Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 65 (16.8.1921)
- Date
- 1921-08-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 4(36 Seien wir uns doch im klaren: ,,'ZJonDmuä der ן Tat“ als solchem gibt cs nicht. Hüben und drüben! I sind die Arbeiter, die ״praktischen Zionisten“. Mit ähnlichen Argumenten arbeitet die deutsche Reaktion gegen die Sozialdemokratie. Audi Binjan Haare/, redet seinen Anhängen» ein, daß sic ״Zionisten der Tat“ sind. Früher war das Privileg der ״Regierung‘', (Die aller unter anderen auch arbeitende Untertanen besaß!) Jede Opposition gewinnt die Unzufriedenen. Mir scheint, der Zionismus der Tat beginnt sehr wortreich. Immer dasselbe traurige Bild! Binjan Haanez liat bisher nichts geleistet, als die Herausgabe eines eigenen Mit• tcilungshlatiea Und hat wirklich die Mitarbeit von ein paar Niclitzionjstcn erreicht. — Ich weiß! Nationale Idee eint »ms alle. Es ist ein Fehler der Radikalen, sich und ihre Leute über die geleistete Arbeit quantitativ und qualitativ belogen zu haben. Qualitativ besonders über die Menschen! In unseren Studentenverbindungen wird dieser homiert-gröllenwaluic sinnige Typ gezüchtet. Aber die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre ist doch kein Fehler. Man kann keinem verargen, daßer stecken bleibt. Zu uns gehören die Menschen, di« den Willen, mitzuwirken, ehrlich aufbringen. (Ob ״Radikale“ oder ,,Gemäßigte“.) Geld werden wir auch bekommen, wenn wir nicht außerdem Bekenntnis zuni Baseler Programm verlangen. Das weiß auch Binjan llaarez. Sonst machen wir uns kurzerhand zur Wirtschaftsorganisation zwecks Unterstützung der Juden Palästinas und des Ostens• Ich (ordere: Sammlung der Ehrlichen aller Rieh• tungen zum Wiederaufbau der deutschen Organisation. Dem deutschen Zionismus fehlen die Soldaten. Eine neue Erziehung muß sie uns schaffe». Neu im Prinzip, Wir arbeiten für eine Volksbewegung. Das bringt gemeinsame Pflichten mit sich und gemeinsames Ziel. Für sich allein hat jeder seinen Weg zu finden. Die Führung tonn den Weg nur weisen. Nieder mit dem Radikalismus der Schablone! Nieder mit detn politischen Geschwätz! Mit Ausnahme des Misrachi ist ן keine Richtung in der Orgauis.'ition ideell selbständig. Wozu dann der große innerpolitische Apparat! Wir brauchen Führer, die die Menschen kennen. Wir brauchen eine neue Kern truppe, sonst ist alles ver• geblich VII. Der Kongreß wird nichts entscheiden. Um Palästina wird lange gerungen werden. Die Entwicklung der Zukunft kennen wir nicht. Vielleicht wird es noch Wirklichkeit, daß die zioni* stische Bewegung, das jüdische Volk führend, nicht erfassend, langsam das ihr Bestimmte erreicht. ״Das jüdische Volk :1111 Lehen zu erhalten!“ Begreift, daß wir nicht AuscrwäWte sind vor den anderen. Nicht jeder Zionist ist besser als ein ״Assi• inilant“. Aber der Zionismus als solcher ist «ine Hoffnung, Darum wollen wir ihn erhalten. Sammeln wir eine Schar, dann werden wir auch keine Gelder mehr für ״Parteien“ gebrauchen und selbst die ״Jüdische Rundsclinu“ wird das wiedergeben müssen, was in der Organisation lebt. Jetzt kann sie das auch mit gutem Willen nicht. Es ist alles starr und bohl. Leider auch die <>|>|»sition! Blumenfeld und Kollenscher weiden gleich liebenswert sein, wem» sie die neue, Organisation schaffen. Die Kongreßwahl in der Schweiz (Von unserem N. W.-Korrcspondenten.) Die Vernachlässigung der organisatorischen Arbeit durch den Schweizer Ziomstenverband hat es mit sich gebracht, daß die hiesigen Gesinnungsgenossen bbß einen Delegierten an den Kongreß nach Karlsbad entsenden können. Die Zahl der Scliekolim, die gezahlt wurden, übersteigt unwesentlich das eiste Tausend. Sie stammen zumeist von organisierten Zionisten. Die U11- Zufriedenheit mit der bisherigen Verbandstiitigkeit äußert sich deutlich in dem Wahlergebnis. Wie bereits berichtet, wurde vom letzten Dcicgicrtcntag, weil sicii niemand fand, der die Erbschaft antreten wollte, in Herrn J, Hör n in Zürich ein Verweser bestellt, der nur mit Schwierigkeiten wegen Mangels an dem benötigten vorgängigen Aktcmnatcrial die Wahl durchführen konnte. Es stimmten im ganzen rechtzeitig nicht mehr als 3135 Wälder. Von den vom Belegierlcntng empfohlenen Kaudidaten erhielten A. J. Rom , der Präsident der Misrachi- Landesorganisation, 157 Stimmen, während der frühere Verbandspräskknt nur 107 auf sich vereinigen konnte. Der Ausfall der Waiden ist nicht allein damit zu erklären, daß die Mjsrachistcn geschlossen für ihren Fraktionsgenossen eintraten, sondern daiß auch viele Nichtmisrachisten die Wahl des Misracliipräsideivten förderten. Die restlichen Stimmen waren zersplittert. Unterdessen zerbricht inan sich den Kopf, wer wohl nach dem Kongreß, wenn der außerordentliche Delegierten(!«״ zusammentreten soll, die Leitung wird übernehmen wollen und können. Es ist keineswegs ausgeschlossen, daß sich niemand dazu bereit finden wird oder daß die Zügel in Hände kommen, die vielleicht guten Willens, aber wenig Befähigung bekunden würden Mau spielte vor und bei dem letzten üelegicrtentag — ein vollkommcncs testuroonrum paupertatis - sogar mit dem Gedanken, emer Auflösung des Verbandes ui der Weise, daß sich die Vereine in der romanischen Schweiz der franzostschen und die der Ostschweiz der reichsdcutsdlicn Organisation anschließcn sollten. Es wiU uns fast bedünken, daß dies« Lösung, so viele poEtische und taktische Einwendungen man dagegen haben mag, praktisch die vernünftigste und beste wäre, h 1 JUEDISC11 E RUNDSCHAU_ ¥011 Jüdische! Nationalfonds Große DodcnluMc in Stadt und Land (Kommunique des Hauptbüros des Jüdischen Natiouatfonds) Nr. 65 i Auf den 42 Dunam in Rechowoth sollen l 16 Jemeniten ihr Brot finden. Für die beiden Stadt- 1 viertel nächst Jaffa sind die Verträge des J. N.-F. mit gemeinnützigen Ballgesellschaften der künftigen Siedler skizziert, sowie die Baukredite beim Viertel nächst Tel- Awiw für vorläufig 100 und beim Borochowviertd fj,r voiliiiifig 200 Häuser schon gesichert. Die ׳Beratungen, welche Mitte Juli von Oeiieral- Versammlung und Direktorium des Jüdischen Nationalfouds in P r a g abgehoben wurden, leiten eine neue Acra ein. Was die Beschlüsse der Gcncralvcrsammlim״ anlaugt, so pah sie vorerst Herrn Justizrat Dr. Ilodenheimer, dem Haager Vcrwaltungskomitec und Herrn de Lieme, welche seit dem letzten Zionistenkongreß, in kritischer Zeit, die N.-F.-Qcschäfte geführt hatten, unter Votiert! 11״ warmen Danks Entlastung. Weiter wurde die ehrende Eintragung der verstorbenen N.-F.-Direktore» David Wolffsolm und Jechiel Tschlt״ now in das Memo rh uch (8efer Haaskaroth) verfügt. Sämtliche vom Direktorium im April und Mai vorgeuommeiic Hodenkäufe, insbesondere der wichtige Kauf der E m e k bö d e n , im Ausmaß von 4t 160 Dunam und mit einem Erfordernis von 205 700 .6, sowie der Kauf von '200 Dunam bei Tel-Awiw zur Behausung der Flüchtlinge aus Jaffa mit einem Erfordernis von '26 500 .C fanden einstimmig Genehmigung. Zugleich wurde beschlossen, den gemäß Weisung des VI. Zionistenkoiigresses (1003) gefaßten § 57 der N.-F,־ Statuten, wonach bisher '25 °/0 des N.-F.-Vermögcns als Reserve deponiert und so der Verwendung in Erez- Israel entzogen blieben, im Sinne der Londoner Jahreskonferenz (1020) aufzuheben. Eine weitere Statutenäuderuiig zielt dahin, daß künftig nur der hebräische N a 111 c der Genossenschaft als offiziell zu gelten hat. Schließlich erhielt das Direktorium die grundsätzliche Ermächtigung zu weiteren Bodenkäufen unter der alleinigen Bedingung, daß keine Verpflichtung über die jeweiligen Barmittel hinaus eiiigegaiigen wird. Von dieser Ermächtigung machte das Direktorium sogleich Gebrauch, indem es eine Reihe weiterer großer Hoden kaufe beschloß. So wurde in Aussicht genommen, mit den bisher eingelaufeuen Spenden von '21000 £ uiiclist Chaifa 3003 Dunam als Kern für die ״Tsc h 1 e n o\v - K 01011 i e“ zu erwerben und, laut Weisung der Generalversammlung, zwecks Arrondicrung und Ameliorierung dieses Grundstücks die Sammhingen für den Koloniefonds bis zur 4. Jahrzcit des Verewigten (10. Seli’watli 5682) auf womöglich 40 000 £ zu ergänzen. Nächst Rechowoth wurden, um die beengte Jemeiiitensiedlimg zu erweitern, 42 Dunam um 1050 £ angekmift. Dieser Kauf ist deshalb von grimdsätzlichcr Bedeutung, weil das Direktorium hier, entgegen den falschen (icriichten von einem diesbe/iigliehen Verbot, dem jüdisches Privatcigcntu n zu führt. Alle weiteren Transaktionen größeren Stils betreffen städtischen Boden. An drei Punkten zugleich: in Jcrusalcm, Jaffa und Cliaüä faßt danach der j. N.-F. Fuß. 111 Jerusalem wird der dort dem N.-F. gehörige Besitz durch Böden um 7500 £ abgerundet und sollen weiter von den Ländereien des Griechischen Patriarchatcs um 50 000 AI jene Komplexe erworben werden, die für Wohnzwecke geeignet sind; zur Erwerbung der restlichen ' Patriarehatbödeu in jüdisches Privateigentum wurde der Palestiue Land Development Company vom J. N.-F., falls nötig, ein gesicherter Kredit bis zu 35000 £ zugesagt. Bei Jaffa werden 300 Dunam zur Errichtung eines mich dem verstorbenen Führer der Poale-Ziou benannten Borochow -Garte 11- Viertels um 3500 •C und schließlich nächst Chaifa Grundstücke zur Errichtung von 100 Wohnhäusern gekauft. Ueber die Einzelheiten der Bodenkäufe soll noch berichtet werden. Das Direktorium ist durch diese großzügigen Er- Werbungen, und zwar auch städtischen Bodens, an die Ausführung jener Anordnung der Londoner Jahrcskonforciiz geschritten, weldie den j. N.-F. zum Träger der zionistischen Bodenpolitik in Stadt und Land bestimmt. Als stärkster Bodenkäufer wird der J. N.-F. imstande sein, den Preismarkt zu beherrschen und jedem Boden- und Mietwucher wirksam entgegenzutreten. Der Bodenbesitz des N.-F. Durch die in Prag beschlossenen Käufe steigt der ücsaintgruadbcsitz des J. N. - F., der sich noch anfangs Juli 1920 auf '21 100 Dunam ländlichen und 140 000 Quadrntellcii städtischen Hodens beschränkte, auf 72600 Dunam ländlichen Bodens (eingerechnet die Borochow-Kolonie) und 1 Million Quadrat eilen hochwertigen städtischen 13 o d c 11 s. Die Bodenkäufe des J. N.-F. in diesem Jahre erfordern 360 000 Al. Das sind zum jetzigen Kurse gerechnet 109 Millionen M. (hiervon HO 000 .6 für städtisehen Boden). Der J.N.-F. darf wohl, gestützt auf solche Leistungen, mit Recht den verdoppelten Eifer, die vervielfachte Opfcrwilligkcit aller Juden beanspruchen, Errichtung des ״Moschaw Owdim“ Die Besiedlung der neuerworbenen Böden wurde vom Direktorium sogleich in die Wege geleitet. SOÜO Dun,am des Komplexes Maiul im Emck sollen nach dem Plane Elicser Joffes zur Errichtung einer Arbeitersiedlung (Moschaw Owdirn) Ver- Wendung finden, unter der Voraussetzung, daß der nötige Kolonisationskredil anderweitig beschafft wird. Es ist gedacht, Parzellen von je 50 Dunam zu individueller Bewirtschaftung mit intensivem Betrieb an im Laude schon erprobte landwirtschaftliche Arbeiter, vorwiegend Familienväter, in Erbpacht zu vergeben. Die Ameliorationsarbeiten sind von der Arbeitergruppe selbst durchzuführen. N.-F.-Einnahmen im ersten Halbjahr 1921 An N.-F. •Spenden kamen dem Hauptbüro in Juli 1921 aus 22 von 60 in Betracht kommenden Lindern insgesamt 8005 £ zu (gegenüber 17 855 £ jm Juli 1920); Die Spendensumme von Januar bis Ende Jul!! 1921 (bzw. 1920) ergibt öS 180 £ (66 513) und verteil! | sich, in englischen Pfund, auf folgende Länder: f Mesopotamien 14 610 (152) - Vereinigte Staaten 913!) | (11 439) - England 5 633 (12 0S9) — Rumänien 4 555 I (1 329) - Deutschland 3778 (38(0) -■ Polen I 2 483 (3200) China (Shanghai usvv.) 2 477 (10 102) - I Argentinien 2 211 (2 421) — Neuseeland 1 956 (139)! Erez-Isracl 1912 (1 £05) - Jiigoslavieu 1 55S ((>18) Australien 145S (236) — Straits-Scttlcmcnts 1 440 - Tschecivo-Slowakci 1 359 (2 086) —- Ostgalizien 1 221 (926) - Bulgarien 1 113 (1 300) -- Holland 1 006 (1907) — Elsaß-Lothringen 941 (237) - Italien 863 (39) ~ Litaucn-Kowno 810 (104) Belgien 805 (1 930) - Canada 613 (1 68S) - Indien 636 — Bukowina 597 (229) — Finnland 584 (1) -- Oesterreich 550 (1050) - wcstgalizicn 442 (927) — Schweden 424 (25) — Lcttland 419 (89) -- 16 andere Länder 2 517 £ (1920: 17 Länder met 6 774 £). Ällromänische Zeire-Zion-Konfereaz Mittwoch, den 3. d. M. wurde jn Czemowitz die zweite Jahrcslconferenz der ,,Zetre-Zkm“ Großrumänjem eröffnet. Ungefähr 70 Delegierte aus allen Provinzen . (Bcßarabien, Bukowina, Rcgat, Transsilvanien) lütten sich eingefunden. Als Vertreter des Weltverbandcs ״Hithnchduth 1 lapovl-l lazair - Ze'ire*Z90n“ nimmt dieser Kaplan (Mitglied des großen A. C.) an der Konferenz teil. Nach der Eröffnungsansprache des Vorsitzenden des ZK., M. L a n d a u, uml nach den offiziellen Begrüßunge» schritt man zur Wahl des Präsidium uiul der Kommission. Ins Präsidium wurde gewählt: Elieser Kaplan, Michael Landau (Kischcnew) und Dr. Benj. Fuchs (Czemowitz). Das Referat über die ״ailgemeine Lage“ hielt E. Kaplan. In 1 Vz stündjgcr Rede entrollte er ein Bild der gegenwärtigen politischen Weltläge, die charakterisiert ist in allen Rändern durch das Erstarken der Bourgeoisie, wodurch die Arbeiterschaft in die Defensive gedrängt ist, und das allgemeine Bedürfnis nach Frieden und Ruhe. Ucbergehcml auf die ן Lage des jüdischen Volkes konstatiert der Redner auch hier cgi Erstarken der Reaktion, so daß der Kampf um aiationalpcrsonale Autonomie in allen Ländern überaus erschwert ist. Die zionistische Bewegung sei wohl stark hinsichtlich der Stimmung, aber cs fehle die starke Organisation und die lebendige Kraft. Unsere Schwäche habe die Kraft der Araber verstärkt. Die Tendenz der englischen Kolonialpolitik habe sich auch in gewissem Sinne geändert. Nur Aufbau in Erez-Isracl, nur eine beschleunigte Einwanderung von Arbeitermassen könne uns retten. Pressestimmen Die amerikanische jidische Tageszeitung ״Tog“ veröffentlicht einen Artikel über den ״Deutschen Juden“ von Schmuei Niger. Niger tritt der luder den Ostjuden verbreiteten Anschauung entgegen, daß die deutschen! Juden einen abgestorbenen und national bedeutungslose!! Volksbestaudteil bilden. Als Beweis für die lebendige Kraft des deutschen Judentums berichtet er über die Gründjung des ״Jüdischen Instituts für Jugendforsclvung mul Erziehung“. Nachdem er die aus dem Prospekt des Instidutcs bekannten Aufgaben des Instituts dargestellt hat, weist er darauf hin, daß es deutsche Juden gibt, die nicht nur, wie es die frühere assimilatorische Und nueh wissenschaftlich interessierte Generation tat, über die Geschichte der jüdischen 1Erziehung Untersuchungen anstcllen, sondern die die heutigen lebendigen Aufgaben der Erziehung erkeimen. Ihnen genügen nicht die Predigten der Rabbiner :und auch nicht die Parteiweisheit der Zionisten, 900dem sie suchen die neuesten Ergebnisse der Wissenschaft für die lebendige jüdische Erziehung fruchtbar zu machen. IX’r Verfasser betont, daß diese Bemühungen deutscher Juden nicht nur für Deutschland, sondern für das gesamte Judentum von größter Bedeutung werden können. So wie das Institut jetzt schon daran geht, Zweigstellen in allen Ländern zu gründen und Material zu sammeln, so kann es eure Vermittlungsstelle zwischen den in den jüdischen Zentren gesammelten Erfahrungen mit jüdischer Erziehung u!r»d der modernen Wissenschaft werden. Wieder erweist sich, wie schon in früheren Perioden und zuletzt in der AssünilationspcrRxle durch Begründung der Wissenschaft des Judentums, der hohe Wert des deutschen Judentums. Wieder gibt es eine Stätte, an der östliche Juden von deutschen Juden lernen können. So schreibt der jidische Journalist in einer nmerikaoischen Zeitung. Er spendet dem deutschen Judentum höchstes Lob und bezeichnet als ein Svmptoan seiner lebendigen Kraft die Gründung des ״Instituts für jüdische Jugendforschung mul Erziehung“. Wieviel deutsche Juden aber wissen überhaupt von der Existenz dieses Instituts, das Dr, Siegfried Bern fehl gegründet hat und an dessen Ausbau er im Verein mit einem kleinen Kre» von Freunden und Mitarbeitern mit zäher Energie erfolgreich arbeitet? Wir hoffen, daß das ״Institut“ rticht das Schicksal des ״propheta in patria“ haben wird. 1