Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 75 (20.9.1921)
- Date
- 1921-09-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 554 JU2Q1GCHE RUNDSCHAU dieser Organisation geführt hat, u!*J werde diese Aufgaben nur drum übernehmen, wenn die Kompetenz des Trcasurers geregelt ist. Ich werde zurücktrctcn, wenn diese Prinzipien, die ich der Exekutive voriege, überschritten werden. Dr. B. Mossiiuon (Palästina) spricht im Nnmcn der Kulturkommission und begründet die von dieser Kommission gestellten Anträge auf Erhöhung des Schuibudgets um 3b 000 Pfd. Hierauf sprechen noch mehrere Redner, dann wird ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommeu. Dr. Ci eo rg H a f pe r n: Bevor ich die Resolutionen, der Finanzkommissbo zwecks Abstimmung nochmals verlese, möchte ich erklären, daß die P'i11a.11zko11j11)issk>11 außerstande ist und die Verantwortlichkeit dafür ableimt, das vorgelegte Budget in seiner Gesamtziffer zu erhöhen. Innerhalb der Stimme können Verschiebungen vorgenotnmen werden. Wenn aber die Summe erhöht werden soll, dann muß der Antragsteller gleichzeitig die Stelle bezeichnen, die für die Mehrkosten auFkommt Die Kaschruth-Frage Vizepräsident Khtmel: Vor der Abstimmung aber haben wir uns mit einem Anträge der Föderation Misrachi zu belassen, da die Föderation von dein Schicksal dieses Antrages ,ihr Verhalte» zur Budget• Abstimmung abhängig macht. Dieser Antrag lautet: Die Zionistische Organisation dart nur solche Institutionen gründen, erhalten und subventionieren, in deren Führung und öffentlichen Handlungen nicht gegen die Vorschriften der jüdischen Tradition ver- Stollen wird Die Leitung der Zionistischen Organ;- sation hat die Durchführung dieses Beschlusses zu sichern. Während der Verlesung des Rcsolutbnsantrages herrscht bei der Linken große Unruhe, so daß der Präsident die Verlesung unterbrechen muH. Co we 11: Ich wende mich besonders an die Herren vom Misrachi, Mit dem Antrag, den Sie stellen, erwecken Sie, ob Sic wollen oder nicht, den Eindruck, ׳ als ob hei uns ein Gefühl bestände, daß man etwas gegen die Religion zu tun beabsichtige. Damm fordere ich Sie in Ihrem Interesse und im Interesse der jüdischcn Religion auf, nichts zu tun, um solche, die anderer Ateiiuing sind, zu derartigen Demonstrationen zu zwingen. Aus Gründen des politischen Taktes empfehle ich Ihnen, diese Resolution zurückzuzielien und sicher zu sein, da» nichts geschehen wird, was ״egen die jüdische Religion verstößt. Vizepräsident Klunicl: Es liegt ein Antrag vor, über den Antrag des Misrachi zur Tages- Ordnung überzugehen, ferner ein Gegenantrag von Dr. So lo \v e j t sch ik folgenden Wortlautes: In allen öffentlichen Institutionen, welche von der Zionistischen Organisation erhalten werden, muß durch Berücksichtigung der jüdischen Tradition im öffentlichen Leben die Zugänglichkeit für alle Volkskreise gewährleistet werden. Sprinzak (Hitacliduth): Der Kongreß darf nicht verlangen, daß über die Haltung der Arbeiter in Palästina eine Kontrollstelle;eingesetzt wird, die auf die Einhaltung von Kasehrtrth ,zu sehen hat. Ich empfehle, über den Antrag des Misrachi zur Tagesordnung überzügelten. Vizepräsident Klumel bringt ,den Antrag auf Ucbergang der Tagesordnung■ über die Resolutionen Misrachi und Solowcjtschik -zur Abstimmung. Der Antrag wird mit .110 gegen 112 Stimmen abgefeimt. Gold e n b e rg: Es ist ein Irrtum unterlaufen. Der Antrag auf Ucbergang zur Geschäftsordnung bezog sich nur auf den Antrag des Misrachi, daher muß die Ab- Stimmung wiederholt werden. Vizepräsident Klumel: Ich habe tatsächlich diesen Felder gemacht und werde daher den Antrag nochmals zur Abstimmung bringen. . N'tnmehr gelangt der Antrag auf Ucbergang zur Tagesordnung über die Resolution des Misrachi zur Abstimmung und .wird mit 14$ gegen 122 Stimmen a n g e 11 0 tn 111 e n. Struck (Misrachi): Ich bezweifle die Richtigkeit der Abstimmung und beantrage na m e n 11 i ch e ' A bs t i m m u n g. Dr. Kor 11 grün ruft die Namen der einzelnen Delegierten auf, und diese geben durch ja oder Nein ihr Votum ab. Der Vorgang dauert eine Stunde. Samtliehe Mitglieder der Exekutive stimmen mit dem Misrachi, ebenso die meisten Mitglieder der deutschen Landsmannschaft. Vizepräsident Motzkin: Der Antrag auf Ueber gang zur Tagesordnung ist mit 155 gegen 14b Stimmer bei 9 Stimmenthaltungen a n ge n 0׳ tu m e n. Struck (Misrachi): Nachdem der Kongreß die Erörterung unserer Forderung abgclehnt hat, sind wi; zu unserem größten Bedauern gezwungen zu erklären dab wir gegen das Budget stimmen werden und künftig hin außerstande sind, für den Keren Hajessod und de! Kcvcn Kaj-emeth zu arbeiten. (Lebhafte Zwischenruf» und Pfuirufe auf der Linken.) Präsident Dr. Weizmann: Wir stehen in eine ernsten Stunde, die vielleicht auf unsere ganze Arbei in der Zukunft einen entscheidenden Einfluß üben kann Man muß dieser Stunde ins Auge schauen, deren Be deutun״ man nicht durch Pfuirufe aus der Welt schaffei kann. Im Namen von Herrn Sako'.ow und in meinen Namen stelle ich den Antrag; ״Wir nehmen die Herz, sehe Erklärung auf, wonach die Zionistische Organisa tbn nichts unternehmen darf, was gegen religiöse Gc fühle und Überzeugungen verstößt. Die Exekutive wir beauftragt, im Einvernehmen mit dem Actkms-Gomit die Mittel und Wege zu finden, um die praktisch Durchführung dieses Beschlusses zu ermöglichen, oh» jedoch in die individuelle Freiheit cinzugrciieii.“ Ic beantrage gleichzeitig, über diesen Antrag nicht jet; abzustimmen, sondern den ,Kongreß zu vertagen, d: ■mit sich die Parteien über diesen Antrag ausspreclie und eventuell zu einem Ausgtcidvsantrag komme können. Ich bitte Säe, den Kongreß nicht in der letzte Stunde in Erbitterung auseinandergehen zu lassen. E liegt uns daran, einen modus vivendi zu finden, un das Leben in Palästina wird auch bestimmt den Au weg finden. Wir müssen die Zusammenarbeit aß! Element« ermöglichen. Es ist schwer, aber nid schwerer, als altes andere, Es ist Ihre Aufgabe, dt Weg zu finde״, und Sic werden ihn finden, bevor Sie ause inandergehen. Vizepräsident Motzkin schließt die Sitzung um V*3 Uhr na-duuittags. BsdmizvjQmlgdt Sitzung Dienstag, den 43. September 1921, nachmittags. Vizepräsident Khtmel eröffnet jtm .1A6 Uhr die Sitzung. Er schlägt vor, über die einzelnen Posten des Budgets abziisfiiiiincu, olmc daß damit alter die Gesamt-;mnaltme des Budgets verbunden wäre, welche Gegenstarnl einer zweiten Abstimmung sein wird. Dr. Holpern schlägt Post a) des regelmäßigen Palästinabudgets (Schulwesen) zur Annahme vor. Badkow verlangt eine Erhöhung des ersten Teilbetrage» von 90000 auf 100 000 Pfund. F i 1t z i bringt zur ,Vermittlung den Antrag ein, von dem für Schulbauten bestimmten Betrag von 15 000 Pfund, 10 000 Pfund für das Schulwesen zu verwenden, so daß sieh der Betrag von! 90000 auf 100000 erhöhen würde. Berliner ■ Zionistische Vereinigung Donnerstag, den 22. September, abends 8 Uhr in der Stadthalle (Neues Rathaus), Klosterstr. 47/53 (direkt am Untergrandbalmhof Klosterstraße) W €)1niO־¥©FDQ<lMEmlö3il^ HD4*. D©Ia1n1a1״ja E4©vt11: ״Der Zfonfstlcci» Dslfösngrefl u. dos |M. 0ol&“ Eintritt Hk. 3.-, Prof. Loewc verlangt!für die Bibliothek statt des Betrages von 3000 Pfund den Betrag von 5200 Pfund und begründet dies ausführlich mit den Bedürfnissen der Bibliothek, den geringen Gehältern der Bibliotheksbeamten und der Möglichkeit des Ankaufes einer berühmten Bibliothek. Für den Waad Halaschon verlangt er 210 Pfund. Dr. Mos sin sohn und Dr. Lurje (Palästina) unterstützen die Anträge Badkow lind Loewc. Dr. 11 alpe rn schlägt vor, zuerst über die ganze Summe von (156 000 Pfund abzustimnien. Der Antrag wird mit 66 zu 37 Stimmen angenommen. Mo s sin soll n, Ussjschkin, Yctlin wenden sich gegen diese Art der Abstimmung. Vizepräsident Klumel läßt ,nochmals abstimtnen, wobei der Antrag nunmehr abgelehnt wird. Ha Ipern: Der Antrag war bereits angenommen, nun ist er wieder abgelehrti worden. Ich beehre mich niitzutciien, daß unser Ami beendet ist und lege das Budget in Ihre Hände. — (Er verläßt die Rednertribüne.) Ussisclikin!nacht darauf aufmerksam, daß ein solches Verfahren nur berechtigt wäre, wenn die 656 000 Pfund gedeckt wären. Da dies aber nicht der Fall ist, 90 kommt es auf eine Erhöhung von 20000 Pfund nicht an. Es ist Sache des Kongresses, die Einzelbetrage zu beschließen. Er beantragt, vorerrst über die einzelnen Beträge separat abzusSitntnen und dann erst über das ganze. Vizepräsident Klumel bringt die Einzelposten zur Abstimmung um! ersucht den Referenten Dr, Halpcm, das Referat fortzusetzen. Dr. Ha Ipern macht darauf aufmerksam, daß, wenn ein Posten erhöht wird, wieder ein anderer gekürzt werden müßte. Andernfalls bleibt die Verantwortung dafür beim Präsidium und beim Kongreß und die Biiugetkommission erklärt, ihre gesamten Vorschläge zurückzuziehen. Der erste Posten, 90000 Pfund, wird mH 82 gegen 51 Stimmen angenommen. Der zweite [1osten, 25000 Pfund für Schulbauten, ,wird angenommen mit dein Zusatz, daß im Falle der Notwendigkeit von den 25 000 für Schulbauten 10000 für die Schulen verwendet werden können. (Stimmenverhältnis 106 zu 53.) Dr. Mossinsohti bringt einen Antrag der Kulturkommission ein, der statt 100 000 126 000 Pfund verlangt. . Dr. H a Ipern wendet sich gegen diesen Vorschlag. Mos sin sohn: Die Finanzkommission hat abgclehnt, mit der Kulturkommission darüber zu verhandeln. Wenn Sie den Lehrern diese Erhöhung verweigern und die Pension, die schon einmal bestimmt wurde, zurückziehen, ׳können wir nicht dafür garantieren, daß die Schulen eröffnet werden. Dr. Da ich es stellt den Antrag, zuerst das Referat zur Budgetkommission durcimiführcn und dann erst auf die Forderung der Kulturkommission zurück- ן zukomtnen. Dr, Brande unterstützt diesen Antrag. Simon stellt ztt den Ausführungen von Dr. Mossinsohn fest, man habe bereits der Reorgaiüsationskommission gegenüber mit einem allgemeinen Streik gedroht. Dann aber habe sidi herausgcstcllt, daß die Lehrer eine derartige verräterische Handlung■ zurückgewiesen hatten. Mo ss in sohn: Ich erkläre, daß Sie hier eine Unwahrheit gesagt haben, und ich kann das ptotokollarisch beweisen. Man hat mit dem Streik gedroht, weit ,Sie sich so nnmcn schlich und unzionistisch benominell haben. Wenn kein Streik ausgebroeben ist, so bin ich daran schuld, weil ich die Lehrer abgehaltea habe. Wir appellieren an den Kongreß und wir sagen dem Kongreß, daß wir einmal eine Möglichkeit haben müssen, die Schulen weiterzuführen. Ich hätte auch das nicht gesagt, hätte Herr HaJpcru nicht mit Drohungen begonnen. Hai per n: Ich überlasse es dem Kongreß, sich darüber eine Meinung zu bilden, ob ich Wer mit Drohungen gekommen bin. Ich bedaurc, daß ein Lehrer hier öffentlich zum Streik auffordert. IcJr muß noch- __ ___Nr. “5 m3!s zuriickwciseii, was Herr Mossinsohn gesagt hat Es sind drei Herren zu uns gekommen und haben tn•' fragt, ob wir eine- Delegation empfangen wollen, weldw uns’ beweisen wolle, daß die Nichtcrhöhung von 90000 .nif 100 (XX) Pfund zu einer Katastrophe führen wird Ich erkläre, es ist nicht wahr, daß die Kulturkommission cs notwendig hat, uns zu fragen, •ob wir eine Ix-!c. gation empfangen wollen, da sie ihr Budget auf mrl inalein Wege erreichen kann. Dr. Halpern unterstützt den Antrag D a i c 11 c s - U r a u d e, zuerst das Rc. ferat der Budgetkoinmiss'.on /u beendigen und dann auf den Antrag der Kulturkommission ziiruekzukommen. l)it. außerhalb des Budgets stellenden Forderungen müssen der Exekutive mit dem Wunsche übergeben werden - daß, wenn irgendwelche weiteren Mittel zur Verfügt!™ W stehen, diese Bedürfnisse befriedigt werden. % Der Aritrag wird angenommen. Nunmehr werden die vier Teilposten sub ai (Et. ziehungswesen) einzeln angenommen. Zum Punkt b) (Sanitätswesen) stellt Dr. Bieref den Ergänzungsantrag: Der Kongreß ermächtigt die Exekutive, 11aci, Durchberatung des vorliegenden sanitären Budgets durch den zu schaffenden Waad Habriuth uni! nach Maßgabe der Einwanderung Zuschüsse bis zum Betrag von 140000 Pfund zu leisten, die als Zuschüsse an die Krankenkassen gelten und pro Kopf der Mitgliedern!!! berechnet werden sollen. Dr. Beh am: Die Bedingungen in Palästina sind heute noch nicht klar, daher läßt sich auch kein genauer Vorschlag aufstellen. Mit Rücksicht darauf bin ich für Annahme des Postens unter dem Vorbehalt, daß die Details von dem medizinischen Departement später fcstzusctzen sind. ürtukus (Rußland): Mit der Bewilligung dieser Post nehmen wir die ganze Last der sanitären Arbeit auf uns. Die zionistische Bewegung ist eine Immigrations- und Kolonisationsbcwcgung, und es ist nicht ihre Aufgabe, für die medizinischen Bedürfnisse der ganzen Bevölkerung in Palästina zu sorgen. Ich beantrage, die ganze IVast zu streichen und evtl, einen, ganz besonderen Fonds für diese Zwecke zu schaffen. Harzfeld (Poalc-Zioii) spricht gegen den Antrag Bruzkus. Dr. Ha Ipern: Wir mußten das Sanitätswesen übernehmen, obgleich auch wir der Ansicht sind, daft dafür eine andere Lösung gefunden werden müßte. Jetzt aber können wir diese Arbeit — es handelt sich nicht mir um ärztliche Pflege, sondern am die ganzen sanitären Maßnahmen — nicht einsteUen. f\>st b) wird sodann angenommen. Post c) wird ohne Debatte angenommen. Post d) nach kurzer Debatte. Die Abstimmung über Post e) wird bis zum Rej ferat der für landwirtschaftliche Kolonisation eingesetzten | Subkommission aufgeschobt-u. Zu Post f) (Versuchsstation) stellt Professor Warbürg den Antrag: ״Die Exekutive wird ermächtigt, die für das Versuchswesen über die im Budget vorgeschlagenen 10 000 Pfund hinaus benötigten weiteren Summen bis zur Höhe von 10000 Pfund dem Posten für kmdwirtschaftliche Kolonisation zu entnehmen.“ Post f) wird angenommen, ebenso der Antrag W a r b u r g. Die Posten g), h) und i) werden ohne Debatte angenommen. Bei all diesen Abstimmungen über die Anträge der B11 dgetkommission stimmten die Delegierten des Misrachi gegen di»‘ Annahme. Nunmehr werden die Ergaaxwigsantrlge behandelt, zunächst die Anträge der Kultirrkommission. Die Kulturkommission fordert außer dem allgemeinen Schii'lnidget von 100000 Pfund noch folgende!1osten: 1. Erhöhung der Lehrergehälter . . . 15 0(® Pfd. 2. Mehr. Abendkurse für Erwachsene 6 000 ״ 3. lianciwerkltcher Unterricht. 2 01X) ״ 4. Anschaffung von Lehrmitteln ... 1 000 ״ 5. Lehrerpctisionen . 2 003 ״ 6. Eröffnung eines orthodoxen Lebrerinnenseminars . 6C0 ״ *T!|cr״Xf1trü״e werden in der Fassung der Kultur• kommission angenommen, wiederum gegen di« Stimmen des Misrachi. Daß die Delegierten des Misrachi auch gegen die letzte Post stimmen, erregt Heiterkeit. Dr. Loewe beantragt weitere 2000 Pfund für Bibliotheken, sowie 240 Pfund für den Waad Halaschon zu bew-iUigen. (Angenommen.) Der oben angeführte Antrag Dr. Bicr-er zum Sanitätsbudget wird abgefeimt. Auf Vorschlag Dr. H a 1 p e r n werden nunmehr die Posten 1 11:1:1 2 des allgemeinen Palästinabudgets en bloc angenommen. K a p 1 a n s k i stellt den Antrag: Der Kongreß ermächtigt die Exekutive, falls der Beitrag des Jüdischen N'atlonnlloiuis für Ameliorafionen auf kleinen Ländereien sich auf 50 000 Pfund reduziert, den Betrag für landwirtschaftliche Kolonisation um 30 006 Pfund zu erhöhen. (Angenommen.) Simon: Wir haben gestern bestimmt, daß 30b der Einnahmen des Keren Hajessod für Wirtschaftliehe Anlagen verwendet werden sollen. Nun hören wir, daii die Kosten des regelmäßigen Paläst inabudget» den Vorrang vor allen anderen haben. Hier ist ein Widerspruch. Da der Kongreß Klarheit schaffen mui>, beantrage ich zusammen mit meinem Freunde de Liane: ״"im Hinblick darauf, daß der Referent des Finanz- Ausschusses ausdrücklich erklärte, daß das sogenannte ■regelmäßige Palästinabudget von 656060 Pfand den Vorrang vor allen anderen Ausgaben haben Sode, ohne Rücksicht auf die Verpflichtung, 30 0/0 der Keren Hajessod-Eingänge für wirtschaftliche Anlagen zu ver- ■wenden und in Erwägung, daß zurzeit noch keine Sicherheit besteht, daö die dem Keren Hajessod im laufenden Jahre tatsächlich zur Verfügung siebenden Mittel die strikte Einhaltung der vom Kongreß beschlosserten Vcritältmaahl zwischen verschiedenen Aus׳• gabekategorjen von vornherein gewährleisten, erklärt der Kongreß, daß die Verpflichtung, 30 °fo der Ein־