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Jüdische Rundschau · 1921-11-11 · Heft 90 (11.11.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 90 (11.11.1921)
Date
1921-11-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 642 'J U EPISCH E RUNDSCHAU Nr. 90 Fragen der Arbeit für das jüdische Bibliothekswesen in Palästina 1 Von Norbert Weldlcr, Zürich. I. Der Aufbau Palästinas vollzieht sich, wie maiv heufe schon sieht, auf zweierlei Art. Der Keren Hajessod wird sozusagen für die Staatsnotvvcndigkcitcii dienen müssen״ während für alle anderen weniger lebenswichtige* * ren Zweige der wirtschaftlichen und kulturellen Entwichlung der Privatinitiative, letztere natürlich im Sinuc selbsttosen Interesses, voller Spielraum gewahrt bleibt. Obwohl die Gleichwertigkeit und die Notwendigkeit eines Paralidismus von wirtschaftlicher und kultureller Arbeit in Palästina von uns durchaus anerkannt wird, weil sie mit stichhaltigen Gründen überhaupt nicht bcstritten werden kann, glauben wir doch nicht, daß die Erhaltung und Förderung der Jüdischen Nationalbibiiothek in Jerusalem noch länger der Zionislisehen Organisation üherbtindcn bleiben darf, die vorläufig noch für dringlichere wirtschaftliche und soziale Aufgaben, den Fundamenten für das Werde״ einer neuen Kultur, zu wenig Mittel besitzt, als ihr Budget mit einem solchen Einzelfall, und läge er noch so sehr einzelnen Mitgliedern in der Leitung oder den kultnrfreundlichen zionistischen Kreisen ain Herzen, zu belasten. Die Sorge tun das jüdische Bibliothekswesen in Palästina muß wirklich dem Eifer derjenigen überlassen werden, die Sinn und Verständnis für eine solche Angclegenheit besitzet», wie den in den verschiedenen Ländem bestehenden Gesellschaften zur Errichtung und Unterhaltung einer hebräischen Hochschule, einer Universitätsbibliothek, der Museen usw. Aber nur wenn diese Gesellschaften unter einhcitlicher Leitung eine ziclkewußte und zweckbedachte Propaganda zu entfalten verstehen, werden sie Erfolge erringen können. So müssen auch die Anstrengimgen zur schnellen Förderung des heute schon notleidenden jüdischen Bibliothekswesens in Palästina (schalten wir vorläufig die Zukunftsnifgaben ganz aus), auch wenn sich daran Idealisten besonderer Art bcteiligen, einen nüchternen praktischen Sinn bekunden, damit die erstrebten Erfolge nicht in umgekehrter Proportion zu dein Aufwand von Energie an Federn, Stimmbändern und Muskeln stehen, die zweifellos angcwandt werden müssen, damit der Sache mit tatsächlichen Ergebnissen gedient sei. Die liebevolle Hingabe an die Arbeit für die jüdische Nationalbibliothek, die den unmittelbaren Aufgaben gerecht werden und später in Orient und Okzident einen Ehrentitel für das jüdische Volk bedeuten soll, wird um so bedeutungsvoller sein, je bestimmter der Plan ist, nach dem von den einzelnen Komitees und ihren Mitarbeitern vorgegangen wird. Bisher war aber von einem reinen Programm und einer filier die Erledigung von Korrespondenzen hinausgehenden Zusammenarbeit der Komitees nichts zu merfcen und gerade darüber muß einmal zu Nutz und Frommen des Zieles mit allem Freimut gesprochen werden, mit dem offensichtlichen Zwecke, eine Aen• derimg der bisherigen Arbeitsmethoden, wenn solche je bestanden haben, herbeizuführen. Das Bild, das sich uns beute darbictet, ist keineswegs befriedigend. Typisch für die gegenwärtige Lage ist schon die Unsicherheit über den Namen des Institntes, für das man selbst tätig sein und für dessen Ausbau tuan die Teilnahme anderer Leute gewinnen will. Es kursieren Namen in Presse und Briefbogen, gedruckt und gestempelt, Namen wie Jüdische Zcntralbibliothck, Jüdische Nationalbibliothek, Jüdische Universitätsbibliothek, natürlich hebräisch, englisch, deutsch und andersdiesen Leuten wirklich hebräisch sprechen 1erncn. Ich erkläre die hebräische Bühne in Moskau rückhaltlos als die wichtigste hebräische Anstalt unserer Zeit." Das tausendköpfige Publikum empfing und begleitete den Dichter und Denker mit donnerndem Applaus. Baruch Krupnik. Max Brod, ,,Heidentum. Christentum, Judentum‘•*) Es muß einen nachdenklich machen, daß die jüdische Öffentlichkeit sich noch immer über dieses Buch so gut wie ausschweigt. Lebten wir noch in den Zeiten, als ZoIIschans ״Rasseoprobtem“ uns eine Erlösung war und die Zionisten in der Leihbibliothek jeder Provinzstadt seine Anschaffung durchsetzen zu müssen glaubten, so hätte ein Buch wie die neueste Schöpfung Max Brods eine Flut von neuer Kraft und neuem Leben geschaffen. Man müßte einen eigenen Artikel darüber schreiben, warum die Aufnahme des Buches — vorläufig wenigstens heute in Wahrheit so ganz anders ist. Nur vvrii >• C'nC ,*‘“1י ,lift״ewie5cn werden, daß der Wik, die Regenerationsbewegung das ganze jüdische Volk erfassen zu lassen, eine arge Schwächung erfahreii hat. Wäre dem nicht so, dann müßte Brods ,,Heidentum, Christentum, Judentum“ wenigstens in cst- und Mitteleuropa als eines der wichtigsten Mittel im Kampf um die Regeneration des Volkes begrüßt £,s *föcr »״»8 ״er Ersten Rede vom Jude! Ha<״Jund a^e Vnseres Judcscins das ״Blut“ aufzi tlt Z ÄT* *!3"'«"י* unseres Widerst־ Lmto UmSt ^Uad *11151‘*'‘ichenden Einfluss( tremaen Umwelt. Schon damals wendete ich E *) Kurt Wollt Verlag, München 1921. sprachig*). Darin ist kein Zufall, sondern ein Zurfand zu erblicken, der Verwirrung ist, Verwirrung stiftet und unter Umständen schlechtesten Eindruck macht, somit auch sehr schaden kann. Die Inschrift, die auf dein Gebäude der Bibliothek stehen wird, ist nicht ganz gleichgültig; cs sei deshalb «len maßgebenden Stellen empfohlen, sich bald darüber schlüssig zu werden, daß erstens ein Titel ein für allemal festgelegt und zweitens dieser dem wahren Charakter der Bibliothek gemäß gewählt werde: Und da cs sich in diesem Artikel 1!m Anregungen handelt, so schlagen wir vor, nicht an dun zu engen Begriff einer Universitätsbibliothek, der erst jüngsten Datums ist, fcstzuhalten, sondern Lei dem einer großen Popularität sicheren Namen einer N a t io n a 1 bibiiothek zu verharren. Denn abgesehen davon, daß die jüdische Universität erst in der Vor- Stellung konzipiert ist (eine Behauptung, die nicht dem Glauben an eine baldige Verwirklichung widerspricht), soll die Bibliothek keineswegs nur den einseitigen Zwecken des Studiums, der Wissenschaft und der Forschuiig dienstbar sein, vielmehr ein Bildungsinstrumcnt für alle Klassen des Volkes «Larstcllcn, eine Gattung Public Library, die das ganze Land speist, und schließljch auch nicht empfunden werden nur als das Eigentum desjenigen Teiles des jüdischen Volkes, der in Palästina zu leben das Glück hat, sondern als das geliebte und gehegte Unterpfand des ganzen über die Welt zerstreuten jüdischen Volkes, das seinen geistigen Mittelpunkt nicht so sehr in dem Landbegriff als in den sichtbar gewordenen Werken palästinensisch-jüdischer Kultur sicht: für die jüdische Bibliothek in Jerusalem gibt cs nur einen passenden Namen, den einer ״jüdischcn NationaJbibliothck“, wie ja auch die größte weltbekannte Bibliothek Frankreichs richtig und sinngemäß Bibliothcquc Nationale heißt. Der Hinweis auf eine richtige Benennung, die wegen ihres symbolischen Charakters nicht ganz unwesentlich ist, führt unmittelbar zu der Frage desBe si t zre ch te s. In dieser Beziehung scheinen die Verhältnisse ganz ungeklärt zu sein. Wem die Bibliothek gehört un׳J gehören wird, ist kein Punkt von untergeordneter Bedeutung. Der eine oder der andere wird wohl in gutem Glauben für eine gute Sache ohne langes Zögern sich zu dieser oder jener kleinen Natural- und Geldspende entschließen. Wenn sich aber, wie alle Freunde der Nalianalbibliothck hoffen, einmal Gestalten ä la Carnegie zu größeren Stiftungen und Schenkungen bereit finden, werden sie nicht nur wissen wollen, wie dieser Fall juristisch liegt, sondern auch welche Gewähr für eine vernünftige Verwendung und Erhaltung der Schenkungen und von wem sie geboten wird. Es ist nicht möglieh, daß eine kleine palästinensische Körperschaft, wie etwa die verdienstliche Jerusalemer Loge, eine Kornmission oder ein Komitee sich als Herr über den Zn* *) Ebenso verschiedene Finnen haben sich die Körperschaften gegeben, die entweder ausschließlich oder unter anderem für das B.bliothckswescn bemüht sind: ln Berlin, soweit mir gegenwärtig bekannt ist, ״Palästina* Hochsch ulkomitec“, in Wien ״Vorbereitendes Komitee zur Gründung von Sarmncl- und Forschungsstcllcn des Jüdischen Nationalniuseums in Palästina“," in England ״Inter-University Federation of Great Britain and Irefand“ mit dem Untertitel Jerusalem University Committee“, in der Schweiz ״Pro bibliothcca judaica, Gc- Seilschaft zur Förderung der Jüdischen Nationalbibiiothek in Jerusalem“. Mir erscheint dies als planloses Durcheinander, hervorgerufen von den Einflüssen all jener Persönlichkeiten, die einer gemeinsamen Sache dienen wollen, sich aber nicht vorher miteinander verständigt haben, keineswegs eine Rücksichtnahme auf lokale Verhältnisse, also mehr Improvisation als voraus* schauende Ucberlegung. *HB!-JJ'fl-Jlg■. IJPf ...■■■■.■.■ügJJLg .. J ■"""'»lg!,' יי ein, daß diese Eigenaxt des Blutes, um bestehen zu können, sich im realen, täglichen Leben äußern müsse. So wie die uns umgebenden Völker das ״Blut“ deshalb bewahrten, weil ihm in» realen, täglichen Leben das Bedürfnis nach Geltung einer bestimmten Sprache und nach der Entwicklung eines bestimmten Territoriums entspreche, so müsse das jüdische ״Blut“ eine andere Acußeriiagsform im realen, täglichen Leben haben, da ja Sprache und Land schon lange, lange teils völlig fehlen, teils in unvollkommenster Weise vorhanden sind. Ich hielt diese Aeußcrungsform des ״Blutes“ für um so wichtiger, als cs vor allem andern sie zu schützen galt, sollte die Konsistenz unseres Blutes nicht end* gültig gefährdet erscheinen, wobei ich vor allem an die Mischehen dachte. Brod zeigt nun in seinem Buche, worin in der Tat das jüdische Blut sich äußert. Es ist ein Weg, überder ״Diesseitsfortsetzung“ des Heide nt ums und der ״TMesseitsverncinung“ des Christentums. Es wird die Aufgabe weiterer Arbeiten sein, die Auswirkung dieses Weges im realer», täglichen Leben in der Art des Erwerbes, der Stellung zu Kunst und Wissensdiaft, bei der Eheschließung, im Verhalten zu Geburt und Tod usw. im einzelnen nach* zuweisen. Die wesentliche Vorbedingung, die Gesamtein»• Stellung zum Leben, ist im Werke Brods schon gegeben und wird dem Leser die Fälligkeit verleihen, auch in den Einzelfragci» des täglichen, realen Lebens zu verstehen, warum wir Juden sie soweit als möglich unter uns lösen müssen, wenn wir nicht der inneren Hohlheit verfallen sollen, die beim Zusammen’cbcn mit Menschen von der Tiefe der bei Brod aufgezeigten notwendig «ntstehen muß. Brod entwirft ein grandioses Bild von der ״Amalgambildung“ zwischen Christentum und Heidentum, die unsere Gegenwart erfüllt. Ungewollt hat er damit dem sehenden Auge am eindrucksvollsten die gewaltige Bedeutung seines Buches unterstrichen. Denn wachs an Schätzen fühlt, die durch die Opferfreudigkeit von Sammlern aus allen Ländern hcrfcelgcschafft \V;;r. den, und daraus etwa einmal Mißbclligkeiten, Verbitterongen oder Prozesse entstehen, was gar nicht aiü׳^ schlossen ist, oder bei fortdauernd ungeklärtem Recht». Standpunkt ein Grüppchcr» allein über (Las Wohl mt Wehe des Institutes und über seine Verwaltung b«. schließt oder bei unpassender Gelegenheit scin ’Vet* in die Wagschalc wirft, wenn irgendwelche Reformen notwendig erscheinen, bei denen die Gesellschaften in der! anderen Staaten, die als Geber anftreten, vielleicht auch einen Einfluß auszuüben moralisch befugt sind woraus sich ergibt, daß das reale Eigontumsverhäitnh dem ideellen angepaßt werden muß, in einer klare» Formel au-sdrückbar durch Schaffung einer Organisationsform, die das gesamte jüdische Volk als Eigentümer Vorsicht, so wie cs mit dem Jüdischen NatioanUond* gehalten wird. (Schluß folgt) Die Frage der russisch jüdischen Heimlosen Paris, 29. Okt. (J. C. B.) Das Exekutivkomitee der jüdischen Welthilfskonferenz unterbreitete dem Oberkommissär des Völkerbundes für das russische Hilf», werk, Dr. Fridtjof Nansen, ein Memorandum, daS nachstehende Forderungen betreffs der Berücksichtigung der jüdischen Hcimloscn aus Rußland beiin allgemeine» russischen Hilfswerk enthält: 1. daß die jüdischen Heimlosen von dem allgemeinen Hilfsfonds, gleich allen an Jereu Heimloscn aus Rußland, genießen können. Dabei werden aber die jüdischen Hilfsorganisationen beordere Hilfsmittel zur Befriedigung der speziellen Bedürfnisse der jüdischen Hcimloscn schaffen. 2. Die Einrichtung einer jüdischen Sektion beim Oherkommissär für die Angelegenheiten der jüdischen Heimlosen. Diese Sektion soll ihre Arbeit mit den anderen Sektionen hm eines allgemeinen, vom Oberkommissär aus/uarbeitende« Planes koordinieren. 3. Die jüdische Sektion soll $leb aus Vertretern der großen jüdischen Hilfs- und fmigrationsorganisationen zusammensetzen. Auf dieses Memorandum antwortete der Oherkommissär in citv-a» Briefe an die jüdische Welthilfskonfeienz: 1. Es si selbstverständlich, daß die jüdischen Hcimloscn von da Hilfsfonds nach denselben Grundsätzen wie alle andern Hcimloscn aus Rußland genießen dürfen. 2, Eben des■ halb sei es nicht unbedingt notwendig, eine •udische Sektion beim Oberkommissär zu gründen. Die jüdischen Organisationen werden die Möglichkeit haben, in allen speziellen Angelegenheiten, in denen ihre Intervention siel» als notwendig erweisen könnte, wie auch jedesmal, wenn sie es wünschen werden, in Beziehungen zum Obcrkommissär zu treten. 3. Der Oherkommissär würde dem Exekutivkomitee der jüdischen Welthilfskonferenz für die ihm von letzterem übermittelten Pläne dankbar sein. An der in Genf stattgefundenen Beratung der Vertreter der Hilfsorganisationen, die von Nansen einberufen wurde, beteiligte sich auch der Vertreter de» Exekutivkomitees der jüdischen Welthilfskonferenz, H. Aberson. Auf dieser Beratung wurde beschlossen, daß die Hilfsorganisationen, die sich init der Hilfstätig* keit zugunsten der Heimlosen befassen, auch weiterhin in ihrer Tätigkeit und in der Verwaltung ihrer Fonds autonom bleiben. Beim Oherkommissär wird ein Beratungskoniitee aus Vertretern jener Organisationen gc* bildet, die sich mit der Hilfstätigkeit für die Heimloscn aus eigenen Fonds befassen. Die Liste dieser Organisationen darf vom Obcrkommissär bestätigt werden während die halbnssimiücrtcn Juden dem reinen Gnisientum gegenüber ihre Andersartigkeit verhältnismäßig Mar empfanden, hören sie aus jener Amalgambildimg oft mir die teilweise Paralysicrung jenes absoluten Gegensatz« heraus. Brod hat nur», besonders im elften Teil des zweiten Bandes, aufs deutlichste gezeigt, wie dies Amalgambildung, in der das heidnische Element immer ausschließlicher zu werden droht (vergl. dazu die neuerliehen begeisterten Z u s t i 1 mn 11 ng skundg elnmgcn Otto Flak es zu diesem Vorgang in den letzten Heften der Neuen Rundschau!), für unsere Seelen viel go fnhrücher ist, als das reine Christentmn es war. Ja. Brods ganz unbeirrbarer Wahrheitssinn erkennt sogar, wie ein von heidnischer Beimischung befreites Christentum für die Völker Europas den Weg in eine andere Zukunft bedeuten könnte, als Spenglers ״Untergang des Abendlandes“ ihn malt. Die Abschnitte im 7. Kapitel des I. Bandes über Dante und Kierkegaard, die zu dem vielen Meisterhaften des Buches gehören, weisen deutlich den Weg. Vielleicht vermitteln schon die bis jetzt nur nebenbei vorgebrachten Hinweise auf einzelne Stellen des Buches eine Ahnung von dessen weltumspannendem lnhalt. Wenn wir noch hinzufügen, daß eine Auseinandersetzung mit dem europäischen Imperialismus, dem Internationalismus und Sozialismus mit der Weltanschauung Gorkis, Luthers, des Parzival, mit der Gedankenwelt Max Webers und der neuen protestantischen Theologie, mit den Gestalten Jesus' und des Apostels Paulus erfolgt, abgesehen von der etwas unzureichenden Auseinandersetzung mit Buber, wird jene Ahnung vielleicht zu der Erkenntnis werden, daß ein jeder Jude Mittel- und Westeuropas, der die entscheklungsreiche Zeit unserer Tage nicht in Blindheit und Taubheit an sich vorühcrgei:en lassen will, dieses Buch selbst trotz der heutigen hohen Bücherpreise gelesen haben muß. Warum das Buch eine besondere Bedeutung für Westjuden hat? Ist es doch von einem Westjuden

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