Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 91 (15.11.1921)
- Date
- 1921-11-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2652316-2652397--14472-2672299- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nf.Ol JUEDJSCHE RUNDSCHAU i. S ) e 0 ih tn e-!n ׳.it er aaf er en er in eu oa :n) .ne »es;cs en, Bit in״ jen für Öa9 den soll larf 5nttt»• Lim 'der um ina* ial* tere Bhrt »ied-!Der zit, jen 3 90 wird La) Fragen der Arbeit für das jüdische Bibliothekswesen in Palästina Von Norbert Weldler, Zürich. (Schluß.) II. Aus der Lösung der bcsitzrechtlichen Frage der Jüdische״ Nationalbiblioihek, die nur 1־* AI lg« me inrut des jüdischen Volkes zu denke״ ist. wird sich die Ordnung der VerwaUungsangclegcnhcitcn er- ״eben Die Direktionan Ort und Stelle und eine kleine Anzahl ihr beigegebener AufsichtsrJte werden seibstver- «händlich als exekutive Organe amtieren. Wer entscheidet alier über die technischen tmd finanziellem Maßnahmen? Gewiß, das gewichtigste Wort hat diejenige Instanz zu sprechen, welche die Mittel für die Erhaltung und den Betrieb der Bibliothek zur Verfügung stellt, das ist zurzeit die Zionistische Organisation. Es scheint uns aber, daß sie, wogegen sie wahrscheinlich nichts ein* zuwenden haben wird, von der Last der Verantwortung und Ausgaben für die Nalioualbihliothek beficit werden sollte, weil sic, wie eingangs erwähnt, andere weiter ausgreifende Aufgaben zu erfüllen hat. U. E. hätte der Verband der Gesellschaften zur Förderung der Jügischen Naiiotulbibiioihek, ohne das wohlerworbene Mitsprecherrecht der Zionistischen Organisation und der Jerusalemer Loge anzu(echten, mit dem Wachstum der materiellen Leistungen und nach der Größe derselben in die Leitung des Institutes ihre Vertreter zu entsenden, die schau deshalb von allen wichtigeren Vorgängen und Absichten unterrichtet werden sollten, damit der Zusammenhang zwischen Jerusalem und seinen Hellem an Innigkeit und Dauerhaftigkeit gewänne. Soviel uns bekannt ist, hat sich die Tätigkeit der einzelnen Gesellschaften bis heute nur in der Saitunhing von Büchern erschöpft. Das genügt aber nicht. Denn die wachsenden Bücherbestände, für die das Jerusalemer Gebäude schon jetzt nicht mehr ausreieht, wollen ein i leim und eine Pflege haben. Aus taktischen Gründen der Propaganda mag cs allerdings nützlich sein, diese Seite bei den ersten Werbungen von gänzlich unorientierten Kreisen nicht zu betonen, weil ihr Interesse gcschwächt werden könnte, wenn sie erführen, daß die äußeren Bedingungen nur zum Teil erfüllt sind und die Sicherheit des Betriebes noch nicht genügend gewähr* leistet ist*). Aber fast wäre man gezwungen, zu sagen, daß die derzeitige Hauptaufgabe der Gesellschaften in der Beschaffung eines BtWioiheksfonds für die laufenden Ausgaben und zukünftigen Bau- und Betriebskosten bcstünde, eine Sorge, die der anderen um Vermehrung• der Bücherbestände zweifellos vorausgeht. Widmen sielt aber im gegenwärtigen Zeitpunkt die einzelnen Gesellschaften ausschließlich (oder fast aus* schließlich der Sammlung neuer Werke, damit die Lücken der Jerusalemer Bibliothek gefüllt werden, so muß auch dafür etn Plan aufgcstcllt werden, für den die schweizerische ״Pro bihliotheca judaica“ allem Anschein nach als erste einen Entwurf ausgearbeitet hat, zu dem sielt die anderen Stellen äußern können. Es gibt so manche Einzelheiten, die der Klärung be* dürfen. So fehlt es vor allem an einer Propagandasch ri f t, in der der Öffentlichkeit über Entstehung, Geschichte, Wirken, Organisation der Bibliothek Aufschluß erteilt wird. Denn die Arbeiten und Artikel Prof. Hein- *) So z, B. kann es heute schon nicht mehr gleichgültig sein, welche Kautcien die Bcnutzungsordnung gegen Schäden und Verluste bietet. Wir wünschen eben» sehr liberale Bestimmungen wie strenge Be* handlung der Benutzer, eine Auffassung•, die wohl verstanden werden wird. rieh Löwe!, die von Zeit zu Zeit in Wochenblättern erscheinen, erreichen einen viel zu kleinen Kreis, und was sonst vorhanden ist, ist entweder vergriffen, unerreichbar oder langst veraltet. Außerdem fehlt es zurzeit an jeglicher autoritären genauen Instruktion bezüg* lieh des Vorgehens der Büchersammler, die oftmals trotz guten Willens ratlos sind und, wenn man ihnen keinen Leitfaden gibt, versagen. Weiter ist den Landcssammclstellen selbst Weisung zu erteilen über Aufbewahrung und Versendung der!Sucher, über Vornahme der Titel- Aufnahmen, die — eine starke Entlastung der Jerusalemer Beamtenschaft — beim Einlauf der Werke in den ander־ palästinensischen Filialen vorgenoinrncn werden könnten, j über das System der Katalogisierung, wobei der Schrei- | ber dieser Zeilen für das Melvil Deweysche Dezimal- System Eintritt, ohne zu wissen, wie sich die anderen dazu stellen. Schließlich ist nichts bekannt, wie sich die Hüter der Bibliothek deren finanzielle Sicherung vor* stellen, wie etwa vorhandene Jahresbeiträge, Barspenden und Kapitalstiftungen, welche die einzelnen Gesellschaften vermittelt haben, für die Ausgestaltung der Bibliothek zu verwenden sind. Nicht zu vergessen ist unser Interesse an der ökonomischen Lage der Bibliotheksbeamten, für die nicht nur Gehälter vorgesehen sein sollen, welche ihnen das Lebensminimum verbürgen, sondern auch Budgetposten für Unfall-, Krankheits-, Pensionsversiche* rungen, wie es sich für ein Institut, wie es uns vorschwebt, ziemt. Das alles sind Dinge, die eingehenderer Beratungen bedürfen. Kurz und gut, es muH eine von dea bestellenden Gesellschaften anerkannte Zentrale geschaffen werden. (Nach Zcitungsnieidungcn vor einem Jahre hat sich in Berlin eine ״Vereinigung jüdischer* Bibliothekare“ gebildet, die, sofern sie heute noch besteht, berufen wäre, als Zentrale zu fungieren.) Von dieser Zentrale aus hätten die schon bestehenden Gesellschäften Weisungen zu empfangen, gleichwie sie unsch wer zur Errichtung neuer Gruppen in Ländern, wo noch nicht gearbeitet wird, Statuten und Tätigkeitsprogramme aus* zuarbeiten hätte, um die Gründungen zu beschleunigen und zu erleichtern, die «oftmals durch das Fehlen der formalen Grundlagen und inhaltlichen Richtlinien erschwert werden. Lin für alle Ve.hiiLnisse anwendbares Beispiel für Konstitution und Arbeitsprogramm dürfte ohnedies in den Satzungen der schweizerischen ״Pro bihliotheca judaica“ und in dem Vadcmecum, das sie ihren Mitarbeitern übergibt, vorhanden sein, wobei nur zu bemerken ist, daß diese Vorarbeiten organisatorischer Natur nicht Sache einer Filiale gewesen wären, sondern eben von einer Zentrale als willkommene Hilfe hätten Angeboten werden sollen. Wenn wir uns mit unseren Ausführungen allein auf die Bibliotheksfrage beschränkt haben, soll damit nicht der Ucbcrlcgung vorgegriffen werden, ob nicht das Programm der Gesellschaften überhaupt so zu erweitern sei, daß sie sich nicht nur u!n die Bibliotheksange'.egeiv heit, sondern auch um das Muscutnswcsen und die Agitation für die notwendig werdenden Forschung*- Institute, den Keimzellen für, die kommende Universität, zu bekümmern hätten. Wiederholt wurde von kompetenter Seite schon erklärt, daß die Bemühungen um Bibliothek und Universität nicht die Liebhaberei von Schwärmern seien, diese Anstaltcn vielmehr erst die Möglichkeit für die Er- Schließung und Entfaltung Palästinas schaffen, weil sowohl Ingenieur und Architekt, als Jurist, Arzt, Pädagoge tu s. f. ohne das Rüstzeug ihrer neu hinzukommenden Literatur Stillstehen und verkümmern. Kurzsichtigkeit wäre cs also, den Willen uttü die Liebe zur Unter- Stützung kultureller Werke unter Hinweis auf die derzeitigen politischen und ökonomischen Unerläßliclikeiten Seile 040 höherer Ordnung unterdrücken zu wollen oder zu unterschätzen. Gehen doch von hier Impulse aus, die auf andere Gebiete des Lebens befruchtend wirken, und handelt es sich doch bei Unternehmungen kultureller Natur in letzter Linie um die für das Ganze wertvollsten Acußerungen einer starken Volksseele, die ihr Genügen nicht allein in materieller Wohlfahrt, wortdern ihren Stolz in Taten des Geistes sucht und findet. Trotz dieser Ucberzeugung und dem Wunsche, daß die Zionistische Organisation Verständnis für die geistigen Bedürfnisse Palästinas wie bisher bekunden möchte, halten wir doch dafür, für ihre Befriedigung private Hilf#- quellen in immer stärkerem Maße mit Hilfe fähiger Organisatoren zu erschließen, weil die zionistischen Fond» noch lange nicht so freigebig werden sein können, uni Anstalten wie Bibliothek, Museen, Universität und Technikurn, zu schweigen von den niederen Schul- und Erziehungsanstalten, so zu dotieren, daß sie lebensfähig sind und zur Blüte reifen. Die portugiesischen Maranen Dr. Ariel Ben Zion, der im Aufträge des Keren Hajcssod Spanien und Portugal besucht hat, erzählt laut dem ״Doar Hayont“, daß er dort die Abkömnt• linge der Maranen in einer Anzahl von ungefähr lOüCQ Seelen entdeckt hat, die in den Städten und Dartera zerstreut leben. Einer von ihnen bot ihm einen Beitrag für den Keren Hajessod an und durch diesen hat er die Bekanntschaft mit weiteren Mara!1enkre1־ea gemacht. Die portugiesischen Maranen unterscheide!» sieh von den spanischen dadurch, daß wahrend die letzteren fast vollständig im spanischeil» Volke und io der katholischen Kirche autgega1»öen sind, die portn* giesisclica Maranen sich als Juden betrachten, noch gewisse Gebrauche und Sitten halten, und an den ALessias und an die Rückkehr nach Palästina glauben. Sie leben abgesondert von den Christen und schließen mit ihnen keine Ehea Aus Angst vor der Inquisition, die dreihundert Jahre lang in Portugal gewütet 41at, mußten sic alle religiösen Gebote, die sie nach außen hin als Juden kennzciciuieiett, auigebe.t. Die hebräische Sprache haben sie gänzlich vergessen, dagegen erhielten sich bei ihnen üeoete in portugiesischer Sprache, in denen einzelne Bibelverse und hebräische Wörter enthalten sind. Dr, Ben Zion hat alle diese Ge.ietc aufnotiert. Es haben sich bei ihnen eigenartige Sitten j herausgebt]Jet, die sie im Geheimen pflegen; x> 1. B, j fasten sie am Yom Kipper, essen an den Sonn* und Feiertagen kein Schweine!ieiscb, das Peöadtftest feiera sie nach dem Mond. In den ersten zwei Tagen esse» sie kein gesäuertes Brot, aber Mazzoth essen sie erst am dritten Tage, weil die Inquisition wählend der er *en zwei Pebaehtage sie zu beobachten pilcgte. Dea Secdcr feiern sie im Keiler und an den vier Ecken des HavTses werden Wachen aufgestellt. Diese Sitten sind ihnen nach von der Zeit der Inquisition geblieben und werden bis auf den heutigen Tag beobachtet, ob* wohl die Inquisition längst nicht mehr besteht. Der Sabbath wird dadurch gekennzeichnet, dail man iia Schlafzimmer c.ne Keize anzündet und dabei folgenden Spruch in Portugicsicl» sagt: ״Wie dieses heilig« Licht uie Dunkelheit unseres Hauses erleuchtet, so möge der Tag der Erlösung die Finsternis unserer Seele erleuchten und uns in unser heiliges Land zurückführen.“ Die Furcht vor der Kirche ist nodi immer groß Die Kunde vom Zionismus ist auch zu ihnen gedrungen und hat sie mit Begeisterung erfüllt. S.c haben alle auf den Ruf Dr. lien Zions reagiert und für den Keren Hajessod grolle Beiträge gezeichnet. E ne Bialik-Utberselzung Der Weltverlag hat eine Auswahl aus den Gedichten Bialiks, deutsch von Louis Weinberg, her* ausgegeben. Die Sammlung enthält einige Hauptwerke des Dichters, darunter auch ״An der Schwelle des Bethamidrasch“, wohl das bedeutendste. Dieses Gedicht, ein Monolog eines einstigen Jünger» des ßcthamidrascii, der es nach langen geistigen Irrführten reumütig wieder aufsucht und Zöglinge des Bet* haniidrasch, die, vom Glanz der Außenwelt und dem Ruhme ihrer Kultur verlockt, ihre traute Stätte verlassen hatten, um sich in die moderne Kuiturwclt zu stürzen. Die Jugend, die in jener gottvollen Atmosphäre voller Innigkeit, unendlicher Liebe, unbedingter Gerechtigkeit und ewiger Wahrheit aufgewachsen ist, deren eigentlicher Lebensinhalt mir in einem Streben zu Gott, in einem Drang zur höheren Wahrheit besteht, stößt aber da draußen auf die unfaßlichsten Dinge: da wird mit der Wahrheit krätncrisch gefeilscht; hinter der Gerechtigkeit versteckt sich die Faust; die Gewalt dominiert, ihr zu Diensten stehen Haß und Heuchelei; im Mittelpunkt *k* kläglichen Lebensinhaltes stehen Wein, Weib und Wollust; Blutvergießen und ftdiehllehe Oler י־ mit den schönen Namen ״Tapferkeit" und ״Liebe" bemäntelt — gelten als die höchsten Tugenden, diejenigen aber, die ihnen nicht frähnen, werden mit Verachtung verhöhnt. Bei diesem Gegensatz geraten die Bethamidraschjüngcr in Verwirrung. Materielles Uebergewicht und Prahlerei überwältigt die Schwächeren, sie versuchen sich diesem neuen Leben anzupassen, ״sic verlieren ihren Gott“. Die anderen kämpfen, verzweifeln angesichts der Uebcr* macht und irren in seelischem Unfrieden umher. Einer dieser letzteren, dem der Dichter die Worte in den Mund legt, kehrt beschämt und reumütig zum inzwischen verödeten Bethamidrasch zurück. Er verzweifelt nicht, er ist zur Einsicht gelangt, daß nur die Waffe der Qeduld end* heb tum Siege führen wird, denn die Wahrheit pflegt sich nur langsam und in aller Stille, aber unaufhaltsam durchzuringen. Hat doch schon dieses verlachte Bethamidrasch die Welt durch die Bibel um vieles vorwärts gebracht, bat ihr Psalmen gegeben. Das Zelt Sems wird die Gewalt überleben, wie es schon manche Machte überlebt hat, tmd die Welt durchdringen. ״Das Fleisch vergeht und das Gotteswort währt ewig,“ So das Original. Unsere Uebcrsetzung macht daraus etwa: Die frommen Besucher des Bethamidrasch ziehen in die Welt hinaus, um sich eine Stellung im Leben zu erringen und zerstreuen sich in ferne Länder. Der Kampf um das Dasein ist aber hart, sie erleiden Verfolgungen und haben kein Glück; sic erdulden Not und Qual. Manchen droht sogar die Gefahr, ״in Sünde zu fallen und zu verderben“, ״ungerechtes Wildbret zu jagen“ und ״nicht in Frieden zu sterben“. Einer aber — den die Not beten lehrt — kehrt gebrochen in das heilige und friedliche Bet* hamidrasd! zurück, um ״Gott ein Lied zu singen“. Er findet, daß cs hier zu Hause am schönsten ist. So der Gesamteindruck. Die vereinzelten aus dem Rahmen fal* lenden Sätze wie ״Gottes Banner will ich nicht im Staub «mieden!״ ,״׳Die Wahrheit steigt empor in •filier Stunde" vermag daran nicht• 2t! ändern, Die Ursache, warum die Uebcrsetzung das Original 80 verzerrt und sein Niveau herabdrückt, ist nicht schwer zu ersehen. Das Uebcrsetzen erfordert — auch beim Hebräischen — das Verständnis des Originals. Um aber Bialik zu vorstehen, dazu gehört nebst einer tiefen Kenntnis des Hebräischen ein besonderes Vertrautsein mit dem Wort* laut der Bibel; cs müssen ferner die im ostjüdischen Leben gebräuchlichen Stellen aus der Talmud-Middrasch* und Kommcntarliteratur usw. geläufig sein. Unsere Uebcr- Setzung verrät aber nicht nur das Fehlen dieser Vor* kenntnissc, sondern auch, daß das Lexikon zu oft zur Ermittlung der einfachen Bedeutung von Ausdrücken benutzt worden ist (leider besitzen wir nur ein Ta »che n- Wörterbuch), weshalb die richtige Nuance der Wörter, deren Wucht und Tragweite nicht ermittelt werden konnte, noch weniger der Sprachwcrt einer Wortgruppe oder einer üblichen Phrase; ebenso mußten Anspielungen auf bekannte Litcraturstellcn untergehen. So kam es, daß im angeführten Gedichte רוח רעה Mißstimmung, Zerwürfnis — durch ״tückische Gewalten“ übersetzt wurde;הצלתי אלהי — ich rettete mir meinen Gott (den sic mir, wie alles andere, nehmen wollten) — durch ״ich hielt zu Gott“ verwässert wurde.אשובה למנוחתי — ich will zu meinem Heim, zu meiner Berufung zurüde• kehren (vergl. z. B. Ge. 49, 15, n. Rasdii), heißt hier ״Friede will ich“; *לשיר שיר ד — das Gotteslied zu singen (die ewige Wahrheit und Wcltgereditigkeit zu verkünden, eine Beeinflussung von Ps. 137,4) wird wieder* gegeben durch ״Gott ein Lied singen“;!סרח נעים ומימתי ״־• das Lied des Psalmdichtcrs (2. Sam. 23,1) — ״mein schönstes Lied“. Daher auch die freien Entstellungen, die den Schwung dämpfen, z. B. מקדש אל נעורי — mein Jugcndgottcshciliglum — ״heiliges Bethamidrasch{״ בשדות אחרים ... תועים — sic Irren aut' fremden Feldern umher, d. h. sie leben in fremder Kultur — ״irren geplagt In fremden Weltcrträumen“; חיי נבלים — ein *chmachvolles Leben, d. 11. ein volkiverräterischcs Leben — in Sünde fallen“; שביי שבי צדק - mein Fang ist Gercchtigkeit id! suche nur Gerechtigkeit zu erbeuten (eine Beeiuilussung von Ps. öS, 19 nach Sabbath 83a) — ,nur gerechtes Wildbret war mir Beute“ usw. Wie wenig dem Geiste des Gedichtes Genüge getan werde zei״t z. ß. der Satz ״Meine artge Watte soll vor dem Toro blitzen“, als ob Waffen gar Schmuck wären; ״Feindesstolz zu brechen'״, während der Dichter wedex Feinde kennt, noch solche militaristische Redensarten. Noch weitere Beispiele aus diesem Gedichte anzuführen oder sogar weiter« Gedichte hier zu untersuchen würde zu weit führen. Es sollen nur noch einige elementare Ver- Stöße gegen die Sprache hcrausgegriffen werden: ברחל