Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 102-103 (23.12.1921)
- Date
- 1921-12-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 72$ :P1SCHE RUNDSCHAU 102/103 Und nun werden Sic mir, geehrte Versammlung, «rtaifaeit, in einigen i'dhliditm Worten, die Lage zu schildern, in weicher wir uns heute befinden. Seit San Rein© sind wir ein großes Stüde Weg weiter gegnugci». Und irfr glaube, daII wir erklären dürfen, dali wir auf diesem Wege Erfaltrungen gesammelt haben, die gerade ausschlaggebend sind für das, was uns bevorsteht, für die Zukunft, für die Hindernisse, für die Widerstände und auch für die iortsdurittc, die wir in nächster Zukunft ׳machen werden. Seit San Remo ist das Mandat für Palästina zu einem öffeiltliehen und mor.'iliseli, wenn auch noch nicht formell von den ürolimäehteu anerkannten Dokument geworden. Id! sage, moralisch und niclit fonnelt, denn der Völkerbuiid lut das Mandat noch nicht ratifiziert; möglich, dab diese Ratifizierung bald zustande kommt, war möchten wünschen, dali sie so schnell wie möghdi zustande kommt. Aber jedenfalls ist 1 alästina nndi diesem Mandat sclion ״!dir als ein Jahr regiert worden, und cs ist an der Zeit, den Inhalt des Mandats und seine praktische Durchführung abztischätzeii. Das Mandat bietet uns' die politische Grundlage auf welcher unsere praktische Arbeit in Palästina, auf welcher der jüdische Aufbau Palästinas begründet werden miid. Drei Sätze sind für uns die Hauptsätze, drei Satze den Mandats sind es, die für uns ausschlaggebend sind. Vor allem der ״unpraktische" Satz, der aber nach meiner tiefen Ueber/euguiig gerade der allcrwichtigste ist, das ist die Vorrede, die Einleitung zum Mandat, wo es heillt, dali in Anerkennung der historischen Beziehungen der Juden zu Palästina die Großmächte es für notwendig finden, die Balfoursdie Deklaration nun feierlich und öffentlich zu bestätigen und sie zum Oesetz, zum internationalen Gesetz, zu erlichen. Das ist der Kernpunkt, der die Begründung aller unserer Bestabil iigen ist und bleibt, vor dem Mandat und. nach dem Mandat immer bleiben wird. Wenn Sic sich dieser Formel erinnern, so heillt es dort, dail die Großmächte anerkennen, dali die Juden das Recht haben zum Wiederaufbau des nationalen Heims in Palästina. Gerade vielleicht in diesem Worte ״Wiederaufbau“ liegt die tiefe historische Begründung unserer Bestrebungen. Der zweite Satz, der in Betracht kommt, ist die Errielitung und die A 11 erk■e 11 du 11 g einer jüdischen Körperschaft, die mit der palüstineusiseheu Ad• ministration in allen Fragen, welche den Wiederaufbau des jüdischen nationalen Heims betreffen, initzu,arbeiten, mitzuraten und mit/uwirken hat, und diese Körperschaft ist jetzt bis auf weiteres und für die jetzigen Verhältnisse die Zionistische Organisation. Dadurch tritt die Zionistische Organisation aus einer Partei, die ideale Bestrebungen hatte und noch hat, in die Arena der praktischen Verwirklichung der Idee, als ein staatsaufbauender Körper. Und der letzte der drei Sätze ist die Anweisung an die Mandatarmacht, die vom Völkerbund gegeben wird, in Palästina solche politischen, administrativen und ökonomi• sehen Bedingungen zu schaffen, daß die jüdische Immigration und jüdische Besiedlung in jedem Malle in intensiver Weise gefördert wird. Das ist die Grundläge, die politische Grundlage, die schon seit San Reino siSi entwickelt hat. Wie sie wissen, und ich glaube, dali Sie es wissen, sind Verschiedene Interpretationen und Auslegungen der Balfoursclicn Deklaration gegeben worden. Aber ich glaube, daß die einzige, Wenigstens authentische Interpretation in diesen drei Punkten enthalten ist, wie ich sie Ihnen soeben sorgetragen habe. Das ist das Bindende, Authentische, so ist sic vom Völkerbund und von den Großmächten anerkannt. Wir wollen uns nicht verhehlen, daß atle politischen Fonnein, diese wie auch andere, verurteilt sind, leere Formeln zu bleiben, wenn nidit der Ansatz gemacht wird, sie mit einem Inhalt auszufiißen und auf Stützpunkte zu basieren, die den Juden in Palästina eine gewisse Machtstellung geben werden; und so mußte notwendigerweise sofort nach Proklamicrung der politischen Grundprinzipien eine intensive Arbeit in Palästina cinsetzen, damit diese Formel zu einer lebendigen Tatsadle werde und gleichzeitig, damit wir, wie es immer in der Geschichte ist, wenn man aus dem theoretischen Gebiet aut das Gebiet der praktischen Verwirklichung kommt, die Widerstände aus unserem Wege raumen. Denn unsere jüdischen und liichijüdisehen guten Freunde, die den Zionismus mit einer mathematisehen Regelmäßigkeit jedes Jahr begraben haben, haben aus diesen Widerständen schon das Graboslicd für die zionistischen Bestrebungen gesungen. Ich glaube, ohne Ueberhebnng sagen zu dürfen, daß gerade wir diese Widerstände mehr und besser cinzuschätzen verstehen wie diejenigen, die noch außen stehen. Wir sind mit Palästina in täglicher Verb'mdimg, mit der ganzen Seele, mit allen unseren Nerven, unsere ganze Arbeit konvergiert auf Palästina, und wir können diese Widerstände abschätzen. Ich will von einem reden, etwas, was das Publikum, auch das nichtjüdische Publikum, berechtigterweise beschäftigt, das ist die Araberfrage. Manche glaubten, für uns die Araber erst im Jahre 1920 entdeckt zu haben. Das stimmt nicht ganz. Schon vor ■10 Jahren wußten wir, daß es Araber in Palästina gibt, wir wußten auch ungefähr ihre Zahl und wir wußten, daß wir mit diesem Faktor zu rechnen haben werden. Die Araberfrage kann in zwei Teile cingetcilt weraen oder kann von zwei Gesichtspunkten behandelt werden Die außerpalüstinensisch-arabischc Frage, die sicii vielldcht m einem Dreieck abspielt, das seine Spitzen uagdad Damaskus und Mekka, ist die eigentliche wirrf3״*?rawsc1’c A־!s nationale Juden wünschen wir der arabisch-nationalen Bevvcrtmg jeden Erfol״ irleich- SS S'Ä״ Ä י"»; Ä SXftÄ’wiS׳ Di?־״־״“ ־ arabischnationale Bewegung ß um ,״ Wlfd der Ju(kn bedürfen, nwf die *unter^den AratEnf0« P?wcßunS' zu werden, Ihre Nase sehen sehen n etwas weiter als der arabischen «W*Ä arbeiten. Die andere Frage ist die lokale paläs tiu c n s i s c h c \׳ r n c , die vielleicht ו1נ rnuncHeu ihren Aspekten in der täglichen Tagesarbeit schärfer erscheint, aller doch nicht so tiefgreifend ist, daß sie ein criisUej Hindernis fi'ir die jüdischen Bestrebungen bildete. wir liaben Schwierigkeiten und werden solche haben, aber es sind 11 i c h t Schwierigkeiten großer n a t i o n a I c r Natur, sondern Schwierigkeiten fokaler Natur, die durch Takt, Geduld und Weisheit beseitigt werden könne n; und schon jetzt scheu wir An- Zeichen, wie und auf welche Weise sie beseitigt werden körnten. Wenn wir auch diese Sache nicht unterschätzen, so dürfen wir sic auch nicht überschätzen. Es werden Reibungen bestehen; sie werden mit der Entwicklung der jüdischen Arbeit in Palästina kleiner werden. Die lokalen Araber werden ein sehen, was das jüdische Palästina auch für sie bedeuten wird. Das ist jetzt von den äußeren Widerständen vielleicht das Allerwichtigste; und nun gibt cs noch etwas viel Wichtigeres: das sind die inneren Widersände, das sind die Inneren Schwierigkeiten. Ich glaube kaum, daß man in einer schwierigerem Zeit je gearbeitet hat. Die eine Hälfte der Judenlieit, ich will nicht sagen, daß es die bessere Hälfte ist, aber jedenfalls diejenige Hälfte, wo die großen jüdischen Bestrebungen zu der Lebensadise der jüdischen Genicindc gdiörci», das östliche Judentum, cs liegt in Trümmern, ökonomisch, politisch und auch moralisch, und vvir fangen unsere Arbeit an mit gebundenen I Linden sozusagen, wir fangen unsere aufbauende Arbeit an in einer Welt, die in Trümmern liegt, in einer Welt, die sich verblutet hat in einem furchtbaren Krieg, wir fangen die Arbeit an in einer Welt, wo eine Stabilisierung der Verhältnisse vielleicht erst mach vier bis sechs Jahren •eintreten wird. Das macht unseren Weg langsam, macht unseren Weg schwer. Aber es ist unscre Zeit, es ist unser Volk, es ist unser Land. Das sind eben die Bedingungen, unter welchen wir zu arbeiten haben. Dieselben politischen Verhältnisse, die uns den Erfolg gebracht haben, haben uns auch die tnv gcltcurcn Schsvierigkeiten in den Weg gelegt, die wir zu beseitigen haben Das muß man immer i:1 Betracht ziehen, wenn man die jetzige Situation mit der Ungeduld, die uns Juden charakterisiert, betrachtet; wir haben Grund, ungeduldig zu sein, wir zählen׳ die Anzahl der Emigranten, die wir heute nach Palästina gebracht haben und sagen, die Fortschritte, die wir gemacht hahen, sind niclit groß genug. Sie sind vielleicht nicht groß genug, aber sie sind ungeheuer groß, wenn man in Betracht zieht, unter welchen Umstünden und unter welchen Bedingungen wir die Arbeit zu führen haben. Es ist neues Blut nach Palästina gekommen, es ist ein neuer Geist nach Pa lästina gekommen, und es ist der Geist, der die Leute anspornt, diese ungeheuren Widerstände ־zu überwinden. Wir sind in Palästina sclion heute in einer Position, die in einem Jahre zu einer ausschiaggeben den werden kann, wenn wir mit der notwendigen Ausdauer und der notwendigen Geduld weitergehen. Schon heute sind auf dem Wege der praktischen Durchführung des Mandats Sachen geschehen, die, wenn sie von uns durcligcführt werden — und es liegt nur an uns —, sie durchzuführen, uns in ökonomischer Be- Ziehung eine führende Stelle im Lande eiuneliiuen lassen werden. Wenn wir diejenigen L ä 11 - der eien, die wir besitzen, besiedeln, wenn wir die- )eiligen zwei oder drei Konzessionen, und ich spreche von den hauptsächlichsten, von der Konzession der Wasserwerke und der Elektrifizierung Palästinas w־cnn wir dies durchführen, kontrollieren wir den Nerv Palästinas und sind dadurch ökonomisch in eine führende Stellung gebracht; wir haben dann den Stützpunkt geschaffen für die Balfoursche Deklaration, den Beschluß von San Rcmo, das Mandat. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die es versuchen, schön zu färben, man ist zu unmittelbar verbunden mit der täglichen Arbeit, um das tue zu können; aber wenn man objektiv ein Fazit dessen zieht, was in Palästina in dieser schwieriger* Zeit geschehen ist, so muß man zu dem Schluß koin-!11011, daß wir einen Schritt weitergekommen sind. Und der erste Schritt ist der wichtigste, das andere wird sich von selbst entwickeln. Gleichzeitig mit dieser ökonomischen Entwicklung läuft auch eine ganz andere Entwicklung, das ist die geistige Entwicklung in Palästina und diejenige ausstrahlendc Wirkung, die jetzt schon Palästina auf das geistige Leben außerhalb Palästinas hat. Icii will Sic damit nicht lange aufhahen. Die H ehräi sierung des palästinensischen Lebens, das Schulwesen, alle die sozialen Werte, die heute in Palästina entstehen, sind Anzeichen neuer Lebensformen, die in Palästina mit jüdisdiem Geist und mit jüdischer Arbeit heute geschaffen werden. So stehen wir jetzt vor der Realisierung einer Ambition, die für die geistige Entwicklung Palästinas von großer Tragweite sein kann, wir stehen vor der K ea 1 i s ie rung der jüdis chen Universität. Ich glaube, daß schon nach einigen Monaten der Bau der jüdischen Universität beginnen wird und nicht nur der materielle Bau, sondern die Heranziehung aller, derjenigen Lehrkriifte, der geistigen Kräfte, die notwendig sind, damit die Universität wirklich eine Heimstätte des jütlisclieu Geistes wird und zu neuer, größerer, konzentrierterer, geistiger Entwicklung üt Palästina fuhrt. Das sind die Wege, die wir betreten, um aus der politischen Formel eine Wirklichkeit zu machen. Die Wege sind langsam, die Wege sind mit Steinen besät, alle palästinensischen Wege sind mit Steinen besät, aber sie sind die Wege, unrJ gerade in dem Aufräumen dieser Steine liegt diese große erzieherische und regenerierende Kraft, die Palästina auf die Juden ausüben kann, radc in diesen Hindernissen. komme, die speziell auf die Rolle zu sprechen deutschen Zionisten und die deutsche Judenlieit, 1 wie cs mir vorkommt, in der allernächsten Zeit ,! spielen haben wind. Ich glaube, daß die deutschen jlK1f 1 berufen sind, zu den intellektuellen Führern für j? 1 Aufbau Palästinas einen großen Prozentsatz! stellen. Von der Fülle der geistigen Kr,1? I des deutschen Judentums wird ein Teil abgelüb! ׳ werden, der notwendig ist für den Aufbau Pala’stia^ * Damit will ich nicht gesagt haben, daß Sit; sich nur V» eine geistige Kontribution beschränken müsset r werden auch das andere brauchen und das ander' nehmen. Wenn es auch zufällig heute ökonomisch vc«1 kleinerem Wert ist, so ist es moralisch von größerem Wer ' Es ist nicht notwendig, daß der Zionismus in dem Ma'*' ansteigt und fällt, wie die Valuta steig! und fällt. AR-i deutsche Zionisten finden schon heute in Palästl! eine Heimstätte. im! Palästina ist jetzt auf Gottes Erdboden vielleicht da־, einzige Land, wo keine politische; Schranken existieren, und die deutsche zr, nistische Jugend, die deutsche jüdische ge nd kann in Palästina h eu te ei n Arbeite f e I d und ein Arbeitsgebiet finden, ,12 J anregt, das anspornt und daswert istihn׳ Intelligenz und ihrer Bedeutung. (i1r4!jj Berlin, welches die Brücke zwischen Osten und Westet bildet, gerade Berlin, wo jetzt unsere lieben Freunde, 1!» russischen Zionisten, nur temporär, will ich hoffen,'ein! Heimstätte gefunden haben, gerade Berlin ist berufen eine führende Rolle in der Entwicklung dieser Amba«. Probleme in Palästina zu spielen und Ich kann mir V(jn Herzen wünschen, daß das so schnell als möglich geschieht. Und schon jetzt sieht man ihre V<eW,1j״ in und außerhalb Palästinas wirken. Das wird in itit-n. sivem Maße sich entwickeln müssen, denn die Än■ strengungen, die wir zu machen haben, sind ungeheuer große. Wir haben vielleicht nicht zuviel Zeit die Zeit ist nicht unbeschränkt, die Welt lebt jetzt j! einem viel schnelleren Tempo, Palästina wird nicht sih: lange, nicht unendlich lange auf die Juden warten. Ei w a r t e t auf Sic, es wartet auf uns. Meine Damen und Herren! Sie werden mir verzu hcn. wenn ich vielleicht kurz und lapidarisch spreche. Iliegt nicht in meiner Art, etwas Phrasenhaftes zu Sprecher. Ich habe versucht, in großen Zügen das Grundsätzliche der jetzigen Situation so nüchtern als nur möglich k schildern. Die Situation ist schön und sie ist schwer, ö ist voll von Möglichkeiten und voll von Schwierigkeiten und diese Schwierigkeiten müssen wir bekämpfen.' Sch« jetzt können Sie in Palästina sehen, wie aus aller Hem: Ländern die Juden die Straßen bauen, und ich glaube der Gott Israels schaut auf seine Kinder herunter, du er durch schwere Prüfungen zum Ziele führt. (Stürmisch« Händeklatschen. Alles erhebt sich von den Plätzen, ti«'■ fallsrufe, minutenlang, immer aufs neue schwillt briiill und Händeklatschen an.) Um 0 Uhr schließt der Vorsitzende die anik!• ordentlich würdevoll verlaufene Versammlung. Vor Eröffnung der Versammlung wurde eine Nationalfonds-Sammlung־ zur Schaffung eines Weizmaaa• Haines «!:»geleitet. L>,-. Roscnbcg־ iu‘et eine Anspracfci worauf 60 Sammler in Funktion traten. Es wurde es Betrag von mehr als 21 0(J0 M. in sieben .Minuten g» sammelt. Frankreich und Palästina Die ״Voss. Ztg.“ meldet aus London: Br ia nd empfing im Carl ton hotel Salm y (so!; wohl heißen ״Calmy“. — Anm. d. R. d. ״J. R.“)׳ der Dr. Weizmann, den Präsidenten der zionistisehen Weltorganisation, vertritt. Salsny teilte der, Ministerpräsidenten die Gerüchte mit, die kürzlich in gewissen Kreisen verbreitet waren und wonach Frankreich das Mandat über Palästina fordere. Briand erklärte, daß diese Gerüchte auf böswilligen. Entstellungen beruhten. Frankreich habe sich mit den anderen Mächten ins Einvernehmen gesetzt, namentlich mit England, damit diese das Nationalheim der Jude! errichten. Gegenteilige Gerüchte, die man ver• breitete, entbehrten jeglicher Grund• läge, Frankreich werde das getroffene Abkommen respektieren. Briand fügte hinzu, daß Frankreich für den zionistischen Gedanken Sympathien empfinde. ge. Nun habe ich Ihnen das meiste gesagt, was ich Ihnen heute zu sagen habe, und da gerade ich die Ehre habe nach einer langen und schweren Pause in dieser Stadt •zu sprechen, wo viele zionistische Schule die von uns in . ״. . , - gegangen sind, so werden Sie mir gestatten, wenn ich mit ein paar Worten Staatssekretär Hughes für den Zionismus Washington. (J.C.B.) Es wird hier mit• geteilt, daß der Untcrstaatssekretiir Mr. fle ts eher seinem €11 ef, dem Staatssekretär Mr. Hughes über den Empfang von Sokolow im Auswärtiges Amt berichtet hat. Hughes drückte seine voik Zustimmung zu der von Sokolow bä dieser Gelegenheit gemachten Erklärung aus und erklärte sich bereit, die zionistischen Bestrebungen zu unterstützen und zu fördern. Bestrebungen auf Umbildung der ״Jewish Agency“ Wie die Londoner ״Zeit“ au» sicherer Quelle er■ fahren haben will, sollen prominente Juden aus der Anglo-Jewish Association und der Alhancc Israclite nahe* stehenden Kreisen versucht haben, beiin High-Commis®0־ ner Herbert Samuel zu erwirken, daß nicht die Z»־ nistische Organisation, sondern ein von ihnen zusamrnc»״ zustcuendes Komitee als Jcvrish Agency anerkannt wenk• Diese Bestrebungen seien erfolglos verlaufen.