Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 100 (16.12.1921)
- Date
- 1921-12-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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© , triol, 1 Zu IV itc*, eraj. dtct! des denseit, Protarp ftser eral. «.־In. Sic, rlist rtid, lück u:n ein loch loci! nd? %e den ׳lieh die nur nur ndc (er. jiuI den den ättc len, 0!k, ade Tn»! U*l *er.־ atic iger Jter luv nan üit, Kmi Dr. dsa endes 3e- 1)11-!Xi־ 1en Dr. Dr. an, ner ilie in Nr. 100 kl len lier bclen b:;- res ren 3en sti-!nn 1C11 che das reu mg len ron len die hte ner ,ich auf a! U־i־ ili« US* urpchncm ein zumd fig 582 ätc Ziel uni Bcwcgas?;; ReMicii-nikTc״ zu dem Aufsatz ״DerUnterpuws/jomstmr■'•! von Dr. J. Tngar, in Nr. <X> der ״Jud. Kmulscban . , Von Dr. Göttlich Marcusc (Bad Kudowa).; l>.ns Ziel isi nichts, die Bewegung all‘*“. h;lbcl‘! cifttnä: deutsche sozialistische Gewcrkscliafispohtiker ge-; saert. Sic w'öluen damit wohl nicht das Ziel, das sotialiitische Gemcmweseti, livrubsctzc»; Me w-jIIU.-m •offe״• j Inr 11.im!1 sagen, daß man iiher dem Luozu! nicht du! nächsten Ziele vergessen solle, daß der Kletterer auf ,U׳r l.ciler nicht immer die höchste Sprosse im Auge I,.,:,cr1 und dadurch vielleicht über die nächsten .Sprossen Vipern solle, dal! er Sprosse für Sprosse erklettern und U׳mcu andere 11 Fiirgciz kennen solle, genau wie es auch hei wissenschaftlicher Forschung getan werden soll und getan wiid; und vor allein, daß auch die Blume» am Woge nicht vergessen werden sollen, die unter Umsi.mdei! allein schon genügenden Lohn für die Attr sirenguug des Marsches bieten und für viele den Zweck des Marsches bilden, und daß viele, die teilnahmslos hi'iscin־ standen, durch die Bewegung mitgorisscn, für das Zu•! reif werden, wie denn überhaupt erst der Weg für das Ziel reif macht. Tag;11׳ ist anderer Ansicht. Nach ihm muß erst das Ziel’ als eine Notwendigkeit empfunden werden* ehe man sich auf den Weg macht. Den Nutzen des Weges als solchen vernachlässigt er also, soweit er .!!lein schon /uni licschrciten des Weges veranlassen |,<im!le. ״Dm die schöne Urockciiaiissidit zu ״citiellcii, muß man den Brocken besteigen, Indessen ist eine Brockonpariie nur demjenigen ein reales Bedürfnis, dem ״er Zweck derselben der Genuß der schönen Anssieht ein reales Bedürfnis ist.“ - O nein! Sehr viele, wohl die meisten, machen die ürockcnjvartie, um in die schöne Bergnalur hinaus •- mul aus dem grauen ViUngsstaube herausnikomitte». Sic machen den Weg um des \V e g!: willen, und die schöne Aussicht ist ihnen wohl du־ Krone, aber nicht der Zweck des (jnn/.en. D».| mui von dem Gleichnis zu der zur i)Ukussion stehenden Frage. Der Zionismus ist der Weg zur alten Hehnstatte ׳Xs jüdischen Volkes, zum Vaterhau.se. Die Pioniere, die die ersten Stadien dieses Weges ebneten, haßen natürlich nur an das Ziel gednclit. Aber daun s;11 man auch die Blumen am Wege. Man lernte aut dein Wege die alte jüdische Kultur wieder kennen und -.hatzen; man wurde stolz, daß es u 11 s r 0 ׳Kultur war. Viele wurden jnitgeris.sen, die vorher teilnahmslos zur ''•eite standen. Die ״Bewegung“ wurde ״alles“, sie dihne ans dem Diuergang heraus. Ist es wirklich so .ihzu'.eltncn, den l'r.iergaitg zu weissagen. um zu warnen,;1111 den widerstandsfähigen Teil des Volkes zu retten? j Hai nicht Arnos sind Hosen den Untergang prophezeit j;1,1' liehe zum Volke, tun cs zu retten oder eine Wie- * dergeburi za cmn'.giidten? | Der Zionismus he;!;!,•! in diesem Sinne keiner He- '׳ ״rümittiig. Er war immer da, er lebte in der ewigen j Sehnsucht des jüdischen Volkes lytcl» der alten Heimat, j <he in fast allen .'iebeten zum Aasdnick kommt. Wenn ן Herz! sagt, daß die .•Wimiliertmg der Juden nicht j gelingen will, so stellt ,ף■ damit nur die beispiellose i iatsacJie tesl, daß sieh dajüdische Volk als solches j durch die Jahrtausende erhalten hat, aber er will nicht ] <!.>m;t den Zionismus begründen. Und wenn Theil-! J U EDI SC H E RUNDSCHAU strebe». Diejenigen, die sieh aus dem sicheren Untergang retten wollen, mögen sich iltnett aiixchlielkn. Schon auf dem Wege und durch den Weg werden sic soviel innere Kraft gewinnen, um die ttestruiereuden Tendenzen des Untergangs zu überwinden. Und wenn cs auch nur verliähiüsnullig wenige sind! ״Dürfen wir hoffen, daß ein Häuflein von Romantikern imstande sein wird, das beispiellose Werk unserer Wiedergeburt zu ver* wirklichen?“ fragt Ta gar. -- Ganz gewiß, wenn cs nur Menschen reinen Herzens und guten Willens sind, die Tatkraft und Fähigkeiten besitzen. Audi aus dem babylonischen Exil ist nur eine Anzahl Juden mich Palästina z.uiückgekehrt. ״Und doch ist damals aus diesem Häuflein Juden wieder ein jüdisches Volk mit einer eignen Kultur erwachsen.“ (Ru pp in, Die Juden der Gegenwart.) Aber heute ist die Sachlage, zunächst quantitativ betrachtet, viel günstiger als damals. Tagaf scheint die wstjüdische 1t Massen zu vergessen, die. Qeilentl. Begrüssungsfeier für den Präsidenten der Zionistischen Organisation Herrn Prof. Dr. s«a 0 Seite 715 veranstaltet vom Landesvorstand d. Zionistischen; Vereinigung für Deutschland EiUiioch, d. 21. Dezember 1021, I abends 8 Uhr, im Großen Saal der Philharmonie, BernburgerStr.22/23 Sämtliche PJStse unter 50.־~ Mk ver. griffen. Die 50.— Mk.-Plätze sind nur noch bei Bota & Seck u. A. Werthelm zu Hstoenl stens soweit seine ökonomischen und sozialen Ursacltc* in Betracht kommen. Das sind aber nicht die einzigen Ursache«. Die psychologischen urvi d!e |i!ysiologisehen Ursachen stehen dodi in einem gewissen Zusammenhang mit unserer Golus-Fxistenz. Ihre Bcseitigung durch Stärkung des Willens zur Fortpflanzung, zur Erhaltung unserer Art ist eine der ״Blumen“, die an unserem ״Wege‘‘ blühen. Und dann; die ostjüdische• Massen, auf die es vor allem aukommt, sind von den» : Uebel noch nicht befallen.; Bei allen seinen Ausführungen hat I 1t eil 11 aber! eben nicht die Ostjude r», sondern iin Wesentliche«; nur die West jeden im Auge. So sagt er in seinem Schlußwort zum ״Untergang der deutsch(;« Juden“ ן (I. Auflage); ״Daß die Repatriierung der bcimatloien 1 östlichen Juden ein verdienstvolles Werk ist, dürfte kaum ׳ zu bestreiten sein. Von den dein Tode geweihten West- | juden kann man nicht viel Aufhebens machen.“ Es ist s auch nicht richtig, daß die ״Unt er ga»gsth vorie den Zk>- j niste« von ernster Gohis-Arbcit befreit“, wie 1 agar j behauptet. Das ganze Schlußwort zu Theilbabcrs Buea t ist der Arbeit im Ciolus gewidmet. Und in der Ein-! leitun;: sagt er: ״Vorausgesetzt, der neue Gedanke, der ן in diesem lliidi in allen seinen Konsequenzen zum ersten Mal ausgeführt wird, erweist sich als richtig, so wird I er wohl die deutsche Judenhcit, die sich bisher als religiöse Gemeinschaft lediglich dazu berufen fühlt, die Erfüllung der Ritualien zu überwachen, veranlassen, eine großzügige Volkspolitik zu treiben, um das zu reifen, was zu erhalten ist.“ Der Zionismus wird die Untergangstheorie überwinden, darin hat Tagar Recht. Er wird sie überwinden, dadurch, daß er das jüdische Volk zu neuem Leben erweckt, ״Denn ich weiß־‘, sagt Thcilhaber in seinem Schlußwort, ״daß das Judentum, das sozusagen das Volk der Widerspruche ist, so viel ungeheure Kraft auf die eigene Zersetzung, aber auch etwa eben so viel auf die Erhaltung verwendet,“ L von den Tendenzen des Untergang.; noch nicht angcfressen sind. Sie vor allem werden in 11 »;crem Lande, als Herren aut eigenem Boden, mit ihm, mit unsenn heilige« Boden, durch hingehende Arbeit verbunden, nicht mir vom Untergang gerettet, sondern zu freien, stolzen, aufrechten Menschen werden. Und alle, alle, die es wollen, werden dort angesiedelt werden können. Ich muff gestehen, daß ich die Aufsätze von Saskia in den Nr. ‘>1 ■11 ml <)!> der ״Jud. Rundschau“, die doch au schein eml ein trockenes, rein fadiwissensehaituclies, landwirtschaftliches Thema bdimidehv, mit tiefer Ergriifenheit gelesen habe, [fort wird 1ms mit überzeugender Klariieit die Möglichkeit dichtester Besiedlung von Erez Israel demonstriert. Und diese Siedhing wird einen sc Die Ankunft der Ukrainer Waisenkinder in BuenosAires Das Exekutivkomitee der jüdischen Welthilfskonferenz hat vorn argentinische» Volksliilfskomitec in Buenos Aires die Mitteilung von der glücklichen Ankuntt der unlängst in Bordeaux cingeschitften 100 ukrainischen Waisenkinder erhalten. Wie bekannt, batten dieselben im Oktober Berlin passiert, wo sic vom Herliner Biiro der Welthilfszentrale, dem Hilfsvercin der deutschen Juden, der Jüdischen Kinderhilfe und dem Arbeiterfürsorgeamt empfangen w'urdeii. Dank den Bemühungen des argentinische» Volkshilfskomitccs ist den Kindern in Argentinien auf den! Wege der Adoption eine herzliche Aufnahme in!len einheimischen jüdischen Familie« gewährleistet. Die Kinder sind alle frisch, munter und gc«1md mit ihren Begleitern i« Buenos Aires angelangt.' Eine große Volksmenge hat sie am Landungsplatz erwartet, ״cs ist gar unmöglich־•, lautet wörtlich die Drahtmeldung, — _ ״die rührenden Szenen zu beschreiben, die sich heim Empfang der Kinder abgespielt haben“. Die Kinder und ihre Begleiter sende» die herz-!ichsten Grüße an Verwandte und Freunde in ihrer Heimat. ii.iber in seinem v,m Forschergeist und Wissenschaft- | zialeit Rahmen erhalten, der besser sein wird, als in den Landern der Diaspora. Es müßte doch sonderbar zügelten, wen» das jüdische Volk aus z weitausend jäh ri• gen Erfahrungen in den Gohts-Uindem nichts für die Gestaltung der neuen alten Heimat gelernt hätte. Das Problem des Geintrtetv-Rückgangs hat allerding־, mit dem Gzilus als solchem nichts zu tun, wenigriiem Emst /.engen;!-!» Buche das nahe Verderben, den :übenden Untergang des w cs t j üd i sehe n Volkes lesisteüt. so rut er das nicht, um dem Zionismus eine Begründung zu geben, die er nicht nötig hat. Er ist <i:1, er war schon da, ehe es ״Untergangszionisten“ gab. Da i>t die Schar!lerer, die in die alte Heimat zurück- Achtzigjähriges Jubiläum des ״Jecvish Chronicle“. IXr in London erscheinende ״Jevvish Chronicle“ feierte dieser Tage das achtzigjährige Jubiläum seines Be- Standes, Das sehr verdienstvolle Blatt erhielt ׳״.ahlrciche Gratulationen vo» vielen jüdischen Zeitungen aller .Riehttmgen in der ganze» Welt. Audi in der Schweiz ist der 6. Jahrgang des ץ heu Jahrbuches für die Schweiz“ erschienen, das ebentalls einen rcidie» Inhalt aufweist. Rabb. A. Colin schreibt dort über die ״(iriindzüge des Chassidismus“, Rabb. A. J. Kun über ״Israels ,.Wiederbelebung“, Ludwag Kraus über das Buch von Hermann Cohen: ,,D:e Relig.on der Vernunft aus den Quellen des Judenrums“ und Max Brod, der sich in der letzten Zeit dem religiösen Judentum zu nähern sucht, bringt ein Gedicht über seine erste ״hebräische Lektion“. Auch Richard Beer-Hof man und Milel Zeitlus haben interessante Beiträge geliefert. Das Buch ist hübsch .lusgestattct und mit zahlreichen Bildern versehen. Br. Fritz Sternberg: Die Juden als Träger einer neuen Wirtschaft in Palästina. Herausgeber: Pinchas xrirokin, Wien. 1021. Unsere PalästinaüteraU!)־ ist spärlich, das halbe Dul- ׳wk) Bücher sind bald aufgeziihlt; eine Zeitschrift besitzen Gr nicht; die vom Nationalfonds herauagegebene» Hefte ■&cz Israel“ erscheinen uidit einmal jedes Jahr rcgeljjLßig und sind zumeist den landwirtschaftlichen Ihm- “einen gewidmet. So begrüßen wir von vornherein :״l! s neue zionistische Palä Wnabueli mit großer Freude, 1■kennen wir es doch als unsere eigenste Aufgabe, für Aufbau Palästinas Sachverständige aus unseren auf den St 111:1 des Jahres 1021 gebracht, was bei einer Neuhearlxiinm g 11 idi/ulioleu ist. De-gleiche 11 ist dabei die vorhandene Literatur vollständiger zu zitieren als!lies liier gesrhelieu ist, wo manclimal Verfasser und Buchtitel fragen, Arbeiterfragen. Er hat auch dargclegt, wie er sich die Anwendung seiner Losungen in' Palästina denkt. Es fehlt aber die, insbesondere für sozialistische Zio- ״ , . . , ... ... , ״ , , m's!en, so interessante Darlegung, wie im gegenwärtigen, unvollständig bezeichnet sind oder der Verlag fehlt usw. ן realen Palästina unsere Lage sich Keime solcher Ent- Ueberliaupt ist die Oarstelluivg nicht einheitlich, <!. 11. j wickln!»״ zeigen, wie sie, man verzeihe diese Ausdrucks׳• es ist nicht zu erkennen, oh der Verfasser das Buch weise, ״wirklich“ Wirklichkeit werden. (Etwa so wie für vorbereitete oder imvorbercitete Zionisten, oder gar | es Ciiajim Ariosoroff in seinem Berliner Vortragszyklus Uir Niditzionistcn gedacht Int. je nach dieser Absicht j ״Die..werdende jüdische Heimstätte in Palästina“ dar- Fortsetzung /.uhuinujTcu jLniwicKtung zu einem starneii *Optimismus 1 handelt und so die Orunäluee ״esc (was er allerdings an einer Stelle selbst bestreitet), , weiter gearbeitet werden kann. (Fii gleichviel ob cs sich um die Aussichten der Industrie j zionistische Nationalökonomen.) Fü oder Soskins intensive Kultur oder die Araberfrage I wirtschaftlichen und sozialen Fra״c d. I<c.hv1> zu stellen, ,bedauernd, daß dies zurzeit lange l;:<־ht in genügendem Ausmaß geschehe» kann. Das;pfbegeiide. Buch verspricht nun über die vorhandene Hlcratcr liinaus ein weiteres: es will nicht nur wie gawratzk;, Grumllageu gebe», nidit nur wie Rupiiin, 1״ntn Aufhauplan, sondern will (in seinem zweiten Teil) ׳'-;!!;eil, wie dieser Aufbau׳ auf sozialer Grundlage, nadt •ozialistisdien GesiUitspunkten, zu erfolge» lut und tat- Gclil!ch, 1eaI durchzafüliren ist. Der erste Teil dos 1*ucjics gib! ^■uf Grund des vorhandenen Materials eine itarstellung des palästincndsclien Landes Und seiner Wirt- '*! allerdings ist cs nach der Vorbemerkung 1017 •ibgesdilossen worden und offenbar in einigen Teilen nicht sind Streichungen oder ErgiiuAmgen am Platze; einige allzu oplimistisdie (durch die rireignis--e widerlegte) Dar- Stellungen scheinen auf Propaganda liinzudeuten, die bei einen» wissensdiaftlidien Werk natiirlicli nicht angcbracht ist; andere .Stellen sind wiederum nur für Zioj niste» verständlich. Ucherliaupt neigt der Verfasser in! seiner Beurteilung• der gegenwärtigen Wirtschaft und der zukünftigen Entwicklung zu einem starken Optimismus (was gl oder handelt; sogar von den Aussichten des nach seiner Rentabilität (insbesondere auf dem letzten Kongreß!) arg beslritleiien Getreidebaus wird gesagt, daß ״auch keine lange Zeitspanne mehr vergehen wird, bis ein durchschlagender Erfolg erzielt sein wird.“ (S. 80.) I lotfenllid» behält der Verfasser hierbei Recht, wie hei dem Verhältnis zu den Arabern, wo allerdings die Scliwiongkeilen nicht verkannt werdet», aber doch auf einen verhältnimiäBigcn schnellem Ausgleich gerechnet wird; als (vollkommen richtige) Forderungen werden aufgestclit: Vorsicht beim Latullucuf, Belehrung der Fellachen,!und vor allein: der selhstwirtsdiaftende jüdische Bauer. Den zweiten Teil seines Buches nennt der Verfasser ״Gedanken zum sozialen Aufbau“, ihn leitet dabei die Absicht ״sozialistische Gedanken in ihrer Anwendung auf zionistische Realitäten zur Darstellung zu bringen“. Tatsächlich hat der Verfasser diesem Programm gemäß eine Reihe von Problemen vom sozialistischen Standpunkt! aus ׳behandelt; ׳und zwar: die Nationalisierung des Bodens, die Vergesellschaftung der Produktionsmittel, die gemischt-wirtschaftliche Betriebsform, Gcnossenscliaftsgestellt hat.) Wenn also auch eine solche der Darlegungen des Verfassers erst von einem Autor zu erwarten ist, der als Wissenschaftler lange Zeit in Crez Israel geweilt hat, so ist es doch schon überaus dankenswert, daß der Verfasser als erster in der zionistischen Palästinaliteratur die sozialen Probleme zum Teil sogar ausführlich, wie die Bodenfräse ״- behandelt and so die Grundlage geschaffen hat, auf der 1 weites Gebiet für wr Interessenten der gen des Palästinaau.{- haus (die sich in unseren Reihen mehren möge!»!) bietet der Verfasser reichlich Anregung, insbesondere da er betont, daß er ״in der Gru1ul;msciia*,1u»g wie in!!er Problemslellung mit den Ponle-Zio» sich eins wisse“. Daß er, wie ebenfalls von ihm betont wird, vielfach seine eigenen Wege gegangen sei, wird klar aus seiner Stellungnähme zur Boden frage, deren Losung (d. h. National!- siernng des Bodens) er mit Oppenheimer für die Grundläge neuer sozialer Ordnung hält. Das Kapitel hierzu ist das beste des Buches. Mit Recht wird auch frier , , v -־ und der!:lektri/itätswirtschaft verlangt und den Gemeinde« vorgcschlagen,' Baulrh?ftp״ Vv>״ mdu7tra'lle־n Produktivgenossenschäften halt Verfasser wenig, von Konsum■günossenschäften viel. Gerade hierzu \yird eine ausführliche Dar- Stellung der Genossenschaften im gegenwärtigen PiLLstina vermißt. Aber als erster VersrA Darste״״״^^ sozialen Probleme hat das Buch seine Bedeutung.4’ “ Dr. Albert Bae r-Berlin.