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Jüdische Rundschau · 1921-09-16 · Heft 74 (16.9.1921) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 74 (16.9.1921)
Date
1921-09-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Seite 546 JU EDI SCH E RUNDSCHAU Nr. •73 stellet». Hier ersteht 2M״fciri» die Frage, wie im Wege des Keren Hajessiod das gesamte Judentum m organiseren ist. Hier möchte ich Ihnen eine wichtige Erfahrung Mitteilen! die wir gemacht haben mul »# der ich wünschte, da.ll ich sie vor einem größeren Plcivum liiittc sag«» können. Es war der Keren Hajessod, der in vielen Orten und UitKlern den Zionismus organisiert hat, statt daß der Zioivisnuts den Keren 1 lajesnod organisiert liittle (Kufe: Sehr richtig!) So ungeheuer befruchtend wirkt’ dic.se Klee, aber sie muß wohl verstanden werden, ihrem materiellen Zwecke und ihrem «seelischen Inhalte nacJi. Es wäre Blasphemie, an den Keren Hajessod her,■inaitrctcn als an den bloßen Geldbeutel, es wäre Utopie alles auf reinen Idealismus zu hauen, und steh in Schwärmerci zu verlieren. Das Wesen des Keren Hajcssod beruht in einer Synthese von Geist und Tat, Herz und Hirn, seelischer Opferwilligkcit und sachlicher Tüchtig- Ikcit. ln diesem Sinne bitte ich Sic nunmehr zu prüfen, was der Referent der Keren Hajcssod-Kommissan Ihnen zu unterhreiten hat ״ r . Vizeprls Motzkit» verkündet, daß der Referent der Keren Hajcssod-Koimnission zu Beginn der Nach- *nittajjssrtzunp das Wort exhält und schließt die Sitzung um 2 Ulir oaehmittoes. Zwanzigste Sitzung Mbntag, den 12. September, mcltmrtügs. Vizcpräs KI u m e 1 eröffnet um 1/35 Uhr die Sitzung. Hantk'e erhält das Wort zum Referat über den Keren Hajessixi. Er führt die einzelnen Punkte des von der Keren Hajcssod-Koitimission vorgesch hgenen Re solutionsentwurfes an uivd begründet sie. Er fordert den Kongreß auf, die Abstimmung über die Keren l lajcswxl- Resolutionen zu einer starken Manifestation für den Keren Hn jessod und die innere Kraft des Zionismus zu gestalten, , Vor der Abstimmung wird die Debatte eröffnet. Kaplanski (Poalc - Zion): Wir sind mit den «״gebrachten Keren Hajessod- Resolutionen eluverstanden. Es wäre aber nötig, daß einige Direktoren vom Kongreß selbst gewählt werden. Dadurch wird ihre Autorität vergrößert werden. Der andere Teil der Direktoren soll von Klal Jisrocl gewählt werden. Wir begrüßen den Vorschlag auf Unterstützung der ClKihixim, wenden uns aber gegen die Beschränkung dieser Unterstützung auf solche, die schon in Palästina eine Anstellung haben. Dadurch wird eine große Anzahl von unbemittelten Arbeitern, die in Palästina noch keine bestimmte Arbeit haben, von der Unterstützung ausgeschlossen. Wir begrüßen auch den Gedanken der Zusammenarbeit der Zionistischen Organisation mit der jüdischen Ocffcntlichkcit Wir werden für das Ge- «leihen des Keren Hajcssod arbeiten, da wir hoffen, daß er in Palästina große Arbeitsmöglichkeilcn schaffen ' wird. Das Direktorium des Keren Hajcssod muß aber mit den Wünschen der jüdischen Arbeiterschaft rechnen und auf die Stimme der jüdischen Arbeiterorganisationen hören. Wir begrüßen auch die Erklärung, daß der Keren Hajcssod die Absicht i!.<* sich an der Schaffung der .Agrarbank mit 100 000 Pfund zu beteiligen. Dies alles gibt uns die Möglichkeit der Zusammenarbeit, aber auch unsere Bedingungen müssen he: eiltet werden. Dr. Hoff mann (Misrachi): I>.x Keren Hajcssod muH nicht nur durch Sparsamkeit, ökonomische Gcbiirung und produktive Verwendung das Vertrauen der Spender zu rechtfertigen suchen, sondern vor allein sieh um das Vertrauen der religiös gesinnten Volksteile bemühen. Die breite Mas«״ verlangt nur eine Garantie, daß die Institutionen, die mit ihrem Geld errichtet werden, nicht die Tradition und die Religionsgesetze verletzen. Wenn in Ere2-Israet eine wahrhaft jüdische Atmosphäre herrscht, so «laß auch die religiösen Juden, die dort traditionel] leben wollen, sich wohl füllten, so werden sich die orthodoxen Massen am Keren Hajessod beteiligen. Ich habe die Ehre, timen im Namen des ■Misraclii folgende Reolution vorzutegen: ״ln den von der Zionistischen Organisation erhaltenen oder unterstützten Institutionen ist im offenliehen Leben auf die Rdigionsgesdzc Rücksicht zu nehmen und insbesondere Sabbatn- und Feiertagsruhe und Kaschruh zu halten. Bei beharrlicher Verletzung dieser Grundsätze soll die Unterstützung entzogen werden.“ Dazu erkläre ich in! Namen des Misrachi und für die orthodoxen Juden überhaupt, dali wir unsere Mitarbeit am Keren Hajcssod aus religiösen und aus Gewissensgründe!» von der Annahme dieser Resolution abhängig machen müssen. Julius Simon: Die Aufträge der Keren Ha jexsod-Kommissioti stehen ini engen Zusammenhang mit den Dingen, die de Liemc und mich zu dem bekannten heftigen Kampf führten und uns schließlich, zu unserem Bedauern, zu unserer Resignation veranlaßt«!. Durch die Vorschläge der Keren Hajessod-Kommission verzieh■ tet die Zionistische Organisation endgültig auf eine direkte Einflußnahme auf den Aufbau Palästinas. Die Zionistische Organisation hatte auf Grund ihrer histerischen Tradition, die zitr Balfour-Deklaration führte, und weil sic im Mandat als Trägerin des Aufbaues Palästinas anerkannt wird, Funktionen, die jetzt nicht mehr von ihr, sondern vom Keren Hajessocl ausgeübt werden sollen, vom Keren Hajcssod, auf den die Ziolustische Organisation nur einen indirekten Einfluß hat durch die Ernennung der Hälfte der Direktoren. Das fuhrt unbedingt dazu, daß die Durchführung einer einheitlichen Wirtschaftspolitik in l alastina, deren Träge rin die Zionistische Qrgani- Ration sein sollte, unmöglich gemacht wird. Die Hoffnach einen Board of Trustees aufstclTcn und dunit aiKSprcchen, daß es nicht genügt, ein Direktorium zu linben dessen Mitglieder zur Hälfte vom Council una zur Hälfte von der Organisation bestellt werden,!»11dem einen außerhalb der Organisation stehende« Board of Trustees. Ich möchte mich auch dagegen aussprechen, daß man die Idee festhält, der Keren Hajcssod sei dazu berufen, wirtschaftliche Anlage« in Palästina •zu schaffen. Es hat sich hcrausgcstellt, dali die Spender ihre Leistungen <119 Opfer aufiasse« und so ist es ein Widerspruch” wenn wir ihnen wirtschaftliche Vorteile versprechen zu müssen glaub«». Ich habe gehofft, daß die Kommission a’iif diese Scheuibeieiügimg mul diese Scheingewinne verzichten wird,!aber sic war schlecht beniteti und hat die Idee der Zertifikate weiter aufrecht erhalten. Hiermit wird eine große moralische Verpfliditimg übernommen, di«: Verantwortung über eine absolut klare Verwendung der Gelder gemäß den Verspreclumgcn. Voriges Jahr wurde gesagt: ein Drittel für laufende Ausgaben,' ein Drittel für nationale Investitionen und ein Drittel für geschäftliche Unternehiiumgcn. Das wird dieses Jahr geändert, und zwar so, daß man die nationalen Investitionen zu den laufenden Ausgaben schlägt mul 30 Prozent in geschäftliche Unternehmungen investiert. Aus einer genauen Kcnt- 1113 des Budgets und der Möglichkeiten, die mit der Keren Hajessod-Aktion im nächsten Jahr verbunden sind, erkläre ich: Ohne einen Augenblick zu bezweifeln, daß das jüdische Volk bereit sein wird, im großen Maße für den Keren Hajcssod zu spenden, hatte ich cs für technisch unmöglich, daß wir die nächsten Monate über jene Gelder verfügen, welche uns einerseits die Durchführung des vorgesdtlngenen Budgets, andererseits EinliaHtmg der Versprechungen ermögliche!^ welche den Zoriifikalionsiiiliahern gegeben worden sind und jetzt durch Hantkcs Vorschläge unterstrichen und erhöht werden sollen. Ich beantrage daher, mit der Abstimmung der Anträge über die Verteilung der Gelder nach den verschieden«) Zwecken z« warten, bis wir von der Budgetkpinmission erfahren haben was für das nächste Jahr an Arbeit vorgesehen ist, wieviel davon auf die laufenden Ausgabe« entfällt, wieviel in erster Reihe unabhängig davon, ob das Perzcntverbältnis cingchaltcn werden kann, durclizuführc« ist. Auf keinen Fall dürfen wir aber ein Budget annelimen und Leute verpflichten, auf Grund desselben in Palästina zu arbeiten; denn diese Arbeit müßte, kaum begonnen, unterbrochen oder die feicrliehen Beschlüsse verletzt werden, welche die Kommission dem Kongreß zumutet, obwohl sie weiß, daß die gröte Gefahr besteht, diese Beschlüsse in der nächsten Zeit durchführet» zu können. Den Gedanken des Prozentsatzes mit dem des Maasscr zu verbinden, ist ein Vorgang, den ich nicht verstehe. Wir wünschen, daß das jüdische Volk ’ad! an unseren wirtschaftlichen Zwecken dienenden Institutionen beteilige und ich bin sicher, daß, wenn wir dns erklären, mehr Gelder cinflicßcn werden, als dom heute äußerst nebelhaften Gebilde des Keren Hajessod. Diese ganze Einteilung in Prozentsätze hat eine gefährliche Seite. Sie verhindert, daß der Keren Hajessod wird, was er soll: ein Fonds. Ich resümiere: der Kongreß soll bezüglich der Teile des Kommissionsantniges, die sich auf die Prozentsätze beziehen, ahlehnen abzusiimmen, ehe er in der Lage war, diese mit dein Budget für nächstes Jahr zu vergleichen. Der Kongreß muß sieb klar werden, ob er wünscht, die ganze Arbeit überzulciten auf ein Dircktorium des Keren Hajcssod oder ob er verlangt, daß die Zionistische Organisation Trägerin der Wirtschaft»• Politik in Palästina bleibt Dr. Feiwel: Es hieße das Prinzip, daß die Kommission die wichtigen Fragen behandeln, ad absurdum führen, wenn sich das Plenum des Kongresses nochmals in ausführlichster Weise mit diesen Frag«» beschäftigte. Die Kommission war ein Kongreß, in dem Bruchteile aller Richtungen und Landsmannschaften verhältnismäßig vertreten waren. Da die Resultate meist einmütig gefaßte Beschlüsse sind, so mögen alle [)elegierten von vornherein bedenken, daß alle ihre Einwendungen bereits in der Kommission vorgebracht wurden. Herr Simon hat in einer Art Generalrede gegen die Vorschläge der Kommissionen Stellung genommen. Zunächst zur Struktur der Leitung des Keren Hajcssod: Die Zionistische Organisatioi» soll als die im Alandat genannte Organisation den Keren Hajessod nach der Ansicht Simons zum Zweck der Durchführung ihrer Mission in der Hand haben. Ich möchte darauf aufmerksam machen, daß es im Mandatsentwurf ausdrücklich heißt, daß die Zionistische Organisation alle Juden heranzuziehen habe, die sich an dem Aufbau Erez-Isr.iels beteiligen. Der Zionismus bat also die Aufgabe, entweder durch einen allgemeinen programmatischen Appell oder durch eine Art praktischen föderativen Verhältnisses die Juden alter Welt an sich zu ziehen Das erste ginge nur, wenn der Zionismus seine essentiellen Inhalte zum Opfer brächte, und sollst dann dürfte ein Massenanschluß von Nichtno nisten nicht erfolgen. Es bleibt also kein anderer als der zweite Weg. Simon glaubt, daß es den Zeichnern genügen wird, eine Kontrolle über die ordnungsgemäße Verwendung der Gelder zu besitzen, ohne an ihrer Verwaltung tcilzu nehmen. Unsere praktische Erfahrung zeigt das Gegen teil. Deshalb kommen wir um das Dilemma nicht an ders herum, als daß wir denen, von denen wir Geld fordern, auch ein Entgelt an Rechten sichern. Gewiß die Zionistische Organisation als Initiator des Keren Hajcssod und als die künftige Jcwish Agency muß in ihrem Einfluß auf das Aufbauwerk gerichtet sein. Deshalb soll der Zionistischen Organisation die Hälfte der Simon ist auch dagegen, daß mau das rcgclmät׳ big(־• 8 nun׳* mit Cirmvi iVkr.rAT"‘ *1 ־“״־" '־״־ Kontrolle 1'״d des Einflusses von vornherein gesichert hSsÄiOrgMisaUon zugunsten werden. Die zweite Hälfte gehört den Zeichner״, und ,־j 11, najessou wichtiger Rechte begibt (cs wird der Umf״w des Einfluss«! rinrrt rin־ ־ ״ auf Unternehmungen national-wirtschaftlicher Art, Grün- 1 ־ ■ t־m״U־>SCS lu״■^ dav Aktieivgc^llschaften, Beleihung von Privatsi? SIaubt• dadurch materielle , ntcrstutzuntf von nidvtzioiiistisdicr Seite zu erhalten EiSr'aufdtevfttcn,זל״״״״י;nicht darauf an, tuit tuü aut me Verwendung der Ge der ■m "«"!ז""•" sondern bloß darauf daß eie i,:■ , ß°1״nnu!, ntiißkr verwattp-f sws.. tatsaclihdi״ ordnungsk« «cräen,; diesea Einfluß. zu!׳eben . . ״ ... . - —... davon ab, welchen Anteil die Zionisten selbst innerhalb der Zeichner aufbringen. Denn auf dieser Basis wird der Council auf der Basis des Proporz eingerichtet werden. Abgesehen davon —■ und das ist von grundlegender Bedeutung — ist in unserer Prospositior» der Zionistischen Organisaüon das Recht der Ausführung aller Arbeiten in Palastmn garantiert. Ich glaube, daß wir durdt unsere Vorschläge eine Zusammenarbeit ermöglichen, daß in» besondere das Direktorium des Keren Hajcssod, soweit es durch die Zionistische Organisation bestellt wird, in der Praxis, wenn aud! nicht formell, so tatsächlich mit der zionistischen Leitung einheitlich Vorgehen wird. Billiget mit den nationalen /Anlagen verbindet und eine bestimmte״ Prozentsatz festlegt. (Simon: Ich bin nicht dagegen.) Er hat die Verhandlung dieses Punktes )!;״,' j die’ Durchberatung des Budgets verschieben woll׳ .!!״£. ist richtig, daß wir keinen Reservefonds haben und diß eiserne Energie dazu gehurt, gegenüber den 1014« augenblicklicher ,Hilfeleistung für Palästina fest zu Idobvrt Trotzdem hat uns die Staffelung allein es ermöglicht Gelder für die Hypothekenbank zurückzulegen. Ich bin für diese Staffelung, wenn man sie nicht zu straf! macht Bis darf nicht jeder Betrag sofort /,erlegt werden, kann nur im Rahmen eine» zeitlichen und sachliche« Systems erfolgen. Simon ist auch gegen die Hcr.msg.1be von y,.;n,. fikaien. Der auch Simon von der Jahreskonferer.z“ her bekannte Grund für die Einrichtung des Investments 4 der Wunsch, daß wichtige Interessen des Gemeinwohls nicht durch privatwirtsdiaftlidic Unternehmungen vtf. waltet werden. Um aber die zu so großen Aufgaben notwendigen Mittel auizubringen, mußten wir den Keren Hajessod mit starken Elementen der Wirtschaftlichkeit ausstatten, jetzt, da wir den Keren Hajessod!!ad, diesen Prinzipien bereits eingerichtet haben, wäre' es gefährlich, ihm bei seinem ersten energischeren Ge!,, versuche eine neue Richtung zu geben. Die Sitzung wird um 7 Uhr 13 Min. geschi0s«*a Einandzwanzigste Sitzang Montag, den 12 September 1021, abends, Vizepräsident Motzkin eröffnet die Sitzung ״B! 8,45 Ulir abends. Dr. Artur Hantke bringt die Resolutionsanträrc der Keren Hajessod-Koirunission einzeln zur Verlesung Die •Anträge lauten: f" Die Zertifikatsinhaber des Keren Hajessod irgendeines Landes oder einer Ländergruppe vgihlen Vertreter in den Council des Keren Hajessod. Die Zahl der Vertreter eines Gebietes wird bestimmt nach der Höhe seiner Beitragslcistuiw, indem die an das Direktorium überwiesene Geldsumme (in der Landesvnluta) durch den vom Dircktorium für das betreffende Gebiet bestatteten Minimalbcitrag geteilt wird, der zur Ausstellung eines Zertifikates erforderlich ist. Bei der Wahl der Vertreter eines Landes in den Council hat jeder Zcrtifikatsinhaber eine Stimme. Das Direktorium des Keren Halessod soll aus 6—10 Mitgliedern bestehen, von denen die eine Hälfte auf Grund von Proportionalwahl vom Couneil, die andere Hälfte von der Exekutive der Zionistischen Organisation zu bestimmen ist. Die Zionistische Organisation und der Council haben das Recht, die von ihnen ernannten Mitglieder des Direktoriums abzuberufen und zu ersetzen. Der Council des Keren Hajessod wählt auch den Board of Trustees, der aus nicht mehr als 10 Mitgliedern bestehen soll, denen das Recht zusteht, jederzeit die Tätigkeit des Direktoriums zu prüfen oder über das Ergebnis dein Council oder der Ocffcntlichkcit zu berichten. Bis zu dem Zeitpunkt, wo die Zertifikations- Inhaber organisiert sind und der Council des Keren Hajessod gegründet ist, soll die Zionistische Organisation provisorisch alle Stellen des Direktoriums besetzen und provisorisch einen Teil oder alle .Mitglieder des Board of Trustees ernennen. Der Zusammentritt des Councils des Keren Hajesssod soll am Ende des Jahres 1922 eingelcitet sein. Die vom Direktorium des Keren Hajessod beschlossenen Arbeiten und Unternehmungen in Palästina werden durch die Zionistische Organi* sation durchgeführt. Es wird fcstgestcllt, daß zu der vom Keren Hajcssod übernommenen Förderung der Immigratio!» auch die Gewährung von Zuschüssen zu den Reisespesen für solche Immigranten gehört, die von dem zuständigen Palästinaamt als für Palästina notwendig anerkannt werden. Die Gc- Währung der Zuschüsse erfolgt in der Form von Anleihen. Die Verwendung der Mittel des Keren Hajessod wird dahin festgesetzt, daß, abgesehen von den dem Jüdischen Nationalionds reservierten 20 50 c/0 für nationale Anlagen und das regelmäßige Palästinabudget und 30 Ho für wirtschaftliche Anlagen verwendet werden sollen. Der Keren Hajessod ist durch Abgabe vom Vermögen und Einkommen auf der Grundlage des Maasser aufzubringen. Das Direktorium des Keren Hajessod soll nach Anhörung der Landcskomitces des Keren Hajessod die Ausführungsbestirnmungcn festsetzen und hierbei ein maasserfrcics Minimum bestimmen und die individuellen Verhältnisse berücksichtißcn. Der Zionistenkongreß wendet sich an das ganze jüdische Volk mit der Aufforderung, durch den Keren Hajessod die Grundlagen für den Aufbau der jüdischen Heimstätte in Erez-Isracl zu legen und so den Keren Hajcssod zu einem allge* meinen jüdischen Fonds zu machen. Der Zionistenkongreß erklärt die Erfüllung der Maasserforderung für die obligatorische Pflicht jedes Zionisten. Der Kongreß beauftragt die Exekutive der Zionistischen Organisation, .Maßnahmen zu treffen, um die Beschlüsse wegen der Maasscrlcistung in der Zionistischen Organisation zur strengen Durchführung zu bringen und alle für die Durchführung der Keren Ha jessod-Arbeit erforderlichen und geeigneten zionistischen Arbeitskräfte für den Kerca Hajessod zu mobilisieren. Die meisten Punkte werden ohne Debatte an genommen. Zu Punkt 7 schlägt Dr, Dolches ein Ajnendcment vor, wonach der erste Satz lauten soll: ״JX־r Keren^ Hajessod ist wenn möglich durch Abgabe vom Vermögen und Einkommen auf der Grundlage des Maasser aufzubringen.“ Der zweite Satz 9011 Wegfällen. Die italienischen Delegierten bringen ein weiteres Amendement: ״Während der Maasscr als aB•

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