Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 71 (6.9.1921)
- Date
- 1921-09-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Mr. 71 Seite 514 JUEDISCHE RUNDSCHÄÜ D.is Wort erhält ivim Dr. M n r g u li c s als Ilerieh!erstatt er des Lc!;ilimatio!1s;n;csclu;s;.vx. Es sind Berichte von •55 selbständigen Organisationen srorgclegt. Aus den Protokolle« er;;Ll»t sieh eine Schelielzahl im Augenblicke der Wahl von 755<׳י'יו. Als Resultat der Prüfung ergab sielt eine Anzahl von 4bü Mandaten. Hei folge«.!«!! 32 Organisationen ist weder ein Protest Vorgelegen, »och ein Ausland gefunden worden. Es sind dies für Amerika •12, Arjyen• tinieii 3, Oesterreich 10, Brasilien 1, Bukowina 6, BuU garien 5, Kanada 5, Tschechoslowakei 0, Ägypten 1, England 7, Estland 1,!'ivmkivielt 1, Griechenland •1, Holland •1, Ungarn •I, Italien 2, Lettland 5, Litauen (Kowno) 2, Litauen (Wihu) 6, Mesopotamien 2, Per« siett 2, Skandinavien und Finnland 2, Sibirien 1, Ober- Schlesien 2, Serbien 8, 7 un'ts 2, ferner Osten 1, Marokko 1, Wcstgalizien 14, |\>;1i<*Z»n 9, Order of Ancient Maecabcans 5, Uitadiduth 11. Der Antrag des Legitimationsaussehusses auf Anerkennung dieser Mandate wird angenommen. Aber auch die übrigen Mandate werden mit ganz vereinzelten Ausnahmen sämtlich anerkannt, oft gegen den Antrag des Legitümationsausschusscs. So z. B. auch das 11, deutsche Mandat, das der Legitimatsans- Ausschuß gestrichen hatte, das aber nach der Rede Dr. Egon Rosenhcrgs w>1u Kongreß anerkannt w.mie. Auel» die "1 polnischen Mandate werden verifiziert, ebenso die protestierten palästinensische» Generaldebatte Nach Abwicklung dieser formalen Fragen beginnt die Generaldebatte, die Licht beim mit einer Er« kliiatng der Exekutive in Ergänzung der gedruckt vorliegenden Berichte eröffnet Als erster Rainer ergreift dann Julius Simon das Wort Rede Jalias Simons Wenn wir vom Kongreß sprachen, dem ersten Kongreß seit der Balfour-Deklaratiou, da glaubten wir, daß wir uns mit anderen Gefühlen hier zusammenfinden würden. Wir glaubten, daß wir uns in den Grundlinien der Arbeit einig seien und der Welt, die zinse re historische Verbindung mit Palästina anerkannt hat, das Schauspiel eines geeinten Volkes geben könnten, wie cs der erste Kongreß gegeben hat. Statt dessen^ ist auch dieser Kongreß wieder dazu verurteilt, ein Kongreif des Kampfes zu sein. Ucbcr diese Situation müssen wir rasch h!«\ve«,׳kt>1»mcn, meine Ausführungen seien der erste Versuch hierzu. ' Weizmaiin hat in seiner Rede auf der Cleveland- Convention in einer heftigen Kritik meiner Tätigkeit ausgcfüiirt, daß sie resultatlos geblieben, kein Plan, kein einziger definitiver konstruktiver Gedanke iiu PalästiiKiamt konzipiert worden sei, daß meine Reise nach Amerika erfolglos blieb, weil ich mit falschen Anschauuagen vom ' amerikanischen Judentum zurückkehrte. Dieses summarische Urteil über meine Tätigkeit muß ich dahin modifizieren, daß, soweit die finanzielle Vorbereitungsarbeit in Betracht kommt, der Finanzplau von einem Kollegium erster Sachverständiger geprüft und gutgeheißen war und daß alle bereits getroffenen Vorbereitungen, ihn durdizusetzcuy nur am Widerstande meiner Kollegen und äußerer Umstände scheiterten, über die weder ich noch Sie Gewalt haben. Der andere Teil bezieht sich auf das, was man unter städtischer unu ländlicher Kolonisation zusammenfaßt. Da j stimme ich Weizniann bei. Einen solchen Plan habe 1 ich nicht produziert. Ich habe zu allen Zeiten abj gelehnt, etwas Derartiges zu tun, weil cs das nie 111 I gibt. Was das Palästinaamt als seine Aufgabe bcj trachtete, war m״ die Schaffung von Grundlagen für die spätere Koloiusatiousarbcit, das heißt Formulierung■ und Begründung von hnmigratioiisjsolitik und von Bodennoiitik im Mniulntsvcrlrng. Bearbeitet wurde der ganze Komplex de:־ Wirtsehaftsfragca; er wurde in dein Komitee unter Vorsitz von Herbert Samuel eingehend erörtert und ich glaube sagen zu dürfen, daß in gewissen gesetzgeberischen Maßnahmen in Palästina schon Andeutunge!1 in der Richtung auf unsere Ergebnisse zu finden sind. Die Untersuchungen erstreckten sdcli auf die Ach 11 sah, den in Palästina allzu vorschnell fallen gclasscucu Plan, auf die besondere Lage der jüdischcn Arbeiter und Mittel, ihr zu begegnen, ln London geschah, was möglich war. Es war zu ergänzen in Palästina, besonders auf dem Gebiete der lanüwirtschaftlichen Rükmisutum. Meine Anschauungen darüber sind im Bericht der Reorganisations-Kommission nieder• gelegt, frei von Parteipolriik, aber auch ohne der Veranhvortung des einen oder anderen tvichzugvh.cn. Das muß ich liier vor dem Kongreß tun und da׳ bekenne ich zuerst meine eigene große' Schuld, Ich habe Malinunen nach Palästina gesciiickt und mir Berichte von ort kommen lassen und bin erst im Herbst 1920 liinuntergegangen, statt schon im Frühling 1919. Ich will nicht sagen, daß ich damit jene Reformen durchgeführt hätte, welche ich ein Jahr später forderte. Ich kenne meruc eigenen Unzulänglichkeiten. Audi teil war *1» den Anschauungen der Vorkriegsperiode des Zionismus befangen, auch ich lütte uinzuicrnen, wie cs jeder von uns tun muß. Aber ich bemühte mich, ummlcmcn, den Uebcrgang vom Zionismus des Wortes zum Zionismus der Tat zu finden. Und ich fand diesen Ucbergang, ohne ein Tüttelchen des natiov nalen Gedankens fallen zu lassen, für den ich gekämpft habe, wie meine ganze zionistische Ver ga n g c «31 e i t beweist. Damal» war ich noch mebt als amerikanischer Söldling gebrandmarkt, die Atmosphäre hoch nicht so vergiftet wie «in Jahr später. Die wichtigste Erkenntnis, die kh aus dieser Unterlassung gewonnen habe, ist die, daß Palästina von London aus nicht gemacht werden kann, (Starker Beifall) Zum Bericht der Reorganisationskommission, von dem ich mich wundere, daff er den Delegierten nicht zugleich mit dem übrigen Material vorgetegt wurde, es bedauerlich, daß man diesen Bericht im voraus zu diskreditieren suchte, indem man Scnsationsbcrichte fiv6T .dl? .!“"2 des Jischuw verbreitete, die mit der Wahrheit nichts zu tun hatten. Die amerikanische Organisation hat den Bericht als erste Huerausgegetxsn (111:1 1! diii'Hi die ("u-f.dir licrai:n>e:whv.01׳'C11. daß er anders 1h1־. c» weide, als er gemeint war, iwmtid» aus dem Bestreben. Felder herauszustelkn, um aus der Kritik kviisiniktiee Frkennlud.-c zu gewinne» Zum Bericht li.ibeit sieh bis jetzt für die Zionistische Kommission vier PersxHK'ii geäußert, der Kongreß wird wohl in erster Linie an den Antworten Riippins und Ussisehkins intervssiert .sein. Keine direkte, aber eine Indirekte Antwort ist eine Meiiuui׳־, die Josef Co wen, Mitglied der Fiuttiukotiimission, auf der letzten A.-C.-Sitomg geäußert hat: ,.Sieff und ich sind der Meinung, daß unsere finanzielle Lage uns nicht gestattet, für das neue Schuljahr in P.ikixtina mehr als 4000 Pfund;•er Monat oder 50 000 Pfund;1er Jahr, also die Hälfte der bisheri״•«» Ausgaben, zn budgeticre» Hingegen will Naiditscli diese Ausgabe nicht so limitieren, obwohl er unsere Ansicht teilt, daß Palästina selbst mehr zur Erhalttm״ des Sclnthvcrkcs beitragen müsse." Ein Kommentar tlazu ist überflüssig, ebenso wie einer zur nächsten Tatsache, daß das A.-C. in seiner letzten Vorkoimrcßsit/uin: die Herren zu desavouieren und das Schulbudget in de'r gleichen Hölic wie im Vorjahre zu belasse« beschloß. Die Zukunft wird beweisen, wer mehr für die Erhaltung des Sclnilwesens besorgt war, diejenigen, die ihm feste Einnahmsquellcn zu schaffen suchten oder die, die es weiter dem Hasardspiel aussetzen wollten, dem es durch die Forderung des eventuell nötigen Ausgleiches zwischen ökonomischen und imökonomischen Ausgaben ausgcliefert ist. Zur Schuld an die A. P. C, Man hat erklärt, daß Fricdcnwald und Szold 50000 Pfinid Schulden in Palästina zurückgelasseu haben. Die Wahrheit ist, daß die Schuld nicht 50000 £ betrug, als Fricdenwald und Szold in Palästina ei »trafen, sondern 65000 £. Sie wurde in eine feste Schuld in London umgewandclt und auf den J, C. T. übertragen, der Rest von 15000 £ war in der Amtszeit von Friedenwald abgetragen und kein Piaster an Schulden ist neu kontrahiert worden. Szold hat die Exekutive, die sich diese Besch ul digütig zu eigen machte, ersucht, sie richtigzustellen. Sein Ersuchen war vergeblich, ltn übrigen macht uns Ussischkin die Auseinander- Setzung leicht . Wir sagten im Reorganisationsbericht, daß nach der Meinung der Zionist Commission, jede Arbeit ein Stück nationalen Vermögens darstclle, kein Gebiet, das der Fuß eines jüdischen Arbeiters betreten hatte, dürfe aufgegeben werden; nichzuforschcn, ob die betreffend« Arbeit die Möglichkeit eines tmabhängigen Auskommens für die Ansiedler gewähre, gehörte dieser Ansicht nach nicht sehr zur Sache. Darauf antwortet Herr Ussischkin, diese Feststellung der 16-׳rganisatronskommissio» sei durchans richtig. Da hört die Diskussion;uif. Da sage ich, daß uns Welten trennen. Ich werde deshalb auch nicht versuchen, mich in bezug auf ökonomische Fragen mit Flerro UsxB.cnkin auscinnjidcrzusctzcn, etwa darüber, worin er den Unterschied zwischen produktiven und nichtproduktivcn Arbeiten sicht. Ussischkin erklärt, daß die Zionistische Kommission für die von ihr verwaltete» Gelder keinen Unterschied machte zwischen Spende» und Anleihen, denn das sei Sache der Banken. Meine Anschauungen, über ökonomische Fragen und die administrative Handhalytmg sind von denen des Herrn Ussischkin durchaus verschieden. Wir sägten, die Zionist Gommissiou nehme es auf sich, die Funktionen eines Staates auszuüben und gefalle sich in der Rolle einer Regieriuig. Sie gestalte sich zum vielseitigen Wohltäter der jüdischen Bevölkerung. Auch hierzu bemerkt ,Ussisclikin: ״Diese Feststellung der Reorga»sa,־ionskomn1ission ist richtig, und meine Ansicht wird geteilt Von der , Zionist Goinnussion und dem Waad Leumi." Hier ist die Darstellung Ussischkin bewußt unrichtig. Denn das einzige in ökonomischen Fragen kompetente Mitglied der Zionist Commission! ist, wie Herr Ussischkin weiß, diametral entgegengesetzter Ansicht. Dieses Mitglied ist Dr. Ru pp in. Er hat ein gründliches Verständnis für ökonomische I'ragen. Daria macht midi auch seine Antwort an die Rcorganlsatbnskommisaon nicht irre. In dieser An;- wort hat sich Ruppi», glaube ich, nur totgestellt.' Unsere Kritik in bezug auf die Landwirtschaftliche Kolonisation gipfelte darin, daß wir dem System der vollen Ausrüstung des landwirtschaftlichen Arbeiters zu Leibe zu gehen versuchten. Audi Ruppi» meint in seiner Antwort, daß dies im. wesentlichen das Richtige ist, doch sei es wegen der wirtschaftlichen Lage der Ansiedler undurchführbar. Die ganze Frage kulmimert darin, ob es für den Arbeiter in Palästina möglich ist, Ersparnisse zu machen. Damit steht und fällt die ganze landwirtschaftliche Kolonisation, Vor allem muß aber die ganze Administration einer gründlichen Reform unterzogen werden. Das ist der ganze Unterschied unseres Systems. Sic wollen den Ansiedler versorgen, wir strebten danach, den Ansiedler kreditfähig zu machen. Nach Ruppins Plan (st gcsdiäftliches Kapital für landwirtschaftliche Ansicdhmgcn überhaupt nicht aufzubringeti und damit jede Möglichkeit einer großzügigen landwirtschaftlichen Kolonisaf non gefallen. Wenn wir von der Trennung der ökonomischen von den iwclitökottornrsdie» Funktionen sprechen, mcimm wir etwas ganz anderes als Ruppi•». Ihm schwebt einzig und «allein Aktionsfreiheit für seine Person vor. Uns liegt aller an einer scharfen Scheidung der Fonds mit der ausgesprochenen Tendenz, die Ausgaben für unökonomische Zwecke abzubauen. Wenn Kuppiai den Ausslattungsfbnds fordert, so denkt er in erster Reihe an die .propagandistische Wirkung dieses Wortes. Wenn wir ihn fordern, so wollen wir, daß dieser Fonds gesondert verwaltet wird, weh er nur dadurch mehr sein kann als die Fiktion eines Kredit- Fonds. Weil nur dadurch die Möglichkeit gegeben ist, die Kreditbasis zu überprüfen, weil man nur dadurch für die Einhaltung der Zahlung sbcdüigungen sorgen I kann. Ruppi» liat bisher noch niemals gezeigt, daß or versteht, Fonds ausekumderzühalte» Er hat über Fonds verfügt, wenn ihm Verfügungsrecht zustand und wenn 31m kein Verfügungsrecht zustand, So kam cs, daß er in verhängnisvoller Weise riebtunggebend wurde iu Palästina, Ich sprach von der Notwendigkeit, die Fonds zu ,trennen. Palästina kann aufgebaut werden, mit einem Mindestmaß an nichtökonomischcn Ausgaben. Der größte Teil der freien Spenden kann für Bodenkauf verwendet werden. Audi die Personalunion muß 1 nach Möglichkeit vermieden werden. Eine caT-hn-i.,» Verwaltung muß Platz greifen, ur.bccbiflußbar von KaU- Strophe», die in Palästina jedesmal eintreten, wenn «s notwendig ist, Geld zu erzwinge» De Exekutive hat auf diese Institutionen tatsächliche» Einfluß aumiülxrn, ' Aber sie hat stell jedes E;11flus.«s «auf die Gesciüitsi fühnmg entiiaiten, da mir das sachUchc Prinzip Geltung haben muß. Es gibt so etwas wie einen Kolonisatioui ' plan nicht. Aber es gibt planmäßige Kolonisation. D. 11., daß mau streng-!« Grundsätze wahrt in bezug auf die Administration und daß man '! sich über den Umfang unserer Arbeit khr wird. Nid« ־, j in der Zionistischen Organisation lut sieb das ganze ' : Letzen in Palästina zu konzentrieren, sondern eine Reihe von Faktoren sind daran betäügt: die palästinav; ssschc Regierung, die palästinensische Judenhcit, die > ' Ein wandernden, sobald sie wirtschaftlich unabliängig ge- •׳; worden sind. Die Zionistische Exekutive hat hur ein« \.s Koutrollbchürde zu sein. Nur eine solche־ Exekutiv« 1 kann sich den Blick über das ganze Werk erhalten. '-'i In unserem Verhältnis zur Regierung entscheidet vor allem die Tatsache, daß neben der Steuerkraft des «,J Landes und etwaigen Emnahmcn aus öffentlichen Hiifv kräften des Landes nur jüdisches Geld für de» Aufbau Palästinas in Bewegung gesetzt werden kann. Ich fas« 11 zusammen: Politik kann nur erfolgreich 8} sein, wenn sie au f realen Faktoren beruht. f| Ich werde mich nicht lange bei dem ' >a Memorandum der Amerikaner •$ kommen ist Für mich gipfeln Macks Vorschläge darin, ob man eine größere moralische und finanzielle Wirkung erzielen kann, wenn man den Aufbau Palästinas durch die Zionistische Organisation selbst machen Läßt, vermittels eines zentralen Fonds, oder wenn man den einzelnen Landsmannschaften Gelegenlicit gibt, bestimmte Aufgabengebieie in Palästina direkt durch/», führen — natürlich vorbehaltlich der Zustimmung uni unter Kontrolle der Exekutive. Darüber kann man doch sachlich diskutiere» Persönlich glaube ich, daß, wenn der Kongreß unseren Plan zur Schaffung der Sonderinstitutionen amummt, die Fragen sich von selbst lösen werde» Vor allem würde auch dadurch die Auswahl der Atensdien erleichtert werden, die beim Aufbau in Betracht kommen. Man sagt, wir sind arin an Menschen. Das ist nur bedingt richtig. Für die Geschäftsführung derartiger Insistutionen and freilich die wenigsten unter den Zionisten geeignet Aber cs wird nicht schwer sein, Juden zu finden, die sich bereits im wirtschaftlichen Leben erprobt haben und die deshalb befähigt sind, gegen die gcfälirüch« Doktrin, die bei uns herrscht, daß für Palästina andere Wirtscliaftsfesef/e als sonstwo tn der Welt gelten, mit Erfolg auf/.utiete» Die speziellen Kenntnisse lernt man im Lande rasch. Wozu wir Zionisten brauche» das ist die Führung der Wirtschaftspolitik beim Aufbau des Landes. Dazu ist eine kleine Zahl von Menschen erforderlich, von welchen aber das Höchstmaß an Urteilskraft, an Systemati, an Energie und Sachkenntnis gefordert werden muß. Und nun möchte ich aus meinen persönlichen Erfahrungen erzähle» Als k11־ im Herbst 1918 nach London kam, traf ich Dr. Weizmann und SokoVnv, welche de fakto die Exekutive wäre» Man forderte mich zur Mitarbeit .auf. Dann kam Jacobsoh» Er war schon de jure Mitglied der Exekutive und wurde es nun auch de fakto. Dann kam Dr. Levin, daun Dr. Feiwcl — auf unser dringliches Ersuchen — dann Boris Goldberg, dann Idelsohn, dann Nakiitsrfi, dann Zbtopolskt, dann Dr. Haxitke. Mehr sind nicht gekomme» Und so kam cs, daß die Exekutive nicht so zahlreich war, wie für einige unserer Demokraten notwendig schien. Sokoiow war in Pari•'., dort gab es auch ein Komitee. Von unserer Tätigkeit in London ist nicht viel zu sagen. Wir hielten Sitzungen ab. Wir waren zufrieden, wenn cs einem gelang, die Fehler des Kolcgc» zu verhindern. Schöpferisches konnte weder gedacht, noch getan werde» Als kh nach der Jahreskonfcretw in die Exekutive eintrat, nahm ich mir vor, mit diesem Zustand zu brechen: Mitarbeiter soF.cn nach iltxen Fälligkeiten gewählt werden und auf Grurul der Entscheidung der verantwortlichen Behörde, der Exekutive. Daraus resultiert der Kampf, der mit dem Rücktritt 10־« mir und de Liane endete. Alles, was nachher erzählt und veröffentlicht wurde, ist nachträglich zurechtgelegt. Wir haben uns zu allen Zeiten bemüht, so weit wir konnte» die schwere verantwortungsvoll Stelle von Dr. Weizj״a״״ ™ schütze» Selbst gegen seinen schlimmsten Feind, Dr. Weizmann selbst Die Wahrheit ist, daß diese Herren auch 'Dr. Wei/mann nicht trauten, bis er m Amerika den Nachweis lieferte, daß er ihres Vertrauens würdig sei. Der erste Entrüstungsstuna brach aus, als die Exekutive ihre Freunde von de» Beratungen ausschtoß. Es ist nicht wahr, daß wir dte Arbeit des Keren Hajcssod hindern wollte» Ihne« hat es sich aber darum ״ehandelt, Maclit über die Exekutive zu bekomme» Alan hat zuerst Kontrolle Exekutive verlangt und dann ein Mitglied in d!e Exekutive zu entsenden. Uir.l als wir uns weigerte«, da!!,ihm sie mit Lkiiiisxüm!:ediohu 1.1• zu de;> Gainden unserer Demission. Hierauf vernest der Redner einen Briefwechsel, der zwischen ihm und Zlatopotski stattgefundeu hat .,Ich kann nicht in einer Exekutive bicibai, die bumpf geht Aber ich werde auch so nicht aufhoren zu arbeite»" Dis war die Sprache dessen, von dem das Dokument behauptet, daß er eine dßitatonsene Sprache geführt habe. Saelilidi konnte ich nicht anders handeln, weil ich glaubte, daß Naiditscli und ZIatopoIski nicht über jene Qualitäten verfugen, die für Mitglieder der Exekutive erforderlich sind. Darum haben sie in der Exekutive nichts zu suchen, selbst wenn sie mit hundertprozentigem zionistischem Ode gesalbt wären, ihr Versuch, auf Himertreppen m die Exekutive einzudringen,־ mußte zurück- S“hi-nr vD,C mußte darauf achten, daß hier keine Vermischung eintritt weil sonst der Suß״ WetmTrh Zw ZMrMöruS? Organisation führen ötueWfeh riilh״• ,^a1dlts? und ZIatopoIski erwähne, kden wi l^snnH-- d>t!! ^Cl1 ich auf sie alle Schuld in p5.״dCm .s!e die waren, mit denen ich deshllb nbh Z“. tarl ha״c־ Jabotinsky erwähne ich £tt?bwÄh »ed “L1 ihm {ast Nichts zu tun natte. Was rdi ihm aber ubelnehme, ist, daß er hinter