Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 7 (24.1.1922)
- Date
- 1922-01-24
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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.;.J Kr. ע km in. jic.jnic^ jnd 113r ,ripilcra• bei uns!erneu, tuf;;abc» pH ge. זן Näht beiderlei »111 Qc. deratics chuische {cu mit fine da! reit* cli inn c03 id hofß, ilästimu rte Verbau Paistishe! lalienc« ottUcb), die Bt- “.0 de« 'ühlunj!terneh• e einer sferung (rahne! ea ibn■ Iferena, des z» mänlci leiditcr Reiner eiletea. rel. tlretta ich rieht itaguc, Staat»• jjtliclit. litung“!bracht habt* da! aut kl der dort aber- 1W »■ tf> >! I ver• ־tenr« in er; fnhold 101• eißeo׳• r Df. tdiger Nr.ז JDEBISCHi EUNDSCHAü Seiie 43 Zar Technikamfr&ge Von Ingenieur H. WUlbusch, Haifa. * 1 11 ־ Da* alte Programm für das Technische Institut ist von lauten aufgcstellt worden, die den Orient wenig kannten jjk! ynter Zuständen, die den heutigen wenig ähnlich sind. ן, ist selbstverständlich, daß diese9 Programm für uns ,*passend ist. Es ist nicht unsere Aufgabe, uns mit der Kritik des iilefl Programms m befassen. Hier wolle» wir nur anffebc״, noch welchen Richtlinien unser. •Technisches hutitut geleitet werden soll, um für die Entwicklung jtr palästinensischen Industrie praktisch behilflich zu sein, ||(ו den jüdischen Abiturienten ein Arbeitsfeld zu «chaffeu. Wir müssen uns klarlegen: l, Vts wollen wir mit dem Technikum für Palästina und für das Judentum bezwecken? I Ver kommt als Studierender in Betracht, und wo »erden die Abiturienten arbeiten? 3, goß das Technikum Handwerksschule, Mittelschule oder technische Hochschule werden? 4, Wtldie Unterrichtsfächer sind für Land und Leute!weck-mäßig? 1. Zweck. Die heutige Industrie Palästinas steht auf einer sehr aefen Stufe, sogar die im Lande vorhandenen 30 bis 40 legemeure*) finden fast keine Arbeit. Wenn sich auch ie Industrie des Landes ־etwas entwickeln wird, 60 ändert »ich die Situation dadurch kaum. Wir haben in Europa viele Ingenieure und Techniker, die nach Pa• Bitina emigrieren wollen, weit mehr als das Land ln absehbarer Zeit aufnehmen und beschäftigen kann. Das jüdische Volk hat bekanntlich weit mehr intelligente Berufe, als es selber nationalwirtschaftlich brauchen kann. Vir dürfen jedoch daraus keine pessimistischen, fal- «drei Schlußfolgerungen ziehen. Die Situation gründ- Icker betrachtet, müssen wir einsehen: a) Die Stellung der Ingenieure im Orient beweist, dri) die europäische technische Vorbildung der Mittel• »cfcuiea den Verhältnissen des Orients nicht angepaßt ist Wir benötigen hier keine spezialisierten Telmiker ueü europäischem Vorbild. In Palästina und im Orient sind Ingenieure mit allgemeiner Bildung und vielfachen Fichkenntnissen, die sprach- und landeskundig sind, er- *orderüch, und cs werden auch nur solche gesucht b) Die Industrie Palästinas muß auf den Absatz in benachbarten Ländern rechnen, um existieren am können. Wir müssen deshalb im ganzen Orient, in Indien, Persien, Votderasien und Afrika unsere Ingenieure und Handelsteute haben, die für den Ahsatz palästinensischer Produkte mltwirken. Diese Aufgabe werden die Abiturienten der Technische» Hochschule erfüllen, auch wenn sic seht Jude» sind. ej Den jüdischen Ingenieuren wird zurzeit der Zutritt iu den Industrieunternehmungen Europas erschwert Unsere Pflicht ist es, dem jüdischen Ingenieur ein Arteitsfcld im erwachenden Orient zu eröffnen, dadurch »erden die Juden auch vom europäischen Arbeitsmarkt unabhängiger. d) Die Technische Hochschule zu Haifa soll hauptsächlich der Erziehung der aus dem Auslande kommenden Jugend dienen. Unsere palästinensische Jugend ist zu {trag an Zahl um die Auditorien auszufüllen. Es ist such gar nicht wünschenswert, daß sich unsere Jugend dtosehr der Technik widmet, um dann gezwungen zu »erden, nach dem Auslande auszuwandem, dort Stellung « suchen. e) Dieses Institut ist den schweizerischen Hoch- Kkulea ähnlich zu basieren. Das Institut bedient den ününder, der ausländische Jude belebt den Platz. Diese *) Zurzeit ist deren Zahl auf zirka 150 gestiegen. Autonomie zu vernichten, um die nationale Sonderart « zerstören — und morgen wie sein Nachfolger auf ton Thron die kirchliche Autonomie der Synagogen 1*wußt zu kräftigen, um die Juden nach Möglichkeit °0י dem Eintritt in da9 christliche Staatskulturleben fern- ®Halten, heute — wie Joseph II. — sie zwangsweise 11 gebildeten Menschen zu machen, um sie im öster- ׳ächtJchen Staatsverband zu ״nützlichen Bürgern“ zu ״sehen und morgen — wie seine Nachfolger — dieselben Weaichen wie die Hunde zu prügeln und zu schika- "lereo — oder wie Alexander und Nikolaus I. die *forfliche Existenz von Hunderttausenden zu vernichten, 1Hnen Ansicdluug in Neurußland zu versprechen, aber ז&י Sicdlungsmöglichkciten nicht schaffen und die vollkommen Verelendeten als ״unnützliclie Bürger“, d. h. kfldstreicher, zu verschreien und zu verfolgen. Es ist ^die des Temperaments, ob man sich über die Brutali- *p solcher Judenpolitik ״christlicher“ Herrscher und *laaten mehr empören oder ihre Dummheit mehr bc- oder ihre Ratlosigkeit, die soviel Blut und ״äsen der Aermsteu getestet hat, als ein grauen- “ftes Dokument menschlicher Schwäche bejammern Bag, Ein besonderes Kapitel ist die Art und Weise, wie ®8*e Unpolitik die Juden selbst demoralisiert hat. Das ‘״tsetzlichstc Beispiel ist der Befehl Nikolaus I, daß die Wischen Oemcindevorstände persönlich verantwortlich Bemacht wurden, jährlich die vorgeschricbene Zahl von Rekruten zu beschaffen, die unter größter Brutalität unaufhörlichen gewaltsamen Bekehrungsversuchen — ™fch Korporale! — 25 Jahre lang in Sibirien oder J® östlichen Neurußland Soldaten spielen mußten. Der ״*weindevorstand, der nicht genügend Opfer zur Schlacht- “nk führte, mußte selbst daran glauben. Auf ein so 'dflaiertw, viehisch brutales Mittel, den unerwünschten Hoclwchul# wird somit zur Bildung eines großen jüdische« Zentrums in Haifa verhelfen. Der Studierende wird zur Besiedelung *einer Verwandten in Palästina beitragen. f) Da» lintitut wird bei dpr Erforschung; Palästina» von großem Nutzen sein. Ei wird Bedeutendes leisten durch Angliedcrung einer Versuchsstation und eines Oewerbemuseums, »wie durch den Rat maßgebenden, tecbnischen Lehrpersonala 2. Handwerksschule, technische Mittel- oder Hochschule. Die Frage der Perfektionierung des jüdischen Handwerkers und Gewerbetreibenden ist von äußerster Wichtigkeit. Ich habe darauf schon mehrmals in Wort und Schrift aufmerksam gemacht (Näheres darüber in meinem Schriftchen ״The Industrial Development of Palestine“, Chap. IV: The Labour Question.) Die Schlosser, Maschinisten, Elektriker, Tischler, Zlmmerlcutc, Bauarbeiter, Steinbrecher, Steinhauer, Maurer usw. usw. müssen, um konkurrenzfähig zu sein, zu den im Lande mangelnden speziellen Fachkenntnissen, den modernen Arbeit»• methoden, zur Handhabung moderner Werkzeuge und Hilfsmittel angelernt werden. Leider aber kann diese Frage durch eia Technikum nicht gelöst werden. Die Arbeiter erhalten ihre Ausbildung nur in der Praxis, am besten in Privatunternehmungen, da aber dieselben nur primitiv sind oder überhaupt fehlen, müßten zu diesem Zwecke Musterfabriken und staatliche Unternehmungen (z. B. Steinbrüche, Häuserbantcn, Chausseen usw.) gegründet werden, wo die Instruktoren aus dem Auslande angestellt sein sollten. Die Handwerker bedürfen auch theoretischer Ausbikiungskurse. Diese Kurse können an der Technischen Hochschule einige Monate im Jahre, am besten während der toten Arbeitssaison, veranstaltct werden. Hier »oll den Handwerkern der theoretische Unterricht im Zeichnen, Mathematik, Physik, Masdiinen- und Materialkunde usw. in populärer und kurzer Darstellung, möglichst billig oder sogar unentgcHlich,erteilt werden. Mehr kann ein Technikum dem Handwerker nicht geben. Eine technische Mittelschule nach dem alten Programm des Technikums, nach dem Vorbilde des europäischen Privattechnikums, brauchen wir nicht ln Pa• lästina. Die technische Mittelschule in Europa dient zur Ausbildung billiger Techniker, die unter Leitung von höher gebildeten Ingenieuren trotz, ihrer engen Kenntnisse der Industrie große Dienste leisten, indem sie die grobe Ingenieurarbeit ausführen. Hier im Lande und über• haupt im Orient können die technischen Fächer nicht, wie in Europa, eng spezialisiert werden. Der Ingenieur des Orients muß im Notfälle sich selber aushelfen. Er benötigt deshalb eine viel allgemeinere Ausbildung als der europäische Ingenieur. Heutzutage ist man ja in Europa auch der Ansicht, daß diese Studienart auch für Europa die alierrichtigstc ist,, wie es Prof, Ricci'cr zeigte, für den Orient aber ist die Spezialisierung eine» Ingenicurs ganz ausgeschlossen. Wir benötigen keine Spezialingenicure, für Dampfmaschinen-, Oelmotoren-, Dy• namomaschinenbau usw. usw. Der Orient wird in abseh■ barer Zukunft noch keine Maschinen selber bauen können, noch lange Zeit wird er sic aus Europa und Amerika beziehen müssen. Und falls die hiesigen Maschinenwerk- Stätten zum echten Maschinenbau greifen, werden «e da« leitende Personal aus Europa engagieren. In unserer Technischen Hochschule muß der Jugend eine dem Orient angepaßte Ausbildung gegeben werden und das ist die a11 gemeIn wissenschaftliche, technische Bildung. Außer der reinen Technik muß auch den damit verbundenen Fächern, der Landwirt■ schaft und dem Handel ein angesehener Platz eingeräumt werden. Allgemeine Wissenschaften, wie Landeskunde und die orientalischen Sprachen, sollen dabei in hohem Maße berücksichtigt werden. Wie erwähnt, »ind der Tedinischcn Hochschule anzugliedem unbedingt nötig: Piff ff 1 ^ןיי;ו»חי4יןוווו»V. tL jüdischen ״Kahal“ von Innen heraus aufzulösen, ist auch von den radikalste» und judcuunfreundlichsten preußisehen Staatsmännern keiutr gekommen. In milderem Grade zeigte aidh aber auch hier die von der Staat». Politik ausgehende Zerstreuung und Demoralisation der jüdischen Gemeinden und Individuen. Diejenigen, die sich am ehesten als geneigt erwiesen, um der bürgerliehen Vorteile willen die eigene Vergangenheit preiszugeben, waren in zahllosen Fällen zugleich die Führer der Gemeinden oder des jüdischen Geistesleben». Ein FricdÜinder oder Gans in Berlin oder ein Crdmieux, in Paris, der. seine Kinder taufen ließ: alle stellen sie den gleichen Typ dar, wie der christiiclve Staat durch Lockmittel, dio jüdische Gemeinschaft bewußt ihrer Führer beraubte. Am lebendigsten haben sich in unserer Erinnerung die Neuchristen Heinrich ,Heine und Benjamin Disradi erhalten. Unter einem moralischen Konflikt, unter dem ein David Friedländer sich plump verbarg, litt der überaus feinfühlige Heine sein Leben lang, und wenn Disracli nicht eigentlich darunter gelitten hat, 90 da» nur deshalb, weil dieser staunenswert souveräne Geist nie ein Hehl daraus machte, daß er dem Taufwasser nur eine sehr untergeordnete Rolle für seine eigene Person zubiiligte. Heine und Disracli und die weitaus repräsentativsten Jüdischen Figuren im 19. Jahrhundert — Dubnow nennt sie!»eben anderen, fast gleichgültigen Erscheinungen des jüdischen Lebens, ohne sie gebührend zu würdigen ־— (und ihr Leben zeigt uns de Essena der jüdischen Geschichte der Neuzeit. Hein« leidet augestandenermaßen, : und Disracli spricht und schreibt sein Leben lang vom Judentum, das er — auch für die höchste Stelle der christlichen Welt berufen, — alt unveräußerliches Gut betrachtet.. ׳ Die Demoralisation der jüdischen Gemeinden durch di» Staatsbehörden ist übrige» keine!Eigentümlichkeit A. Chemisch ■Technische« Laboratorium u »d Versuchsstation flr Baumaterialien und Rohprodukte, sowie ft. Museum für Handel und Gewerbe zur Veranschaulichung der im Orient gangbaren Produkte und Fabrikate und ihre Rohstolle und moderne An• beitsgeräte, nach Art des deutschen Museum» m München. Der Nutzen dieser Institution für die Entwicklung der Industrie, des Handels und O»- werbes ist derart klar, daß er nicht näher auseinandergesetzt zu werden braucht. Nun wollen wir zur letzten Frage treten: 3. Welche Fächer und Fakuitite« sollen an der Hochschule bestehen? Ich glaube, wir kommen mit den drei folgende» Hauptfächern mit langem Studiumkursus und den drei Nebenfächern mit verkürzter Studienzeit reichlich au% und zwar: A Hauptfächer, Studienzeit zirka 9—10 Semester; I. Allgemeines Ingenieurwesen, bestehend aus: Maschinenbau, Elektrotechnik, Land■ Wirtschaft, Maschinenwesen, mechanische und chemische Technologie, hauptsächlich die landwirt■ schafllichcn Industrien und Fabrikationsanlagen berücksichtigend, Transport-und Eisenbahnwesen, etwas Baukunde, Landes- und Sprachkunde usw. II. Hoch - und Tiefbau. Außer den allgemeine» Fächern in Bauwesen, Straßen- und Eisenbahn■ bau sind besonders zu berücksichtigen: die Wasserversorgung, Bewässerung und Entwässe• rung und die Architektur des Orients. Auch hier sind Landes- und Sprachkunde obligatorisch. III. Chemie und chemische Technologie unter besonderer Berücksichtigung der landwirtschaftiiehen Industrien und der Verarbeitung da im Orient vorkommenden Mineralien. Die Chemiker »ollien mit dem Maschinenwesen genügend vertraut sein, um im Notfälle auch ohne Techniker auskommen zu können. Audi hier ■ind Landes- und Sprachkunde obligatorisch, B. Nebenfächer, Studienzeit zirka 5—6 Semester: I. Landwirtschaft mit besonderer Berück* sichtigung des Orients und bewässerbarer Kulturen. II. Kulturingenieurwesen, bestehend aus Oeodäsie, Wassergewinnung und Wasserversorgung für die Landwirtschaft III. Handelsakademie. Es soll an Studienzeit nicht gespart werden. Die Absolventen der Hauptfächer müssen eine gründliche allgemeine Vorbildung von mindeste«* 5 Semester» erhalten, die Kenntnis aller Naturwissenschaften braucht der Ingenieur des Orients. Außer der Chemie und der Physik soll auf Geologie, Mineralogie und Botanik ■ehr geachtet werden. Besondere Aufmerksamkeit muß. selbstverständlich dem Studium der modernen Sprachen gewidmet werden, nicht zuletzt, damit den Abiturienten einmal die Möglichkeit einer weiteren Ausbildung durch das Studium der Fachliteratur genommen wird. Vieiwissend und rücksichtsvoll muß der jüdische Ted»■ «iker sein, um «einen Platz im Orient zu erobern, um aus dem erwachenden Palästina einen Mittelpunkt der Zivilisation für den Orient zu bilden. D«r Numerus clausus In Ungarn. ״Beosi Magyar Ujsag“ zufolge, richtete der Verein der ״Erwachende«» Magyaren“ einen scharfen Angriff gegen den Rektor der Szegediner Universität, indem er Ihn der Nichteinhaltung des Numerus clausus beschuldigt, da an der genannten Hochschule 47 8/o der Hörerschaft Juden *eiea Der Rektor dementierte diese Behauptung damit, da# er sich zum Prinzip de9 Numerus clausus bekennt. Der Rektor stellt gleichzeitig fest, daß er diesem Prinzip niemals untreu geworden ist. der jüdisclven Geschichte im 19. Jahrhundert. Beispiele gibt es ln der Vergangenheit genug. Die späteren deutschen Kaiser hatten alle ihre ״Judenmeister“, die eine Magistratsgewalt unter den Juden einer energischen Steuerbeitreibung zuliebe eingerfiumt bekamen. Aber 90 katastrophal wirkte der behördliche Einfluß auf das innere Leben der Juden damals itodh nicht, weil er damal» noch nicht allen Juden für die bloße Loslösung von der jüdischen Gemeinsduit einen Preis versprach, wie der moderne Staat dies ln Form der ״Emanzipation“ tut. Das bekannteste Beispiel demoralisierender Einwirkung des Staates auf die Juden Ist die Bevorzugung der Täuflinge. Wie sie im Mittelalter und beginnender Neuzeit bis zur Kardinalswürde emporstiegen und die Inquisition in Spanien lebhaftest förderten, so haben sie im 19. Jahrhundert in Rußland und Polen bei Ritualmordprozesscn und üi Deutschland bei antisemitischen Pasquillen vielfach unter behördlicher Förderung eine Rolle gespielt, von der ein Schlaglicht auf die Misaionspraxis der christlichen Staaten und Kirchen fällt, und von der aus die frühere Mißachtung der Juden für die Kirche hauptsächlich datiert. Manches von diesen Dingen gehört Im 20. jaltrhundert der Vergangenheit an, wenigstens 90 weit Europa westlich der Weichsel iu Betracht kommt In demselben Maße aber, wie die Juden vollberechtigte Bürger christlicher Staaten wurden, schritt die Auflösung der jüdischen Gemeinschaft weiter und wird vermieden bisher nur im Osten, da, wo die juden selbst von der Emanzipation keinen Oebrauch machen, sondern großenteils 90 fortleben, wie zahllose nicht emanzipierte Generationen vor ihnen. (Schluß folgt)