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Jüdische Rundschau · 1922-03-03 · Heft 18 (3.3.1922) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 18 (3.3.1922)
Date
1922-03-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 112 JUEPISCHE RUNDSCHAU i : Nr. 18 Deutschland Der Klausenburger Raw kommt nach Deutschland Wie die ״Jüd. Pres«" mitteilt, hat sidi Oberrabb. Gl a stier aus Klausenburg entschlossen, den vielfachen von misrachistiseher und zionistischer Seite an ihn ergangenen Aufforderungen Folge zu leisten mul denn nächst nach IX'utsehland zu kommen. Der Bestidr des als religiös« Autorität ersten Ranges bekannten Raw, der auch nm Karlsbader Kongreß teilgenommen hat und ein hinreißender Redner ist, ist für das deutsche Judentum von großer Bedeutung. Raw Oiasner spricht in Berlin »in 8. Mär/, (s. Ins.). Deutsch-Israelitischer Gemeindebund Der D, 1. G. n, versandte nachstehende Zuschrift an die Bundesgeme'mden: Am '23. Januar jährte sich der Tag, an dem die deutsche Judenheit mit einer noch nie dagewexeneii Einmütigkeit ilircu Willen kundgegeben hat, sich /n einer (Jesaintoriranisatioii zusaiiiinen/tiscirlicßeu, deren höchstes Ziel die Erhaltung des Judentums in seiner Lebendiille sein sollte. Es war ein Erlebnis von unauslöschlichoi׳ Prägung, die 325 Vertreter von 6W Gemeinden und Gemeindeverbänden, die im einzelnen den verschiedensten Anschauungen huldigen mochten, einig zu sehen in der Begeisterung für die Schaffung eines Werkes, das seit Jahrzehnten ersehnt, oftmals versucht worden, aber bis dahin niemals gelungen war. Die Not der Zeit kam dem Verlangen zu Hilfe. Mehr oder weniger deutlich hatte wohl jeder das Gefüllt, daß es Sein oder Nichtsein des deutschen Judentums gelte. Eben weil dieses Gefühl lebendig war, darum konnte das Werk, trotzdem im Augenblick nicht alle Wünsche durch die Verfassung befriedigt werden konnten, vollbracht werden. Eine Verfassung kann geändert, verbessert werden, und darum war matt bereit, der Größe des Ganzen Opfer persönlicher Uebcrzettguiig zu bringen. Die Not der Zeit gestattete keinen Aufschub, dehn die Erhaltung des Judentums ist wesentlich bedingt von der Erhaltung der kleinen und kleineren Gemeinden. Diese können aber nur durch die Gesamtheit erhalten werden, und cs kann nicht schnell genug ihrem weiteren Verfall vorgebeugt werden. Dies schließt die Sorge tun ein würdiges Lebensniveau der Rabbiner, Lehrer und Kantoren ein. ״Ganz Israel", sagt ein altes Wort unserer Weisen, ״ist Bürge einer für den andern.“ Das bedeutet im tiefsten Grunde, daß jeder an seiner Stelle dafür zu sorgen liabe, daß er auch Bürge sein könne für den andern. Das kann nur durch eine Gesamtorganisation geleistet werden. Ein Jahr ist seit jenem denkwürdigen Tage dahingegangen, und die Regierung hat leider, trotz aller Bemühung von unserer Seite, jede auftauchcmlc Sdtwierigkeit zu beseitigen, noch nicht den Weg gef u n den, die mit ganz überwältigender Mehrheit vom OennfiiKkitag angenommene Verfassung zu genehmigen und ihr Gesetzeskraft zu verleihen. Aber trotz der Verzögerung, die hierdurch das Inkrafttreten der Gesamt- Organisation erleidet, wird, 550 dürfen wir zuversichtlich hoffen, die Begeisterung für die Siche nichts von ihrer Wärme eingebüßt haben, denn die Ucbcrzengung lebt sicherlich in uns allen fort, daß die Schöpfungen des Judentums auf religiösem, sozialem und Wissenschaft- Ikhcm Gebiete nur durch die Gesamtheit erhalten, nur durch sic neue Schöpfungen ins Leben gerufen werden können, nur durch die Ge.samtorganis.1tio״ der tmerschöpflidic kulturelle Reichtum des Judentums aus dem Schacht seines Schrifttums gehoben, nur durch sie ihm die Weltbedeutung gegeben werden kann, die die Propheten verheißen haben. Darum, selbst wenn der absolirt unwahrscheinliche Fall cinträte, daß die Regierung die Verfassung nicht genehmigte, würde nicht ungesdichen gemacht werden, was am 23. Januar 1021 geschellcn ist, vielmehr würde cs für uns mir der Ansporn zu größerer Kraftentfaltung sein, um die Ziele der Oesamtorganisation auf dem Wege voller Freiwilligkeit 711 erreichen. Aber dieser Fall kann nicht ein treten. Denn die Regierung hat wiederholt ihre gute Absicht bekundet. Staatszusehiisse, die für die leistungsschwachen Gemeinden zu verwenden wären, zu bewilligen, aber die Absieht nicht verwirklicht, weil kein Organ in der Judenheit vorhanden sei, mit dem über die Angelegenheit verhandelt werden könnte, und sie hat selbst den Wunsch ausgesprochen, daß ein solches Organ geschaffen werde. Das hat eben der Gemeindetag an dem vorjährigen 23. Januar vollbracht, und die Nichtanerkennung dieser impo•inten Willenskundgebung des ganz überwiegenden Teiles der deutschen Juden muß daher als ausgeschlossen gelten. So bleiben wir voller Zuversicht, daß bald der Schluß• stein an das große Werk gelegt werden wird und hegen zugleich die Hoffnung, daß auch die kleine Gruppe, die noch abseits• stellt, unseres guten Willens gewiß, sich dem Ganzen ansehlicßen wird, und in dieser Zuversieht begrüßt der Deutsch-Israelitische Gemeiwlebund seine Mitglieder zur Wiederkehr des Tages seiner Umgestaltung in die Gesam!Organisation und möchte das Feuer der Begeisterung, wo cs etwa abgeschwächt sein sollte, von neuem anfachen, eingedenk des Spruches, daß nur Einigkeit 1ms «dark machen kann zur Erfüllung der flohen Aufgaben, von der unsere Zukunft abhängt. Mit Bund esg ruß Der Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Ci emeindebundes. Prof. Dr. S. Kalischer, gesdiäftsführ. Vorsitzender. Vom Jüdischen Frauenbnnd Aua der 36. Vorstandsitzung des Jüdischen Frauenhundey, die am 25. und 26. Januar in Berlin stattfand, wird uns von ersten Versuchen und Erfahrungen auf dem Gebiet der Bekämpfung der Tuberkulose berichtet. Das auf der llerbsttagtmg des J. F. B. angcnommenc, aufklärende Flugblatt ״Was alle Kinder wissen müssen“ ist fertiggestellL Es ist — auf farbigem Papier, mit hübscher Zeichnung und einfachem, für Kinder verständlichcm Text — für eine Verteilung an Söhnten und Fürsorgcstdlen besonders geeignet Lehrer und Lehrerin, Fürsorgerin und Hortnenn könnten das geschriebene Wort durch Besprechungen in Schulstunden, an Eltern- Berliner Kalender üttroi Borlliwir Zionl.ti.eh« VeroInlpniK, Berlin 0 19, 80j׳<l.l«tr. t T.Xphim! Zenlrma SOUZI& » l*u«l«ol»*ok Konto No, M006 llcirlln NW 7, Kn»»011vorw״)tn11g dor B, Z. V. licbrihrh• Mink.ll« d*« U«lUrd*Mu»»l» 4ef >. 8. », l>01Ktm«r itr»*• « (1100■ — (loMlnot Munt»*, MUtwooh and U״n• n ז t »lt von &—10 Uhr. — K»«t all« hal rAUohan K»ltun**r and VS0u«t411*l to dor Walt llagtn au«. ־— Xu.l101\(t..t*|l* für h.krtl.oi*. .lng;elog״t1holt«u. — TraffpanM »Bar Kranrida dar hehrilaahrn Spruch*. Klnlrltt trat Hurirmb.nid. don 4 Muri abanda 8 üht HafOfl-ilintr, )m Halm, I.IniorntraBa 121 Ohawnr Pr. Kurt Frujrar! Za Itroda ״lla danta«, Chrlatratam, Judmtara“ Mt«raoht-J11sandsan1«ln»(1)1art. Im Holm, T>r«r<m«r*tr. 22, *banda 8 Ubr Vr. I, I 01,0 1 in no n! ״Iteapreabanif ao«*«w4hltarKapitalaaad.Teaaah'1 Sonnata*. drn 5 Mitra abanda 8 Ubr MI8racl1l-J!1*tndr«m*laa<1haft. im Holm, Draronor.tr ‘/J, Kdmund Uewyi ״Vortra*a«rkl»» 4b«r da• jldlaoha Oabat*' S!l0Bl*tls8b0r Jurondrorola, Im H«im. ItnlUfro*ol«tatr. 52, *bd». 8 Ubr ״l'liUtt.oplii.oli« «nipp*“, fißitvr 11'.si*ar Knhn Apologetische Kurse Mnitn*, den d Mftrn Orappo dtir J£lo0i»(*n »iiand« 8 Ubr «iir dem Ocloit, Im LDbrortaralnahtttti, Al«**«nflor*ir. 4t Ordentliche U©n«r׳\lfar*»B11nl!1!1r T«g0f»ortlnnnR1 I. Hr*rieh׳׳ über 4t• bisherig© Tfttlgliftlt. V. KuHfonboriobt B. UinimRHlaf). 4 l>ocl1nrg*'0rtollü״n 4•• ©rovifi ri»obo1׳ VoratAndoa. 6. Wflht 4e* nonon Voratandöi 4er Koron Hnjo^iind'KoinfMUnion mvl dar National fond*'K01nroit»ion• (I. Hf»«1׳rooUung 4er Holiairago nmi Mi«r»ehl4־n!?״n41fem»ln«rbaM,l1n }foim,Dr11{C011erfltr.29,ft(>«o<U8*/|UhT Uemoro Kehlar (äynbodran) unter dor Leitung von Herrn Kahnemenn Mittwoch, dr>n 8. Mitra »band• 8 Ubr Üruppn Ofit, In don U1H0n*ftlon, Groifewalder Rt.r. 'Ä)4, Vortrag von Herrn Btndlonrnt. Dr. MIohAoHas ״Jakob WtMermaoD• Meg ela Deatieher «ad Jade" ZlonlattRelicr Jtjgendr ׳rein, im Ho m, H dllROfclal^tr. 6‘i, »bda.8 Uhr Itcloiftbtad untor L'ltong von Horrn Band }llsrcehi, in don Mn*ik״rf0(tt«fc>fm, Kahior-Withö’mRtr, 81• abds.SUbr 0roHne önVutHehe Ve׳i»mmlan* Rodnors Herr Obcrrabh|a-«r Qlaanor au« KUnRonbarg EintriU Mk• 6.— und 14*. 10.— Dormcr«tog, 4en 9 MAr® «bond■ 8 Uhr Gruppe Ciiarloihmharff, im Bltesniigtuma! der Pynagogo, |TA«10nen«tr. 'Vortrng von ii«rru Ür. Meinl, (Lmernivekretitr 4״r Jüdischen Uuuh'hhIo! ״Aua der VergeBChlrht• de« Äloulimui'* Groppe 8B<11re*tUehfr Torerte, in der Konditorei Carl Dietrich, Friedenau, Kaarstr.(Kekft Kftlsorrdcho) n^ond* 8 Uhr 1. Vortrag SMn.'llnt l>r. Lneorstein: «•Paa 8a1׳ll3t«we»e« 1« P»Ustin»M, ü »esprerhang deroeuoRte« *loaUtUchea TaAfserelgalm. merAchl-Jafendgemelnteheft, Ina Holm, Prajr^noretr S^abds 81/! Ubr 8io>;friod Kpponstöini ״Saefcr ICaigedot roa *llalU*4 Groppe Nord, Konditorei Woher, Rosenavr., abend• 8 Uhr Allgemeine Aoagpraelto Ober die Vertroter^Yentmmlow* Monteg, don 18. MAri »Honda 8 Ubr Gropp• der ZloaUtc« tu« dem Ollen, im Lohrorveroluibaux, Alexen leratr. 41, Vortrejf von Herrn Knrt Uoaonoanm, Loltor de• PtUUiinaamtsi *,Ulo Aufgabe» de• P»tftsM»emt•^ Ditumtog, don 14. Mltr® V o r o u x o i R o I J'urin!• nnd Jabllüttmsball. ftnIh&Uob dos 2^jAhriff0n Reatohcna dos Jddiaehon Netiunalfond« Varanstaltefc ▼on aAmtb Berliner Zion Ortagruppon und OrganUationen, In den Rflumea de* BriUIorvoroinsheiuo«, Knrtttrfttenetr. UH18. HtbraUrher KUäer^arlaa Watt, ll»bt»n»»eut*y«te 4M. bet &»<t«b Montag—Frolteg rou 10—1 Uhr. Moldangon »n Fr»ü Dr. Roaao* barg, Aay:*bur^er Ktralo 1ל (BteinpL JWu>4) oder an Aa* Kaltar- W. Z V,. ״ »Zanto. M14't*h abcmlen und bd Hanshcstichcn in den Familien der Kinder wirksam unterstützen. Bestellungen (der Mindestpreis beträgt 10 Pf. pro Stück) nimmt die Oeschäftsslcllc des Jüdischen Frauenbundes, Iktlin-Wilmersdort, Giesderstr. 16, entgegen. Je mehr sidi die vernutwortliclien Kreise zur Mitarbeii .111 <lcr Bekämpfung der Tuberkulose verpflichtet fühlen, desto stärker macht sich der Mangel eines geeigneten Heimes fühlbar, das gesundheitlich gefährdete Kinder (Limgcnspitzcukatarrli) aufnimmt, um eine beginnende Krankheit erfolgreich auszuheilen. Der J. F. B, wird gemeinschaftlich mit anderen Institutionen versuchen: •a) Bestehende Heime für diesen besonderen Zweck mit/ubeuutzen. b) Eine Neueinrichtung zu schaffcu. Bei der Verteilung der Gelder der JikL Kindcrhilfc wird <ler J. F. B, beantragen, einen ״Tuberkulosc-FomU״ bereit z.u stellen. Als Franenaufgabc im besten Sinne macht cs der J. F. B. seinen Ortsgruppen und .™geschlossenen Vereinen zur moralischen!,!licht, sich für die Mitarbeit au der ״Jüdischen Kiuderhilfe“ einz.11set7.cn. Die Sammlungen sollen erstens da7.u dienen, den lokalen Bediirfnhson der Kindcrfiirsorge aufzuhelfen. Ein zweiter Teil fließt dem Reichsfonds für jüdische Kinderliiife zu, der Reiclisnastalten (z. B. Steuburg, Segeberg, Rep/in) stützen, sowie• allgemein-jüdische Kimlvrnot lindern will. Im geistigen Zusammenhang mit dieser materiellen Kinder- und Jugendfürsorge steht die Mitarbeit des J. F. B. an jüdischen Erziehungs!ragen. Vor und während des Krieges hat der jüdische Frauenbund in verschicdenen E r z i c 11 u 11 g s k 011 f e r c 11 ze n versucht, die maßgebenden Stellen für Reformen und modern-pädagogiwhe Ideen zu interessieren. Auf Anregung des J. F. U. wird die Zentrahvohlfahrtssteile der deutschen Juden im Herbst 1022 eine E r z i e 1111 n g 5ik o n f c - renz in Berlin veranstalten. Die Konferenz 55011 einmal in Form von Vorträgen die jüdisch-pädagogischen Probleme in Familie, Schule, Anstalt und Beruf theoretisch behandeln; soll die soziale und soziologische Entwkkhmg der Juden — als Ursache der heutigen Schäden — beleuchten und zu den Fragen der modernen Pädagogik und Jugendbewegung Stellung nehmen. Bcsonderen Wert legt aber der J. F. B. auf den 2. Teil der Konferenz, der in Sachverständigensitzimgen die Durchfiihrnng praktlalicr Reformen erörtern will. Um diesen praktischen Teil vorzubereiten, sollen im Frühjahr d J. in 6 Städten: Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Leipzig, Breslau Vorbesprechungen stattfinden, deren Ergebnisse und Vorschläge der Herbstkonferenz als Material zugrunde gelegt werden sollen. Die Themen für diese Vorbesprechungen sind: 1. Vorschläge zur Anstaltsreform. 2. Berufserzielumg und. Berufsberatung. 3. Ausbildung von pädagogischen und technischen Anstalls-Beamfinncn. Auf Ver.-mlissimg des Verbandes der Deutscf, Juden sollen in BicsLru «apo'.ogclisdie Kurse äh,;׳ den im vorigen Jahre in Berlin abgehaltcncn v« staltet werden. Um den Lehrern, die in t;, Reihe berufen sin l, Angriffe auf unseren Glauben ’ zuwehren, die Teilnahme an diesen Kursen zu crn!. liehen, ist für ihre Abhaltung die Woche vom ן ג‘ 7. April d. J. gewählt worden. Die Beamten der(,, meindei*. »he nicht in der Lage sind, die Kosten 1 den Aufentlialt ilrns Beamten atifzubringen, erin1‘: von uns eine Entschädigung von HK) M. täglich, inso•* ihm nicht hier freie Wohmutg bzw. rituelle Beköstigg. «!gewiesen winf. Diechizc'iien Vorlesungen sind: l. Geineirolcrabbir Dr. Vogclstcin, wrin. '! 10 Uhr: 1X11 (udmr zur Zeit der Entstehung des Christentums. 1. Die pfo säer und ihre Gegner; 2. Das ״Gesetz/‘; 3. Werk gererhtigkeit; 4. l’artikularismus oder Universalismv. II Gemcimlerabbiivcr Dr. Hoff mann, vor! 10 -1! Uhr: Der Anteil der Juden am wirtschaftlich,. Fortschritt der Menschheit. I. Arbeit; 2. Wurfi׳; 3. Kapitalismus; 4. Sozialismus. - III. Dozent li; Ite ine mann, vorm. 11.12 Uhr: Judentum!;1 Christentum: Entstehung und Fntwickliing ihrer Uns sdieiilimgslchren. I. Unsere Stellung zu fremden pe gionen; 2. Die Lehre von der Dreieinigkeit. Die l.cr »11 den Mittlern (Gottes holte Priester); 3, Die Uh: von der Ertötung des Fleisches; 4. Die Schwierige der Anwendung der Jenseitsreligion auf soziale und p, litische Fragen. Zus.immtr.i'asscn'.lcr Nachweis der gr. schichtliehen Bctlingtheit der christlichen Untcrsdi: dungslelircn, - IV. Dozent Prof. Dr. Outtmann i.iittags 12--1 Ulir: Ikr Talmud und 9cme Gegiv: 1. Die F.ntsfehung des! Talmuds; 2. Der Talmud tmi 1ו* niehtjüdischc Welt; 3. Der Talmud und der Stifter tl« Christentums; I. Der Schulchananich. — V. Doant Dr. Ra bin, mdiin. 4—5 Uhr: Der Kampf tun d> Bibel. 1. Enthält das Buch der Genesis Mythos odu Geschichte? 2. Monotheismus exicr Heitothcismus; 3 Ciesctzesreligion und Prophetenreligion; 4. I>ic Bibd als Quelle sittlidver Lebens,™״,chrmung. -- VI. TVjzenS Dr. Lewkowitz, iicrhui. 5 ft Ulir: Das Judentum und tlie moderne Weltar.sehammg. 1. Das Wesen der jüdischen Religion; '2. Der jüdische Gottesgedanke 131׳! das wisscnsdiaftlidte Weltbild; 3. Der Menschheit« gedattke des Judentums und <iie Rasscnthcoric; 4. Die fki/iaicthik des Judentums und der Wille zur Macht; 5. Geschichtliches Judentum und die individuelle Religion Die Vorlesungen finden, wenn eine andere Nachricht nicht mehr gegeben werden 5w!lte, in den Hörsälen des hiesigen jürl.-theologischen Scmimrs, Walhtr. 11. statt. Der Umfang invd tlie Sdiärfe elcr Angriffe, tbe gerade in neuester Zeit auf unseren Glauben gerichtet wurden ltml sich in den Mantel sogenannter Wissen schaftlichlccit kleiden, lassen die regste Teilnahme an den der Abwehr dieser Angriffe dienenden Kursen dringendst erwünscht erscheinen. Deshalb bitten wir um tunlichst beschleunigte Bekanntgabe an den Unterzeichneten, welche Herren oder Damen am Ihrer Gemeinde an ihnen tcilnchmcn werden und ob sie Zuweisung von Wohnung mul Verpflegung durch uns wünschen. Berücksichtigt können nui Anmeldungen werden, die bis zum 15. März d. J. bei uns cingehcn. Der Ausschuß für die Abhaltung jüdisch-,סיסל!!׳• getischcr Kurse. Goldfeld, Geh. Justizrat Synagogcn-Gemeinde Breslau, Wallstr. 0. Heu T 111־ dfC *׳ ׳« .D;;nu1d^ ‘ erden, 1;irilin, a ai joaistU Im : ende V1 Im iwah Ja IfkUiiU;uiiten ,erden. Am jrt-grup Am 1 Marcus 1 Am Dr. Ooh Am Dr. Deut :einmal 1 ,fiirde. L ijs jüdii jütisch« Im ו Erich T stidten lunsthisl Literatur Im J Vorträg« faulati iel Ani usessor Im neuti ^mitism Am iik-r ״C fhema ׳ btsucht« Am über de bestehe! dem sei Uet etattfa« i DU Q.ba Di Hnthei Vom ״Merkas“ l)er russische ״Mcrkas" (Organisation der russischukrainischen Zionisten im Auslande) erweiterte sein? Tätigkeit, indem er außer in Berlin, in Wien, Konstnntinopel, Warschau und anderen St:idtei» Ortsgruppen errichtete. Herr Kleinniann besucht in Angelegenheiten des ״Merk,1b' Leipzig, Dresden und Prag. Es werden Vorbereittmgcn getroffen, um l’alästinafalirem aus Rutil,1u<l Hilfe leisten zu können Besonders beschäftigte den ״Merkns“ tu der letztaf Zeit die Frage der Herausgabe des ״ Raswjet“ in Berlin, die für Anfang April unter der Leitung eines Redaktionskollegium!!, bestehend aus den 1 ferren S. O epstein, Hindes, Kleinmann, Schcchtmann und Dr. Jacobson, festgesetzt wurde. Am Donnerstag, den 26. Januar, veranstalteten die russischen Zionisten einen P (n s k c r abend. Es spraciien Bialik und Löwe. Wladimir Tjomkin erzählte seine Erinnerungen aus der ersten Zeit der Chowewc-Zioti-Bewcgung. Die Reihe der Diskussion» abeiuic wurde eliirch die Vorträge des Herrn Supraski aus Jaffa und Herrn Mcir Groß mann aus lomlort fortgesetzt. Herr Supraski cntuiekeltc Gedanken, die sidi der Brandeisricfitimg nähern. An der Debatte beteiligte sich 11. a. Wladimir Tjomkin, der die ökonomischen Zustände rn Palästina bei seiner Anwesenheit vor 30 Jahren scliiklcrte tuxl mit der heutigen Lage des Jischm» verglich. Der Vergleich fällt zu unseren Gunsten aus und ermähnt uns zu cn. rgi ■clier Arbeit und zum Glauben an die Zukunft. I>er zweite Referent, Herr Grofimann, gehört gleichfalls zur ()!;)*ysitiou, aber aus entgegen!■ gesetzten Gründen. Er sieht die Ursadie der Krisis im Zionismus in! begrenzten!»litischen Horizont der Lek tung, deren Wechsel er fordert. Die Debatte wa,r sehr leb■ halt. Besonders die Jugeiv.l war gegen die revolutionären Forderungen des Referenten. Am 16. Februar veranstalteten die russischen 7-io• nisten anläßlich der vierten Wiederkehr des Tode*■ tages Tschlenows chien Abcml. Tjomkin erzählte seine Erinnerungen aus der ersten.Zeit der Gründung des Moskauer Studentenvereins ״Bne Zton“. Dr. Hantkc wiiitiigtc Tscliknow als Führer und Persön• lichkeit. Mieren bürg spradr vxm Tschlcnow wrf seinem E'rnlluß auf die Jugend. Er sah Tsdilenow unter einem Kugelregen zum Bahnhof eilen, um seine letzt« Reise ins Ausland anzntreten, wohin jHn die zionistische Pflicht rief. Jacobson spradr über die Pflichttreue Tschlenows, und der Vorsitzende des Verbandes der russischen Juden in Deutschland, Staatsrat Teitel, sprach über die hohe Adrtung, die Tschlcnow beim gesamten Judentum genossen hatte. Der stark besuchte Abend nahm einen überaus würdigen Verlauf. 00 יץ, TU! jlügebot• Am flocht Mütts!!:r Berlin Jwr 6 M (1 ßr.Jurl»!•rlln’ Qr. Wf *• Aben fiese u ״Rl11 ״• Vor! I1״• '11. Oec 8Jrethit» Barb Ir■ ‘«•2ia3>U

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