Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 72 (9.9.1921)
- Date
- 1921-09-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 524 JU EPISCHE RUNDSCHAU Nr. 72 I t t ו } '1 i i schreiben und das Vertrauen seiner Mehrheit gertkßeii. So wird vielleicht iloclt noch einmal Zustandekommens was .bisher verhindert wurde, das Großmimstcrium. *,'W.'Vla lpc r 1» (zur Geschäftsordnung): Herr IV•■!- dent! Unsere Geschäftsordnung sieht vor, daß jedes Mitglied der Exekutive jederzeit’das Wort bekommt, um ״״״ Kongreß zu sprechen. Ich nehme an, daß Herr jabotinskv von diesem Recht Gebrauch gemacht hat, und daß es ein Mißverständnis war, wenn Sie, Herr Präsident gesagt haben, ״das Wort namens der Exekutive erhält Herr Jabotinsky“. (Beifall» Leo Mot/, kin: Die vorjährige Konferenz batte einen Zustand geschaffen, der schlimmer war als der Zustand der Zionistischen Organisation vor der Konferenz. Vorher war die Zionistische Organisation durch den Krieg auseinandergevvorfen. Wir waren in Gefahr, die Organisation zu verlieren. Und trotzdem war die Loadoncr Konferenz für uns ein schwerer Schlag, weil dort g0 Prozent von uns den Sinn für die Organisation verloren haben. Wir seihst haben angelangcu, über die Organisation verächtlich zu denken. Die Londoner koiv ferenz hat die Bewegung geschwächt. Es war ein Spiel in der Lotterie. In der Annahme, daß wir einige grolle Männer gewinnen werden, und um ihnen entgegen- /״kommen, war man bereit, Konzessionen zu machen. Ais ich!weh Amerika kam und mit meiner gewöhnten Objektivität vorging, beobachtete ich auch den großen Kampf, den damals Brandeis für die jüdische Nationaletat geführt hat, und dachte damals: das wird einer der Führer, vielleicht der Führer der Zionisten werden. Aber nach und nach ist uns dieser Mann entfremdet worden und zwei Jahre später war er weniger national gesinnt. Er verlor die nationale Seele. Es handelt siel! in dieser Frage um die nationale Grundlage des Zionismus. Wenn man uns diese nimmt, hat der Zionismus für uns jedes Interesse verloren. Schaarja Levins Rede Dt. Schiuarjahu Levin: Sehr geehrter Kongreß, ich will an Sie eine Frage stellen: Wie sind wir, die ganze Körperschaft, befähigt, über ökonomische Fragen zu sprechen, da sogar Jabotinsky, der Öekononue studiert hat, sich von Simon sagen lassen muß, daß er sie nicht versteht? Dazu müßten sich Sachverständige in ein Zimmer ciuschließen und sich mit dieser Frage intensiv befassen. Es ist meines Wissens noch niemals vorgekommen, daß eine Regierung bei einem Kanalbau vorher uns Parlament befragte, wie der Kanal zu bauen ist. Darüber entscheiden nur Fachleute Der Prophet Jesaias sagte: Chidiu ladiem min haadam (Lasset ab vom Menschen). Es handelt sich hier um die Sache der Verschiedenheit der Beziehung zu Erez- Israel. Brandeis und Mack stehen persönlich sehr hoch. Wir bekämpfen sie auch picht als Personen, sondern ihre zionistische Auffassung. Ich hoffe, daß auch sie uns in dieser Weise bekämpf haben. Die Frage ist: Wie und mit wem bauen wir Erez-lsrael auf? Und darin liegt der Unterschied zwischen ihrer Auffassung und der unsrigen. Es handelt sich um die Beziehungen zum Jüdischen Volk in der Diaspora. Wir piüsscn das Mensehenmutmal nehmen, das wir haben. Die amerikonische Auffassung verneint das Galuthjudenium. Wir glauben, 'daß der Aufbau Palästinas durch das üaluth erfolgen muß. Und da entsteht die praktische Frage: Kann Erez-lsrael durch das jüdische Volk aufgebaut werden, damit dort ein neues Volk entsteht, oder wird Erez-lsrael bloß eine Fortsetzung des Galutlv sein? Ohne Galuth kein Erc/.-Israel, d. h, ohne die lebendige Kralt des jüdischen Volkes. Wenn Sie etwa glauben, Palästina mit Geld und Sachverständigen aufbauen zu können, irren Sie. Olinc die Liebe zum lebendigen Judentum ist dies ein Ding der Unmöglichkeit. (Beifall) Jene großen Menschen verstehen nicht die Juden. Sie glauben, daß man die Juden nur aach Jaffa zu bringen braucht, sie dort waschen und neu einkleiden muß. Es handelt sieh tun die Frage, ob wir überhaupt als Juden existieren werden oder nicht. Vor 30 Jahren1 sagte in Rußland der bekannte Historiker Simon Dubnow über das Schicksal des Judentums, daß der Schwerpunkt des Judentums im Osten liegen wird, der Schwerpunkt der Judenheit im Westen, d. 11. in Amerika. Und so ist es gekommen. Wir haben jetzt in Amerika dreieinhalb Millionen Juden, das sind 23 Prozent der Gesamtjndenheit Das amerikanische Judentum hat sich nach zwei negativen Richtungen entwickelt. Einerseits die religiöse Reformentwicklung, die der Misrachi bekämpfen sollte, was er auch tim wird. Diese Reformbewegung wurde durch ihren antisemitischen Gedanken gleichzeitig antinational. Sie rekrutiert sich 7.1uueist aus den reichgewordenen deutschen Juden. Die zweite Gruppe sind die aus dem Osten eingewanderten Schwerarbeite!־, die unter sozialistischen Einfluß geraten sind. Ich würde dies nicht bedauern, wenn jener Sozialismus jüdisch gewesen wäre. Es war aber ebenso antijüdisch wie die Reformbewegung, und in dieser Beziehung unterscheidet er sich gar nicht vor» der religiösen Reformbewegung. Hier predigte der Priester die Auflosung des Judentums, dort der Proletarier. Das war die amerikanische Entwicklung in den letzten 40 Jahren, und es ist sehr schwer, das amerikanische Judentum zu erwecken. Der Prozeß der Wiedererweckung der Toten kann nicht in einem Moment geschehen. Diesen 1 rozeß hat auch das amerikanische Judentum durchgemacht, und darin liegt das Geheimnis der amerikamschen Umwälzung. Ihre Führer waren Anhänger der Reform, inzwischen sind aber die Massen aus dem .Iodcsschtaf erwacht und hieraus entstand der Konflikt zwischen Massen und Führern. Vor dem Kriege habe und 1”ihn?'apWCS€nic“ HerTn LiP?ki gesprochen! Twicrtif1״ 'jU•^ 211 einem Zusammenstoß eHe hzw.-fn. Führorn kommen. Noch Glauben Sie diß jpnltrp5״acl1e. mu® man verstehen, uiauocn bt-c, daß jene Führer das amerikanische luden- S Geld^Ä 1S? VDiß־ Ä wir keine:׳Mittet bekommen?"" OegetS iÄ einfachen d^’Jdmwdi<: der Balfour-Deklarataon, und das deshalb unsere Seele profaniert haben. Man enr!S!»Vnr wir •10 000 Chahi/iin ins Land gebracht batten, hatte cs in Jaffa keine Pogrome gegeben. Wir kämpfen nicht pei'X'11 die PcrsoiK.'ii’ 'in Amerika, sondern gegen das System. Ich kann verstehen, daß mau Bauprojekte entwirft aber in einem Projekt für das Nichtbauen sehe ich {:eine Weisheit Es ist jetzt die Mcssiasj.eit angebrochen, die Geutah, und ein ganzes Jahr Sang kitschte man ־zwischen New York und London um einen zwanzigpiozentigen Rabatt־ vom Messias. Wir aber sagen, der Messias ’ist uns zu teuer, als daß wir von »tun einen Rabatt verlangen wollten. Jetzt würden uns die 40 000 Chaluzim das Dreifache kosten, selbst wenn wir sie ins Land bringen könnten. Als wir nach Amerika kamen, herrschte dort Feststünmung, sie sagten, sie fühlten sich erst jetzt als freie Menschen uml seien uns dankbar, daß wir sie von ihren Führern befreit haben. Amerika hat seine Pflicht getan. Das Volk ist erwacht. Hier sitzen die besten Vertreter des amerikanischen Judentums. Ich habe die Menschen i!1 Amerika 15 Jahre lang beobachtet, Sie haben gehungert, gelitten für die zionistische Sache, verhöhnt, mißachtet wegen des Wortes Zion. Es sitzen liier die besten Vertreter des amerikanischen Zionismus. Das Judentum in Amerika ist genau dasselbe wie in Osteuropa. Es ist doch nicht unsere Schuld, daß zwischen uns und Amerika der große Ozean liegt. (Heiterkeit.) Man muß nur die Scheidewand zwischen uns und Amerika entfernen. Sagt euch los von der Notabein Wirtschaft, die euch nur genarrt lut. Ich komme jetzt zum zw׳eiten Teil meiner Rede. Ich danke Urnen sehr, daß Sie mich befreit haben von der Elm:, dort oben sitzen ־zu müssen (zeigt nach den Plätzen der Exekutive). Die Herren hatten schwere Arbeit zu leisten. Sie haben die größten Opfer gebracht durch die Ucbernahme der Führerschaft Ich weiß nicht, ob man sie nach zwei Jahren wiedererkennen wird, wenn sie wiedergewählt werden. Bet ihrer Arbeit handelt es sich tun Leben und Tod. Wie sehr wurde ihr Leben in der letzten Zeit verbittert, nicht hier auf dem Kongreß, aber in der Zeit zwischen dem letzten Kongreß uml dem XII. Wenn Ihr die Leitung Wiederwahlen werdet, gebt ihr die Kraft zur Arbeit. Aber nicht wie in den vergangenen Jahren. Sie werden euch nur das zeigen, was Ihr geleistet haben werdet. Ich gebe euch ein Beispiel von unserer Arbeit in Amerika. Womit sind wir nach Amerika gekommen? Mit den Pogromen in Jerusalem und Jaffa, mit einer Wüste. Das war unser Aktivposten. Und ich j müßte mit Jeremia sagen: Jüdisches Volk, ich erinnere I mich an die Wohltat, die ifu mir tatest, als du mir Ln I die Wüste folgtest. Der Aufbau Palästinas ist keine! bloße Geldfrage. Kein Kaufmann gibt gern sein Geld her, ob es nun IXolJar oder Mark sind. In Gcldangctegenheiten werden wir nicht nur die Konkurrenz mit Amerika, sondern nicht einmal mit Deutschland aus-; halten können, wenn der Mcssiasfunke in dett jüdischcn Herzen fehlet» wird, der unseren Eltern Tränen erpreßte. Säget nicht den Ast ab, auf dem wir sitzen, spielet nicht mit dem Galuthnatkmalismus. Id» will euch ein Beispiel wahrer Begeisterung geben. In den drei heißesten Sommermonaten gingen wir nach New York. Die Hitze war so unerträglich, daß unsere Chahizüu in Jaffa, wären sie nach New York gekommen, die palästinensische Hitze der New Yorker vorgeaogen hätten. Es war eine Übermensch!!die Arbeit. Es war das erstemal in der Geschichte, daß man in New York im Sommer Veranstaltungen abhielt, ln der kurzen Zeit von drei Monaten haben wir mehr als die alte Leitung in anderthalb Jahren gesammelt. Die New Yorker Aerzte, deren Aufgabe bis dahin nur darin bestanden hatte, Kranke zu helfen, haben zum ersten Male auch die Notwendigkeit der Heilung des kranken jüdischen Körpers empfunden. Weizmann, Einstein und meine Wenigkeit haben zur Organisierung ׳ der Aerzte beigetragen und das Ergebnis war die medizinischc Fakultät an der hebräischen Universität in Jerusalem. Sie verpflichteten sich, eine Million!Dollar j in bar für diesen Zweck aufzubringen. In derselben Weise müssen wir auch die Anwälte, Kaufleute usw. organisieren. Es ist ein weites Arbeitsfeld, es muß bloß Propaganda gemacht werden. Die Grundlage ist nach wie vor der Geist des Judentums. Biaük sagte: Ohne den Geist des Judentums bleibt alles nur Zweig und Blattwerk ohne Wurzel, das ein leichter Wind umblasen kann. Wohl sind wir auf die hohe Vahita des Westens angewiesen, wir können aber auch die moralische Kraft des Ostjudentums nicht entbehren. Wir müssen unseren Führern eine starke Vollmacht mitgeben. Nur dann werden sic etwas leisten können. Wir dürfen nicht vergesset»! daß cs im Zionismus auch eine geistige Strömung gibt. Erschüttert nicht das Schulwesen in Palästina — Bildung ist unerläßlich. Man sagt, daß sie uns große Kosten verursacht, sie ist aber das Reservoir der Wiederbelebung der hebräischen Sprache. Wir müssen einmal feststellen, wer vn unserem Lager ist und wer außerhalb desselben steht. Ich wünschte, wir brächten bis zum nächsten Roschhaschannh 100000 Chaluzim nach Palästina (Starker Beifall.) Schluß der Sitzung um 11 Uhr abends Herbert Saoiiei §n den Kongreß Dem Kongreß ־wurde in der Abendsitzung von Montag׳ durch Herrn Sobolöw folgendes von Sir Herbert Samuel, High Commissioner für Palästina, eingclangte Telegramm verlesen: 1״ send my cordial greetings to the Zionist Congress and rejoioe that oonditians permit its reassembly. I trust its dcliberations will oonduce to progress and harmony in Palestinc to which my efforts arc unceasingly devoted.“ Herbert Samuel. Uebersetzung: Ich sende dem Zionistaikongreß meine herzlichen Grüße und freue mich, daß die Verhaltnisse seinen Wiederzusammentritt gestatten. Ich bür überzeugt, daß seine Beratungen zu Fortschritt und Frieden in Palästina führen werden, welchem Ziele meine Bemühungen dauernd gewöhnet sind. Herbert Samuel Siebente Sitzung; (Montag, den 5. ScptcmXr 1021,; Beginn 3411 Uhr vormittags.)!' Vorsitzender Motzkin. Fortsetzung der Generaldebatte.; Als erster Redner spricht Dr. K ollen sch er (Binjan Haare/, Berlin): Sari Rerno ist für uns nur eine & Chance. Aus ihr sollen wir das jüdische Palästina machen, »; In dieser Arbeit sind vir noch ■weit zurück. Die Nachfr•’ richtet» aus Palästina sind ungünstig, die Judenschaft j " steht uns zum großen Teil fern. Die Leitung hat nichts l! getan, um auf diesem Gebiet eine Besserung herb«, iv zuführen. Ja sie hat sogar wichtige Kreise fortgedrängt *״ Die Tatsachen, daß die amerikanische Gruppe hier fehlt ist ein Fehler und ein Unglück. Es ist gelungen, aus )' einem Ehrenpräsidenten einen Gegner der Organisation!־ zu machen. Das wichtigste für uns ist die barmnluiy» :־ der gesummten Judensciiaft. Dies ist auf Grund des Basler .Programms möglich. Weizmann hat!r, seiner Begrüßungsrede die Formel des Basler iVogranuni tt gebraucht. Auch Jabotinsky lut sie als Voraussetzung |־ zur Aufnahme in dre Organisation anerkannt. Mit diesen § Erklärungen steht aber die Praxis in Widersprach. Eher,- f so die verschiedenen Berichte, die hier vorliegen. Herr | Motzkin nennt Branders einen schwadien Zionisten. Was Ifür Examina verlangt er von einem Mann, der Palästina, 1 aufbauei» will und an der Spitze der Bewegung stand? I Es sind lauter Phrasen, die leer gebraucht werden. I Herr Bubcr sprach sogar von einem Feuerbadc, durch “ das wir hiodurchgehen müssen. Mit diesen Binsen wird man kernen Hund vom Ofen locken. Sa kann man vielleicht einen Wotankultus begründen, aber keine Zionistische Organisation. l).e Herren von der Rechter haben wenigstens eine positive Grundlage, auf der sich eine Kultur aufbauen läßt. Phrasen, wie wir sie gehen haben, sind aber ein Luftgebäude und kein Programm Wir können kein weiteres Bekenntnis als das BasWr Programm verlangen. Wer sich auf dieser Grundlage meldet, sei uns willkommen. Gibt es denn eine■ na;»- mit uns zu arbeiten ist stark und allgemein. Stollen nalcre Tat als den Aufbau Palästinas? Das Streben, Sie die Leute nicht künstlich von uns. Wollen wir den Zionismus zur großen jüdischen Volksbewegung gcstaltei», so dürfen wir ihn nicht mit differenzierender» Forderungen belasten. ,Möge jede Lan-Jesorgansatk),־! ihre nationale Politik treiben. Aber die Zionistische Weltorganisation soll dafür keine Weisungen geben. Auch Herzt war immer gegen eine jüdische LandespoJitik, die von zionistischer Seite getrieben wird. Noch einige Worte über Wirtschaftsiragc». Wir können das Vertrauen des jüdischen Volkes nur erwerben, oder besser, wieder hersteUea, wenn wir eine Ordnung»- mäßige Wirtschaft, Sparsamkeit, strenge Kontrolle ein• führen und uns in Bezug auf die Beamtenschaft den allgemeine״ Grundsätzen anfügen. Was die Finanzgestaltung betrifft, so liegt eine Uebcrschätzung der Fonds vor. Keren Hajessod ist eine schöne Sache. Aber er kann nicht alles tun. Er kann nur das ersetzen, was in anderen Fällen der Staat macht Die Wirtschaft aufbauen vermag nur die Privatinitiative. Darum muß die Selbsthilfe gefördert werden. Es wurde ja genug von Privatinitiative gesprochen. Aber die Leitung hat nicht in klarer Weise Stellung genommen. Auch Jabotinsky hat das Buch nicht zu Ende gelesen. Er hat manches Buch überhaupt nicht gelesen und es wäre gu*. wenn er mal seine Nase in ein Buch über National- Politik stecken würde. (Der Vorsitzende rügt diesen Ausdruck.) Die Zionisten in den einzelnen Ländern müssen darauf sehen, daß sich Komitees bilden, welche die wirtschaftliche Tätigkeit anregen. Wir haben in dieser Weise manche Erfolge erzielt. Wir fordern Sie auf, in den anderen Landern das gleiche zu tun. ln •Kolorusationsländem ist der Staat nicht das erste sondern das letzte. Es ist nötig, daß wir, wenn auch in später Stunde cinschen, wohin der Weg führt, einschen, wie schwach unsere eigenen Kräfte sind und die gesamte Juden schaß auffordern, mit uns zu gehen. Wenn wir jetzt nicht wirklich eine große jüdische Volksbewegung werden, so können wir die Arbeit nicht machen. Wir verengen uns aus einer Partei zur Sekte. Wenn es uns aber ä“ . gremtum sein, sondern eine Körperschaft des Klal JisroeL IX'r nächste Redner ist der Sprecher der dcutsehen Landsmannschaft Kurt Blumenfeld. Die Rede Blumenfelds Blumenfcld erklärt zunächst, daß Rechtsanwalt Kollcoscher nicht etwa, wie von verschiedenen Ddegierten angenommen wurde, im. Namen, der deutschen Landsmannschaft, sondern rrn Namen der Gruppe Binjan Haare/, gesprochen hat, der einen kleinen Bruchteil der deutschen Zionisten umfaßt und im Wahlkampf nur ei« Mandat errungen hat Geehrter Kongreß! Der Generaldebatte hat ein Richtung gebender Bericht der Exekutive gefohlt. Anträge der Exekutive an den Kongreß liegen nicht vor. Diesem Verschulden ist es zuzuschreiben, daß die meisten Redner sich mit Allgemeinheiten oder zufälligen Einzelharten beschäftigt haben und nicht dazu kamen, mit de: Kritik des Vergangenen Vorschläge für die Neuordnung aller zionistischen Einrichtungen zu verbinden. De: Mangel der Einheitlichkeit der Exekutive kommt ln dem Fehlen des einleitenden Berichtes deutlich zum Ausdruck. Ke Disposition für meine Rede zur Generaldebatte sollen die Fordeningen de Liemes bilden. Erstens: Schaffung legaler Verhältnisse, zweitens: Bahn für die Reorganisation, drittens: Mitarbeiter aller Juden am Aufbau Palästinas. . . . . . , u»iu vorscry*1£jvr* 5! ein Wort zur zionistischen Politik vorangestellt W sind nicht die Herren der Weltpolitik, wi? sind nid *n.der Lage, die politischen Verhältnisse durch die Mach mrttcl unserer Bewegung zu gestalten. Unsere potil sehen Führer können immer nur eingreife n, wenn d P°J^sche Situation ihnen eine Möglichk daÄtgfot, In den acht Jahnen, die seit dem letzte ist de Balfoursche Dektaratk Swlf!' Tag von San Remo erlebt. I ist das bletbetide Verdienst von Weizmann und Sokofoa