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Jüdische Rundschau · 1921-10-21 · Heft 84-85 (21.10.1921) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 84-85 (21.10.1921)
Date
1921-10-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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NT. 84 ■'85 JUEEMSCHE RUNDSCHAU Seite 607 liok'it. Es ist somit gewissermaßen eine unterirdische ן Bewässerung. Von dem t ha Land gehen etwa 0,3 ha at!1 die Bildung der schrägen Wände des Navazo. Per S;!1ui ist so beweglich — stellen Sie sich doch ganz weißen Dünensand vor daß die Wände dieser Pfanne sehr schräg sein müssen. Es verbleiben für die intensive Kultivierung durch die Kolonisten etwa 0,7 ha• Auf dieser 1־ lache bauen die Kolonisten Kartoffeln, Melonen, Wassermelonen, Gurken und alle anderen Oemüsearten an. Der Ertrag einer solchen Parzelle ist durchschnittlich 3800 Peseten oder Ooldfrankcn. Dies auf Boden, der fast steril ist und der nur dank der südspanischen Sonne und dem üruiidwasscr unter Zululfenahmc von Dünger — Stalldünger und Kompost - zu einer so beträchtlichen Produktion gebracht wird. Ich fand in Monte Algaida gewissermaßen den Prototyp meiner Kolonie. Jedes Haus stand auf seiner Parzelle. Es war die Art der Einrichtung, wie ich sie in meiner Schrift empfehle. Und das interessanteste ist dabei, daß das spanische Kolonisatiousgesetz die Errichtung des Wohnhauses auf der Parzelle vorschreibt. Ebenso macht es zur Bedingung für die Gründung von Koloiiion, daß ihre Einwohner eine Genossenschaft, eine Kooperative, bilden im weitesten Umfange. Die Koopcrative erhält die nötigen Kredite für die kommunalen und industriellen Betriebe der Kolonie, die alle in zentraler Lage in zweckmäßiger Anordnung errichtet waren. Ich fand dort drei Weinkeltern mit dem nötigen Inventar vor, eine .Mühle, eine Bäckerei, ein Arzthaus mit Apotheke, ein Administrationshaus, ein Versammlungslokal, Magazine, Schule und Wohnhaus der Lehrer. Fast genau so, wie ich es in meinem Projekt vorsehc. Die Kolonisten bilden eine Genossenschaft für den Vertrieb ihrer Pro- Jukte, einen Konsum-, einen Kreditverein usw. Was ich Ihnen für Palästina empfehle, besteht also schon anderswo. Es würde zu weit führen, wollte ich Ihnen hier noch mehr Einzelheiten über diese Kolonie mitteilen. Ich kann aber nur eines sagen: Kolonien, wie ich sic Vorschläge, sind möglich und lebensfähig und bilden gewissermaßen das letzte Wort landwirtschaftlieber Technik und sozialer Organisation. Uebcr die innere Kolonisation Spaniens, über seine Bewässerung, die in der Hauptsache noch aut den Werken der früheren arabischen Eroberer beruht, und über die intensive Kultur von Valencia und anderen Orten Süd- und Ostspaniens werde ich ausführlich berichten in einer Arbeit, die noch in Vorbereitung ist. Was ich in Spanien und dann später in China, Japan und Kalifornien sah, hat mich in meinen Ideen über intensive Landwirtschaft und ihre Anwendung auf Palästina noch mehr bestärkt. Was ich vorschlage, ist nicht nur möglich, cs ist der einzige Weg. Und liierbei handelt es sich nicht um die Forderung der Kleinsiedlimg auf bewässertem Boden allein. Ich habe die bewässerten Kulturen in den Vordergrund gestellt, weil sie eine durch die Bewässerung bedingte mehrmalige Kultivierung des Bodens im Verlaufe eines Jahres ertauben und somit die dichteste Ansetzung von Kolonisten ermöglichen. Aber die intensive Kolonisation — ich bin mir bewußt, daß ich hier einen neuen Begriff präge — kann auch auf Böden ohne Bewässerung betrieben werden, und zwar im Ackerbau und in Pflanzungen, Auch unbewässerte Böden müssen in Parzellen von viel kleinerer Ausdehnung den neuen Ansiedlern geboten werden, als es bislang der Fall war. Es sind technische Möglichkeiten vorhanden, auch den sögenannten trockenen Boden, d. h. in Palästina den Boden, der ausschließlich auf den natürlichen Regen angewiesen bleibt, in viel intensiverer Weise anzubauen. Und dies ist wiederum nur möglich, wenn den Kolonisten eine kleinere Fläche überlassen wird, die er allein ohne fremde Hilfe bearbeiten kann. Ich habe an anderer Stelle über die Ackerbeetkultur gesprochen, die in China seit Tausenden von Jahren mit Erfolg betrieben wird. Die Erträge sind um vieles größer, als bei der üblichen extensiven Art des Getreidebaues. Der Landwirt, der von einer kleinen Fläche einen Ertrag haben kann, den er sonst von einer um ein Mehrfaches größeren Parzelle hat erzielen müssen, ist unendlich besser daran. Er braucht für seine Wirtschaft weniger Gebäude, weniger Geräte und er kann seinen Dünger viel •besser ausnützen. Aber auch in Pflanzungen können wir einen höheren Grad der Intensität erzielen, wenn der Kolonist eine nur kleine Pflanzung sein eigen nennt. 111 Monte Algaida haben die Kolonisten nur 2 ha Weinhergc, daneben ihren kleinen Selbstvcrsorgegartcn für die eigenen Bedürfnisse. Die Art, wie Fruchtbäume in Japan gepflegt werden, verdient die größte Nachahmung bei uns. Wir müssen eine Qualitätsware erzeugen. Wir müssen die Einzelpflanze mehr pflegen und das Erzeugnis sorgfältiger behandeln. Kurzum, Intensität auf allen Gebieten des Landbaues wird uns eine viel bessere Ausnützung unseres Landbesitzes in Palästina gestatten, das ist eine intensive Kolonisation. Die Reorganisationskommission, die Ende vorigen Jahres nach Palästina ging, empfahl in ihrem Bericht den langsamen Ucbcrgang von Extensität des Betriebes zur Intensität. Eines der Mitglieder der Kommission war zwar vor seiner Reise nach Palästina unbedingter Anhänger meiner Forderungen, dort wurde er aber eines Besseren belehrt. Erst müssen die Ansiedler durch schwere Pionierarbeit größere Flächen extensiv bearbeiten und dann langsam zu einem höheren Grad der Intensivität übergehen. Auf den ersten Blick scheint der Ideengang plausibel. Er ist aber falsch. Die Herren hätten vielleicht recht, wenn es sich dämm handelte, die schon ansässigen Kolonisten oder auch die ־Fellachen von der herkömmlichen Anbauweise zu einer höheren, vcrvollkommneten zu überführen. Hier könnte man nur schrittweise vorgehen. Aber wir sollen ja neue Leute ins Land bringen, die keine Ahnung ׳ von Agrikultur haben. Sollen wir diesen Leuten erst die veralteten schweren und wenig Erfolg bringenden Methoden beibringen und sie später gewissermaßen aus der Extensität erlösen? Wäre cs plausibel, einen jungen Mann, der Schuster werden will, erst Holzpantinen schnitzen zu lassen, die eine einfachere, sagen wir die extensive Fußbekleidung darstelleu, daun Flicken aufsefzen lernen usw., statt ihn mit den modernsten Maschinen, Geräten und Methoden zu versehen, um möglichst gute, eie- ״ante und möglichst viele Schuhe erzeugen zu lassen? Uebcrgaiig in Ländern mit einer bestehenden landwirtschaftlielien konservativen Bauernschaft -- das verstehe ich noch. Aber in Palästina mit unserem neuen, landwirtschaftlich vorurteilslosen Sicdlungselemenf ist nur Intensivismus von Erfolg. Ich höre einen weiteren Ei!1 wand gegen mein System. Was ich Vorschläge, ist ja Nachahmung anderer Länder und Völker, Ich übertrage das, was ich unter anderen Bedingungen und hei Völkern von anderem Charakter gesehen habe, blindlings auf Palästina. Aber war das nicht Nachahmung, was wir bis jetzt in Palästina getrieben haben? Huben wir da nicht den Fellachen nachgeahmt, dessen veraltete unproduktive Wirtschaftsweise? Haben wir nicht den französischen Weinbau nach Palüslina cingefiihrt? Wir haben einerseits zu viel nachgeahmt und hauptsächlich den extensiven Fellachen oder den russischen Bauern oder den argentinischen Farmer -־- andererseits viel zu wenig den intensiven Landwrt des europäischen Westens und des asiatischen Ostens. Wenn wir nachahmen — und wir müssen nachahmen — so wählen wir dach das Richtige, das, was dem Charnktcr unseres Volkes viel mehr entspricht, und dies sind die intensivsten Methoden der Agrikultur, gewissermaßen die landwirtschaftliche Industrie. Als ich vor wenigen Monaten mit den sehr erfahrenen Vertretern des Departements of Agriciilture, Prof, Swingle und Dr. Cook, in Washington über meinen Vorschlag sprach, setzten die Herren Zweifel in die Fähigkeit der Juden, ״die am schnellsten denkenden Stadtleute‘', sich auf Landwirtschaft ein/.ustellcn, die eine langsame Denkart verlangt. Ich gab den Herren zu, daß sie recht haben. Da wir aber eine Findwirtschaftliche Schicht in Palästina nötig haben, so müssen wir denjenigen landwirtschaftlichen Zweig für die Juden wählen, der unter allen noch der ״am schnellsten denkende“ ist, und das ist die intensive, gewissermailen industrielle Gärtnerei. Der jüdische Landwirt muß einer Beschäftigung zugeführt werden, bei der seine Intelligenz, sein denkender Kopf Verwendung findet, nicht allein seine Anne und Beine, Und das ist nur beim Intensivistmis erreichbar, bei der Landwirtschaft, die gleichzeitig Industrie und Handel ist. Selbstverständlich ist nicht die Rede davon, daß jeder Kolonist getrennt seine Erzeugnisse verarbeitet und verkauft. Alles das wird genossenschaftlich gemacht werden durch die besten Vertretor der Kooperative, aber unter Anteilnahme des ein- /einen, Und mm die Frage, die nicht unwesentlich ist, was kostet die von mir befürwortete intensive Kolonisntion? Wie ich schon hei anderer Gelegenheit gesagt habe, ich kann heute noch nicht mit Zahlen aufwarten. Aber Kenner des Landes, die die gegenwärtigen Preise kennen, haben in einer Konferenz, au der ich teilnahm, zugegeben, daß mit '300 C ein Kolonist nach meinem; System angesiedelt werden kann. Und in der Tat glaube ich, daß bei einer zweckmäßigen Organisation aller Zweige und insbesondere des Bauwesens, mit diesem Betrage die Ansicdlung eines Kolonisten bewerkstelligt werden kann. Die wenigen Dunam Land, möge es noch so teuer sein, fallen nicht ins Gewicht. Die Anläge der Bewässerung, auf die Fläche verteilt, ist auch nicht kostspielig. Der Ansiedler braucht wenig Geräte und wenig Vieh. Bleibt das Haus, der Hauptausgabepunkt. Wenn dieses etwa 150 £ kostet, was bei gleichzeitiger Errichtung von 500 Häusern gut möglich ist, besonders wenn Bauweisen zur Anwendung kommen, bei denen das Material leicht zu beschaffen ist, so wird es klar, daß der Betrag von '300 £ per Familie ausreichen kann. In der vorhin von mir zitierten spanischen Kolouic Monte Algaida kosteten die schmucken Häuschen aus Zemeiitblöcken int Ausmaße 12X5 m, d. i. eine bebaute Fläche von öt) qm, nur 3000 Peseten, d. i. 120 £, Ein weiterer Hauptposten war die Herrichtiuig des Navazo, der Aushöhlung, auf deren Sohle die Kutturen angebaut wurden. Es mußten ja 6000 bis 10 000 Kubikmeter Sand 1kr Parzelle ausgegraben und abgefahren werden. Dies kostete durchschnittlich 2500 Pcseten, d. i. 100 £. Bei uns dürfte der Boden und seine Herrichtung samt Bewässerungsanlage nicht mehr als 00 bis 70 £ per Kolonist kosten. Der Restbetrag bis 300 £ wird ausreichen, um das nur geringe lnventar anz.uschaffen und den Mann mit Familie bis zum Beginn der Produktion zu ernähren, Ein Konsumverein muß von vornherein für die billigste Herbei- Schaffung aller notwendigen Bedarfsartikel sorgen, wie überhaupt das größte Gewicht auf eine gute Organisation der Kolonie von Anfang gelegt werden muß, eine Organisation des Absatzes in erster Linie, des Kredites, des Konsums, der kommenden Betriebe usw. Moderne Kolonisation ist nicht allein Produktion, sondem vor allem Organisation. Wir müssen tüchtige Organisatoren mit persönlicher Erfahrung• zur Mitarbeit an einer solchen Kolonisation heranziehen, wie wir überhaupt die Mitarbeit der besten Sachverständigen, woher wir sie auch bekommen mögen, in Anspruch nehmen müssen. Wenn wir den Betrag von 300 £ per Familie dem bisher ab notwendig bezeichneten Betrag von nicht unter 1000 £ — ich spreche schon gar nicht von den erst neulich geforderten 1200 bis 1500 £ — gegenüberstellen, so ist die Schlußfolgerung nicht schwer zu ziehen. Wir können intensiv kolonisieren, indem wir Land und Geld sparen. Ich denke, das sind Vorzüge genug für das empfohlene System. Ziehen wir die Schlüsse aus dem Gesagten, so gelangen wir 1. zu dein eingangs des Referates erwähnten Ergehnis, nämlich zu der für uns so wichtigen Möglichkeit des friedlichen Beieinanderlebens mit unseren arabischen Nachbarn. Wir brauchen ihnen das Land nicht zu nehmen, denn wir haben dafür keine Verwendung. Unser Kolonisationssystem versetzt uns in die Lage, auf dem schon in unserem Besitz befindlichen Land viele Tausende von Familien anzusiedeln. Unsere Nachbarn werden von uns die bessere Ausnützung von Land und Sonne lernen und so von unserer Arbeit profitieren. Zu• sammenstöße nationalen Ursprungs werden somit vermieden werden können, ,abgesehen von der Tatsache, daß grolle Kolonien von etwa 2500 Einwohnern, auf einer kleinen Fläche konzentriert, ihren Einwohnern viel mehr Sicherheit bieten und den Uebclgesinnten Respekt einflößen und so Uebergriffe vermeidbar machen. 2. Kanu Palästina trotz seiner Kleinheit vielen neuen Siedlern Raum gewähren und in kürzerer Zeit als bei dem früher geübten System der Kolonisation. 3. Das soziale Problem wird wenigstens auf dem Lande in der Weise gelöst, daß es keine Lohnarbeiter geben wird, die für die anderen arbeiten. Die Parzellen werden von einer Größe sein, die der Arbeitskraft des Ansiedlers und seiner Familie entspricht. 4. Große Kolonien können mit Leichtigkeit alle ihre kommunalen Bedürfnisse aus eigenen Mitteln decken. 5. Wir werden in der Lage sein, mittels der uns zur Verfügung stehenden Summen viel mehr und besser, das ist mit viel größerer Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg, zu schaffen oder, mit anderen Worten, die Kolonisation wird auch im größten Maßstabe erschwinglieh, was sie bei dein alten System niemals sein kann. Diese Vorzüge sprechen eine eindringliche laute Sprache, der unsere Exekutive, wie es aus dem mitgeteilten Beschluß, eine Kolonie nach meinem Vorschlag zu errichten, folgt, ihr Ohr nicht hat entziehen können. Wir haben zwar wertvolle Zeit verloren, seitdem diese Ideen der Leitung bekannt gemacht wurden. Aber hier ist nicht der Ort, danach zu suchen, wer hierfür verantwortlich ist. Es ist ein wichtiger Beschluß, der Ihnen hier zur Gutheißung vorgelegt wird. Seine Annähme eröffnet uns begründete Hoffnungen auf ein baldiges jüdisches Palästina. An ihnen liegt es, den Erfolg der Sache durch Hergabe Ihrer Besten zur Mitarbeit zu sichern. Verlieren wir nunmehr keine Zeit! (Hirtscb&ftUchd Palästuia-ßacbricbten Der Stand der Arbeit in Jaffa Jaffa, 11. Oktober. (J,C, B.) In den letzten Mo• naten hat sich die Situation der Arbeit in Jaffa etwas verbessert. Die Bauarbeiten allein beschäftig• ten 300 ungelernte und 100 gelernte Arbeiter, dazu kommt eine Anzahl von Arbeitern, die Sand fahren und dergleichen. Die Arbeitszeit beträgt 8 Stunden, der Arbeitslohn 30 Piaster. In der letzten Zeit macht sich die Tendenz bemerkbar, den Lohn herab/useuen. Infolge eines Unglücksfalles, der kürzlich einen Chaluz beim Bau das Leben kostete, wird die Frage einer Versicherung der Bauarbeiter brennend. Mit der Ent- Wicklung der Bauarbeit stieg auch die Zahl der in Jaffa beschäftigten Tischler von 60 auf über 201). Der Arbeitslohn schwankt zwischen 30 Piaster für ungelernte und bis 90 Piaster täglich für gelernte Arbeiter. Die Lage der Nadelarbeiter war längere Zeit sehr kritisch, da die bestehende Fabrik geschlossen wurde. Die Konkurrenz der aus dem Ausland eiligeführten, fertigen Kleider machte sich sehr fühlbar. Unter dem Drucke der öffentlichen Meinung legt man jetzt großes Gewicht darauf, Kleider im Lande erzeugen zu lassen. Eine Anzahl von entlassenen Soldaten aus dem jüdischen Regiment, amerikanische Juden, haben eine Schneider-Kooperative ״Jalbisch“ gegründet und moderne Maschinen eingeführt, ln Jaffa gibt es auch ungefähr SO Näherinnen. Das Seh u s t e r h a nd w e r k steht auf einer niedrigen Stufe. Die größte Zahl der Arbeiter sind Sephardcn und Jemeniten, welche bis 12 Stunden täglich arbeiten. Sehr beklagenswert ist die Lage der Lehrlinge aus diesen Kreisen, welche schon mit 10 Jahren zur Arbeit geschickt werden. Als Metallarbeiter sind derzeit nur zirka 20 Mann beschäftigt. Dieser Arbeitszweig macht eine Krisis durch, da die meisten Bestellungen früher vx>11 seiten der Orangcnzii älter erfolgten, welche Bevvässerungsanlagen usw, bestellten; derzeit werden aber keine neuen Orangengärten angelegt. Die Fabriken haben zum Teil geschlossen, da sie abwarten, ob nicht das Elcktri fizicrungsprojekt Ruthenbergs eine ganz neue Organisation der Arbeit notwendig machen wird. Eine große Anzahl der Metallarbeiter haben daher ihren Beruf aufgegeben und sind Chauffeure geworden oder haben andere Berufszweige ergriffen, ln Jaffa arbeiten ferner zirka 60 Setzer und 80 landwirtschaftliche Arbeiter. Jüdische Fuhrleute gibt es in Jaffa erst seit den Maicreigmssen; es ist noch unsicher, ob sich Juden in diesem Berufszweige in Jaffa werden halten können» Gegen 60 Mann sind im Färbereigewerbe beschäftigt, zirka 10 Arbeiter als Friseure. Im. ganzen ist die Zahl der in Jaffa beschäftigten jüdischen Arbeiter relativ noch sehr gering.

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