Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 71 (6.9.1921)
- Date
- 1921-09-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 71 JUDD1SCHB RUNDSCHAU Seife 515 tvalv ני« va rc!ן;,{ Cl'ui't;״ ekmig loui. * Lhs ( mau Nicht Ißmze Reihe ,tinen• » die lg ge- ' ein* cuttv« m. .1leidet 1t des Hilf», ufbau fasse eich uh t. t gcjaiia, W lurch verde® beduu- und doch wem, der sich furch beim ans ׳ die eilicli tr es;reits sha’.h bei setze eten, .1!׳״ 1•. J der 1 ist Wien c, an Ire n l'*18;״30< ie.-.'e Er uröe dann dann dann genicht raten gab ruioa aix eh kr mnte utive zu SO der aus mir und Wir ntet* Veii״• isten daß bis öl res * turra den wir hr.en die סיב! k•' d in Uten, sion. der die nicht ssax likta-; ich jene utive utive i״em ntcrrückhten, der ihren Ihne, *huld j icli : ich tun {ater unserem Rücken geheime Pakte schloß, die er, wie ich annclimc, heute selbst als destruktiv und unwürdig cnipfindet. Sokolow blieb im Hintergründe. Mit seinen Sympalliien war er bei unseren Antagonisten, die vcrfassntigsmäßig auch seine Antagonisten waren. Während wir in London salien, um die Verfassung zu hüten, hielt sich Sokolow im Hintergrund, nicht so taten es die Berliner. Sie sandten eine Aufforderung an Weizmann, sich den Forderungen von Nniditseh und Zlatopolski zu unterwerfen, da man sonst nicht arbeiten könnte. Nun komme ich zutn Verhältnis der Zionistischen Organisation, zum Keren H a j e s so d. Der Keren Hajessod ist eine selbständige Körperschaft. Er ist der Versuch, alle zu vereinigen, die am Palästinawerk teilmhmeii wollen. Freilich um den Preis, dem Keren Hajessod die vollkommene Kontrolle zu übertragen. Ich will nicht über die Statuten des Keren Hajessod sprechen, über die alten Statuten ist eine ganze Literatur geschrieben worden, den neuen Entwurf kenne ich nicht. Soweit man von ihm hört, merkt inan den ängstlichen Versuch, darüber zu wachen, daß Nichtzkmisten nicht von den Zionisten majorisiert werden. Der Brande is-Plan war auf ganz anderen Grundlagen aufgebatit. Im Jahre zuvor war es Brandeis gewesen, der es bewirkte, daß der Jcwish Council im Mandatsvertrag durch die Zionistische Organisation ersetzt wurde ־-- und dies gegen Dr, Wcizmanns Willem Brandeis argumentierte so: er wollte erstens keine politische, die Juden verbindende Körperschaft außerhalb der Zionistischen Organisation, er wollte zweitens keine arbeitsunfähige Körperschaft. Wenn ich die Wahl habe, sagte Brandeis, zwischen einer Körperschaft, die Chaos bedeutet statt konstruktiver Arbeit, und zwischen einer Erweiterung der Zionistischen Organisation, dann wähle ich das letztere. Wci/mann sagte, wir hätten für ein neues Uganda gestimmt. Wer zweifelt heute daran, daß die Anerkennung der Zionistischen Organisation eines der positivsten Dinge ist, die wir im Mandatsvertrag erreicht haben. Dieser Gedanke findet sich im Brandeisplan: führende Persönlichkeiten in die Exekutive zu bringet!, unter der Voraussetzung, daß sie willens sind, die Verantwortung zu übernehmen. Darüber spricht das Memorandum der Amerikaner. Dagegen erklärt die Zionistische Exekutive und erhärtet das durch ein Zeugnis des nächstbeteiligten Sir Alfred Mond, daß dies nicht richtig sei. Bleibt die Frage, warum l>r. Weizmann in den Gang der Verhatuilimgen einj:nfi, warum er, wenn er nicht an die Möglichkeit des Planes glaubte, nicht Brandeis mit der Verantwortung «lew L'eldsddages belastete. Aber darauf kann sich der Kongreß nicht einlasseil. Was den Kongrell nngelit, ist: ״l> der Weg, den Brandeis gellen wollte, ein guter Weg sei. Soll die Zionistische Organisation die eng umgrenzte Körperschaft bleiben, die sie bisher gewesen ist? Sie will nicht ihre Tore weiter offenen, selbst auf die Oefahr hin, daß sie die Zwerg- Organisation bleibt, welche sie, an ihrer Aufgabe gemessen, heute ist. Sie wiil die Tore des Keren Hajessod öfinen. Dabei entzieht sie aber dem Keren Hajessod eine der wesentlichsten Funktionen, nämlich die Gelder, die für die produktiven Zwecke ausgegeben werden sollen, und überweist sie einer dritten Körperschaft, dem Economic Council. Welche Behandlung einer ernsten Angelegenheit! ln der Zeit, da sie sich dazu entschloß, einen einzigen ausschließlichen Fonds zu schaffen, den Keren Hajessod, ohne den sic so arm wie eine Kirchenmaus ist. Entweder muß sie ihn an Nichtzionisten ausliefern oder es wird der Versuch mißlingen, die Nicht- Zionisten für ihre Opfer mit Scheinrechten ahzufertigeii. Die Zionistische Organisation erweitern, heißt mit der Fiktion brechen, daß sie die Führerin in allen jüdischen Angelegenheiten der Welt ist, und heißt Form und Umfang der nationalkulturellen .Erziehungsarbeit in der Diaspora und nationale Politik dem freien Ermessen jeder einzelnen Landsmannschaft zu überlassen, ohne sic zu zwingen, di e nationale Politik zum Kredo des־ Zionismus zu machen. Ich habe immer für nationaikulturelle Erziehungsarbeit gekämpft, aber es ist nicht wahr, daß dies zum Aufbau Palästinas notwendig sei. Welch eine Bankerotterklärung des Zioaismus, wenn wir hören, daß die Massen sich loslösen wurden, wenn die Zionistische Organisation sidi mir auf die Palästina.irbeit werfen würde! Der Umfang der Begeisterung und Opferwilligkeit hängt von der Art und Weise der Führung unserer Geschäfte in Palästina ab. Von dieser Opferwilligkeit und persönlichen Bereitschaft bis zur systematischen Entwurzelung der Jugend ist ein weiter Weg. Jeder Schekelzahler, der das Baseler Programm anerkennt, muß das Recht des aktiven und passiven Wahlrechtes auf dem Kongresse haben. Diese von Mack geteilte Auffassung hat den Bruch herbeigeführt. Dies geschah zu einer Zeit, da wir mit dem Aufbau beginnen, bei dem Brandeis unersetzlich ist. Mack tina Szold sind ein ebenso schwerer Verjust. Ich möchte wiederholen, was ich nach der Rückkehr von Amerika dem A.-C. mitgeteilt habe: Der amerikauischc Zionismus ist jung, er ist nicht älter als der Brandeisische Zionismus. Vor dem Kriege gab es keine Organisation in Amerika, die der Rede wert gewesen wäre. Ich sage weiter, daß Dr. Wcizmanns Ertolge in Amerika keine Festigung des Zionismus bedeuteten. Die Erziehung der Massen wurde vernachlässigt. Die Gegnerschalt der führenden Kreise Amerikas wurde mit Mitteln /u brechen versucht, die auf dem Boden amerikanischer Parteipolitik gewachsen waren. Der gesellschaftliche Ehrgeiz der reichen russischen Juden richtet sich nach der antizionistischeil Oberschicht in Amerika, aber doch bildete sich eine Ke r n t r up pc um den Führer. Sie ist größer, als man uns glauben macht. Die besten Köpfe des Landes sind darunter, (Lebhafte Zwischenrufe.) Meine Herren, ich zitiere einen Bericht (Zwischenmf Levins: Der Bericht war falsch, wozu einen falschen Bericht wiederholen?) Die Herren sind sehr empfindlich, wenn man den Dingen auf den Grund geht. Ich weiß, daß die 42 amerikanischen Delegierten mir unrecht geben werden, ich aber beharre noch auf meiner damaligem Behauptung. Ich spreche von Brandeis, der ein Intcllekt, ein Charakter und eine hohe moralische Kraft in Amerika dcrstellt (Beifall) und die Jugend um sich geschart hat. Brandei» ist das Gewissen für viele Ameriknner von morgen. Er hat eine hohe Achtung vor dein Wort und will es nicht mißbraucht wissen. Die Massen/ aber brauchen das Wort, die russischen Juden berauschen sich am Wort. Diejenigen, welche die Partei des Führers vertraten, waren nicht immer geeignet. So kam es, daß zwischen den Massen lind Brandeis eine Entfremdung eintrat. Das war die Situation, ihre Lösung war die hohe Mission Wcizmanns. Es war nicht die Mission Dr. Wcizmanns, den Instinkten der mißvergniigten Seite entgegenzukommen, für die Kampf und Zank auch ein Stimulans ist. Dies führt aber zu keinem dauernden Erfolg. Seine hohe Mission war es, die Verständigung zwischen den Massen und den Führern herbeizuführen. Es war nicht seine Mission, die Brücke von Washington nach Pinsk zu schlagen, wie man gesagt hat, sondern sie von dem Unrat der Verieumdungen zu r e i n i g c n. Es war eine große Lektion für beide Teile, zu lernen, auch für Brandeis, und Dr. Weizmann war der Mann, sie zu erteilen. Und es schmerzt mich tief, daß dies, und ich glaube mehr durch die Schuld derer, die um ihn waren, nicht geschehen ist. Er hätte ein größeres finanzielles Resultat erzieh, aber vor allem: er hätte eine gefestigte Organisation!unterlassen, statt der Trümmer der Organisation. Ich bin am Ende. Ich habe gegen meine Gewohnheit persönlich sprechen müssen. Es ist Sache des Kongrosses zu entscheiden, welches die Richtlinien der zionistischen Arbeiten in Zukunft sein sollen. Er hat sich Rechenschaft abzugeben, ob die Organisation die engbegrenzte Organisation bleiben soll, die eine einzige uniforme Antwort auf alle Fragen des jüdischen Lebens in allen Teilen der Welt verlangt oder ob sie alle die vereinigen soll, die Palästina ein. Es ist meine Ueber« zeugutig, ein Land kann nur von einem Volk, von einem ganzen Volk gebaut werden. (Beifall bei einem Teil des Kongresses.) Sokolow macht die Mitteilung, daß nach Schluß der Sitzung der Perinanenzausschuß zutn Zwecke der Konstituierung Zusammentritt und schließt um 10Uhr abends die Sitzung. Aas der Freitagssitzung in der Freitagssitzung wurde die Generaldebstte weitergeführt. Es sprach zunächst de Licme etwa zwei Stunden. Dann kamen die Redner der Frakttonen nach ihrer Stärke; als erster Rabbi Meier, Berlin (Misrachi), sodann Dr. Osias Thon (polnische Landsmannschaft), nach der Mittagspause Dr. Martin Bub er (Hitadululh -1 lapocl-Hazn'ir—Zcire-Zion), Abra• ham Üoldberg •(amerikanische Landsmannschaft), ObiTrubbiner Dr. ClitijcH (österreichische und ange* Schlüssen« Lmidsiiinniiseliafteji). Wegen des Sahbatheintritls mußte die Sitzung tun 0 Uhr geschlossen werden. Nächste Sitzung Sonntag früh. (Der genaue Bericht wird nachgetragen.) Die Amerikaner Fortsetzung der Generaldebatte fordern Reformen Karlsbad, 2. September. Der Kongreß ist in vollster Arbeit Die politische Generaldebatte stützt sich auf die Berichte des Actions-Gomites und auf die großen Reden der Oppositionellen Simon und de Licme, deren Kritik wohl in der Form sehr scharf ist, im Wesen aber wenig Neues brachte; Den Kuimmationspunkt erreidite die heutige Sitzung in der Reue des Oberrabbiners Dr. Chajcs, der für die Anbalmuiig eines versöhnlichen Verhältnisses zur amerikanisdien Opposition cintrat Seine auf hohem Niveau sidi bewegenden Ausführungen zwangen dem Kongreß wiederholt Beifallsstürme ab. Der Perinanenzausschuß hat heute den Abgeordneten Stricker lind den Minister von Litauen, Solowejtschik, zu Präsidenten gewählt Aus den Kreisen der amerikanischen Delegierten erfährt die ״Wiener Morgcnzeitiuig“ folgendes: Die amerikanische Delegation ist durchaus nicht pessimi• stisch. Die pessimistische Stimmung, die man in vielen Kreisen des Kongresses findet, rührt daher, daß Amcika im letzten Jahre als das Land der Haupteinnahmen versagt hat. Die Politik Herbert Samuels hat eine Aenderitng erfahren, weil er auf Amerika baute und in seinai Erwartungen getäuscht wurde. Gewiß sind in der zionistischen Kommission in Palästina große Fehler gemacht worden. Die Amerikaner werden daher gündliehe Reformen verlangen, die im Wesen mit den auf der Vorkonferenz der!mittel- und osteuropäischen Landsmanuschaften beschlossenen Wiener Thesen übereinstimmen. Sie verlangen: 1. Die Fachleute dürfen nicht gleichzeitig die Verwaltung der Departements führen. 2. Für jedes Departement ist nebst dem Fachmann ein vorn Kongreß gewählter verantwortlicher Leiter zu bestimmen. Die Zionistische׳ Kommission muß aufgelöst werden. 3. Die Führung der Exekutive muß nach Palästina übersiedeln und sich dort als Jcwish Agency konstituieren. Ein Teil bleibt als Expositur in London. Von den beiden Führern muß einer seinen ständigen Wohnsitz in Palästina haben. Man denkt hierbei vornelunlidi an Sokolow. Da die Politik gegenwärtig mehr in Jerusalem als in London betrieb«! werden muß, muß der Schwerpunkt der zionistischen Arbeit nach Palä• stina verlegt werden. Sokolow soll sich in Palästina seine Mitarbeiter selbst wählen. Die amerikanische Or• ganisation ist entschlossen, an der neuen Leitung und Verantwortung tedzunehmen. Minister Solowejtschik in Karlsbad eingetrolfen Karlsbad, 30. August Unter den in Karlsbad eingetroffenen Delegierten befindet sich der Minister für jüdische Angelegenheiten in Litauen Dr, Soiovrejtschik. Kleine Kongreßnachrichten Die rassischen Zionisten auf dem Kocgrcß Karlsbad, 30. August (J.CB.) Es zeigt sich, daß von einer gesetzmäßigen und direkten Delegation der russischen Zionisten keine Rede sein kann. Audi die Erwartung, daß 70 Delegierte aus Sowjetruß Lu kJ eintreffen würden, erfüllt sich nicht. So wird denn die zionistische Vertretung in Karlsbad im wesentlichen eine indirekte sein, d. h. sich aus solchen russischen Zionisten zusammensetzen, die in anderen Ländern gewählt sind. Naidi tsch wird Amerika vertreten, M. Goldste in und A. Idelsohnscn. Argentinien, M. Hirv des, L, Motzkin und Dr. Salkind Polen, W. Tiomkin, Dr. M. Schwarzmann, J. Schechtmann und Haim Grünberg Beßarabicn. L. Wilenski gehört der rumäniischen Delegation an. Die ukrainischen Zionisten, die als Flüchtlinge in Polen leben, haben Seit Tschcrnowitz und J. Kahn!• no w mit ihrer Vertretung betraut. Dazu kommen noch diejenigen russischen Zionisten, di« Mitglieder de» Actions-Gomitcs sind. Direkt von Sowjetrußland erscheinen auf dem Kongroß A. Idclsohn, Dr. Bruzkus und Sch. Eps t e i ö, die am 23. August in Kowno erwartet wurden, von dort aber noch nicht gemeldet sind. Außerdem sollen einige Delegierte der ״Zeire-Zion" aus Sowjetrußland und Sowjetukraine auf dein Kongreß erscheinen. Die polnischen Delegierten und der Eisenbahnerstreik Karlsbad, 30. August. (J. C B.) Hier war vor einigen Tagen die Nachricht verbreitet, der polnische Eisenbahnerstreik lütte die Abreise der polnischen Delegierten verhindert. Diese Meldung hatte große Unruhe fiervorgerufcn, da die Abwesenheit der polnischen Verfreter die Autorität der Kongreßbeschlüsse herabgesetzt hatte. Glücklicherweise hat sich diese Befürchtung nicht bestätigt; neue Meldungen teilen die Behebung■ aller Schwierigkeiten und das voraussichtlich rechtzeitige Ei»• treffen der Erwarteten mit. Mnkkabi-Wciiverbnmi und Kongreß I >ie W e 11 v e r b n n d s t a g 11 n g de» M a k k a b i- 111 r 11 v c rha 11 du s heg,1 11111׳m 23. August. Jeder Makkabikreis (Landcsorgaivisation) entsendet zwei Vertreter. Die Tagung wird vor allem, neue Grundlinien für die künftige Arbeit des Weltverbandes schaffen, und zwar straffe Zusammenfassung aller Kreise der ganzen Welt und Verlegung des Hauptgewichtes der Arbeit nach Palästina. Jabotinsky wird an der Tagung an leitender Stelle teitaehmen. Am 1. 9. früh iiberbrachte eine Ra d f a h re r-S t a ■ fette dem Kongreß eine Huldigungsschrift der jütifsehen Turn- und Sportgemeinde im Namen aller durch sie vertretenen Vereine und Verbände. Die Stafette, die aus den jüngsten Zöglingen verschicdcncr Vereine und Klubs besteht, verließ!-,rag bei ,Morgengrauen und traf in Karlsbad um!/10״" Uhr im Kongreßsaal ein, der Schlußmann übergab die Botschaft dem Präskienten von der feierlichen Eröffnung des Kongresses. Am Sonntag, den 4. September, um 1/alJ Uhr vormittags: Stafette quer durch Karlsbad; die Strecke ist 3 km lang. Start am Sportplatz Hakoah, Ziel: Hotel Krupp. Die besten jüdischen Vereine au» Deutschland, Oesterreich und der Tschechoslowakei haben ihre Teilnahme zugcsichert. Es ist dies der erste Stafettenlauf durch Karlsbad und begegnet in allen Kreisen dem größten Interesse. Die siegende und die nächste dieser einlaufenden Mannschaft erhalten Preise. Um 3 Uhr nachmittags begann das Schauturnen der Auswahlriegen des Kreises Makkabi der Tschechoslowakei im Jägerhause, eröffnet durch eine Ansprache Jabotinskys, des Begrün■ ders und Führers der jüdischen Legionen. Als Gäste beteiligten sich Riegen der Kreise: Palästina, Deutschland, Holland, Oesterreich, Jugoslawien, Ungarn und Rumänien. Aus dem Programm sind zu erwähnen: Freiübungen der Frauen und Männer, Geräteübungen der Frauen und Männer, Spezialvorführungen der Gästeriegen und ein kombinierter Frauen- und Männerreigen von fünf Gauen. Es sind hervorragende Leistungen zu erwarten. Der Abend vereinte Jung und Alt beim frohen Makkabi-Fest mit der gastlichen Bevölkerung Karlsbads. Am 8. finden die F u ßba 11 w e 11 s pi de statt Vormittags tritt die Zöglingsmannschaft des LS. K. Magibor, Prag, derzeit die beste, gegen eine repräsentative Jugendmannschaft an. Die Karlsbader Sports fr« und« werden gerne die Gelegenheit wahrnehmen, um die tecbnisch brillante Zöglingsmannschaft des I. S. K. Hagibor, die alle tschechischen Zöglingsmannschaften einwandfrei besiegen konnte, zu sehen, alle anderen werden kommen, um sich an den Leistungen dieser prächtigen Jungen» der jüdischen Meistermannschaft zu erfreuen. Nachmittags dürfte zunächst ein Spiel der zwei besten jüdischen Wurfballteams der C. S. R. Hakoah, Olmütz, und Makkabi, Proßnitz, stattfinden; ein Sport, der für Karlsbad auch neu ist Das sportliche bedeutendste Ereignis ist das Fußballmat ch der repräsentativen Teams des deutschen Fußballvcrbandes in der C. S. R. De elf besten Spieler beider Verbände werden unter Leitung der hervorragendsten Schiedsrichter des tschechischen Schiedsrichterverbandes eine Probe ihres Könnens vor einem internationalen Publikum ablegen. Zum ersten Male tritt ein Verbandsteam des jüdischen Fußballverbandes vor die Ocffentlichkeit. Alk drei Spiele finden auf dem Sportplatz Hakoah, das letzte um 1A5 Uhr nachmittags statt