Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 16 (24.2.1922)
- Date
- 1922-02-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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t. j ז«וו t-if Seite 91 ne»; sie appelliert nur an das Gefühl, an den klcalismus. an die Liebe des Juden für das Land, wo seine Nation geboren wurde und seine IJeberlieferungen entstanden sind. Wem» sie Erfolg hat und wirklich bekommt, was sie braucht, wenn auch nach Ablauf eines Jahres, dann wird ihre Leistung so bemerkenswert sein, wie der Triumph der Regierung von Chile, die in 11/a Stunden weit mehr bekam, als sic brauchte. Denn es wird sich zeigen, dall die Juden in der ganzen Welt bereit sind, für die Verwirklichung ihrer alten Ansprüche Opfer zu bringen und dall Palästina in der Gegenwart wieder dazu gemacht wird, ־was es in der Vergangenheit war: Ercz-Israel. Die materielle Anstrengung, welche seit der Balfourdeklaration von den Juden aller Länder gemacht worden ist, erreicht an sich eine ganz 1kträchtliche 1 lohe, aber gemessen an den Ikdingungen und Erfordernissen der jüdischen Wiederher- Stellung ist sie sehr weit von dem, was nottut. Das Geld, das bisher einlief, mußte dazu verwendet werden, die Schäden des Krieges wiedergutzu■ machen, Häuser und Farmen wicderlierznstellen, j eine systematische medizinische Hilfe cinzurichten,! Armen-, Waisen- und Altersfürsorge zu begründen, \ ein großes und vorbildliches Erziehuugswcsen zu i erhalten, neue Strecken Landes für neue Siedlungen j zu erwerben, ausgewählte Einwanderer ins Land zu j bringen, welche die Avantgarde eines größeren Ein- ן wandererstromes sind, der das jüdische Heimatland aufbanen soll. Aber was bisher geschehen ist, ist nur eine Vorbereitung des Weges; die große Aufgäbe des Aufbaus in ihrem ganzen Umfange, in liircr Vielseitigkeit und Beschwerlichkeit, wartet noch ihrer Erfüllung. Und für diesen Zweck wäie das Zwanzigfache des bisher gezeichneten Betrages gerade noch genug. Unglückseligerweise ist mit Ausnahme weniger Punkte im vergangenen Jahre ein merklicher Rückgang der materiellen Leistungen zu verzeichnen. Besondere Gründe hierfür können mit Lciehtigkeit angeführt werden: Der Verbrauch an Kraft und Aufmerksamkeit durch die inneren Kämpfe der Organisation, die zeitweilige Erschütterung des Vertrauens infolge des Aufschubs der Ratifikation lies Mandats, die allgemeine ökonomische Krise. Aber unmöglich können diese Faktoren die gesamte Verantwortlichkeit für das Ausbleiben oder die Verringerung der materiellen Unterstützung tragen, mögen sie einen noch so gewichtigen Teil an ihi haben. Der größte Nachdruck wurde vielleicht auf den ökonomischen Faktor gelegt. Wiederholt wurde uns versichert, daß in diesen schweren Zeiten in England z. B., wo ein Steuerzahler genug Schwierigkeiten hat, um abgesehen von den Bedürfnis&en seines eigenen Haushalts die Forderuugen des Staates zu befriedigen, es unmöglich ist, beträchtliche Beiträge für Palästina zu erwarten. Aber gelten diese ungünstigen Verhältnisse für alle Teile der jüdischen Gemeinde? Es gibt Beweise für das Gegenteil. Im Jahre 1921 sind mindestens 13 Mitglieder der Gemeinde gestorben, deren jedes ein Vermögen von mehr als 100000 Pfund hinterlassen hat. Dies waren folgende: Daniel de Pass . £ 76S 076 Max Mayer. 351 430 ״ Sir Chas. S. Henry, Bart. 530 378 ״ Sir Hcrnard Oppenheimer, Bart.506 373 ״ Albert Cahn. ,, 260 307 L. IL Schlesinger . 203 213 ״ Walter Beer...,103 301 Arthur Strauss . 181388 ״ Henry J. Solomon. 523 167 ״ Louis Adler .. 710 147 ״ Marcus S. Bles.145888 ״ Joseph Dann ... 110 ״S05 Abrain E. Levi ... . . 110022 ״ Man wird mit Recht atmeltmen, daII die genannten Erblasser über ilvr Vermögen nicht nur vorteilhaft, sondern auch wohltätig verfügt haben, aber cs ist wahrhaftig überraschend, daß nur ein einziger von ihnen in seinem letzten Willen Jerttsalems gedacht hat. Dies war Mr. Albert Cahn, der dem Palastinaaufbaufonds 1000 Pfund hinterließ. Alle anderen haben zweifellos stets für den Wiederaufbau von Zion gebetet - aber wenn es Mir Verteilung iltrer irdischen Güter kam, vergaßen sie alle ihre feierlichen Beteuerungen. Und sic alle starben zu einer Zeit, wo sie von den Bedürfnissen von Ercz-Israd gehört haben müssen. Vielleicht wird einer ihrer glücklichen Erben die Sache gutmachen und durch eine Spende das Andenken des eigenen Wohltäters ehren. Jedenfalls zeigen diese Fälle, die nur einen Ausschnitt des jüdischen Reichttuns Englands geben, daß, wenn im letzten Jahre nur wenig für Palästina getan wurde, dies nicht darum der Fall sein kann, weil kein Geld da gewesen ist. & war eher darum der Fall, weil ein übermäßiger und unvernünftiger Grad von Zurückhaltung herrscht. Aber auf dieser Basis wird Pa- JUED1SCHE RUNDSCHAU lästina niemals aufgebaut werden. Wenn die Juden sielt aufschvvingcn werden zu jenem Grad von Selbstverleugnung, den ihre Väter in früheren Generntioneu bewiesen Italien, dann werden die Gebete, die während der Zeit des Exils für den Aufbau Zions atifgestiegcn sind, allmählich ihre Erfüllung finden. Wenn die Juden zum Palästinagrumlfonds, Zum Keren Hajessod, beitragen, dann wird der Grundstein des jüdischen Palästina gelegt werden. Die Erfolge in Amerika Joseph Cowcn gegen Kann, Nordau und Marmorek (Von unserem Londoner Korrespondenten.) 11. London, 20. Februar. In einer großen Versammlung in London sprach' am Sonntagabend Joseph Cowcn über seine Erfahrtmgen in Amerika, über die Arltcit in Palästina und die von manchen Seiten an der Zionistischen Leitaug und dem Direktorium des Keren Hajessod geübte Kritik. Cowcn sprach in Worin! der Bewunderung! von den außerordentlichen Anstrengungen der Keren H a je s sod-De 1 ega t io n in Anterika, der es, im Verein mit dem amerikanischen Keren I lajcssod-Komitcc gelungen ist, seit November so große Eingänge für den Keren Hajessod sicher zu stellen, daß dadurch das Budget der Arbeit in Palästina in der Hauptsache gedeckt würde. Er verwies darauf, daß es gelungen ist, in zahlreichen Städten, die unter der alten Administration sehr wenig für Palästina freigesteuert haben, große Summen zu erreichen. Hierauf gab Cowcn genaue Zahlen über die für die Palästina!• arbeit verwendeten Summen in der Zeit bis zuin Kongreß; und seither und <*6?0־יי genaue Ziffern über die Ausgaben der Exekutive unt des Direktoriums des Keren Hajessod für Administrations- und Orgamsationsspesen. Im Zusammenhänge damit erklärte er, daß Angriffe, wie sie von Nordau, Marmorek und Jacobus Kann gegen die Zionistische (Leitung und das DL rektorium des Keren I hajessod gerichtet ,worden sind, als aller Vernunft, Gerechtigkeit und Anstand bar (“without comtwmscnse, \vithout fajrnes, without deoeney”) verurteilt werden müssen. Er bczeichncte insbesondere die von Nordau und Marmorek gezeichnete Deklaration als einfache Sabotage und kritisierte aufs schärfste die Vorschläge von Kann, alle von zionistischer Seite und vom Keren Hajessod gesammelten Gelder solchem Körperschaften wie der 1CA »vier dem Economic Board zur Auslührung der ökonomischen Arbeiten, zu übergeben, vvolvci er darauf hinwics, daß die ICA selbst niemals eiive Bilanz veröffentlicht habe, während der! Economic Board bisher überhaupt noch keine Arbeiten durchgeführt hätte. Cowcn erklärte, um so leichter In so scharfer Weise die Vorwürfe der Opposition abwehren z.u können, da sie von Männern kamen, die seit jeher seine politischen und persönlichen Freunde gewesen sind. Er hob hervor, daß diese Angriffe um so unverzeihlicher seien, als sie von Personen kommen, die nicht die Disziplin und das zionistische Vcrantwwrtliehkcitsgcfühl gehabt haben, beim Kongreß zu erscheinen und vor dein obersten Forum der Bcvvcgtmg Ihre Angriffe vorzubringen, da der Kongreß altem die Instanz ist, die die Geschäftsführung der Exekutive zu prüfen lut. In scharfer Weise wies Cowcn auch die Erklärung von Sir Stuart Samuel zurück und erwiderte auch auf die Behauptungen Lord Northc 1 i f f c s, der sieh dazu hat verleiten lassen, vor einem jüdischen Bolschewismus und vor zionistischen Extrxv misten zu warnen. Die Extremisten verlangen nichts anderes, als daß England sein Versprechen hält. Die Versammlung galt nach den wirkungsvollen Ausführtuigen Gowens ihrem vollen Vertrauen Ausdruck. Nr, io f: Nr. Lord Northcliffe, Zionismus und Orthodox! I Während seines Besuchs in Palästina empfing Northcliffe verschiedene Deputationen und «)!ין' hielt sich, wie er selbst zugibt, mit ungefähr 2׳Kl (%} sonen der verschiedensten Bevölkcrungsscliichten üb* Palästina und den Zionismus. Er veröffentlicht nu.1I mehr in der» ״Time-.“ Berichte ültcr seine Reise. Nj<;j dem er den Oberkommissar für seine außetonlvnt schwierige, aber gerechte und unparteiische, segensreich Tätigkeit in Palästirn, mit der auch diejenigen zufrit,!,. sind, die ,,gegen die Ernennung eines jüdischen 01*. kommissars waren“, gelobt und bedauert hat, von Ihs krankheitshalber nicht empfangen worden zu sei» beteuert ljord Northcliffe nochmals seine ״Sympathie“ (!! den Ziouismiis, Er behauptet, ein ITciuv.l der Balfo.:i deklaratkm zu sein, weshalb er auch bis jetzt in!!<!? ״Times‘‘ keine Angriffe gegen den Zionismus /rtitf,! Seine Reise habt־ ilm dennoch insofern umgcstimw.j als er jetzt einseht‘, daß man alle Parteien zu Wo׳־,; kommen lasser» müsse. Er habe «len Eindruck ge Wonne« l daß das friedliche Lehen in Palästina von den ״extreme•" Zionisten“ in Palästina, Europa und Amerika und Ihre imperialistischen Ansprüchen, wie sie z. B. Dr. Eder (י geäußert habe, gestört würde. Dies hätten ihm mth■ nur die Araber gesagt, sondern auch Deputationen \Tr gemäßigten Zionisten“ und besonders Vertrete der orthodoxen Juden in Jerusalem. ״Die armen palästinensischen Juden (das soll heißen: die orthodoxem sowie viele britische Einwohner in Palästina sehein den Chaluzirn anmaßende und eingebildete Mensche; die zu vergessen scheinen, daß man in allen Länden Emigranten »ach dcien Benehmen beurteilt.“ So scheinen in Jerusalem sogenannte ״gein.inig Zionisten“ und Orthodoxe aus einem bestimmten Krei mit den Arabern zusammen gegen die Interessen tle! jüdischen Volkes zu arbeiten. Das verräterische V«״. halten dieser Kreise stellt leider in letzter Zeit nick: vereinzelt da. Der Obcrrabbincr von England, Dr. Herz telegraphierte an Lord Northcliffe und protestierte im Namen der im Misrachi vereinigten 250(JOD ortltodo:.e5 Juden gegen das unverantwortliche Auftreten unbekannte und vor» niemandem beauftragter ״Orthodoxen“ gegfe die Interessen des jüdischen Volkes in Palästina. Das gesarntc orthodoxe Judentum sei wie ein Mann für den Aufbau Palästinas als jüdische Heimstätte, Die Intrigen der Agudah Was die Agudah von Lord Northcliffe fordert J.C. B. erfährt aus Jerusalem, daß die Deputat»; der Agudah an Northcliffe von Professor de Haan einem holländischen, zurzeit in Jerusalem wohnhaft«! Orthodoxen, geführt wurde. Er erklärte Lord North• cliffe, die Forderungen der Agudah gingen dahin, dal im Mandat Sicherheiten gegeben werden müßten, um den nichtzionistischen Juden den selbe Schutz gegen die Zionisten zu gewää• ren (!!), wie ilm die Nichtjudcn in Palästina durch da« Mandat genießen. Die Aktion der Agudah rief ln Jcrusalcm große Erbitterung hervor. Viele ortlio• doxe Gemeinden protestierten gegen die unver• antvvortliche und für die jüdische Sache schädüd* Handlungsweise der Agudah. Die Hörer der juristiselten Kurse, in denen de H:1a!1 Rcehtsvorlcsungen hält, protestierten gleichfalls gegen de Haan und beschlossen, seine Vorlesungen zu boykottieren Demonstration der Arbeiterschaft gegen die Agodal Am letzten Sonnabend veranstaltete die Jerusalemer Arbeiterschaft vor■ der Synagoge der Agudah eine Protestdemonstration gegen ihre verräterische Handlungsweise während d« Besuchs des Lorel Northcliffe Die Polizei mußte einschreiten und verhaftete zehn Demonstranten. Sir Stuart Samuel und die Wühlereien gegen den Zionismus in London Mit welchen Mittel!» gegenwärtig in London gegen den Zionismus gearbeitet wird, zeigt folgende Tatsache: Die ״Daily Mail" veröffentlicht ein Interview mit Sir Stuart Samuel, einem Bruder des Oberkommissnrs, Mitglied des Board of Dcputics und des Misrachi, In diesem Interview soll Stuart Samuel,!»»knüpfend an den Besuch von IjoixI Northcliffe in Palästina, angeblich geäußert haben, daß die zionistischen nationalen Bestrelumge» zu extrem seien, und mit einem ökonomischen Bankrott enden müßten. Er sei gegen die Zionistische Organisation und ihre Methoden in Palästina. Mit demselbe!» Kapital, das man m Palästina investiert, könnte man in anderen Ländern bessere Geschäfte machen, und ähnliche Beim,‘tiplimgeu, deren Authentizität von vornherein sehr unwahrsclmmlidi* klang. In der darauf folgenden Sitzung der Board of Dcputics erklärte Sir Stuart Samuel öffentlich, daß das ganze Interview entstellt sei und kein einziges Wort richtig wiedergegeben wäre. Dies sei auf die Wühlercien zurück/ufülircn, die gewisse jüdische und nichtjüdische Kreise gegen den Zionismus und die Jcvvish Agency in London betreiben. Vielmehr habe er gesagt, daß die Juden die einzigen seien, die Palästina zu bcsiedeln imstande wären, weil sic außer ihrem Kapital und ihrer Arbeit den für den Aufbau Palästinas nötigen Idealismus mitbriiiger», obwohl sic anderswo mit ihrem Golde besser fortkommen würden. Es wurde beschtossen, daß Sir Sliu.rt Samuel das Interview fn ״Daily Mail“ offiziell dementiert. Empfang für Ramsay Macdonald In Jen!stiem Jerusalem. (J.C. B.) Mr. James Rnms.1! Macdonald, einer der Führer der britischen parlamentarischen Arbeiterpartei, ist in Jerusalen! cingctroffen. Ihm wurde von der vereinigten palästinensischen jüdischen Arbeiterpartei ein Emp■ fang bereitet. Mr. Ramsay Macdonald nahm die Berichte entgegen, die ihm über die Lage der jüdisehen Immigranten in der Landwirtschaft und bei den öffentlichen Arbeiten, über die jüdische Ar■ beiterbank und das Kulturwerk unter den Chain• /.im erstattet wurden. Er gab seiner Meinung Aus• druck, daß die von den jüdischen Arbeitern Palästi nas für den sozialen Aufhau angewandten Mcth<> den erfolgreich sein werden, denn sie sind neu und verschieden von denjenigen, die gewöhnlich anderen Ländern angewandt werden. Mr. Ramsay Macdonatd beabsichtigt ganz Palästina zu bereisen, um persönlich die Lage des Landes und besonders die der jüdischen organisierten Arbeiterklassen n studieren. Ein ״Schomer“ ermordet? Wie ״Haarez" meldet, wurde vor einigen Tagen Schomer H c lcr von der Kwuzah Haschomer Ha״ z a i r tot aufgefunden. Die Behörden wurden von diesem Morde sofort verständigt. Bis jetzt ist man noch nicM auf die Spur der Mörder gekommen. Ih ji de .infang Kontc: vollkoi l.eitun doch 1 th'ber recht die L; Auffa! vor, 1 , wert,; Aus ■ , llmen; Konft , niotiv : will II ’ Frage sein, E a Bürol Palast derta nahm sei d und 1 b Lcitt» 0 und leiste» zur g Geld Orgaj Arbei des 1! c J in L* 1 einig» Paläs . bei 1 f müßt j werd* Vcrtr Suittr, selbe da si I antw» Wort woid von sich eine It zu s! Arbe amte wolle wach Bean nistis Null; ln Z in R der Die nistis auch Arbe Ame auf v Oll die wiiu! amte Best! aber Mini betri!!ich! wenl gab f e m glii bet d h frag! 1 man Bear , krati liehe ׳ ist ( « rjk־ : hm 4 zeug I Bea1 ׳ in t 3 die .־i nistl ',j »rbe 1 Co.