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Jüdische Rundschau · 1921-09-09 · Heft 72 (9.9.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 72 (9.9.1921)
Date
1921-09-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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\ Seite 522 ] UEPISCHE RUNDSCHAU Nr. 2ל soll. Wen!) nimi amerikanischen Jmk'11!nacht, kann nichts Gutes dabei hcrauskoinmc», Wer ihul denn die Chalitzim? Wer hat die g.'uize unsagbar schwere MnUgo Arbeit geleistet? Sind cs denn nicht die russischen Juden? Unit da wollte inan bei uns Mißtrauen und Verachtung gegen die;׳usJaJicii, polnischen u!!d j^aii/.isehen Juden uwecken. Wir hatten vor Brandeis 15!)();X) Mitglieder in der Zionistischen Organisation. Aber nach Clcveland gingen wir mit 21000 Alugliedern, Nehmt Ihr dem /iomsnn!« den Geist fort und laßt die trockene okonomische Formel, daun tötet J11 r den Zionismus i 11 A m c r i k a. Fs ist lächerlich, wenn inan sagt, daß Weizinann Brandeis vertrieben hat. Daß Pinsk nach Washington gekommen ist, um ״die Königin in ihrem Hause zu he• zwingen . . . Brawlcis hat sich selbst vertrieben, das reiche Jiidciilum Amerikas hat kein Geld gegeben, folglieh hat es auch keine Macht gehabt. Prüft die Listen der gesammelten Gelder in Amerika, dann werdet Ihr selten, daß dies alle n u r d i e a r in e 11 J 11 d e 11 gegeben haben. Wir haben viele Kompromisse gemacht, aber alles hat eine Grenze. Wir sagen: Alan darf keine Unterschiede zwischen russisehen und amerikanischen Zionisten m;1 c h e 11; der K o 11 g r e ß 11!1 d d i e Zionist i s c 11 e Organisation müssen einheitlich sein. Sie wolltest, daß das Gobi in Ihren Händen bleibe und daß Mack im Einvernehmen mit Weizinann über die Verfügmig der Gelder zu entscheiden habe. Den Kongreß wollten sie ausschalten. Sie denken, daß sie, wenn sie Geld geben, höher sind als diejenigen, die ihr Blut für l'aiiislina hvrgelicii. Die Gruppe ßramleis spricht von Föderalismus, damit wild aber_ Separatismus gemeint. Amerika soll seine Institutionen in Palästina schaffen, soll die wirkliche Leitung in seinen Händen halten, und ihr alle könnt dazu Bravo klatschen. Das werden wir nicht /»lassen. _Ich wiederhole: wir müssen die Reformen sachlich prüfen; aber unsere Einigkeit darf nicht gefährdet werden. Wir haben liier auf dem Kongreß •11 Delegierte. Der Keren Hajcssod in Amerika arbeitet, und wem! die Arbeit richtig geführt wird, werden wir in den vorausgesetzten fünf Jahren Palästina wirklich zu unserem Lande mache!!. (Stürmischer Applaus.) Unterschiede zwischen russischen und Fünfte Sitzung (Sonntag, den 4. September, vormittags.) Vizepr. Motzkin eröffnet um %U Uhr vormittags die Sitzung. j ea 11' Fisch er (Belgien): Die Heorgamsntion muß erstens auf der neuen Sachlage nach San Keine» und dann auf der Erkenntnis des Mißerfolges der bisiierigcn Wirtschaft fußen. Wir müssen eine Kontrolle schalten über alles־ was im Zionismus und in Palästina geschieht. Das A.-G, muß eine Körperschaft weiden, die wirklich über die Geschicke des Zioitisums entscheidet. Wem» ein Budget aufgestellt wird, null! es auch eingviialtcii werden. Wir müssen es vermeiden, unendlich wachsende Spesen zu wachen; wenn wir diesen nicht einen Damm setzen, werden wir von ihnen überschwemmt werden. Dasselbe gilt von der Venvcndmi.g der (»;,)der in Palästina, (Beifall.) Ferner verlange ich möglichst weitgehende Ucbefiühi'ung aller Institutionen nach Palästina. Weiter daß bei Be- Setzung der Post die fachmännische Befähigung allein ausschlaggebend sein muß, nicht die Zugehörigkeit zu einer Partei. Was das System der Landsmannschaften betrifft: ihre Hauptaufgaben liegen nicht hier, denn wenn mau zufälligerweise in einem l.ainl Wohut, muß mau (.1 nicht dieselbe!» Anschauungen lt;dn׳u, du־ Lundsluanuschafte» müsse.! ihren Ehrgeiz, darein setzen, daß jede selbst eine oder ׳mehrere große Unternehmungen in Palästina schafft. Bezüglich der praktischen! oder unpraktischen Arbeit kann ,ich nicht umhin, meinem Freunde Simon zu sagen, daß er mitschuldig ist י an der heutigen Situation; wenn er früher zu seinen Erkenntnissen gekommen wäre, hatte er uns viel erspart. Ich will ihnen «oeir meine Auffassung vom politischen Zionismus entwickeln. Hier wird politischer Zionismus mit zionistischer iAßiiik verwechselt, leb werde von heute an, um die Begriffe scharf rmsciiinudcr zu halten, vom völkerrechtlichen /iouKimis sprechen. Der! Kongreß hätte nicht in Karlsbad, sondern in lerusaleni j stattiimleu müssen. Niemand ist m> ungerecht, Dr. Wei/uimni für jede Verschlimmerung verantwortlich zu machen. Aber wir sehen, wohin die schwache Politik geführt hat: zur einschränkenden Ijiterpretatio» der Balioiir-Dcklaratiou. Die schwache Politik 11:1t keinen Erfolg gehabt. Im Mandatsentwurf verspricht man uns nicht das jüdische Palästina, sondern eia jüdisches Nutkmallieim, Ich habe nicht konstatieren können, daß die Araber deswegen eine freundlichere Steifung eingenommen hätten, Wir (iahen im Januar 1Ö20 verlangt, Weizmaun möge erklären, daß er, wenn er ein gewisses Minimum nicht erlange, die Entscheidung vor eine autoritative zioui־■;tische Konferenz bringe. Er hat carte blanche verlangt, 11m so größer ist also senie Vvraui worin»(«. Die Judenfrage kann nicht gelöst werden wenn nicht von vornherein festgestellt, wird, daß wir keinen Kolonisalbnsversuch in Palästina madien, gleich wie seine politische Struktur sein mag, sonder!» daß wir ein jüdisches Palästina erstreben. Zwn Schluß fordert der Redner die Stellungnahme des Kongresses zur Mandatsfrage. Berl Kazuelson (Aclidutli ilaawoda, Palästina): Unsere nationale Bewegung hat große Aufgaben zu erlullen, statt dessen haben wir uns in den letzten drei Jahren mit anderen Dingen beschäftigt. Die politische!» 1 ragen sind in 11 eu Vordergrund gerückt Waiden, dagegen «her die für mm wichtigsten Frage« des Jiseluiw, der KoVmisatbm in den 1 Hntergrimtl geraten. Es heißt, V״l. 1110 viKviithchc Arbeit nicht geleistet haben. Wtf 11.it tun auchi politische Arbeit gemacht, warn wir eine starke Wirtschaft in Palästina geschaffen und genügend Boden «»gekauft hätten. Die Organisation hat aber nicht nur diese Arbeit nicht geleistet sondern »gar gestört. Der Jischuw mußte oFgaiilslert weiden 11 'wcröe hier vielleicht über Dinge sprechen, die uivangenehm sind, aber ich muß es hier sngen: Die Organisatiou hat Ihr Versprechen dem jischuw gegenüber nicht eiiigefialtca Es muß auch hier filier die politische Lagc ’in Palästina seihst gesprochen werden. Wir hahen *für den High Co mm i s s io n e r mir Reklame;;cmaeht. Die jüdischen Massen halm» vom I!i״h Cimimissioiier viel erwartet. Heute ist man schwer enttäuscht, tim! das hätten unsere großen Männer vor« ׳.:..,.;er. Er hat uns eine Administration gegehen, die Pogrome zur Folge hatte.!Mau sagt, uad S.'nmie! liberal und gerecht ist und deshalb den Arabern nicht unrecht tun wollte. Das stimmt nicht. Dies ist nicht G1'ra־l1i>gkcii gegenüber den Arabern, sondern Schmeichelei und Demütigung. Er hat einen der wichiigsten Teilnehmer an den Pogromen amnestiert und ihm einen hohen Posten gegeben. Den jüdischen sögenannten Verbrechern hat man keine hohen Posten gegeben. Genau so verhält es sich mit der Budgetfrage. Wir zahlen viel höhere Steuern als die Araber und wir konnten nicht eiunial einige lausend Pfund für jüdische Selinlzwecke aus dem Staatsbudget bekommen. Mit dein (guten Zionisten, dem Schüler von Acliad Harun, mit Bent wi cli mußten wir um das Recht der Selbst- Verwaltung der jüdischen Gemeinden kämpfen, um ein Recht, das wir. bereits im G.iluth erkämpft haben. Das ist alles, was ich über die ״glücklichen Jahre“ zu sagen iiabc. Nun kamen die schweren Tage der Prüfung. Unmittelbar nach dem Pogrom hat die Regiernng nichts zu unserer Verteidigung unternommen. Fs ist ’s,igar die Verleumdung Jaut geworden, daß die .jüdischen Bo Ischewiki in Palästina den Pogroni angestiftet haben. Ich muß hier Idar und deutlich ansspreclien, daß der jüdische High Cominissioncr selbst unterschrieb, was ihm der judenfeindliche General Starr« verlegte, dalt die jüdischen Bolschewik» die Seit»kl an den Pogromen trifft. Wie hat sielt die sogenannte jüdische Regierung in den Tagen unserer Trauer bcnoinmen? Slorrs hat Ansprachen gehalten, man hat Feste gefeiert. Unmittelbar nachher kam der schwerste Schlag: Das Verbot der Einwanderung. Und auf welche Weise ist es durchgeführt worden! ln derselben Zeit, als man uns versicherte, daß die Emigration nicht verboten werden soll!•, hat man nach Rainkli telephonisch einer arabischen Volksversammlung erklärt, daß ein Eimv׳a!1deruligsverhot für die jüdischen Chaluziui erlassen worden ist. Ich glaube, der Kongreß muH feierlich proklamieren, daß niemand das!{echt hat, Palästina für die jüdische Einwanderung zu schließen. Die palästinensische Regierung malt uns und die Araber mit zweierlei Maß. Die arahisdie Presse wurde außergewöhnlich milde und sanft behandelt. Unserer Presse gegenüber wurde unerhittüche Strenge angewandt. Die Zensur erstickte jenes freie Wort. Diese Repressalien hatten nur einen Zweck: um tie.11 Preis unseres Blutes die Sympathien der Amber zu erwerbe«. Das Schrecklichste war aber das sogenannte Gericht, bei dem Angeblich die Gerechtigkeit gewaltet hat; das Gericht gegen Jabotütxky war nichts gegen das fotzte Verfahren. Die glaubwürdigen Zeugen waren die Pogromanstifler selbst. Ich habe den Aiiflr.ig von meinen palästinensische» Genossen, hier gege!1 das Verfahren i m P r o z e s s e B r e n 11 e r zu protestieren. Vier Monate sind seit dem Morde verflossen. Die Umstände, unter denen der Mord verübt wurde, sind so, daß jeder russische Beamte ihn mit Leicluigkeit liätte atifdecken könne«. Jedes Kind in Jafla kann Ihnen den Mörder zeigen. Es ist bekannt, wo die gerauhten Sachen. mVIi heute befinden; aber die ״;»- iästineiisische Regierung kann keine Spuren finden, Auf eine Anfrage im Parlament antwortete Samuel, daß vier Monate nicht genüge!!, um irgendwelche Spuren zu finden. Nach mehr: Die Juden, die den Monier finden wollten, winden schleunigst .׳ms Jaffa au«gewiese11 Was sollte angesichts ».olelier Lage hei uns ge- ׳.ilielu'ii? Stult <la>, Volk 0iif/ttiiiti<111־ und •!eine Kudt zu ciiliachcn, statt eine mächtige Protestbewegung 11ervnr7M1-n!V1l J״.fr:111״ m;!״ hl'i lilts. sielt all die BrilSt ZU voi'Z.uruieii, begann man bei uns, sich an die Brust zu schlagen. Es ist ein neuer Mafistab Palästina gegenüber geschaffen worden. Während der •10 Jahre!!es neuen Jiseluiw war nicht ein Angriff auf ein arabisches IXarf von unserer Seile gemacht worden. Die Leute, die jetzt von einer Revision der j iid isch-ara b!- sehen Beziehungen spreche», sollen wissen, daß diese Frage bei uns nicht neu ist. Das Streben, freunds-chafüiclie Beziehungen zu den Arabern zu schaffen, besteht hei uns schon sehr lange. Schon längst wurde nicht nur von wirtschaftlichen lle/ü'luiiigeii zu den Arabern, sondern auch von verwandtschaftlichen Re- Ziehungen, sogar auch von PanseutitiMiuis gesprochen, Der jüdische A! heiler in Palästina strebte immer, tief menschliche Beziehungen ׳/um arabischen Volke zu schaffen. Die Arbeiterschaft erkannte schon vor 15 Jabreu die wirkliche Gefahr, die darin besteht, daß wir nach Palästina als Herren koimnen, und daß unsere Beziehungen zu der!1r,׳ibisdien arbeitenden Masse wie die von Herren zu Knechien sind. Der jüdische Arbeiter hat schon damals gesellen, daß solche unnatürliche Beziehungen unsere politische und ökonomische Lage gefährden ■müssen. Audi bezüglich unserer politischen Stellung hat sdum vor Jahren der jüdische Arbeiter sein Wort gesagt. Wir iiabeii schon damals von Autonomie jjvsproclien und klar gesagt, daß das arhelleiule Volk seine autouo me Verwaltung erhalten!müsse, aber mau hurte 1ms damals nicht Fs gib{ hier eine zweite rein »mischliehe Frage, die Frage des Zusammenlebens zweier verschiedener Kulturen; diese Frage kann «her nur dann gelöst werden, wenn unser Lehen und Eigentum im Laude geschützt süid. Den Leuten, die uns jetzt Maral predigen, kutineu wir (nur eines sagen: geht nach Erez.• Israel und zeigt, was Ihr könnt. Senat ft bessere meuscliliehe Beziehungen zu den Arabern, als wir sie geschaffen haben, (Beifall.) Man spricht hier von einer Gefahr, die in der Losung \•,.!» einer jüdischen Mehrheit im Luide enthalten sein!1011. Aber auf die Mehrheit verzichten, bedeutet Verzieht auf unser ideal, Die Deklarationen, die hier verlesen werden, werde» nicht überall so verstanden, wie es die Autoren wünschen. Jetzt einige Worte über die a t a bi s ch n at io nale Bewegung, ich will nicht leugnen, daß eine arabische nationale Bewegung existiert und daß sie eine anse 11111 ich,e Macht darstdlt, aber die jüngste Bewegung in Palästina ist durch eine antiseniitisdic Hetze ent■ facht worden, Die Pogrome und die antisemitische IVe wegnug Ist nicht identisch mit der arabisch-nationale» Bewegung, Sie sind durch fremde Einflüsse zum Lehen erweckt worden, Unsere zionistische Politik hat in der letzten 7^ nicht eine wirkliche Tat aufztiwcKen. Zwei Dinge k־~m״ man auf das Aktivkonto der /;ouiaisefien Arbeit jn Palästina buchen: das sind die Einwanderung der Cha. luzim und der Jbdenkauf im Emck Jesrccl. Diese sinj gegen den Willen der Führer gemacht worden. Trotz der Ukase aus London käme״, die Cte'׳ram von alle« Seiten aut allen Wegen nach Palästina. 25 Jahre wir auf den Bodenkauf im Emck Jesreel gewartet, jetzt waren viele Führer dagegen. Der Boden angeblich zu teuer sein. Aber konicn mir vielleicht die Weisen aus Amerika um! anderen Ländern sagen, \vea;hCr Boden 111 Palästina billiger 1'st? Wir müssen realt Möglichkeiten für unsere Politik schaffen. Der Zionis. nius muß von der Touristenpolitik befreit werden. £s ist richtig, wir haben vi'ef Geld in Palästina verscfiwc». det), besonders während der ersten zwei Jahre :!,׳ici) der Ballour-Dekluration. Aber wir haben eine 1!״^ größere Verseil׳ vcndimg zu buchen -- die Verwitwen, «hing unserer .Menschen. Von alle« Seiten strebten Clialuzim zu uns. Unter den schrecklichsten Bcdi«. gütigen ginge« sie nach Palästina. Von seiten der zionistischen Leitung haben sie keine Hilfe erhalte« Deshalb sage ich, wir müssen so schnei! wie möcUich unsere Einwanderung in das Land vergrößern um! unseren Schutz stärken. (Beifall.) Na Ui Dr. Meyer Ebner (Czernowitzj spricht Louis Li p ski (Amerika), englisch: Wir ן;!;,«, heil, man zieht hier Dinge in die Debatte, die nur die Zionisten der Vereinigten Staaten ajigehen. V״r dein Kriege hatten wir in Amerika schon all die In-dimt; ll1nl die wir heute besitzen. Wir besitzen in den Verein! .p׳« Staaten Männer von Fälligkeit und Geschicklichkeit die die Saat des Zionismus in ganz Amerika ausgestreut haben; einer unserer hervorragendsten geistige!) L«!j. rer, Rcv. Hirsch Masklianskv,' haben wir als unseren Delegierten hier. Vor Kriegsbeginn bereiste Dr. Lcv'm wiederholt die Vereinigten Staaten und Sokolow, Dr. Mossinsolm und andere brachten die Botschaft des Zionismus den amerikanischen jüdischen Gemeinden, Es war Dr. Lcvia zu verdanken, daß das provisarische Komitee geschaffen wurde. Dr. Levin und ich berieien es ein und es arbeitete einige Jahre hindurch ll;md in Hand mit der Zionistischen Or0״nisition. Die Zk>- »istische Oig.uusutkii» hatte ihre Arbeit und das provisorisciic Komitee, erzielte seine politischen vna ii/nnzielten Erfolge. Es wurde niemals von den Mitgliedern 11er Bratideisgruppc der Versuch gemacht, die Wünsche des Volkes zu Vertreten, für welches sie handelnd auftraten. Sie handelten dauernd ohne Rücksicht auf die öffentliche Meinung. Dadurch entstand ein Riß zwischen dieser Gruppe, die auf ihrem eigenen Gebiet Schätzen!»■ wertes leistete, aber nicht bereit'war, um der Ideale urnl Forderungen der Mitglieder der Zionistischen Organisation willen das geringste Zugeständnis zu machen. Als die Führung veist.imlnisvoll um! sympathisch war, süiuien wir den amcrikankdi-wlkcheh Kongreß; aber als die Führer wieder ihre Ohren verschlossen, wurde der jüdische Kongreß zu einer leere», nichtssagenden Bewegung. Als die Führung unsichtbar wurde tuui ■■•׳x'er sprach »och hörte, verlor die Bewegung, wenigste 1s was ihre Zentrale aiygUig, mehr und mehr detv Widerhall im öffentlichen lutere-.se und im selben Grade me!» den RUlcti Willen, aut die Wuu׳-eite des jüdischen Volkes zu hören. Die Tendenz der י früheren Leimng ging darauf aus, den Wert einer zionistischen Welt- Organisation herabzusetzen, ja ihre _ Möglichkeit zu leugnon. Mancher fd.-uiht, daß es in Amerika um die Frage der Spenden und InvestemeiUs ging. Dies verdeckte mir den wahre» Streitpunkt, n.imlielg ob es ein grim-in ,,uiR'i 1 111:uoi!1‘4n1ment für die (1ea11ntl>ewe!;1mg gehen »xler oh jede einzelne Föderation ihre eigene ׳'inanzverwaltun״ haben soll Ich erkläre kategorisch, daß unsere Führung, als sie nach London kam, keinen Platz hatte. Simon und ich machten die Uebcrfahrt auf demselben Schiff mit der Leitung und kein Wort von einem Plan wurde gesprachen und ich erkläre hier, daß die Delegierten in London nicht das geringste von dem Plan oder de» Vorschlägen von Bundeis wußten. Er machte sie auf eigene Verantwortung und ohne Beratung mit uns. Ich betone dies als eine historische Tatsache, daß nach der Londoner Konferenz unsere Leitung logisch und beharr* lieh weiter darauf Jsinarbeitete, die amerikaniselie Or• anisatiou von der Zionistischen Weltorganisation zu trennen. Sie begann mit der Entwicklung eines besolideren Planes für amerikanische Organisation u«d Kolonisaiionsmcthuden. Als die Convention in Buffalo ihre Beschlüsse über •den Keren Hajcssod;!uu.ihm, wiederholte Richter Mack, daß sie technisch für seine Auffassung gestimmt habe, in Wirklichkeit aber hatte» die Delegierten die *Meinung, daß ihre Resolution ohne die Zustimmung der Londoner Exekutive keine Gültigkeit besitze. Alle Institutionen, die wir gesdtaffen hatten, wurden fallen gelassen. Unsere ()rg.1ni'׳atoreu 1m l Redner wurden entlassen, die Organisation zerfiel. Sie uiiteriiahui keine neue Arbeit und warb keine neuen Gelder, so»• dem beschäftigte sieh;lusscliüclllich damit, private Ge- Seilschaften zu organisieren, obgleich sich die Convention von Buffalo in .einem geringen Maße für diese Methode der Errichtung des jüdischen nationalen Heims ausgesprachen hatte. Die .Führung sprach von SpemleniontR, machte alter keine Anstrengungen, seihst auf der Bads von Spenden Geld zu sammeln, ln der Zwischenzeit kam aus Europa ein Strom von Lehen, voll neuer Gedanken, neu belebter Hoffnungen und Zuversicht, während wir ruhig und untätig ,waren und so kamen wir zu einem Punkte, wo die Leitung gewechselt werden mußte, wenn die Zionistische Organisation gerettet und «las Ergebnis unserer z.w.inzigjälirigei» Arbeit erhalten werden sollte. Wenn die Leitung nicht unbeugsam gewesen wäre, wenn sie darauf gehört Jiiitte, was die Mitglieder des Exekutiv- •Komitee« bezüglich des Memorandums gesagt hatten, wäre eine Möglichkeit der Einigung und Verständigung gewesen und der Zusammenstoß wäre vermieden vorden. Aber Richter Mack betrachtete jeden, der mit seinen Vorschlägen nicht übereinstimmte. als ein Mitglied der Miiwrität, die er als vogettrei behandeln konnte, afs jemand, der kein Recht lütte, am:eitert zu werden, , habe in ^Icr Zionistischen Organisation Amerikas seit zwanzig Jahren gearbeitet und habe einen Anteil

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