Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 68 (26.8.1921)
- Date
- 1921-08-26
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 48S JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 68 Eine Erklärung Sir Alfred Monds Sir Alfred M o 1» u veröffentlicht im ״Jewtsh Gironiete“ einen offenen Brief, wann es heißt: ״Lange bevor Herr Brandeis zur Konferenz »ach England kam, hatte f)r. Weizmasm mit mir Unterlialtungen über die Zionistische Organisation und livekutive gehabt. Zahlreich waren die Gelegenheiten, bei denen er mieli mit aller Kraft nufhmierte, ihm durch Hintritt in die zionistische Exekutive zu helfen. Ich war damals Mitglied der Regierung, wie teil es noch heute hin, und kam nach sehr sorgfältiger lieberleg miß und Beratung zum Schluß, dal! es i u r m i e 11 als M i t!* 1 i e d d er h r i t i s c 11 c n R e £ i c 1׳ u n g u 11möglich wiire, in die Exekutive einer Körperschaft eiii/utrotcm, die internationalen Charakter hat und die Verhandlungen mit der Regierung zu führe» Italien würde, deren .Mitglied ich war. Ich entschied daher, daß ich diesen Weg nicht gelten könnte, und informierte von diesem Hnischliili l)r. Wci/mnnu und andere. Zum ersten Male hatte ich das Vergnügen, Herrn Bramleis zu sehen und seine Anschauungen zu hören anläßlich eines Lunch, an dem er, Dr. Frankfurter und Dr. Weizmann als meine (.Kiste tcihudimeu. Wir liatteu eine sehr erscliöpfcndc und offene Diskussion über die Situation, und ich erklärte ihnen, wie ich es Dr, Weizmann selbst erklärt hatte, warum ich mich nicht in der Lage fühlte, in eine solche Körperschaft einzutretca, wie die Besprochene, Ich erinnere mich sehr gut, daß ich einige (iespräche seinerzeit mit Lord Re n di 11 g über der! (icgenstaml gehabt Imbe, und obzwar er sehr an den Palästinafragen interessiert war, hatte er sich doch nie in die Frage der Zionistischen Organisation als solcher vertieft und er fühlte, wie ich selbst, dal! er als ei!» Mitglied eines solchen Komitees nicht tcihichmen könnte. Ich hatte eine weitere Unterhalt!!!»״ mit Herrn Braiideis um! Herrn l)r, Weizmann bei einer späteren Gelegenheit, mul ich muß ganz offen erklären, daß, obzwar Herr Bramleis einige allgemeine Ideen darüber hatte, was nach seiner Ansicht getan werden könnte, ich niemals von ihm irgendetwas hören konnte, das einem ausge irheiteten Plan ähnlich war, und ich bin erstaunt, jetzt zu hören, daß damals irgendetwas von ihm vorgebracht wurde« ist, was wirklich als ein praktische r Plan bezeichnet werden kann. Was die Konferenz anlangt, nahm ich an einer Sitzung des erwähn teil Komitees zusammen mit Herrn James de Rothschild teil, mul aus irgendeinem Grunde kam Herr Brandet«, der eiugcladcn worden war, nicht. Soweit meine Erinnerung geht, berührte die Diskussion au jenem Abend eine beträchtliche Anzahl von Gegenständen, aber berührte in keiner Weise die Vorschläge, auf welche sich die Erklärung der amerikanischen Führer bezieht. Ich kamt die Erklärung nicht verstellen, dal! ״bei der Sitzung des Komitees in dieser Nacht Dr. Weizmann einen entstellten Bericht der Situation gab“. Ich möchte hin/.triügen, daß ich schon, bevor diese Sitzungen stattfandeii, den!,lau eines ״Economic Council for Pnlcstine“ (Wirtschaftsrats für Palästina) gefaßt hatte, um darin Männer von führender Stellung zu versammeln, die bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes helfen wollen, aber aus manchen allgemeinen Gründen cs unmöglich finden, der Zionistischen Organisation anzugehören. Ich erinnere mich, daß ich dies seinerzeit Herrn Brandeis erklärt habe. Dieser Wirtschaftsrat ist nun als Gesellschaft unter dem Namen ״The Economic Board for Palesfine“ konstruiert worden. Er wird, wie ich zuversichtlich hoffe, in der Zukunft ausgezeichnete Arbeit leisten, unabhängig von der Zionistischen Orgnnisation selbst,;!her in engster Harmonie mit ihr.1‘ -mrrni דדר^זוז1ו«וחו..8יי 1^ Konstituierung der Landsmannschaften und Fraktionen auf dem Kongreß Wir bringen nachstehend den § 2 der Geschäfts- Ordnung betreffend die Bildung von Landsmannschaften, Sondcrvcrbandsdclegationen und Fraktionen zur Kenntnis. ״ij 2. Lands in antischa f t cn b z w. Sonder- Verbands d e I e g a t i 011 e 11 u n d F r a I; t i o 11 e 11. Die auf dem Kongreß anwesenden Delegierten bilden Landsmannschaften bzw. Sonderverbandsdclegationen und Fraktionen. Die Rechte einer Landsmannschaft (Sonderverbandsdelegation) sind von dein Zusammenschluß von mindestens zehn Kongreßdelegierten abhängig. Entscheidend hierbei ist die Zahl der gewählten Delegierten. Die Rechte einer Fraktion sind von dem Zusammenschluß von mindestens '10 Delegierten auf dem Kongreß abhängig. Jeder Delegierte ist berechtigt, bei Austritt aus einer Landsmannschaft sich einer Fraktion anzu• schließen. Landsmannschaften und Fraktionen haben ihre Konstituierung und die Zahl ihrer Mitglieder vor der Eröffnung des Kongresses dem Actions-Comile• anzuzeigen. Erfolgt die Bildung derselben während des Kongresses, so genügt die schriftliche Anmeldung beim Kongreßpräsidium. Die Bildung einer Fraktion kann spätestens bis zum Beginn der zweiten Kongreßsitztmg erfolgen. Für die Delegationen der Sondereerbände gilt grundsätzlich das gleiche wie für die Landsmannschäften.‘* Die Mitteilung über die erfolgte Konstituierung ist sn das Kongreßbüro zu leiten. Diese Mitteilung soll folgende Angaben enthalten: 1. Namen der Landsmannschaft (bzw. Sondcrverbaudsdclegation oder Fraktion). Z Volte Liste der Delegierten, die dieser Landsmannschalt (bzw. Sondervcrbandsdclcgation oder Fraktion) als Mitglieder angeboren. 3. Namhaftmachung des Vorsitzenden bzw. desjenigen Mitgliedes, welches zur Vertretung der Landmannschaft (bzw* uclvgatkm oder Fraktion) sowie 2ut Eutgegennahtne von Schriftstücken für dieselbe borechtigt ist. ’ Lünclwlifscliaflllcltc Ausbildung orthodoxer ״Der Jude“, Warschau, teilt mit, daß eine Gruppe orthodox« Politiker tu Warschau beschlossen hat, eine Farm zur landwirtschaftlichen Ausbildung von orthodoxen jungen Leute», die nach Palästina gelier» wollen, m gründen. Außer dt:1» *Mistigen Einririitimgcit Werden an der Farin T almud-Kurse einßcricliiol, 11111 dem jungen Leuten Gelegenheit zu gebet!, jüdisches Wissen zu pik,gen. Besondere Aufmerksamkeit soll den Teilen des Talmud geschenkt werden, sich auf Palästina beziehen. die ler m 1!cr Die Ausweisung der KoRimunlsfeti aus Palästina Die arabische Zeitung ״Liasan nf Arnb" teilt nach 1״Haare/.“ mit, daß IS Kommunisten beiderlei Go sclilechts, die während der Maiunruhen verhaftet worden waren, von der palästinensischen Regierung ausgewiesen wurden. Sie reisten mit der ״Sizilia“ nach Konstantinopef ab. Der Völkerbund und die jüdischen Flüchtlinge Wie der Londoner ״Z e i t“ ans Paris berichtet wird, hat die ״Ica“ dem Büro des Völkerbundes in Genf, bet dein eine Sektion für russische Flüchtlinge eingerichtet wurde, einen Plan zur Schaffung einer besonderen Sektion für jüdische Flüchtlinge unterbreitet. ״Ica“ ist der Meinung, daß man zu diesem Zweck unter den Juden eine Million Pfund aufbringen kann. Der Streit um Wilna. Am 25. August beginnen in Geni die Verhandlungen der polniscli-litauiscncn Konfern!/, bei der dem Hymaussclkm Projekt gemäß, auch wcißrullicmsclic und jüdische Vertreter aitgchört werden müssen. Der Völkerbund und die Juden. Stanislaw Neyman, Mitglied des Völkerbundes, hat sich während seines Besuches in Polendem Warschauer Vertreter des ,,Kurier Lwowski“ gegenüber geäußert, daß das Sekretariat des Völkerbundes auf Intervention der polnischen Regierung beschlossen habe, die beim Völkerbünde eiiilattfendci* Klaget! und Beschweren jüischcr Organisationen über die Lage der Juden ii» Polen, erst zwei Monate nach derer( Ucbcrreichtiiig, unter die. Mitglieder des Völkerbundes zirkuliercn zu lassen, damit der polnische» Regierung Gek’gecnhcit;;ehoten werde, sich zu den Beschwerden zu äußern. Die Mitglieder des Völkerbundes erhalten daher die jüdischen Beschwerde!» zusammen mit der Antwort 11er polnischen Regierung. Verschiebung des Besuches von General Gouroud in Palästina. Der Gegenbesuch des französischen Oberkommissars in Syrien, General Gouroud in Palästina, der für Anfang August avisiert war, wurde auf uribestimmte Zeit verschoben. Wie in den Bcirutcr französischen Kreisen verlautet, ist dies auf die neue Spannu'iig /wischen Frankreich und England zurück• zuführen, da Frankreich mit der englischen Politik im nahen Osten, insbesondere mit der Unterstützung der Emire Fcisul und Abdallah durch England überaus unzufrieden ist. £iter<1riscbc {Qitteilungen Der Jüdische Verlag hat es, wie er 1ms mittcilt, übernommen, mit zwei Neuerscheinungen zuverlässige Wegweiser durch die jüdische Literatur zu schafl'eii. Von Simon Bernfeld, einem der besten Kenner des jüdischen Schrifttums, erschien eine Einführung׳ in ״die jüdische Literatur“ (zunächst Teil I Bibel, Apokryphen und jüdisch-hdlcnistisches Schrifttum), das dieses Gebiet zum ersten Male unter modernen und zugleich jüdischen Gesichtspunkten behandelt. Joseph Klausner gibt eine ״Ge* sc liielste der n e u h e b r ii i s ch e 11 Literatur“ mit klarer Gliederung der einzelnen Epochen und Riehtungen sowie mit anschaulich kurzen Charakteristiken der wichtigsten Persönlichkeiten tJes ncnhebräischeii Schrifttums, eines Map», Sinolenski, Gordon, Aclind flaam, Mendele, IVrcz, Bialik u, a. Die beiden Bände sind trotz des mäßigen Preises (br, 17 M., geh. 22 M., br. 13־ AL, geh. 20 AL) sehr gut ausgestattet, so daß sie sieh ebenso sehr wie zum Studium auch zu Geschenkzwecke» eignen. Von Jakob Klntzkius ״Hermann Cohen“ erscheint soeben im Jüdischen Verlag eine zweite verbesserte Auflage, die allen empfohlen sei, die den Erwerb der ersten Auflage verabsäumt haben, die aber auch den Besitzern der ersten Auflage wegen ihrer wertvollen Ergänzungen höchst willkommen sein wird. Man wird sieh erinnern, wieviel Beachtung das Werk damals im jüdischen Publikum aller Riditimgcn gefunden hat, begeisterte Zustimmung und lebhafte» Widerspruch, aber einen Widerspruch, der bewies, daß es sich hier um eine geistige Auseinandersetzung von prinzipieller Bedeutung handelt. Je mehr Hermann Cohen als Repräsentant einet־ bestimmten Epoche der jüdischen Ck'isU'sgesdiichte erscheint, um so mehr verlohnt es sich für jeden einzelnen, zu diesem Buche über ihn Stellung zu nehmen. (Preis br. lö M., gcb. 21 M.) ,!״> Verlage der ״Freien. Zionistischen Blätter“ Heidelberg, sind soeben drei aktuelle Broschüren erschienen. Dr. Jakob K 1 a t z k i n setzt sich in einer Schrift ״Jüdische Politik“ in drei Aufsätzen mit den wichtigste.!» Erscheinungen und Fragen der national■« jüdischen Politik der letzten Jahre auseinander. In einer zweiten ׳Broschüre: ״Bilanz der zionistischen Politik“ gibt Dr. N a cli u!11 G o id m an ת eine prinzipielle Kritik der •zionistische« 1*01 itik der letzten Zeit. Die dritte Broschüre: ״Forderungen an den Xli. Kongrell“ enthält ein umfassendes Aktionsprogramm für de» zionistisclten Kongreß mit einer eingehenden Begrumhmg und Komvmenticroitg der einzelnen Thesen und 'Forderungen. 5 Ferner ist' im gleichen Verlage eine Schrift erschienen ,von E. B. Sadinsky: ״Die nationale Sozietät“ (Beiträge zur Lösung der Judenfrage im Zusammenhang taut dem allgemeinen nationalen Problem) In dieser Schrift bietet der Verfasser den Entwurf einer völkerrechtlichen Rcgcinii;; der J11<le:1w.1־ge, durch die er mich das Gahuhjiideuium natkmaljxgmscli ״״f dem jüdischen Gemeinwesen in Palästina in einen or. ganisatorischen Zusammenhang!)ringen will. Ihr Ent- Wurf basiert auf *lein Gedanken einer Scheidu!;;׳ staatlichen und der natioimk» Sphäre der Volker, welcher der Verfasser die alViuige Möglichkeit radikalen Lösung des nationale» Problems erblickt. Auch lieft •1 der ״Freien Zionistischen Blatter“ ' ist erschienen, das dem XII. Zionislenkongrcfi gewidmet ist. Außer einem umfassende» einleitende» rcriakli01H‘]'u> Aufsatz: ״Forderungen au de!» Kongreß“ enthält das Heit Beiträge von Dr. Jakob Klatzkin: ״Der Bankerott der Diplomatie“: Eugen Höflich: ״Gegen Le״«״ und Legionsgesiniuiiig“; Mn ns 1(0)1 n: ״Unser AVeg׳; Dr. AL Bei l in sott: ״Der Zionismus und das jüdische Volk“; und Israel ZangwHl: ״lto und Zionismus“, Alle Pubükntoren sind v:>m Verlage der ״Freien Zk> nistisclien Blatter“ Heidelberg, RohrbadierstralSe IS zu beziehen, sowie durch alle jüdischen Buchhandlungen. Rosinkess mit Man dien. In Nr. .IÖ/-17 der ״Jüdischen Rundschau“ vom 10. VI. 1921 lese ich eine Besprechung meines Buches ״Kosinkess mit Mandlen", die mich zu einige» kurze» Bemerkungen veranlaßt Die Besprechung beklagt sich, daß ״inciirca■ Nummern gar nicht jüdischen Ursprungs“ seien Ich bähe die Anekdote» unter ostjüdisc'nci» Kantlcutcii und Studenten gesammelt, die trotz ihres Auf.1»» halte» in der Schweiz, die ostjüdischen Ueber!iefcrun״en treu erhalten haben. Ob eine Anekdote jüdischen «xler anderen Ursprungs ist, ist äußerst schwierig zu ent• scheiden. Es erfordert eine tiefgehende wissenschaftliche Untersuchung, diese Frage richtig beantworten zu können, jedenfalls kann sie jucht auf Grimtl des bloßen persön 'iciicn Dafürhaltens des einzelnen entschieden werden. Oh eine Anekdote fremde» Ursprungs »or tausend oder vor zdw Jabreu vom jüdische» Volke aufgenommen wurde, blot sich ganz gleich, wenn nur diese Anekdote Gemein״,) des Volkes wurde. Auch die Sintflutsage ist nicht um*•• stritten jüdische» Ursprungs. Vielleicht ist sie babvkmi• sehen vielleicht indiselten, vielleicht gar chinesischen Ursprungs. Nichtsdestoweniger ist die biblische Version der Sintflutsage durchaus jüdisch. Ich habe hier in Südafrika ״charakteristische“ Irland-Anekdoten gehört, die mit knappen Aendcrunge» unter den ech!;russischen Bauern leben. Eine irische to'.k'.oristischc Sammlung wird diese Anekdoten ebenso aufnehmen müssen, wie eine russische. Sache des wissenschaftlichen Folkloristen wird es sein, de» gemeinsame» Ursprung dieser Anekdoten 111״• zufinden. Ihre Besprechung sagt: ״Viele a» sich entzückende Anekdoten sind international und werden auch dadurch nicht jüdisch, daß ihre. Heldei» jüdische Namen tragen.“ International? Woher weiß cs denn der Verfasser der Besprechung? Doch sicher, weil er sie bei verschiedv»en Nationen getroffen hat So sind sie auch im jüdischen Volke verbreitet. Und wer weilt, ob nicht manche dieser ״internationale»“ Anekdoten jüdischen Ursprungs sind und den Wanderungen der Juden von Volk zu Volk äire Iiiternationalität verdanke». Aus dem Talmud wurde in meine Sammlung 1»ue die Serie der Bar-bar-Chona MiinchhausLaden aufeennramen, weil sic eine höchst interessante und belehrend« Parallele zu den ähnlichen ostjiidischen Schwänken hilden. Ihre Aufnahme in eine Sammlung ostjüdischer Volkslitcratur ist daher durchaus nicht ״befremiU-mf", wie Ihre Besprechung meint. Ich schreibe diese Zcijeu, um die oberflächliche Betrachrungsart Ihres Kritikers (die sicher nicht jüdischen Ursprungs ist) zu widerlege», und damit Ihr Kritiker ״nicht auf den Gedanken kommt, daß er recht hat". Capetown (Südafrika), I I. 7. 21. Dr. I n! m. O I s v a n g e r. Jüdisches Theater Unsere Leser werden aus den verschiedene» Actlik• rtmgtn der Berliner Tagespreise über die ersten Ver• «־uistaltungcn des ״Jüdischen Tbcatervcrems״ ersehen haben, .einen wie starken Eindruck die künstlerischen Darstellungen der Kräfte der Wi.naer Tnipp« hier ,;.!• v'orgerufen haben. Auch in nichtjüdischen Kreisen ha! z. B. der vom Sem!tz\vrba1:d deutscher Schriftsteller veranstaltete Abend sehr stark gewirkt; insbesondere wäret! es die chassidisehcn Motive, die durch die feine Einfühlungsgabe der Darstellenden ticigchemie Wirk tatgen ausgelöst haben. Nacii außerordentlichen Schwierigkeiten ist es miiv mein׳ gelungen, ein längeres Gastspiel der Wihwer Trup-pe üt Berlin zu sichern, das unter dem Namen ״Jüdisches Künstlertheater“ am 1. September im ״The• ater in der Konunandantcnstraüc“ seine Vorstelluiucn eröffnen wird. _ Es dürfte außer Zweifel stehen, chti die ■vorzügliche Truppe auch hierin Berlin dem jüdischen Theater neue Freunde werben wird, da sie versuchen wird, unter Vermeidung der Spekulation aut billige Wirkungen nur das Beste der jüdischen Dramatik za geben. Fast alle bekannteren Kräfte des ״Vereins Jt•• disch-Dramatiedicr Artisten“ (Wihtaer Di.pjv• sind an dem Gastspiel beteiligt, insbesondere nennen wir die Damen A lom is und B1 u me 11111 al und die Uenett Seheur, Zetaso, (irosbart Die künst• Icrische Leitung hat der Schottin Warschau als Regisseur t:1Ug gewesene Herr David Hermann übernommen Als Eröffnungsvorstellung ist Perez Hirschbeins 1״ ustckretsdime“ in Aussicht genommen, die von der Witnacr Tnippc vvoiil an die 21M) Mal gespielt worden ist Wir empfehlen aEen Freunden jüdischer Kunst den Besuch der Vorstellung des jüdischen Theaters und behalten uns nähere Besprechungen der Aufführungen vor. Für die Ausreise von Scholen! Aleichcns Kinder tKlcl Anmnka. ^׳c •amerikanrsch-jüdisclte Schnftsteherumo» ״J. L. Perez“ richtete ein Telegramni an br^f1 m mit der Bitte, de» in Sowjetrußland Atckhems die Ausreisö zu erlauben, da die bevorstehende Herausk?Shm'f .V;°lk'JaJld,T<-'n Ausgabe der Werke Sclioki» mache der &1>0* des