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Jüdische Rundschau · 1921-12-09 · Heft 98 (9.12.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 98 (9.12.1921)
Date
1921-12-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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rj. Seite 70: JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 98 Professor Davit! Hoffnianu Am Sonntag, den 20. November, verehr!) m Berlin, «vir wir scheut berichteten, Herr Professor David Hoffwann, Rektor des Berliner kabbinerseminars. Der Verstorbene war eine so markante Persönlichkeit in der deutschen Orthodoxie, daß wir es für riclitiftr gehalten babrei, aus der Feder eines Mannes, der sein Wirken aus der Niiiic zu beobachten imstande war, uns die «*chSolgcndo Sdiildcrung gehen zu lassen. David Hoffmaim in den wenigen Sätzen, die in einer allgemeinen jüdischen Zeitung zur Verfügung stehen, zu schildern, ist schwer. Er gehörte zu den Männern, deren Wirken auf vielen (lebielen Hegt, deren Iledcutung ans so verschieilenen Ziigea sich zi.snminensetzt, daß cs so kurz nach seinem Hinscheiden überhaupt kaum möglich crsclleint, ein /utrefieiides Bild von ihm sieb *db’st zu entwerfen, geschweige denn, es anderen zu g-ehen. Aber was in diesem Augenblick schon über ihn gesagt werden kann, das soll in folgendem ganz kurz aiigcdeutet werden. Hoffmaim war einer jener Männer, wie wir sic in OcntsihlaiKl heute leider kaum noch sehen, der die Vertrautheit -mit den jüdischen Quellen schon fast mit der Muttermilch eingesogen hatte. Ich entsinne mich, daß er jemandem, der ihn nach der Erklärung einer Pentatcudkstcile fragte, zur Antwort gab: ״Das hätte ich Urnen «hon mit vier Jahren sagen können, denn Rasdii bringt es an einer Stelle, und Rasch! habe ich schon mit vier Jahren gelernt.“ Man muß sich solche Einzelheiten vergegenwärtigen, wenn man überhaupt begreifen will, wie es für eitlen Menschen möglich war, ein so ailtimfassendes, im buchstäblichen Sinne allumfassendes jüdisches Wissen zu haben, wie es bei Hoffniann der Fall war. Als sein eigentliche* Fach galten Talmud und Poszkitu (Dairaren) einerseits und Pentateuch-Exegese andererseits. Aber bezeichnend für ihn ist cs, daß er ohne Uchcrhcblichkdt es sielt Zutrauen konnte, gelcgcntlick auch die Li'jcke, die durch den Tod des Historikers am Rabbiiierseminar zu Berlin, dessen Rektor er war, entstand, durch das Ablialteu historischer Vorlesungen auszufülien. Auch das würde vielleicht noch nicht so wunderbar erscheinen, wie es in Wirklichkeit war, wenn uinn den Charakter des Institutes rieht berücksichtigen müßte, an deui er lehrte. Das Rabbi 11 vrsemiuar zu Berlin ist bekanntlich eine Gründung Esrkl Hildesheimers, der hier zum erstenmal nach dem kleir.cn Anfang seiner Anstalt in Eisenstadt (Ungarn) den Versuch wagte, ein Institut aiifzubauen, das vom strengsten Standpunkt jüdischer Tradition aus- I geltend, ein Lehrinstitiit für alle jüdischen Disziplinen I *eia wollte, bei dem die Lei «•gegenstände alter nicht j in der Weise der alten jüdischen Leiirstättea bej handelt wurden, sondern die Quellen mit den Mitteln t bi Odern er Wissenschaft behandelt werden sollten. Es war Glück oder Fügung, wie man cs auffassen will, «lall I üldoshvinter für dieses sein Unternehmen einen!B,1b von Mitarbeitern sieh zu schaffen verstand, lier seinen Plan bis ins Tiefste begriffen hatte, und in dem jedes Mitglied seine ganze Lebensarbeit daran setzte, dieser Aufgabe zu dienen. Der Hervorragendsten einer dann war David Hoffniann. Ihn hatte sich iiikleslieimer, der seine Bedeutung wohl erkannt hatte, von einer kleinen Stelle, in der er als Lehrer wirkte, lterbeigerufen. Er gehörte dem Seminar von seiner Begründung an durch hist 50 Jahre lündurch als Lehrer und durch 20 Jahre, seit dem Tode Hildesheimers, als Rektor an. Wenn wir also oben davon gesprochen haben, daß er alle Disziplinen, die wir erwähnten, souverän beherrschte, so müssen wir dabei mach berücksichtigen, daß diese Beherrschung *lim nicht auf Grund dessen, was er in »einer Jugend gelernt ”hatte, ohne weiteres leicht werden mußte. Das, was er damals in sich auf,genommen hatte, konnte ihm vielmehr nur 1:11s Stoff dienen, den er im Jünglings- und Mannes,alter in völlig anderer Form und mit ganz anderen Methoden, als die seiner Lehrer gewesen waren, zu meistern verstehen mußte. Wer dies wirklidi verstehen will, der nehme sich eine seiner Arbeiten zur Hand, aus den talmudisdien Disziplinen vielleicht »eine Schrift ״Die erste Mis-dma“, oder eine seiner frühesten Arbeiten, die Biographie des Max Samuel, oder aus der Bibelexegese seine Streitschrift ,,Die wichtigsteu Instanzen gegen die Graf-Wellhausensclie Theorie“, oder seine auf den gleichen Methoden beruhenden Kommentare, von denen leider nur die zum Leviticus und Deuteronomium vorliegen. Wer sie liest, wird erkennen, daß liier ein Mann am Werke war, dem kein Hilfsmittel der Wissenschaft fremd war, dem viel- מ dar die Methoden der Kritik so vollkommen geläufig waren, wie nur irgendeinem derjenigen, die auf Grund dieser Methoden zur Quellenscheidungstheorie gekommen waren!, der aber in sich das Wunder erlebt hatte, das der Dl, Psalm mit den Worten ausdrückt: ״Der Anfang der Weisheit ist die Ehrfurcht vor Gott“, und be; dem daher niemals, wie der Fernstehende manchmal eu glauben geneigt ist, das Streben nach dein einen Idi'Al cm Opfer des anderen erfordert. Wie ihm diese Synthese gelang, das ist durch Schilderung nicht wieder- *ugebeii, das ist nur durch Lesen und Durcharbcitcn •einer Schriften wiederzuerieben. .״rifai11? UilS 90 vollkommen gelang, war er aber * } der bcriitmie Mc.stcr auf seinem Gebiete. Es tcudvcrkHrerCifr! Tal!nudistc״ ״•kr einen Penta, tcucbcrUurer geben, der einerseits sidi so völliir eins ta“״ '“L™״?“fc aM “>־״»״״־ ti«ier sommenUänire der toL \ Ä Er*cn!»t1us der Zu- und des T^nuä dir ä ^csduclite, der Misch!* ucs lal:״uj׳ dcr P«rft0nl1d1keitea der Taaaiter und Amoräer utal vor allem des lebendig wlrix-wlcn und schaffenden Geistes der Lehre werden sdiw Werke noch auf sehr, sehr lange Zeit hinan» nicht zu übertreffemk Quellen seir» Nicht weniger bedeutsam denn als Forscher war Hoffmaim als Persönlichkeit. Es ist nicht die liebertreibimg eines Nachrufs, sondern leider Wirklichkeit, daß die deutsche Orthodoxie in ihm ihren geistigen Führer verloren hat Verstehen wir dies nicht Ln dem Sinne, in dem das Wort heute so gern in unserer Presse mißbraudit wird, gemünzt auf einen Mann, der organisatorische und rhetorische Fähigkeiten hat und dadurch in der Lage Ist, was ja heute so lcidit ist, Führer einer Masse zu sein. In diesem Sinne war er es nicht. Aber er war lief Mann, *Ir;־.e11 Wirkung•*«׳( zwar die Studierstube war, dessen ‘Ciesiditskrds und dessen Wirkungskreis aber die Welt war. Er liat die Zusammen- Iiänge, die in der jüdischen. Geschichte des. letzten Jahr-!mildert!* bestellen, stets erkannt, bat dadurch, daß er dem Parteigctriebc fernstand, stets die Freiheit des Blickes I behalten, die erforderlich ist, wenn inan nicht nur das begreifen will, was vor Hunderten von Jahren geschah, Borliner ZiotilstischeVoreiniejung Montag, den 12. Dezamber, abends 8 Uhr im Kleinen Saal der Sophien»äle, Sophien»tras8e 17 Ctiafim Victor Ärlosoroff ״Die Irlisifci'lisnEpno" 4. Vortrag im Böhmen des Vortragaaykln»: ״Dis ßntstnhonds jQd.He'mstätia (commonwitilh) inPala'st'na“ Eintritt 3.— Mark, für Jugeodmitgliedsr 1-— Mark. sondern auch das, was in der Gegenwart sich begibt. Jeder der vielen, die von ilim sich Rats erholten, weiß, daß sein kluger Blick immer die Verhältnisse richtig absdifitzte. Es verging ja wohl kaum eine Woche, die nicht neben den vielen Anfragen rein religions•- gesetzlichen Charakters, die er nach allen Seiten innerhalb und außerhalb Deutschlands zu beantworten hatte, ihm auch Fragen brachte, bei denen im Sinne unserer Sprechweise politische Gesichtspunkte mit zu berücksichtigen waren. Und Hoffniann wußte stets das Wesentliche richtig zu erkennen. Nur Eingeweihte wisset», wie oft es in den letzten Jahren und Jahrzehnten seinem Rat zu danken war, daß Konflikte in Gemeinden unterblieben oder einen befriedigenden Ausgang nahmen, wie oft die kluge Entscheidung eines Gemeindefiihrers nicht seinem, sondern Hoffmatms Kopf entsprungen war, und wie oft auch in Fragen der allgemeinen jüdischen Politik sein Rat den richtigen Weg gewiesen hat. 111 diesen Blättern, deren Leser begreiflicherweise bei einem Nachruf auch wissen wollen, wie der Vcrstorbenc zur zionistischen Bewegung gestanden hat, sei auch dies in wenigen Worten gesagt. Er war kein Parteimann, das sagten wir schon oben, und er konnte es scüicr ganzen Persönlidikcit nach nicht sein, wie man aus obigem vielleicht schon erkannt hat, Aber er hat von Anfang an das Hauptbedenken der niehtzionistisehen Orthodoxie abgefeimt, daß es ein religiöses U11recht wäre, einer Bewegung •wie dieser anzugehören. Und wer weift, wie oft in den letzten Jahren wir (der engere Kreis des Unterzeichneten) seines Rates uns bedienten, der würde «och mehr sagen können, als an einem frische« Grabe eines Mannes, der doch nun einmal immer dem Parteiwesen sidi entzog, gesagt werden 9011 und darf. Mit all seinen Kräften war er Jude, nur Jude 111 Ungarn geboren, in Deutschland, bis an sein Lebensende nicht für .würdig hefiunlen, unter die Staatsbürger aufgeiKinnnen zu werden, gab es für ihn nur eine Gemeinschaft, der er sich zugehörig fühlte, die jüdische, und jedem ihrer Kinder fühlte er sich verwandt. Er war ganz Schüler unserer alten Führer, die bei Ent- Scheidungen cs ihren Brüdern so leicht werden lassen, wie nur irgend das Gesetz es zuläßt, auf sieh selber aber alle Erschwernisse nahmen, weil es ihnen eine Lust ist, so Gott zu dienen. Wir suchen so viel in Büchern nach den Vorbildern dessen, was wir einen jüdischen Menschen nennen. Hoffniann war ein solcher. Wehl uns, die wir ihn gesellen 1 Bemühen wir uns, ihm nachzulcbcnl Aron Barth. (Ohne Verantwortung der Redaktien.) Zu den Bemerkungen von Dr. Tscheruowitz über seinen Austritt aus dem Misrachi sendet uns das deutsehe Zentralbüro der Föderation ״Misrachi“ folgende Zuschrift: Es liegt uns fern, Herrn Rabbiner Dr. Tschcmowitz jetzt etwa deshalb bekämpfen zu wollen, weil er seinen Austritt aus unserer Organisation vollzogen hat. Wir glauben und hoffen vielmehr, daß ein reibungsloses! Zusammenarbeiten mit ihm möglich sein wird, als •wenn er in der Organisation verblichen wäre. Daß er in dieser sidi nicht wohlfühlte, lag nicht etwa an seinem religiösen Standpunkt, wie nadi Karlsbad von manchen angenommen wurde, — in dieser Beziehung lag kein Hemmnis für seine Zugehörigkeit zum Misrachi, der din ja sogar an eine leitende Stelle in seiner Kulturarbcit berufen hatte. Daß er zu der von ihm gezogenen Konsequenz kommen mußte, war vielmehr aus anderen Gründen ia den Fraküonsheratiingen auf dem Ko!1׳»refi schon klar zu erkennen. Schon dort betonte er wieder holt, was auch den Kern der obigen Erklärungen bildet daß er den Misrachi als eine reine K ul tur' partei Betrachte, die mit politische« Fragen nicht' zu tun habe und nichts zu tun haben dürfe. I)it,t.! Standpunkt ist dem des gesamten Misrachi, wie » ihn von Beginn seines Bestehens an vertreten |!at diametral ciilgcgengcset/t, und es stellte sich daher ,״ Karlsbad heraus, daß schon «1er Eintritt des H״rr1 Rabbiner Dr. Tscheruowitz in den Misrachi auf Grund falscher Voraussetzungen vollzogen worden war. Hm Rabbiner Dr. Tscherrnnvitz beginnt korvaquenterwii*. seine obigen Erklärungen damit,' daß er aus pricht CI halte auch den Zionismus für eine religiöse Bewcgün׳, Daß dies auf den ideellen Ursprung׳ dö» Xiouisrmii /JE treffen mag, kann in gewissem tlinf.uige /iipgrl),.* Werden. Dies hat aber nichts damit zu tun, daß ult. Zionistische Organisation selbst eine rein politische Organisation ist, bei der nicht nur die Wege, 1]ic sie geht, politische Wege sind, .sondern and! das z'iei das sic erstrebt, und die F orm, die sie sich zur Erreichung ihres Zweckes gegeben hat, politische sind. Hätte Herr Rabbiner Dr. Tschernowitz recht, daß die zionistisdic Bewegung eine religiöse wäre, so wäre es richtig, wenn sich in ihr anders differenzierte re!1giüsc Parteien bildeten. I ):1 die Zionistische Orgamsati-in eine politisdie ist, so können sidi in ihr auch iij!■ politische Fraktionen bilden, d;t es sich */״« um inkommensurable Größen handeln würde, die!neinander nicht existieren können. Der Misrachi muß, wenn er in der Zionistischen Organisation seine Existenzberoch tigung haben will, mit den gleichen Mitteln ״ wirken suchen, mit denen die Zionistische Organisaiio» wirkt, nämlich mit politischen. Er muß so organisier! sein, daß er an den parlamentarischen und Exeku:.׳,. Körperschaften Anteil zu nehmen vermag, und er ir.ß ob er will oder nicht, an den Entscheidungen in des Formen teilnehmen, in denen diese sich vollziehen, d, h *Juri 11 Beteiligung;111 den Wahlen, an dm Ale.titnimmge״, ja er muß auch als Glied einer parlamentarisch׳V gierten politischen Organisation Stellung nehmen zu den beiden wichtigsten Formen parlamentarischer Einflußnähme, nämlich der Bewilligung und Verweigerung des Vertrauens oder der Bewilligung und Verweigerung de» Budgets. Daß aber nicht nur die Wege des Misrachi politische sein müssen, sondern auch seine Ziele, zeigt die Artikelserie, die zufälligerweise kurz, vor Erscheinen der Tschernowitzschcn Erklärungen in der ״jüdischen Presse“ erschienen ist Wir verweisen auf die Gedanken, «lenen Herr Dr. A. Barth dort Ausdruck vcr- Seiht, in denen er, wie wir glauben, überzeugend dirtut, daß eine Organisation wie der Misrachi ihre Pflicht nicht erfüllen würde, wenn sic nicht zu dem gesamte# Fragenkomplex des Zionismus, von ihren Grundanschauungen ausgehend, Stellung nimmt. Merkwürdigerweise vertritt gerade Herr Dr. Tschernowit/, der sich seihst als einen der ״Liberalen und Linken“ bezeichnet, mit seiner obigen Anschauung de!»Standpunkt, den wials den ״kiichlichen“ bezeichnen würden, weil er tatsäc.v lieh nur die eine Seite des religiösen Lebens berück■ siditigt, wie dies für jede andere Religion gleichfalb in irgendeiner Weise wesentlich ist, während wir den Standpunkt vertreten, dal! Religion und Nation;111 Juden■ tum etwas so völlig Einheitliches sind, daß es keine Seite des nationalen Lebens gibt, die nicht mit dem Religiösen aufs Engste zusammenhinge und von ihm entscheidend beeinflußt wäre, und daß demgemäß eine Organisation, die im jüdischen Sinne ״religiös“ ist, sich mit der Totalität des nationalen Lebens belassen und demgemäß iin Sinne des Herrn Dr. Tsdiernowitz eiae ״politisdie“ sein muß. Daß es innerhalb des Misrachi verschiedene Rieh■ tungen gibt, haben wir immer aufs Freudigste b: grüßt. Wenn der Misrachi wirklich alle die umfasse: will, die die Erreichung des Baseler Programms 1׳;t der Grundlage und im Sinne des jüdischen Gesetze« erstreben wollen, so muß er Menschen der verschie• densten Richtungen umfassen. Der Misrnchi wäre zum Tode verurteilt," wenn er, statt «fieses• Leben zu D grüßen, auf eine Uniformierung seiner Geister lii:;• wirken una nur die Vertreter irgendeiner bestimmten Auffassung innerhalb der Tradition als ״echte“ Mi♦ rachisten arischen wollte. So war es für 1111» kein« Ueherraxdmng, daß vielfach bei den Beratungen isd Abstimmungen die Meinungen sich stark unterschieden Es kann aber keineswegs gesagt werden, daß ״dir" Rabbonim die Linken und ״die“" Balbattim die Rio««־ gewesen wären. Innerhalb der Sonderberatuug, die u״■ mal von einer überwiegend aus Rabbonim bestehendes Gruppe abgehalten wurde und aut «iie Herr Dr. Tscha nowitz wohl anspielt, befanden sich neben ihnen eine Reihe von Balbattim, und unter den anderen, die sich oppositionell verhielten, waren andererseits eine gar.K Reihe von Rabbonim. Diese Scheidung nach Halba.tim und Rabbonim ist übrigens in Karlsbad selbst von allen Beteiligten mit ganz, wenigen Ausnahmen im!:;« abgelehnt worden, um! auch die wm Herrn Rabbi«' Dr. Tschernowitz zitierte Acußcruug unseres verehr!.( Führers Schmclkes war auch lediglich'ein gelegentlich:•־ Tcmperamentsausbruch. Er seihst gehört und’ gehör« durchaus zu denen, die die gleiche Berechtigung Er Balbattim immer betonen und sieh genau wie die L<:• tung des Misrachi gegen die ״Klerikalisieruitg“ zu!' VA'!••' setzen, wie sie in einer Stabilisierung des Prinzip*• daß die Balbattim nicht anders stimmen dürften. L» die Rabbonim, liegen wurde. Alle diese Fragen sind ntitergeordneler Natur. Wir gehen auf sie nur ein, damit kein falsches Bild entstell! Von wesentlicher Bedeutung ist lediglich die Frage, ob der Misrachi eine ausschließlich religiöse Partei (unter Einschränkung des Wortes religiös in der oben an:f führten Art) ist oder eine Organisation, die zur <״- samthcit der nationalen Fragen Stellung zu nchtm׳• hat und deshalb eine politisdie Partei sein muß. VA« diesem Standpunkt bestimmt, soll zu uns kommen. W«r mm nicht beistimmt, wird, wie wir cs auch vß» Herrn Rabbiner Dr. Tschernowitzz hotten, als Kämp!«*r für unsere Ideen an der Stelle, an der er zu arbeite* tur richtig hilt, uns stets ein lieber Bundesgenosse *em•

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