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Jüdische Rundschau · 1921-11-29 · Heft 95 (29.11.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 95 (29.11.1921)
Date
1921-11-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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r ־/ 1 . t ■! 11 1 '*] i .1 1 1! Seite 678 IUOPISCHE RUNDSCHAU Nr. cj ——. I auf den Hektar kommenden Getrcidepfhn/cn in 10 Tagen trnigcpflauzt werden können. Dies ist die Hauptarbeit, die mit der Hand am besten gemacht wird. Aber auch hierfür gibt es geeignete Geräte; so der von Dcmtschmsky verwandte Pflanz» stock, so der in den amerikanischen Tabakplautagcn gebräuchliche U m p f 1 a n z tu» g s a p p a r a t. Ja, sogar Umpflanzungsinaschincn kennt der Amerikaner auf seinen Tabak-, Tomaten-, Kohlplantagen. Es würde sich in der Tat verlohnen, die Arbeitsweise dieser Geräte und Maschineu in praxi kennen zu lernen, um sie bei der Ackcrbcetkultur des Getreides (und auch anderer Feldgcwächsc) verwenden zu können. 11. Sollen wir nun bei dem Aufbau Palästinas Bcsitzvertultnissc wie in Europa tmd dementsprechend die ״inten׳- sive“ Kultur des Westens eiiiführen, •oder die c h in c* tischen Anbaumctltodcti und demgemäß Kleinbcsitz? Die Frage stellen, heißt sie beantworten. Die 20 I lektar-Piir/cllcn bilden schon ße.:c1»\v״rtijj verscliiedenervirts eine Last für den Kolonisten. Er kann sie einfach nicht bewältigen. In Galiläa sollen sogar einige Kolonisten um die Verkleinerung ihrer Parzelle gebeten haben, wahrscheinlich in dem Gefühl, daß sie ihre kleinere Parzelle werden besser bearbeiten und von ihr einen höheren Ertrag erzielen können. Was das für unsere Kolonisation bedeuten würde, wenn den Kolonisten, sagen wir, nur 2 Hektar Land zugewiesen würden, will ich hier nur kurz andeuten: a) Die Bodenrente könnte ruhig 5״» des Kaufpreises ausmachen, sie fällt bei der Kleinheit der Parzelle kaum ins Gewicht. Der J. N. F. würde in die ' Lage versetzt, auf seinen Besitz Anleihen aufzunchmcn. was er nicht kann, wenn die Rente des größten Teils seiner Besitzungen nur 2 °,ö beträgt b) Die Ausrüstung mit lebendem und totem, bewegliebem und unbeweglichem Inventar brauchte viel kleiner zu sein als bei dem Kolonisten des alten Typs. Der ״chinesische“ Bauer braucht keine Pferde zu halten. Die Zugmaschinen, soweit sie in Frage kommen, können durch einen Traktor bedient werden, der g'eiclt/eiug mehreren Bauern dient. cl Es können große Siedlungen von 503 Familien entstehen, wobei jeder Kolonist auf seiner Parzelle wohnt und die an Gängen ersparte Zeit für die Arbeit verwendet. Audi die kommunalen Lasten sind dementsprechend geringer. dl Die Kolonisation wird erschwinglich, was sie jetzt nicht ist, besonders nach der allgemeinen Steigerung der Preise für alle Bedarfsartikel. Die quantitative Leistung *unserer nationalen Institutionen des J. M. F., der Banken — wird eine ungc- 11 eure: Große Massen werden im Lande mit Ausseht auf Wohlstand angesetzt werden können. c) Ebenso wie bei der von mir empfohlenen Kleinsiedhing auf bewässerbarem Boden wird auch hier die Lohnarbeiterfrage aus ge schaltet. Die Bearbeitung der kleinen Parzellen soll ausschlicßlieh mit eigener Kraft erfolgen. f) Oie Fassungsfähigkeit Palästinas für neue Einwanderer wird nach Einführung der intensiven Methoden, der Kleinsiedlung unter Bewässcrtmg und der Aekerbeetkultur auf trockenen Böden, viel größer, als bis jetzt gedacht ist. Es wird nicht mehr die Rede von der Verdrängung der arabischen Einwohner des Landes durch Juden sein können. Denn Raum genug weist unser Land für •*י •*י*»!י***יי״יי־\* beide Völker auf, wenn die von mir vorgeschlagcnea Methoden dnrdulringcn. Die hier behandelte Frage, ebenso wie die Frage der Kultivierung der bewässerbaren Böden ist nicht allein technischer Natur. Sie .hat Einfluß auf unsere Bodenpolitik, auf die soziale Struklur des Landes, auf unsere Be- Ziehungen zu unser» Nachbarn, ,also auf die Nationalitätenfrage und, last not least, auf unsere Finanzpolitik. 12. Wann soll mit der Einführung der Ackerbeetkultur der Anfang gemacht werden? Soli man sich auf den Standpunkt der langsamen, schrittweisen Intensivierung der Wirtschaft stellen? Nein, dies wäre grundfalsch. Wir müssen dem Ansiedler von vornherein die riehtigen Methoden in die Hand geben, ihn von Anbeginn an die Erzielung höchster Erträge lehren. Von der palästincnsischen Landwirtschaft zur chinesischen Ackerbeet» kultur gibt es keinen Ucbergang. Die eine empfehlen, heißt die andere gänzlich verdammen. Legalisierung des Jüdischen National» verbandes für Siebenbürgen Aus Klausenburg wird berichtet: Vor einigen Tagen sind die Statuten des Jüdischen Nationalvcrbandcä für Siebenbürgen mit der Gcnehmigungsklause! der Regierung Jicrabgelangt. Von Interesse hierbei ist der Umstand, daß die Statuten vor einem Jahre überreicht und bereits irn August dieses Jahres vom Minister des Innern genehmigt wurden, die amtliche Verständigung hierüber jedoch erst jetzt erfolgte. Ein weiteres palitisch wesentliches Moment ist auch die Tatsache, daß der Punkt in dem ursprünglichen Statutenentwurf, welcher als Zweck des Verbandes die Bestrebung angibt, die nationalen Mindcrhcitsrcchte der Juden Qroßrumänicns verfassungsmäßig sicher 7. ustcllen, mit der Begründung g c ־ strichen wurde, daß dieser Punkt von Rechten spreche, welche sowohl durch die Landesgesetze als auch durch die Friedensverträge bereits gesichert erscheinen und demnach nicht mehr als zu erreichende Ziele des Verbandes angeführt werden können. In dem nunmehr legalisierten Statut wird als Aufgabe des Verbandes angegeben, die Förderung der allgemeinen jüdischen Interessen durch Anschluß an die durch die an der Konferenz von San Rcnto beteiligt gewesenen Mächte als Verkörperung der Einheitlichkeit des jüdischen Volkes anerkannte zionistische Welt- Organisation, ferner die Entwicklung des jüdisch -nationalen Lebens, unter den Juden Siebenbürgens, des Banats, der Mannaros und kies Körösgebietes in jenem höchstmöglichen Maße das zu erreichen, was im Rahmen eines Nationalstaates bei völliger hingebungsvoller Erfüllung aller Staatshiirgerpflichtcn möglich ist. Demnach wird der Nationalbund im Sinne der genehmigten Statuten teilnciimen an der Palästina- Aufbauarbeit und an allen hiermit in Verbindung stehenden allgemeinen jüdischen Aktionen bestrebt sein, ein modernes, auch den religiösen Anforderungen ent sprechendes, von nationalem Geiste getragenes jüdisch es Schul werk zu schaffen und aufzubauen, dessen Endziel es ist, die hebräische Sprache unter den auf dem Tätigkeitsgebiete des Verbandes lebenden Juden zur Umgangssprache zu machen; initzuarbeiten an der Schaffung aller kulturellen und wirtschaf{liehen Institutionen, welche der Entwicklung der jüdisch-nationalen Volksenergie dienen. Oesterreich Der Optiofisslandal in! österreichischen Nationalrat Wien, 23. November. (J. C. B.) In der gestrige* Verhandlung des Kapitels ״Innern‘“ iia Finanzausschüsse des österreichischen Nationalrates ergriff das Wort der sozialdemokratische Abgeordnete Scitz zu einer kirneren Rede, in der er auf die Unzulänglichkeit und dje Gesetzwidrigkeit der bei der Erledigung von Option ge suchen gehandhabten Praxis hinwies. Redner bewies in unwiderlegbarer Weise, daß die generelle Abweisung von Tausenden von Optionsgesuchen nicht einmal aus dem Grunde der ״Rasse“, die sich überhaupt nicht feststellen lasse, sondern aus konfessionellen Gründen gt. schieht, denn die Optionsgesuche z. 11. getaufter Juden, die also nur ihr Religionsbekenntnis, aber nicht tlij ״Rasse'“ gewechselt haben, werden ohne weitere» ״(in• stig erledigt, während die reichen Juden einen Auswefinden werden, so trifft diese antisemitische Praxis gerade diejenigen Juden, die während der Kriegszeit und in der Vorkriegszeit sich hier einem redlichen Erwerb hingegeben haben. Auf Grund dieser Praxis halten sich auch einzelne Unterbchörden für berechtigt, Begehren auf Op tion a!limine abzulehnen. ״Das ist ungehörig, imgesetj. mäßig und dem Friedensvertragc nicht entsprechend.“1 In der Erwiderung׳ auf die obigen Vorwürfe gab Innenminister Dr. Waber zu, daß es mit Rücksicht auf die unerwünschten Staatsbürger aus dein Osten nötig war, eine ״strengere“ Praxis zur Durchführung gefangen zu lassen. Vizepräsident Seitz repliziert auf die Ausführungen Dr. Wabers und bemerkt, daß der Minister beinahe zu״esteht, daß für ihn sämtliche vorliegenden Optionsgesuche überhaupt nicht existieren und daß er sich b',03 einer formellen Pflicht entledigt, indem er den Auftrag gibt, überall einen abweislichen Vermerk auf den Gesuchen zu machen, wenn man aus einer bloß oberflächlichen Durchsicht gesehen hat, daß es sich um die Option einer Person handelt, die in dem Verdachte )steht ein Jude zu sein. Tausende von Gesuchen werden jede ׳Woche erledigt, ohne überhaupt irgendwie geprüft zu werden. Die Abschiebnng der polnischen Flüchtlinge aus Wien Wien, 23. November. (J. C. B.) In der gestrigen Sitzung des Finanzausschusses des österreichischen NationaSratcs erklärte Innenminister Waber, es seien in Angelegenheit der Flüchtlinge aus dem Osten Verbandhingen mit der polnischen Regierung cirigcleitct worden. Letztere weigerte sich jedoch, die Uebernahmeerfciärung zu erteilen, weshalb der Termin für den Rücktransport bis zum 1. Dezember erstreckt wurde, um der polnischen Regierung entgegenzukommen. Dr. Waber beabsichtigt somit nach Abweisung der jüdischen Optionen, die Ausweisung der Ostjuden nus Wien energisch in die liasul zu nehmen. ״Haarcz" Die Jerus. hebr. Tageszeitung ״Haarez“ kann, wie uns die ״E wer“ •Gcse II schaft für Buch- und Kunst h and ei m. b. TL, Berlin NW 7, Dorotheenstraße 35, mitteilt, durch sie bezogen werden. Der ermäßigte Preis für Abonnenten in Mitteleuropa beträgt jährlich zwei Pfund. .0 i I I J Eine interessante Episode der Jugendbewegung bc■ handelt die Schrift von Adam R i t / h a u p t, ״Die Neue Schar in Thüringen“*•). Der Verfasser hat Muck■ Laniberty, den Füll rer der ״Schar“, in scinci Kirche in Erfurt predigen lassen, da er au die religiös( Kraft der Bewegung, die alle jung Empfindenden’mi slCi!. tojtriß, glaubte. Die Schwäche Lambcrtys, de: schlicßiich durch_ sexuelle Verwilderung das Ende de: Bewegung Iterheiführte, ist kein Grund, die i:1 ihr ge legenen Keime nicht objektiv zu betrachten. Die klassische Geschichte des Wandervogel 1 von Hans lJI über (in zwei Bänden) erschien in neuer unveränderter Auflage hei Knnipinnnn IV Schnabel 1׳r1vf״ ^,bb.); im Anilinoposveiiag, Prien, erschie! die Neuauflage der ״Deutschen Wa 11׳dcrvogeibewegi! n j erotisches^ Phänomen“. Ueber andere Schriftei Buuiers wird in anderem Zusammenhänge zu reden sein Fuchsfabcln des ßcrekhja Ben Natronaj. Heraus gegeben von Lazarus Gold Schmidt, mit Hoh schnitten von Leo Michelsohn, Berlin, Erich Rei Verlag 1921. XXII 121. WjilirciHl unsere Partei- und Nationalverlagc sic imt Planen hcrimitragcn, die gesamte hebräisch Literatur hcrauszaigcben, erscheinen in Verlagen, di weder zionistisch noch national sind, einzelne hebräisch Werke. Erich Reiß hat die bekannte Tierfabcl-Samn lung des im Anfang des 13. Jahrhunderts in Frank rei c lebenden Rabbi B e r e k h j a in wundervoller Ausstatter lierausgegeocn. Das Papier, der Druck, sowie der Eii ״v,?dS1n,Ä'Se Di'■׳'™ '־•schnitte des bekannten Gr pnikers Michebolm sind sehr ausdrucksvoll und macht ״-wt i ״u..cm.cm, ßccigncten Geschenkobjekt. Es i wn Rirhä on“CJ’' v \mtcn Zdt bcliebte ״Fabrikat« einer fferinirpn Verleger veranlaßt hat, das Buch Wir wü i™ f»Aäl Wl? txcmPDren!1cm1s7.ubri־״ge wen״?״ nmriutJl ,Krw’׳5״"* Dueh vielleic Auflage Pdm״ m-hräilh, aHr b,״,Äcr U!U m größer worden wäre. Es ist a1«:h unversf׳Z ecmaC deutsche Vorrede bestimmt kt^w'ch,Jur wcn d *) Eugen Dieöerichs Vertag in Jena, 1921. eine hebräische Vorrede gebrauchen. Diese hätte das Buch auch .־innerdeutschen Kreisen zugänglich gemacht. Die Randbemerkungen sind nicht immer nötig und nicht immer richtig. Jedenfalls muß man dem Herausgeber und dem Verleger für dieses schöne Buch dankbar sein. —k. Juden und Nichtjuden• Erläuterungen zu Th. Fritsdis ״HnmibiieSi vier Jiidenfr.igc“ von Paul Fiebig. — Verlag von [Xnftliiig & Franke, Leipzig, 1921. — 15.- M.‘ Dieses Buch gibt mehr als der Titel verspricht. Ausgehend von dem rein apologetischen Zweck einer Polemik h/.vv. ״Nachprüfung“ der gefälschten Zitate Fritsch», bietet der Verfasser eine praktische Einführung in Stil und Denkweise des Talmud, die auch für jeden des Talmud unkundigen Juden eine wertvolle Bereicherung ist. Ficbig erklärt, daß er weder philosemitische noch antisemitische Tendenzen verfolgt, vielmehr rein wissenschaftlich, mit der sachlichen Objektivität des Ge» Ehrten, die Tatsachen untersucht. Er nimmt Seite 331) bis 350 des berüchtigten ״Handbuch zur Judenfrage“ (das schon '23 Auflagen erlebte!) unter die Lupe, verfolgt Fritsdis Quellen Rohling und Eisenmenger und weist nach, daß Fritsch aiirgcnds den Urtext herange/x> gen, geschweige denn verstanden hat. Darum setzt Ficbig die Stellen aus Talmud und Schuld!an arndi stets in wörtlicher Uebersetzung mit Erläuterung neben Fritsdis famose Zitate. Der Eindruck ist überwältigend. Dieses Buch׳ ist also ein unbestreitbares Verdienst, um so mehr, als es auch denjenigen mutzt, die van Fritsch nichts wissen wollen und an Apologetik kein unmittelbares Interesse haben. Es zeigt illustrativ das Wesen der juristischen Kasuistik des Talmud deutlicher als theore■ tisdhe Abhandlungen vermöchten. Zwei Jahre Mord. Von E. J. G tun bei. Verlag Neues Vaterland, E. Berger £ Go., Berlin W 62. Die Broschüre gibt eine aktenmäßiije Darstellung des Wiitens der Reaktion in Deutsdiland Es wird ge» zeigt, wie di« Nationalisten, die auch die extremsten Antisemiten sind, mit der Waffe der Lüge und des Meudiclmoixles sich ihrer Gegner entledigen, und wie leichtes Spiel sie in der deutschen Republik hatten. Unter den Todesopfern sind auch einige der edelstem Juuen* die zum Teil audto .bewußte jtiäe« waren, wie Gustav Landauer oder Bcrnaxl Svhottlämler. Die gegen die Linken erhobenen Vorwürfe des Terrors erwenen sich an der Hand dieser trockenen Tabellen als vö'.Bg unhaltbar. Ein wichtiges Stück Gesdüdite findet seist Illustration in diesem Buche. Gustav Wyneken, Eros. Adolf Saal Verlag, Lnucnbws (Elbe), 1921. Dieses Buch ist eine hinreißend geschriebene Verteidigungssclirift des Geistes gegen die Fußangeln der erstarrten, heuchlerischen Mucker-Kultur unserer Tage. Wyneken ist bekanntlich zu zwölf Moivatcn Gefängnis verurteilt worden — er bespridu in dieser Broschüre mit exilier Offenheit die der Anklage zugrunde hegen• den Tatsachen und zeigt, unter welchem Aspekt sie zu betrachten sind. Die Liebe ist die einzige, wirklich kultursdiöpferische Macht — wehe dein Zeitalter, das sie mit Sinnenkitzel verwechselt! Wyneken erinnert an die große Bedeutung der Knaben liebe im Griechenttim und zeigt!Irren besonderen Charakter ׳ und ihre unentheimliche Rolle tu wahrhafter Erziehung. Dieses Buch sollte weite Verbreitung finden, damit'der Zweifel an dm־ so überschätzten bürgerlichen Kultur uni sich greif: tuid für wirkliche, innerliche Revolution die Bahn frei macht. Daß der Mann heute im Gefängnis sitzt und '•laß das Volk dazu schweigt — ist jedenfalls eine unbegreifliche Schmach. —o~ Dr. Horodelzky in Berlin Aus Bern wird uns geschrieben: Der bekannte hebräische Schriftsteller und Historiker des Chassidismus Dr. S. A. Horodetzky übersiedelt nun auch nach Berlin und hat bereits Bern verlassen. Aus Anlaß seiner Uebcrsicxilmig hat hier eine akademische Alv.chiedsfcier von seiten der hebräisch sprechenden Studenten stattgefunden. In Bern erschien noch vor einem Jahre das stattliche Werk in deutscher Sprache ״Religiöse Sfrömungen im Judcntume“ aus der Feder des gen. Gelehrten. Sein Wegzug läßt hier eine große Lücke zurück und wird allgemein bedauert t ■% li

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