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Jüdische Rundschau · 1921-09-23 · Heft 76 (23.9.1921) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 76 (23.9.1921)
Date
1921-09-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
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X׳• Seite 564 JU EPISCHE RUNDSCHAU Nr. 7s דגד-/יידג־׳/ץ ־",ייסחי^ n4r וו!11ב י י! v י ry ץ"* ►jii»,ifn/ jV **-i » d! לי"^ ך—•ין *״...* «, > ךך ךי־״ז ^**!״״־! «‘C״:fe!« t Am Mittwoch, den 30. August fand die erste Sitzung der Konferenz ״Für das arbeitende Palästina“ statt. An der Ko״ feien/, nahmen teil: Der all weltliche Verband Ponle-Zio», die ,,Hitacl1duü1-Hap0elHazair-Zebe-Zk>n“, der Misrachverhand ״Zcire-Zi©»“ und die Organisation Ftecluhiz, zusammen U5 Kongreßdelegierte. Die Sitzung wurde von Herrn Rubascliow eröffnet der in einer temperamentvollen Rede die Vertrete«■'der Arbeitcrdclegierten zur Schaffung einer cm• hcitlich.en Front auf dem Kongreß aufrief, dessen Ziel sein muß: Schaffung eines jüdischen arbeitenden Palästiua. ״ , . In das Priisidium wurden die Herren Rubascliow (Poale-Zwn), Kaplan (Hitacliduth), Schweiger (Zeire-Zion) und Dr. Schwabe (Chaluz) gewählt.!)alten können. Es war ein int Volke, wir die Chawerim vor der z ii!; ig e S i cd hm g sa rb e i t Audi!rotier aber Ein Referat Ocltingcrs. ln einer dreistündigen Reste referierte Agronom Oettinger über den Kolonisationspian. Er bespricht eingehend die Arbeit des Natioualfonds m Palüstina und weist auf die positiven Seiten der vollbrachten. Arbeit hin. An Hand genauer Zahlen beweist er, daß ״Ile Gerüchte, die über die Arbeitersiedlungen zirkulieren, alle Verleu mduugen, die von ■gewisser Seite lanciert werden, völlig aus der Luft gegriffen sind. Jeder Unvoreingenommene, der die Arbeit der Kwuzoth in Palästina keimt, muß zugeben, daß «ur die Arbeiter- Siedlungen die Ko Io »i sa tion s m ö g 1 i ch - ketten in Palästinas weitern können. Die viel besprochenen Defezitc sind zum Teil sehr übertrieben. Dort aber, wo sic bestehen, kann die Schuld j nicht dem Arbeiter /!!geschrieben werden. Die Defizite sind eine Folge der Verwüstung der Plantagen während des Krieges imd der Fehler, die von den Führern bei Beginn der Arbeit begangen worden waren. Die Siedhingen können keine Eutwicklungsmöglichkcitcn haben, solange sie keine feste finanzielle Grundlage haben. Viele Siedlungen haben noch heute nicht die notwendigsten Bauten. In vielen Orten gibt es nicht einmal Brunnen. A11 anderen Orten sind nicht einmal die Siimple trockengelcgt worden, so daß die Menschen unter de» denkbar uuhygienischsten Bedingungen leben müssen, die ihre Gesundheit untergraben. Trotzdem haben viele Arbeitersiedlungen bewiesen, daß sie unter diesen schweren Umständen ohne Defizit auskoiunieit können. Viele hatten sogar Ucb er s c 11 ft s s c. Aber diese Siedlungen müssen Arbeitsgeräte erhalten, um endlich ihre Wirtschaft zu sanieren. Unsere Wirtschaft darf;nicht auf fremde Markte angewiesen bleiben, sie muß die Bedürfnisse des Arbeiters im Lande befriedigen. Wir müssen Menschen ״״siedeln, die eine selbständige, sieh selbst erhaltende Wirtschaft schaffen können. Deshalb haben wir in erster Reihe für die Ausbildung der arbeitenden Frau zu sorgen. Wir haben jetzt die öifentheften Arbeiten, die für die neuankommenden Arbeiter eine Art Vorbereitungsschule für die Landwirtschaft bilden. Diese Arbeiten kommen aber nicht für die Frau in Betracht. Die Kwuzalt Dilb hat den Beweis erbracht, daß die Siedlung die günstigsten Aussichten auf Erfolg hat, in der Arbeiter und Arbeiterinnen in gleicher Anzahl beschäftigt sind. Beide Siedhingsformcn, die Kwuzah und die ״Arb e i t e r s i c d f 1111 g“ (״Moschaw Owdim“) .müssen in unserem .Kolonisationspian enthalten sein. Es kommt noch der Vorschlag hinzu, der neuerdings von seiten des ״Arbciterbataillons“ gemacht worden ist: Ke Gründüng einer großen Kwuzah auf dem neuerworbenen Boden in Morris. Dieser letzte Plan ist bis in die Einzelheiten von Lcwkowicz .ausgearbeitet. Die entlassenen Mitglieder des jüdischen Regimentes müssen die Möglichkeit erhalten, sich auf dem ihnen von der Regierung zugesprochenen Boden anzu siedeln. j Dieselbe Möglichkeit müssen auch diejenigen Arbeiter erhalten, die im Lande schon 15 Jahre ansässig sind. Dieser Plan wurde von dem Actkms-Gomite in der letzten Sitzung in Prag akzeptiert. Aber in Karlsbad erwartete uns eine Uebcrraschung. Die Exekutive hat den Kolonisationsvortrag dem Agronom Soskirt übertragen, der ganz neue radikale Vorschläge bringt. Reterent analysiert eingehend den Plan Soskins und weist »ach, daß dieser aus Büchern geschöpfte Plan, der auf die 1m Lande gemachten Erfaliritngen keine Rücksicht nimmt, mir dazu beitragen wird, die Aufmerksamkeit des Kongresses von den wichtigsten Lebensfragen der Kolonisation nbzutenken. jabnieli bemerkt, daß Octtingers Referat die Erfahrungeil des jüdischen Arbeiters in Palästina resümiert. Er protestiert energisch;:egen den Beschluß der Exekutive, das Koloiiisaiioiisrelerat Soskin zu übertragen, der keine Berührung mit dem Lande und mit dem jüdischen Arbeiter im Lande hat. Dieser letzte Beschluß der Exekutive ist ein Cdied in der ganze״ Reihe der Fehler, die sie in der letzten Zeit gemacht hat. Exekutive hat nicht das Recht, einen Referenten Kolomsationsfragcn zu ernennen, der den jüdischen beiter nicht kennt. L e \v ko w i c /. entwickelt den Pkui der 0roüeu Siedlung auf dem ״cucrworbcnc» Boden. Er unterstreicht dabei sein System, das ein Mindestmaß an Ausgaben erfordert. Agronom Feig i״ betont, daß der Gedanke der Kwuzah bei den arbeitenden Massen im Guluth populär ist, daß die Chaluzim sich auf die Kwuzah vorbereiten. Ein Kolon isationsplan kann mir im Einvernehmen mit dem palästinensischen Arbeiter festgesetzt werden. . .11. Katzuclso.11: Nach allen Erfahrungen des jüdischen Arbeiters un Lande, nach Erfahruiwen die noch sucmaml recht absdiiitzen tonnte, stehen wir wieder einmal am Anfang unseres Weg«: Die widitiAto Fragen tutden in der zionistischen Ocffcntliehkeit mrht d:e gebührende Beachtung, andere Momente dagegen, ' ™I? dic?״ lcteter Stelle stehen , 11,f׳־, P^nomnicn. Während ArttS 5Ä1I& Lf Ä ahre nr1c die wichtigste nrnur. \ w nau.u1ss; .,;. .Wir batten Zehntausend(» w,״ Ghahumi ms Land bringe.״ können ci״ , nta allen Seiten auf;die» Wh ־“ kamcn ihnen keine Hilfe, Während dieser Zeit blicke, wo wir große Summen vom das wurde von uns vernachlässigt Augenblick der Opferfreudigkeit bemerkten ihn nicht. Ich warne ״hohen Politik“. Nur eine ״roßjiuiiui.r■■»״״-' kam» uns in diesem Augenblick retten. Aber diese Arbeit stößt auf die größten Schwierigkeilen. Denn es ist viel leichter Rekiameziomsmus zu treiben, als Koknusatiousnrbcit zu leisten. Man unterbreitet’jetzt dem Kongreß einen neuen sensationelle» Kolonisationspian. Die Folge davon wird aller Voraussiebt nach unsere Arbeit für ein (Hier mehrere Jahre aiifscliicben. Man annulliert einen bereits bestätigten Plan, wie z. B. den Plan der Siedlung in Noms. Die Lage im Laude verschlimmert sich, nicht nur weil die allgemeine politische Lage seit verschlechtert hat, sondern weit von unserer Seite ein energischer Widerstand fehlt, ein Widerstand in der Form eines stark organisierten Selbstschutzes. Zum Schluß wird eine landwirtschaftliche Kornmissio» ״cwählt, die aus folgende» Mitgliedern besteht! Lcwkowicz, Jawnieii, Wiikanski, Elicser Joffe, Herzfehl, läerl Katzneison, Die nächste Sitzung fand am Sonnabend, den 3. äep* tauber, 9 Uhr vormittags, statt. ־ Im Mittelpunkt dieser Sitzung stand das ausfulirhdie Referat von El. Joffe (Hapoel-Haza'ir) über dic lüstinensisclie Bauernsiedliuig. Nach 'Abschluß der batte setzte die Konferenz eine Kolonisationskommission ein, dic aus Vertretern aller nm Kongreß beteiligten. Arbeitergruppeu bestellt und de» Auftrag hat, ein ge- 1m׳iusn11ies Programm der ArbetterkökuiisaBon auf zustelle», das späterhin im. Namen des in der Konferenz vereinigten Blocks den! Kongreß zur Beschlußfassung vorgelegt werden soll. Die Konferenz hörte «noch ein Referat von l>. Hos, dem Leiter des ״Amtes für öffentliche. Arbeiten der allgemeinen Arbeiterorganisation in Palästina“, an. Hos׳ Vorschläge, die sieb auf die Erkämpfung der Arbeit erautonomie beziehen, fanden bei den Mitgliedern der Konferenz so lebhafte Zustimmung, daß Rubascliow sich veranlaßt sah, seiner besonderen Befriedigung über diese wichtige Einigung aller Gruppe» des jüdischen Proletariats Ausdruck zu geben. 111 ihrer nächste» Sitzung wird die Konferenz Kapianskys Vorschläge zur Reorganisation der Zionistischen Organisation beraten. Das Ergebnis der bisherigen Besprechungen kann als Beweis für den aufrichtigen Willen aller Beteiligten angesehen werden, die gegenwärtige Lage zu bessern und die Produktivität des jüdischen Daifistina zugunsten der Gesamtheit steigern zu helfen. Die 2. Weltkonferenz der Hitachduth Dritte Sitzung. Chawer Dr. Martin Bub er spricht fort und beendet sein Referat über die zionistische Politik. Dr. Buber verbreitet sieh in seinem Referat über die unrichtige Methode der zionistischen Politik bis heute, die eine gelegentliche, fiktive und ganz ohne ein reales Pro- ״ramm war. Diese Politik führte uns zu der gegenwärtigen Krise, in der wir uns befinden. Buber kommt zu der Folgerung, daß es wohl schon spät, sehr spät, aber noch nicht ganz zu spät ist und daß jetzt ein praktisches politisches Programm geschaffen werden muß, Die für Arvon egen. Wir aber gewährten es Augenhätten erdas unsere Beziehungen zu den Arabern regeln mul unscrcr Arbeit in Palästina eine Richtung für dic Zukunft geben wird. Der Redner schließt mit einer Reihe von Vorschlägen iu dieser Frage (ein Auszug aus dem Referat und dic Vorschläge folgen in einer besonderen Ausgabe). Nach dem Referat von Buber verlas und erläuterte Ch. Tartakower die Kommission«!- Vorschläge. CI1. Dr. Katzneison behandelte in seineu! Referate vornehmlich dic Frage ״Alijah und Keren Hajessod“ und die Schaffung von speziellen Institutionen der Alijah wie die ״Bank Haalijah“ (Eraigratio 11 sba 11 k). Der Redner betonte besonders, daß die Einwanderung der Arbeitenden frei sein muß und nicht subventioniert sein darf durch philanthropische Institutionen wie Joint usw. Und da die Einwanderung mit der Aufbauarbeit Erez-Israels organisch zusammenbängt, verlangen wir, daß die Zionistische Organisation diesen Teil ihrer Arbeit in de״ Rahmen der Arbeiten des Keren Hajessod einfüge. Als Folgerungen der Referate Tartakowcrs und Dr. Kat/nelsons wurden im Namen der Kommission folgende 1 Vorschläge unterbreitet: 1. Unser allgemeines Verhältnis zur!• r a ge der E i 11 w a 11 d e 1־ u u g. Die zweite Konfereuz der Hitachduth spricht aus, daß die freie Ein- Wanderung nach Erez-Is1׳ael das Grundrecht des jttt.itscheu Volkes ist, das nach nationaler und menschlicher Renaissance auf dem Boden Erez-israels strebt. Jedes System von Beschränkungen in der Alijah untergräbt den Gedanken des Aufbaues unserer nationalen Heimstätte un Lande. 2. Die Organisierung der Alijah. Die Organisierung der Alijah hat ausschließlich in den Händen der Zionistischen Organisation zu liegen und die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich ihrer Regelung können nur mit ihrem Einverständnisse erfolgen. 3. Die Einwanderung der Arbeitenden. Die Kouterenz erklärt, daß der arbeitende Einwanderer die Grundlage für einen jüdischen Jisdiuw in Erez* Israel bildet und fordert daher voll der Zionistischen Organisation, ihr hauptsächliches Augenmerk der Ein- Wanderung der arbeitenden Elemente zuzuwenden. L Unser Verhältnis z ״ •! ״He c h a 111 z“. Die Kontere!]/ betrachtet die Hechaluz-Bcvvcguug als diejenige Beweg״״״, die vor allem anderen die Alijah zugunsten; des Auihaues eines arbeitenden Erez-Israel beeinflußt. Als solche hat sie einen der wichtigsten Plätze in imsercr Bewegung einzunehmen. 5. Die Mittel für die Alijah. n- Pic Konferenz . f,ordcrt von der Zionistischen Organisation die tmbezichmig der Alijah der Arbeitenden m das Tätigkeitsgebiet des Keren Hajessod. _• bz D־״ Konferenz halt cs für überaus notwendig, teßim,״״Pu״-tlV1־■ Ba11\,A.1'jah ,(Emigrationsbank) mit Beteihgung des Keren Hajessod 117$ Leben zu rufen. Oie WeU&onkrenz des Jüdischen Naiionnifonds (Fortsetzung) Montag nachmittags erstattete der Sekretär Dr. E M. Zweig vom Hauptbüro Haag das Referat über die Konstitution des jüdischen Nationalfonds. Redner legte nach einem Rückblick auf die historische Entwicklung der heute für die Nationalfondsarbcit gelten, den organisatorischen Bestimmungen die leitender! CR. sichtspunkte des Entwurfs dar. Dic durch die naehlässigun״ der Orgnnisatioiisfraßcii und die Hinilen nissc der Kriegszeit verschuldete Differenzierung der Entwicklung in den einzelnen Ländern muß im Inter, esse der Ordnttng und reibungslosen Arbeit beseitigt umt eine mittlere Linie als Normale festgelegt werfet An der Zcntralvcrwalumg des Jüdischen NationalfotuJs welche durch den Kongreß und die Statuten der Ge! nosscnschaft Keren Kajemelh le Jisrael bestimmt ist darf und soll nicht gerüttelt werde». Hingegen mul) die Reform bei den Untcrin>tanzcn, Lokal- und Lantles. stellen, ein setze». Hier gilt es, den Grundsatz zu ge. staltcn, daß der Jüdische Nationalfonds ein zwar von Grund auf eigenes, jedoch mit der Zionistischen Organ;, sation eng verbundenes Institut darsteiit. In Ablehnun״ der extremen Organisationsformen, welche einerscits’ die Nationalfondsarbcit ganz dem Belieben fe Landes- und Sonderverbände überläßt, andererseits diese Arbeit von der Zionistische» Organisation mehr oder weniger loszulösen sucht, wie dies besonders in Erez. Israel hervortritt, wo man den Spender zur Basis <jc'r Natfonalfomls-Oiganisation machen will, muß diese in den zionistischen Vereinen verwurzch werden. Die Vereinskommissärc des Jüdischen Natioiinlfomls, welcher Parteirichtung immer sie angehöre«», haben sä•!!!:.r sachlichen Arbeit in de» Ortskommissioncn zusammen■ zuschließen, deren Delegierte dann auf der Nationalfonds-Landcskommission wählen. Diese stellt so die Auslese der zionistischen Arbeiter für de» Jüdischen Natioualfonds im Lande dar. Eine empfindliche Lücke im Gefüge der Nationalfonüs-Organisatio» soll durch Kreierung von Gennlkonferenze» ausgefüllt werden, beschickt hauptsächlich von den Vertreter» der Landeskomtuissione» und mit der Aufgabe, ihnen einen Einfluß auf die Zentral- Verwaltung durch Empfang von Informationen durch diese und von Ratschläge» an sie in allen Nati malfonds-Angelegenhciten zu sichern. Diese Konferenzen sollen künftig womöglich in Erez-Israel stattfinden. Der Referent schlägt vor, nach Abführung der Generaldebatte den naragraphierten Entwurf der Konstitution einem fünfgliedrigen Redaktionskomitce zur Ucbcrprüfung und ehesten Berichterstattung zu übergeben. (Beifall.) Radunski, Sekretär der Lnndessanune'stelle Warschau, hält den Aufbau der Organisation in dein vorgesdilageneu Entwurf für verfehlt. Das zionistische Leben 'im Osten Europas sei durch die Sonde!verbände derart gespalten, daß eine gedeihliche Arbeit der Nationalfonds- Kommissionen in Ort und Land nur durch Delegierung von Vertretern aus diese» Landes- und Sonderverbändeit ermöglicht werden kan». Diesem Verlangen der Sonderverbiiude muß auch bei Zusammensetzung des Nation,•lifonds-Direktoriums Rechnung getragen werden. Isaac Allen, Delegierter der LandessammelsteHe Nordamerika, erhebt Verwahrung gegen § 1 des Entwurfs, in welchem es als Aufgabe des Jüdischen Nationalfonds bezeichnet wird, den gesamten Boden, auf dem die jüdische Kolonisation in Erez-Israel erfolgt, zwecks Besiedlung mit selbstarbeitende» Juden in das unveräußerliche Gemeineigentum des jüdischen Volkes zu überführen. Redner' fürchtet, daß derartige soziaüstische Experimente die Privatinitativc lähme» und die Einwanderung nach Erez-Israel hemmen werde». (Unruhe.) Direktor Dr. Rodenheimer entgegnet Herrn Radunski, daß auf Grund der englische» Gesetze und Statuten niemand anderer als dic Genossenschafter über dic Zusammensetzung des Nationalfonds-Direktoriums entscheiden können, ln der Generalversammlung des Jüdischen Natioualfonds, durch die das Direktorium gewählt wird, seien ohnehin alle Richtungen der zioni• stischen Organisationen vertreten. Redner betont, daß die Konstitution und daltcr auch der von Herrn Alle» bemängelte § 1 dein Direktorium nicht Vorgelegen, also von ihm auch nicht genehmigt worden sei. (Unruhe.) Sekretär Groß vom Nationalfonds-Hauptbiiro verweist auf die Einleitung des Entwurfs, in welchem klar gesagt sei, daß der Entwirf vom Hauptbüro aus- ״ehe' und nach Annahme durch die Konferenz der Generalversammlung des Jüdische» Natioualfonds zur Genehmigung unterbreitet werden soll. Referent Dr. Zweig wendet sich gegen den Vorwurf Aliens, als wäre hier irgend etwas eingeschmuggelt worden. Die gerügte Prinzipicnerküiruiig gebe genau das wieder, was die Londoner Jabreskonferenz im Vorjahr nach scharfen Debatten bei klarem Bewußtsein beschlossen habe, nämlich daß der ganze Boden Erez- Israels, wenn auch ■aUmähiich, zu nationalisieren ist Hierauf wird das Redaktionskomitee gewählt, dessen Acmlertmgsvorsciilägc in der Montagssitzung ang»־ nommen wurden. Im Entwurf ist überall an Stelle von ״Jüdischer Nationalfonds" oder dessen Abkürzung der durch die־ jüngst geänderte» Statuten allein zulässige Name ״Kere» Kajcnicth le Jisrael“ oder dessen Abkürzung zu benützen. Es wurden nachstehende Resolutionen angenommen: 1. Die erste, jüdische Nationalfonds-Konferenz fordert, daß der jüdische Nationalionds großzügige Käufe ländlichen und städtischen Bodens als Grundlage der zionistischen Bodenpolitik durchführt. '{\ Jüdische Nationalfönds-Wcltkonferenz spricht Herrn Nchemta de Licme ihren besonderen Dank ntr die von ihm durch viele Jahre als leitender Direktor des Jüdischen Nationalfonds geleisteten Dienste S1״Ü ,il ן! kakl wieder aktiv an hervorragciv• tätig^׳״*!^ *mr׳ ^IC ^ac*1e Jüdischen Natkmalfonda

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