Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1922)
- Date
- 1922-01-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Zur Frage des Bibliothekswesens in Palästina Von Dr. Hugo Bergmann, Jerusalem. Norbert Wcldlers Betraditungcn über das jüdische Bibliothekswesen in Palästina, in Nr. ,X) und 91 der ״jüd. Rundschau1", haben das große Verdienst, die Frage der Organisation dieser Arbeit im ganzen zur Diskussion zu stellen. Sein Verlangen nach Systematisieren der Arbeit ist sicherlich ein sehr berechtigtes, wobei wir uns aber nicht verhehlen dürfen, daß die bestehende Systenilosigkeit 1md Zufälligkeit, nicht nur gerade diese, sondern alle unsere ׳kulturelle Arbeit, kennzeichnet, solange die!Kultur das fünfte Rad am zionistischen Wagen sein wird. Die Organisation hat seinerzeit, durch die Errichtung des Erzicliungsdeparteiucnfs unter der Leitung von Schmarjahu Lcwin, einen Schritt zur Besserung dieser Situation und zur Schaffung einer zentralen Stelle gemacht, aber unter dem Drucke der ״Praktischen“ und ohne Protest «)11 seiten der ״Geistigen“ ist dieser Schritt wieder rückgängig gemacht worden und der im März 1020 gefaßte Beschluß des A.-C״ eine besondere Kultur-Konferenz ciuzubcrufcu, blieb unausgeführt, ohne daß sich darüber jemand beschwert hätte. So ist denn heute nicht abzu scheu, wie die einheitliche Leitung der bibliothekarischen, wie aller anderen kulturcllen Arbeit in und für Palästina praktisch durchgeführt werden soll, solange nicht die Kulturarbeit innerhalb des Zionismus die ihr gebührende Autonomie (mit eigener Leitung, Konferenzen, ja Kongressen) fordern und durchsetzen ward. Einige sachliche Bemerkungen zu Wcldlers Artikel. Lter Name der Bibliothek. Es besteht ein Be- Schluß des A.-C. und der Londoner ,Konferenz aus dem Jahre 1020, daß die bestehende Natioivalbiblioihck zur Universittsbibliothck ansgestaltct werden soll. Dementsprechend lautet der volle Name "״National- und Universitäts-Bibliothek.“ ln diesem Namen sind zwei Aufgaben beschlossen: Sammlung von der auf das jüdische Volk bezüglichen und von ihm produzierten Literatiu־ und Ausgestaltung einer allgemeinen Wissenschaftliehen Bücherei. Eine Trennung der Aufgaben und Einrichtung zweier Bibliotheken ist schon aus finanziellen ( Gründen völlig undurchführbar. Wenn trotzdem der volle Namen nidit immer gebraucht wird, so liegt dies, abgesehen von der Rücksicht auf Kürze, auch darin begründet, daß verschiedene Länder für verschiedene Seiten der Bibliotheksarl»eit Interesse haben und daher, bald den einen, bald den anderen Namen unterstrichen wissen wollen. Nur in Europa ist der Name ,Nationalkibliolliek populär; in Amerika und England ist das Interesse für die Bibliothek durch die Popularität des U n i v c r * sitä tsgedankens 1und zuletzt durch die Propaganda von Professor Einsfein für die Universität hervorgerufen worden. Fast sämtliche aus den Ländern englischer Zunge stammenden Bücher - Tausende von Büchern sind während des letzten Jahres eiugerciht worden ־ tragen schon von ihrem Urspningslandc her den Stempel ״Universitätsbibliothek“. Das Besitz reell t der Bibliothek ist durchaus nicht ungeklärt. Die Bücher gehören zweifellos der Zionistischen Organisation; nur •bezüglich der Duplikate hat die Loge, als sie die Bücher der Zionistischen Konitnission übergab, den Vorbehalt gemacht, daß diese, wenn die Bibliothek einmal ihr jetziges Gebäude verläßt, für eine Stadtbibliothek verwendet werden sollen. Eine Vertretung der großen ausländischen Korporationen, welche an der Zukunft der Bibliothek intcressiert sind!und für sie arbeiten, in der Leitung der Bibliothek wäre außerordentlich erwünscht. Die Komitees würden sich dann, was Wekllcr mit Recht unterstreicht, davon überzeugen, daß die Bibliothek nicht mir!Bücher, sondern auch Fonds braucht, tun die Bücher zu verwalten und die Verantwortung den Gebern gegenüber zu tragen. Noch ein Wort zu Wcldlers Wunsch nach einer Instruktion für Büchersammlung. Ich verkenne deren Wert nicht, glaube aber doch nach meiner bisherigen Erfahrung, daß hier von einer Zentrale aus nur wenige allgemeine Grundsätze anfgestellt werden können, während der Haupttei! der Organisation jedem Lande verbleiben muß. Ganz :andere Bücher und Dokumente! müssen heute in Mitteleuropa, ganz andere in Amerika gesammelt werden. Die von der Schweizerischen Ge- Seilschaft ״Pro Bihliotheca Judaica“, nach Korrespondenz mit den interessierten Faktoren, aufgestellte Formel dürttc alles Wesentliche umfassen: ״Erwünscht sind 1. Encydopädien der einzelnen Wissenschaften und Nachsclilagewerke; 2. Bibliographien der einzelnen Wissenschäften; 3. Hauptwerke der einzelnen Wissenschaften; 4. Judaica jeder Art (mit Einschluß von Gelegenheit«- drucken).“ Daß jedes gute Buch der Bibliothek willkommen ist und daß jedes in Palästina, wo es so wenige Bücher gibt, Segen stiftet, braucht nicht erst besonders erwähnt zu werden. Es sei mir gestattet, hier aus der Praxis eine Illustration anzufühten: Als, gelegentlich des Dante-Jubiläums, ein bekannter hebräischer Schriftsteller von einer Redaktion aufgefordert wurde, ül>er Dante zu schreiben, entstand die Frage: ״Wo verschafft man sich in Palästina Dante-Literatur?'‘ Vor 1y2 Jahren wäre das, wenigstem in einer öffentliehen Bibliothek, ganz unmöglich gewesen. Heute war Cs der Bibliothek, dank der reichlichen Sendungen, welche die Bibliothek während des letzten Jaüircs aus Deutschlaml, England, Amerika, Holland tisw. erhalten hat, ein leichtes, eine Anzahl von Büchern zusammenzust eilen, welche für den in Aussicht genommenen Zweck vollständig genügten. f JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 1 Aber deswegen ist des Fehlenden noch immer mehr als des Vorhandenen und es wäre den Freunden der Bibliothek ein leichtes, durch Zusendung von Büchern und Zeitschriften, •ei es direkt an die Bibliothek, sei cs an die Sammelstellen, uns die Aufgabe zu erleichtern. Spezielle Wünsche der Leser und der Leitung werden ohnehin denjenigen Komitees mitgcteilt, von denen wir erwarten, daß de dem Wunsche entsprechen können, und die Komitees der einzelnen Länder tun ihr Bestes, zu tun; daß׳ unsere Bitte um finanzielle Unter- ■bisher nicht erfüllt wurde, liegt nicht an ihnen. um tue« Stützung Vom Jfidischen Nationalfonds Ein Ercz-1 srael• i in November. - - Rnndscha u. tagte das D1 r c k - in Berlin. Die Erez- Die Beschlüsse der Berliner Dircktor in ui si t zu ng. -- Fortschritte der Bcsicd- Hing der E111 ck-B öd c 11. -■ F i 1111. — S p e n d e n e r t r a g Propagandistische Am 21. und 22. November tori11m des Keren I iajessod Israel-Arbeit stand im Vordergrund der Beratungen. Zu den 13 000 £, welche schon in Karlsbad für die Ameliorienuv; der neuerworbenen Emek-Böden bewilligt und seither aufgewendet worden sind, wurden noch 2000 £ fiir topographische Aufnahmen genehmigt. Aus dem Bericht des Hauptbüros an das Direktorium ging hervor, daß 1021 vom Keren Knjcincth bisher 167 000.C (seither weitere •MöO E) nach Erez-fsracI überwiesen wurden und daß sich aus den durehgeführten und bcschiossenen Bodenkäufcn und aus der nötigen Amelioriertmg dieser Böden sdion für das nächste Jahr große Verpflichtungen ergeben. Das Direktorium stellte fest, daß diese Sachlage, sowie die Sicherung einer Landreserve, eine wesentliche Steigerung der Einnahmen des Keren Kajcmcth und somit den Ausbau seiner Organasation und Propaganda imabweislidi macht. ln diesem Zusammenhang beriet das Direktorium! die Abgrenzung der Arbeit von Keren Kajcmcth und Keren Hajcssod. Da der hierüber von den beiden Direktorien geschlossene Vertrag vom 22. Oktober 1020 durch die Beschlüsse des letzten Kongresses seine Bekräftigung gefunden hat, fällt der Maasser, in dem für jedes Laml fixierten Mindestmaß, dem Keren Hajcssod zu und die Spenden verbleiben dem Keren Kajcimdli. Es lagen Prcsscnachrichten vor, daß bei Verteilung der ersten Hypothekardarlehen aus Mitteln des Keren Hajcssod die Siedler auf nationalem Boden leer ausgegangen seien. Laut These 3 der Londoner Jahreskonferenz sollten die Kreditmittel der Zionistischen Organisation in erster Reihe solchen Ansiedlern /,ugiilo l.iiJininin, die «ich den Priuzipien des Keren Kajemeth unterwerfen. Um jedoch den Bedenken der llvpotl1ekenansta.lt in Ercz-Israel entgegenzukommen, erklärte sich das Direktorium des Keren Kajemeth bereit, mit dessen Erbzinsforderungen jeweils hinter die erste Hypothek des Keren Hajcssod zuTiickzutrctcn. Für den 29. Dezember wurde das Actions-Gomite als Generalversammlung des Keren Kajemeth einberufen, um die Neuwahl des Direktoriums vorzu׳- nehmen. XII. Zionistenköngresses in Karlsbad mit Beifall zur f Auf füll rang unu wurde dann, da sein ursprüngliches j Programm den Erfordernissen der Propaganda nicht! voll entsprach, nach Weisungen des Hauptbüros und ן der Palästina Vertretung ahgeändert und durch zahlreiche Neuaufnahmen ergänzt. Nebst einer interessanten Dar- Stellung des gesellschaftlichen und politischen Lehens des neuen Jischuw gibt der Film nunmehr ein lückenloses j Bild der bisherigen Pioniertätigkeit und der beginnenden I großzügigen Siedlungsarbeit des Keren Kajemeth. la vier Hauptteilcn werden behandelt ״Jerusalem“, ״Aktuelle Momentbilder aus dein jüdischen Lehen des, Landes", ״Die Clia'uzim“ und ״Die Arbeit auf den Keren Kajemcth-Lämkrcicn", insbesondere im Emck. Die Neuaufnahme des Films war Mitte November beendet; nunmehr werden Kopien angcfcrligt, die in den meisten Ländern zur Aufführung gelangen. Der Palastinafihn wird, nach den bisher in der 1 idiedwssknvakei gemachten Erfahrungen, eine wertvolle Bereicherung des Programms bilden, das für die Jubiläiimsvcranz.taltu»■ gen des Keren Kajemeth anläßlich seines 20 jährigen Bestandes in Aussicht genommen ist. An Spenden kamen dem Hauptbüro im Noventber 1921 aus 21 von 60 in lictracht kommenden Ländern, einschließlich der ersten Rate von 2000 z aus den Keren Hajessod-Sammhingcn, insgesamt 7539 i; zu (gegenüber 17 052.C im November 1920). Die Spenden summe von Januar bis Ende November 1921 (bzw. 1920) ergibt 101 637 C (130111) und verteilt sich, in englischen Pfand, auf f״lgendc Länder; Vereinigte Staaten 2-1574 (26 769), Mesopotamien 14 744 (10 298), England 7131 (17 081), Rumänien 467״ (3132), Deutschland 4937 ( 7159), Argentinien 3486 (12170), Ercz-lsracI 3144 (2732), Polen 2755 (4365. China (Schanghai tisw.) 2610 (12648), Tscheclvoslowakei 2322 (3401), Oesterreich 2010 (2135), Australien 1974 (2430), Neuseeland 1967 (189), Jugoslawien 1774 (2311), Straits Settlements 1400, Holland 1100 (2567) Indien 1382, Ostgalizien 1224 (1<>02), Litauen-Kown׳ 1191 (354), Elsaß-Lothringen 1168 (988), Bulgarien 1113 (1363), Lettland 1031 (114), Südafrika 1002 (1323), Italien 963 (58S), Bukowina 819 (331;, Schweiz 819 (1273), Belgien 805 (1974), Finnland 701 (5), Bellarabien 702 (170), 20 andere Länder mit 5504 £ (1920; 20 andere Länder mit 10 712 £). de £* ke Kr t?e Oi w< D er di Die Besiedlung der Emck-Bödcn des Keren Kajcmcth, die kürzlich von Herrn Ussischkin inspiziert wurden, macht gute Fortschritte. Die topographische Aufnahme der beiden neu erworbenen Komplexe Nuria und Malul wurde nach Plänen Ingenieur Rutenbergs von Ingenieur Treidel durch geführt . Vom Ostkomplex N tt r i s sind, nachdem 4000 Dunam über Auftrag der Regierung auf sechs Jahre an Araber verpachtet wurden, für jüdische Siedler 23 000 Dmuun verblieben. Die Arbeit konzentriert sich zumidist auf die Landstrecken, welche an der dem Gilboagebirge entspringenden und aus dem Buch der Richter bekannten Quelle En Chcrod gelegen sind. Der von hier zum Jordan abfließende Bach reicht zur Bewässcrr.ng von 1000 Dunam hin. Im Rahmen des großzügigen Be- und Entwässcrungsplancs wurde ein alter Kanal wieder hergestellt, an dessen Ufern nun Oemüsebau und Viehzucht betrieben werden soll. Auch eine Baumschule für Frucht- und Zierbäumc ist in Vorbereitung. Andere Stellen wurden entsteint und vorläufig 4000 Dunam mit drei amerikanischen Traktoren aufgeackert. Uchcrhaupt sind schon vielfach moderne aus Amerika hcrbcigeschafftc landwirtschaftliche Geräte in Verwendung. Die 120 jüdischen Arbeiter, die zuerst in Zelten wohnen mußten, haben seither arabische Bauten als Unterkunft hergeriehtet und neuerdings einen Steinbrtidi erschlossen, um sich — auch• ein Kalkofen ist geplant — eigene Häuser zu• bauen. An gcnosscnschaftliehen Einrichtungen wurden von der Arbeiterlegion bisher eine Kiidie, Verpfiegtuigsmagazin, Krankenbaracke, Schusterei und Schneiderei installiert. Von dieser neuen, | Siedlung aus wird eine 4 m breite und 1300 m lauge, gesdiotterte Straße zur Bahnstrecke Chaifa-Semach angelegt tutd dürfte am Treffpunkt bald eine neue Station erstehen. Ebenso wurde auf dem 17 700 Dunam umfassenden Westhöiuplex Mal ul von 20 Arbeitern mit dem Bau einer Straße begonnen, um die neue Siedlung, weldtc bekanntlich zur individuellen Bewirtschaftung den Mo* sduuve Owdün zugedacht ist, mit der Hauptstraße Chaifa-Nazareth zu verbinden. Nach Dränierung des Bodens werden plangemäß der Getreidebau und die Pflanzung von Fruchtbäumen in Angriff genommen und die im Hügelland befindlichen Restbestände von Eichen, Johannisbrot- und Pistazienbäumen zu Waklparzdlcn ausgestaltet werden. ln der älteren Siedlung Mcrchawia ist die Mandelernte befriedigend ausgefallen, die Olivcnpflanzungcu und der vor zwei Jahren angelegte Eukalyptuswald, der demnächst vergrößert wird, entwickeln sich gib, und auch der Viehstand der Arbeitergenossenschaft mehrt sich. Den bewährten Arbeitern wurde Boden in Erbpacht gegeben. Der Bau von zehn neuen Häusern ist beschlossen. Das Hauptbüro des Keren Kajemeth hat von dem bekannten Photographen Bendow in Jerusalem einen Film ״Das neue jüdische Palästina“ erwortea. Der Film kam zum erstenmal während des Die Lamleskommission in New York hat eine großzügige Propaganda für die Landspcndc des Kcrv» Kajcmcth cingcfcitet. Unter Berufung darauf, daß vor allem die amerikanische Judcnscliaft verpflichtet ist, dem jüdischen Vnlkssch.1l/ die Last seiner großen Verpflichhinge n zu erleichtern, hat die Lamleskommission vom Hauptbüro die Bezeichnung der Osthälfte des Nuris- Bodens als ״American Sec tion“ erbeten. Weser »euerworbene Landesteil, dessen Kaufpreis in den Vereinigten Staaten gedeckt werden soll, ist von der Landeskomniission nach den Tcilstaatcu der Union und innerhalb dieser, nach den einzelnen Städten und sonstigen jüdischen Niederlassungen aufgctcilt worden. Der genaue, mustergültige Feldzugsplan sieht vor, daß binnen Jahresfrist 250000 S aufgebracht werden. Von den in England letzterzeit veranstalteten Bazaren war jener in Leeds, der gemeinsam mit dem ukrainischen Hilfstond veranstaltet wurde, durch die rege Beteiligung jüdischer und christlicher Kreise sowohl von großem moralischen als auch finanziellen Erfolg. Die zum Abschluß der Sammlungen für die T schlenow-Kolo nie, die bei Chaifa errichtet werden soll, vom Hauptbüro cingeleitctc Aktion findet besonders bei den russischen Landsleuten des Verstorbenen Förderung; in Polen werden von der Landeskommission 50000 Ansichtskarten mit Tschlcnows Bild verbreitet. Im französisch-sef;irdischen Sprachgebiet wurden die Sammlungen für die Norda u־Gartenstadt wieder auff" aufgetordert, am 18. Teweth, welcher mit dem siebenten Chanukkah-Tag zusammcnfallt, den 100. Geburtstag Leo Pinskers, des Autors der ״Autoemanzipation“, würdig zu feiern. Der Nationalfonds ist im vergangenen Monat mit größeren 1 c t z t w i 11 i g e n Verfügungen Bedacht worden, und zwar hinterlieilten ihm Jaakow jossclo witsch s. A., vormals Präsident der Zionistischen Föderation Argentiniens, 3000 Pesos, Morris I. Frankel s. A. in Washington 1000 8, Mrs. Ella R. Cox s. A., eine Christin aus Pana (Illinois), diverse Wertjxipiere und Samuel Weißmnnn s. A״ vormals Präsident der jüdischen Gemeinde Kopyczynce (Ostgaüzien), 600000 pol. Mari. w׳ ha Zi K. K bi fli sc ks st in ni m hi Die lea und der Landkaaf in Palästina Paris, 25. Dez. (J.C. B.) Der Direktor der ״ica“ in Palästina, Captain Henri Frank, äußerte sidi einem Vertreter des Jcwish Gorrcspotidence Bureau gegenüber, daß die Ica unter den gegenwärtigen hohe n Boden preisen, die die Bodcnpreisc in den Pariser Vorstädten übersteigen, in Palästina keine neuen Luidkäufe vornehmen könne. Seiner Meinung nach sollten auch der Jüdische Nationaltonds und die anderen jüdischen Bodeneinkaufsgeseilschaftcn von weiteren Bodenkäufcn Abstand nehmen, bis die Preise gefallen seien. Bis dahin wird die lea ihre Palästinatätigkeit auf industrielles Gebiet konzentrieren. Den Anfang hierzu machte auch sdion die lea durch die Erteilung• von Krediten an cüizclnec kapitalkräftige Personen, die bereit sind, ihre Kapitalien in Industrien Palästinas anzulcgcn. Captain Frank bestätigte ferner die von uns bereits gebrachte New Yorker Meldung, daß die lda grundsätzlich besditossen habe, sich an der von der amerikanischen zionistischen Minorität vorbereiteten Gründung einer genossenschaftlichen Bank in Palästina zu beteiligen.