Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 100 (16.12.1921)
- Date
- 1921-12-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 100 JDEDISCKE RUNDSCHAU Serie 717!ca 11 aifje die tön׳;die Jün- »11*• Bien Die pfer;die ver■ lüüta .,and ertel *sta» lest• ninfl tbtea I <ג!che» ( «i> iü01 n verhtitlxifte da« Komitee, daß Personen, welch«״Pf™1bte r.ü'er bis mm <). Mai וזאת Krcisamt zuruckstclie» wiuv.rn Si lto™! «. 9 •<■»«»« ״T“S wS verfolgt werden würden. Das trgcbni. > , ״«•rinir ivnd es wurde eigentlich nichts von Weit /.uriuk lest Jt 479 Anzeigen wn Geschädigten wurden cm- «reicht, die Kommission ist aber nicht in; eine An נ״ In* über die Höbe des wn den A1ue1״crn »rlittcnen Schaden» zu machen. Man ordnete D!1rch«uchurv{fn an, konnte noer d.e Verstecke der gestohlenen oegenstände tveht a:!>- forschen, die vermutlich verbrannt oder in den IXirferit ,i‘rUSe״Tder,,Exze^e'und unmittelbar nachher w״r-;jen dauernd Klagen «•ingebracht, daII Soldaten uiiter 4t! Führung telephonisch’ trra Erlaubnis mm Verlassen de« Bezirkes hat, scheint Mr. Wainwright dem Chef des Sicherheit»- . depariements, mit dem er sprach, von diesen Befurch- ן hingen nichts mit geteilt zu haben. Daß er unterließ, die Aufmerksamkeit des Chefs auf die Tatsache zu lenken, daii während seiner Abwesenheit eine Arbeiterdemonstratio!! obgeiwlten werden sollte, ist eine ernstliehe Unterlassung. Wir wurden von dem britischen Rcseminspcktor Atkins unterrichtet, daß er für die Bewachung und Ausgäbe von Polizciwaffeti und Munition sowie anderer Vorräte verantwortlich ist. Sein Magazin ist bloß ein Teil de« PoHzciamtcs, das nur durch einen Vorhang aus Wollstoff abgeteilt ist. Mehrere Poüzcibcamte arbeiten in diesen Raum, und er ist vermutlich den Angehörigen zu Citauen von Juden 1 läuscr <l»1 ich suchten. Ihca! der Truppe invJ dem Publikum, das mit dem Poiizciaint z!ei genommen, insbesondere in Häusern, ן tun hat, offen. 1:9 scheint uns eine außerordentlich ,vo 11׳״.uv1.״-״...״nischc Frauen waren», uiul sogleich wur- ן leichtfertige Einrichtung, daß so wichtige Dinge wie den befehle erlassen, daß Soldaten ohne besonderen; WaffenvxirriHe an einem Platz dieser Art niedcrgclcgt Auftrag keine Häuser durchsuchen dürften. Ls ist s;(Vj_ Nach Mr. Atkins wurden am Sonntag nur 15 n:;s zweifelhaft, ob überhaupt. Soldaten solche Durchsuchungei! Vornahmen, und cs ist wahrscheinlich, daß die angeblichen Soldaten demobilisierte Juden waren, die ihre alten Uniformen angezogen hatten, da die» ihnen eine gewisse Autorität gab. Die Plünderung und Schädigung der Kolonien war der Untersuchungsgez.enntand eines besonderen von der Regierung eingesetzten Komitees. Wir erfahren, daß bis nun auf Grund der Flün- «erungen in Jaffa 25 Verurteilungen erfolgt sind. Der Kreisamtmann. Während der drei Tage der Exzesse in Jaffa hatte der Kreisamtmnnn Oberst Stirlmg eine sehr schwierige Schuß Munition ausgegeben, und zwar erhielten, drei Polizisten je fünf Schuld. Die Wizisten hatten andere Munition, die nicht in ihrem Besitze hätte sein sollen, und ein Teil dieser überschüssigen Munition ist ohne Zweifel unrecht benützt worden. Ihr Besitz ist wohl dem Mangel eines richtigen Vormerkungssystems über die Rückstellung von Waffen und Munition zuzu- Kchreibcn, die fiir die Wachen, Patrouillen, Schieß- Übungen oder sonstige besondere Zwecke ausgegeben werden. Die Aussagen von Sergeant Beer und den Polizisten Singer und KIcwicki deuten auf eine fast alarmierende Sorglosigkeit hin, wenn sie auch mit Zu«• rückhaltuug *tifgenommcn werden müssen. Von den palästinensischen Polizeioffizieren hielten Aufgabe nt erfüllen. Nach dem 1, Mai hielt da« Militär « j^r_ Q0j1cn ״t1״ Tewfik Bey recht gut. Von den Jaffa besetzt, obgleich das Stan.Ireclit erst am Dienstag i anderen ist cs schwer, mehr zu!sagen, als daß sie, Aber die Lage am 1. Mai war . . Polizisten zu Fuß S4 23 22 verkündigt wurde. Aber die Lage am geradezu unmöglich, die Zivilverwaltun! war unter dem Druck der allgemeinen Gewalttätigkeit zusainmeiir gebrochen. Wenn man auf die Dinge zurückblickt, «סי wissen wir, daß ein solcher Abbruch jeden Augen- Wiek erwartet werden konnte. Aber damals war er völlig unerwartet, und ganz Palästina war überrascht Hauptsächlich infolge der ungenügenden Uebung, Schulang und Tradition war die Polizei nicht 90, wie es nötig gewesen wäre, um dem Andrang des Rassenkampfes zu widerstehen, sind in einzelnen Fällen hatte sie auch gar nicht den Willen dazu. Dafür war Oberst Stirling aicht verantwortlich. Wir sind der Meinung, daß er aiien tat, was er unter diesen Umständen tun konnte. Die Polizei. Die budgetmäßige Stärke der Polizeiabteihing für den Venvaltiingskreis Jaffa betrog 10 Offiziere, 53 berittene Polizisten und 133 Polizisten zu Fuß. Die Verteilung in den Bezirken zur Zeit der Unruhen war die folgende: Offiziere Berittene I aff.« 6 20 kam! eh 3 17 'i uäkeram 1 15 Zwei der Offiziere waren Engländer, 5 Offiziere und 141 Mann Mohammedaner, 2 Offiziere und 19 Mann Christen, 1 Offizier und 21 Mann Juden. Die Leute sind bloß für zwei Jahre angeworben, eine Zeit, die sie kaum in die Lage versetzt, den Grad von Uebtmg und Disziplin zu erwerben, der nötig ist, um die Vorurteile von Rasse und Religion, die in Palästina so scharf ausgeprägt sind, dem Pflichtbcwußtsein unterzuordnen. Der Mangel des Lehens im der Kaserne ist auch nicht förderlich für die Disziplin und für die Entwicklung eines Korpsgeistes. Auch die Bezahlung und die Be- Cngungcn des Dienstes sind nicht derart, um jenen Typus von Leuten anzulocken, deren Umgebung und Erziehung in ihre«־ Jugend sie für die rasche Auffassung der Grundsätze der Unparteilichkeit fähig machen, die •allein einen tüchtigen Polizisten schaffen und ihm das öffentliche Vertrauen sichern. Es ist durch Zeugen aller Gemeinschaften fest gestellt, daß infolge der ungünstigen Anwcrbungsbedmgungcn die Rekruten für die Polizei truppe aus jenen Kreisen genommen sind, die nicht imstande sind, Beschäftigung I» anderen Berufen zu finden. Wir sind jedoch überzeugt, daß bei vernünftigen Bedingungen, ausgiebiger Uebung und genügend langer Dienstzeit der Palästinenser ein gutes Material für die Schaffung einer tüchtigen Truppe liefert. Dies wird durch die ausgezeichnete Haltung der Offiziere und Mannschaften der Trupne erwiesen, welche unter dem Kommando von Major Ntontefiore aus Jeroealcm kam. Es waren ausgewählte Leute, die einen besonderen Uebtmgskurs in der Polizeischule in Jerusalem durchgemacht hatten. Wir würden es für einen Akt der Klugheit halten, der die Auslagen wohl wert wäre, die Dienste einer Anzahl britischer Konstabler oder Unterolfiziere zu gewinnen, um die Truppe in die Hohe zu bringen und ihr den Geist der Pflichttreue und des Geborsams gegen das Gesetz einztiimpfen, der heute infolge de* Mangels an guten Traditionen noch fehlt. Zur Zeit des Ausbruches der Exzesse war der Kreis• polizeikommandar.t, Mr. Wainwright, abwesend in Khan Vunis. einem Stranddorf im Kreise Gaza, 66 Meilen von Jaffa, wohin er Samstag, den 39. April morgens, gefahren war. Es gab in Khan Yunis kein Telephon und Mr. Wainwright, der von den Unruhen hörte, konnte erst Dienstag, den 3. Mai, wieder in Jaffa eintreffen. Unserer Meinung nach war seine Abwesenheit nicht ausreichend gerechtfertigt. Erwägungen der Klugheit forderlei», daß er auf seinem Posten verblieben wäre. Der Kreisamtmann, der am Freitag auf Bezirksinspektioa abwesend war, sagt, er hätte, wenn er anwesend gewesen wäre, Mr. Wainwright nicht gestattet, den Kreis zu verlassen. Mr. Wainwright gibt in seiner eigenen Aussage zu, daß er den amtierenden Kreisamtman!»־Stellvertreter dahin informierte, es würde seiner Meinung nach zu einem Kampfe kommen, aber es scheint ihm nicht eingefallen zu sein, daß eine Gefahr bestehe, dieser Kampf Könne sich zu einer allgemeinen Unruhe entwickeln. Doch hegten andere Offiziere der Polizei Befürchtungen wegen der Konfliktmöglichkeiten zwischen der Arbeiter- Demonstration und der M. P. S., und wie schon berichtet, wurden Dispositionen ausgearbeitet, um die Poliristen auf die Punkte zu verteilen, wo sie am wirk- *uaaten cingrcifcn konnten. Ais er sein Kommando obgleich sie die Zügel der Situation aus den Händen verloren, nicht mit der Gesetzlosigkeit und Gewalttätigkeit in Verbindung gebracht werden können, welche das Verhalten zahlreidwr ihrer Untergebenen cliaraktcrisieit. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, daran zu erinnern, daß während des Sonntags und eines Teiles de9 Montags die Truppe ohne die Führung eines britisehen höheren Offiziers war. Zweifellos war auf Abdin Bey, den Kreiskommandant-Stcllvertreter, eine schwerere Bürde gelegt worden, als daß man berechtigterweise hätte erwarten können, daß er sic zu tragen imstande sei. Nichtsdestoweniger haben wir den Eindruck, daß er einen ernsten Irrtum beging, als er das Einwandererhaus verließ, als eben der Angriff begonnen hatte, und 90 lange fortblieb. Doch ist ein Offizier da, nämlich Untcrinspektor Hanna Effcndi Bordoosh, der eine strengere Beurteilung finden muß. Das Verhalten dieses Ofli/iers wurde in einem früheren Teil des Berichtes dargelcgt. Er war am Sonntag beim Einwandererhaus, als die Unordnung dort auf ihrem Höhepunkt war. Er sah und hörte Schüsse und Bombenwürfe. Er sah, wie Leute verwundet wurden, sah eine empörte und erregte Masse, die offenbar auf Mord und Plünderung ausging, an das Tor des Hauses schlagen. Es waren bewaffnete Polizisten anwesend, und wenn Hanna Effcndi seine Autorität gebrnudht hätte, so hätte er viel tun können, um die Zahl der Toten und Verwundeten 1— insgesamt 42 — zu verringern, die später im .Hause und ringsum, gefunden wurden. 111 voller Kenntnis der Schwierigkeit der Lage ging er nacfi Hause, um Mittag zu essen und seinen Gürtel von einigen Blutspritzern zu reinigen, die darauf gefallen waren, und überließ die Menge sich seihst und die Insasien des Hauses der Gewalttätigkeit de« Pöbels zur Beute. Er zeigte einen völligen Mangel an Verständnis für seine Verantwortlidikcit ah Polizeioffizicr und für »eine Autorität als uniformierter Beamter der Regierung. Es Ist schwer, sich eine flagrantere Pflichtverletzung vorzustellen. Die Haltung •der Mannschaften der Jaffaer Polizei während des ganzen Exzesses ist durchaus unbefriedigend. Wir können den Schluß nicht vermeiden, daß Rassengründe ihre Haltung beeinflußten und daß sie schon im frühen Stadium der Unruhen von Parteilichkeit angesteckt wurden, die sie nicht nur als Instrumente für die Aufrcciiterlialtung der Sicherheit ungeeignet machte, sondern sogar dazu führte, daß manche von'ihnen tätige Teilnehmer an Gewalttätigkeiten und Verbrechen ernster Art wurden. Wir waren nicht in der Lage, allen Aussagen über die Haltung der Polizei zuzustiinmen, doch sind gegen Mitglieder uer Truppe Schuldsprüche wegen Totschlags, Diebstahls, versuchter» Rauben und körperlieber Beschädigung ergangen, welche Verbrechen alle im Laufe der Unruhen verübt wurden. Andererseits wäre e* üoerraschend gewesen» wenn diese halbgescluilte Truppe imstande gewesen wäre, im Interesse der öffentliehen Pflicht sich gegen den Strom der Rassen! cidensäuft zu steiler», den man entfesselt hatte: Wir halten uns für verpflichtet hinzuzufügen» daß die Polizei in Jaffa, auch abgesehen von ihrer Haltung während der Exzesse, einen ungünstigen Eindruck auf uns wegen ihre* Mangels an Strammheit, Raschheit, Disziplin und polizeimäßigem Auftreten gemacht hat. Während der zweieinhalb Monate, die wir in Jaffa zubrachten, hatten wir viele Möglichkeiten, ihr Benehmen zu beobachten, und obgleich wir gegen das Ende dieser Zeit eine Besserung beobachten konnten, die vielleicht der Versetzung eines Inspektors von der Jerusalemer Abteilung zu danken war,!waren »vir durch ihre allgemeine Nachlässigkeit unangenehm berührt, einen׳ Mangel, den man bei einer unter britischen» Kommando stehendes Truppe sicht zu finden erwartet (Fortsetzung folgt) Chanukk&fi-Aktfon Die vom Jüdischen Nationalfonds angeregte Aktion für eine Chanukka!!- Landspende wird zurzeit in über 70 Städten vorbereitet Wenn sich alle Freunde einer schnellen Besiedlung Palästinas in den Dienst dieser Arbeit steilen, wird das Ergebnis de* Bodenerwerb des Nationalfonds erheblich fördern. Es ist dringend erforderlich, daß die Eingänge de» Nationalfonds in Deutschland durch eine großzügige letzte Autstrengung noch beträchtlich vermehrt werde* Der Rücktritt Dr. Rosenbaums Vor kurzem kam au* Kowno die überrasche»«*«.- Mehlung, daß Dr. Rosenbau in, Vorsitzender df* Jüdischen Nationalrats, Abgeordneter der titanisch׳.•■ Tariba (Parlament), nach seiner Rückkehr au* Warschau, sämtliche Acmter nicdergelegt hat. Au» de« soeben cingclroffencn jüdischen Zeitungen au.« Pok■ und Litauen erfahren wir folgende»: Im litauischen Kabinett bestehen zwei Richtungen, eine pro polnische und eine antifxrfnisclic. Die propolnische Partei, die den Polen mehr Entgegenkommen bringen will, veranlaßte Dr. Rosenbaum nach Warschau zu gehen, um den Weg für eine direkte Verständigung mit Polen, ohne Einmischung anderer Regierungen oder des Völkerbundes, anzubahnen. Dr. Rosciibnum übernahm diese Mission, die er erfolgreich durduuführen hoffte, da er ein alter Bekannter des polnischen Außenministers, Skirmunt, ist, mit dem er zusammen ia der russischen Duma gearbeitet hat. Dr. Rosenbamn betrachtete diese seine Reise als eine private, mit jüdischer Politik nicht im Zusammenhang stehende Angclcgcnhcit, weshalb er auch von seiner Reise dem Jüdischen Nationalrat keine Mitteilung machen zu müssen glaubte. Da ,aber nach den Statuten des Nationalrat» der jüdische Minister und der Vorsitzende des Nationalrats keine politischen Reisen außerhalb Litauens oh na Genehmigung des Nationalrats unternehmen dürfen, hat der Nationalrat die Frage in einer seiner Sitzungen behandelt und von Dr. Rosenbaum Aufklärungen verlangt. Dr. Rosenbaum erklärte darauf, daß er seine Reise als eine private Angelegenheit betrachtet, da aber die Debatte eine negative Steilung zu seiner Reise nahm und sie als mit der politischen Verantwortung des Vorsiteznden des Jüdischen Nationalrats unvereinba» bezeichnet, legte er alle seine Aemter nieder. Der Nationalrat nahm mit dem Ausdruck de» Bedauerns und de» Dankes für seine bisherige Tätigkeit die Demission aa So fiel Dr. Rosenbaum, der überaus geschätzte und verdienstvolle jüdische Politiker, alt Opfer der litauischen Politik, oder richtige!, der Reibunge* innerhalb de» litauischen Kabinetts. Verankerung der MinorifätsrecKe in der litauischen Verfassung Kowno, 9. Dez. (J.C.B.) Die litauische Re״ gienmg hat die Erledigung einer an sie gelangten Aafrage des Völkcrtnuvdrates über ihre Stellung zu de« nationalen Minoritätsrechten, dem jüdischen Minister sowie dem weißrussischen Minister übergeben. Dr. Soloweitsdiik bereitet daher eine Gesetzesvorlage zur verfassungsmäßigen Sicherung der nationalen Minderheitsrechte vor. Litauische Aktiengesellschaft für Baaand llandelsunternchmungen in Palästina Am 29. November fand in Kowno die Gründung»־ Versammlung einer Aktiengesellschaft ״C h * b 1 u 1“ statt, die Hai*• liiul I1anclcl<nmt4:nu‘hm11r» rtn in Palästina Letreiben will. An den Debatten beteiligte!» »ich AUuistcr Solowcitschik, Dr. Brutzku! t!. a. Dem Aufsichtsrat gehören Hans Wolf, Max Salzmann, Dr. B rut zkus u. a. an. Die Gesellschaft besitzt vorläufig eia eingezahltes Kapital von 2 Millionen Mark, das noeft durch weiteren Verkauf von Aktien fortwährend vergrößer! wird. Da» jüdische Schulwesen in Litauen. Einem amtlichen Berichte zufolge befinden sich in Litauen nebst den jüdischen Privatschukn bereits 126 jüdische Staatsschulen mit einer SchüJerzah] von 13 000. Von diese* 126 Schulen unterliegen 50«/. dem Einfluß der Hebräistea und 30 Y» dem Einflüsse der Jukiischiste« Rumänien jStSdiische Subventionen für ]üdlscbe Schalen In Rumänien Bukareit, 8. Dez. (J.C.B.) Die Bürgermeister der Städte Braiia, Barlae, Pioesti, Falticcal una Baku bewilligten den jüdischen Privatschule* größere Subventionen, da diese von» Staate noch immer nicht übernommenen Schulen unter großem Defizit leiden. Der Reichsverband der rumänischen Juden fordert in einem Rundschreiben die jüdischen Schul- und Go tneindevorstände auf, ähnliche Subventionen überall zu erwirke«. Anerkennenswertes Entgegenkommen der rumänischen Regierung Pari«, 9. Dez. (J.C.B.) Die Exekutive der jödischen Weithilfskonferenz erhielt von ihrer Bukares’ter Delegation die telegraphische Meldung, daß die n> manische Regierung ihrem von Dr. Hansen beiünwerteten Ersuchen um die Erlaubnis der Hilfelei«tu-is für die auf der ukrainischen Seite des Dnjestr befindlichen jüdischen Heimiosen stattgegeb״» habe. Demnach wird sich in Kürze eine Kommission über den Dnjestr nach der Ukraine begehen, um die Lage der jüdischen Flüchtlinge zu studieren und ihnen Hilfe zu bringen* Ebenso werde ein Teil der dortigen Flüchtlinge «ad* Rumänien gebracht werden, wo tie die Vorbereitungen für die Weiterreise zu ihre!» Verwandten ln den Wes*• untiern, ttMBeoüich in Amerika, treffen weiden.