Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1921-09-23 · Heft 76 (23.9.1921) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 76 (23.9.1921)
Date
1921-09-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2652316-2652385--14358-2672173
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 76 J U E i»! SC li E R U N DSC H A U Seite 563 Stiftungen inui l iHKis für Palästina verwendet und «lern Keren I Iajessod ein» er leibt werdet». 2. Das 1 laupthiiro des Keren Hajesstkl :toll eine Agitation in tler Richtung ciuleiteii, daII in dieser für das jüdische Volk so schwerem und entscheidenden Zeit die Frauen das Tragen von Schmuck aufgebei» und denselben dem Keren Hajessod /um Opfer bringen. Cs ist ein! lueiiali/eidieu /u errichten, welches denjenigen Frauen erteilt wird, die ilire Ehrenpflicht erfüllt luiu-u. Cs ist auch durch andere geeignete Mittel die Opferfreudigkeit in dieser Richtung zu steigern. 3. Die Exekutive wird aulge fordert, im Einvernehmen mit dem Direktorium des Keren Uajess.tü den Plan einer Volksanxihe für lieulath Haare/ zmn Gegenstand lies Sludmms zu uiaehen; dieselbe soll auf ״dem Prinzip aufgebaul sein, dalS die jiidi• sehen Gemeinden der ganzen Weh die tiarantie des /insendieiistes übel nehmen. Antrag I wird angenommen, A11tr.it{ 2 und 3 nein Direktorium des Keren HajexM.nl als Material übergehen. Cs liegt ferner der bereits gestern vorgebvaehu־ und an die Kommission zuriickvcnviesene Antra;{ Simon mul Genossen vor, weicher lautet: Die Inhaber von /.ertifikaten des Keren Hajossiod haben keinen Anspruch auf die Ertrag. 11 i s s e a 11 s d e 11 g e w i 1111 h r i 11 g e n d 011 An. tagen. Das Vermögen mH die Erträgnisse des Keren Hajessod sind ausschließlich Eigentum des jüdischen Volkes. Hantke: Die Kommission hat sich mit diesem Antrag beschäftigt und mit allen gegen eine Stimmt! beschlossen, Ihnen die Ablehnung des Antrages zu empleiikm. De! diesem Anlall haben wir die!•'rage der Zertifikate nochmals besprochen und sind mit einem Tei! der Antragsteller und mit dem Direktorium des Keren Hajessod .׳:• einer Einigung gekommen. Auf ürnnd dessen schlage ich Ihnen in meinem Namen fol- :;enden Beschluß vor, den ich Sie bitte, unter Ablelinung des Antrages Simon nn/uiielunen; ״Die Ertragnisse aus den wirtschaftlichen Auiagen des Keren t iajessod sollen dem Investmentstomlx tles Keren 1 Iajessod verbleiben. Der Council als Keprii;*.*Maut der Zertiiikatinliaber soll aber das Reiht haben, vom I. Januar 1V27 ab ü!x־r einen betrag der Erträgnisse, der fi'mf Prozent des auf neu Anteil der wirtschaftlichen Anlagen entfallen• den Kapitals des Keren Hajessod nicht übersteigt, /!! verfugen.“ New man (Amerika;: Ich bin i:11 allgemeinen mit dem Antrag S i m o 11 einverstanden, betraente aber den Antrag Hanfke als ein Kompromiß, welches geeignet ist, uns aus den Schwierigkeiten heraus/uhelteu, in die wir durch die Londoner Beschlüsse geraten sind. Die amerikanischen Delegierten sind dafür, datl der Kongreß! erklärt, der Keren I iajessod Italic־ keine Dividende zu bezahlen. Die Leute, die für de» Keren Hajessod• gehen, erlichen keinen ■Anspruch auf I);vidcmlcn. Es wäre auch ein Widerspruch, auf der einen Seite eh» grobes Opfer, den Maasser, zu verlangen, und auf der alliieren Seite für einen prozentmällig festgesetzten Teil dieses Maasser Zinsen zahlen zu wollen. Es wäre auch 111 der Praxis sehr schwer d.ireh/uiühren. Endlich würde der Keren Hajessod so unseren anderen, rem gescltäftsmiillig aufgebauten Institutionen Konkurrenz machen. Die amerikanische Organisation bat in Clevelaml beschlossen, ton ihren Angehörigen zu verlangen, aal! sie auf die Dividende vom Keren Hajessod verzichten. Für die übrigen Zionisten konnten wir das nicht beschließen und darum sagten wir auch zu iiumdeis imd seinen Leuten: Kommt zum Kongreß. Es wäre uns sehr erwünscht, wenn der Kongreß in derselben Kid»- tun״ beschließen würde. Es sprachen noch mehrere Redner. Julius Simon: Es ist selbstverständlich, daß Ver- -.prcchtiugeii, die gegeben worden sind, eingelüst werden müssen. Die Lärm ist nicht die Sache des Kongresses, sondern ries Direktoriums des Keren Hajessod auf Grund von Resolutionen, die der Kongreß gefaßt haben wird. Der Antrag von Dr. Hantke stellt den■ ungeschickten Versuch tlar, einen Ausweg zu finden, he- •־üiirt aber nicht das Prinzip. Es ist unwesentlich, ob Sie die Sache auf fünf Jahre hiuausschicbm ixler in die Hände des Gurneil legen. Die Präge ist: sollen wir Dividenden versprechen ixler nicht? Mein Antrag ist ein letzter Versuch, den Kongreß dafür zu gewinnen, sich allmählich auf den Boden der realen Tatsachcn ziiriickzuiiiideii, auf dem allein Palästina aufgeliaut werden kann. Wir werden glücklich sein, wenn wir durch die Opferwilligkeit des Volkes in Palästina solche wärtsuiuitiiehc Bedingungen schaffen können, daß diejenigen, die hiiiübcrgehen, zu nützlichem Mitgliedern der jiidisehen 'Wirtsdiaftsgemeinde werden. Alles, was darüber binausgeht, grenzt schon an das Gebiet von Finanztransaktionen, für die es eine Reihe anrüchiger Bevvertungen gibt, die wir von uns weisen müssen, wie weit wir auch von ihnen entfernt sein mögen. Alle Gründe der Propaganda haben jetzt zu schweiget». Alle mehr ixler weniger leichtfertigen Versprechungen haben jetzt auf- Zuhörern. Wir sind jetzt eine Organisation geworden, die in einem öffentlichen Instrument der weit an erkatmt ist als Trägerin des Aufbaues des jüdischen Paiästina. Darum fordere ich, daß in Zukunft für uns klare־, wahrhaftige Verhältnisse herrschen und nichts geschieht, was Zweifel daran erwecken kann, ob wir uns der Pflicht bewußt sind, Palästina aufzubaucn nicht airf Versprechungen, sondern auf wahrhaftiger Opfer- Willigkeit. Dr. Bcrthold l'eiivel: Die Stunde ist zu spät, als daß ich mich in eine Polemik mit meinem Freunde Simon einlassen wollte. Ich möchte Sie einladen, eine Frage, die von weittragender Bedeutung ist, nicht in solcher Schnelligkeit abzutun. Soweit mir bekannt ist und soweit irgend etwas von der Keren Hajessod-Zentrale ausgegangen ist, ist niemals ein leid»fertiges Versprechen auf Zinsertrag gegeben .worden. Wir wallten nur, daß der iur Investitionen bestimmte Teil des Keren Hajessod so 1 verwendet und verwaltet wird, daß er ein Erträgnis bringt, uttd daß dieses Erträgnis denen zugute kommt, da* Maasser gegeben haben und weil sie Maasser ,gegeben ballen. Wir;haben Verpflichtungen für fünf Jahve entgcgengiMiotmueii und sind unsererseits Beitragleistende ulr eine VicrtchtnUion Pfund verpflichtet. Die Frage ist nicht so zu lösen, daß man sie dem Direktorium zuschiebt. Und weil die Frage x׳j schwer ist, haben wir dem Antra״ Hantke unsere Zustimmung gegeben, der uns ermöglicht, über eine Probezeit von tunt Jahren himiber/ttkommen. Ich appelliere an Sie, als an die, die vor Jahr mul Tag eine Verpflichtung gegenüber dein jüdischen Volk üiienwmtmei» haben, die Sie nicht von einem _ Tag auf den anderen abscliüttela können. Ich bitte Sil־, dem Antrag Hantke zuzustünmen. Dr. Hantke: Aus den Gründen, die hier zur Begrundung des Gegenantrages vorgebracht wurden, muß ich Sie bitten, iur meinen Antrag zu stimmen. Sie haben bereits wiederholt durch Abstimmungen gezeigt, daß Sie den Keren Hajessod nicht auf die Grundlagen stellen wollen, die die ׳amerikanische Opposition und Simon Vorschlägen, sondern daß Sie den Keren Hajessod auch als einen Fonds für Investitionen haben wollen, und dann müssen Sie ihn so behandeln, wie man eine ernste wirtschaftliche Sache behandelt. in der Abstimmung wird mit weit überwiegender Mehrheit der A111 r a g Simon a b g e I e h n t, der Antrag Hantke angenommen. Vizepräsident Motzkin: Wir kommen nunmehr zu den Vorlagen der Kulturkommission Dr. B. Mos s in soh n: Die Budgctvorschläge der Kulturkommission haben Sie bereits gestern angenommen. Ich halle noch die übrigen Beschlüsse der Kulturkommission vorztibringen. Sie lauten: 1. Da die Kulturarbeit in Palästina eine der Hauptgrinullagcn und ein imcnthchrlirhcr Teil der zionistische» Tätigkeit für die Errichtung der nar tionalen Heimstätte in Palästina geworden ist. anerkennt der XII. Zionistenkongreß, daß diese Kulturarbeit auch künftighin von der Organisation gepflegt und erweitert wird. Das zionistische Erziehungswerk in Palästina umfaßt die Unterhaltung der Schulen und deren Erweiterung, sowie die Verbreitung von Kultur und hebräischer Sprache in allen Volkssehichten. Gemäß diesen Prinzipien bestätigt der XI1 Kongrob tolgendes von der Zionistischen Organisation angeforderte Budget, in dem die von der jüdischen Bevölkerung Palästinas, sowie seitens der Regierung gewährten Summet! nicht eingeschossen s;ml. (Das Budget ist bereits beschlossen.; 2. Der XII. Zionistenkongreß bestätigt die Resohition der Actions-Comite-Sit/ung in Prag, iur den Bau von Schulgebäuden in Palästina 25 000 Pfund Sterling zu bewilligen und betrachtet diese Bewilligung als eine Notwendigkeit erster Ordnung. 3. Der Kongreß verpflichtet die Nationalfondsleituug, die für die Schulgebäude notwendigen Terrains zu erwerben und sie den! W.utd Hachinuch luv den organisierten jüdischen Gemeinden in Palästina in Daticrpncht zu Schul- und Erziehttngszwecken zu iüx'riasseJi. 4. Der XII. Kongreß bestätigt das Budget der Nation,•1l!)1hln)thtk in Jerusalem in Hölle von 5000 Pfund Sterling für das nächste Jahr, sowie 240 Pfund Sterling für die notwendigsten Ausgaben des Waad Halasclrou in Jerusalem, 5. Der Kongreß drückt seine Zufriedenheit aus über die dank der hingvbuixgsvo!ien Tätigkeit von Professor Albert Einstein und dem Komitee der jüdisclien Aerzte Amerikas geschaffene Möglichkeit, die ersten Institutionen der medizinischen Fakultät der hebräischen Universität in Jerusalem zu schaffen. (1. Der XU. Zionistenkongreß ist sich des großen Wertes der hebräischen Kulturarbeit in der Diaspora für die Aiifrechtcrhaltung des Judentums und für die Vorbereitung der Pa 1 ü st in a wa ml erer bewußt und fordert daher alle Lehrer, Schriftsteller und Wissenschattier des jüdischen Volkes auf, ihre Kräfte zu vereinigen, um eine systematische Tätigkeit zum Zwecke der Förderung unserer Literatur, der Wiedergehurt unserer Spracht* und der Verbreitung des gesprorhetten Hebräischen in den breitesten Schichten des Volkes, insbesondere unter der jüdischen Jugend der Diaspora entialteu zu körnten. Die Anträge weiden en ,bloe ohne Debatte angenominell. Dr. Heinrich Löwe: Die Subkommission für die Universität schlägt Ihnen folgende Resolution vor: Der XII. Zionistenkongreß macht die System arische Förderung der, gesamten jüdischen Bibliothekswesens in Erez-Israd der Leitung zur Pflicht. Er erblickt in der Gründung, Förderung und dem Ausbau der Bibliothek ein wichtiges Erfordernis auch, des materiellen Aufbaues des jüdischen Palästina. Er erwartet, daß an dieser allgemeinen, kulturellen, nationalen und jüdivehen Sache jeder Jude ohne Unterschied von Partei und Anschauung nach besten Kräften!nitarbeitet; jeder Zionist soll verpflichtet sein, nach Maßgabe seines Könnens Bücher mul Geldmittel beausteuern. Die Landsmannschaften sollen gehalten sein, Land cs-, Bezirks- und Ortskomitees dem Bedürfnisse entsprechend für die Palästinabibliothekcn einzurichten. Der Kongreß erwartet, daß auch die theoretischen Grundlagen der Naturwissenschaften sowie der Geistes- Wissenschaften, insbesondere die Erforschung Palästinas urnl des Orients mit Einschluß der jüdischen Geschichte und der Gesellschaftswissenschaft bald eine gleiche tatkräftige Förderung finden werden. Die Anträge werden ohne Debatte angenommen. Vizepräsident Motzkin schließt die Sitzpng ucu 3.10 Uhr abends Die 4. Welikonferenz des Misrcäil Die Weltkonferen/ des Misraclii wurde am 2d. August 1021 im Etablissement Sanssouci eröffnet. Anwesend waren etwa 130 Delegierte aus 16 Landern. Die Sitzung wurde von Prof. Piek eröffnet. Redner gedenkt der Opfer der Pogrome, der verstorbenen Misrnchi-Mitglicder. Zum Vorsitzende,1 der Tagung wurde Scjm-Ahgcordnetcr Farbstein-Warsrhatt, zu Vizepräsidenten Rabbiner Kowalski, Dr. Rnpp,1|r;>rt, Rabbiner Zitron-Jaffa, Rahinner Meier-Berlin, Nis .t nbaum, Hermann Struck und Dr. Knolk-r (Jugendorganisation) gewählt. Daneben wurden in ein Ehrenpräsidium je ein Rabbiner der haiiptsachlich vertretenen Länder entsandt. Farbstein iil'cmimmt das Präsidium; er spricht von der Ausbreitung der Organisation, die auf dem Kongreß mit mindest• ns 120 Delegierten vertreten sein wird. Mit dieser starken Fraktion wird der Kongreß rechnen müssen, was dem Misrachi auch starke Verpflichtim׳״.•:! auferlegt. P׳of.’Pick rehrivt über die Arbeit der Exekutive. Die Arbeit war anfangs sehr schwer, weil die in Amxterdam anfangs 1U20 gewählte Leitung der Misrachiorganisation, die an verschiedenen Orten ihren Sitz hatte, sielt über ihren Aufgabenkreis zunächst unterem ander verständigen mußte. Es hat sich aber bald deutlich gezeigt, daß der Misrachi sehr große Möglichkeiten hesitzt, insbesondere ist er in Polen in alle Schichten des orthodoxen Judentums eingedmngen. Mit Freude stellt der Redner fest, daß der Misrachi die erste Organisation gewesen ist, ־die ihre Leitung nach Eres-Israel verlegen konnte. Daneben blieb ein kleines Büro in Lon- 11011 erhalten, das hauptsächlich die Aufgabe hatte, die Verbindung mit der zionistischen Leitung und den Landsmannschaften herzustcllcn. Trotz mancher Reibungen war das Verhältnis zu der Zionistischen Organisation freundlieft. Redner berichtet dann insbesondere über die Tätigkeif des Misrachi in Palästina; das Einwandertrttgshüfo in Jaffa hat unter Mithilfe der Jugendorganisation während der letzten acht Monate 2000 Chalu/iin unterstützt, das Büro in Jerusalem weitere 600. Anleihekas׳ en tur Chaluzim winden jetzt ins Leben gerufen, Letzterem Teil der palästinensischen Bevölkerung hat der Misrachi bereits in verschiedenen Beziehungen zur Seite gestaltden. In einzelnen Kolonien werden ferner die Gehälter der Rabbiner ganz oder teilweise von Misrachi gezahlt. Ebenso steht es ׳nit Schochtim. Heber Kulturarbeit des Misrachi wird ein besonderes Referat erstattet werden. Rabbiner Fisch mann - Jerusalem verliest unter starkem Beifall eine Begrüßung des Obcrrahbiner Kuk. Er setzte die Bedeutung der Herstellung des Oberrabbinates auseinander. Dr. S c h ö n f e 1 d -Jerusalem spricht über Erziehungswesen. 31 Schulen insgesamt mit P1<) Lehrern und 2775 Schülern stehen unter dem Schulrat des Misrachi. Unter dieser» Anstalten nimmt das Lehrerseminar in Jerusalem eine besondere Stellung ein. Nicht nur aus Palästina, sondern auch aus Syrien und Bagdad werden Absolventen dieses Lehrerseminars verlangt. Die Schaffung einer gleichen ׳Anstalt für Lehrerinnen sei eine Notwendigkeit. Der Bau eines eigenen Schulgebäudes für die Taschkemoni in Jaffa wird bald in Angriff genommen werden können. Begrüßungen von Dr. Wei/.marut, Sir Stuart Samuel, vom amerikanischen Misrachi, der Misrachiorgnnisatior» Jaffa, den Frauen des Misrachi in Warschau und von uer ״Neuen Jüdischen Presse“ .n Frankfurt werden verlesen. Ein Begriißungstelcgramm wurde von der Konferenz an das Oberrabbinat in Erez-Israel abgesandt. Nach Verlesung der Begrüßungen wird die Sitzung geschlossen. Delegiertentßg der Agudas Jisroel Am 22. und 23. August fand it> Frankfurt a. M. der Delegiertentag des deutschen Gnipperwcrbamles der Agudas Jisroel statt. I>er erste Verhandlungstag war ausschließlich der Besprechung der Berichte über die Lage der Weltorganisation (Referenten: Jacob Rosenheim und Dr. I'indtus Kohr») und der deutschen Organisation (Referenten: Rabbiner Dr. Auerbach und Gottfried (roldschmidt für den Grtippenverhand, Dr. Siegfried Op]K11׳heum־r für die PaJästinazcntraü■, Leo Munk für die Jugendorganisation; gewidmet. Der gerade aus Amerika zurück-gekehrte Leiter der Amerika- Delegation, Dr. Hildesheimer, erstatt etc einet» vorläufigen kurzen Bericht über seine Eindrücke und Erlebnisse in Amerika. Laut den erstatteten Berichten kann du׳ Lage der Gesanitorganisation als befriedigend betrachtet werden. Die mit der englischen Regierung angeknüpi'ten Verhandlungen betr. Beteiligung an der Jeivish Agency nehmen einen günstigen Verlauf. (?) Ir» den Ostl,ändern hat sich die Agudali sehr stark ausgedehnt, so daß n;,n dort jc’/t ihren Hauptstiftzpunkt suchen darf. l\־r zweite Verlrimlhmgsta״ befaßte sich mit dem vorgelegten Ortsgruppeuprogramm, das von dein auf dem rechtesten Flügel der Agudah stehenden Rechtsanwalt Dr. Isaak Breuer verfaßt ist. Der "Leitsatz des Entwurfs lautet: Der Agudistnus fordert die Bereitstcllung der Nation Gottes und des L a tt d e s Gottes für ihre W i« d e t v e r e i n i - gung unter der Herrschaft des Rechtes Gottes zum Gottes Staat. Die Debatten, an denen sich Dr. Wohigemuth, Rosenheim, L>r. Moses Auerbach, Dr. Pinchas Kohn und Dr. Carlchach beteiiigten, zeigten, daß trotz vielerlei Bedenken der Breuersebe Entwurf als ein geeignetes Arbeitsprogramm angesehen wird. Eure Glllckwnnscl-Speade. *7 *־rWb“ Aufbau Palästinas!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.