Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 104 (30.12.1921)
- Date
- 1921-12-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, 104 arbciien mit an einer Sadte, die ״׳ent hu den ^יsondern für die Urner. um nicht zu sagen für *Je. Keil, bestimmt Kt. Was wir leisten könnt״» ,״K großem Malle von Ihnen ab eh wünsche dt m U - liner Büw und der Itomtenscliaft eine c [ befriedigende Arbeit. Sie werden an der Arhut , 1-ri'iuie!1:1 ben, wem! Sie Uoberstuadeu atbeitui. 1 .. \ Rosenblüth schloß die Versammlung mit j dem Versprcfteu, da» die Beamtenschaft den!׳ordenm- , .,,,״ der Bewegung entspreche״ wird.; i־׳'v j n,e t-es.imte!»resse bat dem Besuch l>r Wci/manns j ..foßo Aufmerksamkeit geschenkt. I>ie 1 agesblättcr bituh- ( 'n-u austiihrlitite Herienle über die Versammlung am 1 <1!)ivember. Auch wurde Wei/mann von mehreren; führenden' Journalisten Herlins besucht. j j Weizmann Im K. J. V. N.-uii der ״rolle» Wei/mann-Versammlung m der I,liillianuonie waren die Herliner IC J. V.er mit ihren Angehörigen und /ahlreidien, /ur Erstchargicrtcntagung des K. J. V. m Herliu weilenden Vertretern der answärtigen Verbindungen im Baukettsaal des ״Rheingold“ /iisamincu. I >ie Veranstaltung erhielt eine besondere Bedeutung durch die Teilnahme von Prof. Weidmann mul Hiaiik. Von Vertretern des KnrteUpräsiditiins tler Berliner Verbindungen und 11er Alt-tlerreuschalt wurden Begrüßungsansprachen gehalten. Der Vertreter der Alten Herren Heinrich l.oeve. der tler V. j.St. i lasmounea- I!erlitt als Alter 1 leir h. e. angehört, erinnerte au die Fntsteinmgs/cit des V. J. St.-Bcrlin, in tler Wei/maim im Kreise tler spiiteren < irtimler dieser ersten K. j. V.-Korporatiou in Herliu /uinisliseh wirkte. W c i / ui a n n gab .mci) seinerseits Schilderungen aus dieser ersten Zeit des deutschen Zionismus umt sprach dann ausführlich über die Stellung tler Jugend m tler gegenwärtigen /ionistisdten Situation, Gr wies tl:tr.1111 hin, tlal! es auch und gerade nt tler heutigen Luge notwendig sei, gegenüber gegnerische;! Absichten (loschlossenlieit ׳״ 11׳״.eigen; bei .:Iler Anerkennung der reiitlen/. ׳״ur Sachlichkeit dürfe die Jugend »loch nicht durch den (leist tler Nüchternheit vharnktcrisisiert werden, der in ihren Kreisen, im Gegen- -atz ׳״n den früheren י ieneratioiieu zionistischer Jugend, vielfach /n bemerken sei. Er wünsche, dall die Kräfte, die mm schon seit langer Zeit die Bewegung trügen, w> halti als möglich von jungen Kräften abgoldst würden. Dazu sei erforderlich, daß auch die neuen ziouisti-dien tieneraturnen den alten (jeist freudiger Begeisterung he• sähen, tlall dt* auch jetzt, wo gerade von Berlin aus ein neuer Zionismus gepredigt würde, den alten, ehrlichen Zionismus hochiüelten. Die Keule Wei/inanus machte einen außerordentlich starken Eindruck und wurde mit großer Begeisterung auf ׳״(•nominell. JUED1SCH E RUNDSCHAU Sdte 741 Empfang einer zionistischen Deputation beim Präsidenten Argentiniens London, 2י De/. (J.C. B.) Wie aus Buenos Aires gemeldet wird, wurde dort nach Beendigung der zioiiistiselien Landeskonferenz eine zionistische Deputation vom Präsidenten der argentinischen Republik, Dr. It. Irigojen, empfangen. Die Deputatiott wurde dem Präsidenten vom VizeaulSenminisier Dr. Manittari vorgestellt. Der Empfang war ei״ sehr herzlicher. Der Präsident drückte seine wärmste Sym-!vaxhie für die;ütlisehe Bevölkerung Argentiniens und insbesondere fest d׳e zionistische Bewegung aus. Die Delegation überreiclue dem Präsident ein Diplom seiner Eintragung ins GAdene Buch. Die ganze Presse Ar• gentiniens widmete diesem Empfang längere Spähen, Storrs wird versetzt? Aenderungen in der Verwaltung Jerusalem, 18. Dezember. (J.C.B.) ״Haare/.*‘ zufolge sollen in der Verwaltung Palästinas wichtige Veränderungen bevorstehe״. Palästina soll in vier Vorwaltungskreise eingeteilt werden, und /.war: 1, Jerusalem, Jaffa und Umgebung; 2. Sichern (Nablus); J, Haifa und *!. Tiherias. Durch diese Einteilung werden viele Beamte überflüssig und werden in andere englische Mandatsgebiete abkenunandiert werden. General Storrs, der bisherige Gouverneur von Jerusalem, soll in die Verwaltung des Sudan versetzt werde 11. Agudas-lsrael und General Storrs Jerusalem, 18. Dez. ״Haarez“ meldet, dall Protessor de Haan, Vizepräsident der Agudas-1 srncl m Jerusalem, an General Storrs ein Schreiben mit einer Erklärung gerichtet hat, worin er feststellt, da» er mit jenen, die Storrs' Rücktritt verlangen, nicht einverstanden ist. (j. C. B.) Rücktritt des Jerusalemer Polizeieilt!• Wie dem J, C. B, aus Jerusalem gemeldet wird, hat der I ofizcichcf des Jeriisulemer Distrikts um seine Amt*• entJicbtiiijj nacligesticlit, Wie verlautet, »II er zu diesem!schritt aufgefordert worden sein angesichts der ungenügenden Sicherheitsmaßnahmen, die er hätte treffen müssen, um Ereignisse, wie die de« % November, *u verhüten, Ein Todesurteil Jerusalem, 24. Dez. J.C.B.) Bei den Unruhen ain^ 2. November wurde bekanntlich der Rabbiner ^a*man Rubin von. einem Araber tatheb angegriffen und erlag bald darauf seinen Vcr- 1«zungen. Das Aullerordcntliclie Gericht verurteilte den Araber wegen Mordes zum Tode, Die außerordentliche Landeskonferenz, der Z. V. f. D. wurde Somit,•״ז, am 21. Dezember, i!11 Logenhaus in Berlin eröffnet. Anwesend waren die Mitglieder tlcs Lniidcsvorstande.s und des Zentralkomitees tler Z. V. f. IX sowie die Delegierten der zionistischen Ortsgruppen aus ganz Deutschland, ferner die Mitglieder der Vertreter- Versammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung. Außerdem nahmen teil, das Mitglied tler Exekutive, Herr Liditheim, die in Berlin weilenden Mitglieder des Großen Actions-Coiniti's, die Herren des Berliner• Büros tler Zionistisclwn Organisation, sowie die Herren vom Merkns der russischen Zionisten. Insgesamt waren über 2(10 Personen anwesend. Vertreten waren folgende Städte; Berlin, Göttingen, Frankfurt a. M., Leipzig, Hannover, Lübeck, Nürnberg, Düsseldorf, Köln, Dannstadt, Manu• heim, Bentlieu O.-S״ Breslau, Karlsruhe, Wiesbaden, Stet• tin, Halberst.-ult, Königsberg i. Pr., Oppeln, Frankfurt a. ((״ Freiburg i. B., München, Hamborn, Gießen, Dessau, Halberstadt, Kassel, Tarnowitz O.-S., Köthen, Fulda, Zwickau, Erfurt, Landsberg a. W., Chemnitz., Raiibor, Bielefeld. Um lüVc Uhr eröffnet der Vorsitzende der Z. V. f.!>., Herr Felix Ro sc 11 b I ii 111, die Versammlung. Er weist darauf hin, daß■ dies die dritte Tagung der Vertreter tleulscher Zionisten in diesem Jahre ist. Vorausgeg,tilgen, sind; tler I )elcgiertentag in Hannover und die Versamm- 11mg der aus!’)elegierten und Gästen bestehenden stattliehen deutschen Landsmannschaft auf dem Kongreß. Die heutige Zusammenkunft steht im Zeichen des Besuches des Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation, Prof. Wei/niam» (lebhafte Begrüßung). Der Vorsitzende _legt dar, tvcldte außerordentliche Bedeutung der Besuch Wcizmanns in Deutschland für dcit deutschen Zionismus gehabt hat. Durch Weizmann wurden neue, wertvolle Be- Ziehungen augekinipft und «lic Position des Zionismus insbesondere auch im Hinblick auf die bevorstehende grolle Keren llajessod-Aktioii wesentlich pjestärkt. Der Vorsitzende dankt Prof. Weizmann für die großen Dienste, die er dein deutschen Zionismus in tlieser Woche seiner Anwesenheit geleistet hat. Der Vorsitzende teilt sodann mit, daß das Mitglied tles Latulesvorstatules und Aetions-Cumites, Herr Kurt Blumen fe Id, leider au der heutigen Tagung teilzunehmen verhindert ist, weil. steine Müller plötzlich gestarben ist. Er spricht dem verdienten Mitarbeiter namens der Versammlung das herzliche Beileid aus. Sodann gedenkt er in warmen Worten des kürzlich in Berlin vcrstorhenen russischem Zionisteniührers Abraham Idolso!111. Die Versammlung hat sich während dieser Anspräche zum Zeichen der Trauer erhoben, Sodann ergreift das Wort zu seinem Referat über di«• politische Lage tler Präsident tler Zionistischen Organisation, Prof. Chaini Weizmann. Weizmann schildert die politische Lage, so wie sie sich an den beiden politischen Zentren, London und Palästina, darstellt. Er beginnt mit der Veränderung, tlie siel* in London durch den Ucbcrgang der Palästinaangelegeulicitt'u vom Ressort des Ai1l!enmi»L1riiii.׳m auf das Ressort des Kolonialamtes stillzogen hak Die F.\ekutivo mußte die Hezichimgen zu der neuen Instanz herstellen u ml sie über unsere Bestrebungen informieren. Die letzten (»Monate standen im Zeichen der Anwesenheit tler arabische״ I )elogation, die eine lebhafte Agitation entfaltete. Leider gibt es gewisse englische Kreise, die ausgesprochen jmlcnfcindlirh sind und jede Gelegenheit benützen, um gegen uns zu arbeiten. Diese Kreise erschweren auch unsere Verständigung mit den Arabern. Sie bedienen sich jedes .Mittels, Vor einiger Zeit gab es in Englaut! eine Bewegui!״, die man ״Anti vaste“ nannte und die für größere Sparsamkeit auf allen Gebieten eintrat. Der britische Steuerzahler ist solchen Argumenten sehr zugänglich und prüft sie nicht so genau. So konnte man in der Agitation gegen das Palüstinamamlat stets die Kosten tler Garnison in Palästina und Mesopotamien geltend machen, wobei man verschwieg, daß Meso!»- tamien 30 und Palästina mir 3 Miß, Pftmd kostet. Jetzt hat diese Stimmung etwas!ungeschlagen, mul mit tler Lösung der irische״ Frage wird die politische Atmosphäre überhaupt etwas leichter werden. Die Revision des zur Durchführung von Sparmaßnahmen eingesetzten üeddes- Komitees bat sieh auch auf Palästina bezogen, tloeli wurde nur eine gewisse Revision der Garnison beschlossen. Weizmann schilderte dann die Entwicklung der Verhältuisse in den letzten Monaten. Es wurden dauernd Vcriundluugcit mit der Regierung geführt, die zmn Teil kompliziert wäre», weil viele Faktoren zu bcrüeksichtige״ sind. Schließlich hat die zionistische Exekutive der Regien!״״ eine Reihe von Forderungen vorgdegt, die auch den vom Kongreß beschlossenen Forderungen entsprechen. Die Verhandlungen darüber sind noch nicht ganz abgeschlossen, doch wurden bereits gewisse Erfolge erzielt. Zum Beispiel ist unsere Forderung nach Wiederlierstelhmg tlcs alten I in m i g r a I i 0 n s s v s t e m s, so wie es vor dem 3. Juni bestand, günstig entschieden worden, da man .׳Mierkeiiuen mußt«, •daß die Immigration ahne Mitwirkung der Zionistischen Organisation nicht geregelt werden kann. Das Koloninlamt ist bereit, das /eriitikatcnsjstem wieder cin/uführcu. Ferner wurden eine Anzahl von Konzessionen, die noch ntmstämlte waren, erteilt, vor allem die Konzession für das Rutlteiiberg- Projekt und Ihr den Lam.lk.M1f vom Patriarchat in 1 erusalein, Auch unsere Forderung nach Bestrafung der Dörfer, welche den Ueberfall auf Gliedern veranstaltet haben, wurde erfüllt Weizmann legt schließlich dar, dall wir jetzt die *cltneile Durchführung der Bestiitigimg des pal«• Htinammid.'itus amdivheii tiüilltcit. Sodann geht er zur Schilderung tler Luge in Pnlä» slina über, In Palästina ist die Lage schwierig, da noch nicht die wünschenswerte Form des Zusammenarbeite!!» zwischen der palästinensischen Exekutive und der Administration gefunden worden ist. Die Schuld liegt zum gro-IScn Teil auf unserer Seite, weil wir nicht genug getan haben, um Menschen und Geld Ins Land zu bringen, Immer wieder fragt man skeptisch, ob denn der Drang der Juden nach Palästina wirklich so groß sei. Man nimmt an, daß dann auch das Geld kommen müßte. Wir sind in Palästina ökonomisch noch außerordentlich schwach, und dies wirkt natürlidi auch auf die politische Situation. ln der Frage tler (i r e ri/. e 11 hat sich die La,:e zu unseren Gunsten verändert. Die Grenzen wurden sowohl im Norden als and» im (Asten verbessert. Nord* lieh ist ein Teil tlcs Jartmik nicht nur durch Wasserrechte, sondern durch territoriale Rechte atv Palästina gekommen. Die Grenze ist im Norden 20 km über Mctulla hinausgerückt. . in der praktischen Arbeit wurde bisher 111 Palästina alles gd:»!1, was der Kongreß beschlossen hat, allerdings nur im Rahmen des M»׳;enaf11!tc11 ,,kleinen“ i«.!1!:;eis von (100 (HK) Pi und. Aber wir können nicht verhehlen, daß die finanzielle Lage sehr schlecht ist und sic!! grundlegend ändern muß, damit die Arbeit in zufricdenstetlemicr Wesse fongeluhrt werden Rann. Es kommen jetzt monatlich 700 bis 801) Einwanderer. Es gibt zwar eine Zahl von Arbeitslos-n, doch ist auch dies ein ökonomisches Problem. Aus A m e r i k a besagen die Nachrichten der letzten Wodien, daß die ״Möglichkeiten dort unbeschränkt sind. Wir können dort das ganze Geld bekommen, das wir brauchen, mul sogar noch mehr. Aber es besteht noch ein Mangel an Organisation. Das Ideal wäre eine deutsche Organisation mit einer 4 in t r i ״ k a!1 i s ch c n V a 1 111 a. Die amerikauisdien Freunde geben sich alle Mühe, aber (las Land Bt zu _groß und mit Besuchen von Delegationen ist nicht zu iielien. Es wird notwendig sein, daß eine Reihe bewährter zionistischer Arbeiter es unternimmt, zwei Jahre liitulurch Amerika zu bearbeiten. Weizmann schließt mit den Worten: Mit den Engländern und mit den Arabern werden wir fertig werden, die )׳'rage ist, ob wir mit tler! Juden fertig werden. Wir haben alle noch nicht das letzte angespannt, noch lange nicht alles erschöpft, was wir machen können. Sodann berichtet Herr Lieh 111 e i tu über dir Immigration. Er betont mit Nachdruck, daß es notwendig ist, sich an die bestehenden Vorschriften genau zu halten, da sonst auch für «lic einzelnen Immiigranten Unannehmlichkeiten entstehen können. Es wurde in der letzten Zeit von der palästinensischen Administration darüber geklagt, daß Einwanderer himibt'rkommeti, die den Bedingungen nicht entsprechen. Ab 1 ■j. Januar werden solche Immigranten zurückgesehickt werden, selbst wenn sie das Driti-sehe Visum haben. Wir haben darauf hingewiesen, daß die .Miß-tamlc ihren (»rund dann haben, daß tlie Zionistische Organisation keine duckte Mit- Wirkung bei der Immigration mehr hat. Da- Kolonialamt ist bereit, der Zionistischen Organisation wieder das Recht zur Ausstellung von Zertifikaten zu geben. Solange die palästinensische linmigrationszentrale noch nicht vollständig funktioniert, wird die Immigrmiou von London aus geleitet, das ist aber ei!» Ucbcrgangsstadium. Das Immigrationsdcpartement in Palästina wird Prof. Piek iiliernehmen, in manchen Angelegenheiten zusammen mit Herrn Sprinzak. Redner geilt dann auf die Frage der Beihilfen für Ohalu/im über, die aiuii vom Finanz- und Wirtschaitsrat behandelt worden ist. Wir können nicht tlie_ ganze Immigration iinan/ieren und wir müssen uns auf den Standpunkt stellen, daß eine Unterstützung an Oalu/im nur in An-.n.1־hn1ci.1!!e!1 •;v'.vahrt wird, da sonst die Gei.־ihr einer tu!ue!1 Cralukkan entsteht. Die /ustätitligeu Palsätinaämter tltirfen nur eine Kategorie von Leuten empfehlen, deren Uehcrsiedltugg nach Palästina sehr zu wünschen ist, junge, kräftige und beruflich ausgebildete Leute. Was speziell Deutschland betrifft, so wurde bereits ein Betrag bewilligt für jene Chaiuzim, die irn Zusammenhang mit der Morris-Revision in Berlin steckcngeblieberi sind. Ferner wurden jetzt 3f)000 M. neu bewilligt, ähnlich bei verschiedenen anderen Palästinaämtern. In Ziiknnit werden Gesuche um Beihilfe״ an das (nmiigrationsdepartcnicnt in Palästina zu richten sein. Es gibt gewisse Schwierigkeiten infolge der Arbeit*- losjgkeit, aber die Exekutive wird sich bemühen, trotz dieser Schwierigkeiten die Beschränkungen zu beseitigen. Zum Schluß betont Redner seine Ueberzeugung, daß es am wichtigsten sei, landwirtschaftlich gut vorgebildctr Elemente in das Land zu bringen. Hierauf wird die Diskussion erulim■' Rechtsanwalt Wunderlich, Oppeln, protestiert dagegen, daß die Führer der Opposition zu dieser Konlerenz nicht eingeladen worden sind, ßinjan Haarcz sind genau so gute Zionisten wie die anderen, auch wenn sie och nicht auf eine bestimmte Art des nationalen BewuBtscins festlegen. Weizmann selbst habe in seinem Brief an Untermeyer gesagt, daß das nationale Moment nicht von entscheidender Bedeutung ist, sondern daß alles auf den Aufbau des Landes ankommt. Wir sind verpflichtet, auch die Opposition mitarbeiteri zu lassen und (iela von allen zu nehmen. Vors. R ose nbl ii t h: Herr Wunderlich beruft sich auf das demokratische Prinzip, das verlangt, auch die Opposition zu Worte kommen zu lassen. Auch wir sind dieser Ansicht und haben daher sehr bedauert, dall die Herren, für die Herr Wunderlich spricht, unserer dringenden mehrfachen Aufford e r u n g, sich a1״ Delegicrtcntag der Z. V. f.D״ welcher doch das eigentliche demokratische Forum ist, zu beteiligen, uir.it Folge geleistet haben, Daher mußten wir annehtncii dall die Herren sich an unserem Veranstaltungen nicht beteiligen wollen. Sollte eine Armierung hierin eingetreten sein, so werden wir das begrüßen. Wir sind jedoch bisher nicht hiervon verständigt worden. Arlo*orojf: Die gegenwärtige Situation im /kiimimus bringt cs mit sielt, dall viele fhmktc, die dm• Klärung finden müssen, heute zuriiektreten. Eine prinzipielle politische Auseinandersetzung muß jetzt zuriickstchen vor den ungeheuren allgemeinen Aufgaben Heute ist eine ganz reale Einsicht in die Situation allein imstande, die Bewegung über die Hindernisse hinwegzubringen. Ich kenne die Dinge in London nicht, aber ich kenne einigermaßen die Dinge in Palästina. Wir müssen unser Augenmerk ndden auf einen besonderen Punkt; Es muß mehr als bisher eine politische Gesamthaltung der zionistischen Kommission und der Exekutive erreicht werden. Der Jischcw ist von einer gewissen Nervosität beherrscht, in dem begreiflichen Bewußtsein, auf gefährdetem Posten zu stehen. Dabei wäre aber