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Jüdische Rundschau · 1921-09-02 · Heft 70 (2.9.1921) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 70 (2.9.1921)
Date
1921-09-02
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 50a Nr. 70 Rußland, England und Frankreich — Sitz der Zentrale wurde Köln —, machte diese Leitung völlig arbeitsungeeignet. Eine einheitlich gerichtete Leitung 11c17.11* stellen, war nicht inöglicn, obwohl in einer dein Kongreß vorangegatigenen• Freiburger Konferenz alle Anhänger prakti.irfu’r Arbeit in Palästina sich unter Führung von Ussischkin und dem jetzigen Präsidenten der Organisation, Chajim Weizinann, zu einem Block zusammcngcschlosscn und auch beim Kongreß die Annähme eines Beschlusses durehgesetzt hatten, daß ״parallel mit der diplomatisch-politischen Tätigkeit, als reale Grundlage und zur Stärkung derselben, die systemalische Ausgestaltung unserer Positionen in Palästina erfolgen müsse“. Die taktisch der Mehrheit überlegene Minderheit des Kongresses verstand es, diesen Beschluß zu sabotieren durch die Art der Zusammensetzung der neuen Leitung, ein Vorgehen, dessen Fehler sich heute bitter rächen. Beim achten, dom Haager Kongreß, war cs nicht viel anders. Die Leitung wurde verkleinert (W 01 f f - sohn, Warburg, Kann), aber darum nicht arbeitsfähiger. Sie war wieder nicht einheitlich, und nur einer von ihnen stand wirklich auf dem Boden der Kongreßbeschlösse. Scharfe Kritik erfuhr diese Leitung in Hambürg beim neunten Kongreß, die nur Professor Warbürg als Leiter des Palästina-Ressorts ausnahm. Konnte er doch zum ersten Male von erfolgverheißendcr Tätigkeit des neueingerichteten Palästinaamtes unter Leitung Dr. Arthur Ruppins berichten. Aber welche Widerstände hatte er überwinden müssen, und wie wurde er in seiner Arbeit gehindert! Aber wiederum ließ die taktisch geschickte Minorität nicht die Einsetzung einer auf Palästina gerichteten Leitung zu. Jede Neuwahl unterblieb, und die alte Leitung blieb im Amt. Erst beim zehnten (Basler) Kongreß wurde eine einheitlieh gerichtete Leitung im Sinne der überwiegenden Majorität des Kongresses gewählt. Ihren Sitz hatte sie in Berlin; sie bestand aus Warburg, Victor Jacobson, Arthur Hantke, Schcmarja Levin, Nahttin S o k o 1 o w. Aber auch ihr Wirken wurde dadurch gelähmt, daß die Leitung der finanziellen Instrumentc der Bewegung weiterhin in Händen der nunmehrigen Opposition verblieb. Und auch beim elften (Wiener) Kongreß gelang es noch nicht, nach dieser Richtung Wandel zu schaffen, obwohl die Einsicht von der dringenden Notwendigkeit der kräftigen und systematisch auszubauenden Arbeit in Palästina sich fast vollständig durchgesetzt hatte und Dr. R u p p i n für seine bisherige Tätigkeit in Palästina die lebhafteste Aneikennung erfuhr. Ins Engere Actions-Comite trat neu ein Jechiel Tschlenow, Rege Arbeit setzte bald nach dem Kongreß ein. Sic wurde nach elf Monaten unterbrochen durch den Weltkrieg. Da Berlin unmöglich die Zentrale der Bewegung bleiben konnte, wurde in Kopenhagen eine provisorische Zentrale geschaffen, die erst von Tschlenow, Sokolow und Motzkin, später von Victor Jacobson geleitet wurde. Hatte das Kopenhagener Büro in erster Reihe die Aufgäbe, die Beziehungen zwischen allen Teilen der Organi* sation aufreclitzucrhalten, so entstand für die politischen Aufgaben ein neues Zentrum in London, von dem aus Chajim Weizmann und Sokolow die großen politischen Erfolge errangen, die uns die jüdische Heimstätte in Erez-israel der Verwirklichung um soviel näher rückten, Erfolge, die noch bedeutungsvoller gewesen wären, wenn wir in Palästina eine stärkere Position gehabt hätten, Die J a 11 r e s k 0 n f e r e 11 z vom Juli 1020 machte der provisorischen Leitung der Organisation ein Ende. Justicc Louis Brandeis wurde zum Ehrenpräsidenten der Organisation, Professor Chajim Weizmann zu ihrem Präsidenten, Nalium Sokolow zum Präsidenten der Exekutive gewählt. Zu Lettern der Ressorts wurden de Lieme, Julius Simon und Ussischkin bcrufen. Das Zcntralbüro der Bewegung war schon im Frühjahr 1010 nach London verlegt worden. Das Kopenhagener;Büro blieb daneben noch bis Ende 1919 bcstehen. Anfang 1021 demissionierten de Lieme und Julius Simon; an ihre Stelle traten Jabotinsky, Richard Lichtheim und Josef Cowen. Die Vertretung der Organisation in Palästina, das seit 190S bestehende Palästinaamt, war 1018 durch eine von der Londoner Leitung eingesetzte ״Zionist Commission“ ergänzt worden. 1019 wurden beide unter diesem Namen vereinigt, Sie besteht jetzt aus Ussischkin, R u p p i 11 und Eder. Der russische Zionismus und der XII. Kongreß (Interview mit Herrn Idelsohn.) Wie Ihnen bekannt ist, mußte die im April 1920 einberufene Konferenz der russischen Zionisten ihre Sitzungen in den Kellern der Tschcka (der berüchtigten Kommission zur Bekämpfung der Gegenrevolution) bzw. dem bekannten Moskauer Gefängnis ״Butirki“ abhalten. Wir waren zusammen 107 Mann, die meisten mußten über zwei Monate in diesem Gefängnis zubringen. Man hat uns die unglaublichsten Beschuldigungen entgegen־, gebracht, z. B,, daß wir in den Räumen des russischen L. K. Sprengstoffe aufbewahren, daß wir während der Intervention von 1919 in Odessa und Archangelsk 80000 Mann ausgcscliifft haben, die gegen die Rote Armee unter der blauwcißcn Fahne gelochten haben usw. Es ist schwer, all diese unsinnigen Beschuldigungen, um deren willen wir oft das Todesurteil erwarten durften, zurückzuweisen. Wenn es dem jüdischen Kommissariat, von dem dieser Prozeß inszeniert wurde, gelungen wäre, auch nur den geringsten Teil dieser Beschuldigungen aachzuweisen, wir wären der Hinrichtung nicht ent* J U ED ISCHE ,RUNDSCHAU rönnen. Der Prozeß verlief ziemlich glimpflich. Die j Mitglieder des russischen Z. K. wurden als Gegenrevolutionäre gestempelt und zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nur die Amnestie anläßlich des ersten Mai hat sie von dieser Strafe befreit. Aus der Haft entlassen, haben wir die Organisation vollkommen terrorisiert vor,gefunden. Das was wir in Moskau erlebt haben, mußten unsere Gesinnungsgenossen in anderen Provinzstädten ebenfalls über sieh ergehen lassen. Die Verhaftungen, Haussuchungen und die Prozesse haben die Organisation vollständig zugrunde gerichtet. Inzwischen hat aber die Organisation bereits angefangen, sich wieder zu erholen. Wir haben nicht die Möglichkeit, offen und großzügig zu arbeiten, aber bereits jetzt gibt es keine einzige Stadt, in der nicht eine zioüistisclie Ortsgruppe besteht. Sehr erschwert wird unsere Arbeit durch den Mangel an Informationen über die Arbeit der Organisationen im Auslände. Aber die spärlichen Nachrichten, die trotz der strengen Sperre zu uns dringen, bilden das Thema einiger Debatten in den geheimen Versammlungen. Es gibt auch eine Reihe von Soiuierorganisationcn, vor allem den 1״ lechawer“ — die Organisation der Studenten und üytnna- *iastc.11, mit mehr als 50 Gruppen und 1500 Mitgliedern, vor allem in .Weißrußland, Großritßland und Sibirien. Der ״Heclmvcr“ batte vor kurzem eine Konferenz in Moskau, zu welcher sogar Delegierte aus Sibirien kamen, das bedeutet eine Reise von drei Wochen hin ,und ebensoviel wieder zurück. Ferner existiert die Turncrorganisation ״Makkabi“ mit vielen Vereinen. Die Zcire-Zion sind gespalten, die Rechten sind volkssozialistisch und gehören der Landesorgauisationt an, ihr Merkas ist in Odessa. Daneben gißt es die Unken Zeirc-Zion, die im Mai vorigen Jahres eine Konferenz in Charkow hatten und dort beschlossen, als zionistisch-sozialistische Partei eine Föderation zu bilden. Die Zeirc-Zion sind besonders in Südruß fand und der Ukraine stark, während es in Großrußlnnd beinahe keine gibt, daher sind auch keine Reibungen zwischen allgemeinen und Zeire-Zion. Der ״C ha fitz“ ist stark verbreitet, arbeitet beinahe in allen Städten, seine Chawerim arbeiten auf dem Lande und in Werkstätten, wofür jetzt in Rußland sehr güitstige Möglichkeiten sind. Das Hauptproblem, das unsere russischen Ocsinimngsgenossen am meisten beschäftigt, ist die Frage der Auswanderung aus Rußland nach Palästina. Ruß- Land bildet jetzt eine unerschöpfliche Quelle von Tauscnicteit und Abertausenden für den Aufbau Palästinas, vorzüglich geeignete Personen. Wäre heute Palästina für dieses Element aufnahmefähig und wäre die Sowjetregierung geneigt, diese wertvollen Elemente freizugeben — wir würden aus Rußland zahlreiche Gruppen gelernter und ungelernter Arbeiter nach Palästina sofort schicken können. Tischler, Zimmcrleute, Baumeister, sowie Elektrotechniker, Eisenbahner, Telephonisten und Telegraphisten stehen, reichlich zur Verfügung. Ebenso bcsitzen wir in Rußland eine ganze Menge junger Leute, die eine gute theoretische und praktische landwirtschafUidte Schulung erfahren haben. Unter den Verheirateten befinden sich nicht wenige, die über einige hundert Pfund verfügen und bereit sind, ein bescheidenes Leben in Palästina als Farmer, Handwerker usw. zu führen. Das Problem der Uebcrsicdlung dieser Leute nach Palästina und deren Ansiedhuig bildet das Hauptgespr.'ich aller Zionisten Rußlands, unsere einzige Forderung au den XII. Kongreß ist die ־ Aufrollung der der Frage der Hilfeleistung für das russische Judentum in dieser Richtung. In allen anderen Fragen können wir uns nicht als gut informiert betrachten, da wir in Rußland keine Möglichkeit dazu hatten, die zionistiselten Probleme gründlich zu studieren, was die Frage des Kokmisationsplancs betrifft, ist die Stimmung der meisten russischen allgemeinen Zionisten für die genossciiscliafth'ehe Kolonisation, die sie als die einzig mögliche bclrachten. Die Frage der Nationalisierung des Bodens interessiert die russischen Zionisten weniger als hierzulande. In Rußland herrscht zwar zurzeit eine psychologisch erklärliche Abneigung gegen jede Form von Nationalisierung des Bodens. Für diese tritt ganz entschieden nur die Mehrheit der Jugend und der linken Zionisten ein. Ich wiederhole noch einmal, daß wir russischen Zionisten vom Kongreß mir das Eine erwarten; Die Oeffnung der Tore Rußlands für die Zehntausende von Juden, die mit dem Wanderstabe in der Hand dieses Ereignis sehnsüchtig erwarten. Die Pogromwelle in Weißrußland Paris, 12. August (J.C.B.). Den ״Nevosti“ aus Petersburg zufolge, riefen die Sowjctbcli&rdcn den Rat in Minsk zur Bekämpfung der Judenpogrornc in Weißrußland auf. Während der Sitzung der Minskcr Räte, die beschlossen haben, keinen jüdischen Selbstschutz zu organisieren, sondern der Zeutralrcgierung die Aufbietung von roten Truppen gegen die Pogrome in Weißrußland zu empfehlen, liefen Berichte über einen Pogrom in Rad ul ein, wo 80 Juden ermordet wurden. Die jüdische Bevölkerung von Minsk, Mozyr, Bobrujsk und Sluzk unternahm eine Hilfsaktion für die Pogromopfer und richtete ein Asyl für die unglückliche» Flüchtlinge ein. Antijüdische Prcssehetze in Bagdad Jerusalem, 23. August. (J. C.B.) Meldungen aus Bagdad zufolge hat die dortige Presse seit der Ankunft Emir Faisuls eine scharfe, anti jüdische Hetzkampagne eingelcitct. Die arabische Zeitung ״Diglalt“ hat den Reigen gegen die zionistische Bewegung eröffnet, worauf auch andere Blätter ihre Spalten mit antijüdischen Artikeln aus der arabischen Hetzpresse Palästinas füllen. Volk und Nation Von Dr. Siegmund Kaznelson, Wir sind eine Nation. Wer befindet sidi in Widerspruch mit der Geschichte? Theodor HerzL I. Binjan Haarez und nationales Judentum. In dem Artikel ״Konzentrationspolitik“ (״Jüdische Rundschau“ Nr. 58) habe ich von der Föderation ״Binjari Haarez“ gesagt, daß ihre Fülirer zum überwiegenden Teile die Preisgabe der nationalen Idee — im Gegensatz zur allgemeinen Beurteilung der Ziele dieser neuen Organisation — im Grunde gar nicht wollen. Ich fühlte mich zu dieser Feststellung veranlaßt, da ich in einer Versammlung, in der ich den Vertretern des ״Binjan Haarez“, Herrn Dr. Max Kollcnsclier und Herrn Georg Kareaki, die präzise Frage vorlegte, ob die Föderation von ihren Mitgliedern das Bekenntnis zur jüdischen Nationalität verlange, von Herrn Kareski eine ebenso präzis bejahende Antwort erhielt und ferner Herr Dr. Kollcnsclier in seinem Schlußwort spontan erklärte, daß er die seinerzeit von ihm in Posen als Vorsitzender des dortigen jüdischen Volksrats geleitete Politik zur Erringung nationaler Minderheitsrechte nach wie vor für richtig halte und unter denselben Umständen auch die gleiche Politik heute machen würde. Zu meiner Fragestellung wurde ich durch eine Erklärung des ,Vertreters von ״Binjan Haarez“ beim letzten tschechoslowakischen Zionistentag in Brünn bewogen; dieser sagte dort (unter stürmischem■ Protest), daß cs eine jüdische Nation nicht gäbe. Einige Monate vorher hatten in einer Versammlung der damaligen ״Freiem zionistischen Gruppe“ — in der auch Herr Dr. Ignaz Zollschan ein Referat gehalten hatte — der Vorsitzende Prof. Carl Lcwin und der andere Referent Dr. G. Witkowsky erklärt, daß ihre Gruppe mit den Ansichten Dr. Zollscheins über die Frage der jüdischen Nationalität nicht einverstanden sei. In Kenntnis dieser und der späteren Erklärung habe ich loyal die oben erwähnte Feststellung gemacht, trotzdem Dr. Zollschan, den man wohl als den geistigen Vater der neuen Föderationsbildung ansprechen darf, in seinem Buche ״Die Revision des jüdischen Nationalismus“ einen die jüdische Nationalität ablchnenden Standpunkt vertritt. — Nun erhalte ich das ״M i 11 ei lung sbla 11 des Binjan Haarez“ Nr. 3 zugesandt, in dem ein Memorandum des Niederländischen Zionistenbundes, unterzeichnet von Prof. Dr. L. S. Ornstcin und Dr. B. A. Kahn, an die Sitzung des Großen Actkms-Comites in Prag veröffentlicht wird. In diesem Memorandum wird zwar zunächst die ״Auflösung der Zionistischen Organisation in eine allgemein jüdische Organisation zum Aufbau Palästinas“ enf* schieden abgelehnt, aber dann mit dürren Worten die Preisgabe der nationaljüdiselien Grundlage des Zionis• ntus verlangt: ״Wenn der Zionistenkongreß ausspricht, daß ein Bekenntnis zum Nationaljudcntum bei der Mitgliedschaft der Zionistischen Organisation nicht gefordert und fürderhin auch nicht mehr vorausgesetzt wird, so ist damit der erste Schritt auf einem Wege zurückgelegt, der cs ermöglicht, die Zionistische Organisation zum Organ der jüdischen Einheit werden zu lassen.“ Ich kann hier auf den Inhalt der Denk• schrift nickt näher eingehen; nur auf die erstaunliche Logik sei ltingewicsen, die einerseits eine allgemein jüdische Palästinaorganisation verwirft und sie anderer* seits in derselben Form, nämlich ohne nationalen Charakter, nur mit der Bezeichnung als zionistisch fordert. (Man fühlt sich an Reuters berühmtes Wort, daß die Armut von der Powerte herrühre, erinnert.) Uns interessiert in diesem Zusammenhänge vor allem die Tatsache, daß das offizielle Blatt des ״Binjan Haarez“ dieses Memorandum, wie die Redaktion selbst hervor* hebt, ״für so bedeutsam hält“, daß cs nicht bloß ohne eine abschwächende Bemerkung abgedruckt wird, .sondern daß nach all den vorangegangenen Mißverständnissen von nichtzionistischcr Seite über die anti* nationale Politik von Binjan Haarez auch ein Satz wie der folgende ohne Widerspruch bleibt: ״Weint die neuen Z io n i 9 te n*) als Sehekclzahler der Welt- Organisation registriert sind, ist cs schließlich ihre Sache, ob sie der Landesorganisation beitreten wollen oder im Rahmen der Weltorganisation eigene F ödere* t i o n e n bilden wollen, wieeszuerstin Deutschland itm Binjan Haarez versucht wird.“ (Sperrungen von mir. — S. K.) Ich habe bereits früher der Ansicht Ausdruck gegeben, daß der Vorstand von Binjan Haarez nach dieser unter den Nichtziouiste« allgemein verbreiteten Anschauung über den Charakter des Verbandes nur mit der ausdrücklichen Forderung des natioaaljüdischen Bekenntnisses an seine Mitglieder antworten kann. Sobald aber auch bereits eine ziorii* stischc Landsmannschaft den Binjan Haarez für einen Verband nichtnationaler Juden hält und diese Meinung widerspruchslos in seinem Organ wiedergegeben wird, erscheint es iin Interesse pöli* tischcr Klarheit und Ehrlichkeit sowie zur Ennöglichung eines sachlichen Mcinungskampfcs vor und beim Kongreß für unbedingt geboten, daß eine unzwei* deutige Richtigstellung in der jüdischen Presse oder eine offene Zustimmung zu dieser allgemein verbreiteten Meinung erfolgt. Ich frage daher zum erwarte diesmal vom Vorstand des ,,Binjan Haarez“ einen definitiven und offiziellen Bcscheid: Ist das Bekenntnis zur jüdischen 1 *) Da* ״י«! die nichtnationaijüdischca — S. K.

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