon sind folgende Kapitel erschienen: 1. Das historische Martyrium; 2. Der Zusammenbruch; 3. Verborgene Mächte; 4. Wandlungen. Die außerordentlich interessante ctlinographische Abhandlung aus dem religiösen Leben der Ostjuden von Samuel Rappaport, wovon Teile bereits in früheren Jahrgängen erschienen sind, wird fortgesetzt Ferner erwähnen wir: Arnold!Zweig, Der Antisonitismus und die deutsche Jugend; Meir Wiener, Die orientalische Metapher; Markus Ehrenpreis, Gespräche mit Berdyczewski; Max Eschelbach er, Die Zünftigen und die Draußenstehenden; Julius Katzenstein, Die jüdische Wanderung; Werner Senator,. Sozialpolitik für die Ostjuden in Deutsch׳,!und; Rudolf Valsonok, Die Tendenzen der jüdischen' Wirtschaftsgeschichte und das östliche Judentum; Paul *mann, ׳Magyarische Judenprofile; Else Boden-1 heimcr-Biram, Kunsterziehungsfragen; Siegmund Kaznelson, Um jüdisches Volkstum (zu Wassermanns Bekenntnisbuch); Gerhard Schotem, Lyrik der Kabbala; Hans Kohn, Die Juden in Bulgarien; Margarcte Susman, Stern der Erlösung; ferner eine ganze Reihe sehr interessanter und guter kleinerer Beitrage; Bemerkungen, Glossen und Buchbesprechungen. In der Rubrik ״Umschau“ sind, wie schon im vorigen Jall rgang, die Beiträge nach Materien und Referaten gegliedert, ein« Fülle der Bereicherung und Anregung. Von besonderem Interesse sind für den zionistischen Leserkreis insbesondere zwei Artikelgruppen in dem neuen Jahrgang. Die eine behandelt die politischen, die andere die ökonomischen Hauptprobleme des Zionismus. Die politische Debatte ist von .Martin Buber *ui ersten Heft des ״Juden“ eröffnet worden. Er veröffentliclite dort Kongreßnotizen, die den Versuch darsteifen, das zionistische politische Problem van der aktuali,tischen Betrachtung loszuJäscn und! in ׳die Zaisam« uienhange überpersonaler geschichtlicher Tendenzen ein►• zustellen. Darum untersucht er zunächst die Entwicklung des politisch-prinzipiellen Gedankens im Zionismus und stel’*t lest: Die ersten zionistischen Politiker, die Clio- ^ewc-Zton, forderten ״Erst Siedlung, dann Rechte“, berzl kehrte das Programm um und forderte ״Erst Rcdite, dann Siedlung“. Die Politik der Chowewe■ Zion war einseitig präparatorisch, die Politik nerzis einseitig proklam atorisch. De ״demokra- ״sehe Fraktion“ entwarf die Syntl1e9c, Sie bejahte die Proklamation, d. h. also politische Arbeit im engeren mnne, forderte aber die reale Arbeit als deren Grundlage,!e diplomatische Arbeit darf der realen nurum einen h ritt vorangehen: deh zur Sicherung *ihrer Berlin► gtmgen notwendigem. Ucbergehend auf die heutige zioistisciie Politik und ihre Manifestation auf dem Kongreß, erklärt es Buber für einen Rückschritt gegenüber i lerzls Einsicht, wenn Wcizmann erklärt, Englands Interesse an Palästina beruhe nur auf seinem Werben um die Sympathien der Juden. Denn das wirtschaftspolitische Interesse an Palästina, das H c r z 1 gesellen bat, kann auch heute nicht bezweifelt werden. England hat den Zionismus anerkannt, well er ihm die Möglichkeit bot, ein legitimes Rechtssubjekt für Palästina ins Treffen zu führen, das׳ Palästinas Mandat für England verlangte. Bei dieser ״schicksalhaft neuen Situation“, ergab sich für den Zionismus gemäß dem synthetischen Programm der demokratischen Fraktion, zu deren Führern auch Wcizmann gehört hatte, eine Anzahl von Geboten: 1. Er mußte Sich hüten, den jüdischen Anspruch mit dem eng», lisdicn zu verquicken und damit Herzls Grundsatz der Neutralität aufzugeben. 2. Er durfte mir Rechte fordern, die wir unmittelbar zu realisieren vermögen, da andere Rechte, die zu realisieren wir ohnmächtig sind, uns nur diskreditieren mußten. 3. Das Interesse an den jüdischen Herr Oberrabbinor Grl»mn®** ans Klnnaen• l> «»*־&► spricht über «Die religiöse Pflicht am Aufbau Ph lilstinan“ am Mittwoch, den 8 Milrz, abends 8 Uhr, in den Mnsikerfestslllen, Kaiser-Wilhelm Sti• 31. — Eintrittskarten zn Ml. 10.— und Mk. 5.— erhilltlich im Misraclil- Zcntraihüro, Munbijouplatz 1, hei Rosenbcrg, ürrmadiprstr. 38 und Buchhandlung Jurowltz, Kleine Prltsldentenstr., Ecke Monbijouplatz. Sympathien während des Krieges und die Geltendmachung des jüdischen historischen Anspruchs zugunsten Englands süid zwei Tatsachen momentaner Natur, die gegen konkretc Zugeständnisse eingctauscht werden sollten, da diese Interessengemeinschaft zeitlidi bedingt ist. 4. Das Hauptaugenmerk hätte der Vorbereitung einer großen und svstcmatischcn Kolonisation im Augenblick des Kriqgscndes zugewandt werden müssen. 5. Sofort hätten auch Vereinbarungen wirtscSiaftspolitisclier und politischer Natur mit den Arabern angeknüpft werden müssen. Diese fünf Gebote sind nach Bubers Ansidit von der Leitung nicht beachtet worden. Die Leitung hat statt der leben», notwendigen Bedingungen unserer Arbeit eine ״Ziel■ Deklaration" gefordert und die feste Vereinbarung realer Zugeständnisse versäumt. Sie war bei Kriegsende für die Kolonisationsarbeit nicht vorbereitet, 90 daß der Glaube Englands und Europas an unsere Befähigung zum Ausbau der weltwirtschaftlichen Position bceinträchtigt und die Achtung der Araber für unsere Leistung», fäliigkeit }lerabgemindcrt wurde. Alle diese Versäum*- nisse führt Buber darauf zurück, daß auch unsere politischen Vertreter ebenso wie die meisten Kongreß► teilnchmcr nur die diplomatischen Begebenheiten, nicht aber die politischen Tendenzen wahrnehmen, die in die Zukunft Weisen und die eigentliche politische Realität darstellen. Buber verweist in» diesem Zusammenhang vor allem auf die neue Methode des britischcn Imperialismus, die neben dem bolschewistischen Umsturz das zweite der großen weltgeschichtlichen Erctgnisse unserer Zeit ist. Mit dem Hinweis auf die Kor»• sequenzen, die sich daraus für die Araberfrage ergeben, bricht Bubers Aufsatz ab; die in Aussicht gestellte Fortsetzung ist bisher nicht erschienen. Dagegen hat sich bereits an diesen ersten Teil eine Diskussion geknüpft. Im 4, Heft des ״Juden“ wendet sich Sicgimmd Kaznelson gegen Bubers Auffassung. Indem er zunächst das Rcdit der Kritik überhaupt in Frage stellt, weil sie io diesem Zeitpunkt nicht zweckmäßig sei, betont er die Notwendigkeit einer Intensivierung der realen Arbeit, die durch Beschaffung der Mittel und Menschen gefördert werden kann, nidit aber durch Kritik politisdicr Tatsachen, die heute als abgeschlossen hrngenommen werden müssen. Es kommt heute weder auf die Diplomatie Wcizmanns, noch auf den Geschichtsbilde Bubers an, sondern auf die letzte An- Spannung aller Kräfte zur Ermöglichung der realen Arbeit. Kaznelson wirft Buber vor, daß seine Vorwürfe zu allgemein gehalten sind und daß vor allem die Voraussetzung, England habe an Palästina ein Weltwirtschaftliches Interesse, bezweifelt werden muß. Kaznelson sudit zu beweisen, daß ein 901chcs Interesse nicht besteht und beruft sich auf Welzmanns Bemerkung, daß nur der ״good will“ der Juden das bestimmende Motiv für Englands Zionistenpolitik gewesen ist. ״Buber sicht in der zionistischen Bewegung eine reale Macht, Wcizmann eine ideelle. Der idealistische :Denker glaubt nur an die Realität wirtschaftlicher Interessen, der .,realistische Staatsmann auch an den ideellen Wert des jüdischen good will." Hier müsse Wcizmann recht gegeben Werdens Im weiteren Verlauf sucht Kaznelson die Vorwürfe im einzelnen zu entkräften und die Politik der zionistischen Leitung zu verteidigen. Insbesondere betont er die Tatsaclie, daß die Kolonisatiansarbeit aus Mangel an Mitteln nicht vorbereitet wenden konnte und daß die Aufbringung der Mittel nicht Aufgabe der politischen Leitung war. Schließlich weist er!noch den Vorwurf zurück, die Leitung habe die politischen Tendenzen nicht erkannt, und fragt, ob damit die liberalen, sozialistischen oder gar bolschewistischen Tendenzen gemeint seien. Buber selbst erwidert mit einigen kurzen?ßen1eria1ngen auf Kaznelson9 Artikel und erklärt nochmals, daß er unter ״Tendenzen“ nicht politisdie Programme im Sinne der heutigen Parteien gemeint hat, sondern die aus der geschichtliche« Entwicklung sich unöffenüich vollziehende und ideologisch in kleinen Kreisen sich vorbereitende Acndcrung der zur Erhaltung des Staatswesens erforderlichen Methoden, U. E. beleuchtet der Hinweis auf diese Betrachtung»■ weise am deutlichsten die Kontroverse. Denn auch Kaznelsons Verneinung der Bedeutung Palästinas als weltwärtschriftliche Position für England beruht darauf, daß cs ihm nicht auf die dauernden Zusammenhänge und allmählich sielt anbahnenden Entwicklungen ankommt, sonder» auf die Frage, welches Motiv für das einmalige Ereignis der Hinwendung Englands zum Zionismus maßgebend war, also etwa bei Männern wie Balfour, Die Polemik ist jedenfalls außerordentlich interessant, und der Gegenstand wird zweifellos in den an gekündigten folgenden Artikeln Bubers noch tiefer und umfassender erörtert werden Weniger auf der Höhe stellt eine zweite Polemik, die gleichfalls den Kongreß zum Gegenstand hat. Im ersten Heft hat Hans Kohn Bemerkungen über den Kongreß veröffentlicht, die zunächst allgemein das Phänonien der Demokratie kritisieren und darauf einzelne Episoden des Kongresses beleuchten. Auf diese stark negativ gehaltenen Bemerkungen erwidert gleichfalls Kaznelson sehr scharf; das Urteil über diese Kontroverse mögen sich die Leser selbst bilden. Der zweite zionistisch außerordentlich belangvolle Beitrag dieses ״Jmle11“-Jal1rgangcs ist eine Artikelrahe von Salm an Rubaschoff über die Kolonisation Palästinas. Der erste Aufsatz im 3. Heft behandelt die Kwuzoth, der zweite im 4. Heft die privatwirtschaftliche! Kolonisation. Die Aufsätze geben zunächst eine historische Darstellung der Ent» Wicklung und dann eine Schilderung des gegenwärtigen Tatbestandes. Die fesselnde, von hinreißender Leidenschaft erfüllte Dialektik Rubasclioffs macht diese Aufsätze zu einem der lebendigsten und anschaulichsten Bilder der palästinensischen Kolonisation, die wir besitzen. Das Resultat seiner Beobachtungen, die in den kleinsten Details begründet werden, ist für die privatwirtschaftüdie Kolonisation geradezu vernichtend. Rubaschoff weist nach, daß das ganze Werk der privatwirtschaftliclictt Kolonisation, obwohl es in nathnalem Oeist unternommen worden ist, auf das nationale Defizitkonto zu buchen Ist, während in den neuen Arbeitersiedlungen die einzige Hoffnung einer neuen und wirklich nationalen Siedlung liegt. Es wäre dringend zu wünschen, daß Rubaschoffs Aufsätze, die bereits vor einem Jahre in jiddischer Sprache erschienen, aber jetzt erst dem deutsch lesenden Publikum zugänglich gemacht sind, als Sonderbroschüre erscheinen. Alle Gesinnungsgenossen müßten diese Artikel lesen. Wir haben nur die zionistisch belangvollsten Beiträge eingehender besprochen, freilich auch nur agclcutttngsl weise. E9 braucht nicht gesagt zu werden, daß auch die anderen Beiträge auf der Höhe stehen, die zur Tradition der Zeitschrift gehört. E9 wäre zu wünschen, daß diese Anzeige dazu beiträgt, der Zeitschrift eine große Zahl neuer Freunde und Abonnenten zu werben. -ttt- Vom ״Moriah'*־Verlag Der von Bialik vor über 20 Jahren ln Odessa gegründete Verlag ״Moriah“ versendet jetzt ein Rund» schreiben, in dem er mittcilt, daß, nachdem er infolge der bekannten Zustände in Rußland seine Arbeit curstellen mußte, er mit der Ucber?iedlung der Gründer nach Palästina seine Tätigkeit mit besonderer Energie wieder aufgenommen hat. Aus technischen Gründe« wurden gleichzeitig zwei Abteilungen eröffnet, eine in Palästina, die andere in Berlin. Zunächst ging der Verlag daran, seine altbekannten, vom Büchermarkt längst verschwundenen, sehr gesuchten Ausgaben in neuer Aufläge herauszugeben. So erschienen in Palästina da9 zweite Sammclbuch für Folklore und jüdische Ethno► grapine (Rcschumoth), eine hebräische Anthologie von Tawjow, Grimms Märchen in Uebersetzung van Frischmann und einige Hcfie der Jugendbibüö. thek ,,Moriah“, ln Berlin sind bis jetzt erschienen: Die große Ausgabe der Gedichte von Bialik, Sepher Hagadah in drei Bänden, Volkslieder von Bialik, eine große Ausgabe der G«lichte von Tschemichowski, eint kurze Ausgabe des Sepher Hagadah in Jiddisch, Außerdem sind folgende Werke in Drude und werden demnächst erscheinen: Ssfat Jcladim (Hebräische Fibel), Sipure Hamikro (eine van Bialik bearbeitete Schulausgabe der Bibel), Alef Bcth (Hebräische Fibel) von Schargorodska, H i a w a 111 a von Leng'eltow in der Uebersetzung von Tschemidiowski, ferner Werke von Perez, Scholern Alejehern und Mendele in Hebräisch, eine akademische Ausgabe der Gedichte von I b ׳n G a b i ro l, geordnet und erläutert von Bialik und Rachnitzki u. a. m. Außer der Herausgabe von alten Werken beginnt der Verlag mit der Herausgabe von neuen Werken. So befinden sich in Druck: Eine ״Geschichte des jiidi» sehen Volkes“ für die höheren jüdischen Gymnasial• klassen von Dr, S i m c h o n i, sowie eine mehrbändige Einleitung zum alten Testament von Dr. Simon Bernfcld. Der Verlag hofft, in nächster Zeit etwa 150 alte und 50 neue Bücher hcrausbringen zu können. Alle Ausgaben dc9 Verlags zeichnen sidi durch ihre äußere Ausstattung aus. Der Hauptvertrieb der .,Moriah“. Bücher ist der ״ Ewc r"-Gesellschaft für Buch- und Kunsthamlcl übertragen worden. In Palästina befindet sich die ״Moriah“-Zwcigstcl!e in. Tel-Awiw (P. O. B. 110). In einer soeben ersdiienencn Broschüre ״The truth about Palestine“ (״Die Wahrheit über Palästina“), die von Leonard Stein, politischem Sekretär der Executive verfaßt und vom Zionistischen Zcntralbüro In London her• ausgegeben wurde, wird der zionistisdie Standpunkt den Arabern gegenüber dargelegt. Wir werden diese Brosdiüre, die wohl als offiziöse Aeußerung angesproahen werden kann, vollinhaltlich in der ״Jüdischen Rundsdmu“ wiedergeben.

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