Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 102-103 (23.12.1921)
- Date
- 1921-12-23
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 734 Nr. 102/103 JUEDISCHE RUNDSCHAU Ursachen d e r;t r a b i s c h c n F e i n d s c 11 a f t gc ״cn die J uden. -Solange die Juden eine unaufdringliche Minderheit Wieben, wie dies unter »!er otfoniaiiisdici! Regierung der Fall war, wurden sie nicht belästigt oder gehabt. Erst als die Araber /11 glauben begannen, daß die Juden einen ül>erwi egenden .Einfluß auf die Regierung ausübten, entwickelte siel» eine Stimmung, welche nur eine geringe Herausforderung von Seite einer ]»leinen Zahl unerwünschter Juden erforderlich machte, tun eine allgemeine Explosion gege.11 die Juden überhaupt zu entzünden. Dies zeigte sieh in ernsten Ausschreitungen, denen manche• Juden der besten Art zum Opfer fielen. Es ist nidit unsere Sache, den Zionismus zu erörtern*!sondern nur jene Fragen, von denen allgemein angenommen wird, daß sie durch den Zionismus aufgerollt: sind und die uns als die Ursache der in den Exzessen feinden Unzufriedenheit durgestellt wurden. Ob die s't; (Fortsetzung und Schluß.) eingekeilt werden muß und Uebertragtmgen tut andere aNan Einwohner Palästinas verbietet, wird von ihnen so aufgefallt, als sollte sie die Bodenpreise niedrig hallen imd Böden, die auf den Markt koimncii, zu niedrigeu Preisen den Juden in die Hände spielen. Die vorübergehende Maßnahme, die inzwischen außer Kraft gesetzt ist mid die die Ausfulir von Getreide verbot, wurde ihrer Meinung mich erlassen, tan die ' ihrer 'Ankunft in Palästina be.ctlea ׳Es” ist natürlicli Gier die Art, in der Gruppen dieser jungen Männer und Mädchen in freier und leichter Kleidung Arm in Arm durch ehe Straßen zogen, taeder -«txgeii/den Ver- Itehr aufliiclten und sich int allgemeinen in einer Art fccnaJimen, die von den arabische« Vorstellungen von passender Haltung abwich. Es ist nicht schwer, die Enipt'indmtgcn zu verstehen, welche diese jungen Leute Ix:, \uffassung der Araber oder ihrer geistigen Führer über gewisse Behauptungen von Tatsachen richtig ist und ob die Behauptungen selbst wahr oder einer Interpretation fähig sind, sind Fragen, die mit unserer Untersuchung uiclits zu tun haben. Was wichtig ist, sind die Behauptiuigen selbst und die Auffassungen darüber, weil sie zeigen, wie es kommt, daß die jetzige Stimmung derart ist, daß Ausschreitungen des ungebildetesten und hemtnungsloscsten Teiles der Bevölkerung, wenn nidit gerechtfertigt, so doch, um uns ganz bedeutsam auszudrücken, erklärt und entschuldigt wurden, von denjenigen, die selbst gegen Gewalttätigkeiten sind. Personen, die anscheinend alle Teile der niclitjüdisdien Bevölkerung vertreten, kamen freiwillig zu uns, um uns zu erklären, warum die öffentliche Stimmung gegen die Juden entflammt wurden. Mohammedaner, Orthodoxe, Christen unu Katholiken, Maroniten und andere Uniierte, Anglikauer waren durch Zeugen vertreten, darunter Priester der genannten christlichen Kirchen; und es war uumöglidi, den Schluß zu vermeiden, daß tatsächlich die gesamte niditiüdische Bevölkerung in der Feindseligkeit gegen die Juden einig war. Während der Exzesse war jede Unterscheidung von Seiten der Araber zwischen verschiedenen Kategorien von Juden verwischt. AUansässige Kolonisten und neumigekommcne Einwanderer, Chalukahjudcn und bolschewistische Juden, algerisdie Juden und russische Juden wurden in einen Topf geworfen, und frühere Freundschaften wichen vor der Feindschaff, die jetzt allen gegenüber empfunden wurde. Am 27. Juni, nahezu zwei Monate nach dem ersten Ausbruch, traten zwei ,Mitglieder der Untersuduingskominission zufälligerweise einen Trupp ordentlich gekleideter arabischer Kinder, deren Mer im allgemeinen nicht mehr als sechs oder sielten Jahre war, wie sic durch das Stadtviertel Ajami marschicrlcn, Stöcke und Aexte schwangen und riefen: ״Wir wollen mit den Juden kämpfen". Der Vorfall war vielleicht geringfügig, aber nicht hcdcutungslos, und es wurde von den Mitgliedern der Kommission, die Um salien, vermerkt, dal! von verschiedenen Polizisten, die in der Nähe waren, kein Versuch gemacht wurde, sich irgendwie einzumengen. Solange die allgemeine Stimmung 90 bleibt, wie oben dargestellt, wird cs nidit möglidi sein, Gesetz und Recht auf recht zu erhalten, weil man nidit das Zutrauen habe» kann, daß die Volks״ «nasse Cercditigkeit üben will, wo es sicli um einen Juden handelt. Die 1ms von Arabern und anderen vorgelegten Besei 1 werde 11, die zu dem Erregungszustand beigetragen haben sollen, der ein Ventil in d!en ׳Unruhen fand, sind den Zcitungslesor« bereits bekannt, doch kann ihre Wiederholung in diesem Bericht nicht vermieden werden. Wir glauben, daß diese Beschwerden das angegebene Ergebnis hatten, doch bedeutet diese Folgerung keine Erklärung unsererseits über ihre Berechtigung oder Nicht- Berechtigung im einzelnen. Die hauptsächlichsten sind in den folgenden Bedingungen enthalten: a) daß Großbritannien, als cs die Verwaltung Palästinas übernahm, sieh von den Zionisten verleiten ließ, eine Ifolitik anzunelunen, die hauptsächlich auf die Errichtung eines nationale« Heims für die Juden und nicht auf die gleiche Wohlfahrt aller Palästinenser zielte; b) dal» im Verfolg dieser Politik die Regierung von Palästina als ihre offizielle Beratungskörperschnft eine zionistische Kommission hat, die durch, ihre Ideale Und ihre Auffassung von ihrer Ralle genötigt ist, jüdische Interessen vor allen anderen zu berücksichtigen, und die durch ihre besonderen Vorrechte einen ״Staat im Staate“ bilde; c) daß unverhältnismäßig viele Juden im Regierimpsdienstc sind; d) daß cu» Teil des ziomstisehen Programms die Uebcr- ■flutung Palästinas mit einem Volke sei, welches größere geschäftliche und organisatorische Fiilügkeiien hat als die Araber und womöglich die Obernand über den Rest der Bevölkerung gewinnen will; c) daß die Einwanderer eine wirtschaftliche Gefahr iür die Bevölkerung sind, weil sic ihr Konkurrenz machen und weil sie in dieser Konkurrenz bcgunstigt sind;! f) daß jüdische Einwanderer durch ihre Arroganz und durch ihre Rücksichtslosigkeit gegenüber arabischen sozialen Vorstellungen verletzend wirken; g) daß infolge ungenügender Vorsichtsmaßnahmen Ein* 11111 bolschewistischen Tendenzen Lus Land tliesc Personen Klassenkampt und wirtschaftliche Unruhe in Pilästim ei״. ISS.'““ 1’01“*“0 **•"‘״י™»lsätzc projugiefon MIbÄ’vL&Ä Ä““ Araber ״,״ cingclKirenen Landeigentümer zu drücken, damit sic ihr Land verkaufen müßten, und uni gleichzeitig billige Nahrungsmittel für jüdische Einwanderer zu schaffen. Im Zusammenhang mit der Beschwerde über die unangebrachte Zahl der Juden im Rcgiemngsdicnste Ix•־ tonen’ die Araber, dati der Justizsekretär ein als glühender Vertreter des Zionismus bekannter Jude ist, und, obgleich sie keinen persönlichen Angriff gegen ihn richten, sagen sie doch, daß die Kontrolle, die er über die Gerichtshöfe auszuüben in der Lage sei, ihr Vertrauen zu der Justizverwaltung schwäche. Sic verweisen audi auf das Personal des Depnrlemenls für öffentliche Arbeiten, Sie betonen, die Juden seien im Geschäfts״ leben exklusiv, ein jüdischer Händler werde nicht hei einem Aral 1er kaufen, wenn die Ware, die er braucht, bei einem Juden zu haben sei, und sie behaupten, daß ein jüdischer Beamter, der die Macht» hat, die Erteilung eines Regienmgskontraktes zu beeinflussen, ihn mir einem Juden •zukommen lassen ,werde, wenn er nur irgend könne. Mit Bezug auf die von dem Departement für öffeutliehe Arbeiten und bei den Eisenbahnen beschäftigten Arbeiter und Tagelöhner beklagen sic sich, daß die Anstellung einer grollen Anzahl von Juden, die in keinem Verhältnis zur jüdischen Bevölkerung des Landes stehe, arabische Arbeiter verdrängt habe imd ein Mittel sei, öffentliche Gelder für die Unterstützung der Einwanderer zu verwenden, deren Ankunft Schrecken und Feindseligkeil Iiervorruft. Sie sagen, sie müßten noch für das jüdische nationale Heim zahlen. Dies bringt uns zu der Frage der jüdischen Ein- Wanderung. Die Eimvände von seifen der Handwerker und Arbeiter sind größtenteils wirtschaftlicher Natur. Wenn es möglich gewesen wäre, die Ankömmling« sofort in landwirtschaftliche Kolonien ׳ zu bringen, würde ihre Ankunft auf die arbeitende Bevölkerung von Jaffa mir wenig Wirkung gehabt haben; aber da sic bei öffentliclicn Arbeiten und Eisenbahnen Beschäftigung finden und mit den Stadtleuten als Handwerker, Tagelöhner und Träger in Wettbewerb treten, haben sie, iasbesondere seit sie in verhältnismäßig großer Zahl ankomincu, die gleiche Stimmung von Feindschaft und Aufregung hcrvorgerufen, die fremde Einwanderung auch in anderen Gemeinschaften, die uns bekannt sind, hervorgerufen Bat. Fs wäre nutzlos, dem Araber vorzuhaltcn, daß säe nidit Fremde seien, weil sie in ihr altes Heim zurückkehren, da dies für ihn eben die Auffassung der zionistischen Frage ist, von der er nichts hören will. Er sajrt uns, daß es Russen und Polen sind, und mandimäi fügt er hinzu, cs seien Bolschewiken, ln jedem Falle beklagt er sich, daß sie ihm das Brot vom Munde wegnehmen. Die Einwanderungspolitik wurde mit dem präiniengcfütterten Handel der Deutsehen verglichen, weil der Einwanderer .auf di« eine o<h:r die andere Weise unterstützt wird, und weil man glaubt, daß für den Anköminlung von der Regierung gesorgt wird oder daß seine eigene Organisation Unter- Stützungen gibt, während der Araber verhungern muß, wenn er arbeitslos ist. Die Araber, die nicht Handwerker oder!Tagelöhner sind, wiederholen die oben angeführten Eimviirfc und fügen hinzu, daß sich die Einwanderer um Beamtenstellen bewerben, insbesondere, da jetzt das Hebräische zu einer offiziellen Sprache gemacht wurde. Ihr Haupteinwand gegen die Einwanderung war jedoch politischer Natur, und dieser Eimvnntl hat, obgleich er seinen Ursprung unter den gebildeteren Arabern hat, durch die Khans und Kaffeehäuser in Stadt und Dorf Eingang gefunden. Fr kann in der Befürchtung zusammen gefaßt werden, daß Palästina mittels ausgci'elutter jüdischer Einwanderung ein jüdisches Land werden könne. . Diese Befürchtung wird nicht dadurch gemildert, wenn sie in der zionistischen Literatur Dinge lesen, wie die folgende Stelle aus dem Keren Hajessod-Book, auf das später noch Bezug genommen weiden Wird: ״Die Aufgäbe des modernen jüdische« Pioniers in Palästina ist es, Raum und Arbeit für die Tausende und Millionen vorzubereiten, die draußen warten.“ Ein merkwürdiges Beispiel für die Art, wie das menschliche Gehirn angesichts dieser Frage arbeitet, und für die Schnelligkeit, mit welcher di« 1 xirlleute ilurdi icde Bewegung alarmiert werden, die die bestehenden Beziehungen zwischen den Rassen zu bedrohen scheint, ist eine Au [Fassung, die Mr. Reading, der Bezirksamtman« in Tulkeram, unter der Dorfbevölkerung verbreitet fand. Es war die, daß die Juden, wenn sie genügend an Zahl angewachsen wären, so straff organisiert und so! gut bewaffnet sein würden, tun die Araber zu besiegen, zu beherrschen und zu unterdrücken. Vielleicht bestand eüi ursächlicher Zusammenhang zwischen dieser Auffasst mg und einem anfangs Mai umlaufenden Gerücht, die Juden seien von der .Regierung heimlich -bewaffnet worden. Dieses Gerücht rief beträchtliche Unruhe hervor, und die Araber verlangten dringend nach Waffen. Der Einfluß solcher Meinungen und Gerüchte sollte nidit unterschätzt werden, denn man muß bedenken, daß in diesem Weltteil -Vorurteile von Rasse *und Re- Ligton elementare Gewalt haben. Soweit Jaffa in Betracht kommt, besteht auch eine gewisse gesellschaftliche Einwendung gegen die jüdischen Einwanderer. Unter den Ursachen der judenfeindlichen Erregung der Araber in Jaffa , war eine gewisse arrogante^ Haltung, die in den Straßen und auf den Plätzen der Stadt von jungen Chafejzini beiderlei Ocschlechts 7m Schau getragen wurde. Mehrere Zeugen berichten daß der Uebergang aus den drückenden Bedingungen, unter denen sie in den Ländern lebten, woher «dikamen, zu der Freiheit ihres ״nationalen Heinis“, des Landes ihrer Träume und Hoffnungen, eine Ueberseliwänghclikeit mit sidi bringt, d.e walirsdteinüch mii einer übertriebenen Auffassung des Begriffes ״nationales Heim“ verbunden ist Andererseits ist es natürlich, daß die Araber durch das Selbstbewußtsein und die Von! rin:׳- lidikeit dieser neuen Ankömmlinge erregt werden unu daß dieses Eingießen neuen Weins in die alten Schläuehe nidit 90 leicht vor sich gehen kann. Unsere Aufgabe bei der Untersuchung ist es, Tatsachen test/ustellcn und nidit Tadel auszuteücii; aber der Umstand, von dein wir sprechen, zeigt, wie notwendig es ist, daß diejenigen, die die Verantwortung für die Aufsidit uixr die Einwanderer tragen, den letzteren Idarmadien, wie wichtig es wäre, ihre natürliche imd berechtigte Begeisterung in Bahnen zu lenken, wo sie andere nicht verletzen kann, und wie notwendig es ist, daß sw• sie darauf aufmerksam machen, daß sic die Empfindliclikeiten ihrer arabischen Mitbürger kennen zu lernen streben sollen. Wir haben die Demonstration der M. P. S. am!. Mai als eine geringfügige Herausforderung dargestellt und dir Verhältnis zu den Unruhen ist aas des Funkens* der vorhandene Explosivstoffe in Brand setzt. Nichtsdestoweriger glauben wir, daß eine gewisse Tendenz bestand, die Gefahr bolschewistischer Juden in Palästina, von denen die meisten, wem! auch nidit alle, neue Einwanderer waren, zu unterschätzen, vielleicht auf Grund ihrer kleinen Anzahl und infolge des Um- Standes, daß ihre Zahl sich seit November 1020 verringert hatte. Das bolschewistische Element im Lande hatte eine außer Verhältnis za seiner Anzahl stellende Wirkung, nicht wegen des Erfolges seiner Propaganda, sondern wegen der ursprünglichen Beunruhigung, die sie den Arabern verursachten, besonders bei der mbcmitteiten Klasse in den Land bezirken Für diese ungeheuchelte Beunruhigung erhielte« wir bei der Untersuchung über Chcdcrali reichliche Beweise, und sie ist durchaus ernst zu nehmen, Dieser Umstand legte dieser Hand voll von Agitatoren eine Bedeutung bei, die nidit an ihrer außerordentlich kleinen inneren Zahl oder an dem Mißlingen ihres Versuches, die Jüdische Arbeiter- Bewegung im Lande für sich zu gewinnen, gemessen werden kann. Es schein‘, uns, daß die Araber wirklich Furcht vor dem bolschewistischen Element und seiner Propaganda hatten, eine Furcht, die sich bei den Ungebildeten am schärfsten zeigte. Wie weit diese Furcht berechtigt war, ist unmöglich zu sagen; das Maß der von diesen Leuten dargestellten Gefahr kann naturgemäß nicht genaii festgesetzt werden. Es ist etwas anderes als der Fall der Dorfleute in der Umgebung von Tulkeram, die durch ihren Glauben an ein lächerliches und grundloses Märchen über die Festhaltnng arabischer Arbeiter ihirdi die KolouUten zmn Angriti auf Chcderah verleitet wurden. Wie wir in unserem Bericht über den Fall von Chederah darlegten, bestand kein Grund für den, wenn auch aufrichtigen, Glauben an ein Gerücht, von dem leicht festgestellt werden konnte, daß es mibogTiindet war. Bezüglich der Bolschewisten jedoch war es für die Araber nicht möglich, positiv fest/ustellen, ob eine Propagawia, wie sic die M. P. S. führten, eine ernste G<״ fahr für da•• Land mit sieh •bringen konnte oder nicht. Aber die Anzeichen waren 90, daß sie sie mit berechtigtem Widerstand in dieser Beziehung erfüllten. Sic sahen, daß die Tätigkeit der Al P.S. zur« Beginn eines industriellen Kampfes führte, der früher im Lande uubekannt war, sie sahen Streiks und Arbeiterdemonstrationen, die sie mit ihren konservativen Anschauungen aus dem Gleichgewicht brachten; sie lasen von der M. P. S. verteilte Flugblätter, worin die Bevölkerung autgefordert wurde, atn Kb-ssenkampf teilzunehnien und Anarchie und sozialen Aufstand herbeizulührea Solche Erscheinungen genügten unserer Meinung nach, um 1h•! den Arabern Unruhe hervorzurufen, und haben sie auch tatsächlich hcrvorgerufen. Audi niditbolschcwistische jüdi sehe Arbeiterorganisationen veranstalteten Streiks und andere Bewegungen, tlie zwar in I't 111 ,.■!lll.'iglidt «mi, in Julia aber neu waren; imil dadurdi trugen ae dazu bei, bei den Arabern ein Gefühl der Fcindschait uni des Mißtrauens gegen die jüdischen Arbciterimmigrante« int allgemeinen zu erzeugen. Aber mach den oben angeführten Erwägungen sind wir überzeugt, daß gegen die Juden als solche kein« Gegnerschaft bestehen würde; es gibt im Lande keine« eingewurzelten Antisemitismus, weder der Rasse noch der Religion nach. Wir haben glaubhafte Versicherungen von gebildeten Arabern erhalten, daß sie die Ankunft wohlhabender •und fähiger Juden begrüßen würden, die mithclfcn könnten, das Land zum Vorteil aller Teile der Bevölkerung zu entwickeln. Die Zionisten ihrerscits behaupten fest, daß die Verwirklichung :der Politik des nationalen Heims sowohl Arabern als Juden Vorteile bringen würde; aber wir halten uns für verpflichtet, die Meinung ,auszudrücken, zu der wir im Laufe unserer Untersuchung gelangten, daß die Zionist Gommissfon, die Vertreterin» der Zionistischen Org־anisatk>n ia Palä״ stina, nicht imstande war, die Araber in diesem PunJd zu ,überzeugen. *Soweit wir das beurteilen können, ist die einzige Empfindung, die sie ihnen eingcfiößt lut, diejenige tiefen Mißtrauens. Dieses Mißtrauen ist nidit neuen Datums, sondern 9cnewt bereits in der ersten Zelt der Militärverwaltung