Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1922)
- Date
- 1922-01-03
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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-i 4 חות ich« »acht wud eiche Dari de; los vs mii'u : ln »! Ah- . dis eleu Die Idvt; d«,! >;! co r Nr. 1 JUED'ISCHE RUNDSCHAU Seite 5 Heil >670 1489 0'>), for:t- Jien 1774 f>7), .113 23), 810 teü- )20; Sme .«11 vor k1״ Ichiom (ris-!8er krks- »err1! ge- 8«» 1*' kn mit rch tise len Weizmann in Wien Pr. Weizmann ist am 26. d. M. in Wien augekotnmen u!k1 wurde am Westbahnhof von einer vieltausendköpfigen Menschenmenge empfangen. Die Wiener zionistische Studentenschaft, die den Ordnungsdienst besorgte, konnte ״ur mit Mühe die herandrängenden Massen in Ordnung halten. Dr. Weizmann hat in Wien zweimal öffentlich ge■ sprechen, und zwar bei der Makkabäerfeier der Wiener Zionisten und bei einem Meeting des Keren Hajessod, Außer ihm sprachen die Herren Dr. Feiwel, Stricker, f)r. Cltajes u. a. Pr. Wcizniann wurde vom österreichischen Bundes- Kanzler Dr. Schober empfangen und hatte mit ihm eine längere Unterredung über verschiedene politische Gegen• stände. Dr. Weizmann ist wieder in Berlin eingetroffen, 0״ er bis zum 6. Januar 1922 verbleibt, um sich von hier nach Paris zu begeben. Die amerikanischen Zionisten gegen die Demission Dr. Eders New York, 26. Dez. (J. C. B.) Die Nachricht von der Demission Dr. Ed er s als Mitglied der Zionistischen Exekutive Palästinas und über seine bevorstehende Rückkehr nach England, hat in den führenden zionistischen Kreisen Amerikas große Beunruhigung hervorgerufen. Die Exekutive der amerikanischen zionistischen Organisation richtete eine Depesche nach Jerusalem, in wcldicr Dr. Eder um die Zurückziehung seiner Demission und sein Weitervcrbläben in Jerusalem ersucht wird, da seine Anwesenheit im Lande uube* dingt notwendig sei. Fortsetzung der zionistisch-arabischen Verhandlungen London, 15. Dez. (J. C. B.) Wie J.C. B, erfährt, werden die vorn Koloniahninisterium angebahnten Verbandlungen zwischen der arabischen Delegation und den Zionisten demnächst fortgesetzt werden, obwohl die erste Konferenz kein greifbares Ergebnis gezeitigt habe. Das Kolonialamt ist weiter um die Annäherung zwischen beiden Parteien bemüht und übt seinen ganzen Ein- (luß zur Herbeiführung einer Verständigung aus. Zwisehen dem Kolonialamt und der arabischen Delegation kam cs zu einer informativen Aussprache, wobei beitimmte Vorschläge festgclegt wurden. Man erwartet in Kürze die zweite Zusammenkunft zwischen den ziooistischcn und arabischen Vertreten!. Das Kolonialministcrium ist in bezug auf den Ausgang der Ver- Handlungen optimistisch. Wie wir weiter erfahren, beginnt die arabische Dcfcgation sich über die Tatsache klar zu werden, daß die gegenwärtigen Reibungen zwischen Arabern und Juden in Palästina nur dazu geeignet sind, die politische Position beider Parteien im Lande zu schwächen. Die Keren Hajessod-Aktion in Amerika New York, 12. Dez. (J. C. B.) Colonel Paterton, der bekannte christliche Förderer des Zionismus in England, traf hier ein und schloß sich der Sokolow-Dclegation als ordentliches Mitglied an, um die gegenwärtig im Zuge befindliche zionistische Kampagne in den Vereinigten Staaten zu unterstützen. Prof. Warbürg und Wl. Jabotinsky bereisen mit Erfolg die entlegenen Teile Amerikas und dürften morgen wieder nach New York zurückkehren. Die gesamte zionistische Delcgation ist für die nächsten Tage zu einem Diner bei der Jcwish Physicians Association geladen, die bekanntlich die Aufbringung der für die Errichtung der medizinischen Fakultäten der hebräischen Universität in Jerusalem erforderlichen Fonds übernommen habe. Die zionistische Delegation wird sich ferner an einem großen, von den New Yorker jung-jüdischen Organisationen «rangierten Sammelgang, beteiligen. Eine wissenschaftliche poale-zionistische Monatsschrift Die jüdische sozialdemokratische Arbeiterpartei Poaie-Zion in Deutschösterreich hat ihr bisheriges Zwei- »odienblatt ״Der Jüdische Arbeiter‘^ in eine gleichnamige Monatsschrift für die Theorie und Praxis des Poale-Zionismus umgewandclt. Die erste Nummer ׳st soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: B. Locker: Unsere Probleme; B. Bonochow: Der Umfang der jüdischen Streiks; Ing. Agr. J. Ettingcr: Die lanawirtschaftlicher» Genossenschaften in Palästina; S. Ka׳- Planskv: Die Rätsel des fernen Ostens; Paul Faure: Der Zustand des Sozialismus in Frankreich; S. Sokat: Vier Jahre Bolschewismus; S. Rubaschow; Zwei Bot- *׳duften; Vom jüdischen Leben: Aus der Judenhölle der Ukraine; Aus der Organisation. Bezugspreis: Jahr• '4: K. 800.-, Kc. 40-, RM. 50.-, poln. M. 600-, Lei 50.—, Frcs. 2.50; Halb- und vierteljährlich entsprechender Teilbetrag. Einzelnummer: K. 80.—, Kc 4.—, *5 .״״.—, pola M. 60,—, Lei 5.—, Frcs. —,25. Adresse der Redaktion und Administration: Wien, II., Obere Donaustr. 111/55. Armenier /ersuchen nach Palästina elnzuwandem. Im Zusammenhang mit den Ereignissen in Ciiicien Wünschten einige armenische Familien nach Palästina eipzuwandern. Die palästinensische Regierung hat diese Lmwanderer entsprechend den von Sir Herbert Sa- ,™״el erlassenen Beschränkungen die Einwanderung ®icht gestattet, da diese Beschränkungen für alle Ein- *anderer ohne Unterschied der Nationalität gelten Deutscher Landesverband Haßo&H&zaffr III. Landeskonferenz Am 26, Dezember v. 1. wurde in Berlin die 111. Laadcsköufereuz des Hapoef-Hazaiir mit einer Ansprache des Chawer Dr. W-eltsdi eröffnet. Nadi der Wahl det Büros (Präsidium Arlosoraff-Bcrlin, Samucl-Oöttingcn, Singer-Breslau) wurde zunächst folgender Antrag des Zentrale!« Waad betreffend Stellungnahme zur Jabotinsky- Affäre nac'1 kurzer Debatte zum Beschluß erhoben: ״Die dritte Landeskonferenz des deutschen Landesverbajuk'9 Hapoel-HazaTr beantragt beim Actions- Comite: Das A.-C. wolle beschließen! Das A.-C. stellt fest, «laß die Verhandlungen Jabotinsky» mit Petljura, die ohne Wissen der Exekutive erfolgt sind, eine sch were Schädigung der zionist isehen Interessen darstcilcn. Es stellt ferner fest, daß die von ihm abgegebene Erklärung mit der Verantwortlichkeitspflicht eine» Mitgliedes der zionistischen Exekutive unvereinbar sind.“ Dieser Beschluß wurde telegraphisch zur Sitzung des A.-C. nach Wien übermittelt. Hierauf nahm das Wort Chawer Dr. Weltsch zu seinem Referat über die Tätigkeit des deutschen Landesverbandes und der Hitadicluth seit der letzten Landeskonferenz. Darm folgte ein sehr ausführliches Referat von Chawer Arlosoroff über ״Die innerpolitische Lage der palästinensischen Arbeiterbewegung“. Er führte aus, daß die palästincnsische Arbeiterbewegung in ein neues Stadium der Entwicklung eingetreten sei. Die Verhältnisse in Palästina haben sich grundsätzlich geändert, die Arbeiter- Parteien sind daher 1m Begriff, sich aus sektiererischen Gruppen zu großen Organisationen auszuwachsen. Die Unterschiede zwischen I lap-oel-I Iazair und Achduth Haawodali sind lediglich historisch bedingte und nicht prin» zipielier Natur, da in allen Streitfragen der Schnitt quer durch beide Parteien zu ziehen ist. Redner befürwortet daher eine politische Einheitsbewegung, für die der deutsdie Landesverband innerhalb der Hitachduth ein■ treten soll ln der Nachmittagsitzung folgte eine lebhafte Debatte, an der siel» zahlreiche Chawerim beteiligten, über die Eiiiigungsbcstrebungen in der zionistisch-sozialistisehen Gesamtbewegung. Spät abends nahm dann das Wort Chawer Georg Landauer zu seinem Referat über ״Die Lage der Programmarbeit in der Hitachduth“, üi welchem er die verschiedenen Probieme der Programm frage und die bisherigen Lösungsversuche darlegte. Der zweite Tag wurde eingelcitct durch die Refträte der Chawerim Bacr und Blumberg über die Arbeit in Deutschland. Baer betont die Notwendigkeit verantwortlicher Mitarbeit an der zionistischen Gesamtbewegung, Blumberg die Notwendigkeit selbständigen Parteilebens, in der Debatte wies u. a. Chawer Samuel darauf hin, daß im verflossenen Jahre über 300 unserer besten Chawerim nach Palästina abgewandert sind, was den unglaublich hohen Prozentsatz von 30—35 0/0 unseres Oesamtbestandes ausmadit. Georg Landauer stellt fest, daß eine Hauptaufgabe des Hapoel-Haza'ir die Erfassung der politisch völlig unerzogenen deutschen zionistischen Jugend ist, die künstlich von dem Kontakt mit den realen Verhältnissen ferngehalten wird. An der Debatte, die sehr rege war, beteiligten sich ferner nodi eine große Anzahl von Chawerim aus vielen Ortsgruppen, Es wurde übereinstimmend beschlossen, an der Re- Organisation der Partei mit aller Energie heranzutreten. Am Nachmittag fanden Sitzungen der Kommissionen statt. Am Abend wurden in der Schlußsitzung die einzelnen Punkte der Arbeit in Deutschland besprochen. Ferner sprach man u. a. über die Aktion für die Arbeiterbank und die Aufstellung neuer Chaluzgruppcn. Die Wahlen ergaben das folgende Resultat: Exekutive des Zentralen Waad: Albert Baer, Josef Blumberg, Max Strauß; Zentraler Waad-Berlin: Eli Ascher, Kurt Bhtmcnfeld, Gottschal!, Lewit, Scharfstein, Weltsch. Dazu kommen Arlosoroff als Mitglied des Zentralkomitees der palästinensischen Organisation und Susmanu als Mitglied des Z.-K. der Organisation in Sowjetrußland, die sich beide längere Zelt in Berlin aufhalten. Als Mitglieder des Zentralen Waad außerhalb Berlins winden gewählt: Klein-Dortmund, Klein-Erfurt, Kleinplatz-Frankfurt, Landauer-Köln, Nathan-Köln, Noack- Gotha, Reiehmann-Dresden, Samucl-Oöttingcn, Schönfeld- Halle, Singer-Breslau, Treu-Essen Beschlüsse. Zur Frage der Einigung der Arbeiter- Parteien, 1. Die Landeskonferenz richtet an den paiästinensisehen Hapocl-Hazair und an die Exekutive der Hitachduth die dringende Bitte, daß von ihnen sofort die initiative zur Schaffung einer zionistisch-sozla- Jistisc 11 c 11 Einheitsbeweg unginPal&stina und im Ga lut 11 ergriffen werde. 2. Sie erklärt nachdrücklich, daß der deutsche Landesverband des Hapbcl-FIazair entschlossen ist, die Exekutive mit allen Kräften bei jeder Aktion zu unterstützen, die zu diesem Ziele zu führen geeignet ist. 3. Die Landeskonferenz betrachtet die Hitachduth Hapoel-Haznir-Zei'rc-Zion nach wie vor als einen Schritt auf diesem Wege und sieht in der Stärkung der Hitachduth eine der Voraussetzungen für das Gelingen der Einigung. Die Landeskonferenz beauftragt den Zentralen Waad, vorbehaltlich der Zustimmung der Exekutive der Hitachduth, in Verhandlungen mit den in Deutschland befindlichen zionistisch-sozialistischen Organisationen einzutreten zwecks Schaffung eines Gesamtvcrbandes dieser Organisationen. Aufgabe dieses . Verbandes soll zunächst diegemeinsam e Erledigten g der Aufgaben des Palästinaaufbaues und Herstellung einer innerzionistisch-sozialistischen Einheitsfront in Deutschland sein, bis die durch die Hauptzentralen der bestehenden Organisationen geführten Verhandlungen einen noch engeren Zusammenschluß im Qaluth erlauben. Zur zionistischen Arbeit f׳n Deutschland. 1. Die Landeskonferenz fordert die in Deutschland vereinzelt wohnenden Chawerim auf, sich intensiv am zionistischen Leben in Deutschland zu beteiligen, um im Sinne de* HapoS-Hazair darauf Einfluß zu gewinnen. 2. Insbesondere fordert sie alle Chawerim auf, bei jeder Gelegenheit den Kampf aufzunehmen gegen die völlige politische Unwissenheit und politische Tetlnahm»• tosigkeit der zionistischen Jugend in Deutschland. 3. Sie beauftragt den Zentralen Waad, durd» au»- reichende Informationen und Herstellung eines inniges geistigen Zusammenhanges innerhalb der Partei die Chawerim in diesem Kampf zu unterstütze» Arbeiterbank. Cie dritte Landeskonferenz stellt fest, daß es nach den Beschlüssen des A.-C. und der Billigung des XII. Kongrosse» eine Pflicht der ZV.f.D. ist, eine Aktion zur Verbreitung der Aktien der Arbeiterbank durdmiführe-n und fordert die Z.V.I.D. auL die vom deutschen Landesverband HapoePHazair begonnene Aktion zu unterstützen und gemeinsam mit Iw* weiterzuführen Palä stina-Amt Die dritte Landeskonferenz stellt mit Bedauern fest, daß die Organisierung der Arbeiterabteilung innerhalb des Berliner Palästinaamtes noch nicht erfolgt ist und fordert den O.-A, der Z. V. f. D! auf, gemäß de!» Beschlüssen des XII. Kongresse» unvorzüglich nach den dort beschlossenen Richtlinien diese Abteilung des Palästinaamtes einzurichten. Keren H ajessod. Die Landeskonferenz begrüßt die Abmachungen der Keren Hajessod-Leitung mit den Vertretern der Hitachduth, die die Oründung einer Arbeitcrabteilung de* Keren Hajessod betreffen und fordert die Chawerim auf, siel» nicht nur auf die Zeichnungen für den Keren Hajessod zu beschränken, sondern sich auch für die Durchführung seiner Aktion zur Verfügung zu stdea Ferner wurde eine Reihe von Resolutionen über die Durchführung der Alijah-Arbeit und die Aktion für die Arb-iterbank in Deutschland angenommen. Ein Aufruf jüdischer Schriftsteller Wir werden um Abdruck nachstehenden Aufruf•• ersucht: An die jüdische Gesellschaft! Aus Südrußland gelangen Nachrichten zu uns, bei deren Anhören jedes jüdische Herz erbeben muß. Die jüdischen Kolonisten befinden sich am Rande de» Ruins. Das lebensfähigste und kraftvollste Gebiet unseres Wirtschaftslebens^ der Ursprung und Born all umerer Kolonisationsversuche, der Herd der gesamten jüdischen Landwirtschaft, der bereits jetzt Flunder»- tausende von Personen zählt — dieses bodenständigste Gebiet in unserem zerrütteten Leben ist nahe daran, von Grund aus zerstört zu werden. Zuerst brach über die Kolonien eine Reihe von Pogromen herein; viele Kolonistenfamilien sind abgeschlachtet, Häuser «und Soeichcr, lebendes und tote» Inventar sind in erheblichstem Maße ausgeplündert und geraubt worden. Kc jüdischen Kolonisten wehrten sich tmd hofften gleich allen anderen Juden auf bessere Zeiten. Da wurden sie in diesem Jahre von einem neuen Unheil, einer furchtbaren Mißernte heimgesueöht. In der überwiegenden Mehrzahl der Kolonien wurde nicht einmal soviel geerntet, wie gesät worden war. Kc brotlos gewordene Bevölkerung flüchtet aus den Heimatdörfern, indem sie die spärlichen Uebcrrcsfc ihres Besitzes preisgibt. Hungernde Kinder irren auf der Landstraße umher und betteln um ein Stückchen Brot für eich und ihre Eltern. Ein großes Nationalvermögen, das viele gesellschaftliche Energie und viele Volksopfer kostete, geht seinem endgültigen Untergang entgegen Das darf aber nicht geschehen! Die jüdischen Kolonisten müssen bis zur Ernte des nächsten Iah res mit Brot versorgt werden! Die jüdischen Kolonisten müssen mit den nöägen Sämereien und landwirtschaftlichen Geräten zur Bestellung und Bebauung ihrer Aecker versorgt werden! Wir jüdischen Schriftsteller und gesellschaftlich tätigen Männer erachten es als unsere heilige Pflicht, uns an unsere Brüder diesseits und jenseits des Ozeans mit dem Rufe zu wenden: Rettet die jüdischen Kolonien vom Untergang! Zugleich damit erachten wir es aber audt als unsere Pflicht, unsere Brüder in Amerika darauf aufmerksam zu machen, daß, indem sie den jüdischen Kolonisten ihre Unterstützung angedeihen lassen, sie dessencingedenk bleiben müssen, daß sie es nicht mit Almosenempfängern zu tun haben, daß jede Unterstützung, die den Unterstützten zu einem Schnorrer herabwürdigt, lieber ganz ausblciben möge! Ihr müßt Euch gegenwärtig halten, daß hier nicht von einer Almosenverteilung auf's Geratewohl, sondern von einer planmäßig betriebenen, landwirtschaftlichen Hilfsaktion die Rede ist — einer Hilfsaktion, die seitens deren Organisatoren die Erfahrung einer langjährigen gesellschaftlichen Tätigkeit unter den Kolonisten erforaerhch macht Daher kann von einer Ucbergabe der Verwirklichung dieser Hills-Aktion an die Hoover-Administration, wie manche Leute in New York glauben, nicht die Rede sein! Nur eine Unterstützung, die ihr Auge!»• merk haupt- und grundsätzlich auf die Kolonie und nicht auf den Kolonisten, auf die Gesamtheit und nicht auf den einzelnen richtet, eine Unterstützung, die die Selbsttätigkeit des Notleidenden zur Grundlage hat, und die den Charakter eines wirtgehaltlichen Aufbaues trägt, nur eine solche, die, weit entfernt davon, Initiative und Tatkraft der Unterstützten lahmzulegcn. ihnen im Gegenteil Zuversicht und Glauben an ihre Kraft einflößt und sie zum Zwecke dieser Arbeit organisiert — einzig und allein eine derartige Unterstützung ist erwünscht, und nur eine solche fordern wir von Euch! Aus eben diesem Grunde sind wir der Meinung, daß die von den verschiedenen Organisationen vorzi*■ nehmende Hilfsaktion durch die Gesell»chaifI ״ORT“ (Gesellschaft zur Verbreitung von Handwerk