Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 84-85 (21.10.1921)
- Date
- 1921-10-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 60S 111 EPISCHE RUNDSCHAU Nr. 84/85 Import und Export im Der Exj-wrl Palästinas ist sehr ungünstig im Vorgleich wtm Import. Iin Juli z. B. betrug4 ׳er Export nur 12 0;״ des Imports. Während dieses Monats wurde Ware im Weri von 43.7692 £ clngefülirt, was eine Abnahme von 35 000 £ im Vergleich zu demselben Monat וווו Jahre l<)20 ist. Die Gesaint/.ihl der letzten 4 Momite bis Juli 1021 betrug 1706 810 £, '203 903 ,C mehr gegen denselben Zeitraum 1920. Großbritannien nimmt die erste Stelle der Exportländer für Palästina mit 131 997 £ im Juli ein, an zweiter Stelle steht Aegypten mit 77308 X. Aegypten erhält den größten Teil des palästinensisehen Ex!x>rts. Im Juli 1921 wurden Waren im Betrage von 45153 £ eines Gesamtexportes von 51 202 .C eingeführt. Ebenso wie der Import, zeigt auch der Export im Vergleich zum Juli 1920 eine Abnahme, wo der Export sich auf 85 353 £ belief. Der Gcsanitcxport während der letzten 4 Monate bis Juli 1921 beträgt 200303 £, 4 4 57 £ mehr als itn gleichen Zeitraum des Jahres 192Ö. Haifa ist das größte Einfuhrzentrum Palästinas. Im Juli führte Haifa Werte von 181 <>S1 £ ein, 1-1692 £ mehr als im gleichen Zeitraum 1920, und für 758 716 £ während der letzten 4 Monate bis Juli 1921 und zwar 165540 £ mehr als im gleichen Zeitraum 1920. Datm kommt Jaffa mit einer Einfuhr von 157 420 C im Juli (73 540 £ weniger als itn Juli 1920), uml einer Gesamt- Ziffer von 614 30() £ (30 443 £ weniger als im gleichen Zeitraum 1920). Im Ex|>ort steht jedoch Haifa hinter Jaffa z.urück, mit 66S9 £ gegen 11 886 £ für Jaffa im Juli und; 72 741 £ gegen 101 091 £ für die Monate bis Juli 1921. Beide zeigen eine Zunahme, ersterer 12 483 £ und letzterer 18 SIS £ gegen die gleiche Periode 1920. Tui Keram beansprucht den Rekionl pro Juli mit einer Einfuhr von '23 220 £, aber seine Ausfuhr während der 4 (Monate bis Anfang Juli 1921 betrag nur 14672 £, was eine Abnahme von 24 503 X gegenüber der gleichen Periode 1920 bedeutet. Deutschland tr sein. besucher, die über die Ostgreu/e oder aus der Grenadierstraße ״ekonunen sind“, am Devisenmarkt sich breit!midien.*'-- Herr Badt ist bekanntlich im Vorstand der jüdischen Gemeinde von Berlin. Es soll liier keine Untersuchung über «las Geraumen* tum der Berliner Börsettbcsucher angestellt werden, immerhin läßt aber die Eile, mit der der Zusammenhang tnii dem Osten in der Oeffentlidikeit abgclchnt wird, auf kein sehr reines Gewissen in dieser Beziehung schlichen. Inzwischen ist in den Zeitungen berichtet worden, daß in Wien Demonstrationen, die zu Schlägereien und zu einem Eingreifen der Polizei geführt haben, vor der Börse stattgefunden haben. Das sollte eine Warnung für das B. T.“ und die sich mit ihm identifizierenden Kreise Wenn sie ihre Tonart gegen die Ostjuden fortsetzen, so kann ähnliches oder schlimmeres als in Wien auch den Juden an der Berliner Börse geschehen. Diese werden sich dann bei den Kreisen bedanken können, die in unverantwortlicher Weise die anormalen Zustände im deutschen Wirtschaftsleben im selben Atemzuge mit der Betätigung der Ostjuden an der Börse nennen. — Es ist nicht bekannt geworden, daß die Demonstration ven in Wien sich irur gegen ostjüdische Börsenbesucher gewandt hätten. Daß gerade das ״B, T.“ auf die Juden als Bringer des Unglücks für Deutschland hinweist, ist von ganz besonderem Reiz. Bekanntlich sind es immer die Kreise dieses Blattes gewesen, die den Zionismus für die Erregung des Antisemitismus mit allen seinen Folgen haftbar machen wollten. Bei der nächsten Gelegenheit müssen sich die Tageblattleacr mit ihren Vorwürfen an die richtige Adresse wenden. Walter Roth. Das ״Berliner Tageblatt“ und die Ostjudeafrage*) Im Hand eist eil der Nr. 433 des ״Berliner Tageblatt“ stellt ein ״Dr, A R.“ gezeichneter Artikel, der sich mit den augenblicklichen Zuständen in den Berliner Börsensiilen befaßt. Das durch den ständigen Rückgang der deutschen Devise im Ausland, die dadurch verursachte Steigerung der ausländischen Wechselkurse und eiiihcimisehen Aktien papiere, die vom Publikum wegen der in ihnen enthaltenen ״Goldwerte“ aus dem Markt genommen werden, wildbewegte Börsengeschäft, hat Formen äugenommen, die eine glatte Durchführung der Geschäfte den Bankfirmen seit langem nicht mehr gestatten Die Möglichkeit leichter Gewinne bei einem seit vielen Wochen last ohne Rückschlag sich hebenden Kursniveau in fremden Devisen und inländischen Aktienwerten lockt immer weitere Kreise des Publikums, die zum Teil früher keine Ahnung hatten, was eine Devise utui was eine Aktie ist, zum Börscnspiel. Die Spielwut dieses grollen Publikums ist zum Teil, selbstverständlich neben den allbekannten wirtschaftlichen und politischen Tat- Sachen, die Ursache der dauernden Steigerung aller sogenannten Goldwerte. Es ist klar, daß diesen Steigerungen in kurzem die entsprechende Teuerung itn Inlande folgen muß, und es ist ebenso klar, daß die große Masse der Bevölkerung jedem Schlagworte über die Ursache dieser jeden einzelnen betreffenden Erscheinung mehr als je zugänglich ist, Diesem Bedürfnis kommt Dr, A. R. in״ .־B. T.“ entgegen, ln dem oben genannten Artikel schreibt er wörtlich: ״Auf dem Wege über die Produktenbörse haben stell überhaupt mancherlei Elemente Zutritt zum De- Visen- und Effektenmarkt verschafft, die besser ferngehalten würden. Es handelt sich dabei vielfach um Besucher, die über die Ostgrenze Deutschlands, mitunter auch aus der Grenadierstraße gekommen sind und sich sowohl am Valutamnrkt als auch an der Effektenbörse ungeniert breit machen.“ Was heißt das anderes als: ״Die Juden machen durch ihre Valutaspekulationen die Teuerung, die Juden erschweren durch das spekulative Heraufsetzen der ausländischen Devisen dem Reiche die Zahlung der Reparationen, die in fremder Währung geleistet werden müssen usf.“ Als» nicht die Folgen des Versailler Friedens, nicht die kürzlich vom Reichskanzler selbst öffentlich gebrandmarkte Tatsache, daß die Großindustrie und der Handel ihre Exportguthaben im Auslande stehen lassen, anstatt sie dem Reiche zur Verfügung zu stellen, bewirken die Steigerung der Devisenkurse, sondern die ״mancherlei Elemente, die besser ferngehalten würden“. In Nr. 438 des ״B. T.“ gehen der Redaktion zu dem genannten Artikel einige Zuschriften zu, in denen u. a. eine Getreidefirma auf den Vorwurf des Dr. A. R., daß ״diese Elemente auf dem Wege über die Produktenbörse zum Devisen- und Effektenmarkt gelangen* bemerkt, daß ״Leute, die aus der Grenadierstraüe stammen, den Besuchern der Produktenbörse keinesfalls bekannt sind“. Ebenso lehnt Herr Leo pold Badt, Vertreter der Produktenbörse im Börsen־׳ vorsuuid, 1m Namen der Gctreidekauflcute energisch ab, da» auf dem Wege über die Getreidebörse , Börsen- Institut für jüdische Wirtschaltsforschung Wir erhalten folgende Mitteilung: Dos ״Institut für jüdische Wirtschaftsforschung“ hat die Erforschung der wirtschaftlichen und soziologischen Grundlagen des jüdischen Volkes zur Aufgabe. Sein Tätigkeitsgebiet ist nicht auf irgend ein Land beschränkt, sondern umfaßt vielmehr alle Sicdiungszentren der Judeiihcit. Um der wissenschaftlichen Arbeit das natürliche und dauernde Zentrum zu verschaffen, soll das Institut den Grundstock für die national-ökonomische Fakultät der Universität in Jerusalem bilden. Das Institut besitzt drei Sektionen׳. 1. Die M i g r a t i o n s s e k t i o 11, in der das gesamte Material über die jüdischen Wanderungen systematisch geordnet für die Zwecke der Praxis verwertet wird. 2. Die wirtschaftswissenschaftliche Beratungsstelle, die theoretische und praktische Ziele verfolgt. Von der Beratungsstelle wird die Fürdertmg und Konzentrierung der jüdischen Wissenschaftliehen Arbeit wirtschaftlicher Natur angestrebt und zu diesem Zwecke eine Reihe von bibliographischen, bibliothekarisehen und Archivarbeiten unternommen. Auf dem Gebiete der Praxis wird im Anschluß an die zuständigen Ressorts zur Anregung und Heranziehung des Privatkapitals Auskunftserteilung über rentable Erwerbsmöglichkcitcn in Palästina betrieben; alle Bestrebungen zum wirtschaftlichen Aufbau des jüdischen Volkes im europäischen Osten werden tatkräftig unterstützt. 3. Die Arbeitsgemeinschaft jüdischer Volks Wirtschaftler, die die Aufgabe hat, die zerstreuten Kräfte auf dem Gebiete jüdischer Wirtsdiafts- Wissenschaft zu konzentrieren. Die Arbeitsgemeinschaft stellt das wissenschaftliche Gremium des Instituts dar, Erteilung von wirtschaftswissenschaftlichen Gu t a ch t e n ist in Aussicht genommen. Der Arbeitsgemeinschaft gchören u, a. an: Adolf Böhm, Dr. Georg Ha Ipern, Dr. Ka plu n - Kog a n, Dr. Arthur Ruppin, Dr. 1. Schipper, Julius Simon, Davis T riet sch. Die Vorbereitungsitclle des Instituts ist im Januar 1920 auf Anregung von Dr. Arthur Ruppin, Jerusalem, begründet und wird von Dr. Kaplun-Kogan, Bros׳■ lau, geleitet. Es werden Schriften und Mitteilungen des Instituts Iicrausgegcben, für den Anfang des nächsten Jahres eine Tagung des Instituts vorbereitet, auf der in sneh- und fachmännischer Art, losgelöst von jeder Politik, von berufenen Kennern die schwerwiegenden wirtschaftlichen Probleme des jüdischen Volkes durchgearbeitet werden, um auf diese Weise den Weg zu einem wirtschaftlichen Parlament des jüdischen Volkes zu ebnen. Jede politische Tätigkeit ist ausgeschlossen, das Institut verfolgt rein wirtschaftswissenschaftliche Zwecke. Jahresbeitrag für außerordentliche Mitglieder beträgt M. 100,—; Mindcststiitungsbeitrag' M. 3000,—. Die Adresse der Vorbereitung«stelle ist Breslau 16, Kaiserstraße 8?. sorgeamtes und der Zentralstelle für W3mlcr.r,T• fürsbtge auffordert, und bat seinerseits die Erschiene-•1״'‘' nachdruckiichst in ihren Gemeinden dahin zu wir!,,’ daß dieser Aufforderung allseitig Folge geleistet wjra Der zweite Referent, Herr Generalsekretär Alt'r״i Berger vom Arbeiterfürsorgenmt Berlin, legte 4p,; יי sonderen Aufgaben des A rbei t eri'ii r sorgeamtes 'und sei״,״ Zweigstellen dar. Fr verwies auf die ungewöl1״ll(h schwierigen Aufgalxin. denen eins Arhätoriürsorgivunt?״ Beginn seiner Tätigkeit gegenüberstand uml aut nl außerordentlichen Erfolge, auf die es voll Stob!,jj/ weisen darf. Wenn heule in Deutschland Tausende!1״ Abertausende produktiv arbeitender ostjüdischer Men. sehen durch schwere körperliche Beschäftigung in hart Arbeit ihr Brot verdienen, so ist dies nur gewesen dank der Tätigkeit der Arbeitcrfürsormtelh-a Der Referent besprach ausführlich die politischen A11V gaben uml Leistungen des Arbeiterfürsorgeamtes. Fr b' tonte, daß sämtliche Arbeitorfürsorgcstcllen in volkm« Einvernehmen und linier genauer Kontrolle der bch(,r<1 liehen Organe arbeiten und daß die hier geleistete Arl'c! nicht nur iin allgemein philanthropiseh-jii,;tischen, vot1(׳trl auch itn Interesse des Staates liegt. Beiden Referenten wurde reicher Beifall gezollt j!,,. Versammelten waren sämtlich der Meinung, da;; beiden Institutionen mit aller Energie geholten wer W müsse. Auf Veranlassung des Herrn Cieh. S'mitäürin Dr. Apfe'l wurde beschlossen, eine Tagung sämtlicher rheinischen Gemeinden, durch den Proviny'ialvcrband demnächst einzuberufen, in der unter anderen auch Hctt Berger referieren wird. Die Versammelten gaben dir Meinung Ausdruck, daß diesenette Versammlung baldig stattfinden solle, damit den h.irtbedrängten Stellen 1u3besondere Duisburg, schleunigst die nötigen Mittel n► geführt werden können. Einstimmig wurde folgende 16-- soltition, die von Herrn Feilchenfcld eingebracht wurde angenommen: ’ ״Die am 9. Oktober 1921 in Köln tagende Vcrsamin- 1131g, in der die jüdischen Gemeinden Aachen, l-iann, Köln Duisburg, Düsseldorf, Euskirchen, M.-Gladbach, Linz Vv‘r! treten sind, fordert alle rheinischen Gemeinden auf mdi Maßgabe ihres Steuerssolls einen dauernden Beitrag für die Arbeit der Zcntralarmcnkassc und der Arbeitenürs»r־׳<>- stellen Köln und Duisburg zur Verfügung zu stellen. ln Anbetracht der außerordentlichen Bedeutun-׳ der Frage erwarten die Anwesenden die baldige Einberuimw einer Tagung des!»*ovinzialverbandcs der rheinische« Gemeinden. •) Wegen Raummangel verspätet. Die rheinischen Gemeinden and das Ostjudenliiifswerk 'Aut Veranlassung der Zentralkasse Köln, der Wandet'־ armenfürsorge, des Provinzialverbandes rheinischer Svitagogengetneinden, der Synagog engemeittde Köln und des Arbeiterfitrsorgeamtes fand am Sonntag, den 9. Oktober 1921, eine Besprechung rheinischer Gemeinden zur Frage des Ostj-udenlulfswerkcs statt. Die Sitzung wurde von Herrn Feitchenfeld, dem Vorsitzenden der Zicntratknsse für Rheinland und Birkenfeld, Köln, eröffnet und geleitet. Nach Begrüßung der Erschienenen hielt Herr Feilchenfcld ein gnmdlegenr des Referat über die Tätigkeit ,der Wanderamtenfürsarge. Zum Schluß verwies Herr Feilchenfcld auf den Aufruf der Gnoßgemcindcn Deutschlands, der sämtliche jüdisehen Gemeinden zur Unterstützung des Arbciterfür- Spredbsaal (Ohne Verantwortung der Redaktion) Tatsächliche Berichtigung Bei Durchsicht der letzten Nummern der ״Jüdischer. Rundschau“ finde ich in Nr. 77 derselben einen Artikel ״Volk 11ml Nation", in welchem iietr Dr. fCatznr/sa״ mir die Ehre erweist, sich in der ihm eigenen Weise mit meinen Schriften, insbesondere mit meiner ״Revision! des jüdischen Nationalismus*‘ zu beschäftigen. Entsprechend dem irr! Vorwort zu meiner ״Revision*‘ deutlich ausgesprochenen uml daselbst motivierten Du- Schluß, mich an der kommenden Pressediskussion nicht zu beteiligen, lasse ich midi hier in keine nieritorisduc Polemik mit Herrn K. ein, sondern will und muß bloß von den vielen Unwahrheiten, die er sich in seinem Artikel geleistet hat, einige krasseste sachlich richtigstellen: Es ist unwahr, daß im ״Rassenproblem“' die Theorie Weismanns in einer lettr/en Fußnote von mir erledigt wurde; wahr ist vielmehr, daß eine Reihe von Kapiteln des Buches diesem The:na gewidmet ist, uml schon die Durchsicht des Index ergibt, daß idi mindestens von S. 222 bis S. 265 mich damit beschäftigt haben muß. Es ist unwahr, dal! meine These vom Vorzug der Rassenreinheit vor der Rassenmischun״ sieh aut nicha anderes als die Theorie vonChamherlain stütze (übrigens ein merkwürdiges Angriffsobjekt von seiten eines Rateinnationalsten!); wahr ist vielmehr, daß ein eigenes Ktntkl ausschließlich dieser Frage dient, worin unter rcieium Material und vielen Autoren auch der Name Chamherbn — diesmal ausnahmsweise in günstigem Sinne - erwähnt wird. (Der in diesem Zusammenhang erwähnte Karl Kautsky hat übrigens gelegentlich einer rattadliehen Auseinandersetzung die meisten der in seiner Broschüre gegen mich erhobenen Vorwürfe als miiiverstündlich zurückgezogen,) Es ist unwahr, daß Dr. K. mich je auf den Reich tum der Literatur in der Nationalitätenfrage ־ aufmerksam gemacht hätte; wahr ist vielmehr, daß ich niemals in irgendwelchem mündlichen oder brieflichen Verkehr mit Dr. K. gestanden habe, bei weichem er mir seine literarischen 'Empfehlungen auch nur lütte übermitteln können. Unser einziger Kontakt bestand darin, daß er nur zweimal in Diskussionen gegenüherstand; jedoch ist es mir durchaus nicht erinnerlich, daß er dabei eine Literaturliste angeführt hätte. Daß jene fraglichen Enipfcldunge״ selbst itn Falle ihres Erfolgtseiits irgendeinen Zweck w! Sinne von K. erreicht hätten, dürfte ebenfalls kaum Stirnmen, da die von ihm jetzt angeführten Auroren nwr nicht unbekannt waren und da K. in der animosen Art seiner Kritik übersieht, daß die von diesen Autoren zitierten Aeußerungen (wenigstens ihrer überwiegenden Zahl nach) ztt meinen Auffassungen gar nicht im Widersprach stehen. Es ist endlich unwahr, daß ich theoretisch auf dem Boden der sogenannten französischen Richtung stehe; wahr ist vielmehr, daß icli itn Gegensatz zu den Fr.mzosen, deren spezifische Auffassung ich ausdrücklich zitiere, die in der Sprachtsich manifestierende Kulturgemeinschaft mit als entscheidendes Kriterium betrachte. ln Anbetracht der Iiiermit charakterisierten Art der Beweisführung der von K. seit vollen zwei Jahren a!:.;v־ kündigten Erwiderung und ihrer mehr als selbstsicheren Form, überlasse ich dem aufmerksamen Leser das Urteil, ob Anmaßung und Prätention, wie es in dem Artikel immer wieder heißt, La diesem Falle auf meiner Seite liegen. Karlsbad, 14.!0. 1921. J. Zollschanl