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Jüdische Rundschau · 1922-01-10 · Heft 3 (10.1.1922) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 3 (10.1.1922)
Date
1922-01-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 3 ihniw» tndi״-!diese I die! ih rea : stets | und 1 Meu- (tiiisse I von e beroßen Sdteii iisdie sind; 3n<lcr diese iemle! «.'er Itule «die» 1, ist fette» e jü- Uder» j und rleicb- *nein• 1. ü* teuwai t uns für Ina- Jahf- Iduhtct ein. wieweit diese Methode der überlegen ist, (jic in Deutschland noch beute üblich ist. Welche vor- *(windende Rolle spielen für den Jungen, der wöchcnt-!jjj, jo •10 Sttuvden im Gymnasium sich mit allen Ge* europäischer Wissenschatt beschäftigt, die eine ‘ Stunde jüdischen Religionsunterrichts, die ihn auf ein, «ie iJim scheint, entlegenes Gebiet führt. Hs bedeutet *lut» einen gewaltigen Fortschritt״ wenn dieser jü- (iisdie Schüler eine hebräische Sprachschule besuchen kan», wo nicht nur .die Intensität des Betriebes ihm die nidisdten Gegenstände ganz in sein Bewußtsein rückt, sondern außerdem ihm klar gemacht wird, daß er sich nicht mit überlebten Brocken einer unte(gegangenen Kulntr beschäftigen soll, sondern daß ihm die Dinge jiidisdter Vergangenheit wieder lebendig werden sollen, weil cs eine jüdische Gegenwart gibt. Vollkommen zu einer Fiuheit aber werden ihm allgemeines und jüdisches Wissen erst eiatm werden, wenn er die jüdische Schule besucht mv.I liier die Einheit von Judentum und allgemeiner Bildung mit Naturnotwendigkeit empfindet. Wenn hier von jüdischer Schule gesprochen wird, so denken wir a so ebenso wenig an eine Schule, die nur an Stelle de«! christlichen Religionsunterrichts den jüdischen setzt und tili übrigen sich vo» einer nichtjüdischen in nichts unterscheidet; aber wir denken auch nicht an einen Chwler im alten Sinne, wo unter peinlichem Ausschluß all״«! einer Gegenstände mau sielt auf die Beschäftigung mit jüdischen Dingen beschränkte. Das Ziel ist vielmehr, eine allgemeine Bildung zu geben, die dem Schüler ei» verständnisvolles Leben in europäischer Kultur ermüglichf, zu gleicher Zeit aber ihn mit jüdischem Wissen zu erfüllet», das weit über das Wissen der Schüler unserer Religiousschukn herausragt. Die jüdische Schule soll aber in noch höherem Maiic wie andere Sdiulen nicht nur eine Stätte des Unterrichts, sondern eine solche der Erziehung sein. Es braucht rnclit des näheren ausgeführt zu werden, von welcher Bedeutung es ist, den jungen Juden zu Stolz und Selbsttavufilsein, zu Verantwortungsgefühl und Liebe gegenüber der jüdischen Gemeinschaft zu erziehen. Das kann nur die jüdische Sclmte erreichen; denn sie allein kann durch intensive Beschäftigung mit jüdischen Dingen in dem Kinde die Uebcrzettgung wachrufen, daß es stolz sein muß, einer Gemeinschaft anzugehören, die diese Verte geschaffen hat. Wh alle kennen die Klagen jüdischer Eltern, daß sie ihre Kinder in Schulen geben müssen, wo diese Kinder gezwungen werden, den Sabbath zu• entweihen, vuo sie günstigstenfalls am Rosch-Haschanna und Jam Kippur dem Unterricht fcrnbleiben dürfen, aber gczwmv gen sind, das Pensum uaehzuarbeiten, das inzwischen durdigcnommen wurde und wo sic statt dessen zum Hatten von Feiertagen veranlaßt werden, die nicht die ihren sind. Die jüdische Schule, die mit Selbstvcrständr ikhkeit den Sabbath um): die jüdischen Feiertage lüilt, hat hier die Möglichkeit, einem vielfach empfundenen Bedürfnis zu entsprechen und zugleich einer wichtigen erzieherischen Aufgabe zu genügen. Es ist nicht allein die Unmögliclikeit der Beobachtnng der jüdischen Gesetze, was es manchen Eltern » schwer macht, ihre Kinder den allgemeinen Sdiulen Jnzirv er trauen, es spricht dabei auch mandies andere mit. Schon vor dem Kriege war der Geist der Lehrer- Schaft und der niditjüdisdien Schüler an unseren höheren Schulen ein derartig antisemitischer, daß es wollt kaum jemanden gibt, der nicht aus seiner Erinnerung an die Schulzeit mehr als einen Fall grober antisemitisdier Relcidigungen anfüliren kann. Diese Tendenz ist aber ®ach dem Kriege und im, Zusammenhang mit der reütioniren Welle zu einer geradezu erschreckenden Stärke *!!gewachsen. Sämtliche Schüler eines Berliner Gy:n- JUED1SCHE RUNDSCHAU nasiums z. B, führen seit Monaten einen Boykott gegen die jüdischen Sdiüler in der Weise durch, daß niemand mit den Juden spricht oder ihnen eine Frage be.uit* wortet. Zahllos sind die Fälle, wo jüdische Schüler von Lehrern beschimpft wurden und wo es schwer, wenn nicht unmöglich war, Bestrafung des Schuldigen zu erreichen. Es kann und darf nicht gestattet werden, daß den jüdischen Kindern der Aufenthalt in den allgemeinen Sdiulen zur Hölle wird, daß sie in eine Pariarolle herabgedrückt weiden, die in ihnen jedes Selbstgefühl ertötet und die Erreichung gerade des Ziels unmöglich macht, das uns vorsdiwcbt, Liebe zu jiidisdicr Kultur zu erwecken. Nicht um Absonderungs» tcikdcnzcn von jüdischer Seite handelt es sich hier (so!;dir wir glauben, daß positiv jüdische Momente allein ausreichcn, um die Forderung der jüdischen Schule zu erheben), sondern der herrschende Antisemitismus zwingt 1ms, die Erziehung der jüdischen Generation selbst in die Hand zu nehmen. Wie stellt die Gesetzgebung diesem Plan gegenüber? Die Reidisvcrfassung hat sich grundsätzlich auf den Standpunkt der Einheitsschule gestellt. Alle Kinder sollen unabhängig von ihrem späteren Beruf und von der sozialen Position ihrer Eltern dieselbe Schule besuchen, die sich später gabelt und jedem Kinde nach seinen Fähigkeiten die Möglichkeit gibt, entweder wie bisher mit 14 Jahren abzugehen oder eine Realschul־, Oberrealschul- oder Gym* nasialbiklung sich anzucignen. In Konsequenz dieses Beschlusses hat man bereits angefangen, die Vorschulen, die bisher organisch mit den höheren Schulen verbunden waren, abziibauen. Die Verfassung bestimmt aber weiterhin, (laß Schulen auf konfessioneller Grundlage zulässig sind und eröffnet auch die Möglichkeit, auf Grund ge* meinsamer Weltanschauung eigene Schulen zu begründen, welche nur dem Prinzip der Einheitsschule nicht widersprechen und also vor allem keine Schulen bestimmter sozialer Klassen darstellcn dürfen. Diese grundlegenden Bestimmungen, die durch ein Schulgesetz noch näher erläutert werden sollen, geben die Möglichkeit, jüdische Schulen zu errichten. Es erscheint aus den oben angcgebenen Gründen als eine zwingende Notwendigkeit, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. In dieser Erkenntnis bat der jüdische Schulverein vor Jahresfrist die Jüdische Grundschule in Berlin eröffnet, die in» Oktober 1921 ihre zweite Klasse errichtet hat und die in der Richtung einer Verbindung von jüdischem und allgcmeinem Wissen zu arbeiten sucht, die wir oben skizziert haben. Sie kann keinesfalls imstande sein, dem Bedürfnis nach jüdischen Schulen auch nur einigermaßen gerecht zu werden, das in dem Augenblick entstehen wird, wo die Notwendigkeit jüdischer Erziehung und die Unmöglichkeit ihrer Erfüllung ohne die jüdische Schule von den jüdischcn Eltern allgemein erkannt sein wird. Diese Erkenntnisse gilt cs zu verbreiten. IV. Das jüdische Volk ist stets stolz darauf gewesen, das Volk des Geistes, das Volk des Buches und ,das Volk der Schule zu seine Es hat in den schlimmsten Zeiten der Verfolgungen niemals ,darauf verzichtet, der nächsten Generation die Gesamtheit jüdischer Kultur zu übergeben und sic ,dazu zu erziehen, jüdisches Vollestun» und jüdische Leistung zu lieben und zu fördera Niemals ist diese Kultur in Erstarrung übergegangen. Neue Ideen und Auffassungen ,kamen immer wieder Zirm Vorschein und hielten sie lebendig und jung. Wir leben in einer Zeit, .wo neues jüdisches Leben in un* erhörtem Maße ans Licht drängt, ln der wicdercrwacliten Sprache unserer Vater denkt, fühlt, verständigt sich und wird erzogen die ganze junge Generation, und auf allen Gebieten jüdischen Lebens machen sich neue Oc- Seite 15 danken gellend. Da» jüdische Volk kann das deutsche Judentum in diesen geistigen Auseinandersetzungen nicht entbehren. Die deutschen Juden aber können nur durch den Zusammcnluuig mit den Jude!» anderer Länder ihre Stagnation überwinden. Der jüdische Schulverein in Berlin hat sich die Aufgabe gestellt, diesem Bcüürinis zu entsprechen. Fr fuhrt in seiner Hebräischen Sprachschule eine stetig zunehmende •Anzahl vor» Juden zur Beherrschung der hebräischen Sprache aind zur Kenntnis jüdischen Lebens imd jüdischer Kultur und er erzieht in seiner Grimdsdiiile jüdische Kinder zu gebildeten Menschen und zu kenntnisreichen und treuen Juden. Er ruft alle Kreise, die an diesem Werk Interesse haben, zur Mitarbeit auf, Beitrittserkläriuigcn zum Jüdischen Schulverein sind an Herrn Dr. Fritz Löwenstein, Berlin W15, DüsscIdorfer Straße 73, zu richten, der auch ra jeder gewünschten Auskunft gern bereit ist. (Telephon: Uhland 7030, Nebenanschluß.) Geldsendungen sind auf ilas Konto I. . Boschwitz Nr, 45 549, Berlin NW 7, zu richten. Ausländer in Deutschland Das Arbeiterfürsorgeamt schreibt uns: ״Eine sehr interessante, offenbar amtlich inspirierte Notiz ging vor einigen Tagen durch die gesamte deutsche Presse. Die Notiz besagte, daß in Deutschland zirka 250 000bis 300 000 russische Emigranten anwesend seien, die nahezu alle unerlaubt über die Grenze nach Deutschland gefluchtet seien. Obwohl eine derartige Zahl russischer Flüchtlinge in Deutschland durchaus unerwünscht sei, sei es zurzeit aus tatsächlichen Gründen nicht möglich, diese Menschen zwangsweise abzuschieben. Diese Notiz ist besonders interessant im Hinblick auf die Feststellungen des ,Arbeiterfürsorgeamtes der jüdischcn Organisationen Deutschlands‘, die genau ermittelt haben, daß sich zurzeit in Deutschland noch zirka 55 000 bis 60 000 ostjüdische Flüchtlinge aulhaltcn. Hierin sind alle diejenigen einbegriffen, die seit dem Ausbruch des Krieges, also seit dem 1. August 1914 bis zum 1. Januar 1922 nach Deutschland gekommen sind, also insbesondere auch diejenigen, die auf Veranlassung der Obersten Heeresleitung als Arbeiter wahrend des Krieges nach Deutschland gebracht wurden. Es ist allerdings zu berücksichtigen, daß die Zahl der jüdischen Flüchtlinge erheblich höher war. Der Tätigkeit des Arbeiterfiirsorgearntes, als der Spitzcnorganlsation der großen deutschjüdischen Verbände, ist es gelungen, zirka 50 000 der jüdischcn Flüchtlinge den Weg in die Emigratioasländer zu bahnen. Die antisemitische Hetze von der Ucberschwcmmung Deutschlands mit Ostjuden fällt damit in ein Nichts zusammen. Es ist damit klar erwiesen, daß die ostjüdische Einwanderung nur einen kleinen Prozentsatz der gesamten Einwanderung von Ausländern ausmacht, insbesondere wenn man berücksichtigt, daß in der oben erwähnten Zahl von 250 000 bis 300 000 russischen Flüchtlingen die übrigen zahlreichen Ausländer östlicher Staaten, die zurzeit in Deutschland weilen, wie auch die Ausländer aus den übrigen Staaten nicht einbegriffen sind, während unter den 55 000 ostjiidischen Einwanderern auch die aus den polnischcn, galizischen und ungarischen Gebieten Stammenden inbegriffen sind.“ Kowno, 1. Januar. (J. C. B.) Die litauische Regierung hat alle Behörden angewiesen, überall, wo die jüdische Bevölkerung 20 Vo der allgemeinen Bevölkerungszahl bildet sämtliche dienstliche und behördliche Kundmachungen auch in jiddischer Sprache zu publizieren. äaupt Jahre Vccks ir ab Stina- % des über Blaus jiidilende Fülle Helen feurat Dyk, jk’rzl, War-! entiie»gc f das jdiaft )glich rer jtcnal eine der [jiidit :eben de* Sie mich tu ״|d1t entschließen können, eine neue Auflage lierausmpeben, bevor ich wieder in Palästina gewesen wäre, l|ntl auch seither sdiien es mir besser, einige weitere Entwicklungen allzuwarten. Dies hat cs veranlaßt, daß ״r« Jahre lang fortwährende neue Bearbeitungen weseut- 11®er Teile stattgefunden haben, bis es zum gegen- 7?rtigcn Status kam. In vielen Tausenden von neuen oiferii und Angaben gellt die vorliegende 5. (deutsche) «uilagc über die früheren hinaus. Eine jüdische üisgabe ist ebenfalls längst vorbereitet und dürfte der ״futschen bald folgen, Audi von ״Emigration und Kolonisation“ befindet sidi eine weitgehend durch» gearbeitete neue Auflage iin Drude. Beide Büdicr er- »icmen im Harzsdicn Verlage. Von meinen ״Bildern aus Palästina“ erschien im 111?.״ Verlage eine jüdische Ausgabe mit einem ״lustrationsiuateriai von 80 Bildern, das gegenüber den w.iden ersten deutschen Auflagen viele Veränderungen ‘01P. Eine neue deutsche Ausgabe dürfte ebenfalls ™W folgen. , Der ״Wirtsdiaftsatlas von Palästina“, ebenso wie na־•” as ^cr irischen Welt“, der seit langem anist, hat sich ebenfalls durch die Langwierigm der Konsolidierung der darzustellenden Verhältnisse ״jedes Erwarten verzögert. Nunmehr ist das Material ziemlich beisammen, und der Atlas dürfte in kurzem ״scheinen.!,״.Von meinen sonstigen Veröffentlichungen oder dies- . 1 11 111״glichen Vorarbeiten sei hier nicht gesprochen. Nichts 5P widerwärtig als bloße Literatur. Aber L1aiI8e ,,CI» die Dinge nidit machen durfte, mußte 11i״,'T?Ifis4ef19 darüber schreiben. Wenn sie jetzt die * * . WmlulI> 50 soll die ״Literatur“ dazu dienen, 1 u “‘5®d’lfobe Entwicklung zu fördern. Dies gilt o, a.udl {ür die ebenfalls längst angekündigte Schrift: jL a rt.®nstadt und Industriedorf. Die beste sdin nJll(Ji5d1er Kolonisation in Palästina“, die noch der I ״scheinen soll, bevor ich zwecks Durchführung Weit״aC'r 1Iac'1 Palästina gehe. Hoffentlich kann meine rinwi ]14״arische Betätigung iii diesem Sinne neben T tatsächlichen — kolonisatorischen hergehem Jüdisches Künstlcrtheater Vergangenen Donnerstag fand im Jüdischen Künstler■ theater eine Festvorstclhmg zu Elircn Dr. Wcizinanns statt. Gcgegcben wurde ״Dy buk“ von An-sky, Zweifel los dasjenige Stück, das im Rahmen des gegenwärtigen Repertoires des Theaters als das wertvollste bezeichnet werden kann. ״Dybuk“ ist ein dramatisierter Novellensloff aus dem chassidisch-kabbalistischcn Milieu, dessen gedanklicher Extrakt vielleicht die Erkenntnis der be stimmenden Macht des Irrationalen, Geheimnisvollen Ist; zwei Welten liegen miteinander im Kampf, die voneinander unabhängig und doch ineinander verstrickt sind, und dem Menschen obliegt es, der Vermittler zu sein, von der Erde der Tatsaciieuwclt aus in die Gcisterwclt cinzugreifen, Träger des übermenschlichen Kampfes zu sein. Dieser Kampf wird dargestellt ln der Beschwörung des Dybuk, in der endlich die angespannteste menschliche Scclcukraft über den widerspenstigen Dämon siegt, um gleich darauf doch wieder vor der Notwendigkeit höheren Gesetzes die Frucht ihres Sieges zu verlieren. Der Wert des Stückes liegt vielleicht weniger im Gedanklichen, dessen ethischer Gehalt zudem etwas schwach ist, und auch weniger in der dramatischen Komposition, als viel׳ mehr in dem eigentümlichen Reiz des gewagten Stoffes und der dramatischen Auswertung der jüdischen Bräuche und des kabbalistischen Verfahrens. Das Stück, das nun schon eine ganze Reihe Aufführungen in Berlin erlebt hat, verdient unbedingt gesehen zu werden. Die Dar- Stellung ist jedenfalls außerordentlich, das Ensemble überragt — was sogar von nichtjüdischer Kritik anerkannt wurde — die meisten Berliner Theater. Bei der Vor- Stellung am Donnerstag haben sich die Schauspieler besonders ausgezeichnet. Frau Alomis als Lea, die Herren S c h n c i u r als Rabbi Asriei, Moses Feder als Mcschu» lach und Großbarth als Chanon sind besonders zu erwähnen; den stärksten Eindruck jedoch mach Zusammenspicl, das in den großen Ensemble-Szenen des ersten und zweiten Aktes seine Höhepunkte erreicht. Das dichtbesetzte Haus, in dem sich die führenden Kreise des Berliner Zionismus eingefunden hatten, spendete wohlverdienten lebhaften ־Beifall. Zu wünschen wäre nur, daß die Direktion Vorsorge trifft, daß sich endlich die Kartcnausgabe an der Abendkasse so klaglos abwickelt wie in jedem andern Theater, damit es nicht immer zu Lärmszenen und Teniperamcntsausbrüehen vor dem Hause kommt. Warum muß so etwas gerade bei einem jüdischen Theater der Fall sein? Tr. ״Das arbeitende Palästina“ Das zweite Heit der MonatscJirift des Palästina» Arbeiterkinds ״Das arbeitende Palästina“ ist erschienen und hat folgenden Inhail: D. Bcngurion: Das Blut von. Jerusalem; 1. ISeivZwi: Die arabische Bewgung; D. Hos: Ocffcntlichc Arbeiten, Orgajüsationsform; S. Lewinsohn: Gdud Haawvxlah (zum ersten Gründungstng); M. Kiewer: Die Palästinatätigkeit der russischen S. D. Poalc-Zion; A. Harzfeld: Unter der palästinensischen Arbeiterschaft, Die Verwirklichung der Kongreßrcsoliilioncn; S, Dawid: Die Lchrerkonfcrenz; L. Winnig: D. Pinskcr; Palästina-Arbeiterkinds: De cingetroifenen Werkzeuge, Die P. A. F.-Woche. Sammlung in Amerika, Sammlung in Ostgalizicn, Wcrkzeugsaniinlung in Argentinien, werkzeugsumniliiiig in der Schweiz; Für die Arbeiterbank: De Delegation in Amerika, Aktienverkauf in Palästina, Komitee in KonstantinoncI; Von der Hcchaluzbcwcgung: Bauarbeit, De Konferenz in Litauen, HcchaJuzkooperativcn in Rußland, Hechaiuz in Deutschöstcrreich; Literarische Bemerkungen: J. Bald; Der Kuntreß (zum 100. Heft).

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