Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 70 (2.9.1921)
- Date
- 1921-09-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 70 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 503 .'*ssj fO Mt» Herr »wen legtsehe! a«! um Itiiia der werder rakäien \uf- «rt: Die ,ten. Heder» den klaeite Sie Mnd und :ten lern aniln- »rer gea einder herer- «OB, echt cliton. ann ani- Redie an» und omti0I\ 1< te var, ge. :ten eri- Die •ün-;ten An- ,ten len,;ich che eriren, nde -וחג hen aus und;ten rreidte mguis, äte, min iten litte Der!rrn wei ein kmt hen /,ernts- Ina. die >rä־ (erf lerr tete der je» ann Sir bys lerr der 35 und Site »lg. ein, ies, hen 'die Isomte fügimg stehenden Streitkräfte in Anspruch genommen werden mußten. De britischen Streitkräfte in Palästi.w wurden auf ein Minimum reduziert, und •obwohl der Kampf fortging, war doch kein Vormarsch über die damais von den Engländern gehaltene Linie möglich. _ Es dauerte sechs Monate, ehe General Allenbys großartiger Vormarsch die Türken aus Nordpalästina vertrieb, Wah־׳ rend dieser Zeit mußte sich die Tätigkeit der Kommission notwendigerweise auf die südliche Hälfte des Landes beschränken, und bei der Ungewißheit der ganzen Lage konnten keine wichtigen konstruktiven Arbeiten unter- Kommen werden. Ein Projekt betreffend die Kultivierung von ungefähr einer Million Dumm unbebauten oder halb bebauten Bodens zwischen Jaffa und Rafah, das die Kommission den Militärbehörden unterbreitete, erwies sich als verfrüht und mußte .aufgegeben werden. Die hauptsächlichste praktische Aufgabe der Kommission war die Organisierung und Verwaltung des Hilfswerkes für 1 die Juden in dem okkupierten Gebiet. Bei der verarmten Lage des Landes trug dieses Hilfswerk zunächst notwendigerweise rein philanthropischen Charakter, es mußte die Stelle der Chalukah vertreten; sobald als möglich bemühte man sich jedoch, konstruktive Hilfsarbeit zu leisten, besonders durch Gründung von Arbeitsstätten und durch die Gewährung von Anleihen an die lamlwirtschaftliehen Siedler, De politische!» Verhältnisse, mit denen die Kommission zu tun hatte, werden in einem besonderen Kapitel behandelt Die Vorbereitungen zur Friedenskoaferenz. Nach dem Waffenstillstand war die politische Hauptaufgabe die, den zionistischen Forderungen bei der kommenden Friedenskonferenz Gehör zu verschaffen. Da die Konferenz nach Paris einberufen war, erwies cs sich als nötig, dort ein Büro zu schaffen. Mr. Sokolow erhielt die hierzu nötige offizielle Genehmigung seitens der französischen Regierung, Er blieb danach eine gcraume Zeit in Paris tätig. Inzwischen war es Herrn Dr. Weizmann bei einer Unterredung, die er an! 4. Dezember 1913 mit Mr. Balfour hatte, gelungen, einen bedeutenden Schritt weiter zu kommen. Er wies darauf hin, daß als Folge des Krieges und der Lage in Osteuropa ein großer Ausj wanderungsstrom von Juden sich aus den Ländern der Drangsal nach Palästina ergießen würde. Infolgedessen seien die Äugender Juden der ganzen Welt auf Palästina gerichtet. Alle seien begierig zu hören, wie die Dinge sich in Zukunft gestalten würden. Die Lage des jü.Ji;chen Volkes sc! sehr kritisch und es sei dringenu nötig, daß die Einwanderung nach Palästina freigegeben werde. Mr. Balfour war auch der Meinung, daß die arabische Frage als kein unüberwindliches Hindernis betrachtet werden dürfe, riet aber zu einer Verständegung mit Faisul. Dr, Weizmann schlug vor, die jüdischnationalen Vertreter sollten die Friedenskonferenz durch die Vermittlung der englischen Regierung darum ersuchen: 1. das historische, nationale Anrecht der Juden auf Palästina, mit dem Vorbehalt der vollen Sicherung der berechtigten Ansprüche der nicht-jüdischen Be- Ivölke rung, atuucrkenncn; 2. einen Mandatar für die Verwaltung Palästinas zu ernennen; (״Es werde allerseits gewünscht, daß Großbritannien diese Rolle übernehme,‘-) 3. einen Beschluß dahingehend zu fassen, daß alle notwendigen Maßnahmen zur Schaffung einer jüdjschen Heimstätte oder eines jüdischen nationalen! Gemeinwesens im Sinne der eingebrachtcn Vorschlage zwischen einer das jüdische Volk vertretenden Organisation und der Mandatarmacht vereinbart wer- I den sollten, j Mr, Balfour war der Meinung, daß dieses Verfahren I ganz logisch sei und erklärte sielt bereit, die Vorschläge ' im wesentlichen zu akzeptieren. Er erklärte, daß die i Zionisten wahrscheinlich von der Friedenskonferenz gchört werden würden, wenn das nationale Problem, mit dem ihre Vorschläge sich befaßten, zur Erörterung käme, und daß Großbritannien, das seine Hilfe beider Schaffung einer jüdisch-nationalen Heimstätte versprochen habe, bei der Friedenskonferenz sein Versprechen halten werde. Die Beziehungen zum Emir F a i s u!. Im Jahre 1017 stattete Dr. Weizmann, wie bereits erwähnt, dem Emir Faisul in Hcdschas einen Besuch ab. Ende Dezember 1918 hielt der Emir sich in London auf, und es fand eine zweite Unterredung statt, bei der Oberst Lawrence den Dolmetscher spielte. Der Emir spracii sich wieder dem Zionismus gegenüber freundlich aus und erhob Einspruch gegen das Sykesfhcot-Uebercinkoinmei!, das für die Araber so schlimm sei, wie für die Juden. Er versprach, den Arabern klar zu machen, daß das Kommen der Juden ilincn von Nutzen sein werde, und er gab sein Ehrenwort, die jü׳■ ätschen Forderungen zu unterstützen. Es wurde ein Abi kommen zwischen den Zionisten und den Arabern gcj troffen, und Faisul hielt sein Versprechen irn Mai des [ folgenden Jahres insofern, als er der arabischen Dele- י gation in Damaskus erklärte, daß er die arabischen und; zionistischen Bestrebungen nicht als miteinander unver- | einbar betrachte. im Frühjahr 1919 standen die zionistischen Führer i in Paris in direkter Verbindung mit Faisul, und sein ireiuidliclies Schreiben an Professor Frankfurter, das I oben wledergegeber* wurde, war ein Resultat seines Zusammentreffens mit den amerikanischen Zionisten. Im September und Oktober 1919 hielt sich Faisul wieder in London auf und gab dem ״Jcwish Chromcle“ ein Interview, in dem er sich anscheinend gegen den Zionismus erklärte. Er dementierte dies aber später schriftlich. Im August 1920, nach der Eroberung^ von Damaskus durch die Franzosen und dem Fall des Emirs, wurden wieder Verhandlungen mit Faisul geführt. Dr. Eder hatte eine Besprechung mit ihm. Es wurde die Frage eines politischen Zusammengehens besprochen, und Faisul bat die Zionisten, ihren Einfluß für ihn geltend zu machen. Die Einflußsphäre des Emirs liegt jetzt in Mesopotamien. Die Reorganisation der Zionistische» Kommission im Jahre 1919. Die Februar-Konferenz hatte eine Resolution angenornmen, in der die Vergrößerung der Zionistischen ©5© WwirlisomffcFenzem Sitzung des Aktionskomitees Montag, den 29. August, fand eine Sitzung des Action s-Gomitös statt Prof. War bürg eröffnetc sie um 11 Uhr vormittags in Anwesenheit von 57 A.-C.- Mitgliedern. Die Beratung über die Einsetzung einer Palästinakonimission noch vor dem Kongreß (gemäß einem Beschlüsse der Prager A.-C.-Sitzung vom Juli) wurde bis zur nächsten Sitzung vertagt, ebenso die Frage י des Kongreßpräsidiuins. Es folgte eine eingehende Debatte über die Form der Eröffnungssitzung, insbesondere auch über die Sprarficnfragc. Es wird beschlossen, daß die Eröffnungsreden Weizmanns ׳ul Sokolows hebrätsch gehalten werden, gleichzeitig in Ucbersetzung in verschiedenen Sprachen vervielfältigt vorliegen sollen. Weltkonferenz des Jüdischen Nationalfonds Sonntag, den 28. August, 10 Uhr vormittags, begaun im großen Saale des Kurhauses zu Karlsbad die erste Wcltkonfereaz des Jüdischen Nationalfonds, welche von dessen Hauptbüro im Haag, in Erfüllung langjähriger dringlicher Wünsche der Landcssunmelstcllcn, einberufen war. Anwesend waren: die Direktoren Prof. O. Wa rburg-Berlin, Justizrat Dr. M. J. Bodenh e i m er - Köln, Leopold Kessler-London, Boris Goldberg-Haifa und Dr .Arthur Hant ke - Berlin; ferner die Mitglieder der N.-F.-Vertretung in Erez-Isracl: M. M. U s s i s chk in und Ing. Agr. J. Etting er aus Jerusalem, sowie die Sekretäre des Hauptbüros und die Vertreter von etwa dreißig Lamicssammelstellen. Den Zuhörerraum füllten größtenteils Delegierte des Kongrosses. Am Präsidium nahmen die Direktoren und Mitglieder der N.-F.-Vertretung Platz. Weiter wurden auf Vorschlag des Sekretärs Nathan Groß-Haag in das Präsidium kooptiert die Herren: Dr. Hugo Schachtel- Breslau, Ing. E 11 i n ge r-Jerusalem, Rabbiner Zlotn i k - Montreal, Rad unski־ Warschau und Sekretär Pollak-Hang. Es folgen Ansprachen von U ssischkin und Prof. W a r b u r g. Zum folgenden Punkte der Tagesordnung: Bcrieht der N.-F.-Verwaltung erhält zunächst der leitende Sekretär des N.-F.-Hauptbüros in Haag Nathan Groß das Wort. Er verwies aul die in Händen der Delegierten und Zuhörer befindlichen, gedruckten Bcrichte der N.-F,-Verwaltung und führte folgendes aus: Die Tagesordnung behandelt drei große Fragenkomplexe, die Kolonisation, die Organisation und die Propaganda. Alles, was von den Referenten* vorgebracht werde, sei zunächst deren persönliche Ueberzcugting, und, wenn sich, nach gründlicher Beratung, die Konferenz auf gewisse Thesen werde geeinigt haben, so kommt ihnen zunächst nur konsultative Bedeutung zu. Die Vorschlage sind sodann der auf dem Kongresse neuzuwählenden Leitung des J. N.-F. zur endgültigen Ent- Scheidung vorzulcgcn. Die Beratungsgegenstände bctreffen schwierige und verantwortungsvolle Fragen. Jedenfalls wird der Kongreß darauf achten, was die in N.-F.-Sachen gewiß kompetente Konferenz vorschlage. Vielfach sagt man, es sei nicht Sache des J. N.-F., sich mit all diesen Dingen zu befassen. Andere wieder machen uns zum Vorwurf, daß der J. N.-F. nicht alle Kolonisatlonsaufgnben besorge. Beide Einwendungen sind falsch. Was Aufgabe des J. N.-F. ist, hat die Jahreskonferenz zu London im Vorjahre autoritativ festgestellt, nämlich Kauf des Bodens in Ercz-Israel und seine Amciioricrung. Ein großer Ucbclstand hat sich in der Organisation des J. N.-F. herausgestellt. Es fehlte bisher die organisdie Verbindung zwischen jenen, welche das Geld hcrbcischaffcn, das sind die Sammelsteilen, und jenen, die es verwalten, der Generalversammlung und seinem Direktorium. Die Sache wird klarer werden, wenn sic mir gestatten, einen Rückblick auf die bisherige Tätigkeit zu werfen. Hier sind drei Perioden zu unterscheiden. Bis zum Haager Kongreß hat sich die N.-F.-Vcrwaltung, unter der Leitung des verdienstvollen Johann Kremenczky in Wien, nur mit der Sammeltätigkeit beschäftigt. Es gab wenig zu verwalten lind nichts zu verwenden. Erst nachdem das Hauptbüro des J. N.-F. nach Köln überfuhrt wurde und dieser legalisiert worden war, begann die zweite Epoche durch Einsetzen der Tätigkeit dea Palästinaamtes. Gleichzeitig stellte man die N.-F.-Arbeit in einzelnen Ländern auf neue Grundlagen. Es begann die Dezentralisation der Sammelarbeit und damit die Trennung zwischen Verwaltung und Verwendung der N.-F.-Gclder. Das Hauptbüro, welchem sowohl die Kontrolle der Palästinaarbeit als auch die der Sammelarbeit oblag, nahm dabei eine vermittelnde Stellung eia. Die Bcamten des Hauptbüros empfanden dabei diese Trennung schmerzlich als eine Art Chalukka, wo es auch keine rechte Verbindung zwischen Spendern und Empfängern gibt. Diese Entwicklung erschien uns gefährlich und wir suchen ihr entgegenzuwirken. Schon nach dem Wiener Kongreß, 1913, versuchten wir eine verbindende Brücke zu schaffen und zunächst eine sozusagen papierene Brücke. Wir riefen nämlich eine, alle einschlägigen Fragen behandelnde Kolonisationsliteratur ins Leben, weiche einzig in der Zionistischen Organisation und wohl auch weit darüber hinaus dasteht. So entstand die N.-F.־Bibiiothek, so gaben wir die populär-wissenschaftliche Palästina-Zeitschrift ״Erez-Isracl“ in verschicdenen Sprachen und bisher 7 Nummern heraus. Et bleibt offen, wie weit dieser Versuch gelang. Die Unterlagen für die Beurteilung der N.-F.-Arbeit in Erez-Israel und im Gaiuth haben wir Ihnen, soweit es technisch möglich war, in unserem gedruckten Bericht bereitgcstcllt. Sie werden wohl die von früher her gewohnte Uebcrsicht über die Tätigkeit der Landessammelstcllen in unserem Bericht vermissen. Ich verkenne auch nicht, daß Lob und Tadel, welche bei solcher Gelegenheit, wie der Kongreß es ist, von diesem Platz her ausgesprochen wird, von großer Wichtigkeit sind. Doch die Exekutive hat uns in ihrem Gesamtbericht nur einen beschränkten Platz eingeräumt. Auch ist diese Uebcrsicht hier nicht mehr so nötig, seitdem auf An* regting des Hauptbüros bei den verschiedenen Landeskonferenzen solche Berichte erstattet werden und seitdem <lns Hauptbüro die wichtigsten Berichte und Protokolle der Länder zum Austausch bringt. Sic werden weiter wahrscheinlich die aus früheren Berichten gewohnte Bilanz vermissen, aus welcher ersichtlich ist, wie hoch sich unser Vermögen stellt und wie hoch die Spesen sind. Es ist sehr bedauerlich, daß wir diese Veröffentlichung nicht unserem Berichte anschließen konnten, um so mehr, als leider die Rede des Herrn Prof. Warburg, die er bei der Actions-Comitö- Sitzung in Prag gehalten hat, in der Presse falsch wiedergegeben war. Es hieß dort nämlich, daß die gesamten Regiespesen des J. N.-F. im Jahre 1920 nur 2 «/ס betragen haben. Ich berichtige hier, daß sie sich tatsächlich auf gegen 20 «,״ belaufen. Hiervon entfallen 13 «0׳ auf die Spesen der LandcssanimeUtclIen und fast 7 0/0 auf jene des Hauptbüros und der N.-F.- Vertretung in Ercz-lsracI zusammengenommen. Es mag dies viel erscheinen, wird aber schon erklärlich, wenn an die starke Verteuerung aller Materialien gedacht wird. Kostet doch der Ausweis der Spenden in den Blättern allein in manchen Ländern 10 0/0 und darüber. Auch muß bedacht werden, daß der J. N.-F. seit Gründung des Keren Hajessod, dem er die wachsenden Einnahmen aus der Sclbstbestcucning mit ihren großen Beträgen über¬ » Kommission gefordert wurde. Im Juni fand in London eine Sitzung der Mitglieder des Actions-Gomites statt, die an Dr. Weizmann das Ersuchen richtete, diese Resolution zur Ausführung zu bringen und Vertreter der Poale-Zlon, des Misrnchi und der Juden Palästinas in die Kommission hincinzuzichen. Es wurde beschlossen, daß die Herren Ussischkin, Dr. Ruppön, Dr. Feiwel, Dr. Friedenwald, Dr. Eder und Szokl (oder ein anderer amerikanischer Vertreter von gleichem Range) als Vertreter der Organisation in die reorganisierte Kommission cimtrcten sollten. Es konnten jedoch außer Herrn Dr. Eder nur die Herren Dr. Fricdcnwald und Szokl sofort hinreise». Herr Ussischkin konnte erst Ende September 1919 und Dr. Ruppln erst ira März des folgenden Jahres nach Palästina gelten. Die Frage des Mandats und der Grenzen. Die Ausarbeitung des Mandates für Palästina war einer besonderen Kommission, der Mandatskommission; übertragen worden, deren Vorsitzender Lord Robert Cedi war und der Oberst House als einer der amerikani'schen Vertreter angeiiörte. Die Kommission sollte sofort nach Festlegung der Friedensbedingluv,׳cn mit der Türkei zusammentreten. Auf Grundlage der Vorschlüge, die die zionistischen Führer der Friedenskonferenz vorlegten, wurde während der Sommermonate des Jahres 1919 im englischen Auswärtigen Amt ein Mancfatsentwurf ausgearbeltet und Ende September den zionistischen Führern unterbreitet Auf der Grundlage dieses Entwurfes wurden die Verhandlungen weitergeführt. Man erwartete, daß der Entwurf in kürze der Mandatskommission vorgelegt werden würde. Infolge von Umständen jedoch, die mit dem Zionismus selbst in gar keinem Zusammenhänge standen, verzögerte sich die Festlegung der türkischen Friedensbedingun\;en sehr lange, unef daher konnte die Frage der Mandate für die früher türkischen Gebiete nicht weHerkommen. Die weitere Entwicklung der Mandatsfrage gehört einem anderen Teile des Berichtes an. Auch die Behandlung der Gren/enfrnge ging nur langsam vor sich. De zionistischen Vorschläge’ über die Grenzen waren bereits in den Forderungen an die Friedenskonferenz niedergelegt worden. Herr Dr. Weizmarin und Herr Sokolow besprachen die Frage mit Vertretern des französischen Auswärtigen Annes imxI erhielten die Versicherung, daß alle jüdischen Kolonien in die Grenzen Palästinas eingeschossen sein würden und daß Vertreter der Zionistischen Organisation zu den Verhandlungen zwischen den Regierungen Englands und Frankreichs über die Grenzen zugezogen werden würden. Das letztere Versprechen wurde nicht gehalten. Die Regelung der Gtenziragc gehört einer späteren Periode an. — ־־ -r-> ״י» ז-.’••* •“<£״- « ־ י• A—l»S.nV.IIUItJUji< r über die türkischen Gebiete hatte sehr bedauerliche Resultate in Palästina zur Folge, die in einem anderen Kaoitel dieses Berichtes beschrieben sind Als Dr Weizmann im Herbst 1919 aus Palästina zurückkehrtc brachte er sehr beunruhigende Nachrichten mit. Er machte dringliche VorstcLungen beim Auswärtigen Amt. daß gewisse praktische Maßnahme!) ergriffen würden, um d.e Lage zu verbessern. Er verlangte, daß ein Bodenbesetz erlassen und c:ne Bodcnkonunission ernannt, daß l|:e״ Beschraneungen der Einwanderung abgeändert und daß die Entwässerung der Sümpte, der Brutstätten der Malaria unternommen würde; daß ferner Sanddüncn und Hugelilache» der Zionistischen Organisation für ׳Zl1r ,Vc״uK״״T gestellt würden; schl.eßlch, daß die Verwaltung reformiert würde. Es JnnCh •ke:ne Pr?kj':schen Schritte unternommen^ ״0!™״;•!k»,.2 ™,,יdieser Gelegenheit den Arabern gegenüber ihre Absicht, die Balfour-Deklaratio» zur Ausfuhrung zu bringen, aufs neue betonte. (Schluß folgt)