Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 90 (11.11.1921)
- Date
- 1921-11-11
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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'JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 841 n 0 ft 1, r, it ״& te än. d;r 3t iß d. I 1 > s *s;r e, a ee, s* :r* n, Irlin- :r- He 1ech «r ler ns in Dd ve Dd ercn \ tze die 5k• in־ laß!: >rt- . ich I be- >; mit j tng lern 1 den | ße• Saß »cbt Nr. __ Kolonisationsprobleme Die AuibauTrage beim XII. Kongreß Von Dr. Josef Ruf eisen, M.-Oslrau, Referenten der Kolonisationskommission des XII. Kon• grosses. Der XU Kongreß stand vor der Tatsache, daß die politischen Möglichkeiten der Verwirklichung früher geschaffen waren, als es seihst der optimistischste Z»omst erwartet hatte. Es war offenbar, daß nunmehr die Frage der Verwirklichung selbst 111 den Vordergrund der uo nistischcn Debatten gerückt werden muhte. Wer nun auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre, da Nationalstaaten plötzlich neu erstanden, der Meinung war, die Verwirklichung könne und müsse im Momente erfolgen, wer insbesondere damit rechnete, jetzt werde einer Kolonisationskommission des Kongresses ein fertiger K o I o 11 i s a t i o n s p I a n vorgclegt werden, auf Grund dessen der genaue Aufbau unverzüglich möglich wäre, der mußte enttäuscht werden. Selbstverständlich. Denn wenn wir auch durchaus nicht jenen Ausspruch Simons gutheißen können: ״Wir haben keinen Plan und können auch keinen haben‘‘, müßten wir uns doch darüber klar sein, daß der Aufbau Erez-Jsracls eine schwere zeitraubende Aufgabe ist und daß wir uns nicht mit jenen Nationalstaaten vergleichen können, die auf den Trümmern alter Staaten doch eine mehr oder weniger geordnete, jedenfalls organisierte Wirtschaft mit der entsprechenden Bevölkerung vorfanden. Wir aber müssen kolonisieren und or fr׳»t1ic1f'rr»n Aber auch diejenigen, deren Hoffnungen sich nicht so hoch verstiegen, mußten von den Beratungsergeb• nissen der Kolonisationskommission enttäuscht sein. Der Exekutive kann ein ernster Vorwurf wohl nicht gemacht werden. Sie hatte in einer Kolonisationskonfeienz in London die Kolonisationsfrage eingehend erörtert, auch unmittelbar vor dem Kongreß noch in Karlsbad im Aclions-Comite zur Sprache gebracht. Dr. Ru pp in erstattete ein großangelegtcs, viel zu wenig beachtetes Referat, die Bedeutung der Frage einer Aendcrung der Kolonisationsprinzipien, welche die Exekutive bereits in der Londoner Kokmisationskonferenz. gewürdigt hatte, wurde durch die Ansetzung der Referate Dr. Soskins und Trictsciis zum Ausdruck gebradit; das Plenum des Kongresses war gewiß nicht der geeignete Ort für eine ausführliche systematische Erörterung aller Fragen; man mußte sieh also auf die Kolonisationskonunission verlassen. Diese aber hat nach meiner Meinung nicht gehalten, was man sicli von ihr versprechen durfte. Die Gründe hierfür sind mannigfaltigster Natur. In die Augen fallenJ war die mangelhafte Vorbereitung. Das Referat Ruppins lag zu spat vor, tun einer systemati- -elien Erörterung unterzogen werden zu können. Ebenso- ',.■eilig lagen zu Beginn der Kommissionsberatungen die Rcierate Soskins und Trictsciis vor. Einige sachlich gewiß interessante Aufklärungen Oettingers und Ergänzengen Wiiknnskys und Warbtirgs (zur Frage des Vcrsuchswesens) leiteten eine Debatte ein, die systemlos ins Uferlose führte. Dr. Soskin, der mit Rücksicht auf seine dringlich erforderliche Abreise sich zu Beginn der Konimissionsberatungc» das Wort erbat, wurde unbegreiflichcrwcise keine Gelegenheit zu persönlichen Ausfiihrungen gegeben. Was seine Opponenten in der Kommission als Soskins Projekt bczeichneten, war diesem kaum ahnlieh. Hierzu kain, daß die meisten der allzu zahlreichen Mitglieder der Kommission einander nicht kannten, aneinander zum Teil vorbeiredeten, daß das wohl nicht unwichtige, aber in die Kolonisationskommission sicherlieh nur sehr entfernt gehörige religiöse Problcm die Zahl der zeitraubenden Gesdiäftsordnungs- und Tagesordnungsdebatten vermehrte, daß durchaus »"■1״,"*■״.-.l■■!׳—- - -J jhu— b li*״ *■yg* j1JWju!a.״«!uj1 nicht alle Kommissionsmitglicder für die zu erörternden Fragen genügend vorbereitet waren, daß einzelne Sonderfragen, an welchen einige Delegierte ein besonderes zum Teile nicht unpersönliches Interesse zeigten, im Vordergründe standen, während gewichtige prinzipielle Fragen nur mangelhaft erörtert werden konnten, die Schwierigkeit der Budgetfrage, die nach einer im Ver hältnisse zur Beratungsdauer niciit allzu ergebnisreichen Debatte die Kommission plötzlich dringend beschäftigte, bevor man sich noch über Prinzipien völlige Klarheit hatte schaffen können —■, alle diese Umstände und noch manche andere hier nicht zu erörternde Schwierigkeit brachten cs mit sich, daß die Kolonisationskommission in Zeitnot geriet und schließlich nur Stückwerk leistete, während man sieh im übrigen begnügen mußte, im letzten Moment erhebliche Teile der vorliegenden Anträge und Anregungen der Exekutive teils zur Annahme zu empfehlen, teils als Material zum Studium zu unterbreiten. Es ist leider fraglich, ob das Beratungsergebnis den Erfordernissen und Möglichkeiten von Volk und Land gerecht geworden ist, es ist insbesondere auch fraglieh, oh die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Lage genügend berücksichtigt wurde. Sicher scheint cs mir, daß auf der Basis, wie sie von Ruppin, Oettinger, Wilknnsky, Joffe vertreten wurde, eine Kolonisation breiter Schichten des jüdischen Volkes ziemlich ausgeschlossen ist. Die für eine solche Kalonisationsform notwendigen Mittel können nicht aufgebracht werden. Trotzdem wurden die Vorschläge Dr. Soskins und Trictsciis wenig oder gar nicht gewürdigt. Der Beschluß, daß zur Durchführung der höchstmöglichen Intensivierung der jüdischen Landwirtschaft in Erez-Israel die notivcndigen Vorarbeiten, insbesondere Irrigationsarbeiten und die Vorbereitung von praktischen Instruktoren für die einzclneii intensiven landwirtschaftlichen Zweige sofort in Angriff genommen werden sollen, war ein Kompromiß, das hierüber nicht hinwegtäuschen darf. Die Budget- Ziffern sprechen eine viel klarere Sprache. Für die Arbeitssicdlungen wurden als erste Rate einer Ausgabenpost, die etwa 1000 Pfund für jeden Kolonisten bedeutet, ursprünglich 42000 Pfund ins Budget eingestellt und diese Post wurde, trotzdem sie von Ruppin und Oettinger ursprünglich als genügend erklärt worden war, nachträglich noch auf 55 000 Pfund erhöht; in der Richtung des von der Exekutive empfohlenen Soskinschen Projektes, welches 150 000 Pfund für die definitive Ansiedlting von 500 Familien erfordert, konnten nur mit Mühe bedingungsweise für Versuchszwecke 20 000 Pfund durchgedrückt werden, und auch dies nur durch einen komischen Zwischenfall, nachdem der infolge vorgerückter Zeit einzig ztigelasscne Proredner gegen das Soslcinsche Projekt gesprochen hatte, indem der Kontraredner Wilkansky nach einigen satirischen Worten Trictsciis einen Kornpromißantrag pro befürwortete. Die wichtige Post für Uebcrführting von Chaluzim ■־ darunter neuen Einwanderern — zur Landwirtschaft, für Okkupationszeiten und Vorbereitung des Bodens wurde von 90 000 Pfund auf 70000 Pfund herabgedrückt, hierdurch aucii die Zahl von 600 Chaluzim, welchen nach Oettingers Berechnung diese Post zugute kommen sollte. Und ähnlich sprechen so ziemlich alle Budgetposten mir zu deutlich davon, in weichen mäßigen Grenzen überhaupt die Arbeit der landwirtschaftlichen Kolonisation sich bewegen muß, weil — eben zu wenig Geld, zu wenig Initiative und Organisationsgeist vorbanden ist. Am bezeichnendsten ist es wohl, daß bei einem Budget von P/2 Millionen Pfund bzw. bei dem nahezu halb so großen ״kleinen“ Budget die verhältnismäßig geringste Post von 2.000 Pfund für das Gartens t ad tre sso rt, dessen Bedeutung auch Ruppin in der Kolonisationskoinmission hervorhob, erst im Plenum des Kongresses durdigesetzt werden mußte. Vornehmlich über Wunsch der amerikanischen Dolegierten wurde beschlossen, eine aus bekannten Fach- Luten (vorzüglich Ausländern, deren klimatische und andere natürliche Bedingungen denen Ercz-Isracls ähnlich sind) füi mindestens ein Jahr nach Ercz-IsracI zu entsenden, um an Ort und Stelle die dortigen Kolonisation!*- methoden und Möglichkeiten gründlich zu studieren, über die bisherigen Arbeiten zu berichten und Vorschläge über neue Kolonisationsmethoden zu erstatten. Auch hiergegen gab es natürlich in der Kommission große Widerstände, bezeichnenderweise vorzugsweise von den palästinensischen Delegierten. Von dieser Kommission dürfen wir wohl erwarten, daß sic alles das gutmachen Oder erganzen werde, was wir an den Ergebnissen der Beratungen der Kolonisationskommission zu bemängeln haben. Die Exekutive wurde auch ermächtigt, nach Einholung sachverständiger Gutachten Versuche mit billigen und intensiven Kolonisationsformen zu machen, wobei insbesondere an Soskins und Trictschs Projekte gedacht war. Sie wird also in der Lage sein, diesen Projekten näherzutreten, wenn solche in konkreter Form vorgebracht werden. Daß weder Soskin noch Trictsch in die Lage versetzt worden waren, ein konkretes in allen Einzelheiten ausgearbeitetes Projekt mit Angabe von Ort, Zeit, Tatsachen und Ziffern varzuiegen, ist wohl der Hauptgrund dafür gewesen, daß die Kommission sich mit diesen Projekten nicht genügend bzw. gründlich tu־- schattigen konnte. Sehr bedauerlich ist auch der hauptsächlich durch die Zeitnot verschuldete Mangel an Kontakt zwischen der Finanzkommission und der Kolonisationskommission gewesen. Dieser führte wohl auch dazu, daß die Finanzkomtnission ohne entsprechendes Einvernehmen mit dem Jüdischen Nationalfonds diesem eine Leistung von nahezu SO 00t) Pfund aufgclastet hat, welche seinen Verpfiicbtungen nicht ganz entspricht. Diese in den Veröffcut-, lichungcit und insbesondere auch in der Kongreßzeitung nicht genügend geklärte Frage bedarf einer besonderen Aufklärung. Die Kolonisationskommission hatte auf Grund eines Vorschlages Oettingers bei dem veranschlagten Budget in Aussicht genommen, daß ein Teil des Budgets der landwirtschaftlichen Kommission dadurch zu decken sei, daß der Jüdische Nationalfonds für die erste Arnelioration seines Bodens (in Nuris 11 503 Pfund, Maiul 9000 Pfund, Jadschur 6000 Pfund usw.), insgesamt 40 000 bis 50 000 Pfund, und zwar auf Grund von konkreten Berechnungen an Rückersätzen werde leisten müssen. Die Finanzkommission hat ohne weitere konkrete Unterlagen diesen Betrag einfach auf die ganze Differenz zwischen dem minimalen Erfordernis und dem noch geringcrcn Bedeckungsbetrag von 225 000 Pfund erhöht. Kaplansky hat dagegen im Plenum Stellung genommen, wurde hierbei aber wohl von den wenigsten vollkommen verstanden. Hat die Kolonisationskommission das Beharrungsvermögen der bestehenden landwirtschaftlichen Koionisationsformen nicht in wünschenswerter Weise überwinden können, so ist ihre Subkommission für städtische Kolonisation mit um so frischerem Mufe daran gegangen, neue Gesichtspunkte in die städtische Kolonisation zu bringen, wobei die Förderung der Privatinitiativ« ganz besonders betont wurde. Die Privatinitiative wird wohl nicht bis zum nächsten Kongresse warten. Und es ist auch anzunehmen, daß nicht nur für die städtische, sondern auch für die landwirtschaftliche Kolonisation die Privatinitiative wird ergänzen müssen, was infolge der Schwerfälligkeit des Organisationsapparates und insbesondere infolge des Geldmangels an Entvvickiungsinöglichkeit in Erez-Israel nicht genügend rasch und in^ nur unzureichendem Ausmaße geleistet werden kann. Hoffentlieh steht dann die Kobnisationskommission des XIII. Kongresses vor Plänen und Aufgaben, die ihr eine systematische und großzügige Arbeit ermöglichen. Hebräische Dramaturgie (Vortrag von CI1. N. Bialik in Berlin) Im Rahmen eines jüdischen Kunstabends, dessen iiterarischer Teil von Cliaim Grün 11 erg cingcicitet wurde und in dem die bekannten hebräischen Schriftsteller David F ri schm an » und S. Sehne 11 r, vom Publikum mit Beifall begrüßt, aus eigenen Werken vorlasen, hielt Ch. N. Bialik einen andertlialbstündigen hebräischen Vortrag ״Uebcr die dramatischen Elemente in der hebräischen Literatirr“. Er ging davon aus, daß man dem jüdischen Genius gemeiniglich das Talent des dramatischen Schaffens ahspricht. Es wird gewöhnlich nachgewiesen, daß selbst in der Bibel, dem klassischen Schatz jüdischer Wortkunst, sich sämtliche Arten der Literatur vorfinden, mit Ausnahme des Dramas. Diese Tatsache wird von keinem bestritten, allein in tivren Wertung geilen die Meinungen auseinander. Währernl die einen darin Mangel an darstellender Kraft sehen, da doch das Drama mit Recht als Gipfel der Literatur gilt, gibt cs auch andere, die apologetisch einen Vorzag darin erblicken, da das Judentum angeblich so sehr voller Tatkraft sei, daß es sie nicht zu objektivieren( vermag. Bialik zitierte dabei die geistreiche Erklärung von Prof. fl. Steinthal, der Mangel eines Wortes lur den Begriff ״ernst“ im Hebräischen sei darauf zuruckzuführen, daß der Jude eben permanent ernst «st und also gar kein besonderes Wort dafür brauche. KiaJik möchte aber das Problem nicht durch speku- Lative Verallgemeinerungen lösen, sondern durch Analyse ocr Spraoae und des Schrifttums. Ob eine Literatur dramenfahig ist oder nicht, muß sich schon aus der einzelnen Zelle des Organismus, aus dem Wort und aus dem Worigefüge ersehen Lassen, Wenn wir nun an diese Analyse gehen, so stellen wir überraschenderweise fest, daß die hebräische Sprache, besonders in ihrer biblischen Urformation, nicht nur an Handlung kein Mange! hat, sondern geradezu von Handlung strotzt. Sowohl dem Wortschätze mich als dem grammatischen Bau nach, überwuchert das Handelnde, Dynamische, vielfad! das Ruhende, Statische. Das Hebräische ist arin an Adjektiven, noch ärmer an Adverbien, überreich aber an verbalen Formen. Durch zahlreiche Belege wies Bialik ferner nach, wie das hebräische Verbum keine feste, starre Zeit kennt, und rückte diese an und für sich bekannte Tatsache in neues Licht, indem er an der hebräischen Sprache untrügliche Merkmale einer handelnden, dramatische» Sprache hloßlcgie. Warum aber fehlt :11 der Bibel die literarische Form des Dramas? Dies, sagte Bialik, ist eine Art optischer Täuschung. Eigentlieh haben wir in der Bibel hauptsächlich die dramatische Form, die Form des Dialogs und der Handlung, vor uns. Was sind denn sonst die sogenannten biblischen Novellen und Märchen, wenn nicht Dramen? Wo ist aber dort das Schildernde, das gleich Null ist, und das Erzählende, das minimal ist? Es genügt, bloß die einleitenden ״Und er sagte“, ״Und er antwortete“ in Klammern zu nehmen, da haben wir die reinste dramalische Form. Niemals erzählt die Bibel, was sich der Held gedacht hat, wie er aassah, sondern alles erhellt aus dein gesprochenen Wort. Man muß bloß zu lesen verstehen. Dabei angelangt, daß das Dramatische dem alten Judentum wesenseigen war, suchte Bialik nach Spuren von dramatischer Aufführung in der Bibel und fand sie — in dem Benehmen der Prophctea AU die sinnbildlichen Handlungen der Jeremias, Jesaja, Ezechiel, gar nicht zu reden von den vorschriftlichen Wanderpropheten, waren regelrechte Aufführungen mit — Dekoration. An -J- . — - •_« v.Vt»tv» »VIKUUIUI^IC DiitJIJ eine solche Aufführung. Das Volk sollte durch Bülmen bild und Prophetenwort zugleich aufgerüttelt werden Und Bialik zweifelt nicht daran, daß die Prophetei nicht die einzigen ״Schauspieler“ ihrer Zeit gewesei waren. Sie haben bloß die Schauspielkunst zu guten Zwecke benutzt, sic haben wirklich die Buhne zu eine ״moralischen Anstalt“ gemacht. Das stellt sie himmel hocii über das Theater unserer Zeit, wo auf zehi unkimstierischc und unmoralische Bühnen kaum ein! Stätte echter, sittlicher Kunst kommt. Die jüdische Rc naissance, die ncuhebräische Kunst, wird ihr Dram; haben, sic kann es haben. Es wird aber die sittlich. Aufgabe des prophetischen Drama übernehmen, cs wir! Europa zeigen, daß man nicht niedrigen Instinkten de Masse huldigen muß, das hebräische Theater der nahe! Zukunft wird eine heilige Stätte sein. Daß diese Zu versieht begründet ist, bewies Bialik durch eine be geisterte Schilderung der Moskauer hebräische: Bühne und der ihr angcgliederten dramatischen Schul« Das Lob dieser Anstalten ist schon längst hierher ״c drungen. Jetzt ist es bestätigt durch die Autorität va Bialik. Wenn die Zeit kominen wird — so sagte er — daß diese 50—00 jungen Leute beiderlei Geschlecht‘ ihr Tournee über jüdische Städte machen, so wird e ein Triumphzug sondergleichen sein, ln der Kunst habe sie die hervorragendsten Lehrer — die Schöpfer dt russischen Künstlertheafers in Moskau, das jetzt d־■ Entzücken der Welt ist Im sittlichen Ernst stehen si nicht den Generationen nach, die sich dem Talmin Studium mit Inbrunst widmeten. ״lch fühle mich - sau: Bialik — unter diesen Schülern, wie ehemals in di Jcschnvo.“ Ihnen steht aber noch eine besondere Au gäbe bevor: das lebendige Hebräisch dem Volke beiz! bringen. ״Wir - schloß Biaiik - werden erst b