Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 92 (18.11.1921)
- Date
- 1921-11-18
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 058 jUEDISCH E RUNDSCHAU Nr. 92 I. II. I1/* Uiir d> der Gruppenverbandstag des Zionistischen Giuppenverbandes für Hessen und Hessen-Nassau Sonntag, den 27. November 1921, in Wiesbaden. Wir bitten hierdurch alle Gruppen, ihre Delegierten alsbald zu benennen. Auf 25 Ortsgruppcnmitglicder soll je ein Delegierter gewählt werden können. Jede Gruppe hat das Recht aul mindestens einen Delegierten, Die Tagesordnung ist wie folgt festgesetzt worden (Abänderungen Vorbehalten): Samstag, den 26. Nov. 1921, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung: Aula des Lyzeums nm Schloß platz. Thema: Der Zionismus nach dem XII. Kongreß; Redner: Herr Rechtsanwalt Felix Rosenbliith•Berlin, Vorsitzender der Zionistisehen Vereinigung für Deutschland, Qruppcnverbandstagung: Sonntag, den 27, Nov. 1921, 10 Uhr vormittags, Loge Plato, Friedrich• Straße 37: a) Begrüßungen; b) Hauptrofcrat: Die innere Lage des Zionismus; Referent: Herr R.-A, R0 s c n b 1 ü t h .־ Berlin; c) Referat über die Tätigkeit des Gruppcnvcr- Bandes und die kommende Winterarbeit; Rcf.t Herr Jacob Wolf{• Frankfurt a. M.; Pause. — 3 Uhr Wiederbeginn. Diskussion über Punkt c); e) Antrag auf evtl. Verlegung des Gruppen- Verbandes; i) Wahlen zum Vorstand. Wir erwarten bei der großen Bedeutung, die den Griippeiiverbandstagmigen zukonunt, eine rege Uetciltgung nicht nur durch Entsendung der Delegierten, sondem aller interessierten Zionisten. Für Unterkunft und Verpflegung ist von der Ortsgruppe Wiesbaden aufs beste vorgesorgt. Diesbezügliche Anfragen sind dorthin zu richten. Zion. Gruppenverband fiir Hessen u. Hessen-Nassau Frankfurt a. AL Der geschäftsführende Ausschuß: I. A.: J. Wolff. Beschlüsse des zionistischen Gruppenverbandstages für Bayern und Württemberg Der Gruppenvcrbandstag, der am 6. November in München statttand, faßte folgende Beschlüsse: WahlderVorstandschaft. Zum Vorsitzenden des Gruppenverbandes fiir Bayern und Württemberg wurde Herr Dr. Mciulvold Null* ba 11 m - Nürnberg wiedergewählt, zu Mitgliedern des GcschäftsfüJirenden Ausschusses die Herren Karl Glaser und Dr. mcd. Hermann Gcßncr, beide in Nürnberg. Die Wahl erfolgte einstimmig. Vertrauensvotum für den Landesverstand. Der Onippciiverbandstag dankt dein Landesvorstand Zionistischen Vereinigung für Deutschland für die geleistete Arbeit und ״ spricht ihm sein volles Vertrauen aus. Keren Hajessod. 1. Der Gruppenvcrbaiidstag bittet den Landesvorstand, darauf hinzuwirken, daß unverzüglich die Grundlagen für die Ausführung der Kongrcßbeschlüsse über den Keren Hajessod geschaffen werden. 2. Der Gruppeuverbandstag ruft nochmals alle säumi• gen Zionisten zur Erfüllung der Maasserpflicht auf. Daneben verlangt er von allen Zionisten, daß sie sich persönlich mit ganzer Kraft für die Keren Hajessod-Arbcit zur Verfügung stellen. 3. Der Kongrcßheschluß, nach welchem Zionisten, die ihre Maasserpflicbt nicht erfüllt haben, kein zionlxtisdies Ehrenamt bekleiden dürfen, ist unverzüglich durclizuführen. 4. Zur Unterstützung der örtlichen Ausschüsse wird für den Gruppeivverband ein aus drei bis fünf Mitgliedern bestehender Revisionsausschuß gebildet, der die Keren Hajcssod-Zeichnungeii der Verbandsmitglieder nach zuprüfen und sie nötigenfalls zur Erfüllung der Maasser* pflicht anzulialtcn hat. Zionistenste ucr, 1. Die im Bereich des Zionistischen Gruppenverbandes für Bayern und Württemberg wohnhaften Zionisten sind verpflichtet, Zionistensteucr zu zahlen. 2. Es werden für die Zionistensteuer Steuerstufen in jährlicher Höhe von M. 100, 150, 200, 250, 300, 500 bis M, 1000 und mehr festgesetzt. Jugendliche zahlen eine jährliche Mindeststeuer von M. 30. Ehefrauen bereits Besteuerter zahlen eine jährliche Mindeststeuer von M. 10. 1 .1 "*״‘?! ־ Einstufung der Besteuerten geschieht in Jcaem Fall ,durch besondere Abmachung mit dem dafür bestimmten Beamten der Ortsgrupjre bzw. des Gruppen- Verbandes, Die in § 2 bestimmten Mindestsätze sind bei der Besteuerung zugrunde zu legen, ln, besonderen Fallen kann auf Einhebung der 5fSÄ-eUser.2c"ichh? bzw* ein geringerer Betrag als dic^ .Mindeststeuerstufe angesetzt werden. Der zionistische Delegiertentag In Rumänien Bukarest, 13. November. (J, C, B) Unter r.hi reicher-Beteiligung der Delegierten Altrumäniens und tZ VAT-?— zi0"istischcr Sektionen »wie der Jugend! und Chaluzimverbande aus Neurumänien fand hier eine mehrtägige Konferenz statt, die vornehmlich der Reorg.uiisicning der zionistischen Arbeit, insbesondere den Jugend fragen, gewidmet war, Die Ta:׳ung wurde vorn Oberrabbiner Dr. Niemirower eröffnet Er forderte die Delegierten auf, ihre Tätigkeit der neuen Epoche der Verwirklichung des Zionismus anzupasscit. Dr, W e i 11■ m a 11 n legte den Reorganisationsentwurf vor und führte in seinem Referat am, daß die zionistische Taktik und Arbeitsmethoden sowohl in Rumänien als auch im internationalen Verkehr einer Revision unterzogen werden müssen. insbesondere muß das zioiiistisclic Arbeitstempo ein anderes werden. Aus der Berliner Jödlsdien Gemeinde In der Sitzung der Repräscntantcn-Versammlimg vom 6. November wurden seitens der Jüdischen Volkspartei zwei Anträge eiugebracht. Der erste betrifft die Wahl der Synngogenvorstclicr durch die Plätzc-lnhabcr und nicht mehr durch die Gemeindebehörden; der zweite Antrag enthält die Forderung auf Sorge für die jüdische Erziehung der der Wohlfahrtspflege der Gemeinde anvertrauten Kinder. Ferner hat die jüdische Volkspartei in der gleichen Sitzung einen Antrag auf baldige Neuregelung der Beamtenbcsoldung gestellt. Aus den übrigen Verhandlungen ist erwähnen»« wert die Einsetzung einer gemischten Kommission für die Bern tun/׳ der Abänderung der §§ 39 bis 41 des Gesetzes vom 23, Juli 1817. Die ersten beiden Para* graphen betreffen die Vermehrung der Zahl der Vorstandsmitgliedcr und der Repräsentanten, § 41 die Aenderung des Wahlrechts. Vortrag Oskar Baum Als erste Veranstaltung der ״E wer“*B11 ch ha nd - 11111g, Knescbeckstr. 54/55, in dic&er Wintcrsaisun wird am Sonntag, den 20. November, 11•/» Uhr vorm., der blinde Prager Dichter Oskar Baum, der bereits mehrfach in Berlin mit großem Erfolg an die Oeffentlichkeit getreten ist, einen Vortrag über den ״Verfall der Erotik“ (im Anschluß an die Theorie von, Otto Wciuinger) halten. Ferner wird Oskar Baum am Dienstag, den 22. November, abends 8 Uhr, aus seinen eigenen Werken vorlescn. Beide Veranstaltungen finden in der ״Evvcr“-Buchhand!m1g, Kuesebcckstr. 54/55, statt. Karten für beide Vorträge ä M. 20, 15, 10 und Stehkarten ä M. 3,50 in der ״Ewcr“-Buchh,1ml!11ng, Knescbeckstr. 64/55. Das lebhafte Interesse, weiches sich für den Vortrag und die Vorlesung jetzt bereits zeigt, läßt annehmen, daß auch die Berliner Zionistei» gern die Gelegenheit wahrnchmen wollen, den bedeuten* den Dichter persönlich kennen zu lernen. Aus weiteren Urteilen über Vorlesungen des Dichters in Berlin und Wien heben wir noch die folgenden hervor: ״Neue Freie Presse“, Wien: ״Ein unendlich gesteigerte'•. Taslgefiihl seiner zarten Hände er* uiöglkiit dem Dichter, gleichsam mit den Fingerspitzen zu sehen und von dun kleinen Wölbungen durchstochener Papierplattcn das abzulcsen, was er gestaltet hat. Oskar Baum, von dem soeben der Klcinstadtroman ״Die böse Unschuld“ erschienen ist, begann mit dem ersten Kapitel seines ergreifenden Buches ״Das Leben im Dunkeln“. In diesem Werke hat Baum seine Geschichte erzählt, und wie jeder Künstler nur das formen kann, was seine Seele erlebt hat, so hat dieser Poet sein trauriges Geschick innerlich nidht nur erlebt, sondern auch überwanden.“ — ״Wiener Mittags-Zeitung“: Man lernte ■etwas wie den Urdichtcr, Homer, den Scher innerer Gesichte kennen, der die Formen der Außenwelt als das spielende Symbol seines seelischen Innenlebens und seiner ethischen Entwicklung beherrscht. Man drang in die Erlebnisse und einfachen Sensationen eines Blinden, Blindgewordenen ein.“ — ״Vossisehe Zeitung“: ״/Mies, was Batnn »nitteilte, hat d i c h 10 r i s c h e Kraft und Berechtigung, und die Art, wie er es darbot, ist überaus sympathisch, während die Hand leicht über das Buch mit den plastische Bnuchstahcn dahinglcitet, erzählt er schlicht, ohne jede Spur von falschem Pathos, in einem Ton von angenehmer Klangfarbe, durch den nur ganz leise die innere Bewegung liiiulurcluittcrt, seine inneren Erlebnisse. Das Publikum dankte durch reichliehen Beifall und umdrängte schließlich den Poeten, dessen innerem Auge ca gewiß nicht entging, daß er die volle Zuneigung der Hörer gewonnen hatte.“ lüdisclie Waisenkinder ans der Ukraine i auf dem Wege nach Argentinien Wie uns das Berliner Büro der jüdischen Weithin!, «rranisation (Karlsbader Konferenz) .mitteilt ,haben;m! dem Wege nach Argentinien 163 Ukrainer Waisenkinder am 27 Oktober Berlin passiert. Sie sind am Balm hoi vor» den Berliner jüdischen Organisationen herzlich st «ןוח> fanden worden. Während ihres Aufenthaltes, in Berlia haben sie Unterkunft im Asyl des jüdischen Arbeiterfürs0־r״camtes gefunden. Die Verpflegung hatte die Orpanisation für jüdische Kinderhilie unter der Leitung der Fr Olendorf und des Frl. Schall übernommen. Ueber den weiteren Verlauf der Reise dieser Waisen- Kinder wird berichtet: Am Freitag, den 23. Oktolxtr ist die Gruppe ״׳> Paris ,angelangt. Fast alle Kinder stammen aus dem Gouvernement Wolhynien (der größte Teil aus Swi״!!!. Nowo״rad-Wolynsk) ein kleinerer Teil aus Podolien, Sie haben ihre Eltern während der Pogrome verloren, die von den Ukrainerbanden und den räuberischen Truppen des Generals Balachowitsch gegen die jüdische Bevölke־ rung ausgeführt wurden. Die Kinder sind von den Vorstehern der verschiedener» jüdischen öffentlichen Institutionen in Paris vom abgeholt und im jüdischen Asyl zu et Aus der Hamburger Ortsgruppe Hamburg. Ueber den Wiederaufbau des iüdisehen Palästina sprach1 hier am 31. Oktober Herr Dr. Schmarja Lev in. Er schilderte seinen Zuhörern die Entwicklung des zioiiistisdien Gedankens in den letzten Jahren, wie die Idee der Wiederauferstehung des Judentums als Volk und staatliche Gemeinschaft in Palästina, der uralten Stätte jüdischer Sehnsucht, die besten Geister der Welt gewonnen habe. Besonders in Amerika, wo Herr Dr. Levin viele Jahre verbrachte, sei die Anhänge rscliar des Zionismus stark gewachsen, und die amcrikanisdien Juden hätten den ganzen Krieg hindurch gewaltige Lasten für die Erhaltung der palästinensischen Judcnhcit Opferwillig getragen. Die Juden, so führte der Redner weiter aus״ seien nach Geschichte und Veranlagung die gegebe net» Mittler zwischen den Kulturen Europas und des Orients, und sie seien jetzt vom Schicksal auserschen worden, für die Zukunft die Brücke zwischen den Völkern zu bilden. So bedeute der Beschluß von San Rcmo den Wiedereintritt des jüdischen Volkes in die Geschichte der Völker, und die kulbara.rbeit, die in den letzten drei Jahren in Erez-lsrad geleistet worden sei, lasse für das Aufblühen dieses Landes für die Zukunft das beste erhoffen, für den Wiederaufbau des jüdischen Palästina beizutragen sei Pflicht eines jeden Juden. Der Fonds hierfür dem das jüdische Volk in der ganzen Welt erhebliche Beiträge spende, sei der Keren Ha* jessod. Bahnhofe freundiiehst untergebracht wordea Am Sonntag, den 30, Oktober hat der offizielle Empfang der Kinder, veranstaltet vom Exekutiv-Komitee der jüdischen WeUhilfskonferenz und vom Pariser Hi|{&* komitec?lür Juden des früheren Russischen Reiches, stattgefunden. An diesem feierlichen Kinderempfang hat eine große Anzahl Pariser Juden teilgenommen. Der Vertreter der Argentinischen Republik, Minister Alivero, und der Gelicralkonsal von Argentinien in Paris waren anwesend in der Versammlung. Im Zusammenhang mit der Ankauft der Kinder sind Notizen über die jüdischen P<> grome in der Ukraine und über das jüdische Waisenelend in allen grollen Pariser Zeitungen erschienen. Herr G. Sliosherg, Vorsitzender der Ver- Sammlung hat den Vertreter der Argentinischen Ro gierung begrüßt und die guten Beziehungen dieses Laudes zu den Juden im allgemeinen und insbesondere den jüdischen Emigranten unterstrichen, dabei lut hervorgehoben, daß diese Emigranten, weiche vor 30 Jahren vor den Pogromen in Süd-Rußlaad geflüchtet waren und mit der Hilfe öffentlicher jüdischer Institntione!» in ihrem neuen Vaterlande Unterkunft getänden hatten, nunmehr ihre Schuld dadurch ahtragen, daß sie den unglücklichen Waisenkindern aus der Ukraine ein Heim schaffen wollen. Der Grand Rabin, Herr Israel Lcwy, Vertreter alter jüdischen Gemeinden Frankreichs, hat die Wichtigkeif der Waisenliilfsaktkm betont. ״Wir müssen“, sagte er, ״das junge Geschlecht, welches der Stolz und die Ehre seiner Brüder und vielleicht auch der ganzer» Menschheit sein könnte, hinüberretten. — Der Kinderhilft* muß der erste Platz in der allgemeinen Hiiksaktion gewährt werden.“ Der Vertreter der Argentinischen Republik hat in seiner Rede den ihn aus Anlaß der Begrüßungen bewegenden Gefühlen rührenden Ausdruck gegeben und dabei versprochen, seiner Regierung von der Versammlung Mitteilung zu machen. Des weiteren hat er hervorgehoben, daß die Juden von Argentinien dank ihrer Arbeitsfähigkeit und Tüchtigkeit einen hervorragenden Platz im Lande eingenommen, und daß die Kinder eine liebevolle Aufnahme nicht nur seitens der luden, sondern weh seitens der Regierung zu gewärtigen haben. Die Kinder reisen von Paris nach Bordeaux, wo sie als Gäste der dortigen jüdischen Gemeinde zwei Tage verbringen, um nachher, am 5. November, nach Argcntiniesi «ingeschifft zu werden. Danerhcim für erwachsene jüdische Schwachsinnige Seit mehr als zehn Jahren besteht die Israelitische Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder in Beelitz (Mark). In dieser Zeit hat sich das Bedürfnis in immer steigendem Maße hcrausgesteilt, für diejenigen Insassen, die durch die Anstalt nicht soweit gefördert werden können, utn in das Leber» hinaus entlassen zu werden, ein Dauerheim zu schaffen. Audi die zahlreichen Anfragen, die ständig bei der Leitung eingehen, lassen erkeimen, daß ein Notstand in dieser Richtung besieht und die Schaffung eines solchen D.nicrhcims eine dringende Aufgabe der jüdischen Wohlfahrtspflege ist. — Nur der Umstand, daß bei der jetzigen Teuerung die Errichtung eines Anstaltsgcbäudes und der Unterhalt eines solchen Instituts überaus kostspielig ist, hat den Vorstand der Anstalt davon zurückgehaltcn, diesem Projekte, dessen Ausführung ihm auch von der Zentrahvolüfahrtsstelle dringend nahegelegt wird, näher zu treten. Neuerdings hat sich dem Vorstand eine Möglichkeit eröffnet, in der näheren Umgebung von Berlin ein Anstaltsgebäude kostenlos zur Verfügung gestellt zu erhalten, das sich im wesentlichen für das geplante Dauerheim gut eigner» und nicht allzu große Umbaukosten erfordern würde. Gestützt auf diese Möglichkeit hat der Vorstand des Vereins Beelitz beschlossen, sich ein Bild von dem. Umfange des Bedürfnisses einerseits und andererseits von den zur Verfügung stellenden Mitteln zu verschaffen. Dabei wird besonders damit gerechnet, daß erfahrungsgemäß die Angehörigen älterer Schwachsinniger geneigt sind, das Erbteil der dauernd Untcrztibringenden der Anstalt zu _ überlassen und daß manche Wohltäter, die Verständnis für die seelische Not der Angehörigen von erwachsenen Schwachsinnigen besitzen, geneigt sein dürften, größere Summen für das segensreiche Werk zur Verfügung zu stellen. Daher erläßt der Verein Beelitz zurzeit ar» sämtliche jüdischen Gemeinden Deutschlands Fragebogen, die sich mit der Feststellung . der Personalien erwachsener Schwachsinniger beiderlei Geschlechts und mit der Ermittlung der für das Projekt eventuell zur Vertilgung stehenden Mittel befassen. Da es in Großgcmeinden schwer sein dürfte, das erforderliche Material beizubringen, so wäre es erwünscht, wem» die. Leser dieses Blattes das Vorhaben durch ihre Mitarbeit unterstützen würden. Fragebogen sind in jeder gewünschten Zahl durch das Büro des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes. Berlin W 35, Steglitzer Str. 9, I, zu beziehen.