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Jüdische Rundschau · 1921-12-16 · Heft 100 (16.12.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 100 (16.12.1921)
Date
1921-12-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 713 JUEDJSCHE RUNDSCHAU Nr. 100 «y.».,««—*"-ך ך 11־A •liit™ *f—יי ^r״׳f YN^ D_4 u 00 ןי—״׳י׳ י־־י״״־ך ך~״ד־־ך ^>**r i ■ 1 —«ä. ך*ך ןך HO v» Dt( Angriff 8«! Rechoboth. Pl׳ei tag, den 6. Mai, fand in Ra!11!e!1 zu Ehrea eines LokaUieiligcn ein großes mohaimmcdamsclics rcst §(a&. Dieses Fest, Ncbi Sulch genannt, kehrt alljährlich 1wieder sind lockt eine grolle Volksmenge «in. Diesmal «ollen 25000 bis 30 000 Menschen anwesend gewesen •ein. Die Frage war erörtert worden, ob man das rcst mit Rücksicht auf die eben i:n Kreise bestehende ge-, reizte Stimmung gestatten »Sie, aber Mr. Miller, dem Bezirksamt!™ nn in Rarnlch, war von einigen der fuhren׳- den Notabein versichert worden, sie würden das wob,- verhalten des Volkes verbürgen, und so wurde 11.e Abheilung des Festes erlaubt. Der Zivi'sekrctiir, der Kreitamtmann, General Palin und andere waren anwesend. Mr. Wainwrifjht begleitete den Umzug mit 35 Polizisten zu Pferd und m Fuß. Vor Ende des Festes bemerkte man, daß sich eine Anzahl von Leuten gegen die jüdische Kolonie Redioboth (El Ddran) bewegte. Diese Kolonie liegt etwa vier Meilen von Ra mich entfernt nn der Straße nach Gaza, und die nach der letzteren Stadt hei in kehrenden Araber mu fiten an Recho both vorüber. Hier handelte es sich aber um etwas mehr als um eine bloße Heimkehr von Fcdteilnelimem. Mr. Miller hatte bereits bemerkt, daß einzelne unter der Menge Aufregung hervorzimifen suchten; man erfuhr von einem Gerücht, daß die Juden von Rcclmbotfi das benachbarte arabische Dorf Wcst-Zerimikn angegriffen hätten. Dieses Gerücht war grundlos, und Mr. Miller glaubt, daß es von gewissen Notabein absichtlich auf* gebracht wurde, um einen Angriff auf die Juden hervorzumfen. Man hörte Rufe ״Nieder mit den Juden“. Als es offenkundig war, daß ein Angriff auf die Kolonie drohte, sandte Mr. Miller eine Botschaft an den Kommandanten der Icuftstrcitkräfte in Rnmleh mit der Bitte, Acropiane nach Rechoboth zu senden, um die Menge zurückzuhalten. Mr. Wainwrjght ritt mit einem Offizier und zwölf berittenen Polizisten nach der Kolonie. Er holte auf der Straße einen Haufen Leute ein, den er auf etwa fiOß schätzte. Er hielt sie auf, ließ den Offizier und die Leute an Ort und Stelle, tun sie ztirückzuhallen, ritt mit noch einem Reiter vor und begegnete auf der Straße in der Nähe der Kolonie einem zweiten Haufen von 150 bis 200 Leuten, Er machte »ich die Dienste von Leuten, denen er begegnete und die er persönlich kannte, zunutze tuvi konnte so die Menge lür den Augenblick zurückhalten. Aber die Angreifer waren zu sehr in Wut, um so leicht abgelcnkt zu •weilten, und so brachen s'e in die Orangenpflanzungen abseits der Straße ein, mit der Absicht, auf diesem Wege Rechoboth zu erreichen. Da er sah, daß die Sache zu ernst sei, um ohne Hilfe von Truppen erfolgreich behandelt zu werden^ ritt Mr. Wainwright zu dem nicht weit entfernten Hause General Pali!» in liir Salem und traf den General an, der bereits vom Feste zurück« gekehrt war und versprach, Truppen zu senden. Auf dem Ritte nach der Kolonie sah er eine Rauchsäule •us einem Orangengarten auf steigen, und all er an Ort und Stelle kam, fand er ein Gartenhaus brennend. So« Wann schloß sich ihm Mr. Miller an, der zu Wagen ■ach Rir Salem und von dort zu Pferd gekommen ■war. Er hatte Scheich Amin El Khawaji, M. D. E, *nitgebracht, der seinen Einfluß benützte, tim die Dorf» leute zur ruhigen Heimkehr zu bewegen. Doch waren die Fellachen nicht leicht zu behandeln und wiederholten' Immer wieder: ״Sie greifen unsere Brüder in Zermuka ■o, und wir müssen un9 rächen“. Ais Mr, Miller und der KreivPolizeikomma'ndant beim brennenden Haus waren, kam ein Aenoplan von Rarnlch her geflogen, und die Araber gingen nicht mehr vor. Sodann kam noch die indische Kavallerie, und der Rückzug wurde allgemein. Inzwischen hatte die Verteidigung von der Seite Rechoboths eingegriffen, ln der Kolonie stand eine Feldwache der li. F. A. mit Spitzhacken bewaffnet. Der kommandierende Offizier geriet in Zorn über einige Kolonisten, welche aus großer Entfernung auf die Araber geschossen hatten, und bc« tonte mit Schärfe, daß die Verteidigung seine Sache sei. Doch mag e* sein, daß eben dieses Gewehrfeuer die Araber zurückgehalten hat. Sie konnten die Soldaten «ehen, die auf einem weithin sichtbaren Punkt aufgcstellt waren, und schlossen vermutlich, daß die Kolonie von bewaffneten Truppen verteidigt war. Es wurde fest« festeilt, daß drei Araber durch Gewehrfeucr getötet «varen. Die Kolonisten hatten keinen Schaden erlitten. Die Araber trugen, soweit die Aussagen gehen, keine Ec&ußwaffe, und keiner war auch ins Dorf «ingedrungen. Im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit wurden fewisse arabische Notabcln wegen Aufreizung vor Ge« 1״cht geladen, konnten aber nicht überführt werden. Der Kreispolizeikornmandant und seine Leute verhafteten 17 Araber wegen Teilnahme an dem Ueberfall. Als Mr. Wainwright am 23. Juli seine Aussage vor uns machte, waren diese gegen Pfand freigelassen worden, und die Verhandlun״ hatte noch nicht stattgefunden. Der Ueberfall auf Chederah, der in vieler Beziehung *Ute ernstere Angelegenheit war, fand am selben Tage ,״3ץ* 's*. in einem anderen Bericht ausführlich dar« festelit. Weitere Ueberfälle auf jüdische kuulwirtschaft׳• »che Kolonien fanden nicht statt. 2. Teil, Schlußfolgerungen. ״•Hge meines. ff6’1*11• die Ursachen dieser Un» Ursache״Jh JÜ0 wir eine unmittelbare mehr als einen gewÄlfin ftnüjf ^ben würde, um rufen, der *uf (;L!.1?? btraßenkrawall hervorzu» kreis beschränkt, auf ein'1«י׳ןז?ו1<>5.זף^״ע״"^'״״ frenzt und von der Polize^J!^ 1 »»ebfncL°.eblei .beT cu halten gewesen wir0«״ rv v0,n, Ja^a leicht 1m Zugel *tration der M PS u’ntP^Jf yrsacIve war die Demon* Vmma der Jüdischek Arbeltoiätel400 108*״16״1״ «ff 9 7/dßSmcila Ober «tue ^ייך־ץ"/- ך־־־ךך־י (Fortsetzung.) Aber dies war kein gewöhnlicher Exzeß. Die U11« ruhen wüteten einige Tage mit Heftigkeit, wo immer | Araber mit Juden in Berührung kamen, und verbreite« ten sich in das Land ringsum, wo jüdische Kolonisten, die nicht das geringste mit Bolschewismus zu tun hatten, brutal angegriffen wurden. Die bolschewistische Demonstration war der Funke, der die eat« 7,bildliche Gereiztheit der Araber in Urand setzte und j eine Explosion herbeiführte, die sich zu einer arabisch« j jüdischen Fehde entwickelte. Es wurde uns von jüdischen Zeugen ,gesagt, daß es damals keine ernstlich« antijüdische Frage gegeben habe, sondern daß die Bewegung gegen die luden von Leuten eingefädelt worden sei, die in der Absicht, die britische Regierung zu diskreditieren, Unzufriedenheit; und Ruhestörung förderten, indem sie dis ncJrige Volk gegen die Juden auflictzten. Sie behaupten, daß alle Unruhe auf die Propaganda einer kleinen Klasse zu« rückzuführen ist, deren Angehörige den Untergang des alten Regimes beklagen, weil d.e britische Verwaltung den früher von ihnen genossenen Privilegien und Vor« teilen ein Ende gemacht habe; in Zusammenarbeit mit ihnen stünden gewisse Ausländer, insbesondere f.anzü« sisclie Agenten, die bereit seien, aus politischen Grün« den Unheil zu stiften und jede Art von Unruhe zu fördern, die die britische Regierung in Verlegenheit setzen könnte. Diese Zeugen erklären beharrlich, der Zionismus habe mit der bei den Unruhen in Jaffa zutage getretenen judcnfeindlichcn Stimmung nicht» zu tun. Sie betonen, die Araber seien nur antizionistisch oder aniijiklisdi,, weil He eigentlich antibritisch seien, und sic gebrauchten nur die antizionistische Parole, um das britische Mandat in Frage zu stellen. Wir sind überzeugt, daß dies nicht stimmt. Obgleich bei einigen sehr wenigen Leuten aus diesem oder jenem Grunde eine Neigung bestanden haben kann, irgend« welche Unruhen im Lande auszunützen, war doch die Stimmung gegen die Juden zu ursprünglich, zu weit verbreitet und zu stark, um auf so oberflächliche Weis« erklärt zu werden. Daß es Unzufriedenheit mit der Regierung gibt, hat sich während der Untersuchung gezeigt, aber wir sind sicher, daß c» zum Teil aut die Politik der Regierung mit Bezug auf ein jüdisches nationales Heim in Palästina, zum Teil mißverstand* lieber arabischer Auffassung dieser Politik und zum Teil der Art zuzuschreiben ist, auf welche diese Politik von einigen ihrer Verfechter außerhalb der Regierung ausgelegt und nnzuwenden gesucht wird. Diese Un. Zufriedenheit gipfelt in dem Verdacht, daß die Regierung unter zionistischem Einfluß steht und daher geneigt ist, «ine Minderheit zum Nachteil der großen Mehrheit der Bevölkerung zu begünstigen. Man hat uns ver« sichert, und wir glauben es, daß die Regierung, wenn es keine jüdische Frage gegeben hätte, keine poü« tische Schwierigkeit von irgendwelcher Bedeutung zu überwinden hätte, insofern innere Angelegenheiten in Frape kommen. Wir haben die Auffassung, daß anti« britische Stimmungen auf Seite der Araber, die iin Lande entstanden sein mögen, ihren Ursprung darin haben, daß die Regierung mit der Förderung der Po« litik des Zionismus in Zusammenhang gebracht wird. Daß di« Ruhestörung in Jaffa zunächst durch die Demonstration der M. P. S. hervorgerufen wurde und daß da ein Konflikt entstanden ist, noch bevor sich die Araber hmeituuischten, wurde in dem dan.telletv.len Teil dieses Berichtes ausführlich gezeigt. Es ist unsere Mci« nun״ daß es angesichts der verschärften Stimmung der Araber unklug war, Unruhen zu riskieren, indem man «ine allgemein verhaßte, wenn auch numerisch schwache Gruppe von Kommunisten irgend eine Art von Propa« gnmla unter dieser bereits gereizten Bevölkerung be« treiben ließ. Niemand brauchte sie und jetzt, nach Erkeimtnis der Gefahr, wurden die bedeutendsten von ihnen ausgewiesen. Wenn nichts vorgefallen wäre als einige Handgreif* lichkcitcii der Araber gegen die Teilnehmer der Deinemstration, so hätten wir wenig dazu zu sagen. Es wäre der übliche Krawall gewesen, an den wir in allen Ländern von Zeit zu Zeit gewöhnt sind. Aber wir zweife!» Jiidit, daß die Araber die ersten waren, welche au» diesem Streit einen Rassenkampf machten« und als er einmal diesen Weg genommen hatte, entwickelten sie beharrlich eine solche Brutalität, die nicht entschuldigt werden kann, Dr. Bc,ildes, der leitende Amtmann in Jaffa, sagt in seinem Bericht über die Untersuchung der Leiche» vom 1. Mai: ״Den größten Eindruck־ machte die Zahl der Wun« den m jedem Leichnam und die Grausamkeit der Wun* den. Ich spreche hauptsächlich von «i!!geschlagene» Schäifeln. Einige der Opfer hatten Dutzende von Wunden." Der letzte Ausdruck mag eine unbewußte Ueber- Reibung sein, er zeigt aber den Eindruck auf einen Mann, der während des Krieges seinen Beruf ausgeübt hat und der des Anblicks von Wunden nicht ungcwohnt war. Die Mordtaten waren von einer Orgie der Plünderung begleitet und gefolgt, die eine Schmach für eine zivilisierte Gemeinschaft war. Daß die Juden mit gleicher Wut Vergeltung übten, soll nicht in Abrede gestellt werden, aber sic hatten viel Grund zur Rache. Es kursierten zwei Erzählungen von Verstummelungen, auf jeder Seite eine, doch wurden sie durch keine Aussage gestützt, und wir glaube» nicht daran. Zwei Fälle von Verletzungen durch ätzende Säuren wurden während der Unruhen in Jaffa fest״esfellt In dem einen Fall war ein Jude das Opfer, im anderen Fall ein Araber. Wir sind überzeugt, daß die dauernd von den Juden gegen die Araber vorgebrachte Beschuldig״״ der Ausbruch sei von ihnen oder ihren Führern ״c« plant und für den 1. Mai vorbereitet gewesen unbe« gründet ist. ln den Aussagen komirrt es wiederholt vor, daß Araber in europäischer Kleidung die Mcn״e aufhetzten; aber die Notabein beider Seiten, wie auch immer ihre Empfindungen gewesen sein mögen, wäre» stets bereit, den Behörden bei der Herstellung der Ruhe zu helfen, und wir glauben, daß der Ausbruch ohne ihre Hille zu noch weit schlimmeren Exzessen geführt haben würde. Viel haben die jüdischen Zeugea auch darüber gesprochen, daß der arabische Pöbd voa den Führern zu Gewalttaten angeeifert wurde. Wen» dies nicht mehr ■bedeutet, als daß gebildete Leute sprechen und schreiben und der Pöbel handelt, dann steckt eine Wahrheit in der Behauptung. Wenn sie aber bedeuten soll, daß keine Exzesse stattgefunde« hätten, wenn die Notabcln, Effcndis und Scheichs nicht dazu angefeuert hätten, dann kann die Behauptung nicht begründet werden. Bis zu einer gewissen Au* dehnung waren die Motive, die auf verschiedene Teile der arabischen Bevölkerung cinwirkten, nicht die gleichen; aber der allgemeine Glaube, die Ziele der Zionisten und der jüdischen Einwanderung seien «ine Gefahr für die nationalen und materiellen Interessen der Araber in Palästina, ist nahezu allgemein unter dt■ Arabern und auf keine einzelne Klasse begrenzt Was wirklich zugunsten der jüdischen Auffassung geujt werden kann, ist, daß die Führer der arabischen ,Me“', riung nicht nur kein Geheimnis daraus machen, wa» sic denken, sondern auch eine politische Kampagne führen. Doch nimmt in dieser Kampagne das Volk neben den Führern teil, weil sie fühlen, daß ihre politischen und materiellen Interessen identisch sind. Es liegt kein ernstlicher Beweis vor, der darauf deute• würde, daß der Ausbruch geplant und organisiert war. Wäre dies der Fall gewesen, so scheuen wir uu, den Schluß zu ziehen, welche Folgen eingetreten wären. Es soll auch daran erinnert werden, daß der 1. Mai der orthodoxe Ostersonntag war, daß die orthodoxen Christen an diesem Sonntag in ihren Kirchen warea und nachher die üblichen Zeremonicnbesuchc ihrer mohainmedaiiischcn Freunde empfingen. Der Tag wäre also für Mohammedaner und Christen nicht *ehr geeignet gewesen, um für «ine Volkserhebung bestimmt zu werden. Wenn wir zur Betrachtung der Angriffe auf die landwirtschaftlichen Kolonien kommen, so finden wir die unmittelbare Ursache in den Berichten über die Tötung von Arabern durch Juden bei den Exzessen von Jaffa. Sic waren nichts als dar Ergebnis der allgemeinen Wut gegen die Juden, die durch diese Berichte hervorgerufen war. In einzelnen Fällen spornten lokale Ursachen noch diese Stinuminp nn. Der A»!׳rill aui CUcdcrah war unmittelbar durch einen talsv'nt» Bericht von der Gefangennahme arabischer Arbeiter veranlaßt. Der Angriff auf Rechoboth war das unmitteibare Ergebnis eines Berichtes, wonach die Juden dieser Kolonie ein benachbartes arabisches Dorf angegrifle* hätten. Es liegt keine Aussage vor, die die Vera:.!• wortlichkeit eines best im inten Dorfes für den Angriff aut Redioboth dartäte, aber Mr. Miller und Mr. Waiowright meinen, daß der falsche Bericht am selben Tage von Personen in Rarnlch, die einen Angriff auf die Juden hervorzuniten wünschten, ausgeheckt worden sei Doch ist es billig zu bemerken, daß zwei Notab ein, die in diesem Zusammenhang in Untersuchung waren, frcigcsprodien wurden. Im Falle von Petach Tikwah kann nur der Stamm acr Abu Kischk klar mit einer Verantwortung belastet werden. Die Leute von Jahu• dich haben die Kolonie niemals wirklich angegriffen. Sie würden es getan haben, wenn sie nicht rechtzeitig von den Truppen zurückgchalten worden wären. Aber sie wurden aufgehalten und derb bestraft. Die Aussagen zeigen nicht, von wem Kefr Saba und En Chai überfallen wurden. Die Angreifer fanden niemandes zu töten vor, doch plünderten und zerstörten sie. 10 keinem dieser fünf Fälle ist das Verlud ten der Araber entschuldbar oder verzeihlich. Die Mehrzahl der Kolonistcn hatte seit Jahren in ganz freundschaftliches Beziehungen mit ihren arabischen Nachbarn gelebt und hatte ihnen in vielen Fällen regelmäßige Beschüftigun» in großem Stile gegeben. Die blutdürstigen Angriffe auf diese friedlichen Ansiedlungen, die sich keinerlei Provokation schuldig gemacht hatten, gehöre» zu den schlimmste» Abschnitten dieser Unruhen. Plünderung. Wie in den meisten Ländern scheint sich die Pltüvderungslnst stark gehend gemacht zu haben, sowie die Ordnung der Dinge iimgeworfen war. In Jaffa und Menschieh wurden umfangreiche Plan־ derungen Sonntag und Montag, den 1. und 2. Mai, autgeübt, doch scheinen sich die Plünderer auf die armen und ungebildeten Elemente beschränkt zu haben. Die Plünderer waren fast ausschließlich Araber, die Opfer fast ausschließlich Juden Die Stadtteile, die am meisten litten, wurm die Stadtviertel Suk El Deir und Ajarni, wo reichlich ver• schene Läden mit Gewalt erbrochen und ihre* Inhalt» beraubt wurden. . Männer, Frauen und Kinder sah man p!andern und mit Waren jeder Art davonlaufca Die Wohnviertel litten in geringerem Maße. Am 5. Mai setzte die Regierung eine Kommissk» ein, mit der Aufgabe: 1. Die Art und Ausdehnung der Plündemngen festzust eilen; 2. die geplünderten Gebäude zu besichtigen; 3. Informationen zu sammeln, welche zur Verfolgs der Schuldigen und zur Rückstellung de# gerauhte# Eigentums führen Iiönntea Den Vorsitz des Komitees führte Mr. A. B. C. tjibson, dem ein mohanune dänisches •und ein jüdische» Mitglied zur Seite standen. In der Absicht, soviel י1י möglich von dem geraubte» Eigentum wiedcrzusdwfhsfc

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