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Jüdische Rundschau · 1921-09-27 · Heft 77 (27.9.1921) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 77 (27.9.1921)
Date
1921-09-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 588 1,f I נ ׳■I I 1 •;•i i 1 5 4 5W Die Lago in Pallisüca Ein 1111 e r v i e w d c r ״W1 c 11 c r Mpr g c 11 / c i ( 11 n p;“ ">it David Y c 1 i 1 11. ' Wir geben die folgenden Acußcrtmgen wieder, da Yd!:״ als eine der prominentes!('» Per.ämlicii'keiten mul einer der genauesten Kenner der palästinensischen Verhältnisse anzuschen ist und in seiner Eigenschaft als Mitglied des Advisory Council (Stantsrai) sowie als Präsident des jikiisehen Volksrates (Wand Leumi) ständig Gelegenheit hat, die Auffassung der Behörden kennen zu lernen und sich über die Verhältnisse im Lande ein authentisches Urteil zu bilden. Auf die Frage nach der gegenwärtigen Stimmung tmtcr den Juden im Lande, erklärte Herr Yel'iu: Die Stimmung unter den Juden war seit den Vorfällen in Jaffa recht gedrückt. Das hat nicht allein die Tatsache der Pogrome veranlaßt, sondern der Umstand, dal! sieh die Juden in der letzten Zeit nicht im Besitze der genügenden politischen Macht und ohne entsprechenden Schutz fühlten. Leider hat in den letzten Zeiten die lokale Regierung mehr als nötig mit den Arabern gerechnet, genauer gesagt, mit jenen wenigen, die gegen uns sind tmd welche auf keinen Fall das arabische Volk repräsentieren, sondern höchstens einen kleinen Teil der Bevölkerung, während der größte Teil der Bevölkerung friedlich gesinnt ist und gegen die Jude« keine Feindschaft empfindet. Erst durch die Anerkenn nun״ der Regierung haben die paar Leaders die Obermacht unter den Arabern gewonnen, indem die InJiffereuten und die den Juden gewogenen Elemente nichts gegen diese Leute unternehmen können, da sie sehen, «iali die Reg;er1:r.g mit ihnen rechnet. Die uns gutgesinnten Araber‘können öffentlich gegenwärtig nicht auf treten, da man sie als Verräter ihrer Nation l>etrachten würde. Worauf ist diese Bewegung zurückzuführen? Es ist sicher, daß eine starke französische Propaganda im Lande entfaltet wird, um den Engländern Schwierigkeiten zu schaffen. Die christliche Minorität im Lande, die nicht stärker ist als die jüdische und sieht, dal! die Juden eine große Unterstützung von ganz Europa haben, fürchtet, aus ihrer Position verdrängt zu werden, und um nicht zu einer (]uaniite negligcnble iicnth/usinkcn und den Arabern zu zeigen, daß sie mit ihnen sind. So sind in der Londoner arabischen Delegatioii die Sekretäre sowie jene, die fremde Sprachen sprechen. Christen. Mit einem Wort, jene, die die bewegeude Kraft darstellen. Auch di« Hetze der antisemi- Eschen englischen ״Moming Post“ kommt diesen Leuten zu Hilfe. Die arabischen Zeitungen werden in alle Dörfer verschickt und dies wirkt stark auf die u!1r wissende Bevölkerung. Schließlich gibt es auch höhere englische Beamte, die vielfach unter dem Einfluß der mSst christlichen Unterbeamten stehen, und uns daher nicht gewogen sind. Auf die Frage, welche Wege es ״eben würde, um m einem wirklichen Einverständnis zu kommen, erklärte Herr Yeliin: Es handelt sich darum, mit welchen Arabern. Mit den Leaders wird es schwer sein, sich zu einigen, weil diese die Anführerrolle behaupten wollen. Mau muß den Arabern durch die Tat beweisen, dal! die jüdische Einwanderung auch für die Araber Gutes leisten wird, warn Untcmehmungen entstehen werden, welche auch die Araber stark interessieren weiden und an welchen ihre Beteiligung möglich sein wird. Uebcrliaupt, wenn mau ihnen jetzt erklärt, daß die Befürc.htung, die Juden würden eine jüdische Regierung bckommen, gegenwärtig grandios ist lind daß wir nichts anderes wollen, als freien Eintritt ins Land, um unsere Arbeit für das Wohl des gesamten Landes entfalten zu können. Es mul! jetzt wieder die alte Politik eintreten, nämlich möglichst viele Juden ins Land zu bringen und nicht nur unsere Cluluzim, die Idealisten, auf Si!äs..-■ ■ ״״-■«^ י• ■ ״׳*■‘•'-י״!r ■« '• 11■-■^׳ 1 .!״!י!!!.11■י«1■*im»te>■’ J UH Dl SC HE RUNDSCHAU welche wir so stolz aal, sondern airdi Leute mit Mitteln, die imstande sind, Arbeifsmoglidikciten zu schaffen. Nicht allein die üodenbebauimg ist notwendig, weiche nur langsam vor sieh gelten kann, es müssen;uich städtische IiklusLiuii geschaffen werden, wo man rasch vielen Händen Arbeit gehen kann. Das kann nur durch bemittelte Leute geschehen. Uebcr die Haltung Herbert Samuels äußerte sich Herr Ydlin wie folgt: Die Juden sehen in ihm den Juden, welcher dem Aufbau des Landes geneigt ist, der aber durch seine Umgebung beeinflußt wird, die Macht der Gegner zu überschätzen. Herbert Samuel denkt an eine langsame Entwicklung auf friedlichem Wege. Die ungenügende Einwanderung finanzieller Kräfte hat seine Unzufriedenheit erregt und die Chaluzim waren bekanntlich auf Regierungsarbciten angewiesen. Samuel hat sich über die Arbeit der jungen Idealisten sehr Iolicnd geäußert. Zur Zeit der Pogrome scheint Samuel unter dem Einfluß seiner Beamten ganz im Gegensatz zur Auffassung der Juden einen allgemeinen Aufstand befürchtet zu haben, und aus diesen Umständen erklärt sich sein bekannter Versuch, am Geburtstag des Königs den Inhalt der Balfour-Dclclaruibn in einschränkendem Sinne zu interpretieren. rw— ■ .■■״״:־־■״■■—״״ ׳׳״.סך־דרדד—ר.—1■—^-^,.ריד^דדדדדידד-^ידיייד׳,ד; - FEAMECMJETEE MESSE IS. September bis 16. Oktober Gesinnungsgenossen, ,welche zur Messe nach Frankfurt kommen, werden gebeten, ihre Adressen der Frankfurter Zionistischen Voreinigung, Untorliudau 21 mimiteilen. Die N.-F.-Konunission Frankfurt übernimmt Besorgung von Unterkunft, Kommissioneu usw. Stellung von Dolmetschern, Hilfskräfte für die Messe, Büroarbeiten während der Messen gegen Spenden in den J. N.-F. Zuschriften an die Adresse A. Gold mann, Frankfurt ain Main, Ilammaustnuwo 2p. Was den Pinn Jal.otinskys auf Wictleruufstellimg der jüdischen Legion;uilangt,' so ist die jüdische palüstiiicnsische Bevölkerung im allgemeinen nicht dafür, natürlich geht die allgemeine Meinung dahin, daß man genügenden Schutz haben muß, aber im Palästina denkt man mehr an Selbstschutz. Was den Plan des sogenannten Parlaments für Palästina anlangt, so handelt cs sich hier durchaus nur uni ein ״Elccted Advisory Council“, einen gewählten Staatsrat mit bloß beratender Stimme. Das ist Samuels Vorschlag. Hierbei war keine Rede von einer Unter- Scheidung zwischen ottoinanischcn Staatsbürgern und anderen. Audi was das Projekt für die Gemeindewahlen anlangt, wobei man ursprünglich a,n die Zugrundelegung der türkischen Wahlordnung dachte, wonach nur Ottomanen das Wahlrecht hätten, ist für uns daraus nichts zu befürchten. Das Präsidium des Waad Leumi (Jüdischer Volksrat) hätte wöchentliche Besprechungen mit Herbert Samuel zur Beratung allgemeiner Fragen, und cs hat sich in vielen Punkten eine Harmonie der An*' Schaltungen ergeben. Nur gegen die schwächliche Hai־ tung den Arabern gegenüber haben wir stets protestiert Wir sind alle für eine Verständigung mit den Arabern, mau muß sehen, eine Basis zu schaffen, um mit den Arabern in Harmonie zu arbeiten und neue Arbeiten in größerem Maßstah werden sicherlich das beste Mittel sein, um die Araber zu versöhnen. Die ökonomische Lage im Lande beginnt sich normaler zu gestalten, es gibt keine großen Gewinne mehr, aber auch keine großen Verluste wie voriges Jahr. Die Beschränkungen im Handel sind aufgehoben wor- Nr. 7 ר | den, so daß der Handel völlig frei ist. Momentan, g. ’’ der I läuserbatl die notwendigste Arbeit, und dazu wäri'-i! Kredite dringend nötig. Wir wünschen, daß industrielle I Unterivehimmgen ins Land kommen, und daß getrachtet I werde, neue Kolonien zu gründen, Arbeiter, weiche (j;c I Arbeit gelernt halten, sind genügend vorhanden um! gg. I Möglichkeit, große Bodcnstrccke» zu kaufen, besteh! f * 1 Eine weitere Frage galt dem kulturellen Leben m Palästina. Herr Ydlin weiß zu berichten, dal! der Waa,j i iachfnuch, das zentrale jüdische Erziehungsamt, an des;cn; Spitze er seihst steht, befriedigend arbeite Die Zionrstische Organisation hat sich nach dem vor eini׳»e# Jahren stattgehmdcnen Kampfe für das Hebräische, der I unter Yc!!׳':!> Führung gegen die assimilatorischen Cr• I Ziehungstendenzen des ,,Hilfsvereins der deutwlicii Juden“ geführt wurde, genötigt gesehen, einen Teil der Erzichungsinstitute selbst zu übernehmen, und diese E*n!. Wicklung ist stets weiter fortgeschritten. Wir habe,״ gesehen, daß einheitlich gearbeitet werden muß, und kann cs nicht ausländischen Gesellschaften überlast,/ von denen jede nach einem besonderen Plane arbeitet Wir haben in der letzten Zeit fast die ganze! Palästinas unter eine Leitung gebracht, die ein!K-1t;i’c1, national arbeitet, und unser Werk erstreckt sich vorn Kindergarten bis zur Mittelschule. Auch mit der Ortliodoxic sind wir im Schulwesen zu einer harmonischen Zusammenarbeit gekommen. Was die Frage anlangt ob 'die Zionistische Organisation auch später für ganze Erzichuogsbudgct sorgen soll, 90 mul! nach u> serer Meinung die jüdische Bevölkerung Palästinas, der Jischuw, das Maximum dessen beitragen, was er leisten kann. Man sucht diese Beteiligung von Jahr m zu vergrößern, und es gibt in den Kolonien schon Schulen, welche bis zu 75 Prozent der Ausgaben decken. im allgemeinen ist zu sagen: Wir haben keinen Grund, pessimistisch zu sein. Wir haben voriges Jalir und auch heute viel gelitten, und es ist zu begreifen daß es infolge der verschiedenen Agitationen zu einer: Ausbruch im Lande gekommen ist, nachdem auch w;־ selbst mit zu großen Aspirationen auf traten, was viei Neid im Lande erweckt hat. Wir glauben, das alles ist nur eine vorübergehende Welle und dr:v, der Unsicherheit der politischen Lage im Land( nwischreiben. Wenn das Mandat erledig: sein wird tauf'die Einwohner die politische Lage kennen werden, di. mehr zu ändern ist, wird ein besseres Verhältnis zwischen Juden und /Arabern cintreten, und wenn nicht allein die Arbeit dieses Kongresses, sondern deren Folgen im nächsten Jahre zu einer wirklichen Aktivität ‘ im Lande führen werden, so wird dies den größten Ein- Butt ausüben und den richtigsten Kommentar zur Balfour- Erklärung geben. Einigkeit tut not, und es müssen Mittel gesucht werden, wie alle jene, die für Palästina arbeiten wollen, unter eine Fahne gebracht vverdea Dann können wsr sicher sein, daß uns auch die Araber keine Mindernisse bereiten werden, weil sie sehen werden, daß wir die Mittel zur Erweckung des Landes aufbringen können, wozu sie selbst nicht imstande sind, und daß diese unsere Arbeit auch ihren eigensten Interessen zugute kommt. Konferenz der jüdischen Kaufleule Polen» Warschau, 23. September, (j. C. B.) Auf Initiative des Lembergcr jüdischen kaufmännischen Vereins wunde für den 27. und 23. September 1. J. eine allgc* meine Tagung aller jüdischen kaufmännischen Organisationen in Polen einberufen, um ״egen die von Staats wegen betriebene systematische Aus- Schaltung der Juden bei der Anknüpfung der Handelsbeziehungen mit Rußland zu protestieren. Abraham Schalkowitsch (Ben-Awigdor) Aus Karlsbad erhalten wir die Nachricht von dem plötzlichen Tode des •bekannten hebräischen Schriftsteiler» und Verlegers Abraham Schalkowitsch (Ben Awigdor). Ben Awigdor wurde im Jahre 186S in Stheludok, Gouvernement Wilna, geboren. Im Jahre ISS•) veröffentlichte er in ״Hameliz“ seine ersten publizistischen Artikel. Er schloß sich alsbald der Clvowcwc- Zion-Bewegung an, und zwar als Anhänger von Ach ad Haarn, der durch die Gründung des Ordens B’nc Mosche die geistige Veredlung des jüdischen Lebens anstrebte, ikn Awigdor wurde zum Sekretär des Ordens in Warschau ernannt. In den späteren Jahren rückte Ben- Awigd-or jedoch von dem Kreise Achad-Haams entschieden ab. Seine Haupttätigkeit lag auf dein Gebiete des Verlagswesens. In den Jahren ISO 1/93 gab er eine ganze Reihe von kleinen hebräischen Schriften unter dem Namen ״Sifrej Agora“ (Groschenbibliothek) heraus. Es war einer der Mitbegründer des vornehmen, im Geiste Achad Haants geleiteten Verlages ״Achiasaf“, aus dem er im Jahre 1897 ausschied, um einen eigenen Verlag zu gründen, der dann unter dem Namen ״T11schijah“ eine großzügige und rührige Tätigkeit entfaltete. ״Tuschijah“ schenkte der hebräischen Literatur mehrere hundert Bücher, Lehrbücher, Zeitschriften usw. Ben Awigdor war übrigens der erste Verleger, der den nebniischen Schriftstellern Honorare zahlte. In den letzten Vorkricgsjahren zentralisierte er alle Warschauer Verleg«, unternahm eine Reise nach Amerika zur Koneolidicnm״ des jüdischen Verlagswesens. Audi jetzt war wl" Amerika nach Karlsbad gekommen, wo er m t Vertretern der hebräischen Literatur und des jüdischen Verlagswesens Pläne zur Gründung eines großen hebräischen Verlages besprechenwUtf An Johanna Simon-Friedberg Niemand war so lebendig wie du, und jetzt hist du stumm und tot. Warst so leichtbeschwingt, jetzt liegst du still im Dunkeln. Es gab kein reicheres und wärmeres Herz .als deines. Wer dein Freund war, der weiß es, und es wissen es viele. Niemand war ■so unentwegt heiler wie du״ und hast doch ■oft gesagt, ganz im Grunde seiest du traurig. Das war, weil dir alles weh getan hat, was auf der Erde häßlich ist und den Menschen weh tut. So weich und mitbebend war dein Herz. Eigentlieh war es immer in Schwingung. Hat jemand es starr gesehen, oder schlafend? Alles Schöne hat dein Herz lieb gehabt. Konntest nicht Vorbeigehen am verstecktesten Stückchen Schönheit, und dir war sic überall, eine Wünschelrute war in deinem Herzen für alles Schöne. Was sdlön war, mußtest du haben, und die damit überschütten, die dir Heb waren. Niemand hat wie du die Blumen geliebt. Hast dein Haus (11 der deutschen Bergstadt ganz mit Rosen berankt, deinen steilen Garten voll tausend Blumen gehabt und jede neue Blüte einzeln bejubelt. Wißt Ihr noch die Freudenschreie über jede wunderliche nicht-; gekannte Blume im fernen Land, die erste Bananenblütc, j die hn Garten von Jaffa hin״? j Wie packte dich die Schönheit der Täler im Abendj schatten, der Berge und Widder deines Kindheitslandes, 1 der silbernen Küsten und grauen Oelbäume im Lande j der Väter. : Alles was bunt war hast du lieb gehabt. Hast oft 1 gesagt, wenn du doch nur malen könntest, bloß weil; du die vielen, vielen Farben so gern hattest. So ein j Kind warst du. j Dich bewegte die Kunst. Die ernste Kunst der! Meister sprach zu dir, und was mir ein paar! hübsche Farben oder .Linien hatte, tonnte dich ent-; zücken. ן Und dann die Dichtung. Wie du ganz jung warst, war sie dein Lebensinhalt■: Manches schöne Lied, das nicht vergessen wird, kam aus dir. Wie hast du deine vielen Bücher geliebt, und wie konntest du daraus lesen. Aber fast das schönste war, wenn du Märchen lasest oder sie erzähltest. Und habt ihr Briefe von ihr bekommen? Es ivar genau wie mit dir sprechen, Johanna. Warst so reich an Einfällen, sie sprudelten hell aus dir, konntest kaum rasch genug sprechen, so viel fiel dir ein. Deine Briefe mit der großen lustigen Schrift waren immer viele, viele Bogen lang und voller Wörter, die nur dir gebärt haben, die Sprache ,war dir so reich. Nichts war dir näher als die Menschen. Ein Verstehen und Durchschauen war die gegeben wie wenigen. Immer wach war deine Anteilnahme durch die Jahre und über die Mevre. Keiner konnte die ,Wahrheit sagen wie du. Andere wählen vorsichtige Umwege, kühlen ab urrj verstimmen. Du aber nennst alles beim rechten Namen, sagst es laut und eindringlich und mit tausend drolligen Worten, und cs wird einem warm ums Herz. Warst oft böse, daß jnan dich so arg komisch fand, aber wo du hinkamst, war Lachen, saure Mienen konnten nicht bestehen, gefronte Seelen tauten auf. Du warst unwiderstehlich. Keiner tonnte dir böse sein, Tausend waren dir gut. Einer aber hat dich vor .allem geliebt sein Leben lang. Und jetzt hat er dich nicht mehr. Ganz schnell hast du sterben müssen, mitten heraus aus frohen Taten. Hast deine letzte Reise gemacht, du Vielgereiste, im ,ungehobelten tannenen Sarg. Die dich am liebsten hatten, haben dich auf ihren Schulten! auf den Friedhof getragen. Ohne Blumen Iwbcn wir dich in dein letztes Haus gelegt, die du die Blumen so geliebt hast. Mit dem schönen roten Sand haben wir dich zugedeckt, und deine Mutier pflanzt dir Epheu an die Mauer zu deinen Häupten. Der wird alt und blüht und wird immer schöner. Da können zu dir kommen, die dich so kannten und die dich Heb hatten und die deine» Kindern von. dir sprechen wollen. Marianne Lesser, Mannheim.

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