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Jüdische Rundschau · 1921-09-16 · Heft 74 (16.9.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 74 (16.9.1921)
Date
1921-09-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nr. 74 ] UEDISCH E RUNDSCH AU Seite 543 .^י-י־־—־יין 1 14 I ia ssc* ibcraus eine s!h-!i Sri״. «'fT. ben, Sen. der dem «rde Ick- Jenau- 'iter den icit nen ace leid aen rer- »1 der zu zite nen red arm im nen ren neu die 1:1*• afft tren iclit icht •Mir tltis rekbeit arm iber jvJ- :her 1U9a.li rar Erio lik“ Tvß len. »dshat tive Das ■eglem jine. auß Kill. 5ere die Adpeil. f״״ ins daß die uns '■och «ff« ifen hört erdie 11X11escr letzt jste rues ides abt. rste mai And ben, ,der 'ge־ ■ zu, Wirt 'feil, orte, üon st cs Bg-sbc- Ein-;Die iter», tzim l&fffarpro,!ei» \rm der inneren Immigration. Wir müssen beachten, daß die Immigration noch lange Jahre dauern wird, daß, wenn auch die Immigration frei sein wird, der Auunuig nach Palästina nicht groß sein kann, weil der Mcialicit die nötigen Mittel dazu fehlem Wir müssen also den Immigranten die Reisekosten beschaffen. Vergessen wir nicht, daß heutzutage nur die Vermögenden fahren können daß für die arbeitenden Elemente die Reise jc./l unmöglich ist. Wir müssen lmmigrationskooocnuhvcn schäften, die den Arbeitenden die Immigration erleichtern. Wir wollen gar nicht leugnen, daß die Vermögenden, ehe jetzt nach Palästina gelten, auch ChaJu/im sind. Chahtziin des Kapitals, aber diese Menschen halten freie Bahn vor stell, den Arbeitern aber, die unter den schreck- {.liebsten Bedingungen liingehcn, muß die größte Hilfe geleistet werden. Nach einer kurzen Rede David Je 11(ns wird die S,itn*>e 11,11 6 Dhr abends gcscldosscn. Fünfzehnte Sitzung Donnerstag, den 8. September, abenda Vizepräsident M o t z k i n eröffnet um s/49 Uhr die Sitzung. Ingenieur Körner: Eine hier noch nicht behandelte Frage ist die Organisation der Technik. In Palästina gab es ein technisches Amt, dessen bis1•• lu'rige Schicksale folgende sind: Es wurde 1912 gegründet, mit dem Sitze zuerst in Jaffa, dann in Jerusalem, 1914 wurde cs aufgelöst, 1918 wieder etabliert und vor kurzem wieder aufgelassen. Es ist eine Ironie des Schicksals, da» an der Spitze ein Ingenieur steht um! dieser Teil unserer Arbeit trotz seiner Wichtigkeit höchst vernachlässigt ist. Eine strenge technische Kontrolle unseres Palästinawerkes gibt es jetz.t nicht, Projekte werden nicht fachmännisch geprüft, wie z. B. jetzt das Audscha-Projekt noch nicht fachmännischen Kreisen voigclcgt wurde׳. Von Kuppin, so hoch wir ihn schätzen, können wir unmöglich Universalität verlangen, cs müssen ihm Ingenieure zur Seite gestellt werden. Das Bauwesen ermangelt bisher völlig der Ueberwacliung, so daß es in Tel - Awisv 7. B. zum Einsturz, von Häusern kam, eines von den Gebäuden des Technikums in Haifa ist gesunken ucw. Der notwendige Apparat von Technikern stand der Leitung bisher nicht zur Verfügung, weil die Kräfte nicht organisiert waren. Während des Kongresses nun hat sich liier in Karlsbad die Vereinigung der jtidisehen 1 n g e « i e u ז v e r b ä n d e gebildet, welche diese L ücke ausfüllen wird. Ich habe die Ehre, Ihnen im Namen dieses Verbandes eine Resolution bezüglich des Technikums und eine Reihe von Forderungen vorzulegen: Die Vereinigung der jüdischen Ingenieurverbünde richtet an den Kongreß den Antrag, er möge die Exekutive beauftragen, die Vollendung und die luhetrieb• sctzuiig des Te clt 11 i k u in s i n H ai f a im kommenden Jahre zur Durchführung zu bringen. Die Vollendung des Technikums ist eine nationale Ehrenpflicht und ein wertvolles Mittel zur technischen Erschließung des Landes. Außer seinen Unterrichtsz.wecken wird es der technischen Beratung und technischen Vorbercitungsarbeit der Zionistischen Organisation in Palästina zur Verfügung stehen. Es wird gleichzeitig ein Instrument sein, um die einwnndernden, beruflich nicht vorgebildetcn Chaluzim durch Erhöhung ihrer handwerklichen Qualifikation Ökonomisch wertvoller zu machen. Die Vereinigung jüdischer Ingenieurverbände bcantragt: 1. Die in den Etat eingesetzten 15000 Pfd. ägypt. Sterling für den Bau des Technikums haben unbedingte Prioritätsrechte. 2. Für die Aufbringung der laufenden Mittet wird das Technikum als ein Teil des Universitütswerkes bctrachtet Von den für die Universität eingehenden Geldern soll ein Teil für das Technikum reserviert werden. Beiträge für den Keren Hajessod können speziell dem Technikum gewidmet werden. 3. Unter der Aufsicht und Beteiligung der zionistisehen Zcntralinstanzen ist baldmöglichst eine besondere Institution (Kuratorium) zu schaffen, die die Aufbringung der laufenden Mittel in die Wege leitet. 4. Dieser Institution obliegt die baldige endgültige Formulierung des Programtnes und die umgehende Be- Stellung des Leiters des Technikums. 5. Die Vereinigung der jüdischen Ingcnicurverbände findet in dieser Institution ihre entsprechende Vertretung. Forderungen der auf der Konferenz der zionistischen Ingcnicurverbände in Karlsbad vertretenen Landesverbände an den Kongreß: 1. Für die Durchführung des Aufbaues des jüdisehen Heimes in technischer Hinsicht ist für alle Insti- Ztutioncn der Zionistischen Organisation ein technisches Zentralamt zu errichten. 2. ln die Verwaltung des Keren Hajessod ist ein Techniker als zuständiges Organ für alle technischen Arbeiten aufzunehmen. 3. Alle auszuführenden Projekte sind grundsätzlich auf dem Wege eines öffentlichen Wettbewerbes oder Aus»- Schreibens zu erlangen und auszuführen. 4. Die Besetzung von technischen Aemtern darf nur durch öffentliches Ausschrciben erfolgen. 5. Die Entscheidung ad Punkt 3 und 4 darf nur unter Mitwirkung des technischen Zentralamtes erfolgen. 6. ln den Wirkungskreis de9 technischen Zentralamtes fällt die Ausgestaltung des technischen Erzichungs- Wesens. 7. Das technische Zentralamt hat bei seinen Ent- Schließungen tunlichst die Gutachten der technischen Verbände dnzuholen. Vizepräsident M o t z k i n bringt einen Antrag auf Schluß der Debatte ohne Anhörung der (30 ) vorgemerkten Redner zur Abstimmung. Der Antrag wird angenommen. Vizepräsident M o t z k i n verliest ein Telegramm an Baron Edmond v. Rothschild: ״Im Anschluß an die Palästinaberichte gedenkt der XII. Zionistenkongreß mit großer Anerkennung Ihrer historischen Verdienste für die Kolonisation Erez-lsracls und Ihres dauernden großen Interesse« für das Wiederaufleben unseres Landes. Im Aufträge des XII. ZsonistenJcangresaes: der Präsident,“ (Beifall.) Präsident Sokolow übernimmt den Vorsitz und verliest die Begriißungsclepeschc, die von Minister Churchm cingelangt ist. (Bereits abgedruckt.) Damit ist der erste Teil der Palästinadebatte (Kolonisation) beendet Es beginnt der zweite Teil, die Kulturdcbatte. Präsident N. Sokolow: Ich eröffne die Sitzung, die eien Kulturfragen gewidmet ist. Diesmal können wir uns mit Angelegenheiten beschäftigen, die der Verwirkhdiung der hebräischen Kultur dienen. An der Sitzung nehmen die besten Menschen unserer Literatur und unseres Er/ichungswcrkcs teil. Ich hoffe, daß auch Herr Bialik kommen und an den Besprechungen teilnehmen wird. Dr. Lurie: Der Zionismus der eine Revolution in unserem Leben hervorgerufen hat, hat auch unsere Erziehungsarbeit völlig umgestaltet, aber diese Umwand- Iung kam sehr spät. Die Zionistische Organisation begann sich erst in der Zeit des Sprachenkampfes im Jahre 1913/14, für die Erziehungsarbeit in Palästina ernsthaft zu interessieren. In den letzten Jahren ist ein ganzes Netz von Schulen begründet worden, das die ganze palästinensischc Jugend umfaßt — von den Kindergärten bis zu den Mittelschulen. Jetzt stehen wir vor der Gründüng zweier Hochschulen: Des Technikums in Haifa und der Universität in Jerusalem. Die Zionistische Organisation hat gegenwärtig unter ihrer Aufsicht fast das ganze Erziehungswerk des Landes; wir haben jetzt im Lande 53 Kindergärten, <13 Volksschulen, 3 Mittelschulen, 3 Lehrerseminare, 6 Spezialstuben, 7 Handwerkerschulen, Voranzeige• Sonnabend, den 24. September, abends 8 Uhr lm Grossen S aal d. Lohrerverelnshausos, Alexandarstr. 41 ®sfjiMligdt© © e• s sa mm ima E tra m g1 Kedacr: I)r. Gotllleb, Warschau; Goldberg, Amerika (Delegierte de» All. Zionisteakongresiei in Karlsbad.) zusammen 135 Erziehungsanstalten mit 12 &30 Schülern. Die überwiegende Mehrheit der palästinensischen Jugend bekommt ihre Erziehung in den hebräischen Schulen. Unsere Schulen haben den Zweck, nicht nur die palästiiiensische Jugend zu erziehen, sondern auch das ganze geistige Leben unseres Volkes zu erneuern, die hebräische Sprache zu beleben und das neue Geschlecht zur Arbeit in unserem Lande vorzubereiten. Heute können wir sagen, daß unsere Arbeit Früchte getragen hat. Die Jugend, die unsere Schulen beendet hat, spricht nur hebräisch. Noch vor 27 Jahren pflegten Lehrer zu bezweifeln, daß man die allgemeinen Lehr• fächct hebräisch unterrichten könne. Jetzt spricht jedoch der gr0nte Teil der palästinensischen Bevölkerung nur Hebräisch. Das ganze Judentum in Palästina wird durch die hebräische Sprache verbunden. Ungeheure moraliscltc geistige Schätze sind im palästinensischen Judentum dadurch erweckt worden. Diese Entwicklung hat audt ihren Einfluß auf die Galuthländer gehabt. Wir bemerken jetzt einen großen Aufschwung der hebräischen Sprache in Polen. Lätauen und anderen Länderen. Es wurden im Galuth eine ganze Reihe Mittelschulen gegründet. Wir haben uns am meisten mit den Kindergärten beschäftigt, denn sie sind es, die den Kindern die ersten Kenntnisse der Sprache geben. In den Kindergärten lernen jetzt ungefähr 17 Prozent aller Kinder. Die Ausgaben betragen 20 Prozent des gesamten Erzichungs- Budget s. Unsere Volksschulen sind nach dem Muster der westeuropäischen modernen Volksschulen aufgebaut. Der wichtigste Unterschied besteht darin, daß wir den meisten Platz den jüdischen Fächern einräumen, während die allgemeinen nur in Verbindung mit den jüdischen gelehrt werden. In den religiösen Schulen wird den religiösen Fächern mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Auch die allgemeinen Schulen haben eine positive Stellung zur Religion, aber die Lehrer beschäftigen sich nicht mit den positiven religiösen Geboten. Das wird den Ehern überlasse!», während in dal religiösen Schüler» die praktischen religiösen Gebote einen großen Platz einnehmen. Viel Sorge hat uns der Mangel an erfahrenen Lehrern, die die Landesbedingungen kennen, bereitet. Besonders machte sich dieser Mangel in den religiösen Schulen bemerkbar. Deshalb waren wir genötigt, Lehrerscminarc zu gründen. In diesem Jahre haben wir auch ein religiöses Lehrerseminar gegründet. ׳ Aber wir können! uns nicht mit den Schulen bcgntiget». Die nationale und politische Notwendigkeit der hebräischen Sprache zwingt uns immer mehr, unsere Arbeit unter den Erwachsenen im Lande auszudehnen. Indessen hat diese Sache nicht die nötige Beachtung seitens der Zionistischen Organisation gefunden. Einiges wurde auf die Initiative der Lehrer begonnen. Die Lehrer gaben unentgeltlich Stunden in den Kursen für Erwachsene. Das genügt aber nicht. Wir müssen Mittel finden, um diese Arbeit staatlich auszubaucn. Besonders wichtig ist für uns die Arbeit angesichts der wachsenden Aliiah. Die Einwanderer sind vielsprachig, und wenn sie auch keine Gefahr für die hebräische Sprache sein können, so schwächen sic doch damit unsere nationale Stellung, , Jede lebendige Sache fordert Verbesserung. Unsere Arbeit ist auch nicht frei von Fehlern. Uns fehlen Lehrmittel. Auch die materiellen Bedingungen der Lehrer sind sehr schwer und das beeinflußt sehr ihre Arbeit. Unserer Meinung nach muß die Schule nicht nur Bildung geben, sondern auch den Schüler zur Arbeit vorbereiten. Ich glaube nicht, daß die übertriebenen Hoffnungen, die man auf die sogenannten ״Arbeit»• schulen“ setzt, verwirklicht werden können. Dennoch haben wir mit diesem Versuche begonnen, denn da« ist unzweifelhaft ein großer Schritt vorwärts.. Man beklagt sidi darüber, daß die Mittelschulen einen allzugroßen Platz in unserem Budget einuehnirn. Wir können uns nicht mit der Bildung, die die V - schule gibt, begnügen. Wir müssen der Jugend alle Begriffe in der hebräischen Sprache geben. Die Mittelschule ist ein Lebensbedürfnis, genau so wie die Volksschule. . Was die großen Ausgaben anbelangt, so habet! wir voriges Jahr 118 000 Pfund Sterling für die Erziehung ausgcRcben. Das ist die Hälfte davon, was man durchsäniittlich für ein Kind in Amerika ausgibt. Die englische Regierung gibt in Palästina für 19 500 arabische Kinder 103 000 Pfund aus. Das Lehrgeld beträgt 15<>,ö des Erziehungsbudgets, nämlich irn vorigen Jahr 9000 Pfund, in diesem Jahre 12 000 Pfund und im nächsten Jahre 15000 Pfund. Die Ankläger vergessen, daß ein großer Teil des Jischuw nicht zahlen kann. Allerdings könnte man von der Regierung viel mehr erlangen. Denn sie hat uns bis jetzt nur 2000 Pfund jährlich gegeben. Wir müssen von der Regierung fordern, daß sie zwei autonome Er- Ziehungsorganisationen einriclitet. Diese Sache hängt von unserer politischen Arbeit ab. Nach der Bestätigung des Mandates werden wir vielleicht das Recht bekommen, Zwat;״ssteuern cinzuftihren. Dann wird die Mittel- Beschaffung viel leichter sein, obwohl große Hoffnungen nicht ain Platze sind, denn unsere ökonomische Lage im Lande ist noch sehr schwach. Allenfalls haben wir kein Recht, solange wir keine anderen Mittel haben, das Erziehungswerk in Palästina zu vernachlässigen. Auch bei anderen Völkern hat das Schulwesen in ihrem Befreiungskämpfe eine sehr grüße Rolle gespielt. Die kulturelle Arbeit und das Er* zichungswesen hat uns die Möglichkeit gegeben, uns während den ganzen Galuth zu erhalten, und diese Arbeit wird uns in unserem Kampfe viel Hilfe leisten für die Auflcbung. Dr. Schm. Lev in: Ich will hier eine der wichtigsten Fragen der Bewegung, die Frage der Propn* ganda, berühren. Wenn ich die zionistische Bewegung und die Organisation betrachte und mir die Frage stelle, auf welche Weise wir die Juden beeinflussen können, komme ich zu dem Schlüsse, 41aB wir nur e׳nc einzige Waffe haben. Auf verschiedene!» Gebieten der zionistisehen Aktivität haben wir Fortschritte gemacht: wir haben viel mehr Fachmänner auf dem kolonisatorischen Gebiet. Das Gebiet der Propaganda haben xvir aber vernachlässigt. Dieser Zustand darf nicht mein weiter bestehen. Vergessen Sie nicht, daß von dem Erfolg unserer Propaganda in den nächsten Jahren alles ab* hängt. Es ist unrichtig, wenn behauptet wird, daß die jüdische Welt bereits den Zionismus kennt. Die Frage der Erweiterung der Zionistischen Organisation nimmt nicht nur einen breiten Raum in den IXskussfcmen des Kongresses ein, sondern sie ist eine der Fragen, die in allen Landesverbänden aaftaucht, weil es doch klar ist, daß die Menschen im Durchschnitt nach der Linie des geringsten Widerstandes gehen. Die ganze Frage ist alt im Judentum. Eine Analogie finden wir in der Zeit des Urchristentums, da die'Apostel die Grenzen der jüdischen Religion für alle Völker der Erde offrieten. Auch der Zionismus ist doch letzten Endes eine religiöse Bewegung. Nie hätten wir Erfolge haben können, wäre nicht die Grundlage der zionistischen Bewegung die Religiosität Und nun kommt man und sagt uns wie damals: Schließt eure Tore auf. Ich glaub״ nicht, daß man das Judentum gewinnen kann, indem man Konzessionen macht. Nur wenn wir eine abgerundete, in sich geschlossene Weltanschauung haben, werden wir Neophytcn haben. Haben wir denn der» Gedanken des Äonismus auf der Straße gefunden? Unsere Stärke liegt in der Tiefe unserer zionistischen Idee. Es darf aber nicht jeder agitieren wie er will, denn die Propaganda ist unsere einzige Waffe. Wir wollen auch den Ausdruck Agitation und Agitator vermeiden, Propaganda ist ein höherer Begriff. Ich möchte Vorschlägen, daß dieser Kongreß eine Kommission einsetze, die die Grundlagen des Zionismus festzustellen hat. Man kann nicht sagen, der Zionismus ist das Basler Programm. Wir müssen solche Geister wie Biaiüc und unsere a1»dcren großen Führer organisieren, damit sie die Idee in unserer Bewegung auslxtuea Die Zionistische Exekutive kann doch nicht aus Propagatorcn bestehen. Dort sind Männer, die wissen, iu welcher Weise das aufgebrachte Ge kl ztt verwenden ist. Sie wissen aber doch, daß niemand Geld umsonst gibt. Mar» muß ihm etwas dafür bieten. Sie müssen ihm eine innere Befriedigung verschaffen, wenn er seine Tasche öffnen soll Aber uns handelt es sieb ja um noch viel höhere Dinge, um die Gewinnung unserer Jugend. Wir sprechen immerwährend vom Maasser und habet» noch nicht einmal in Wirklichkeit ein Zehntel des jüdischen Volkes auf unserer Seite. Unser Volk ist nicht so unwissend, es verlangt für alles eine Begründung. Daher müssen wir die Geister organisieren. Ich habe die Kraft der Männer bewundert, die nach Amerika gekommen sind. Wenn Sie diese Kräfte der Juden organisieren und sie dem jüdischen Volke dienstbar machen, werden wir Wunder verrichten können. immer müssen wir den Kampf gegen falsche Ideen wi vor dreißig Jahren kämpfen. Die Propaganda muß and für die hebräische Sprache und für die Kultur gctricbci werden. Sic wissen selbst, daß dort, wo Sie keim Maskilim haben, die Durchfüliriuig der propagandisti sehen Arbeit sehr schwer ist. Jerusalem muß da Zentrum der ganzen jüdischen Welt werden. Wir müsse; unsere Gelehrten nach Erez-Isracl schicken, und dürfe nicht fragen, was uns das kostet, ob cs sich verzins oder nicht. Es müßte ein Komitee eingesetzt werden, welche hunderte von Vorträgen ausarbeitet, die als Matcri; zu dienen haben für eine eventuelle uidividuelle Beaibe tung. Heute machen wir die dritte große Krise im Zi< msmus durch. Der alte Kampf geht immer wieder ut r?n../ersuch, die mechanische Weltanschauung über di ideahs ische Herr werden zu lassen. Die mechanisch Welt kommt und sagt: lasset ab von jeder Philosoph!( wir werden Palästina mit materiellen Kräften errichte! Die erste Krise ging um das Land. Man sagte, woz brauchen wir das Land; wir brauchen ein Land. Hätte wir damals zugestimmt, wir hätten nicht gesiegt. Di

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