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Jüdische Rundschau · 1922-01-27 · Heft 8 (27.1.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 8 (27.1.1922)
Date
1922-01-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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JUEDISCHE BUNDSCHAU Seite 51 1 /, iredia» t Die ® siür• die Rj. »tcllung di aua kt, de» Drganile vor unter- Polens dieser 1 Chair Vcr- Jahre mmen. ht nur eh men, •effentt Vcrdieser »tscl'en ie den Chen (C sich lisdicn Okkuligiöse beiden t zwar tr Orer bei ezeidi- 1 proeinige erregt Keine 1 ihrer t sind tl sich ie das nische fröOte teinem Binden unge• tzung, i eine Dr. n za abeo oder, Ischen Ischen H der Idisd)״ einge• tädten rnatio• satioa Ischen iberff. gab Ischen tagten Schluß a der Ober- I, Der Ober• lessen 'iücht• Joint, Juden e ihm; des Ober• ■ über ndlicb di sehr Insbc- 'litciit- Sorge »Itung von *e die l und Hille I Oe* rt ist itigen je An• rt zu nebst I be־ Insor• M־* ii״.., Nr. 8 Deutschland Rabbiner Dr. Nobel Soeben ereilt uns die Trauerkunde, daß der bckannte Rabbiner in Frankfurt a. M., Herr Dr. J. Nobel, plötzlich gestorben ist. Mit Nobel ist eine der markantesten Figuren des deutschen Rabbinerstandc3 aus dem!.eben geschieden. Er ist im Jahre 1871 in Halberstadt geboren, studierte am Berliner Rabbiner* seminar und an der Universität, wo er mit einer Dissertalion über Schopenhauer promovierte. Nobel war Rabbiner in Köln, Königsberg, Hamburg und Leipzig, von wo er dann als Nachfolger von Markus Horowitz nach Frankfurt berufen wurde. In Frankfurt hat er eine überragende Stellung, eingenommen und auch abgesehen von seiner scclsorgerischen Tätigkeit das jüdische geistige Leben in hohem Maße beeinflußt und befruchtet. Er genoß in seiner Gemeinde ein Ansehen als geistiger Führer, wie cs heutzutage selten der Fall ist. Nobel verband profundes jüdisches Wissen mit einer außerordentlichen philosophischen und allgemeinen Bildung. Er galt r. B. als besonderer Goethe - Kenner. Er war einer der bedeutendsten Prediger Deutschlands und hat auch mehrere Bände Predigten veröffentlicht. Im vorigen Jahre feierte Nobel seinen fünfzigsten Geburtstag. Aus diesem Anlaß hat der Kreis seiner Schüler und Freunde eine Festschrift herausgegeben, die Arbeiten über jüdisch-philosophische und religiöse Probleme enthält. Der zionisthehen Bewegung gehörte Nobel zwar nidit an, hatte aber ein lebhaftes Interesse für den Gedanken der jüdischen Wiedergeburt und insbesondere für den Wiederaufbau Palästinas. Er hat im vorigen Jahre in Berlin in einer großen Versammlung für den Aufbau Palästinas gesprochen und gehörte zu den ersten nichtzionistischen Persönlichkeiten, die sich der Keren Hajessod-Bewegung in Deutschland angcschlossen haben. Sein Name steht auch unter dem kürzlich vom neutralen Keren Hajcssod-Komitee vcröffentlichtcn Manifest. Nobels Hinscheiden bedeutet für das deutsche Judentum einen großen Verlust. Gegen die Osijadenfcetze Die Tagung des Zionistischen Gruppenverbandes Rechtsrheinland-Westfalcn hat am 15. Januar 1922 zu Essen einstimmig beschlossen: Der Zionistische Gruppenverband Rechtsrheinland- Westfalen erhebt Einspruch gegen die Anweisung des Regierungspräsidenten zu Düsseldorf, die die ostjüdischen, Arbeiter entgegen dem übereinstimmenden Urteil sachverständiger Stellen als ungeeignete und unerwünschte! Elemente bezeichnet, dieselben Ostjuden, die Deutschland während des Krieges in großer Zahl unter An- Wendung von Zwangsmitteln zur Verwendung in der Industrie in den hiesigen Bezirk verbracht hat. Der Gruppenverband weist die antisemitische Unterstellung des Regierungspräsidenten zurück, daß die jüdischen Organisationen Deutschlands über die angeblich in großer Zahl vorhandenen kriminellen Elemente unter den Ost- Juden ihre schützende Hand hielten und unzulässigerweise ihre Einwanderung fördern könnten, da sie in einem notorischen engen Zusammenhänge zu jenen Eiementen ständen. Der Gruppenverband protestiert dagegen, daß mit dieser Begründung die untergeordneten Polizeistelten zur energischen Handhabung der erlassenen Bestimmungen angehalten werden Die ,,Keren Hajessod*‘-Arbeit unter den russisch - ukrainischen Juden in Deutschland Am 19. Januar hat unter dem Vorsitz von Herrn Staatsrat J, T c i t e l die zweite Sitzung des Komitees ,Keren Hajessod“ für Arbeit unter den russisch-ukrainisehen Juden stattgefunden. Im Laufe der Sitzung hat Dr. Jacobson, der Vorsitzende des russischen zio* nistischen Merkas, eine Mitteilung über die soeben aus Amerika eingetroffene Nachricht gemacht, dcrzufolge das amerikanische Komitee ״Keren Hajessod" für das laufende Jahr den Betrag von 520 000 £ als teilweise Deckung des palästinensischen Budgets sichergestcllt hat. Es wurde dabei auch die letzte Rede von Balfour erwähnt, die er am 11. Januar beim Empfang der zionistischen Delegation in der Britischen Gesandtschaft zu Washington gehalten hat. Nachdem der Bevollmächtigte des Direktoriums des «Keren Hajessod", Dr. T r i v u s, über den Plan und die Richtlinien der bevorstehenden Arbeit gesprochen hatte, schritt man zu den Wahlen des Präsidiums. Als Vorsitzender des Komitees wurde einstimmig der Senator O. O. Grusenberg gewählt; als Vize- Vorsitzende J. P a e n s o n, Dr. B. S c h i r m a n n, Dr. * Tiomkin; als Quästor S. S. Sch a 1 i t; als Sekre* “re Dr. E. A11 s c h u l und E. S e 1 i k m a!1. Dem Präsidium gehört Dr. Trivus ex officio an. Keren Hajessod in Deutschland In Cöthen und Dessau haben die Repräsentanten- Kollegien Keren Hajessod-Komitees gewählt Den Keren Hajessod-Aufruf Unterzeichneten ferner m ^•®blenz: Prediger Huhn; Stadtverordneter Moser fDemeindevorstand); Direktor Louis Schloß l Fa. Lconh. M®*1 — Cöthen: I. Schönfeid (Vorsteher der Israelit! *®hat Kultusgctncinde). Ein zionistischer Provinztag In Linz Von Dr. H. Kadisch, Vöslau. Sonnabend, den 7. und Sonntag, den 8. d. M., fand in Linz ein von fast sämtlichen zionistischen Provinz- Ortsgruppen beschickter österreichischer Provinztag in Linz statt. Sein Verlauf zeigte ebenso wie die Debatten auf den vorhergegangenen Zionistentagungen in Wien, daß cs noch immer eine Reihe von sehr ungeklärten Problemen innerhalb der zionistischen Bewegung gibt Dazu gehört nicht in letzter Linie die viel umstrittene Frage der Landesarbeit Diese, sowie weiter die Propaganda für den Nationalfonds, den Keren Hajessod, die Betätigung in den Kultusgemeinden, die Kulturarbeit, die Jugendbewegung und endlich die Organisation bildeten de!» Gegenstand eingehender Erörterung und mitunter äußerst lebhafter Debatten. Es zeigte sich in Linz, das deutliche Bestreben, gewisse theoretische Meinungsverschiedenheiten, die mm einmal innerhalb der zionistischen Bewegung in Oesterreich bestehen und die sich speziell in bezug auf die Stellungnahme zum sozialen Problem äußern, zu klären, bzw. auch vor notwendigen Kämpfen nicht zurückzutreten. Der Mangel an Klarheit darüber, daß wohl Zionismus und Sozialismus vereinbar, Zionismus und Marxismus unvereinbar sind, ist der eigentliche Grund so mancher Reibungen innerhalb der zionistischen Bcwegung in der letzten Zeit. Die überwiegende Mehrheit der Provinzdelegierten stimmte diesen, vom Schreiber dieser Zeilen in seinem Referate .,Die Lage der Juden in Oesterreich“ und in seinem Schlußwort ausgesprocheneu Anschauungen zu. Sie lehnten weiter alle Re soliitiosien ab, weiche die Landesarbeit aus dem Bereiche der zionistischen Betätigung ausschalten sollten, oder welche weiter die Zugehörigkeit zur zionistischen Bcwegung für vereinbar mit der Angehörigkeit zu anderen politischen Parteien erklärten. Die Mehrheit der Provinzdelegierten stellte sich mit dieser Stellungnahme auf den Standpunkt, daß sic wohl die Landesarbcit ah einen integricrendert Bestandteil des Zionismus als einer allurafassenden jüdischen Renaissancebewegung betrachtet, gleichzeitig aber eine entsprechende Rücksichtnahme auf die vielfach anders gearteten Verhältnisse in Wien und in der Provinz vom zionistischen Landeskomitce fordert Von einer Reihe von Rednern wurde auch der enge Zusammenhang der Propaganda für den ״Jüdischen Nationalfonds“ und dem Keren Hajessod mit der nationalcn Erziehung, eines Hauptzweckes der Landesarbeit, mit einer guten Organisation nhchdrücklichst betont. Als seine wesentliche Aufgabe betrachtete der Parteitag die Gründling eines Provinz.ialverbandcs, dessen Aulgabe es ist, im Kontakt mit dem Landeskomitee und dem Parteiratc (welcher an die Stelle des weiteren Landeskomitees trat) die Agitation und Organisation in der Provinz zu leiten. In einer eigenen Resolution wurde die sofortige Inangriffnahme der zionistischen Propaganda im Burgenlande gefordert Partei und Gesamtheit Presseschau Die ״Wiener MorgenzeItung" veröffentlicht einen mit st. (Stricker) gezeichneten Leitartikel, in welchem die christliche Politik Frankreichs im Orient besprochen wird. Frankreich hat, nur um die Kreise Englands im Orient zu stören, die Provinz Zilizicn, welche über 50 000 christliche Einwohner hat, den türkischen Trappen geöffnet und seine Truppen zurückgezogen. Alle Proteste und Bitten der orientalischen Christen haben nichts genützt. Die Franzosen haben lediglich mit den Angora- Türken einen Vertrag geschlossen, in welchem sich diese 2ur Schonung der christlichen Bevölkerung verpflichtet haben. Die zilizischcn Christen jedoch wußten den Wert einer solchen ״Verpflichtung“ richtig einzuschätzen und haben vor dem Herannahen der Pogrombanden ihre Hei mat verlassen. Der ״Tcmps“ selbst berichtet, daß von 52 000 Christen 50000 in eine unbekannte Fremde ausgewandert sind; dieselbe Zeitung jedoch schreibt mit iJegeisterung, e9 habe beim Einzug der Türken ״keinen einzigen Toten“ gegeben. Unter Hinweis auf diese Epi sode beleuchtet der erwähnte Artikel der ״Wiener Morgenzeitung“ die französische Orientpolitik, die bekanntlich auch in Palästina christliche Interessen geltend macht und als Beschützerin des Christentums Einwendungen gegen die jüdischen Bestrebungen vorbringt. Alle zionistischen Versicherungen der Unverletz* lichkcit der heiligen Stätten und des Rechtes der Christliehen Einwohner können das zarte Oewisscn derselben christlichen Kceise nicht beruhigen, die, gestützt aut ein Versprechen der mit den Armeniermetzeiden helasteten Türken, die Christenheit einer ganzen Provinz erbarmungslos dem Verderben preLsgcben Professor Strauß in Jerusalem Jerusalem, 19. Januar. (Tel der ״W. Morgenzeitung“.) Der bekannte Budapcster Orientalist Prof. Strauß ist hier eingetroffen. Frankreich und die Mand&t3frage Im Zusammenhang mit der Erklärung des früheren französischen Ministerpräsidenten Briand über die Mandatsfrage, von der wir gemeldet haben, hat das Mitglied der zionistischen Exekutive, Dr. Eder, dem französischen Konsul in Jerusalem besucht und ihm Brlanda Erklärungen zur Kenntnis gebradit. Der französische Konsul erklärte Herrn Eder, er sei nie im Zweifel gewesen, daß der Standpunkt der französischen Regierung in der palästinensischen Man• datsfragc im vollstem Einklang mit den letzthin abgegebenen Erklärungen Briands stehe. Diese Erklärungen bestätigen eben, daß die französische Republik den Gedanken der Errichtung einer jüdischen Heimstätte in Erez-Israel fördere und alte gegenteiligen Behauptungen falsch seien. Von M. Kleinmann, Berlin. Wiederholt werden Klagen laut, an der Parteilichkeit der Zionisten finde so mancher gute Wille zu praktischer, nationaler Arbeit, zum Aufbau Palästinas, zur Förderung hebräischer Sprache und Schrifttums, zur Regelung brennender jüdischer Lebensfragen, wie Kampf um Recht find Würde im Bereiche des Staatslebens, Emigration, Hilf»־ tätigkeit u. dgl. ein ernstc9 Hindernis. Die Zionisten seien daran schuld, daß kein richtiger, die Gesamtheit de* Volkes umfassender Zusammenschluß aller aktiven Kräfte auf dem Gebiete rein praktischer Arbeit zustande kommt Daß einzelne Individualitäten cs nicht über sich bringen können, einer Organisation anzugehören und sich ihrer D sziplin zu fügen, obwohl sic grundsätzlich deren Prinzipien voll teilen, ist begreiflich. Starke Individualitäten müssen sich im Rahmen einer Parteiorganisation beengt fühlen, müssen unvermeidlich mit ihr häufig in schwere Konflikte geraten. Deshalb nimmt es auch einer Persönlichkeit, wie Achad-Haam z. B., niemand übel daß er trotz seiner Stellung als grundlegender Meister und Lehrer der zionistischen Ideologie nie offiziell der zionistischen Partei angehört hat Anders aber ist die Sache, wenn cs sich um ganze Gruppen, ja für sich organisierte und aktiv kämpfende Parteien im Judentum handelt So hören wir beispielsweise einerseits die sögenannten ״offiziellen“ Juden sagen: ״Ja, die Errichtung einer Heimstätte für die geplagten und verfolgten Stammesbrüder wäre an und für sich eine prächtige Sache, an der alle Juden ohne Unterschied von Gesinnung und Staatsbürgerschaft tciinchmcn könnten. Zum Unglück aber haben die Zionisten diese Sache in ihr parteiliches Fahrwasser gebracht, ihr ihren Parieistempcl aufgeprlgt und sie somit für alle anderen Juden unmöglich gemacht Mit den Zionisten können wir un9 doch nicht verbinden, ihrer Organisation und Parteidisziplin können wir un» doch nicht anschließen . . .1" Die Scheu der offiziellen Juden vor dem Zionismus könnte man begreifen, da dieser in seiner ganzen Auffassung des jüdischen Problems auf der Idee der nationalen Sonderart des jüdischen Volkstums aufgebaut ist Seltsamer aber ist eine andere Erscheinung. Im Osten besteht eine sogenannte jüdische ״Volkspartei". Ueber Umfang und Stärke dieser ״Partei“ will ich momentan kein Wort verlieren. Zu ihr gehören jedoch eine Anzahl sehr reger und aktiver Intellektuellen, und sie darf somit nicht unbeachtet bleiben. Wenn inan sich das Programm dieser Partei näher ansieht, bemerkt man sofort daß sie in Bezug auf die Auffassung der nationalen Eigenart unseres Volkes mit dem Zionismus durchaus gleichen Schritt hält. Sie hat auch mit dem Zionismus eine ganze Reihe von Forderungen betreffs der nationalen Minderheitsrechtc, Aufbau der demokratischen Gemeinden, Sanieiung der ökonomischen Lage der Juden, Regelung der Emigration u. dergl gemeinsam. Noch mehr, sie anerkennt prinzipiell und praktisch den für das Schicksal des Volkes bestimmenden Charakter des Palästinaproblcms und steht auch dem Gedanken von der nationalen Bedeutung der hebräischen Sprache und ihres Schrifttums überaus nahe, wenn auch nicht immer konsequent Und nun klagt auch diese Partei, zumindest viele ihrer führenden Personen, über die so sehr ausgeprägte Parteilichkcit der Zionisten, die ihnen eine gemeinsame Aktion mit diesen, namentlich für Palästina, unmöglich macht .... Prinzipiell noch näher zum Zionismus müßte die Orthodoxie stehen. Und auch diese wäre sonst ״grundsätzlich geneigt“, an dem Aufbau Palästinas aktiv teiizunehmen, wenn nicht die verdammte ״Parteilichkeit“ der Zionisten sie immer wieder zurückstieße. Um diese abstoßende Parteilichkeit der Zionisten einfür allemal unschädlich zu machen, verschieben sie die praktische Palästinaarbeit bis auf ״bessere Zeiten“ und trachten einstweilen, auf ״diplomatischem“ Wege die Kompetenz der ״Jcwish Agency" an sich zu ziehen .... Und zu allerletzt, siehe da: auch unter den Zionisten selbst finden sich Männer, die an der Parteilichkeit der Organisation Anstoß nehmen und, quasi um die Anteilnahme an der praktischen Aufbauarbeit in Palästina für die Gesamtheit des Volkes zu ermöglichen, sind sie bereit, die Organisation zu untergraben, ihr eben die praktische Aufbauarbeit unmöglich zu machen, zumindest erheblich zu erschweren . . . Man sollte meinen, dieser allseitige Kampf gelte einer Organisation, die tatsächlich sich mit einer hohen Barriere umgeben hat, eifrig auf Ihre feste Geschlossenheit achtet und sich gegen jedes Eindringen von außen verteidigt, sich gegen jeden aktiven Einfluß außenstchender Gruppen und Personen auf die praktische Arbeit energisch verwahrt Ist dem wirklich *o? — Das soll einmal geprüft werden. Zuerst aber einige Worte über das Wesen von Partei und Parteilichkeit, von ihrem Verhältnisse zur Gesamtheit im eigentlichen Sinne ist eine Partei nichts anderes als eine Intcrcsscn-GemeinschaSt, die einen bestimmten Teil der Gesamtheit umfaßt und die das Vorhandensein einer Gegenpartei mit enfgegengesetzten Interessen voraussetzt Arbeiter und Kapitalisten sind zwei klar ab■ gegrenzte Intcressen-Gcmeinschaften und stehen einander gegenüber wie zwei ^,Parteien“ in einem Pakt, wie zwei ״Parteien“ in einem gemeinschaftlichen Besitz, aber mit gesonderten Interessen an diesem Besitze. Solche Parteien können hier und da gerade nicht im Kampfe gegeneinander stehen, sie können manchmal gemcin&am, Hand in Hand, arbeiten, wenn dies ihnen

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