Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 68 (26.8.1921)
- Date
- 1921-08-26
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile •4S(j JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 68 zweig im Blut läge) nie gekannt — eine ßchatiptung, die im Mumie eines russischen Juden und in ulen Spalten des ״Berliner Tageblatts“ allerdings seltsam anmuten muß. Schließlich ist das ,,Berliner Tageblatt“ jedoch kein wissenschaftliches Organ, und Herr P. Bar- «11 an schreibt keine reine Wissenschaft. Diese Rcitt-ach sehe Theorie des jüdischen Nichtseniilisintis hat Herr Barch,,in in den Dienst einer Gesellschaft stellen wollen, die diese Theorie sicherlieh liiifs entschiedenste ahldint, und der er nur einen schlechten Dienst erwiesen hat. ORT (luitiakn der russischen Bezeichnung der ״Gesellschaft zur Forderung des Handwerks und der Landarbeit unter den russischen Juden“) wurde vor einigen Jahrzehnten unter dem Einflüsse von russischen Sozialrevolutionären Ideen, die auch in der hebrüiseheii Literatur starken Anklaiig fanden (JVlapu, Lilienblum, Gord.au), von jüdische« Notabein in Rußland gegründet. Trotzdem sie sich der Sympathien der jüdisch-russischen Intellektuellen und l'inanzknite erfreut hat, ist es ihr nicht gelungen, im ,Laufe der Jahrzehnte auch nur entfernt so viel Juden i«1 Rußland der Landwirtschaft zuz.ufiiluen, wie es die Zionisten in Palästina mit geringeren Mitteln in kürzerer Zeit getan haben. Aber der Krieg mit seinen absonderlichen Wirkungen hat auch hier manches geschaffen, was man nie für möglich halten konnte. Die Hungersnot und die Lage in den ehemaligen besetzten Gebieten zwangen die Juden, während des Krieges ihren Bedarf an Landesprodukten zum Teil selbst zu produzieren. Fs entwickelte sich besonders die sogenannte städtische Landwirtschaft, die Laubenkolonial. ORT, die inzwischen in Berlin ein Büro etabliert hat, sah hier eine gute Gelegenheit, einzugreifen, die aufkonnnende Tendenz zu stärken und zu verwurzeln. Fine durchaus löbliche, von allen Gesichtspunkten nur zu begrüßende Aufgabe. Das stellt nun P. Barchau so dar, als ob die Juden in ״Rußland“ zu bü, 70, ja mancherorts sogar 100 Prozent Ackerbau treiben. Er schildert sentimental das Idyll des ״russischen“ Paradieses: ״Die gesamte Einwohnerschaft des Ortes (Männer, Greise, i'iauen um! Kinder) sind aut dem Felde, mul sucht der Fremde, um Auskunft zu erhalten, den Rabbiner, so findet er auch ihn, den alten langbävtigcn ״Row“ und sein Weib, die ״R ii bb i z e n“, hinter dem Pflug.“ Den Popen im selben Dorfe, in dessen Adern sicherlich mehr slawisches Blut fließt, als in denen des Rabbiners, findet man gewiß n i c h t hinter dem Pfluge, aber der Rahbitter, der erst unter dem Zwange der deutschen Militärherrschaft aufs Feld gehen mußte, um sich ein paar Kartoffeln zusnmmcii/usndicii, damit er nicht Hungers sterbe, kann sich von seinem Pfluge gar nicht trennen. Solchen Unsinn schreiben Leute, die im Kampfe gegen den Zionismus immer wieder behaupteten, der Jude eigne sich gar nicht mehr für die Landwirtschaft. Ja, sehen Sie, Rußland, das1 ist was anderes. In Rußland, in dem heiligen Rußland ist sogar ein solches Idyll möglich: ״Hier und da, und bisweilen öfter, kehrt der ehemalige Besii/er, der Hauer zurück, der inzwischen im itutern des Landes während des Krieges es zu Geld gebracht und dennoch nach der angestammten Scholle sich /tirücksehnt, und der Jtule bezieht das angrenzende verlassene Feld. Oder auch er bleibt als l< 11 e c I; 1 bei dem zuriiekgekehrten Bauer, der es sich leisten kann. Aber zu seinem alten Beruf kehrt der Jude nicht mehr zurück. Er hat den Acker liebgewonnen. Zn Reibungen kommt es nicht.“ Scliadc tmr, daß sielt Herr P. Barchau nicht die Mühe genommen hatte, diesen Rabbiner aufzusuchen. Hinter dem Pflug würde er ihn ver« nmtlich nicht gefunden haben, dagegen aber hätte er ihm ein Liedchen singen können über die Roibungen, zu denen es in ,,Rußland“ angeblich nicht kommen soll. Uebrigcns was ist Rußland? Die Herren, die sich gar nicht genug über den Aainexionisimis der deutschen Generäle empören konnten, zählen noch Warschau, G rod 110, Kowno und Wilna 711 Rußland. Im eigentlichen Rußland gehen wirklich viele Juden unter dem Druck der Verhältnisse und dem Einflüsse der neuen Ideen zur Selbstversorgung über, jenen Juden jedoch kann und braucht ORT nicht zu helfen. Ihre. Tätigkeit kann sich nur auf die Raudstaaten erstrecken. ■ Fs ist wahrlich erschreckend, mit welcher Un- Verantwortlichkeit man über uns russische Juden die Welt unterrichtet Behüte uns, Gott, vorunseren Freunden! Das Palästinaamt ist vom Montag, den 29. August, bis zum 11 September, geschlossen. Montag, den ׳*■ •־׳«T\ T f\ Ein Memorandum der Exekut.vc Wie wir bereits kurz gemeldet, brachte der letzte ewisli Cliromelc“ die Antwort der Exekutive auf das Memorandum der amerikanischen Minorität. In der ein* leitenden Bemerkung wird gesagt, daß die Antwort den Versuch machen will, Kontroverse aus dem persönlichen CI1:uaki1׳r, die sie bedauerlicherweise durch die Par- Stellung der Amerikaner bekommen hat. auf ein stich - liehes Niveau zu heben. Fs handelt sich um den Gegensatz zweier Auffassungen von jüdischem Nationalismus. Diesen Gegensatz möglichst klar licrauszustelleu und seinen Zusammenhang mit den Konflikten aufzuzeichnen, 'st der Zweck der Antwort der Exekutive. Wir wollen;leieli vorwegiiehntcn, daß unseres Erachtens diese Auf- *abe in «lein Memorandum der Leitung, welches dein Kongreß ״kichfalls vollinhaltlich vorgelegt werden wird, vorzüglich gelöst zu sein scheint. Es steht turmhoch über dem amerikanischen Pamphlet und sucht, immerhin mit einer maßvollen Zurückhaltung im Persönlichen, den wesentlichen, für die gesamte zionistische Ideologie wichtigen Kern vier Sache dar/.tilegen. Wir können selbstverständlich an dieser Stelle mir einen Auszug ans dem umfaiigreidH'u Schriftstück hriiigen. Der eiste Abschnitt gilt der Londoner Konf eren/. Das Memorandum verweist auf die Verdienste der Amerikaner um die materielle Erhaltung der Organisation während des Krieges, die jedoch 1m-?li'ickseligerweise bei einzelnen amerikanischen Führern eine falsch« Anschauung von der Rolle haben entstehen issen, die eine einzelne Lnudcsurgauisution im Zionismus spiele u kann. Einer ihrer Vertreter formulierte das einmal mit den Worten: ״Wer zahlt, hat auch zu reden.“ Es entstand die Auffassung, daß jahrelange Erfahrung in Palästina und in der nationalen Bewegung, genaue Kenntnis der jüdischen Massen Osteuropas, die das i I.'iuptkoiifiiigeut unserer Kolonisatoren stellen werden, daß all dies nicht in Betracht kommt gegenüber den Rechten derjenigen,■ die das Geld geben. Sogar die politischen Leistungen 1111(1 die genaue Kenntnis der Erfordernisse einer Zusammenarbeit mit den Behörden wurde als minder wichtig angesehen. Rein lokale Erfahrung, amerikanische Auffassungen itml Methoden politischer und ökonomischer Arbeit, die von denen in Europa und Palästina ganz verschieden sind, wurden als maßgebend erklärt. Dies kam bei der Londoner Konferenz zum Ausdruck. Die Amerikaner beherrschten die ganze Konferenz, und jeder wollte sie zufricdeustellen. Das Resultat war die Einsetzung einer Exekutive, wie sie bisher in der demokratischen Zionistischen Organisation unerhört war. z\ls erster Schritt des Dreimännerdircktoriiinis winden Simon und de Lieme in die Exekutive berufen, unter Bedingungen, welche die Vorstellung er• weckten, daß sie diktatorische Gewalt auf allen Gebieten des Zionismus haben, mit einziger Ausnahme vielleicht der rein politischen Angelegenheiten. Weiz.mann und Sokolov Italien diese Ernennung bei dem widerstrebenden Adions-Coniite durchgesetzt, tun die Amerikanerführer zufrieden zu stellen. Die Ainerikanerdelcgierten waren allerdings nicht gewählt, sondern ernannt, und damals schon entstanden Zweifel, oh sie wirklich die Massen ihres Landesverbandes repräsentierten. Die amerikanische Mentalität. Die Tendenzen der Brandcisgruppe bedeuten eine ganz■ neue Denkungsart im Zionismus. Der zweite Abschnitt des Memorandums versucht, ihre Mentalitiit in drei Punkten zu umschreibe״. Erstens: sie gellen von der Voraussetzung aus, daß Palästina heute schon für eine Wirtschaftspolitik reif ist, wie sie in den hochentwickelten Industrieländern gilt. Da die Geschichte Amerikas berichtet, daß Amerika von ein- /einen Siedlern kolonisiert worden ist, ohne jede öffentliehe Hilfe, so glauben die Amerikaner, daß für Palästina derselbe Weg׳ zu gehen ist, So wie in Amerika das Privntkapital die I Fu1pt(|11cHc der wirtschaftlichen Ent- Wicklung ist, so sollte auch Palästina durch Privatkapital aufgebaut werden. Es ist aber ein grober Irrtum zu ineiiicu, daß Palästina heute schon für derartige Kolonisation geeignet ist. Die Bedingungen, unter denen einst Amerika und unter denen heute Palästina kolonisiert wird, sind grundverschieden. Das Memorandum weist auf die wichtigsten Unterschiede hin und stellt fest, daß die Amerikaner nicht selten wollen, daß die unter den gegebenen Verhältnissen unvermeidlichen Rückschläge und vorübergehenden Mißerfolge nicht von dem ein- /einen Siedler oder vom Privatkapital finanziell getragen werden können. Ihr System ist abstrakt, mechanisch und beinahe kindisch. Man schuf die Theorie, da/.‘► seit der Enicmmu;׳ _ Herbert Samuels alle politischen Minderuisse beseitigt ist und daß daher der Zionismus seinen politischen Cliarakter aiiigeben und eine bloße Kolonisationsgesellseliaft, vielleicht mit einer Vertretung in Loiv don, eingerichtet werden soll. Der zweite Punkt des ßrandeis-Programms ist — trotz, gelegentlicher Verschleierungsvcrsuche — die Auflüsting der Zionistischen Weltorganisation. Die nach dem Krieg entsetzende antisemitische Bewegung in Amerika mul die Publikation der berüchtigten ״Weisen von Zion“ genügten, tim in mandien ziomstisdien Kreisen eine Furcht zu erzeugen und sie sobald als möglich jede Spur einer ״iiiternationaleu“ jüdischen Organisation verwischen zu lassen. Alle äußeren Kennzeichen d<׳r einheitlichen Weltbewegung sollten heseitigl werden, vielleicht mit der einzigen Ausnahme des Kongresses, welcher zu der Rolle eines ״Resonanzbacleus der zionistischen öffentlichen Meinung“ herabgedrückt werden sollte. Die zionistische Bewegung sollte 11! eine Zusammenfassung von unabhängigen Landes- Organisationen aufgelöst werden, deren jede ihre eigenen Gelder aufbrinivt und ihre eigene Kolonisation in Palastma führt Die zentrale Exekutive sollt« aller Macht zu einer Aufbauaktion beraubt werden. Wie unter soldum Umständen diese .Exekutive in den Augen der Maudatarmacht oder der palästinensischen Regierung eine Autorität behaupten oder Rechte und Konzessionen ans dem Mandate beanspruchen sollte, wird nicht gesagt. Die Furcht vor der ״intemationalität“ kam nicht nur m der politischen Haltung, sondern auch in der Haltung zu unseren Finanzinstituten zum Ausdruck. Man hätte annehnicn sollen, daß gerade in Amerika die Führer der Bewegung die Notwendigkeit richtig cmgcschäut hätten, den Jcwish Colonial Frust zu einen! erstklassigen Finaiv/instniniciit zu entwickeln. Eine sulch,. Entwicklung war allerdings mir möglich, wenn die U.ml, die Möglichkeit hatte, Filialen in den 1 laiiptzcntren dt.s jüdischen Lehens und insbesondere in Amerika zu 1;nm. den. Zur Zeit der Convention in Buffalo kam Cowa! nach New York, unter anderem mit der Absicht, dort eine Filiale des J. C. T. zu errichten. Aber er stiel; auf entschiedene Ablehnung seitens der Brandeis-Mack• Gruppe. Sie glaubten, daß eine jüdische Bank mit Filialen in verschiedenen Ländern des ״hiternationalimus“ ver- (läclilig sei und dem guten Ruf der aincrikauix'ch«» Juden als loyale Staatsbürger schaden könnte. Die Ha!- tung derselben Gruppe zum Keren Hajessod war eine weitere Folge dieses Vorurteils gegen den Charakter• einer Weltbewegung. Der dritte Punkt, vielleicht der wichtigste, war die Unterschätzung der Imponderabilien, der Triebkraft der Idee. Die Kolonisation Palästinas war eine geschäftliche Angelegenheit. Diese Auffassung zeigte sich in zwei praktischen F'ortlonmgon. Einerseits sollten alle Zweige zionistischer Tätigkeit in Palästina, die nicht t geschäftlich sind, aufgcl;issen oder dem Jischuw selbst I übertragen werden; andererseits führte die Unter- Schätzung der Idee und die Auffassung des Zionismus als geschäftliche Angelegenheit natürlich zu der Illusion, (lall die Verwaltung der zionistischen Angelegenheiten von nun an ״Spezialisten“ übertragen werden kann, ohne Rücksicht auf ihre zionistische Gesinnung und ihre Erfahrungen in der nationalen Bewegung. Dieses hi;:, der Sachverständigen hat zeitweilig weite zionistisch. Kreise ergriffen. Die jdee ist zweifellos gesund, unü j matt F.at auch vor und nach der Londoner Konferenz tiin'rnuidlu'li versucht, sachverständige Kräfte für (lies.! Aufgaben zu gewinnen. Aber die Uebertreibuiig ist ge- | fähriieit. Die Bedingungen Palästinas, das Menschen-; material usw., verlangen besondere Kenntnisse, die ebenso 1 wichtig sind wie geschäftliche oder fachmännische Kennt-! nisse. Darum brauchen wir Fachmänner, die gleichzeitig unserer Idee ergeben sind. Freilich gibt cs sehr wenige, die beiden Anforderungen imtsprechca, lind darum miiswr. wir sie allmählich erziehen. Trotz dem Bewußtsein der Divergenzen haben sich die Londoner Führer bei der Jahreskonferenz zu einem Kompromiß bewegen lassen, tun dadurch den Beginn der Aufbauarbeit zu ermöglichen. Diese Hoffnung er• iüllu׳ sich nicht. Wenige W'ucnvn nach der Konteren/ zeigte es sielt, daß die neue Leitung keinen Anhang hat und nicht imstande ist, große Gcldmiitel zur Durchfiihrtmg der zionistischen Arbeit uuf/uhringen. 1 >ie erste Sciiwierigkcit ergab sich beim Keren Hajessod. Die Konferenz hatte ihn beschlossen, 1ml die Exekutive mußte die notwendigen Institutionen schäften. Da i.'.t Gelds!rom aus Amerika rapid;ibnahm, war die schon..,, Aktivierung des Keren Hajessod eine l.cbcusnotweud'.g• Reit des Augenblicks. Die einzigen geeigneten Männ.-r zur Durchführung dieser Arbeit w.ifcii olteuhar die 11■ lieber der Idee, binion und de Liane wußten auch keine andeten Kandidaten namhaft zu machen. Aber die IVheber der Idee konnten eine derartige Arbeit nicht unter Bedingungen beginnen, welche allen Entausiasmas und alle Opferwilligkeit der zionistischen Massen ausschloß. So zeigte es sich gleich im Anfang, daß die unter dem Drucke der amerikanischen Führer eingesetzt׳■ Exekutive nicht einmal imstande war, die Keren ii.1jessodarbeit zu beginnen. Es muß mit allem Nachdruck festgestellt werden, daß die Urheber der Keren Hajessodtdee keine Absicht hatten, Simon und de Lieme zu boykottieren; im Gegenteil, sie waren zu jeder Mitarheit bereit, aber sie konnten nicht die Voraussetzung akzeptieren, daß die Fähigkeiten dieser beiden Herren für alle Zweige des Zionismus au »reichen. Auf derselben Sitzung des Actions-Comites, welche die Ernennung von Simon und de Lieme bestätigte, wurde au *drücklieh erklärt, daß tt e u e Erne n 11un״cn folg e 11 werden. Als die Vertreter des Keren Hajessodplanes die Verantwortung für die Schaffung des Fonds übernehmen sollten, bestanden sie als Bedingung aut der Erfüllung dieses Versprechens, daß die Exekutive in der nächsten Sitzung des A.-C. ergänzt werden soll und verlangt«!! ferner, daß die synthetische Au:• fas su 11g des Zionismus als einer alle Teile jadisdi-iialionaler ,Tätigkeit umfassenden Bewegung sicher■ gestellt wird. Die politischen Führer Stauden vor ihm Dilemma, entweder auf diese Halinguiigcii em/ugchi» oder ohne alle Geldmittel zu bleiben. Sie hielten es fur ihre I'iiicltl, die Bedingungen a 11 z 1111 e 11 m e 11, um so mehr, als diese auch ihrer eigenen Auffassung entsprachen. Der Vertrag wurde geschlossen und das Dir c k t 0 r i u 111 des Keren Hajessod k o 11 s t i ־ t uiert. I» diesem Vertrag ist nichts, was mit den Vollmachten der Keorganisationskonmiissioii unvereinbar gewesen wäre. Denn diese Vollmachten können nicht das Koiilrollrecht des AcEons-Comites beseitigen, und die Kcre 11 Hajessod-'Vertreter verlangten bloß, daß m Palästina keine ciuscltncidcmlcu /Vinierungen ohne Bilh■ gitng des Actions-Comites vorgetiomtnen werden solle!:. Dies war ein konstitutionell absolut korrektes Verlangen, das die Exekutive nicht ablehnen darf. Die ״Keren Hajessod-Gruppe“ war ängstlich darauf bedacht, den Frieden in der Exekutive zu erhalten. Darum gab sie auch, allerdings widerstrebend, ihre Zustimmun« zur Ernennung eines Gouverneurs mit 5t <0;׳ der Stimmen. An sich ist eine solche Einführung undurehfuhrbar. Die Londoner Konferenz hat beschlossen, den Keren Hajessod als eine Institution zu begründen, die in gleicher \\ eise Zionisten und Nicht/ionisten offensteht. Der Wunsch, Palästinafreuiide von außerhalb der zionistischen Reihen heranzuziehen, war das Hauptmotiv frneniCri1f״-UngpÜCr neue״ Institution. Dieser Zweck wird ernstheh in Frage gestellt durch Erteilung von 51 1w״m ”£n!an .<?1C ^10״'Mische Exekutive. Trotz dem Kere0״ K"1״!d<'T1Jangca'dUi}»'keit tles Verlangens hat die Kcre״ Hajessod-Gruppe nachgegeben, in der Hoffnun;׳,