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Jüdische Rundschau · 1921-08-16 · Heft 65 (16.8.1921) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 65 (16.8.1921)
Date
1921-08-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seife 468 JUEDISCHE RUNDSCHAU Konsreßprobleme Von Dr. M, J. I? 0 (I c » 11 *• i in e r. Es gibt verschiedene Fragen, die den Kongreß ernstlicl» beseh.'iftigeii »liiißtc■», ohne ilali vwaiissidiHicli Zeit und Gelegenheit vorhanden wäre, einen besonderen Standpimkt zu denselben eingehend dar/uU‘::c11. I>a dies aber zur Klärung der Anschauungen dient, will ich leer meine Stellung in aller Kürze zusammenfassen, Für besonders wichtig halte ich die Oreiwd r a g e, leb glaube, es mul) mit aller Deutlichkeit gesagt wcrilen, dal) die zionistische Oeffentüclikeit durch die geplante Lösung dieser Greiizfrade keinessvegs befriedigt ist. i)ie Lostronntin!׳: des Ostjorilaiikunles von* Palästina insbesondere, wird als ein Schnitt durch das Herz. Palästinas betrachtet, durch die der Organismus der,selben sdiou vor seiner Entstehung vernichtet wird. Ich vertrete den Standpunkt, ilali durch die Ikilfoitrsel» Eildäning zwar dem jüdische» Volk eine iH'detiteitdc Aufgabe pestellti worden ist, dall aber vor allem das ciijflischc Volk hier• mit die erhabene Pflicht übernommen bat, dem jüdischen Volk wieder auf dem Boden seiner Väter eine Zuflucht und Heimstätte zu bereiten, 111 dieser Balfotir-KrklämiH׳ erblicke idi nicht lediglich eine großherzige Geste der englische» Regierung:, sonder» auch den Willen, die notwendigen Kniftaustreugungen z.u machen, um gemeinsam mit dem jüdischen Volk Palästina wieder zu einem Judcnlatui zu machen. Ich bin der Meinung, dall die englische Regierung kraft der Macht, die sie heute darstcllt, wohl in der Lage ist, die Festsetzung der nntürliehen Grenzen des Landes zu bewirken, so dal) Aussicht besteht, dall ein lebensfähiger Organismus innerhalb dieser Grenzen zur Entstehung gelangen kann. Dal) dies bei der geplanten Grenzfestsetzung nicht der Fall ist, ist bei verschiedenen Gelegenheiten naclidriickiidi 1k■- tont worden. Insbesondere sind die nördlichen Gebiete zwischen Libanon und dem südlichen Hcnuon wegen ihrer Wasserkraft für das Land von Wichtigkeit und ebenso das Gebiet des Jarmuk, da nur durch Anlegung großer Talsperren die nötige Kraft für die Schaffung von Industrie und das nötige Wasser für die Kultivi'erung des Landes gesammelt werden kann. Das Ostjordanlnnd ist für Palästina unentbehrlich, weil allein dieses noch weite Gebiete unbeskdclten Hodens einschließt, die für die Schaltung landwirtschaftlicher Kolonie» unentbehrlich sind. Audi würden die offenen Grenzen des Jordantales eine beständige Bedrohung für Leben und Eigentum der jüdischen Bewohner Palästinas durch schweifende Bedtuuenitordcn bilden. Dem Willen des jüdischen Volkes, seinerseits am Aufbau der nationalen Heimstätte in Palästina 1nitz.11wirken, würde das Rückgrat zerbrochen, wenn die jetzige Grenzlinie das Mandatsgebiet Palästina darstcllen soll und so das historische und biblische Palästina in drei Teile zerschnitten würde. Wenn die von uns zu fordernde Lösung der Grenz.- frage nicht erreicht wird, so ist es der Zionistischen Organisation unmöglich, das jüdische Volk zu der Kraftanstrengung aufzurufen, die erforderlich und möglich ist, um ein wirtschaftlich entwicklungsfähiges jüdische■, Gemeinwesen in Palästina! zu schaffen. Für ein zerstückeltes Palästina wird keine Begeisterung der jüdischen Massen auszulosen sein, die damit rechnen, daß dieses Land ein Efnwamierimgslnnd für jüdische Massen sein soll. Da Palästina ohnehin ein sehr kfernes Land ist, wäre es für diesen Zweck völlig unzureichend, wenn die Grenzen desselben nicht wesentlich erweitert werden. Eine zweite Forderung, die wir als wesentliche Vor- Aussetzung für unsere Arbeit betrachten müssen, ist die völlige Freigabe der jüdischen Ein- Wanderung. Wir können es nicht zulassen, dal) sic aus ökonomischen oder politischen Gründen beschränkt wird. Die Einwanderung muß für jeden Juden frei sein. Die einzige Einschränkung■ kann aus gesundheitlichen Rücksichten wegen Seuchengefnhr oder körperlicher Schwäche getroffen werden. Es darf aber keine G c ־ wissens jt r ü f 11 n der Einwanderer nach ihrer religiösen oih r |>״!ili> dun Uehcr/cugmig erfolgen, wenn Palastina als Zufluchtsort des jüdischen Volkes he »•achtet werden soll, Es ist nicht zu verkennen, 1111 ft durch die Einwanderung politisch unruhiger Elemente die offen(- liehe Ordnung des Landes gefährdet werden köitnle. Nach dein Sinne der Balfour-Erklärung mul) es aber Sache der palästinensischen l.aiulesvcrwa'tuug sein, die notigen Vorkehrungen im Laude selbst zu treffen, da() derartige Elemente keinen Schaden anrichten können. Es mul) dies wie in jedem Land Sache der Polizei und Sicherhcitsorganc sein. Wenn aber die Mittei des Landes und der Organisation nicht ausreichen sollten, die erforderliehen Einrichtungen, insbesondere auch diejenigen sanitiirer Natur zu treffen, so *st es Pflicht des englischen Reiches, die hierdurch in der ersten Zeit erwachsenden notwendigen Lasten auf sich zu nehmen. Das ״Prestige" des englischen Reiches wird durch die Schaffung der nationalen, jüdischen Heimstätte in Palästina derartig gesteigert, dal) es gerecht ist, von ihm die Uebemalune dieser Verpflichtung zu fordern. Ein drittes Erfordernis, das mit dem letzten im engsten Zusammenhang steht, ist die unbedingte Sicherheit für Person und Eigentum der jüdischen Bevölkerung des Landes. Pogrome und Ausschreitungen, wie sie vor Jahresfrist Jerusalem erlebt und kürzlich im Mai Jaffa pcschcn lut, dürfen sich nicht wiederholen. Wenn die Polizei zum Schutze nicht ausreicht, sind die jüdisdhen Regimenter der engfischen Armee wieder aufziiRtelleu. Ich halte es aber für eine der wichtigsten politischen Forderungen, dal! auch' die Last hierfür nicht der Zionistischen Orgaiüsattem aufgcbiirdct wird. Dieser Schutz, für Leben und Eigentum der Bürger ist eine grundlegende Pfliclit jeder Regierung. Es wäre Lächerlich, von einer Organisation, (lie’mif freiwillige Spenden angewiesen ist, zu verlangen, daß sie eine Sdiut/.tntppe für die jüdischen Bewohner Palästinas unterhält. Nichts würde auch den Argwohn und das Mißtrauen der arabischen Bevölkerung mehr erregen, als wenn die Zionisten eine militärische Truppe aus eigenen Mitteln aufstctoi oder unterhalten wollten. Es würde auch der Würde des englischen Volkes durchaus widersprechen, dies von der Zionistisdien Organisatiou zw verlangen. Auf »len Inhalt des M«u ml a i v e r t ra g e s, der maiidie Lücken uu{weist, gehe Wt liier nicht ein, um die Wichtigkeit ilct׳ drei ohgn erwähnten Punkte nicht ab» zuseliwäehcii, Wenn 11ns hierin nicht Genüge geschieht, ist es Pflicht unserer Iwitung, offen und ehrlich zu erklären, »fall sic nicht im Stande ist, die ihr zugcdachte Aufgabe zu erfüllen, und daß sie es England überlassen muH, die Balfour-Erklärung mit Hilfe einer anderen Organisation durchzuführen, wenn sich eine solche dazu bereit findet, Ich wende mich nun zur Frage der Koloni* satiou. Es ist kein Zweifel, dal) für das jüdische Volk die landwirtschaftliche Besiedlung Palästinas die wichtigste Aufgabe der Zukunft bildet. Nur durch diese können wir das Land dauernd in jüdische Hände bringen. Jedermann weiß aber, dal) diese landwirtschaftliche Kokmisatiou die schwierigste und langwierigste Aufgabe ist, die irgend ein Staat- oder Kulturvolk unternehmen kann. Die Erschließung des Landes, Vorbereitung des Bodens, Sanierung,, .Art der Kultivierung, ob Groftkokmisafion oder Kleinsiedlung zweckmäßig, ob extensive oder intensive Bewirtschaftung aussicbtsvoll ist, sind Fragen, die erst gelöst sein müssen, ehe eine solche Kolonisation mit Erfolg betrieben werden kam». Solche Versuche, die der eigentlichen Groll- oder Masscnkokmisation vorausgehen müssen, nehmen Jahre und Jahrzehnte in Anspruch. Jahreskonferenz versuchte, eure gründlich vcrfel!:-e war. Nur wen» man der Auffassung war, daß der tische Erfolg von San kemo hinreichte, eine solche Bo geisteruitg des jüdischen Volkes atis/ulöscn, tim ,ז;,ן ungeheure .Summe von 23 Millionen PI und Sterling w desr lairzcn Zeit eines Jahres’) .•״ifzitbringcu, die den An!. 11.111 des l.amles sichern sollten, konnte man ohne \״r. bereitenden Plan von der Jahrvskonferenz. verlangt■^ die Aufbringung dieses Fonds zu beschließen. .\׳ilr eine übermenschlich gesteigerte Extase konnte aber ✓ur Verwirklichung des Planes führen, diesen Fonds ia einem Jahre durch Aufbringung der notwendigen Zeith, jttmgen zu sichern, die eine Vermögensabgabe von Hu, erfenderte», von der sich kein Jude aussehlieftcn sollte. •Diesen Uebi'rsriiwnng »W Begeisterung, der eiii/ci:* mit reißen konnte, durfte mau viu» den Massen nidv erwarten, Der Erfolg zeigt, dall die Zweifler Rech: Iidtten, Unser»• Leitung sollte sich aber auch tlnriilxr ■im Klaren sein, »laß dieser Fehler der Voihcreitm•^ <U>t* Kefen I Injessod UU! Haiiptursache der Spaltung nt, die sich im Laufe des letzten Jahres in allen Ländern iimcrliailb der Zionistischen Organisation gezeigt Hi .Der Fehler lag aber gar nicht an der Sache selbst, sondern daran, dal) man durch die Begeisterung von der man getragen war, nüchterne Erwägungen in «Jett Hintergrund drängte und der ganzen Siche einen verkehrten Auftakt gab. Die Melodie wurde um eisig Tone 7a hoch begonnen Eine vernünftige Erwäg•-: der ganzen Sache mußte /,eigen, dal) vor al'em;ג kolonisatorisch er PI an vorge'cgt werden mul;•־.», aus dem sich die notwendigen t'inanz.ioilcn Erfordern:■■* für den Aufbau des Landes ergeben mußten. Dieser!*.:•& mußte dem Actloiis-Convitc zur Prüfung vorgcle-.n und von der Jahreskonferenz beschlossen werden. Erst dann konnte man an die Frage der Aufbringung der Mittel •zur Durchführung dieses Planes herantreten, l.'iwrc Leitung bat aber das Pferd beim Schwanz au!gezäumt. Sie hat, ohne sich die notwendigen Unterlagen zu Uschaffen oder dieselbe.» dem Actlon—Comite vorzuic״en, 'eine mehr oder weniger phantastische Summe als notwendig für diesen Aufbau bezeichnet und geglaubt, de* Plar.es Im Vertrauen auf die Begeisterung der Massen Wenn dies schon für geordnete Staaten mit bäuerlicher j entbehre» z.u könne». Dieser Plan fiir die Verwendung der Gelder sollte später entworfen werden, wenn >H־r Fonds aufgebracht war. Diese Methode erschien vielen ernsthafte» Politikern und Führern der Zionistischen Or• gmiisatio» unzulänglich und wirtschaftlich unmöglich. Sie wollten es sich nicht gefallen lassen, ohne diesen wirtschaftlichen Plan einen so bedeutenden Faiub. .-.׳k es der Keren lTa.iessn.1 >1’4!0, uuf/uUriu :»■» tue' Bevölkerung gilt, wieviel schwieriger ist die Lösung dieser Fr.uge für ein Städtervolk, wie es das jüdische ist, ohne Erfahrung in der Landwirtschaft, ohne zureichende Mittel und ohne die staatlichen Organe. Dies alles soll »ms nicht abschrecken, an die Aufgabe hcrauzutrctc», »lern» sic soll und mul) gelöst werden, aber der fundamentale Irrtum, »len unsere Leitung bisher auscheinend begangen hat, liegt darin, dal) mau da:. Ziel und die Mittel hierzu für identisch hielt. Die laudwirtschaftüchc Be ■;i cd hm g ist das Ziel unserer Kolonisatiou. Das erste Mitte! hierzu ist aber Gewinnung der!Majorität im Lande und hierdurch der staatlichen Macht Die lambvirtsdiafUidie Kolonisation kann also unmöglich als Grundlage für unseren Eiinwanricnmgsplan in das j runrer unserer twwegung traten, smü z.var ein Land dienen, Was wir!)rauchen, ist eine Einwanderung ׳ ןZeugnis für die Beg«ister;1»g-־fähi״;k«it unserer Anhänger, jüdischer Massen, ist eine Masscnansiedlung, so schnell j da nahezu 10P Mf"»!*>nen polnische und »teutsdae Mark dies irgend möglich ist. Die Besiedlung des flachen j und über HU 000 engl. Pfand trotz aller Mängel der Landes durch landwirtschaftliche Kolonien wird 1(K) l Eni rieh tu ng aufgebracht worden sind. Aber niemand Jahre und noch mehr in Anspruch nehmen. Wenn wir j kann darüber im Zweifel sein, daß dieser Erfolg auch innerhalb 10--30 Jahren die Majorität des Landes bilde» j nicht im Entferntesten den Hoffnungen entspricht, die <!it wollen, müsse» wir in erster Linie an die Besiedlung der Städte und an den Aufbau des städtischen Wirsdiesem Zweck au kapitalkräftige Nicht zkwv.sten henrnr.. treten. Die Folge hiervon ist, daß wir im Laufe esu׳. Jahres noch »:eilt viel weiter gekommen sind, als ,׳;״ der Jahreskonfercnz in London. Die Ergebnis-'e der Sammlungen, für die ein grollt■!■ und!)*•deutender App,::v1t geschaffen wurde, an dessen Spitze die tüchtigsten Führer unserer Bewegung traten, sind / var ei» schönes sehaftslcheiss herantreien größter Schnelligkeit die Einführung von Industrien zu betreiben, die Einwanderermassen Arbeit geben können. Es gibt solche Industrie» genug, die man als jüdische bezeichne» kann, so daß •eine Berufsumschichtimg in dieser Hinsicht nicht einmal er forderlich ist und die »ich Palästina überführt werde» könne», obwohl es dort an Kohlen und Eisen fehlt. Trictsch hat hierüber viel beachtenswertes gesagt, auch ich selbst habe mich stets energisch für diese industrielle Kolonisation ausgesprocheu. Leider ist bis jetzt unsere Kraft um! cnser Geld im wesentlichen für Ivolonisntorische Versuch* auf dem Laude verwendet worden, Hierin ist eine grundsiiiitzliehe Watidhing zu schaffen. Der Kongreß muß dieser )׳'rage dl!*׳ größte Beachtiuig schenken. Di:: landwirtscliaftl-ichc Siedlung muß zielbev.-.ißt weiterhin gefördert werden bis zur Erlangung der z ihlenmäßige» Majorität. Es darf aber nicht »las Land und die Land- Wirtschaft, stmti»•!•» es muß die Stadt und »las;;tüillisct.ic Gewerbe »las Fundament unserer kolonisatorischen Arbeit sein. Aus diesem Grunde habe ich mich auch als Direktor des Jüdischen Nationalfonds stets für di!c Förderung einer städtischen Bodenpol itik durch den National* Fonds energisch »•ing.esetzt. Ich bin auch heute mehr wie je »1er Ueberzeugung, daß es notwendig ist, daß der Nationalfonds auch in dieser Hinsicht ziel- und riclvtunggebend für die Besiedlung der Städte wirkt, und däft er in allen Städten und an allen Stellen, die für städtische Siedlung«» in Frage kommen, große Bodenfl.'ichen erwirbt, um die private Bodenspekulation in den 11er,־uv wachsenden Städten nach Möglichkeit auszusehaltcn. Eine weitere Frage,, die der Lösung harrt, Dt der Keren Flajessöd. Dte Beschlüsse der Ja'nreskonfereuz waren für diesen Fonds um! den Zionismus verhängnisvoll. Die Ursache war die mangelnde Vorbe* reitung, zu der ein ganzes Jahr Zeit gewesen wäre, und die von unserer Leitung nicht mit der nötigen Energie betrieben worden w.׳*r. So braucht es nicht Wunder zu nehmen, daß die Lösung des Problems, wie sie die Leitung auf diesen Fonds gesetzt hatte uiv.l die *.01׳ wesentliche Voraussetzung für die Sdn'tung »lie-ts Zu diesem Zweck ist mit i Fonds bildeten. Ein I lauptlehlcz des Fonds war es weiter, daß mch: von Anfang;111 eine Klarheit darüber bestand, ob dic-vr Fonds ein Spendenfonds sein sollte oder eine Vermöge.״«•! anlage. Man schuf eine Einrichtung, die das Wese» eines Spendcnfoads hatte, aber das Antlitz einer Wirt• schaftlichen Kapitalanlage trug. Man verteilte sogar am grünen Tisch den Fonds schon nach beiden Grundsätzen, indem man einen bestimmten Prozentsatz dem Jüdischen Nationnli'onds, einen anderen Prozentsatz für unv. »׳tschau- : liehe und einen weiteren Prozentsatz für wirtschaftlich»־ Zwecke und dauernde Anlagen bestimmte. Bei dieser Einrichtung vergaß man aber, »laß sich 1U׳r Spenden/wed und der wirtschaftliche Zweck nicht in einem Fonds vereinigen lassen. Wer bereit ist, sein Geld für \virt■ schädliche Beteiligungen anzulegeii, wird es in der Regel abHtnen, daß diese:; Geld auch nur teilweise für Almowüzwecke verwendet wird. Wer aller Gelder fiir so .■mW Zwecke spenden will, wir»! es abiehnen, auch mir 1׳er! Anschein zu erwecken, als ob er dieses Geld hing* ״ח wolle, um daraus Dividende zu ziehen. So wurde schiir:• , lieh ein Fonds geschaffen, der weder nach der ekaa noch nach der anderen Richtung werhefühig ist. Vl'.;s not getan hätte, wäre die Gründung eines großzigp: •a SpeiiJcunands gewesen, um die Einwanderung der jmii• scheu Massen nach Palästina z.u sichern. So faßten cs auch die meisten Zeichner in der Tat auf und ich zweifle, ob die Aussicht auf Zertifikate und das hierauf hcruhend*■ Recht auf Dividende auch nur ein Dutzend »ler Zeichner veranlaßt hat, sieh am Keren Hajesstxl 1:׳׳ I beteiligen. Da dies nun der wahre Charakter des Keren Hajessüd ist, so soll man es auch offen sagen. Ich bin überzeugt, kein einziger der Zeichner wird deshalb seine Zeichnung zurückzichen. Eine Konsequenz des Citarakters des Keren Hajessocl als Spendenfonds würde sein, »lau er ia eine nähere Beziehung zum jüdischen *) Fher liegt offenbar ei» Irrtum des gesch. Ven• fassers vor. Die 25 MdL Pfund so!: teil nicht in eine m, sondern in fünf Jahren aufgebracht werde». — A. d, R.

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