Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 15 (21.2.1922)
- Date
- 1922-02-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU I. Seite 6(5 Weizmann über das Mandat und über die Verfassung Die ״/eil", London!, veröffentlicht nachstehende» Wortlaut der Rede, die Wei/mnim in einer Keren I lajessod-Versammlung in ('11 a s gu w* gehalten liat: ״lieber die Lage im Zionismus wurde in der letzten Zeit sehr viel von 1־ reunJcn und noch mehr von (iepnem gesell rieben. Für unsere Gegner ist der Zionismus ein Gegenstand der l\>lcmik, niclil aber für uns. Es ist keine Phrase, wenn wir behaupten, daß die Juden der ganzen Welt ohne Unterschied von Bildung und so zialcr Lage in alten Ländern, in denen sie gelebt und gelitten haben, für Palästina gebetet und sich nach Palästina gesehnt haben. Der Tag der Verwirklichung unserer Ideale nähert sich. Was für uns Traum war, beginnt bestimmte, mitunter sehr häßliche, aber reale Formen anzirnebmen. Die Wirklichkeit birgt in sieh verschiedene Schwierigkeiten. Eine dieser Schwierigkeiten j ist das, was man gewöhnt ist die ״doppelte Nationalität“ zu nennen. Diese Schwierigkeit darf uns aber nicht abschreckcn. Die Juden, die nach׳ Palästina gehen(, werden ebenso gute PaJästinensa sein, wie die Juden, die in England verbleiben, gute Engländer sind. E9 besteht keine Gefahr, daß das palästinensische Judentum räch in die Angelegenheiten der Juden, die nach Palästina nicht gehen, einmischen wird. Eine andere Schwierigkeit, die die öffentliche Mcimmg in England, das die Aufgabe und auch das Privileg des Aufbaus Palästinas übernommen hat, beschäftigt, ist die arabische Frage. In der vergangenen Woche lasen wir von dem Versuch, eine Verfassung für Palästina zu schaffen, und .'.es dürfte angängig sein, liier darüber einige Worte zu sagen. Ich habe in bezug auf Verhandlungen mit den Arabern große Erfahrungen und veiß einiges über Palästina und seine Nachbarländer. Ich denke, daß es kurzsichtig und unrichtig ist zu behaupten, die Schwierigkeiten in Palästina seien mir infolge der Juden und des Zionismus entstanden*). Schwierigkeiten sind wohl vorhanden. Unsere Gegner dürfen jedoch nicht vergessen, daß die Lage in Aegypten viel schwieriger ist, obwohl es dort keinen Zionismus gibt. Auch in Indien und Mesopotamien sind die Zustände nicht erfreulich, und in Irland gibt cs doch gewiß keine Zionisten. Es ist kurzsichtig und unrichtig, alle Mißstände auf die Juden abzuwälzen. Die Komplikationen in Palästina sind ein Teil der großen Wcltcrschütterung. Der ganze Orient ist aufgerütlclt, die Prinzipien von Regierung mul Autorität in diesen Ländern sind durch den Krieg vernichtet werden. ,Es müssen neue Formen von Rcgierung und Disziplin gcsdiaffctv werden. Wcldic Formen das sein werden, kann man jetzt noch nicht voraussagen. Die Stellung der Engländer in Aegypten ist der Stellung der Juden in Palästina ähnlich. Das ägyptische Volk sucht sich selbst zu bestimmen und wünscht ein eigenes nationales Heim in einem ganz selbständigen/' eigenen Lande zu schaden. Dieses Bestreben scheint aber nicht mit den fundamentalen Interessen des englischcri Imperiums überein zu stimmen, da der Zufall es wollte, daß dieses Land ein für den Verkehr zwischen den wichtigsten Teilen des englischen Imperiums unentbetulicher Korridor ist. Kann man aus der Gegen!- sätzliclikeit dieser Interessen einen Ausweg finden? Wenn die Welt vor die Erage gestellt würde, was wichtiger *) Bekanntlich veröffentlichte Lord Bcawcrbrook vor kurzem einen Artikel, in dem er behauptet, die zionistischen Aspirationen seien die Ursache der Komplikationen in Palästina. Nehcmias Anton Nobel (Zu sc i 11 c m 30. T o d c s t a g.) Sein Tod war wie sein Leben. Vielleicht schmerzvoll bisweilen im Tiefsten, aber schön und verklärt Das jähe Ende war zu kurz, um durch Qual zu entstellen, aber es war lang genug, daß die ganze Treue seiner Gemeinde und die Liebe seiner Schüler sich um den Sterbenden in hingehender Furcht und Hoffnung versammeln konnte. Wir waren vorbereitet, und doch, wie ganz unerwartet traf alle dieses Ende. Denn 90 allgcmein man um das zehrende Leiden wußte, das das Leben des geliebten Meisters gefährdete, er selber st.arte immer wieder dieses Wissen Lügen. Die ungebrochene Gewalt seiner Rede, die sich übersteigernde Hingabe an das ihm 90 teure Lehramt, das tiefe Feuer seiner alhuitlebenden Persönlichkeit, das bis zuletzt ungeschwächt forlbranntc, ließen nie den Gedanken aufkommen, daß sein Ende 90 nahe sein könnte. Und wenn auch die Spuren des Leiden« am Aeußercn nicht zu verkennen waren — diese heitere, von Weisheit und Liebe bestrahlte Stirne, dieses durchdringende, glutvolle Auge, diese kostliehe Hand, hinreißend in der Predigt,!«deutend beim Lehren, berückend in der Freundschaft — cs blieb doch alles an ihm, und im Tode selber noch, frisch und lebendig Wenn darum versucht werden soll, etwas zur Würdigung von Rabbiner Nobel zu sagen, so kann das nicht eine Erzählung von etwas Vergangenem, ein historischer Rückblick auf etwas Gewordenes und Gewesenes sein, cs kann hier nur etwas vom gegenwärtigen Ein•- druck seiner Persönlichkeit, Wirkung und Bedeutung 'viederßcgcbeii werden. Nobel war ein Raw bn alten Sinne, Talmudist durch und durch, dem Inhalt und der Methode nach mit der gesamten rabbinfschen Entwicklung bis heute vertraut, sei, die Existenz des britischen Imperiums mit Aegypten als Korridor oder eine sofortige ägyptische Selbst!«- Stimmung, die das britische Imperium in Stücke reißt, wurde sic sich filr das erstere entscheiden, unter der Vorausselzimg, daß die britische Sinaiskunst einen Ausweg iimlel, um die beiden Gegensätze in Einklang m bringen, Dies wird dazu führen, daß Aegypten seinen Weg langsam iiikI systematisch gehen wird, bis es wirklich ein freies und starkes Land geworden ist. Es wird sich dann zweifellos ergeben, daß das Korridorsvetern die nationale Entwicklung Aegyptens in keiner Beziehung gehindert hot. Wem! wir dieses Analogon auf Palästina anwenden so! Ile 11, würden wir fragen: Was ist für die Menschheit wichtiger? Die Verwirklichung des tausendjährige» Traumes der Juden, eine zivilisatorische Macht von bcdeutendem geistigen Einfluß auf den Orient und die Menschheit werden oder Palästina in seinem wüsten, uukullivierten Zustande zu belassen? Jeder denkende Mensch wird das erstere als wichtiger anerkennen, unter der Voraussetzung, daß die Entwicklung der Araber nicht gestört wird. Die Juden aber werde« die letzten sein, die Entwicklung der Araber zu stören. Wir denken an ein Palästina, da9 sich in derselben Richtung entwickeln wird, wie Kanada mit s einen Engländern und Franzosen, mit zwei Zivilisationen, die das gemeinsame Wohl anstrebem, oder wie die Schweiz, wo drei Nationen einträchtig leben und arbeiten» Es ist ausgesprochene Böswilligke't, wenn man den Zionismus anders nuszulcgen versucht. Die Juden in Palästina suchen nicht die Araber eder die Christen zu schädigen." In einer anderen Reck, die Dr. Weizmann in City Hall vor einer großen, von Professor Glaser geleiteten Versammlung hielt, sagte Weizmann u. a.: ״Das Mandat für Palästina sorgt nicht nur für •die Schaffung einer jüdisch-nationalen Heimstätte in Palästina, sondern es zeigt auch, wie dies gemacht werden soll. Das Mandat konnte infolge der Nachwelten des Krieges noch nicht ratifiziert wenden. Man hofft, daß dies in der nächsten Volkerbumisitzung geschehen wird, was die Administration des Landes stabilisieren wird. Die jüdische Forderung auf Palästina ist arm mindesten soviel wert, wie die Forderung der Araber. Unsere Forderung stützt sich auf ein Dokument, das die Grundläge der Zivilisation geworden ist: Die Bibel. Nur antisemitische Köpfe konnten die Behauptung aufstcllcn, daß cs den Juden auf eine Unterdrückung der Araber ankümc. Die Juden, die durch viele Generationen bin* durch unter der Intoleranz der anderen gelitten haben, we/clen es sicherlich verstehen, andere zu toleriere״» In den dunkelsten Jahrhunderten, de9 Mittelalters arbciteleji Juden und Araber in Spanien einträchtig nebeneinander und bewahrten gemeinsam klas Licht der Wissenschalt für Europa. Außerdem würde die Mandatarmacht auf der Wacht stehen und keine Ungerechtigkeit von irgendwelcher Seite zulassen. Die für Palästina vorgeschlngcnc Verfassung wird der arabischen Bevölkerung Gelegenheit bieten, ihre Meinung zu äußern und ihre Interesse» zu verteidigen. Ehe Zionisten sind mit der Verfassung zufrieden, weil sie für sich in Palästina keine politischen Privilegien in Anspruch nehme». Die Aufgabe Englands wird in dem Augenblick beendet sein, in dem die politische Lage sich stabilisiert hat, und an den Juden allein wird cs liegen, unter de» gegebenen Verhältnissen ihr na׳• tionalcs I leim aufzubauen. Ich hin überzeugt, daß wir auch 11111er den schwersten Bedingungen unser Heim aufbauen werden, weil unser Geist unzerstörbar ist." »»1’.1■J.J.11!■.1» ■ 1 mrnm1 I ׳ ״ן!■; וווי;;...!!■״:JL■?יIIlitte■ g!W 11.■» durchaus auf die Halacha gerichtet. — Und er war ein moderner wissenschaftlicher Deuker, an den größten Morlemen sich heianhildend, ausgesprochener Goethemier. Nobel fühlte sicli durchaus und ln erster Linie als religiöses Oberhaupt, sein ganzes Streben ging auf religiöse Wirkung; und er war ein moderner Zionist im strengsten Sinne des Wortes. Es braucht danach kaum gesagt zu werden, daß er nicht mir dies altes zusammen, sondern in dieser Vereinigung eben mehr als alles gewesen ist. Nobel bczcichnete sich gelegentlich selbst schcrzlialterweise als eine ״Personal-Union"; ja, er war eine Personal-Union, und eine wirkliche, in der seine reiche Persönlichkeit erst allein den rechten Sinn und Ort anwics. Er brauchte nicht zu harmonisieren, da alles in ilmi harmonisch gewachsen war; und es fällt dem Beobachter schwer, da von Einzelnem zu sprechen, wo er immer nur ein Ganzes gesehen hat. Die weithistorische Situation des heutigen Judentums stellt gewisse geistesgcsclüchtlidic Aufgaben, zu deren ernsthaftcr Bewältigung kaum die ersten Anfänge getan worden sind, Hier ist uns eine vollendete Lösung entgcgengetrcte», votbrächt in dem Wunder der Personlielikcit. Das erhebt diesen Schmerz ins Allgemeine, das macht diesen Verlust so ganz unersetzlich. Die Autorität des alten jüdischen Rabbiners beruhte bekanntlich auf der Meisterschaft, nut der er das Gesetz zu beherrschen und zu interpretieren verstand. Da׳■ her »an ihm die Art scinc9 Lernens, seines hnlachischcn Lehrvertrags das charaktcrtslisiche und eigentlich Schöpfcrisclsc war. Nobel hatte bei hervorragenden Meistern der alten Schule studiert uni war im Vollbesitz, all ihrer Methoden; von der Kunst des PUpul selber sagte er oft, cs sei ebenso angenehm, sich in ihrem Besitz zu wissen, wie keinen Gebrauch von ihr zu machen. Aber sein Besonderes war der Geist modernen Wissenschaftliehen Forsdicns, die rcdht&phllosophlschc Durchdringung, Nr. u Nr. Die palästinensische Arbeiterschaft und ihre Aufgaben Von Moses Bcllinson, Rom. Die Arbeiter Palästinas waren für mich die viellvid. eindrucksvollste Erscheinung des XII. Kongresses. Nk!״ deshalb, weil sic besonders scharfe und klare Ged,int,.. zutage gebracht haben, und nicht deshalb, weil w durch ihre Direktiven einen besonderen Einfluß ,!,! die Kongrcßarbcitc» ausgciibl haben — leider war dar« nicht viel zu merken, und überdies war ihre Zahl K gering. (Es scheint übrigens, daß in der jüdisch™ Arbeiterschaft Europas und Amerikas etwas Eutsdio demles vor sich geht, was der Zionismus sehr im Aupll behalten muß — wie anders könnte cs sein, daß d* jüdischen arbeitenden Massen von Polen und Amerika nur durch ein paar Delegierte vertreten waren?) W» den palästinensischen Arbeiter für manchen Beobacht» in den Vordergrund des Kongresses jucken mußte, ja der neue jüdische Typus, der sich in ihm verkörpert Durch gemeinsame Züge sind sic von allen anderen auch von denen, die Arbeiter und Sozialisten sind w« sie, getrennt, und miteinander verbunden. Die hat!׳ palästinensische Arbeit, das Bewußtsein, Träger neu» sozialer und nationaler Gemeinschaft zu sein, das in. mittelbare Verhältnis zur palästinensischen Wirklichkeit, lange Abgeschlossenheit von Europa, haben ihnen cm« tiefen Stempel aufgedrückt, zum Guten und zum Bös«, mehr allerdings zum Guten. Aber in beiden Beziehung«, 1m guten 110:1 im bösen, sind es starke und gaw» Leute — das ist der erste Eindruck, den inan von ihn« hat. Eine tiefe, selbstbewußte und ruhige Mann lieb keil die Reife derer, die viel gelitten haben und deshalb aller Phraseologie, allen Schlagwortcn abhold sind, ei« Entschlossenheit in der Verteidigung der Früchte ihm Arbeit, ist fast allen von ihnen eigen. Und das sowohl im Sozialen, wi c im National« Wer Gelegenheit gehabt hat, den europäischen Sozialisten zu beobachte» und seine Leichtfertigkeit, sc!« Neigung zur Demagogie, seine Verachtung der Anders gläubigen und gleichzeitig den tiefen Gegensatz zwischen der sozialistischen Phrase tuid seinem wirklichen sec* iischen Leben fcstziistclkn, der muß staunen über die Organisitüt, über die Realität des sozialistischen Emj> findens des palästinensischen Arbeiters. Man fühlt, daS Gemeinschaft für ihn kein schönes und leeres Wort ist, sondern etwas ganz Lebendiges und Reales, fast ziffernmäßiges, mit welchem er täglich zti tun hat uml zu welchem er sich in schwerem Kampfe durchdringen mul Der Sozialismus ist für manche von ihnen in solchem Maße persönliches Erlebnis geworden, daß er schon nüchtern erscheint, und das unterirdische Pathos, da! bei europäischen Sozialisten auf der Oberfläche schäumt, muß man duteimtfühk» verstehen. Denn der Sozialismus ist bei ihnen wirklich Tat geworden, die unter äußer« suivveren Umständen verwirklicht wird und an die sie bis zum Fanatismus hingegeben sind. Und noch ein anderer Wesensunterschied von dem europäischen Sozialisten ist zu merken. Der etiropäisdit Sozialist bat noch keine Synthese von Nationalem und Sozialem gefunden. IX־r Krieg hat es am krassest«! gezeigt und die Nachkriegszeit hat im Grunde keine Heilung gebracht, trotz der zweiten und der dritten Internationale. Entweder hat man mit dem Intcrnaiio• nalisinus vollständig gebrochen und das Empfinden der proletarischen Wcitinission verloren, oder man wiederholt die alte Marxschc Formel: ״Der Proletarier lut kein Vaterland“, ohne aus ihr den logischen Schluß zu ziehen: ״Er muß dieses Vaterland erobern". Der palästinensische Arbeiter erobert sich nun sein Vaterland und ist mit ihm mit festen Banden verbtindca Vielleicht sind die ganz besonderen Umstände, unt« ׳״eich Idee ,o/ial' ’ lastint 'sie il» Aufgl der l j nicht ’ man . vier “ währ« i ins L *1 wSre* ״■erd! und des i Heut! wirts! Arbei C auch } -irnlei lieb« grenz Es iJ ihnen sirnl hebri i Wurz zu ti jüdis! heut! Hing darai den kotti« angö folgt die historische Kritik, mit denen er den ererbten Reich tum erfüllte. Freilich, Pedanterie und geschäftige Kleinkrämerei waren ihm gründlich verhaßt. Es war mehr die künstlerisch freie Art der p La tonischen Dialektik, dir für seine» Lehrvortrag charakteristisch war. Und vor f allem: entscheidend für all seine Forschung war, dal ihr letztes Ziel doch stets die lialaclüsdie Praxis ge■ wesen is׳.. Hier war Studium noch nicht zur bloßer Historie aufgelöst (daher Nohels Verhältnis zur nro־ «lernen, rein historisdien, jüdischen Wissenschaft nk ein recht enges gewesen ist). Und weil das Gesetz ba ihm;11 lebendiger Selbstverständlichkeit den letzten Grund seines Stndicrens und Lehre»» gebildet fiat, dam״ war er so weit entfernt von jener trostlos dürren Idcok► gie, die neuerdings von der reinen ״Gesctzcsreligion, entwickelt worden ist, eine Ideologie, die nur aus de״ Verlust einer natürlich hatnchischcn Einstellung und d« Verkümmerung des religiösen Gefühls zu erklären ist. Ja, das religiöse Gefühl zu erwecken, es mit den alten Symbolen neu zu bereichern, den Symbolen dk Kraft ihrer alten Ocdankciiliaftigkeii wiederzugeben, das bat wohl Nobel als seine Hauptaufgabe angesehen Iß״ ist der Ort, über seine Predigt zu sprechen. P״ Meister empfahl seinen Schülern gelegentlich, im Scherzt, dieses oder jenes rabbinische Buch, das man während der Predigt lesen könne. Aber das ist unzweifelhaft, <r war sich selbst sicher am meisten ihrer Bedeutung bewußt tuid wahrhaft beglückt, wo er ihre Wirkung feststen״! konnte. Es war nicht nur ihre ganz besondere Selm!!• beit, die Nobels Predigt über all das, was sonst md diesem Worte bezeichnet wird, hinaushob, es war die* vielmehr die neue geistesgeschichtliclic Wendung, « sich in ihr kund gab. Schon die Auswahl seiner Zitai< §•, aus Talmud, Midrasch, Kabbala und neuhebräisd'V |! Poesie zeigte, daß hier die größten Traditionen jfc? dischcr Predigt und jüdische» Oeistes überhaupt wiedelj str« hie! der der Föt Koj wi« da! Bot sid wa: lieh des erk lieh üb* da! sei