Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 102-103 (23.12.1921)
- Date
- 1921-12-23
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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"sj ן 102/103 .־'\ JUEP1SCHE RUNDSCHAU Seite 733 Ur zu *e ei« erkt erst* 111ihe 111» ׳aliy- IM er- ׳e» sie tZf ler ler •pe ich 1er CB nd :di al ler e-!1 k K V. 1!1g IU& von von!ree Die r.en, Mt* gern der iben ■nist ■n gewissen Lclxusgebieten, z. »• «> persönlichen «1« rr!inw־en Fragen eine von seiner zionistischen gesonderte i xislenz Niemals ״her ist eine solche Scheu!״״!! in Annelecenheiten jüdischer Politik denkbar. E111 Mi S,ed £ äShe1 kami keine politische Aktion «nchen für die er die Verantwortung vor dem /־<״ Sn Forntn ablehnt. Der To״, in dem Jabotmsky dies trotzdem tut und die Erklärung, die 01 1״l s״ zukünftiges Verhalten abgibt, ist 1u.ertraKhd1. Wem! .solciie Zustände eiureiHeii, können ׳r täglich neue Leberraschuiuten erleben. . Es ist lief bedauerlich, daß es zu einer deraitiRCtt teil lirv kommen konnte. Nun muß sie jtber gründlich ui' etraiien wertieit, sonst kann sie verheerende Krankhefskeime zturücklassen. K. w. Deutschland Hilfsaktion für die jüdischen Kolonien Südrußlands Am 6. Dezember 1021 fand in Berlin unter Leitung des Vorsitzenden des 11 i I f s v e r e i ns d e r dcutsehen Juden, Herrn l)r. James S1 in on, eine zahlreich besuchte Versammlung_ statt, in der die Notläge der siidrussischcu jüdischen Ackerbankoloni st en lieliandvlt wurde. Herr S i n g a 1 o w s k v, Vertreter der Gesellschaft ״Ort“, schilderte den Anteil der deutschen Juden;111 der Landwirt schalt m der Vergangenheit «ml Gegenwart, zeig:e, welch wichtiges Lleincm die jüdischen Kolonien in ^üd-lhtülaml und in »!er Ukraine, die sich vor dem Kriege in blülivmlster Entwicklung bcftmtlen hatten, in den letzten jalirzehnteit bildeten, und enlsvarf ein Bild v.m der iuieJilbareu Not, die über die Kolonisten durch die Pogrome und die diesjährige Mißernte gekommen ist, die sie aller Ackergeräte lind Viehbestände' beraubt und ihnen ilanni die Möglichkeit zur Weiterlülmmg ihrer landwinscliaitlichen Betriebe aus eigenen Kräften völlig genommen haben. Die Herren Dr. James Simon und l>r. Paul Nathan gaben in grollen Zügen einen Ueherbück über die außerordentliche Bedeutung der Teilnahme »!er Juden am landwirtschaftlichen Beruf, die über die individuellen Interessen der Kolonisten, für die jetzt ein Rettungswerk ins Leben gerufen werden muSHe, hmausgehend, grolle sozial»' Interessen der jüdischen Gesamtheit tief he ri llt rc. Audi sie appellierten an die Versammelten, nach Kräften dazu beizutrageu, dal» das jüdische Kolonisation-;- werk in Süd-Rutlland und in der Ukraine erhalten bleibe. Die eindrucksvollen Ausführungen der Redner tan- »im »len lebhaftesten Beifall der Versammelten, die eil»• stimmig die folgende Resolution faßten: ״Die vom i 1 i 1 f s v c r e i n der »1 c 111 s e h e n luden, der ü roll löge für Deutschland U. O, B. B. und der Gesellschaft ,,Ort“ zur Förderung des Handwerk- und der Landwirtschaft unter den Juden des früheren Russischen Reiches cinberufene und unter »leni Votsiiz des Herrn Dr. James Simon am 6. Dezeniher im I ,)geithause abgelialietie Versammlung hat durch die Ausführungen des Vertreters der Gesellschaft ״On" erneut Kenntnis von der tieftraurigen Lage erhalten, in welche die jüdischen Ackcrbaitkolonien in Sü»l־Ri1(ilauJ diireli die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Krieges, insbesondere aber durch die tutmenschlichen Pogrome und die herrschende Hungersnot, d!!teil sie zum Opfer fielen, geraten sind. Sie spricht den schwer beuxilienen Glaubensgenossen, die schuldlos an Leib 11ml Lehen bedroht und geschädigt und um, die Früchte jahrzehntelanger, mühevoller Arbeit gebracht wurden, ihre herzliche Anteilnahme aus und erachtet es als eine Ehrenpflicht »icr gesamten Judenheit, daß so schnell wie möglich durch einträchtiges Zusammenarbeiten der jüdischen Organisationen ein planmäßiger Wiederau!hat! »Icr ruinierten Wirtschaften ins Werk gesetzt wird, tun vielen Tausenden von arbeitsfreudigen jüdischen Ackerbauern die Wicderbegründung ihrer Existenz zu ermöglichen.“ Herr Dr. James Simon, der in seiner Schlußrede an! die Notwendigkeit ltinwies, das Hilfswerk durch Zusammenarbeit der großen Hilfsgcsellschaftcn auf eine möglichst einheitliche und breite Grundlage zu steilen, gab bekannt, daß der Hilfsvercin der deutschen Juden aus dem Ukraine-Fonds ,zu der Hilfsaktion für die jüdischen Kolonien beisteuern werde und daß Spenden für dieselben au den ״Ukraine-Fonds" des Hilfsvereins ahgcfiihrt werden können, Verein jüdischer Schriftsteller Von hebraistischcr Seite wird uns geschrieben; Am M. Dezember wurde von einigen hebräischen und jiddischen Schriftstellern und Journalisten eine geschlossene Versammlung ihrer in Berlin zurzeit wolt- ״enden Kollegen berufen. Merkwürdigerweise wurden aber viele hier ansässige und gut bekannte, hebräische!Schriftsteller von der Sache gar nicht verständigt, während die jiddischen Schriftstdier_u11d Journalisten fast vollständig erscheinen konnten. Es fanden sich 26 Persom'ii ein. Aut der Tagesordnung stand: 1. Frage einer Begrünungsdelegation zur demnächst in Warschau stattfindenden Tagung der jüdischen Journalistcnverbände in Polen; 2. Wahlen dieser Delegation; 3. Gründung eines -Vlmtz.verbandcs jüdischer Schriftsteller in üerlin. Nach langen Debatten wurde diese Tagesordnung umgestürzt und die Frage des Sehutz.verbandes in den Vordergrund geschoben. Referent begründete' diese mit der Tatsache der Existenz, einer ähnlichen Institution in Warschau, ,r Ju^'sehe und hebräische Journalisten und Schrift- 1, ״T angehören (vergaß aber zu erwähnen, daß die ׳H'braer bereits aus dem Verbände ausgeschieden sind und eme Sonderorganisation geschaffen haben), und die nereits Gewaltiges geleistet haben soll. Es begann eine iziskussion, an der sich die wenigen anwesenden konse- MUenten Hebraisten nicht beteiligten. Das Mißtrauen gegen die Hebräer beherrschte die Stimmung der Jiddisausten, und einer ihrer Radikalen sprach aufrichtige Worte, denen überzeugte Hebräer gerne zustimmeii üürfteil, die aller in dieser Versammlung nicht ganz angebracht waren. Seine jiddiscliistischen Kollegen waren von dieser Rede peinlich berührt, was sie aber nicht hinderte, ihm bei den Wahlen in den provisorischen Ausschuß ihre Stimmen zu geben. Obwohl die Notwendigkeit des Schut/verbandes in Berlin •— fern von seinem faktischen Hiiitergrimde der jiddischen Journalistik Polens und Amerikas — mehreren Anwesenden keineswegs einleuch־ teil vvollie, wurde dennoch nach endlosen Debatten ״einstimmi(;“ d. h. ohne Abstimmung, der Beschluß gefaßt, den Verband ins Leben zu rufen, dem nur ,,jiddische und hebräische“ Schriftsteller, keineswegs aber mit der Quadratschrift weniger vertraute Interessenten, äugehören dürfen. Die wenigen extremen Hebraisten wollteil »las Spiel nicht mitinache», hielten es aber nicht für notwendig, es zu verderben. Beim ersten offenen Wahlgang für die provisorische Geschäftsleitung enthielten sic sich der Abstimmung, wodurch fast lauter jiddischisten in dm Ausschuß gewählt wurden. Dies war aber den Veranstaltern zuviel, und sie setzten neue geheime Wahlen durch. Schließlich wurde noch ein gemäßigter Hebräer hinzugewählt, und dann wurde zu den Wahlen des Aussdmsscs für Warschau geschritten, dessen Mitgliederzahl durch die jiddische Mehrheit auf zwei reduziert worden ist. Es wurden drei Kandidaten bestimmt und separiert, und die übrigen 23 Versammelten begannen die Prozedur der Abstimmung. Als erster wurde Herr Nom Berg gewählt Um das zweite Mandat entbrannte ein Kampf zwischen ,Jiddisch“ und ,,Hebräisch“. Von den 23 wählenden erhoben sich 13 Hände für den Hebräer und 15 für den liddiseliisten (Herrn Bergeison), der hiermit gewählt worden ist. Die arithmcthische Anomalie erklärte sich dadurch, daß mehrere der An• wesende^ sich für beide Nebenbuhler entschieden haben. Es ist mm klar, »laß »lie beiden Delegierten nur im Namen »ler hiesigen j i»Id i seil e 11 Schriftsteller, keineswegs aber auch im Namen der Hebräer in Warschau auf treten dürfen. Pie Hebraisten können sich nur freuen, daß sie von der Begrüßung der Warschauer Konferenz, »lie allem Anscheine nach eine interne, jiddischislische Angelegenheit zu werden verspricht, durch diese glück• liehe Fügung befreit worden sind. Die Versammlung machte einen überaus trostlosen Eindruck und lieferte einen neuen Beweis, daß es einem iiherzetigiingstrciien Hebraisten unter keinen Umständen möglich sein dürfte, mit dem linken Flügel der Jiddischisten und seinem großgezogenen Amhaarcz - Kulte in irgendwelche Gemeinschaft zu treten. Manche psychischc und moralische Faktoren bedeuten eben mehr als »lie heilig•״ ־professionelle" Einheit der Quadratschriftler, C S. An alle Zelre-Zion in Deutschland An Euch, Chawerim, die ihr aus den Quellen des Volks/ionismtis hervorgegangen seid, wenden wir uns im heutigen, für das arbeitende Judentum schweren Augenblick. Ihr gehört zu der Bewegung, in welcher der Gedanke entstand, der in einer schöpferischen, harmonischen Syntliese die Idee der Befreiung der Arbeit durch den Sieg des Sozialismus und die der jüdischen nationalen Renaissance tiurdi die .Schaffung eines politischen Zentrums in Palästina, zu vereinigen sucht. Diese Aufgabe erhält immer mehr •;reifbare Formen in Zusammenhang mit den wachsenden Eroberungen, die die jüdische Arbeit in Palästina inacht und schafft sich Methoden, die durch »las Lehen selbst diktiert werden. Als Träger der nationalen Idee, als Aufbauer des jüdischen Palästina erscheint der palästinensische Arbeiter, der durch seine Arbeit und durch sein eigenes Leben die 1 nationalen Positionen erobert und Träger der soz.ialisüsehen Aufbauarbeit im Lande ist. Die Weltbewegung der Arbeitenden ist jetzt zerstreut und zersplittert. Der allgemeinen Zersplitterung der arbeitenden Klasse entsprechend, gibt es keine Einheit und Geschlossenheit auch in den Reihen des Arbeiter- Zionismus, und das spiegelt sich kränklich auf der palästinensisdien Arbeiterschaft ab. Die Geschlossenheit der zionistisch-sozialistischen Front ist eine dringende Forderung, die durch die Interessen des jüdischen Sozialismus und des jüdischen Palästina diktiert wirtJ. Im Interesse der Schaffung einer solchen einheitlichen Front sind die sozialistischen Eiemente in den zeirc-zionistischen Reihen im September dieses Jahres in Karlsbad zum Weltverband der zionislisch-sozialistisehen Partei Zc'ire-Zion vereinigt vvorden. Als Grundlage für diese Vereinigung diente folgendes Programm: 1. Die Anerkennung einer aktiven Palästina-Politik. — Wir werden unaufhörlich in Palästina reale Arbeit leisten und alle politischen Hemmungen und Imtnigrationsstörungen zu überwinden suchen. 2. Die Anerkennung des internationalen Sozialismus. — Die jüdischen Arbeiter müssen einen organisehen Bestandteil der internationalen Arbeiterarmec bilden, die durch die sozialistische Internationale vereinigt sind, 3. Die Anerkennung des Hebräischen, als der einzigen nationalen Sprache in Palästina. 4. Die Anerkennung der Gegenwartsarbeit in der Diaspora, der Kampf für die nationale Autonomie ira Gallith. 5. Die Beteiligung an der allweltlicheu Zionistischen Organisation und deren Kongressen. Das ist hur einer der ersten Schritte auf dem schweren Wege der Kräftesammlung. Das ist bloß ein Minimum für gemeinsame Arbeit dieser Kräfte. Wir rufen Euch. Chawerim, die Ihr in Deutschland zerstreut und aus den Reihen der Zeirc-Zion hervorgegangen seid, zu, Euch unter der Fahne des Weltverbandes der zionistisch-sozialistischen Partei ״Zei're- Zion“ zu vereinigen. Da» provisorische Berliner Komitee des Weltvcrba nd cs ״Zeire-Zion“. Dr. Viktor Adler. CI1. Borodansky. L. Lewit. S, Lubowsky. Schriftliche Adressenangaben sind erbeten: p» Adr. Dr. Adler, .Palästinaamt, Berlin W, Sächsische Str. 8. Mitteilungen des Palüstina-Amtes Wir erhalten nachstehendes Telegramm aus London: ״In Anbetracht dessen, daß viele Emigranten nicht den augenblicklichen Bestimmungen gemäß liaiiuein, hat die palästinensische Regierung beschlossen, sämtliche Emigranten die den Bestimmungen nicht entsprechen, nicht nach Palästina hineinziilasscn, auch wenn sie _ in» Besitze von Visen sein sollten. Dieser Beschluß Ucz1e.it sich auf alle Visen, die nach 1l»-m 15. Januar H22 erteilt worden sind. Auf strikteste Einhaltung der Bestimm!:״- gen muß bestanden werden. Unterschrift: Zwniburo.“ Um alle, die die Absicht haben, nach Palästina zu reisen, nochmals zu informieren, lassen wir die Bcstiinmiingen in »ler Form folgen, wie sie uns aus London mitgeteilt worden sind. , . . . Eine Aenderung dieser Bestimmungen hat bi-her nicht statfgefunden, dennoch bitten wir die Palästinafahrer, uns einzeln ihre Wünsche vorzutragen, »iamit wir jeden Falt besonders behandeln und beurteilen können. Nach den jetzt geltenden Immigratiunsbeslimnrangei» kann an Personen folgender Kategorien das Visum für Palästina -erteilt werden: 1. Touristen, i. c. Personen, deren Aufenthalt in Palästina drei Monate nicht übersteigen wird. 2. Personen mit genügenden Mitteln und zwar; a) Personen, die im Besitze von mindestens 250 Pfund sind; b) Personen, die ein Monatseinkommen von mindestens 6 Pfund (pro Person) haben; c) Personen, die 120 Wund besitzen und überdies erfahrene Handwerker sind oder sonst einem besonderen Gewerbe angehören. Für diese letzten Fälle (c) ist jedoch eine besondere Erlaubnis seitens des Departements of Immigration and Travel der palästinensischen Regierung in Jerusalem nötig. 3. Angehörige freier Berufe (Doktoren, diplomierte Lehrer uhv.), die ihren Bern! in Palästina ausüben wollen. 4. Frauen, Kinder und andere Personen, die von in Palästina wohnhaften Verwandten vollkommen abhängig sind. Für diese letzte Kategorie (1.) besteht folgende offizielte Interpretation: a) Eltern, Schwiegereltern, Töchter und Schwestern bekommen die Einreiseerlaubnis ohne jede F.in- Schränkung; b) Söhne und Brüder erhalten nur dann das Visum, wenn sic das Alter von IS Jahren noch nicht erreicht haben; c) Andere Personen, die von in Palästina wohnhaften Verwandten vollkommen abhängig sind, müssen sich zuerst mit der palästinensischen Regitrung, Departement of Immigration and Travel, Jerusalem, in Verbindung setzen. 5. Zurückkehrcndc Palästinenser. 6. Personen die aus religiösen Motiven nach Palästina gehen und nachweiscn können, daß sie genügend Mittel besitzen, um sich dort erhalten zu können. Für diese Kategorie von Emigranten gelten dieselben Bedingungen zur Erlangung der Einreiseerlaubnis, wie für die »ler zweiten Kategorie. 7. Personen, di»' eine gesicherte Aussicht auf Beschältigung bei einen! namhaft gemachten Arbeitsgeber o<!er Unternehmen haben. Mit Bezug auf diese letzte Kategorie bereitet die Zionistische Kommission in Jerusalem gemeinsam mit der Regierung Palästinas eben jetzt eine genaue zahlenmäßige Aufstellung darüber vor, welche Handwerker und Xvieviele in jedem Fache in der nächsten Zukunft Aussicht auf Beschäftigung in Palästina haben werden. Die ganze Frage der Regulierung der Palästina-Emigration wird eben jetzt noch einmal von der britischen Regierung untersucht; die Exekutive der Zionistischen Organisation steht mit ihr darüber in ständigen Unter- Handlungen und tut ihr Aeullcrstes, um die Vrößtniögliehen Erleichterungen fiir die jüdische Emigration nach Palästina, in Uebereinstimmung mit den Bedürfnissen Palästinas und des Aufbaus der nationalen Heimstätte, zu erreichen. Aber wir müssen immer wieder betonen’ daß, bevor eine neue Emigrationsbestimmimg erlassen wirti, die augenblicklich geltenden Bestimmungen aufs genaueste befolgt und in der korrektesten Weise ausgeführt werden müssen, ln diesem Zusammenhänge müssen wir unsere Aemter wiederum auf die strikte Beobachtung folgender Prinzipien aufmerksam inadicn: 1. Die Aemter dürfen keine Erklärung in der An׳«׳• legenheit eines Emigranten ahlegen, in bezug auf desfen Angaben auch nur der leiseste Zweifel besteht. 2. Es dürfen nur solche Personen für ein Visum nach Palästina empfohlen werden, welche entweder dem Amt selbst persönlich vom materiellen wie auch vom moralischen Standpunkt für Palästina als vollkommen geeignet bekannt sind oder über welche das betreffende Palästinaamt Referenzen hat. 3. Die erste und wichtigste Erwägung bei der Unter- Stützung des Gesuches eines Palästina-Emigranten muß jederzeit sein, ob die betreffende Person nach all ihren Qualifikationen verspricht, ein für Palästina, bei dem jetzigen Staude des dortigen Kolonisationswerkes nützliches Element zu werden. Augenblicklich, da die Emi•»;״- tion so beschränkt ist, dürfen wir in erster Reihe “nur die wirklich geeignetesten Elemente unterstützen und ermutigen. 4. Besteht ein Zweifel darüber, ob eine Person einer der obengenannten Kategorien angchört oder nicht so muß die Angelegenheit der Zionistischen Kommission in Jerusalem übermittelt werden. 5. Die Exekutive hegt die volle Zuversicht daß alle Aemter die eben angeführten Leitsätze aufs genaueste befoDcn werden. Für ihre Ausführungsind »lie Leiter der Pa astmaamter verantwortlich. Wie wir schon ״- wähnt haben unterläßt die Exekutive nichts, um die er־ wimschten Veränderungen in der Immigratiönsrenulio rang zu erreichen. Solange aber die erhoffte Neuregul.erang noch nicht erlassen ist, wird jede Nachlassigkeit vonseiten unserer Aemter bei der Durchführung der geltenden Bestimmungen die Lage und den bedrohen210"'*115^611 0rSan1sation aufs verhängnisvollste