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Jüdische Rundschau · 1922-02-03 · Heft 10 (3.2.1922) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 10 (3.2.1922)
Date
1922-02-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 10 JUEDISCHE RUNDSCHAU »k »!!ן :«djwic. Ition c־ Jn £ 2500 £' nögiidii ist hc- P־n isl< Kreisen SiZ von 2 «inen ir Teil. 1Uch so Ich der *rein C 11 u 1 0 tmund «etzuns *In be onlsten Urufen. *!reiche veil die «I, im eutsch• er um•? geike be• Wissen ler, wo Sn beneuen nn ein jesetzt Juden• Ingen,!nicht leglicd I her• Jsclien leiicns ule zu t der unterd die :n ihm liehen, reiten, id vor Untere »ch n auf (diajjc durch?:end■ nter• n der WT, ämstiirifi- Old• tische deute f״ng ÖOOO ilitcr• forle eines inner ikcit, khen I die sein igen, cheln 1ega• jösen alle jeiis- »ums der - in vor• pii«!■ *Jktcn be• ürd! inen eben [hm• titert die Jder Harterk, Jreis gc»; Iben Polen Dclcgierlentag des polnischen Misrachi In Warschau tagte vom Montag, den 16. Januar,!,ij Donnerstag, den 19. Januar, die weitaus größte Landsmannschaft des Misrachi, die polnische. Die von 300 Misrachislen besuchte Versammlung (darunter zahl- (tidic Rabbiner, auch au9 diassidischcu Kreisen und v|Cr Rethen weibliche Delegierte) machte einen äußerst imposanten Eindruck. Die Gemeindeverwaltung hatte - c*n vollkommenes Novum! — nicht nur ihre giumc der Konferenz zur Verfügung gestellt, sondern auch durch ihr führendes Vorstandsmitglied L David- 90hn eine hebräische Begrüßungsrede halten lassen. Auch vom Präsidenten We izm an n war ein Telegramm elngcgangen. Die zionistischen Gremien und Verbände Polens, das Aktionskomitee des Misrachi, die deutsche und andere mlsrachistische Landesorganisailoncn hatten der Tagung ihre Grüße übersandt Vorsitzender der Konferenz ist Heschel Farbstein, fernere Mitglieder des Präsidiums sind: Rabbiner Brod-Lipno, der Zaddik Rabbiner Rabbinowltsch-Bichowo, Rabbiner Alischowski aus Kiew, Rabbiner Rosenthal-ßialystok, Dr. Hausner- Lemberg u. a. Eine groß angelegte Eröffnungsrede hielt der Sejmdeputierte Farbstein. Er schilderte das starke Anwachsen des polnischen Misrachi, in dem führende Minner des gesetzestreuen Judentums leitende Steilungen (innchmcn und zeigen, wie der Gedanke des Misrachi sich Immer fester verankert. Die Rolle, die der Misrachi auf dem Kongreß gespielt hat, beweise seine Notwendigkeit und seine Kraft. Zusammen mit den Zionisten kimpfc der Misrachi für die Anerkennung der historijdicn Rechte des jüdischen Volkes auf Erez-Israel und sei leider auch gezwungen, mit den orthodoxen Kreisen der Agudah, die der Vereinigung der Gesetzestreuen abhold sind und chte Politik der inneren Zerstörung führen, zu kämpfen. Farbstein erinnerte an den Eintritt der Misrachisten in die zionistische Leitung und kritisierte die Tätigkeit der zionistischen Exekutive. Zum Schluß vertrat er mit Nachdruck die Forderungen des religiösen Judentums. E9 folgten Berichte des Z.-K., der Frauenvcreini* gang und der Jugendorganisation. Aus dem allgemeinen Rechenschaftsbericht geht hervor, daß in Polen 300 Voll- Ortsgruppen bestehen, die 130 000 Schckalim aufgebracht hafaca. Auf kulturellem Gebiet hat die Unterstützung von Talmud-Thora-Schuien und Jeschiwoth viel in Ansprudi genommen, es wurden aber auch selbständige Muster-Chadarim gegründet Die Hauptarbeit auf dem Gebiet der KuJtur konzentrierte sich um die Gründung für den Ausbau des Tachkemoni-Seminar9 in Warschau, das einen gehr erfreulichen Aufschwung genommen hat Das Seminar wurde dem Rabbiner Sch. David Kahanc unterstellt, der zu den ersten Mitgliedern der ״Sdilome Emunc Jisroel“ gehörte. Die Jugendorganisation ist erst vor kurzem geschaffen worden, hat aber schon in allen Teilen Polens Wurzeln geschlagen. Neben der erzieherischen Tätigkeit, die sie entfaltet, hat sie einen Chaiuzim-Fonds (Keren hcchaluz) gegründet und mehrere hundert ihrer Mitglieder lachmäßig ausgcbildet nach Erez-Israel gesandt, wo sie eifrig arbeiten. Weitere Transporte dehen bevor. Die Generaldebatte »ird von fünf Oeneralredncrn bestritten. Im wesentliehen richtet sich die Kritik dagegen, daß die k u I - lureile Tätigkeit nicht ausreichend gewesen ist. Im Namen der Frauenorganisation beklagt sich Frl. Rosenkind über den Mangel an Propaganda unter den Frauen. Rahbinex Untermann (Luna Vola) spricht über die Beziehung zu den nichtmisradüstisclien Organisationen; das Programm des Tachkcmoniscminars *äl sich mehr dem •eines Rabbinerseminars anpasscai!, *benso soll ein Programm für die Entwicklung der Chcdersdiuten ausgearbeitet werden. Im Nainen des Zentralkomitees antworten Nissenbaum und Färb- ,•ein. Nissen bau 111 weist a!uf die Tätigkeit des von ’hn* gegründeten Komitees hin, das lautlos eine Million Pobiischo Mark gesammelt und damit 48 Chaluzim (da- ®‘er 17 von den Eeirrm) nach Erez-Israel geschickt kai. Färbst ein geht ausführlich auf die Angriffe de! Opposition ein. in Bezug auf die politische Riehturg des Misradii betont er die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses alter Juden, denen Erez-Israel teuer 'st. die treibende Kraft aber sei der Zionismus, und 01*10 diese Seele der jüdischen Bewegung wird der Körper nichts leisten können. Eine ,Vertraucnslamdi?obung für das Zentralkomitee wird einstimmig bei Stimmenthaltung der ieirim und der Frauengruppe an- Rüttmirae» Zu einer sehr lebhaften Szene führte in der dann k^enden OrgaaUationidebatte, יי der u. a. bekanntgegeben wurde, daß der polnische “iiradii über 300 Oltsgruppen verfügt, die Forderung d«! Rabbiners Brod-ilrpt», daß die Frauen eine vollkommen gesonderte Organisation außerhalb der all-?*,meinen Organisation bilden soUca In der Debatte» über diesen Vorschlag wird u. a. auf die interessante, ״trübende Tatsadr; hingewiesen, daß die chassidistischcn Kreise ihre Töchter übertvaupt nicht in jiidischo Sduilai schicken, und daß polnische Schulen beständen, w 90 0/» Schülerinnen aus »dussidistisclicn Kreisen! ״*udit wänden, Um 80 dringender 6d es, in diesen Kreisen Propaganda zu entfalten Eine Kommission, die über den Vorschlag des Rabbiners Brod beraten wird, 1 besteht aus je drei Rabbinern und Mitgliedern der aBgemeinen Gruppen und je zwei Zeirim und Frauen. Verlier hatte Rabbiner Nu rock aus Lib.au einen dringenden Appell an die Versammlung gerichtet, dia Fraucngruppen gleichberechtigt in die allgemeine Organisalion aufzunehmen und darauf hiugewicsen, daß die russischen Rabbiner ein •Beispiel gegeben hättet», wo die Rabbiner mit den Vertretern der Fraucngruppen; selbst solcher aus assimilierten Kreisen, ohne Bedenken und mit gutem Erfolg zusammen gearbeitet hatten. : Rabbiner Brod-Lipno referiert über die kultureite Tätigkeit des Misrachi. Aus seinen Ausführungen geilt hervor, daß 100 Erziehungsanstalten verschiedener Art, von den Kindergärten bis hinauf zum Tachkcmoni, dem polnischen Misrachi unterstehen. Eiin vcrpfliehtendes Programm sei noch nicht aufgestcllt, zumal die Machtmittel zu seiner Durchführung nidit zu seiner Verfügung ständen. Referent tritt für einen Ausbau der Kurse für Lehrer und getrennter Abendkurse für junge Männer und junge Mädchen ein. Am Abend fand eine Sijumfeier im Tachkemoniscmlnar statt, ומ der die meisten der Delegierten erschienen waren. Außerhalb der Tagesordnung spricht Herr Rothmann für die Forderungen der orthodoxen Arbeiterschaft, die in die allgemeinen Arbeictrorganisatkmcjv nicht eintreten können, und Herr Silber stein für eine Kommission zur Herbeiführung einer Verständigung innerhalb den Orthodoxie. Herr Neufeld tritt in einem Referat für Arbeiterschulen und Werkstätten ein. Nissenbaum, hält ein ausführliches Referat über Palästinaarbeit, das sich mit allen Erez-israel-Fragen auseinandersetzt. An. den Oberkommissar wird ein Telegramm gerichtet, in dem unter Darlegung der Lage für die Einwanderung der Chaluzim cingetrctcn wird. Rabbiner Trunk spricht über die Gemeindefrage. Er weist darauf hin, daß die polnische Regierung nicht einmal das Statut über das Oemcimlcwcsen verwirklicht hat, das sie selbst ausgearbeitet Jiat Die Wahten in den Großgemeinden stehen noch aus, und deswegen konnte auch bisher der religiöse Rat nicht gebildet werden. Es fehlte die Einheitlichkeit, im Steuersystem herrsche vor altem eine gorße Unordnung, das Budget z. B. müsse zu 75 °/0 aus indirekten Steuern gedeckt werden. Das Recht zu direkten Steuern wird der Gemeindc aus der Befürchtung hcrau9 nicht gegeben, daß sonst die Stcuerieistungcn für den Staat ausblcibm würden. Er legt eine Resolution vor, nach der die Gemeinde das Recht der direkten Besteuerung bekommen und das Gehalt der Beamten entsprechend den Teuorungsverhältnissen erhöht werden soll, t Telegramme an die Zentrale der misrachistischert Organisation, an die Zionistische Exekutive und an das Obcrrabbinat in Jerusalem werden unter allseitiger Zu- Stimmung abgesandt. Der Bichoraer Rebbe (R a b i n owitz) spricht von der Bewegung für Erez-Israel in den Kreisen der Chassklim. Rabbiner Untermann hält ein eingehendes Referat über jüdische Erziehung, auf das wir nbdt zurückkommen ,werden, zumal er gleichzeitig mit seinen Ausführungen einen Programmentwurf vorlegt. Sehr scharf spricht der Redner gegen die Unterdrückung der jüdischen Religion in Sowjetrußland. Rabbiner Braunroth-Czenstochau spricht gegen die Entweihung des Sabbaths ln den allgemeinen jüdischen Mädchenschulen. Da die Kommission für die Steilung der Frauen■ Organisation zu keinem Beschlüsse gekommen war, wurde beschlossen, die Frage einem Din Thora zu übergeben, womit die Histadrut Hanaschim (Frauenorganisation) sich einverstanden erklärte. Ein größeres Zentralkomitee, an dessen Spitze wiederum Farbstein - Warschau und angesehene Rabbiner stellen, wurde gewählt. Die Resolutionen der polnischen Rabbinetkonferenz . Die Konferenz der polnischen Rabbiner nahm nach Mitteilung des ״Najen Halnt“ eine Reihe von Resolutionen an, deren wichtigste wir nachstehend wieder■ geben: ״Dem Unterrichtsministerium mitzuteilcn, daß die Rabbiner für die hygienische Einrichtung der Chadarim Sorge tragen wollen. Ferner wollen sie in den Chadarim den profanen Fächern höchstens zwei Stunden täglich cinräumen. Die übrigen Stunden, und zwar die ersten Unterrichtsstunden, sollen den religiösen Fächern gewidmet sein. Hebräisch soll in, den Cha• daritn nicht als Unterrichtssprache cingeführt werden wohl aber soll Hebräisch 819 Unterrichtsfach, und zwar nach der Methode ״Iwrith be Iwrith", jedoch in der askenasisdien Aussprache, unterrichtet werden. Die Rabbiner haben sich mit der Auswanderung nach Palästina zu befassen und dafür Sorge zu tragen, daß möglichst viele orthodoxe Juden nach Palästina gehen.“ Weitere Resolutionen befassen sich mit der Frage der Sabbathruhe, mit dem Ausbau von Jeschiwoth. Inter■ cssant sind die Resolutionen, die sich auf den Ausbau der Gemeinden beziehen, in denen die Tendenz unverkennbar ist, für die Rabbiner die Macht über die ganze Gemeinde zu beanspruchen. Die Rabbiner fordern das Rcclit, die Matrikcnbüclicr zu führen. Die Regierung müsse dafür sorgen; daß es In jeder Stadt nur einen Rabbiner gebe, daß aber keine Stadt ohne Rabbiner sei. Alle Kultusbeamten sollten dem Rabbiner unter• stellt werden. Der Rabbiner soll Vorsitzender der Gemeinde sein, ohne dessen Zustimmung nichts unternommen werden1 dürfe, Die Rabbiner sollen unabsetz״ bar sein. Seite 6i Deutschland Keren Hajessod in Deutschland Hmzugekommcne Unterschriften für den Aufruf da■ Keren Hajessod: Berlin: Chefredakteur Dr. jur Richard Dyk. — Braunschweig: Bankdirektor Alfred Levy. — Breslau: Max A sehn er. — Cassel: Kommerziell• rat Gustav Plaut. - Dessau: Dr. Paul Moses. — Düsseldorf: Rabbiner Dr. Max Eschelbach er; Rabbiner Dr. Klein. — Frankfurt a. M.: Oskar Oppenheimer i. Fa. Lincoln Mcnny Oppenheimer. — Köln: E, Blumenau, Vorsitzender des Vorstande* der Synagogcngemeindc; Justizrat Dr. Bodenhelmer; Justizrat Ludwig Cahen; Fabrikbesitzer Hans Rollmann; Rabbiner Dr. Ludwig Rosenthal. — Konstanz: Rabbiner Dr. Chone; Handelsrichter Albert Spiegel, Mitglied der Handelskammer. — Landau: Albert Josef, Vorsitzender des Verbandes der Israclitlsehen Kultusgemcindcn in der Pfalz. --Lübeck: Dr. Leo Landau, Vorsitzender der Jüdischen Qemeinde. — München: Kommerzienrat Sigmund FraenkeL — Würzburg: Alfred Braunschwelger. Nürnberg. Am Mittwoch, den 25. Januar, fand in Nürnberg die konstituierende Sitzung des Keren Hajes sod- Kom i tces statt. Es war eine größere Anzahl prominenter nichtzionistischef Persönlichkeiten eingeladen und erschienen, Herr Rabbiner Dr. Freuden« thal begrüßte mit herzlichen Worten die Versammlung, indem er darauf hinwies, daß er voll und ganz bei der Sache sei und dem Palästinawerk besten Erfolg wünsche. Er glaube, daß die Fürsorge für die jüdischen Institutionen in Deutsdiland und der Aufbau unseres heiligen Landes nebeneinander hergehen müßten Weder daa eine noch das andere dürfte vernachlässigt werden und brauche es auch nicht. Herr Dr. Nußbaum dankte dem Redner und ging selbst auf die Vereinbarungen zwischen Zionisten und Nichtzionisten und auf die Organisation des Keren Hajessod ein Herr O l a s e r spradh prinzipiell vom Keren Hajessod und Palästinaaufbatu Er erläuterte dann einen von Sun aufgestellten Arbeit»■ plan für Nürnberg, Dem Keren Hajcs90d-Komitce in Nürnberg traten endgültig bei die Herren: Rabbiner Dr. Freudenthal, Ludwig Rosenzweig, Rechtsanwalt Dr. Bing, Fabrikant Moritz Oötz, Fabrikant Siegmund Main« zer, Direktor Karl Riegelinann, Dr. med, Max Strauß, Dr. Ignatz Steinhart, Rechtsanwalt Dr. Julius Sinauer, Fabrikant Max Salzer, Dr. Walter Kohn, (Vorsitzender des Jüdischen Jugend• Vereins) Dr, med. Leon Sommer, Fabrikant Julius Benedikt, Dr. med. Adolf Veith, Lehrer Bernheim, Dr. Theodor Engel, Fabrikant I. Koscii• land. Von zionistischer Seite wurden in das Komitee delegiert die Herren: Dr. J. Bambergcr, Dr.Meinhold Nußbaum, Dr. Ludwig Mayer, Dr. med H. Qessner. Oskar Rosenfelder, Karl Glaser; Geplante Schulgründung E9 wird beabsichtigt, hier in Berlin ein jüdisches (hebräisches) Gymnasium — für Knaben und Mädchen, van Sexta aufsteigend — zu gründen. In dieser Anstalt soll das Lehrziel der allgemeinen höheren Schulen mit einer starken Pflege des Hebräischen verbunden werden. Eltern, die den Wunsdi haben, ihre Kinder in einer soldhen Schule ,ausbilden zu lassen, werden gebeten, möglichst umgehend mit Herrn Dr. Liebermann, Berlin NW, Tite-Wardenbegstr. II. sich schriftlich in Verbindung zu setzen. Rabbiner Dr. Nobel Die Beeidigung des verstorbenen Frankfurter Rabbiners Dr. Nobel hat unter außerordentlicher Be• teiligung nicht nur der Frankfurter Gemeinde und der unübersehbaren Schar der Verehrer des Dahingeschiedenen, sondern auch zahlreicher auswärtiger Trauergäste in Frankfurt a. M. stattgefunden. Die Rabbiner fast aller Großgemeinden Deutschlands waren anwesend, ebenso war der Rabbiner-Verband und das Berliner Rabbiner- Seminar, zu dessen Schülern Nobel gehört hatte, offiziell vertreten. Das Zentralkomitee des deutschen Misrachi und der Z.V. f. D. war durch Herrn Dr. Barth ver•. treten. Auf besonderen Wunsch des;Verstorbenen wurden weder im Trauerhause, noch auf dem Friedhof irgendwelche Ansprachen gehalten. Gesellschaft ״Awodah" Unter dem Namen ״Awodah" (Arbeit) wurde in Berlin soeben eine unparteiische Palästina-Gesellschaft gegründet, deren künftige Arbeit große praktische En folge verspridit Die Gesellschaft bezweckt die Förderung aller jüdischen Stadt- und Landarbeiten in Palästina. Zur Durchführung ihrer Aufgabe will sie landwirtschaftliehe und industrielle Arbeiter in Fachkursen, Produk tivgenosse nseb af te n und auf Versuchsfarmen heranbiiden, Palästinawanderer mit■ Werkzeugen und sonstigem Inventar verselten, die Arbeitsvermittlung für Palästina von nehmen und einzelnen Kolonisationspionieren bei der Ucbersiedlung nach Palästina langfristige Kredite gewähren. Die ״Avvodah“ erstrebt die Vereinigung aller' Elemente, die für die hohe Bedeutung der jüdischen Palästinakolonisation Verständnis haben. 'Zahlreiche deutsche und russische Zionisten haben der neuen Oe- Seilschaft bereits ihre Unterstützung zugesagt. An detl ersten vorbereitenden Versammlungen haben» *ich neben anderen beteiligt: Dr. Victor Jacob90hn, Dr. Alfred Klee, Ingenieur N. Kreinin, N. Latzky, Dr. Ben Nathan, Dr. W. Preuß, Kurt Rosenbaum, Dr. M,Rosensteiu, Ingenieur l.Salkind,Dr.I.Tiotnkin, Davis Trietsch und Dr. 1. Trivu«. Ali*

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